DE2547366C3 - Spannvorrichtung zum Verbinden von Maschinenteilen mittels Kipphebel - Google Patents
Spannvorrichtung zum Verbinden von Maschinenteilen mittels KipphebelInfo
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Description
Die Erfindung geht au? von einer Spannvorrichtung der im Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenen und
durch die DE-PS 1116 947 bekanntgewordenen Art.
Bei der bekannten Spannvorrichtung dieser ArI ist bei
zurückgezogenem Druckglied das Anpreßglied innerhalb seines Spieles in axialer Richtung frei beweglich
und auch das zwischen Anpreßglied und Grundkörper angeordnete Kipphebelglied ist in diesem Umfang in
axialer Richtung frei beweglich Wird die Spannvorrichtung zum Verbinden von Maschinenteilen, die zwischen
dem Gegenlager des Spannteiles und dem Anpreßglied angeordnet sind, angesetzt, dann werden Spannteil und
Spannelement mit relativ geringem Kraftaufwand gegeneinander verschraubt, bis ein weiteres Verschrauben
nur noch unter erhöhtem Kraftaufwand möglich ist. In diesem Zustand können sich Spannteil und Spannelement
leicht zurückdrehen, bevor durch Verschieben des Druckgliedes eine erhöhte Spannung erreicht ist. Durch
diese Möglichkeit des Zurückdrehens wird auch das Spannen mittels des Druckgliedes erschwert, wenn das
Spannen bei einer genau bestimmten Stellung des Grundkörpers oder des Spannteiles erfolgen soll.
Aufgabe der Erfindung bt es somit, unter Beibehaltung
der Vorteile der bekannten Spannvorrichtung, die darin zu sehen sind, daß bei einer sehr leichten Montage
und Demontage eine sehr feste nachträgliche Verbindung der zu verbindenden Teile erleichtert ist,
Spannvorrichtungen der im Oberbegriff des Patentanspruches angegebenen Art insoweit zu verbessern, daß
bei einer raumsparenden und preiswerten Konstruktion Spannteil und Spannelement, wenn sie nur mit geringem
Kraftaufwand verschraubl sind, unabhängig von der Art des Gewindes, sich nicht oder kaum mehr ungewollt
zurückdrehen können.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind bei der Erfindung die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches angegebenen
Gestaltungsmerkmale vorgesehen.
Die Erfindung ausgehend vom Stand der Technik gemäß der DE-PS 11 16 947 über die noch zu lösende
von diesem Stand der Technik ausgehende und auf ihn spezifizierte Aufgabe mit den im kennzeichnenden Teil
ίο des Patentanspruches angegebenen Lösungsmitteln zu
entwickeln und damit das Gestaltungsprirzip bei der Erfindung zu entwickeln war nicht ohne weiteres und
ohne erfinderische Überlegungen möglich, weil für diese Entwicklung beim Stand der Technik keine ausreichenden
technischen Hinweise vorhanden sind, wenn auch die grundsätzliche Anordnung einer Druckfeder auch
als Spiraldruckfeder im Hinblick auf den Stand der Technik gemäß der DE-GMS 74 11 107 einerseits und
gemäß der US-PS 12 78 538 die Erfindungshöhe noch nicht begründen kann, weder in der zentrischen noch in
der exzentrischen Lage. Jedoch ist die Gesamtheit der Lösungsmittel und die dabei vorhandene spezielle
Anordnung der Druckfedern durch den Stand der Technik nicht nahegelegt.
Werden Spannelement und Spannteil nun mit geringem Kraftaufwand gegeneinander verschraubt,
dann wird die Druckfeder komprimiert, bevor ein weiteres Vcrschrauben nur noch unter erhöhtem
Kraftaufwand möglich ist. Die Kraft der Druckfeder drückt das Spannteil und das Spannelement in axialer
Richtung etwas auseinander, wodurch die Reibung zwischen dem Gewinde des Spannteiles und dem
Gewinde des Spannelementes erhöht wird, wodurch die Gefahr eines ungewollten Zurückdrehens vermieden
oder zumindest stark vermindert ist.
