DE2543103C3 - Tintenzusammensetzung - Google Patents

Tintenzusammensetzung

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DE2543103C3
DE2543103C3 DE2543103A DE2543103A DE2543103C3 DE 2543103 C3 DE2543103 C3 DE 2543103C3 DE 2543103 A DE2543103 A DE 2543103A DE 2543103 A DE2543103 A DE 2543103A DE 2543103 C3 DE2543103 C3 DE 2543103C3
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Fumiyuki Gojyo Nara Inatsugu
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Description

2. Tintenzusanimensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration des konjugierten basischen Farbstoffes Op bis 15 Gewichts-%, bezogen auf die Tintenzusammensetzung, beträgt
3. Tintenzusammensetzung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet daß die Konzentration
20 von Hexamethylentetramin 1 bis 30 Gewichts-%, bezogen auf die Tintenzusammensetzung, beträgt
4. Tintenzusammensetzung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet daß das Verhältnis von Wasser zu dem organischen Lösungsmittel 100 Gewichtsteile zu 20 bis 1000 Gewichtsteilen beträgt
5. Tintenzusammensetzung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet daß sie zusätzlich wenigstens einen Farbstoff enthält welcher in Wasser und/oder hydrophilen organischen Lösungsmitteln löslich, verträglich mit dem konjugierten basischen Farbstoff und beständig gegen Basizität ist
6. Tintenzusammensetzung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge des zusätzlichen Farbstoffes 20 bis 180 Gt #ichtsteile pro 100 Gewichtsteile des konjugierten basischen Farbstoffes beträgt
Die Erfindung betrifft eine Tintenzusammensetzung »uf der Basis von organischen Farbstoffen zum Anzeigen des Fortschrittes der Sterilisation mit Äthylenoxid. Wenn medizinische Instrumente unter jo Verwendung von Äthylenoxid sterilisiert werden, wird der Fortgang der Sterilisation durch Verfärbung oder Bleichung der Zusammensetzung angezeigt.
Gewöhnlich werden medizinische Instrumente hauptsächlich durch Sieden oder Erwärmen mit Hochdruckdampf sterilisiert.
Herkömmliche Verfahren wiesen jedoch den Nachteil auf. daß Gummi, Kunststoff und dgl. nichtmetallische Gegenstände sowie chirurgische Instrumente von komplizierter Konstruktion während der Sterilisation Beschädigungen ausgesetzt sind. Um diesen Nachteil auszuschalten, ist in jüngster Zeit ein Verfahren vorgeschlagen worden, in welchem ein gemischtes Gas, das durch Zusatz von Kohlendioxjdgas und/oder fluoriertem Kohlenwasserstoffgas zu Äthylenoxid hergestellt wurde, in einen abgedichteten Behälter eingeführt wird, um das darin eingebrachte medizinische Instrument zu sterilisieren. Mit dem bisher ausgeführten Siedeverfahren oder Erhitzungsverfahren mit Hochdruckdampf kann Fortschritt und Beendigung der w Sterilisation verhältnismäßig leicht und genau durch Beobachten des Grades der Verfärbung oder Bleichung einer Tintenzusammensetzung bestätigt werden, die auf einen Teil des zu sterilisierenden medizinischen Instrumentes aufgetragen wird, und das sich unter « Feuchtigkeit und in heißem Zustand verfärbt. Bei dem Verfahren, worin Äthylenoxid zur Sterilisation verwendet wird, verbleibt jedoch noch die Aufgabe, eine Anordnung zum wirksamen Feststellen des Fortschrittes und der Beendigung der Sterilisation zu entwickeln, so daß das Verfahren, obwohl es als sehr nützlich beim Sterilisieren alier Arten von medizinischen Instrumenten einschließlich nichtmetallischer Gegenstände bekannt ist, noch nicht in weitem Umfang angewendet worden ist Obwohl das Verfahren der Sterilisation mit Äthyleriöxid ein in dem Sterilisiergerät angebrachtes Nächweisbänd oder eine Karte verwendet, die mit einer Zusammensetzung imprägniert oder versehen ist, welche sich durch Kontakt mit Äthylenoxid verfärbt, um den Fortschritt der Sterilisation durch Beobachten der sich ergebenden Verfärbung nachzuweisen, weist das bekannte Nachweisband oder die Karte den Nachteil auf, durch Absorption der Feuchtigkeit in der Luft sowie bei Vorhandensein von Ammoniak leicht verfärbt zu werden, bevor es zur Anwendung gebracht wird.
