DE254682C - - Google Patents
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- DE254682C DE254682C DENDAT254682D DE254682DA DE254682C DE 254682 C DE254682 C DE 254682C DE NDAT254682 D DENDAT254682 D DE NDAT254682D DE 254682D A DE254682D A DE 254682DA DE 254682 C DE254682 C DE 254682C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01Q—ANTENNAS, i.e. RADIO AERIALS
- H01Q1/00—Details of, or arrangements associated with, antennas
- H01Q1/12—Supports; Mounting means
- H01Q1/1242—Rigid masts specially adapted for supporting an aerial
Landscapes
- Details Of Aerials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV* 254682 -KLASSE 21«. GRUPPE
HEIN, LEHMANN & CO. ACT-GES.
in BERLIN-REINICKENDORF.
Luftleiteraufhängung für funkentelegraphische Stationen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Mai 1912 ab.
Für große Reichweiten bedürfen die funkentelegraphischen
Stationen bekanntlich sehr hoher Masten, an deren Spitzen die Luftleiter meist schirmartig aufgehängt sind. Bisher
sind diese Luftleiter am unteren Ende — unter Einschaltung einer geeigneten elektrischen
Isolierung — auf dem Erdboden festgespannt worden. Bei dieser Art der Befestigung
der Schirmantenne ist es nicht zu vermeiden, daß bei starken Winden von den auf der Luvseite befindlichen Antennendrähten diejenigen,
welche unmittelbar oder nahezu in der Windrichtung liegen, in außerordentlich starkem
Maße Zugbeanspruchungen ausgesetzt sind, da der sowohl durch die übrigen Antennendrähte
als auch durch die unmittelbare Wind-. beeinflussung des Mastes selbst erzeugte, an
der Mastspitze auftretende Horizontalschub sich naturgemäß gerade an diesen in oder
nahezu in der Windrichtung liegenden Drähten am stärksten äußern muß. Demgemäß war es
erforderlich, die Antennendrähte bisher so stark
, zu bemessen, daß sie den größten, durch Winddruck
auftretenden Beanspruchungen standhielten; andernfalls bestand die Gefahr des Reißens der Drähte. Im ersteren Falle ergab
sich naturgemäß eine überaus große Belastung des Mastes und außerdem eine Verteuerung der
ganzen Anlage; im zweiten Falle waren Betriebsstörungen und kostspielige Ergänzungen
des Antennennetzes unvermeidlich.
Die vorstehend genannten Mißstände werden nun bei dem Erfindungsgegenstand vermieden, indem die am oberen Mastende befestigten Antennendrähte an ihrem unteren Ende über Rollen, Walzen' oder ähnliche Vorrichtungen geführt werden und mittels freihängender Gewichte belastet sind, derart, daß bei Winddruck die auf der Leeseite befindlichen Drähte infolge der auf Verminderung ihrer Durchhängung zielenden Windrichtung durch Aufsetzen ihrer Gewichte auf unterhalb derselben angeordnete Plattformen entlastet werden und diese Gewichte daher auf die Mastspitze nunmehr keine Horizontalkräfte ausüben können, die Luftleiter auf der Luvseite dagegen durchweg eine dem herrschenden Winddruck proportionale, je nach der der Windrichtung mehr oder weniger nahe kommenden Lage der einzelnen Drähte mehr oder minder vergrößerte Durchhängung erfahren, so daß bei diesen Drähten das Spanngewicht der vergrößerten Durchhängung entsprechend hochgezogen und so die Gewichte sämtlicher auf der Luvseite befindlicher Antennendrähte in einem dem durch den Winddruck auf die Mastspitze ausgeübten Horizontalschub entgegengesetzt wirkenden Sinne nutzbar gemacht werden.
