DE255752C - - Google Patents

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DE255752C
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signal
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card
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C22/00Measuring distance traversed on the ground by vehicles, persons, animals or other moving solid bodies, e.g. using odometers, using pedometers

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Details Of Measuring And Other Instruments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 255752 "-KLASSE 42p. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Mai 1911 ab.
Die Erfindung betrifft einen Ortsanzeiger für Fahrzeuge mit proportional der Fahrgeschwindigkeit fortschreitender, auswechselbarer Karte, bei dem mittels eines durch entsprechende Marken der Karte gesteuerten Hebelwerkes dem Führer des Wagens Signale bekannt gegeben werden, die die Richtung und Beschaffenheit des Weges kennzeichnen.
Um die die Signale steuernde Karte auf
ίο leichte Weise in den Ortsanzeiger einsetzen und mit dem Getriebe verbinden zu können, ist die Steuerkarte hierbei auf eine drehbare, zweckmäßig mit einem Kupplungsfiansch versehene Scheibe aufgesetzt, die mit einem längsverschiebbaren Triebrad in und außer Verbindung gebracht werden kann. Zur Längsverschiebung des mit der Tragscheibe der Steuerkarte kuppelbaren Zahnrades ist ein in einer Muffe der Tragscheibe drehbar gelagerter Daumenhebel vorgesehen, durch den die Steuerkarte gleichzeitig unabhängig vom Wagenantrieb gedreht werden kann.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung in Fig. 1 in Vorderansicht und in den Fig. 2 und 3 im • Schnitt nach Linie a-a bzw. b-b der Fig. 1 dargestellt. Fig. 4 zeigt in größerem Maßstabe eine Einzelheit, Fig. 5 eine andere Anordnung der Signalzeiger und Fig. 6 eine gebrauchsfertige Steuerkarte.
Auf dem Gehäuse 1, in dem sich das zur Sichtbarmachung der Signalzeiger 2 dienende Getriebe befindet, ist ein kleines Gehäuse 3 angebracht, in welchem, wie Fig. 1 und 5 zeigen, die Signalzeiger 2 sichtbar werden. Zur Steuerung der Signalzeiger dient eine Steuerkarte, die zweckmäßig in der Form einer kreisförmigen Scheibe 4 ausgebildet ist. Diese Karte wird von einer drehbaren Platte 5 getragen, die mit einem Flansch · 6 ausgerüstet ist. Dieser Flansch ist so ausgebildet, daß er eine Kupplungshälfte bildet, mittels deren die Scheibe 5 mit der Antriebsvorrichtung gekuppelt werden kann. Die andere Kupplungshälfte wird von einem Triebrad 7 getragen, das mittels einer Buchse 8 auf die Welle 9 aufgesetzt ist. Auf dieser Buchse ist die Scheibe 5 lose drehbar. Das Triebrad 7, das mittels der oben beschriebenen Kupplung seine Bewegung auf die Scheibe 5 überträgt, wird durch eine geeignete Vorrichtung in einer der Fortbewegung des Fahrzeuges proportionalen Geschwindigkeit angetrieben. Diese Antriebsvorrichtung erhält ihren Antrieb von einem Rad des Fahrzeuges mittels einer nicht dargestellten biegsamen Welle, die ihre Bewegung auf eine auf der Welle 10 angeordnete Schnecke 11 überträgt. Diese letztere steht in Eingriff mit einem Schneckenrad 12, das lose auf die Welle 9 aufgesetzt ist. Das Schneckenrad 12 trägt ein Triebrad 13, das mit einem Zahnrad 14 der Welle 15 in Eingriff steht. Das Rad 14 trägt ein Planetenrad 16, das um ein feststehendes Zahnrad 17 rotiert, das beispielsweise 30 Zähne hat und ein anderes Zahnrad treibt, das beispielsweise 31 Zähne
hat. Das letztgenannte Rad wird demgemäß bei jeder Umdrehung um einen Zahn weiter geschaltet. Die beiden Zahnräder 17 und 18 sind auf die Welle 15 aufgesetzt und bilden das bekannte Paradoxgetriebe. Das Zahnrad 18 trägt ein Rädchen i8a, das das Kupplungsrad 7 antreibt und hierdurch das Getriebe vervollständigt.