Auch sind bereits Indikatortinten auf der Basis von organischen Farbstoffen zum Anzeigen des Fortschrittes der Sterilisation mit Äthylenoxid bekannt Im Gegensatz zu den erfindungsgemäßen Tintenzusammensetzungen zeigen die bekannten Indikatortinten bei der Sterilisierung mit Äthylenoxid keine so ausgeprägte Farbänderung und sind darüber hinaus hinsichtlich der erziehen Farbtönungswerte instabil. In der nachfolgenden Beschreibung wird die Überlegenheit der erfindungsgemäßen Tintenzusammensetzungen gegenüber den bekannten Indikatortinten anhand von Vergleichsversuchen nachgewiesen.
Demgemäß besteht eine Aufgabe der Erfindung in einem neuen Mittel, das sich nur während der Sterilisation von medizinischen Instrumenten mit Äthylenoxid verfärbt, ohne durch die Feuchtigkeit in der Luft und Ammoniak, selbst wahren."1, der Lagerung, beeinflußt zu werden. Ferner soll das neue Mittel der Erf'ndung den Nachweis des Fortschrittes und der Beendigung der Sterilisation verhältnismäßig leicht und genau wie in dem üblichen Verfahren der Sterilisation durch Sieden oder Erhitzen mit Hochdruckdampf ermöglichen.
Gegenstand der Erfindung ist eine Tintenzusammensetzung auf der Basis von organischen Farbstoffen zum Anzeigen des Fortschrittes der Sterilisation mit Äthylenoxid, die dadurch gekennzeichnet ist, daß sie (a) einen konjugierten basischen Farbstoff, (b) Hexamethylentetramin, und (c) Wasser Und/oder ein hydrophiles organisches Lösungsmittel enthält.
Die Unteransprüche beinhalten Ausgestaltungen der Erfindung nach dem Hauptanspruch.
Bei der Entwicklung der Erfindung wurden verschiedene Untersuchungen angestellt, lim eine Tintenzusanv mehsetzüng zu erhalten, die sich verfärbt, wenn
medizinische Instrumente mit Äthylenoxid zunehmend sterilisiert werden, und es wurde festgestellt, daß Hexamethylentetramin, unter verschiedenen Aminen, leicht mit Äthylenoxid, selbst bei niedrigen Temperaturen, reagiert, wobei sich eine stark basische Substanz ergibt, und daß, wenn Hexamethylentetramin zusammen mit einem basischen Farbstoff verwendet wird, in welchem eine Oniumgruppe direkt mit der konjugierten chromophoren Gruppe kombiniert ist (im folgenden einfach als konjugierter basischer Farbstoff bezeichnet), die stark basische Substanz graudell mit dem Farbstoff unter Verfärbung oder Entfärbung des Farbstoffs reagiert.
Derartige konjugierte basische Farbstoffe, die auch als delokalisierte kationische Farbstoffe bezeichnet werden können, sind beispielsweise in »The Chemistry of Synthetic Dyes«, Academic Press, New York u. London, Band IV, Seiten 161 bis 209,1971 beschrieben.
Die Erfindung wird im folgenden ausführlicher beschrieben. Bei Einführung z. B. in eine 5 gewichts-%ige wäßrige Lös.<jig von Hexamethylentetramin, die einen ρ! ί-VVeri von etwa S aufweist, macht Äthylenoxid die Lösung stark basisch und erhöht den pH-Wert auf 13 oder höher. Wenn demgemäß die wäßrige Lösung etwa mit einem pH-Wert von 13 einen konjugierten basischen Farbstoff enthält, verändert das eingeführte Äthylenoxid zunehmend die Färbung des Farbstoffes. Somit wird es möglich, den Fortschritt der Sterilisation mit Äthylenoxid nachzuweisen. Diese Wirkung ist dem Hexamethylentetramin eigen; wenn anstatt dessen «ndere Amine eingesetzt werden, reagieren diese mit dem konjugierten (.-tischen Farbstoff vor der Einführung von Äthylenoxid und verfärben den Farbstoff. Folglich ist der Fortschritt der Sterilisation mit Äthylenoxid nicht nachweisbar.
