DE25607C - Neuerungen an Apparaten zum Messen elektrischer Ströme - Google Patents
Neuerungen an Apparaten zum Messen elektrischer StrömeInfo
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- G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
- G01R11/00—Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Neuerungen an Apparaten zum Messen elektrischer
Ströme, in welchen ein beliebiger Zähl- oder Registrirapparat durch die Bewegung oder Stellung
des Kernes eines Solenoids oder der Armatur eines Elektromagnetes je nach der
Stärke des Stromes bewegt und regulirt wird. Dabei bildet die Spule dieses Solenoids oder
des Elektromagnetes einen Theil des Stromkreises oder eine Nebenleitung desjenigen Leiters,
durch den der zu messende Strom hindurchgeht.
Die Neuerungen charakterisiren sich durch die Combination des auf die vorher beschriebene
Weise angeordneten Solenoids oder Elektromagnetes und . des durch denselben bewegten
oder regulirten Registrirapparates mit einer Einrichtung, durch welche die Bewegung oder
Stellung des Solenoidkernes oder der Armatur das Durchströmen von Wasser oder anderer
Flüssigkeit durch einen gegebenen Querschnitt regulirt. Die durch diesen hindurchfliefsende
Wassermenge wird durch ein Wasserstandglas sichtbar gemacht und durch den Zählapparat
registrirt.
Fig. ι ist eine Stirnansicht, Fig. 2 ein Verticalschnitt,
Fig. 3 eine Seitenansicht und Fig. 4 der Grundrifs eines Mefsapparates. A ist ein Solenoid,
dessen Umwickelung einen Theil des Stromkreises oder , eine Nebenleitung des Leitungsstromkreises bildet, der gemessen werden soll.
Der bewegliche Kern B dieses Solenoids ist an dem einen .Ende eines Hebels C befestigt,
der bei D drehbar aufgehängt ist, während am anderen Ende ein Ventil (oder Pfropfen) E sitzt,
das den Wasserdurchflufs durch die Oeffhung F
am Boden des Gefäfses G regulirt. Das Gefäfs G wird von einem Reservoir H bis zu
einem constanten Niveau mit Wasser gefüllt gehalten. Das durch die Oeffhung F hindurchfliefsende
Wasser gelangt in einen Behälter /, an dessen Aufsenseite ein Wasserstandzeiger K
angebracht ist, um den inneren Wasserstand sichtbar zu machen. L ist ein Schwimmer, der
beim Steigen des Niveaus auf einen bestimmten Punkt, bei dem das Ueberfliefsen des Wassers
beginnt, einen Zähl- oder Registrirapparat M um einen Zahn weiter bewegt. Darauf kommt
das Syphon N automatisch zur Wirkung, um den Behälter / zu leeren, der dann nach und
nach wieder mit dem Wasser aus dem Gefäfs G gefüllt wird. Dadurch, dafs das lange Rohr des
Syphons unten umgebogen ist, ist der lange Schenkel des Syphons unten stets geschlossen,
und die durch ersten Abfiufs des Wassers entstehende Luftverdünnung im Syphon bringt
denselben zur Wirkung nach Art des bekannten Field'sehen -»flush-tank*. O O sind Federn
zur Regulirung des Hebels C.
Geht kein Strom durch die Solenoidspule, so ist der Kern B in seiner höchsten Lage und
demzufolge die Oeffnung F vollständig vom Ventil E abgeschlossen; geht aber Strom hindurch,
so wird der Kern B der Stärke des Stromes entsprechend mehr oder weniger nach
unten gezogen und daher das Ventil E mehr oder weniger durch Hebel C gehoben, so dafs
der Wasserabflufs aus dem Gefäfs G nach dem Behälter / mehr oder weniger stark stattfindet.
Zeigt nun jeder Zahn des Zählers M eine gegebene Zahl von Volumeneinheiten an, . zuzüglich
der durch den Wasserstandzeiger K an-
Claims (1)
- gezeigten Wassermenge in dem Behälter /, so kann die durch das Solenoid auf eine gewisse Zeit hindurchgegangene Elektricitätsmenge sogleich angegeben werden.Fig. 5 zeigt den Verticalschnitt einer modificirten Form des Apparates, in welchem an Stelle des mit dem Hebel C verbundenen Ventils E dieses mit einer Feder α versehen ist, deren Spannung gerade genügt, das Ventil beim Heben des Hebels durch das Solenoid nach oben zu führen, b ist ein Röllchen an der Spitze der Ventilspindel zur Auflage des Hebels C.In Räumen, in denen eine verhältnifsmäfsig kleine Strommenge verbraucht wird, kann die Anordnung zur Entleerung des Behälters durch das Syphon wegfallen, da sich der Behälter während des zwischen zwei Controlirungen seitens des Beamten liegenden Zeitraumes nicht anfüllen würde, der den Behälter nach Ablesung am Wasserstandglase nur zu entleeren braucht. An solchen Stellen, an denen das Wasser dem Gefrieren ausgesetzt ist, empfiehlt sich verdünntes Glycerin.Patenτ-Ansprüche:i. Das Verfahren, die Stärke eines elektrischen Stromes dadurch zu messen, dafs man das Zulaufventil eines Gefäfses dergestalt unter den Einflufs eines in den Strom eingeschalteten Solenoids anordnet, dafs durch die Zunahme oder Abnahme in der Stärke des Stromes das Ventil mehr oder weniger gehoben und dadurch der Zulauf der Flüssigkeit in das Gefäfs regulirt wird; die periodische selbstthätige Entleerung des Gefäfses nach seiner vollständigen Füllung markirt sich selbstthätig in einem Zählapparat und indicirt auf diese Weise die durch das Solenoid geflossene Strommenge. Die zur theilweisen Füllung des Gefäfses gedient habende Strommenge kann an einem Wasserstandzeiger des Gefäfses abgelesen werden.Zur Ausführung des Verfahrens die Anordnung eines drehbaren Winkelhebels C C, dessen Stellung durch die Stärke des durch das Solenoid A und den Kern B hindurchgehenden Stromes bedingt wird und das Oeffnen und Schliefsen der Oeffnung F durch Ventil oder Pfropfen E bewirkt, wodurch die Füllung des Gefäfses / erfolgt, die entweder an dem graduirten Wasserstandzeiger K abgelesen werden kann, oder die bei periodischer, automatischer Entleerung des Gefäfses / sich mittelst Schwimmers L im Zählapparat M markirt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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