DE2556757C2 - Rückenstützbandage mit einer Pelotte - Google Patents
Rückenstützbandage mit einer PelotteInfo
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Description
konvex gekrümmt ist, daß die Pelotte in ihrer Mitte ein
vertikales Langloch aufweist, welches in der Mitte schmaler als an den Enden ist und daß die Pelotte sich
mit ihren Enden auf zwei Stäbe in der Rückenstützbandage abstützt
Die Pelotte ist so breit, daß sie auf den Muskeln neben
der Wirbelsäule aufliegt Die Mitte ist ausgespart um Druck auf die Dornfortsätze der Wirbel zu vermeiden.
Sie besteht wahlweise aus Metall, z. B. rostfreiem Federbandstahl,
cder einem elastischen Kunststoff mit Rückslellvermögen,
so daß sich nach Beendigung einer äußeren Krafteinwirkung die Platte immer wieder in ihre
konvex gekrümmte Form zurückverformt Die Konvexität der Platte und die Form der Aussparung üben eine
stützende und reklinierende Wirkung sowohl beim Stehen als auch beim Sitzen aus. Durch die Abstützung der
Pelotte auf zwei Stäbe in der Rückenstützbandage wird eine Anpassung in allen stehenden, sich beugenden und
sitzenden Stellungen des Trägers der Rüdcenstützbandage
erzielt. Um die stützenden bzw. reklinierenden Kräfte der Pelotte während aller Körperhaltungen annähernd
gleich und den Gegebenheiten des Patienten verstellbar zu gestalten, ist es zweckmäßig, wenn die
Pelotte in ihrer konkaven Form durch eine Feder oder durch mehrere Federn verstärkt ist die sich von einer
Schmalseite der rechteckigen Platte der Pelotte zur anderen Schmalseite, also vertikal erstrecken. Diese Federn
unterstützen das Rückstellvermögen, sie dienen der Anpassung der Pelotte an den Träger und auch
gleichzeitig der Befestigung der Pelotte in der Rückenstützbandage.
Zur Anpassung der Pelotte an den Träger der Rükkcnstützbandage
ist es vorteilhaft, wenn die Feder mittig an der rechteckigen Platte der Pelotte angeordnet ist
und mit ihrem einen Ende an der einen Brücke zwischen Langlochende und der Plattenkante befestigt ist, während
das andere Ende mit einem Haken in ein Loch einer Lochreihe eingehängt ist die sich in der anderen
Brücke befindet.
Die Befestigung in der Rückenstützbandage kann vorteilhafterweise dadurch erfolgen, daß die Feder
durch zwei vorgegebene Schütze in der Rückenstützbandage eingezogen ist und somit zu einem Teil ihrer
Länge hinter der Rückenstützbandage verläuft. Auf diese Weise kann die Pelotte schnell abgenommen werden,
was für ein Waschen der Rückenstützbandage von großem Vorteil ist.
Zweckmäßig kann es sein, wenn die Pelotte eine Polsterung aufweist, die aus einem zwischen zwei Baumwollgeweben
oder -gestricken eingenähten Vlies oder einem zwischen Gewebe oder Gestrick liegenden
Schaumstoff besteht. Diese Polsterung hat darüber hinaus den Vorteil, die Transpiration von der Peiottenoberfläche
abzuleiten. Vorteilhafterweise wird diese Polsterung auf einen Klettenverschluß aufgelegt, der in Streifenform
auf der Pelottenplatte aufgebracht ist.
Weitere Vorteile der Pelotte bestehen darin, daß sie dünn ist und nicht sichtbar aufträgt. Sie ist auch leicht
und wiegt max. 150 g. Sie kann leicht an jeder bereits vorhandenen Rückenstützbandage angebracht werden,
die die geeignete Höhe aufweist.
Das Wesen der vorliegenden Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 die Lage von Wirbelsäule und Becken beim Stehen,
Fig. 2 die Lage von Becken und Wirbelsäule beim
F i g. 3 die Lage der Pelotte beim Stehen,
F i g. 4 die Lage der Pelotte beim Sitzen,
F i g. 5 die Platte der Pelotte in Ansicht von vorne,
Fig.6 die Platte der Pelotte in Seitenansicht mit einem Teil der Rückenstützbandage,
F i g. 4 die Lage der Pelotte beim Sitzen,
F i g. 5 die Platte der Pelotte in Ansicht von vorne,
Fig.6 die Platte der Pelotte in Seitenansicht mit einem Teil der Rückenstützbandage,
F i g. 7 in perspektivischer Darstellung die Lage der Pelotte in der Bandage am Patienten.