Gemäß der Erfindung wird Wasser oder hydrophile organische Lösungsmittel oder ein Gemisch von wenigstens zwei der Bestandteile Wasser und hydrophilen organischen Lösungsmitteln als ein Lösungsmittel verwendet. Beispiele organischer Lösungsmittel sind aliphatische einwertige Alkohole mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, wie beispielsweise Methanol, Äthanol, Isopropanol, n-Propanol, tert.-Butyialkohol etc.; Glykole mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen und deren Äther, wie beispielsweise
Äthylenglykol,
Diäthylenglykol.
Triäthylenglykol,
Tetraäthylenglykol,
Polyäthylenglykol
(mit einem Molekulargewicht von bis zu 300),
Propylenglykol,
Dipropylenglykol,
Äthylenglykolmonomethyläther,
Äthylenglykolmonoäthyläther,
Äthylenglykoldimethyläther,
Äthylenglykoldiäthyläther,
Äthylenglykolisopropyläther,
Glykolisopropyläther,
Äthylenglykolmonobutyläther,
, Diäthylenglykolmonomethyläther,
"'■ -VDiäthylenglykolmonoäthyläther, '-, Diälhyienglykolmonobutyläther,
Diäthylenglykolmethyläthyläther,
Trläthylenglykolmonomethyläther,
Propylenglykolmonomethyläther,
Propylenglykoimonoäthyläther,
Dipropylenglykolmonomethyläther,
Dipropylenglykolmonoäthyläther,
Tripropylenglykolmonomethylätheretc;
Ketone, wie beispielsweise Aceton, Methyläthylketon, Acetonylaceton, Diacetonalkohol etc. und Säureamide
wie beispielsweise Formamid, N,N-Dimethy!formamid, Acetamid etc.
Da basische Farbstoffe leichter in organischen
ίο Lösungsmitteln als in Wasser löslich sind, wird bevorzugt, ein organisches Lösungsmittel oder ein Gemisch aus Wasser und organischem Lösungsmittel zu verwenden, wenn Farbstoffe verwendet werden, weiche nicht leicht löslich sind. Das Verhältnis von Wasser zu organischem Lösungsmittel, welches mit der Art und Konzentration des verwendeten Farbstoffes und dgl. variiert, beträgt gewöhnlich 100 Teile des ersteren zu 20 bis 1000 Teilen des letzteren, bevorzugter 100 Teile des ersteren zu 100 bis 900 Gewichtsteilen des letzterei..
Die Konzentration von Hexamethylentetramin variiert weitgehend in Abhängigkeit von der Art und Konzentration des verwendeten konjugierten basischen Farbstoffes, dem Volumen des Sterilisators, in welchem medizinische Instrumente angeordnet sind, dem Druck
des in den Sterilisator einzuführenden Athylenoxids etc. und beträgt im allgemeinen 1 bis 30 Gewicht-%, vorzugsweise 10 bis 20 Gewichts-%, bezogen auf die Tintenzusammensetzunt,-
Wie bereits angegeben, ist es gemäß der Erfindung kritisch, einen konjugierten basischen Farbstoff zu verwenden. Farbstoffe anderer Arten, selbst wenn sie basisch sind, sind nicht in der Lage, die Aufgaben der Erfindung zu erfüllen, weil sie nicht verfärbt oder entfärbt werden, wenn Äthylenoxid in Anwesenheit von Hexamethylentetramin verwendet wird. Im folgenden sind Beispiele von konjugierten basischen Farbstoffen angegeben, die gemäß der Erfindung verwendbar sind. Die Farbstoffe sind durch Farbindexzahlen identifiziert
Triary!methan-Typ:
Ozazin-Typ:
Thiazin-Typ:
Azo-Typ:
Methin-Typ:
Xanthen-Typ:
Diarylmethyan-Typ:
Thiazol-Typ:
Basisches Blau I, ^. 7,26,82,
basisches Rot 9
Basisches Blau 3
Basisches Blau 9,24,25
Basisches Blau 40,42,57,64,
65,66,67,68,85.93,98
basisches Gelb 19,32.55
basisches Rot 18,22,29,38.