Die vorstehend genannten Mißstände werden nun bei dem Erfindungsgegenstand vermieden, indem die am oberen Mastende befestigten Antennendrähte an ihrem unteren Ende über Rollen, Walzen' oder ähnliche Vorrichtungen geführt werden und mittels freihängender Gewichte belastet sind, derart, daß bei Winddruck die auf der Leeseite befindlichen Drähte infolge der auf Verminderung ihrer Durchhängung zielenden Windrichtung durch Aufsetzen ihrer Gewichte auf unterhalb derselben angeordnete Plattformen entlastet werden und diese Gewichte daher auf die Mastspitze nunmehr keine Horizontalkräfte ausüben können, die Luftleiter auf der Luvseite dagegen durchweg eine dem herrschenden Winddruck proportionale, je nach der der Windrichtung mehr oder weniger nahe kommenden Lage der einzelnen Drähte mehr oder minder vergrößerte Durchhängung erfahren, so daß bei diesen Drähten das Spanngewicht der vergrößerten Durchhängung entsprechend hochgezogen und so die Gewichte sämtlicher auf der Luvseite befindlicher Antennendrähte in einem dem durch den Winddruck auf die Mastspitze ausgeübten Horizontalschub entgegengesetzt wirkenden Sinne nutzbar gemacht werden.
Es wird auf diese Weise also verhindert, daß der Wind einen seiner Stärke entsprechenden
Horizontalschub der Mastspitze überhaupt hervorrufen" kann, und so in wirksamer Weise
einer Überspannung , der Antennendrähte vorgebeugt.
In der beigegebeilen Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der neuen Schirmantenne
schematisch dargestellt, und zwar in Fig. i· in Seitenansicht und in Fig. 2 im Grund-
•5 riß; Fig. 3 veranschaulicht den Grundriß einer
unten besonders erläuterten Anordnung.
Der Turm oder Mast 1 ist durch Anspannseile, Zugdrähte, Ketten 0. dgl. 2, welche im
Erdboden verankert sind, abgespannt. Der Gipfel des Mastes wird aus einem biegsamen
öder pendelnd, zweckmäßig kugelartig gelagerten Spitzenteil 3 gebildet, an dessen oberem
Ende die Antehnendrähte 4 befestigt sind und von. hier zweckmäßig strahlenförmig niedergeführt
werden. In der Nähe des Erdbodens werden die Luftleiter über Rollen oder Walzen 5 geleitet und durch frei hängende Gewichte
6 belastet, die so bemessen sind, daß eine genügende Anspannung der frei herabhängenden
Antennendrähte hervorgerufen wird. Unterhalb der Spanngewichte sind verstellbare
Plattformen 7 angeordnet, die in vertikaler Richtung verschoben werden können und so
eingestellt werden, daß bei stärkerem Winddruck die Gewichte derjenigen Antennendrähte,
bei welchen der Wind auf eine Verminderung der dprch das Eigengewicht der Drähte bedingten
Durchhängung abzielt, auf die Plattformen aufgesetzt werden. Durch die Ver-
stellbarkeit der Plattformen ■ kann den durch Temperatureinflüsse und Dehnungen hervorgerufenen
Längenunterschieden der Antennendrähte Rechnung getragen werden. Der gleiche Zweck kann auch dadurch erreicht werden, daß
die Spanngewichte 6 mittels verstellbarer Anhängevorrichtung an die Antennendrähte angehängt
werden und so die Spannlänge der Luftleiter verändert werden kann.
Durch die neue Art der Aufhängung des Luftleitergebildes wird erreicht, daß bei Windstille
die infolge der Spanngewichte 6 zuzüglich der Eigenschwere 'der durchhängenden Antennendrähte
an der Mastspitze 3 auftretenden Verschiebekräfte sich gegenseitig aufheben und
die Mastspitze in ihrer aufrecht stehenden Richtung erhalten wird. Bei auftretenden Winden
dagegen wird die Durchhängung der auf der Leeseite befindlichen Drähte.durch den Winddruck
je nach seiner Stärke vermindert, wodurch ein Strecken der Drähte nach Maßgabe der Verminderung ihrer Durchhängung eintritt
und die Spanngewichte bei einem bestimmten Maß der Durchhängungsverminderung auf die Plattformen aufgesetzt werden, derart,
daß ein Entspannen dieser Drähte eintritt und die betreffenden Gewichte nunmehr keine
Hörizontalkräfte auf die Mastspitze ausüben können.