Aus F i g. 1 und 2 ist ersichtlich, daß das Becken sich
beim Sitzen um ca. 40° gegenüber dem Stehen zurückgedreht hat Aus F i g. 3 und 4 ist ersichtlich, wie sich die
Platte 1, die in der Rückenstützbandage 2 als Pelotte dient der Lage von Becken und Wirbelsäule angepaßt
ist
In F i g. 5 ist die die Pelotte bildende Platte 1 in Ansicht von vorne gezeigt Die Pelotte weist entsprechend
ihrer rechteckigen Form in der Mitte ein Langloch 3 auf. Dieses ist an seinen beiden Enden breiter als in der
Mitte. Zwischen den Enden des Langloches und den Kanten der Platte 1 befinden sich Teile der Platte, die
man als Brücken TA, TB bezeichnen könnte, weil sie die beiden neben dem Langloch 3 liegenden Teile der Platte
1 miteinander verbinden. Zwischen diesen beiden brükkenartigen Teilen wird zweckmäßigerweise eine Feder
5 eingesetzt, die aus einem einfachen Gummizug bestehen kann. Auf der einen Seite wird sie in dem Loch 6
befestigt z. B. durch einen eingesetzten Niet, in der anderen Brücke TB wird sie mit Hilfe des Hakens δ in eines
der Löcher 9 eingehängt. Je nach der Wahl des Loches kann der Federzug verstärkt oder vermindert werden
und somit die Pelotte 1 den Erfordernissen des Trägers angepaßt werden. Die Pelotte 1 stützt sich mit ihren
Enden auf Stäbe 4 ab, welche in der Rückenstützbandage 2 eingenäht oder eingesteckt sind. Die Platte 1 trägt
zweckmäßigerweise einen Klettenverschluß 11, auf welchen die Polsterung 10 aufgelegt wird. Die Platte 1 der
Pelotte weist weitere Löcher 12 an nicht beanspruchten Stellen auf, die das geringe Gewicht der Platte noch
weiter herabsetzen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Rückenstützbandage mit einer Pelotte und mit die Einbeziehung der gesamten Lendenwirbelsäule in
Verstärkungen durch vertikal eingenähte oder in 5 die Rückenstützbandage verzichtet Die Wirksamkeit
Abnäher eingesteckte Stäbe, dadurch gekenn- der Pelotte wird dadurch fraglich.
zeichnet, daß die Pelotte sich mit ihren Enden Beim DE-GM 18 21 802 ist die Pelotte aus mehreren
auf zwei Stäbe (4) in der Rückenstützbandage (2) Stützfedern aus Bandstahl hergestellt, die durch eine
abstützt und daß als Pelotte eine elastische, rechtek- Querfeder miteinander verbunden sind. Die Mittelfedcr
kige Platte verwendet wird, deren Ecken abgerundet 10 liegt über der Wirbelsäule. Damit die Dornfortsätze der
sind, die in Richtung auf den Innenraum der Rücken- Wirbel nicht den Druck dieser Feder zu spüren bekom-
stützbandage (2) konvex gekrümmt ist und in ihrer men, ist zwischen der Feder und dem Träger ein Polster
Mitte ein vertikales Langloch aufweist, welches in angeordnet, welches aber die Wirkung der ganzen Pe-
der Mitte schmaler als an den Enden ist lotte in Frage stellt
2. Rückenstützbandage nach Anspruch 1, dadurch 15 Durch die DE-PS 2 17 317 ist ein Korsett mit zwei
gekennzeichnet, daß die Pelotte in ihrer konvexen Rückenstützstäben bekanntgeworden, an denen Federn
Form durch eine Feder (5) oder mehrere Federn aus Bandstahl befestigt sind. Diese üben gegen den Rükverstärkt ist, die sich von einer Schmalseite der ken des Trägers einen Druck aus. Da eine Weitenverrechteckigen Platte (1) der Pelotte zur anderen Stellvorrichtung zwischen diesen beiden Rückenstütz-Schmalseite erstrecken. 20 stäben angeordnet ist, liegen diese nicht exakt dort, wo
3. Rückenstützbandage nach Anspruch 2, dadurch sie ungestört ihre Tätigkeit ausüben, denn nach einer
gekennzeichnet, daß die Feder (5) mittig in der recht- Verstellung zu einer größeren Weite kommen sie neben
eckigen Platte (1) der Pelotte angeordnet ist und mit den die Wirbelsäule stützenden Muskeln zu liegen. Dieihrem einen Ende an der einen Brücke [7A) zwischen se Federn sind auch nur relativ klein und daher nur in
Langlochende und der Plattenkante befestigt ist, 25 einem geringen Teil der Lendenwirbelsäule wirksam,
während das andere Ende mit einem Haken (8) in ein Durch die DE-AS 11 97 192 ist eine Rückenstützban-Loch (9) einer Lochreihe eingehängt ist, die in der dage in mehreren Ausführungsformen bekanntgeworanderen Brücke (7B) befindlich ist den. Hier sind es zwei sehr stabile Endstützteile, die
4. Rückenstützbandage nach Anspruch 2 und 3, durch mindestens eine Feder miteinander verbunden
dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (5) durch 30 sind. Diese sich nach außen wölbende Feder ist immer
zwei Schlitze der Rückenstützbandage (2) eingezo- durch die Kleidung sofort sichtbar. In einer Ausführung,
gen ist bei der zusätzlich zu der Feder zwei in Richtung auf die
5. Rückenstützbandage nach Anspruch 1, dadurch Wirbelsäule ausgebogene Lamellen vorgesehen sind,
gekennzeichnet, daß die Pelotte (1) eine Polsterung wird eine gleich gute Wirksamkeit beim Stehen und
(10) aufweist die aus einem zwischen zwei Baum- 35 Sitzen jedoch nicht erreicht In allen Ausführungen ist
wollgegeben oder- gestricken eingenähten Vlies jedoch die Pelotte stark durch die Kleidung sichtbar, die
oder einem zwischen zwei Geweben oder Gestrik- sichtbaren Abstützstellen bringen aber auch eine Vcrken liegenden Schaumstoff besteht minderung der Wirksamkeit mit sich.