39.40,46,67
Basisches Rot 12,13,15,27,
35, 36,49, 52. 53
basisches Gelb 11,14,23,28.
29,51
Basisches Rot 1,19
Basisches Gelb 2
Basisches Gelb 1
Die Konzentration des konjugierten basischen Farbstoffes in der Tintenzusammensetzung variiert mit der Art des Farbstoffes, der Konzentration des Hexamethylentetramins, der Art des Lösungsmittels etc. und beträgt gewöhnlich 03 bis 15 Gewichts-%, siVorzügsweise 1 bis;5 Gewichts^ %.
SjIIi DieBTiritenzysa^mensetzung der/ Erfindung-kann ^ferner zusätzlich zu dem konjugierten basischen Farbstoff, wenigstens einen Farbstoff enthalten, der in iV/ässer und/öder hydrophilen organischen Lösungsmitteln löslich ist, Verträglich mit dem konjugierten Basischen Farbstoff und beständig gegen Basizität ist.
WlWM: k
Die Tintenzusammensetzung, die einen derartigen zusätzlichen Farbstoff enthält, weist anfänglich eine Färbung auf, die eine Kombination der Färbung des konjugierten basischen Farbstoffes und der des zusätzlichen Farbstoffes darstellt Wenn die Tintenzusammensetzung mit Äthylenoxid in Berührung gebracht wird, verfärbt die durch Reaktion von Hexamethylentetramin mit Äthylenoxid erhaltene basische Substanz den konjugierten basischen Farbstoff und ermöglicht somit, daß die FärDung des zusätzlichen Farbstoffes zunehmend vorherrschend wird, um dadurch den Fortschritt der Sterilisation mit Äthylenoxid anzuzeigen. Beispiele solcher zusammen mit dem konjugierten basischen Farbstoff verwendbarer Farbstoffe sind wasserlösliche basische Farbstoffe der Art, in der die Oniumgruppe indirekt mit der konjugierten chromophoren Gruppe kombiniert ist, wie beispielsweise
Kayacryl® Brilliant-Gelb 5GL,
Kayacryl®-Gelb 5RL,
Sumiacryl®-Blau N - RL (C. I. basisches Blau 21),
Sumiacryl®-Blau 2GL(C. I. basisches Btau 22),
Sumiacryl®-Blau 5GL(C !.basisches Blau45),
Sumiacryl®-Blau N-3RL
(C. !.basisches Blau47),
basisches Echtblau 6G etc.;
öllösliche Farbstoffe, wie beispielsweise
Orasol®-Gelb 3R,
Neozapon®-Gelb GR,
Zapon Echtgelb 3RE,
KayaseteRot219,
Spilon®-RotGEH,
Spilon®-Rot2BH,
Orasol®-RotG,
Orasol® Brilliant Blau GN,
Neozapon® Blau FLE,
Neozapon®-Grün 3G etc.
Die Mengen des zusammen mit dem konjugierten basischen Farbstoff zu verwendenden Farbstoffes, obwohl variabel mit der Art des Lösungsmittels, der Art und Konzentration des konjugierten basischen Farbstoffes etc., beträgt gewöhnlich 20 bis 180 Gewichtsteile, vorzugsweise 30 bis 90 Gewichtsteile pro 100 Gewichtsteile des konjugierten basischen Farbstoffes.
Um die Eigenschaften der Tintenzusammensetzung der Erfindung zu verbessern, können verschiedene Zusätze in die Zusammensetzung eingearbeitet werden. Um die Haftung der Tintenzuammensetzung an der damit zu beschichtenden Oberfläche zu vergrößern, kann die Zusammensetzung z. B. wenigstens eines der nachfolgenden Materialien enthalten: Polyvinylalkohol, Natriumsalz von Carboxymethylcellulose, Polyvinylpyrrolidon, Natriumsalz von Schellack und dgl. wasserlösliche Substanzen hohen Molekulargewichtes, Polyvinylbutyral, Äthoxycellulose, Schellack und ähnliche Substanzen von hohem Molekulargewicht, die in hydrophilen organischen Lösungsmitteln löslich sind. Derartige Zusatzmittel werden in einer Menge von etwa 0,5 bis 10 r. Gewichtsteilen pro lOOGeWichtSteile des Lösungsmittels verwendet.