Die Antennendrähte auf der Luvseite erfahren dagegen eine dem herrschenden Winddruck
proportionale, je nach der der Windrichtung mehr oder minder nahe kommenden
Lage der . einzelnen Drähte eine mehr oder minder vergrößerte Durchhängung, so daß bei
diesen Luftleitern das Spanngewicht der vergrößerten Durchhängung entsprechend hochgezogen wird. Dieser Zustand ist in Fig. 1
der Zeichnung durch strichpunktierte Linien, die herrschende Windrichtung durch den Pfeil
angedeutet. Die Gewichte sämtlicher auf der Luvseite befindlicher Luftleiter halten somit
dem durch Winddruck auf die Mastspitze ausgeübten
Horizontalschub das Gleichgewicht, und zwar unabhängig von der Stärke des Windes,
der nur einen Einfluß auf die Größe der Durchhängung der einzelnen Luftleiter ausüben,
niemals aber eine Uberanspannung der Antennendrähte infolge eines zu starken Horizontalschubes
der Mastspitze hervorrufen kann.
Das Luftleitergebilde nach vorliegender Erfindung ist somit von durch Winddruck hervorgerufenen
schädlichen Zugbeanspruchungen befreit; die auf der Luvseite befindlichen Leiter
werden nie- über einen ihr Spanngewicht übersteigenden Betrag belastet, während dagegen
die Äritennendrähte auf der Leeseite nach Maßgabe des ihre Durchhängung vermindernden
Winddrucks vollständig entspannt werden können.
Bei besonders vorherrschenden, meistens aus einer Richtung wehenden Winden werden
zweckmäßig die in und die nahezu in die Ebene der Windrichtung fallenden Antennendrähte
stärker als die übrigen gewählt und naturgemäß auch ihr Spanngewicht vergrößert,
wobei nur zu beachten bleibt, daß durch symmetrische Aufhängung die Gleichgewichtslage
der Mastspitze nicht gestört wird.·
Wenn die Funkenstation vorwiegend in einer bestimmten Richtung elektrische Wellen abzusenden
oder aufzufangen hat, ist eine Anlage der Luftleiter zweckmäßig, wie es die
Grundrißfigur 3 schematisch veranschaulicht. Das in der Symmetrieachse verlaufende Antennendrahtpaar
wird auch hier zweckmäßig stärker gehalten als die übrigen und mit entsprechend größeren Gewichten belastet.
Claims (2)
- Patent-An sprüche:i. Luftleiteraufhängung für funkentelegraphische Stationen mit großer Reichweite, dadurch gekennzeichnet, daß die am oberen Mastende (3) aufgehängten Antennendrähte (4) an ihrem unteren Ende über Rollen, Walzen u. dgl. (5) geführt werden und mittels frei hängender Gewichte (6) derart belastet sind, daß bei Winddruck die auf der Leeseite befindlichen Drähte durch Aufsetzen ihrer Gewichte auf unterhalb derselben angeordnete Plattformen entlastet werden und so der durch den Winddruck auf.. die Mastspitze ausgeübte Horizontal-schub durch die auf - der Luvseite befindlichen, unter dem Einfluß des Windes eine verstärkte Durchhängung aufweisenden Drähte bzw. deren Gewichte aufgenommen wird, derart, daß nie eine diese Gewichte übersteigende Spannung in den einzelnen Luftleitungsdrähten auftreten kann.
- 2. Ausführungsform der Luftleiteraufhängung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Antennendrähte (4) mit ihren oberen Enden an einem geeignet langen, biegsamen oder pendelnd gelagerten starren Spitzenteil (3) des Mastes befestigt sind.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE254682C true DE254682C (de) |
Family
ID=512851
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT254682D Active DE254682C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE254682C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2628634A1 (de) * | 1976-06-25 | 1977-12-29 | Licentia Gmbh | Drahtantennenanlage |
-
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- DE DENDAT254682D patent/DE254682C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2628634A1 (de) * | 1976-06-25 | 1977-12-29 | Licentia Gmbh | Drahtantennenanlage |
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