Die Vorrichtung zur Erreichung der Κει ο duktion kann auch in anderer Weise ausgebildet sein, wenn nur der Zweck erfüllt wird, daß die Geschwindigkeit, mit der die Karte gedreht wird, so weit reduziert wird, daß sie für eine ganze Fahrt, beispielsweise 100 oder 150 (englische) Meilen ausreicht. Die in der Zeichnung dargestellte Karte macht eine Umdrehung für 120 Meilen und ist mittels tangentialer Linien 19 (Fig. 6) in einzelne Meilen eingeteilt.
Die Platte 5 wird mit dem Kupplungsteil des Zahnrades 7 von einer Feder 20 in Eingriff gehalten, die zwischen die Platte und einen auf die Buchse 8 aufgeschraubten Flansch 21 eingesetzt ist. Die Platte 5 trägt einen Stift 22, der die Karte 4 an ihrem Platze hält und mitnimmt. Um die Bewegung der Karte ein- und ausschalten zu können, ist in der Muffe 24 der Scheibe 5 ein Daumenhebel 23 drehbar gelagert, der sich an die in die Buchse 8 eingelegte Kugel 25 anlegt. Diese Muffe 24 umgibt die Buchse 8 und die Feder 20 und durchdringt den Deckel des Gehäuses. Im Normalzustand ist die Kupplung eingekuppelt und der Daumenhebel in der unteren, in Fig. 2 gezeigten Stellung. Soll die Bewegung der Karte angehalten werden, so wird der Hebel in die in Fig. 1 punktiert dargestellte Stellung gebracht, in welcher die Buchse 8 und damit das Triebrad 7 entgegen der Wirkung der Feder 20 nach rechts geschoben werden, so daß die Kupplungsbacken 6, 7 außer Eingriff kommen. Mittels des Hebels 23 ist es daher möglich, die Karte unabhängig vom Wagenantrieb zu drehen und damit etwaige Ungenauigkeiten auszugleichen.
Zur Steuerung der in dem Gehäuse 3 sichtbar werdenden Signalzeiger 2 dienen auf der Steuerkarte angebrachte Marken. Diese Marken können aus Einschnitten oder Kerben bestehen, die vorzugsweise auf der Karte in konzentrischen Kreisen angeordnet werden. Die Marken wirken beim Umlauf der Karte auf Winkelhebel 30 ein, die bei 31 drehbar gelagert sind, und mittels ihrer Enden 32 auf der Steuerkarte "schleifen. Durch die Federn 33 werden die Winkelhebel 30 derart gegen die Karte gepreßt, daß sie, sobald sie auf eine Marke auftreffen, sich um ihren Drehpunkt drehen. Haben die Marken die Gestalt von Einschnitten oder Kerben, so sinkt das tasterförmige Ende in diesen Einschnitt ein, sobald es darauf trifft.
Die in dem oberen Teil des Gehäuses sichtbar werdenden Signalzeiger 2 sind an Armen befestigt, die um eine Welle 34 drehbar sind. An die Signalarme greifen Stangen 35 an, die mit ihrem anderen Ende mit den Winkelhebeln 30 verbunden sind. Die Signalzeiger selbst werden vorzugsweise aus leichtem Material hergestellt und können buntfarbig sein. Die Bewegung eines der Winkelhebel, wenn der zugehörige Taster in einen Einschnitt der Karte gelangt, genügt, um die Vorrichtung in Tätigkeit zu setzen und das Signal vor den Augen des Führers erscheinen zu lassen. Wenn der Zweck des Signales erfüllt ist, so veranlaßt die Weiterbewegung der Karte das Heraustreten des Tasters aus dem Einschnitt, so daß das Signal wieder zurückgezogen wird. Diese Bewegung wird durch ein von dem Signalarm getragenes Gegengewicht 36 unterstützt. Damit die Signale stets an derselben Stelle erscheinen und um denselben Betrag gedreht werden, sind Anschläge 55, 56 vorgesehen, die die Hebung und Senkung der Signalarme begrenzen.