Durch die Anordnung der Druckfeder dicht neben der Kippachse ist die Herstellung der Spannvorrichtung
vereinfacht. Die Anordnung der Druckfeder nahe dem Widerlager läßt eine kompakte Bauweise der Spann-
■10 Vorrichtung zu, weil das Kipphebelglied bei gelöster
Spannvorrichtung dem zurückgehenden Druckglied folgen kann.
Wegen der zwei Druckfedern läßt sich bei einfacher
Ausbildung der Druckfedern eine ausreichend hohe Druckkraft erreichen. Die Versenkung der Druckfeder
in der Ausnehmung ist platzsparend und gewährleistet mit einfachen Mitteln eine ortsfeste Anordnung der
Druckfeder; die Ausnehmung ist im Kipphebelglied oder in der Regel im Grundkörper vorgesehen.
Durch die erfindungsgemäß angeordnete Druckfeder werden bei der Spannvorrichtung, wenn diese entspannt
ist, das Kipphebelglied ständig gegen die Kugeln, die Kugeln ständig gegen das Anpreßglied und das
Anpreßglied ständig gegen das zu verspannende Teil gedrückt. Es ist also vorteilhafterweise nicht möglich,
daß zwischen diese auseinandergedrückien Teile d. h. vor allem zwischen Anpreßglied und zu verspannendem
Teil im entspannten Zustand Schmutz in Form von Spänen, Rostteilen, Öl, Wasser usw. gelangt, wodurch
eine Beeinträchtigung der Spanngenauigkeit vermieden wird, was ein wesentlicher Vorteil der Erfindung ist.
In der Zeichnung ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dargestellt und zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Spannelement einer Spannvorrichtung zum Verbinden von Maschinenteilen
mittels Kipphebel,
Fig. 2 einen Schnitt gemäß Linie 11-11 in Fig. I und
Fig. 3 einen Schnitt gemäß Linie IU-111 in Fig. 1.
Fig. 3 einen Schnitt gemäß Linie IU-111 in Fig. 1.
Das in der Zeichnung gezeigte Spannelement bildet in durch die DE-PS 11 16 947 bekannter Weise zusammen
mit einem nichtgezeigten, ein Gegenlager bildenden Spannteil eine Spannvorrichtung, wobei dai. Spannelement
eine axial verlaufende Bohrung 1 aufweist, in der das Spannteil angeordnet wird. Das Spannelement
besitzt einen napfförmigen Grundkörper 2, der einen Grundkörper-Ring 3 bildet, an dessen Innenseite ein
nichtselbsthemmendes Gewinde 4 vorgesehen ist, in das
ein entsprechendes Gewinde des nichtgezeigten Spannteiles geschraubt wird. An dem Gewindekörper-Ring 3
ist ein Druckglied 5 in Form einer Druckschraube in axialer Richtung verstellbar, jedoch außermittig angeordnet,
das gemäß Zeichnung in den nappfförmigen Grundkörper 2 ragt Dem Druckglied 5 diametral
gegenüber ist an der Innenseite des Grundkörper-Ringes 3 eine bohrungsartige Ausnehmung 6 vorgesehen, in
der ein Widerlager 7 in Form einer Kugel angeordnet ist, die in etwa mit der Hälfte ihres Durchmessers aus
der Ausnehmung herausragt.
