DE2533178C2 - Lastbegrenzer für ein Hebezeug - Google Patents
Lastbegrenzer für ein HebezeugInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Lastbegrenzer für ein Hebezeug, der ein elektrisches Signal auslöst,
wenn die Zugkraft der Last einen Grenzwert erreicht, mit einem von der Zugkraft beanspruchten elastischen
Glied und einem Kontakt, der bei einer Verformung des elastischen Glieds aufgrund einer den Grenzwert erreichenden
Last betätigt wird.
Ein solcher Lastbegrenzer ist bekannt, siehe z. B. DE-PS 9 34 123. Dort besteht das elastische Glied aus einem
Stapel von auf Kompression belasteten Tellerfedern. Der Hub einzelner solcher Tellerfedern ist aber relativ
begrenzt, so daß viele Tellerfedern übereinandergestapelt werden müssen, wenn ein großer Stellhub gefordert
wird, wie er für eine große Genauigkeit in der Einstellung des Auslöselastgrenzwerts nötig ist. Ein großer
Stapel von Tellerfedern erfordert aber eine große Bauhöhe,
für die der Platz oft nicht zur Verfugung steht.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen großen .Stellhub, durch den eine sehr genaue Einsteilung des für
die Auslösung wichtigen Lastgrenzwerts ermöglicht wird, mit einer sehr geringen Bauhöhe des Lastbegrenzers
zu verbinden. Diese Aufgabe wird durch den im Kennzeichen des Anspruchs 1 definierten Lastbegrenzer
gelöst Bezüglich von Merkmaien bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung wird auf die Unteransprüche
verwiesen.
Der Grundgedanke der erfindungsgemäßen Lösung liegt also in der Verwendung eines vor-verdrillten Elements
als elastisches Glied, durch das eine hochübersetzte Bewegung des die Auslösung steuernden Schaltstifts
senkrecht zum Lastvektor erreicht wird.
ίο Zum Gegenstand des Anspruchs 4 wird auf die DE-OS
14 81 850 hingewiesen, aus der an sich ein Lastbegrenzer bekannt ist, dessen Last von einer schmalen,
parallel und seitlich zum Lastvektor versetzten elastischen Brücke aufgenommen wird. In der entgegengesetzten
Richtung seitlich zum Lastvektor versetzt befindet sich ein Schalter, der bei einem Grenzwert der Verformung
der Brücke anspricht. Um einen großen Einstellhub für den Grenzwert zu erreichen, müßte bei diesem
Lastbegrenzer allerdings der Schalter seitlich sehr weit gegen den Lastvektor versetzt angeordnet sein,
was den Raumaufwand für den Lastbegrenzer stark vergrößert
Die Erfindung wird nun anhand zweier bevorzugter Ausführungsbeispiele mit Hilfe der Zeichnung näher erläutert.
F i g. 1 zeigt schematisch einen erfindungsgemäßen Lastbegrenzer im Teilschnitt.
F i g. 2 zeigt eine Variante hierzu.
Der erfindungsgemäße Lastbegrenzer gemäß F i g. 1 besitzt zwei Befestigungen, die zwei Laschen 1 und 2 für zwei Kabel bilden, von denen das eine zum Gestell des Flaschenzugs geht und das andere zur Hakenrolle. Die Richtung der auf die beiden Laschen 1 und 2 einwirkenden Kräfte, die mehrere Tonnen betragen können, wird durch Pfeile 3 und 4 in einander entgegengesetzter Richtung angezeigt. Zwischen den beiden Laschen 1 und 2 und mit ihnen eine Einheit bildend, sind zwei metallische Elemente 5 und 6, die aus Stahl mit hohem Elastizitätsmodul sind, parallel zueinander angeordnet.
F i g. 2 zeigt eine Variante hierzu.
Der erfindungsgemäße Lastbegrenzer gemäß F i g. 1 besitzt zwei Befestigungen, die zwei Laschen 1 und 2 für zwei Kabel bilden, von denen das eine zum Gestell des Flaschenzugs geht und das andere zur Hakenrolle. Die Richtung der auf die beiden Laschen 1 und 2 einwirkenden Kräfte, die mehrere Tonnen betragen können, wird durch Pfeile 3 und 4 in einander entgegengesetzter Richtung angezeigt. Zwischen den beiden Laschen 1 und 2 und mit ihnen eine Einheit bildend, sind zwei metallische Elemente 5 und 6, die aus Stahl mit hohem Elastizitätsmodul sind, parallel zueinander angeordnet.
Die metallischen Elemente 5 und 6 werden hergestellt indem ein heißer Metallstreifen vor dem Abschrecken in
seiner Mitte um etwa 40° verdrillt wird und zwar derart, daß zwei Streifen mit gegensinniger Verdrillung verwendet
werden. Bei einer möglichen Ausführungsform bilden die beiden Elemente 5 und 6 ein Ganzes wie z. B.
eine Platte, die man dreht. Das metallische Element kann einen rechteckigen oder kreisförmigen Querschnitt
haben. Ein zu einem der Elemente 5 oder 6 an einem Punkt wie z. B. 9, der zum verdrillten Bereich
gehört, senkrechter Stift 7 wird durch Schweißen oder ein anderes geeignetes Verfahren fest mit diesem Element
verbunden. Am freien Ende des Stiftes 7 befindet sich ein Mikrokontakt 10, dessen Zunge 11 sich in einer
gewissen Entfernung von einem Anschlag 12, der mit einem Gehäuse 13, das den Lastbegrenzer umschließt
eine Einheit bildet, in Ruhestellung befindet.
