DE256173C - - Google Patents
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- DE256173C DE256173C DENDAT256173D DE256173DA DE256173C DE 256173 C DE256173 C DE 256173C DE NDAT256173 D DENDAT256173 D DE NDAT256173D DE 256173D A DE256173D A DE 256173DA DE 256173 C DE256173 C DE 256173C
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08J—WORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
- C08J5/00—Manufacture of articles or shaped materials containing macromolecular substances
- C08J5/12—Bonding of a preformed macromolecular material to the same or other solid material such as metal, glass, leather, e.g. using adhesives
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 256173 KLASSE 39 b. GRUPPE
ALFRED E. PETERSEN in KARLSRUHE i. B.
Verfahren zur Herstellung einer haltbaren Verbindung von Leder mit vulkanisiertem Gummi.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. Mai 1912 ab.
Bisher ist es nicht möglich gewesen, eine wirklich dauerhafte und haltbare Verbindung
zwischen Leder und fertig vulkanisiertem Gummi durch Kleben herzustellen. Es gibt
keine Gummilösung, deren Adhäsion am Leder und am vulkanisierten Gummi gleich gut ist.
Die Folge dieses Ubelstandes war, daß beispielsweise jeder Versuch, eine fertige Sohlenplatte
aus Gummi herzustellen, die später vom
ίο Käufer mit Hilfe einer geeigneten Gummilösung
auf die Ledersohle oder Lederabsatz des Stiefels aufgeklebt'werden konnte, an der
Unmöglichkeit scheiterte, eine wirklich dauerhafte Verbindung zwischen Leder- und Gummisohle
oder Leder- und Gummiabsatz zu erzielen. Wenn auch die entsprechend dem für die Lauffläche erforderlichen Härtegrade zusammengesetzte
und vulkanisierte Gummisohle eine gewisse Zeitlang kleben blieb, so lockerte sich die Verbindung doch bald, und
die Folge war, daß infolge der verschiedenen Adhäsionsgrade die zum Kleben verwandte
dünne Rohgummilage sich fast vollständig von der vulkanisierten Gummiplatte loslöste, dagegen
fest am Leder haftete.
Es blieb daher bislang nichts übrig, als
Leder und Gummi aneinander zu nageln, zu nähen o. dgl. und die dadurch hervorgerufenen
Undichtheiten und Materialbeschädigungen mit in den Kauf zu nehmen.
Alle diese Nachteile vermeidet die vorliegende Erfindung. Sie verwirklicht eine
dauernde Klebverbindung in eigenartiger Weise dadurch, daß der Klebvorgang gewissermaßen
in zwei getrennte, zeitlich nach Belieben geschiedene Arbeitsvorgänge zerlegt wird. Es
wird zu diesem Zweck die als Klebstoff dienende Gummimasse in zwei Teile zerlegt.
Der eine Teil wird auf den betreffenden hoch geschwefelten Gummikörper an der mit dem
Leder zu vereinigenden Stelle in dünner Schicht aufgebracht und dann das Ganze der
Vulkanisation unterworfen. Diese aufgetragene Schicht besteht aus gar nicht oder nur so
schwach geschwefeltem Gummi, daß beim Erhitzen für sich keine Vulkanisation eintritt.
Wird nun der geschwefelte Gummikörper mit der darauf befindlichen Schicht von nicht
oder nur schwach geschwefeltem Gummi erhitzt, so dringt der Schwefel aus dem sich
vulkanisierenden Grundkörper bis zu einer gewissen Tiefe in die aufgetragene Schicht und
schafft eine innige, absolut homogene Verbindung zwischen beiden. Andererseits dringt
der Schwefel nicht bis zu der dem vulkanisierten Grundkörper abgewandten Fläche der
auf diesen aufgetragenen Gummilage. Diese behält vielmehr, da sie sich selbständig beim
Heizen nicht vulkanisieren kann, die gewünschte Affinität zu der als Klebmittel verwandten
anderen Teilschicht.
Nunmehr kann der zweite Teil des Klebvorganges beginnen, indem man die" oben
genannte zweite Teilschicht des als Kleb-
mittel dienenden Gummis, am einfachsten in Form einer Lösung, aufträgt. Diese haftet
nunmehr fest, sowohl auf dem Leder einerseits, als auch auf dem in oben beschriebener
Weise vorbehandelten Gummikörper andererseits. In dem Beispiel der Gummisohle und
des Gummiabsatzes könnte dieser zweite Teil des Klebvorganges gegebenenfalls von dem
Käufer selbst vorgenommen werden,
ίο Für die vor dem Erhitzen auf den hochgeschwefelten Gummikörper aufgebrachte ungeschwefelte oder schwefelarme Gummischicht genügt eine Dicke von 0,1 bis 0,2 mm.
ίο Für die vor dem Erhitzen auf den hochgeschwefelten Gummikörper aufgebrachte ungeschwefelte oder schwefelarme Gummischicht genügt eine Dicke von 0,1 bis 0,2 mm.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :
Verfahren zur Herstellung einer haltbaren Verbindung von Leder mit vulkanisiertem Gummi, darin bestehend, daß ein Teil der als Bindemittel zu verwendenden, nicht oder nur wenig geschwefelten Gummimasse an der Vereinigungsstelle in dünner Schicht auf den hochgeschwefelten geformten Gummigegenstand aufgetragen und mit diesem vulkanisiert wird, worauf der andere Teil des Bindemittels zum Zusammenkleben des vulkanisierten Gummigegen-Standes mit dem Leder benutzt wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE256173C true DE256173C (de) |
Family
ID=514208
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT256173D Active DE256173C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE256173C (de) |
-
0
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