Um die zur Steuerung der Signalzeiger 2 dienenden Marken der Steuerkarte gegebenenfalls, beispielsweise beim erstmaligen Durchfahren einer neuen Strecke, selbst auf die Karte aufbringen zu können, ist eine Anzahl von unter Federdruck 52 stehenden Stempeln 50 angeordnet, die mittels Tasten 51 von Hand angetrieben werden können. Gegenüber den Stempeln sind in der Unterlagsscheibe 54 öffnungen 53 angebracht, so daß, wenn Karton oder Papier für die Karte verwendet wird, beim Niederdrücken einer Taste eine saubere öffnung in die Karte gestanzt werden kann, während bei Verwendung von metallischen Karten ein scharfer Eindruck hervorgerufen wird. Jede der Tasten, deren Anzahl eine beliebige sein kann, besitzt eine Aufschrift, die dem Signal entspricht, für welches die Marke gemacht wird. Diese Tasten sind auf der Zeichnung mit den Buchstaben A bis / gekennzeichnet, und jedes der von ihnen dargestellten Signale bedeutet irgendeine Ankündigung mit Bezug auf die Fahrt oder die Beschaffenheit des Weges. Z. B. kann das Signal, das zu der mit -aAn bezeichneten Taste gehört, in folgenden Fällen zur Anwendung kommen:
a) bei einer scharfen Biegung des Weges nach links,
b) wenn bei einer Wegekreuzung die nach links führende Straße eingeschlagen werden soll.
In der gleichen Weise sind die übrigen Signale angeordnet.
Natürlich können in bekannter Weise auch

Claims (1)

  1. irgendwelche anderen Signale oder Ankündigungen mittels des Apparates kenntlich gemacht werden. Auch können durch Verbindung zweier oder mehrerer Signale weitere Ankündigungen gemacht werden. Schließlich können zu irgendeinem Zwecke mehrere Signale ganz kurz hintereinander gegeben werden. Wenn erwünscht, kann die Vorrichtung auch mit einer kleineren oder einer größeren Anzahl von Signalen ausgerüstet werden. Auch kann statt des Sign ales ein Wort der Warnung, wie »Gefahr«, »Langsam fahren«, »Zugbrücke« u. dgl., vermerkt werden.
    Die sichtbaren Signale können von einer Welle getragen werden und so angeordnet sein, daß sie in der Mitte der Vorrichtung erscheinen (Fig. i). Es könnten jedoch auch, wie Fig. 5 zeigt, zwei Signalwellen angeordnet werden, so daß stets im Gehäuse 3 an beiden Seiten je ein Signal erscheinen kann. Ebenso können auch mehr als zwei Signale nebeneinander angeordnet sein.
    Statt, wie vorstehend beschrieben, die eigentlichen Signalzeiger um die Achse 34 zu drehen, könnten die Signalzeiger auch fest im Gehäuse 3 stehen und an den drehbaren Armen Schirme befestigt werden, die für gewöhnlich die feststehenden Signale bedecken und nur bei Betätigung der Winkelhebel von den Signalzeichen fortgezogen werden.
    Der Ortsanzeiger kann des weiteren in bekannter Weise mit einer elektrischen Beleuchtungseinrichtung versehen werden, durch die die Signale bei Nacht beleuchtet werden. Auch kann durch die Marken der Steuerkarte gleichzeitig ein elektrischer Stromkreis geschlossen werden, der ein Läutewerk in Tätigkeit setzt, so daß dem Fahrzeugführer außer sichtbaren Signalen auch gleichzeitig hörbare Signale gegeben werden.
    Paten τ-An Spruch:
    Ortsanzeiger für Fahrzeuge mit proportional der Fahrgeschwindigkeit bewegter, mit Marken versehener Steuerkarte, durch deren Marken Hebel beeinflußt werden, die mittels Stangen oder Hebel Signale betätigen, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Triebrad (7) kuppelbare Tragscheibe (5) für die Steuerkarte innerhalb ihrer Muffe (24) einen Daumenhebel (23) trägt, durch den das Triebrad (7) außer Eingriff mit der Tragscheibe (5) gebracht und gleichzeitig diese mit der Steuerkarte unabhängig vom Wagenantrieb gedreht werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
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