6. Rückenstützbandage nach Anspruch 5, dadurch Eine weitere Rückenstützbandage ist aus der US-PS
gekennzeichnet, daß die Platte (1) der Pelotte einen 40 21 81 689 bekanntgeworden. Sie stützt wesentlich den
Klettenverschluß (11) für die Befestigung der Polste- Rücken dadurch, daß eine vor dem Leib angeordnete
rung(10) trägt. Platte mit den in die Bandage auf der Rückenseite eingesteckten Stäben zusammenwirkt Eine direkte Slüi-
zung der Wirbelsäule vom Rücken her erfolgt hier nicht.
45 Neben diesen Bandagen zur Stützung des Rückens ist
durch die GB-PS 7 40 507 eine plattenförmige Rücken-
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Rückenstütz- stütze bekanntgeworden, die über Gurte mit den Schul-
bandage mit einer Pelotte und mit Verstärkungen durch tern und mit einer vor dem Leib angeordneten weiteren
|j vertikal eingenähte oder in Abnäher eingesteckte Stäbe. Platte verbunden ist. Diese Platte ist T-förmig gestaltet
ψ Eine derartige Rückenstützbandage ist aus dem DE- 50 und weist ein vertikales Langloch auf, welches verhin-
i| GM 18 21 802 bekanntgeworden. dert daß die Wirbelfortsätze des Rückgrats durch die
j| Einer exakten Stützung des Rückens durch eine Platte gedrückt werden. Diese Platte muß recht starr
jg Bandage, also einer zirkulären Fassung — manchmal ausgeführt werden, wenn sie ihre Stabilität und Form
te des Beckens und des Leibes — meist jedoch des Bek- behalten soll und ihre Wirkung ausüben soll. Auch hier
•jj:g kens sowie des Rumpfes, steht die wechselnde Haltung 55 sind keinerlei Arbeitsmittel vorhanden, die eine Anpas-
pi von Becken und Rumpf beim Stehen und Sitzen entge- sung der Rückenstütze an die veränderten Formen der
£ gen. Das Becken dreht sich beim Sitzen um 40° gegen- Wirbelsäule beim Stehen und beim Sitzen gewährlei-
k über dem Stand zurück; dadurch wird die Krümmung sten könnten.
f(; der Lendenwirbelsäule nach vorn kompensatorisch aus- Es ist die Aufgabe der Erfindung, für' die eingangs
■ geglichen. Der Druck in den Bandscheiben und Wirbel- 60 genannte Rückenstützbandage eine dynamische Pelotte
S körpern steigt nach NACHEMSON (Scand. J. Reha- zu schaffen, die auf die gesamte Lendenwirbelsäule im
' bil. Med. Suppl. 1, 1970) im Sitzen um bis zu 40% des Sitzen und im Stehen gleich gut einwirkt, ohne die beDruckes im Stand an. kannten Nebenwirkungen aufzuweisen, wie z. B. ein Ab-
Den unterschiedlichen Gegebenheiten im Sitzen und stehen der Bandage beim Sitzen zu haben.
Stehen konnten die bisherigen Pelotten, z. B. halbstarre 65 Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß die
; Pelotten nach dem DE-GM 18 21 802 oder starre Pelot- Pelotte aus einer elastischen, rechteckigen Platte gcfcr-
ten (DE-AS 11 97 192 Fig. 16) nicht entsprechen. Entwe- tigt ist, deren Ecken abgerundet sind, daß die Pelotte in
der liegen sie beim Sitzen an, dann entsteht beim Stand Richtung auf den Innenraum der Rückenstützbandage
Priority Applications (1)
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| DE19752556757 DE2556757C2 (de) | 1975-12-17 | 1975-12-17 | Rückenstützbandage mit einer Pelotte |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752556757 DE2556757C2 (de) | 1975-12-17 | 1975-12-17 | Rückenstützbandage mit einer Pelotte |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE2556757A1 DE2556757A1 (de) | 1977-07-07 |
| DE2556757C2 true DE2556757C2 (de) | 1985-12-05 |
Family
ID=5964597
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19752556757 Expired DE2556757C2 (de) | 1975-12-17 | 1975-12-17 | Rückenstützbandage mit einer Pelotte |
Country Status (1)
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Families Citing this family (4)
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| GB740507A (en) * | 1953-04-02 | 1955-11-16 | Randall Henry Hale | Improvements in orthopraxis appliances |
| DE1821802U (de) * | 1960-09-06 | 1960-11-17 | Genz & Hoffmann | Rueckenstuetzguertel. |
-
1975
- 1975-12-17 DE DE19752556757 patent/DE2556757C2/de not_active Expired
Also Published As
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