Die Tintenzusamm,ensetzuiig der Erfindung kann z. B. dadurch hergestellt werden, daß bestimmte Mengen von Hexamethylentetramin und konjugiertem basischen Farbstoff zu Wasser und/öder hydrophilem organischen Lösungsmittel, gegebenenfalls unter weiterer Zugabe eines oder mehrerer Zusatzmittel, zugegeben werden und das Gemisch bei Raumtemperatur oder einer erhöhten Temperatur von bis zu 50"C gerührt vird, wobei eine gleichmäßige Lösung erhalten wird.
Gewöhnlich wird die Tintenzusammensetzung der Erfindung in folgender Weise verwendet. Vor Einleitung der Sterilisationsbehandlung wird ein mit der vorliegenden Tintenzusammensetzung überzogener Gegenstand in einen Sterilisator gebracht, dessen Inneres von außen
in beobachtet werden kann. Anschließend wird das zu sterilisierende medizinische Instrument in den Sterilisator gebracht, der Sterilisator wird verschlösse η und Äthylenoxid wird in den Sterilisator eingeleitet Die Sterilisation wird gewöhnlich unter Bedingungen von
π Raumtemperatur bis etwa 600C und einer relativen Feuchtigkeit von etwa 25 bis etwa 50% ausgeführt, wobei der Druck des Äthylenoxid enthaltenden Gases auf etwa 1 bis etwa 2 kg/cm2 eingestellt wird. Nach Beginn der Einführung von Äthylenoxid bildet die Reaktioti zwischen Äthylenoxid und Hexamethylentetramin unverzüglich zuerst eine st~ k basische Substanz, und die basische Substanz reagiert da^n allmählich mit dem konjugierten basischen Farbstoff und verfärbt den Farbstoff langsam. Weil die Verfärbung des Farbstoffes mit dem Fortschritt der Sterilisation mit Äthylenoxid fortso-.ireitet, kann die Beendigung der Sterilisation leicht durch Beobachten des Grades der Verfärbung einer speziellen Tintenzusammensetzung ermittelt werden, sofern das Volumen des Sterilisators, der Druck des
so Äthylenoxidgases, der Oberflächenbereich des zu behandelnden medizinischen Instrumentes etc. im wesentlichen innerhalb der festgesetzten Bereiche liegen.
Somit ermöglicht die Erfindung erstmalig, den
Fortschritt der Sterilisation mit Äthylenoxid genau zu ermitteln. Speziell trägt die Erfindung einen großen Teil zu dem Verfahren der Sterilisation unter Verwendung von Äthylenoxid bei, welches für medizinische Instrumente aus Gummi und Kunststoff chirurgische Instrumente von komplizierten Konstruktionen, Glasgegenstände für spezielle Prüfungen und dgl. anwendbar ist, die nicht durch Sieden oder Erhitzen mit Hochdruckdampf sterilisiert werden können.
Die Merkmale der Erfindung werden anhand folgender Beispiele erläutert, in denen sich die Teile sämtlich auf das Gewicht beziehen.
B e ι s ρ i e 1 e 1 bis 5
Zu einem Lösungsmittel werden ein konjugierter basischer Farbstoff, Hexamethylentetramin und, gegebe-.er-falls ein zusätzlicher Farbstoff und ein Zusatzmittel, wie in der folgenden Tabelle I aufgeführt, zugegeben, und Jas Gemisch wird bei Raumtemperatur gerührt, um eine Tintenzusammensetzung in Form einer gleichmäßiger. Lösung herzustellen.
Anschließerd wird die Tintenzusamnunsetzung in das Innere eines 100 Liter-Sterilisators für medizinische Instrumente gebracht. Ein gemischtes Gas, mit einem
Gehalt an Äthyjenoxid (Warenzeichen: »Fuoiigen F«,
/1:1% Äthylenoxid), wird in den Sterilisator bei etwa
370C eingeführt, wobei der Gasdruck auf 1 kg/cm2 gehalten wird. Tabelle II zeigt die Färbung der Tintenzusammensetzung vor dem Einführen von Äthy· lenoxid und die sich ergebenden Änderungen in der Färbung.