Innerhalb des napfförmigen Grundkörpers 2 ist ein Kipphebelglied 8 in Form eines Ringes angeordnet, der
an dem hereinragenden Ende des Druckgliedes 5 und dem Widerlager 7 anliegt. Auf einer Achse, die
gegenüber der von Druckglied und Widerlager gebildeten Kippachse um 90° versetzt ist, weist das
Kipphebelglied 8 zwei einander gegenüber angeordnete Ansenkungen 9 auf, in denen je ein Zwischenlager 10 in
Form einer Kugel teilweise eingebettet ist. Ein Anpreßglied 11 ist ringartig ausgebildet und ragt in den
napfförmigen Grundkörper 3 und weist gegenüber jeder der Ansenkungen 9 des Kipphebelgliedes 8
ebenfalls eine Ansenkung 12 auf, in die je eines der Zwischenlager 10 ragt Durch die Zwischenlager 10
werden Kipphebelglied 8 und Anpreßglied 11 auf Abstand voneinandergehalten. Das Anpreßglied 11 ist
passend zwischen eine Wandung 13 des Grundkörpers 2 geschoben und trägt zwei einander gegenüber angeordnete
Zapfen 14, die jeweils in einen Spalt 15 der Wandung ragen, wobei die Zapfen in den Spalten in
einem begrenzten Umfang in axialer Richtung hin- und herbewegbar sind.
Zwischen dem Grundkörper-Ring 3 und dem ringartigen Kipphebelglied 8 wirken zwei wendel- bzw.
spiralförmig ausgebildete Druckfedern 16, die nahe der vom Druckglied 5 und vom Widerlager 7 gebildeten
Kippachse »angeordnet sind. Dabei ist jede der Druckfedern 16 dicht neben dem Widerlager 7
angeordnet. Der Abstand der Druckfeder von der durch Druckglied und Widerlager gebildeten Achse sollte
nicht größer als 30° sein. In dem Grundkörper-Ring 3 ist für jede der Druckfedern 16 eine bohrungsartige
Ausnehmung 17 vorgesehen, in welche ein beachtlicher Teil der Druckfeder eingesetzt ist. Die Druckfeder ragt
aus der Ausnehmung heraus und drückt gegen das Kipphebelglied. Wenn das Druckglied 5 völlig aus dem
napfförmigen Grundkörper 2 zurückgezogen ist, dann liegt das Kipphebelglied 8 im Bereich des Druckgliedes
5 am Grundkörper-Ring 3 an, ist das Kipphebelglied im Bereich des Widerlagers 7 von diesem weggedrückt, so
daß das Kipphebelglied mit der Mittelachse des Spannelementes einen von 90° abweichenden Winkel
bildet. Das Anpreßglied 11 ist dann soweit, als es der von
den Spalten 15 gebildete Anschlag für die Bolzen 14 zuläßt, nach außen, d.h. in Fig.3 nach unten gedrückt,
so daß es an dem Anschlag anliegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Spannvorrichtung zum lösbaren Verbinden von Maschinenteilen, bei der ein als Gegenlager ausgebildetes Spannteii und ein Spannelement koaxial zueinander angeordnet und mittels Gewinde miteinander verschraubt sowie in Druckrichtung axial gegeneinander verstellbar sind, das Spannelement einen Grundkörper, ein Kipphebelglied und ein Anpreßglied aufweist, am Grundkörper außermittig ein auf das Kipphebelglied wirkendes verstellbares Druckglied und zwischen Grundkörper und Kipphebelglied ein Widerlager dem Druckglied diagonal gegenüber angeordnet ist und zwischen Kipphebelglied und Anpreßglied als Zwischenlager zwei diametral angeordnete Kugeln vorgesehen sind, die eine Kippachse bilden, die gegenüber der von dem Druckglied und dem Widerlager gebildeten Kippachse radial um 90° verdreht ist, wobei das Anpreßglied gegen Abziehen vom Grundkörper mittels Anschlag gesichert und bei zurückgezogenem Druckgüed gegenüber dem Grundkörper zumindest um ein Spiel beweglich ist, dadurch gekennzeichnet, daß nahe dem Widerlager (7) beiderseits der von Druckglied (5) und Widerlager (7) gebildeten Kippachse je eine Druckfeder (10), die jeweils auch bei zurückgezogenem Druckglied (5) das Anpreßglied (11) gegen den Anschlag (14,15) drückt, zwischen dem Grundkörper (2) und dem Kipphebelglied (8) dicht neben der Kippachse teilweise in einer Ausnehmung (17) versenkt angeordnet ist.
Priority Applications (3)
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Publications (3)
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| DE2547366B2 DE2547366B2 (de) | 1979-12-20 |
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