Tabelle
I.listings rnifici
(Teile)
Beispiel I Methanol
50
Wiissc r
50
Beispiel 2 Mcthyleellosolve"
90
Konjugierter basischer farbstoff
(teile) Zusätzlicher
Farbstoff
('feile)
basisches U(au 117 2
basisches RoI 37 3 basisches
F. chlblau 6 G
I icxuhiclhylcn- Zus;tl/.mitici tctramin
(Tfcrtc)
(Teile)
7 'Polyvinyl^
alkohol 3
!4
Wasser
IO
Beispiel 3 McthylccJlosülvc*
500
Wasser
500
Beispiel 4 Äthylecllosolvc'
60
Wasser
40
Beispiel 5 Wasser
ι 100
Tabelle Il
basisches Rot 22 3
basisches Rot 38 27
basisches Blau 116 3
basisches Gelb 24 1
basisches Rot 1 I
basisches Rot 2 I
Sumiacryl-Blau* F-GSL
2 basisches Gelb 24
0,5 basisches
lichtblau 6 G
20
200
Polyvinylalkohol 35
Polyäthylcnglykol 5
Polyvinylalkohol 2
Vor der Einführung von
Athvlcnoxid
Nach der Einführung von Äthylchoxid
für 0.5?Sld. für 3 Std.
Beisp. 1 Blaßblau
Beisp.2 Rot
Beisp. 3 Purpurrot.
Beisp. 4 Purpurblau
Beisp. 5 Schwarzbraun
Blau Purpurblau
Purpurrot Blaßblau
Grauschwarz Grün
Purpurrot Orange
Braun Rot
einen Teil des Inneren eines 100 Liter-Sterilisators
•45 aufgebracht und eine mit Bakterien verunreinigte Baumwollbahn wird dann in den Sterilisator gebracht Ein Äthylenoxid enthaltendes Gas (Warenzeichen:
»Fumigen F«) wird in den Sterilisator bei 37° C eingeführt, wobei der Gasdruck auf 1 kg/cm2 gehalten
wird. Tabelle III gibt die Färbung der Tintenzusammen-
setzung vor dem Einführen von Äthylenoxid, die sich
ergebenden Änderungen in der Färbung und die Ergebnisse der Sterilisation an.
Tabelle III
Zeit (Std.) Farbe der Tinte
Beispiel 6
Zu einem Gemisch aus 100 Teilen Methylcellosolve und 100 Teilen Wasser werden 2 Teile basisches Rot 22, 2 Teile basisches Echtblau 6G, 1 Teil basisches Gelb 24, 20 Teile Hexamethylentetramin und 4 Teile Polyvinylalkohol zugesetzt, und das sich ergebende Gemisch wird bei Raumtemperatur gerührt, um eine erfindungsgemäße Tintenzusammensetzung in Form einer gleichmäßigen Lösung herzustellen.
Anschließend wird die Tintenzusammensetzung auf Ergebnisse der Kultivierung*)
0 rötlich Braun +
1 Purpurrot +
2 Grau ±
3 Graugrün 5 Grüngelb Bemerkung:
*) Die verwendeten Bakterien: Bacillus subti!is(TCI-219) 108 Kultivierungsbedingungen: 37 Cför7Tage
Beispiel 7und8
Eine Tintenzusammensetzung in Form einer gleich^ mäßigen Lösung wird unter Verwendung der in der folgenden Tabelle IV aufgeführten Bestandteile herge^ stellt.
Anschließend wird die Tintenzusammensetzung auf
das Innere eines 100 Liter-Behälters aufgetragen, und ein Äthylenoxid enthaltendes Gas (Warenzeichen: »Fumigen F«) wird in den Behälter 3 Stunden bei 20 bis 30°G eingeführt, wobei der Gasdruck auf I kg/cm2 gehalten wird. Tabelle V gibt die Färbung der Tinienzusammensetzung vor dem Einführen des Gases und die sich ergebenden Änderungen in der Färbung wieder,
Tabelle IV
Lösungsmittel
fTcilc)
Konjugierter Zusätzlicher Farbstoff
basischer Farbstoff
(Teile)
(Teile!
Hexamethylentetramin
(Teile)
Bcisp. 7 Mcthylcellosolvc" basisches Rot 28 NcozapofT Mlaui FLIi 1000 30 8
Kayacryl" Brillhint-GcIb 5 CiL 4
Ucisp. 8 Mclhylecllosolvc"
100
basisches Rot 37 2
Bemerkung:
') Warenzeichen, »Denka Hulynil Nr. IIXXI-I«
J) Warnzeichen »Kthoccl II«
/iisal/miltcl
(Teile)
Butyralharz1)
40
Allioxyccllulo.sc')
Tabelle V
Färbung der Tintenzusaniinenset/ung
vor dem umführen nach dem Hinführen des von Athylcnoxid Gases ITir 3 Stunden
Bcisp. 7
iicisp. 8
Braun
Rot
grün farblos
Zum Nachweis der Überlegenheit der erfindüngsgemäßen Tintenzusammensetzungen gegenüber bekannten Tintenzusammensetzungen wurden vier erfindungsgemäße Tinten mit einem Sterilisationsindikator gemäß der US-Patentschrift 36 27 469 verglichen. ; Die nach den Beispielen 1 bis 4 der vorliegenden Beschreibung erhaltenen Tintenmassen wurden auf "Änderungen der Farbe vor und nach dem Kontakt mit Äthylenoxid untersucht. Die Aufbringung der Tintenmassen in das Innere des Sterilisators und die Einführung des Äthylenoxids erfolgte in der gleichen Weise, wie in den vorliegenden Beispielen 1 bis 5.
Zum Vergleich wurde ein unter dem Warenzeichen »Gastrip« erhältlicher Sterilisationsindikator, der das Produkt von Beispiel 1 der US-Patentschrift 36 27 469 darstellt, in einen 100 Liter-Sterilisator gebracht und Äthylenoxid dann in den Sterilisator unter den gleichen Bedingungen wie vorstehend eingeführt
Die bei den Versuchen und dem Vergleich erhaltenen Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle A zusammengefaßt Das Aussehen der Farbe ist nach den Skalen von Farbtönungswert und Farbintensität nach dem Munsell-Color-System angegeben. (Dieses System ist im einzelnen in »Munsell Book of Color«, Munsell Color Company, Inc., Baltimore, USA 1950 und der Ergänzung hierzu mit dem Titel »A practical description π of the Munsell Color System with suggestion for its use« beschrieben. Vergl. auch »Webster's Third New International Dictionary«, Seite 448—449.)
■I")
bO
Tabelle A Vor il. liinleit. Unmittelbar Nach 24 SId.
d. Alhylen- nach d. liin- seil liin-
!ci&ng cics
Äthylenoxids
Älhylcnnxids
5 B 6/6 7.5 PB 6/4 7.5 PB 6/4
Bcisp. 1 7.5 RP 4/10 5RP 7/6 5RP 7/6
Bcisp. 2 5 RP 4/4 7.5 R P 4/4 7.5 RP 4/4
Bcisp. 3 7.5 P 4/3 2.5YR 6/14 2.5 YR 6/14
Bcisp. 4 2.5 Y 9.5/4 7.5 YR 8/6 7.5 YR 8.5/5
Vergleich
Es zeigt sich aus den Werten der vorstehenden Tabelle A, daß die Tintenmassen gemäß der Erfindung ihre Farben nach dem Kontakt mit Äthylenoxid ausgeprägt ändern, während die Änderung der Farbe der Tintenmasse gemäß der US-Patentschrift 36 27 469 nicht beträchtlich ist und für die Gesichtspunkte der Praxis unzufriedensteliend ist. Darüber hinaus behalten die erfindungsgemäßen Tintenmassen auch nach 24 Stunden ihre erreichte Farbintensität unvermindert bei, während der bekannte Indikator deutliche Änderungen nach diesem Zeitpunkt zeigt.

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Tintenzusammensetzung auf der Basis von organischen Farbstoffen zum Anzeigen des Fortschrittes der Sterilisation mit Äthylenoxid, dadurch gekennzeichnet, daß sie
(a) einen konjugierten basischen Farbstoff,
(b) Hexamethylentetramin, und
(c) Wasser und/oder ein hydrophiles organisches Lösungsmittel enthält
DE2543103A 1974-10-01 1975-09-26 Tintenzusammensetzung Expired DE2543103C3 (de)

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DE2543103A1 DE2543103A1 (de) 1976-04-08
DE2543103B2 DE2543103B2 (de) 1980-02-07
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