Der Mikrokontakt kann auch fest mit dem Gehäuse 13 verbunden sein, während sich seine Zunge gegenüber
dem Stift 7 befindet. Das Gehäuse 13 besteht aus zwei ineinander verschachtelbaren Kappen 13' und 13", zwischen
die ein Verbindungsstück 14 aus Kautschuk oder ähnlichem Stoff geschoben ist.
Der Lastbegrenzer arbeitet folgendermaßen:
Unter der Einwirkung der Kräfte 3 und 4 entsteht eine Drehung durch Ausziehen der spiraligen Teile der
elastischen Elemente 5 und 6. Der Stift 7 folgt der Drehbewegung senkrecht zur Darstellungsebene und die
Zunge 11 des Mikrokontakts 10 berührt den Anschlag
12, was das Auslösen des elektrischen Kontakts bewirkt Die Feineinstellung des Geräts kann leicht in Abhängigkeit
von der Belastung aufgrund weitgehender Proportionalität des Drehwinkels und der Last erreicht werden.
Während des Ausziehens drehen sich weder die Lasehen 1 und 2 noch die Enden der Elemente 5 und 6; die
zwei ineinander verschachtelbaren Kappen 13' und 13" und die Befestigungen 1 und 2 verschieben sich lediglich
in Richtung der Pfeile 3 und 4.
In der Ausführungsform gemäß Fig.2 bestehi der
Lastbegrenzer aus einem oberen Block 21 und einem unteren B.'nck 22, die aus einem Stück hergestellt sind
und zwischen den beiden Blöcken 21 und 22 ein gemeinsames Teil 23 bilden. In bezug auf die Symmetrieachse
der beiden Blocks ist das gemeinsame Teil 23 exzentrisch und befindet sich näher an einem Rand 24 als an
einem gegenüberliegenden Rand 25. Das gemeinsame Teil 23 ist ziemlich schmal in bezug auf die Breite der
beiden Blöcke 21 und 22. Symmetrisch zum gemeinsamen Teil 23 in bezug auf diese Breite ist ein Sicherheitsbolzen
26 in den unteren Block 22 geschraubt, der durch eine Mutter 27 an den unteren Block 22 und durch Muttern
28 und 29 an den oberen Block 21 geschraubt ist. Dieser Bolzen 26 schafft eine zusätzliche Verbindung
zwischen den beiden Blöcken 21 und 22. Zwischen dem Bolzenkopf 30 und einem Loch 31 im oberen Block ist
ein Spiel 32 vorgesehen, das es den beiden Blöcken 21 und 22 ermöglicht, sich unter Einwirkung der Kräfte, die
durch den oberen Pfeil 33 und den unteren Pfeil 34 gekennzeichnet sind, voneinander wegzubewegen. In
der Nähe des Rands 25 befindet sich in dem freien Raum zwischen den beiden Blöcken 21 und 22 ein elastisches
Element 35, das spiralig verdrillt ist, so wie es in bezug auf F i g. 1 beschrieben wurde. Die beiden Endstücke 36
und 37 des spiralig verdrillten elastischen Elements 35 sind jeweils auf einen der Blöcke 21 und 22 durch eine
Schraube 38 bzw. 39 befestigt. Ein Stift 19, der auf dem elastischen Element 35 befestigt ist, verschiebt sich
senkrecht zur Darstellungsebene unter der Einwirkung der Kräfte 33 und 34. Der Stift 19 betätigt einen Mikrokontakt
40, der am Block 21 befestigt ist. z. B. in dem freien Raum zwischen dem Rand 24 und dem gemeinsamen
Teil 23.
Die Anordnung des elastischen Elements relativ weit entfernt vom gemeinsamen Teil 23 und die relativ große
Länge des Stifts 19 bewirken eine Transformation der geringen Verformung der beiden Blöcke 21 und 22 unter
der Einwirkung der Kräfte (Pfeile 33 und 34) zu einem relativ langen Steuerweg des Stiftes 19. Das elastische
Element 35 kann also klein sein. In der Tat verläuft die Kraftlinie aufgrund der Pfeile 33 und 34 nicht
ganz durch das elastische Element.
Im unteren linken Teil des Blocks 22 ist ein Hohlraum
41 gelassen, der von feststehenden Wänden und einem beweglichen Nocken 42 begrenzt wird und dessen Form
sich fortschreitend nach unten verengt. Ein beweglicher Verschlußkeil 43 befindet sich in diesem Hohlraum und
vermag eine nicht dargestellte Schleife des Kabels unter Einwirkung der Kraft (Pfeil) 34 zu blockieren.
Der Hohlraum, der Nocken, der Keil und die Schleife werden von einem nicht dargestellten Deckel verschlossen
und fixiert mit Hilfe von Schrauben, deren Schraublöcher die Bezugszeichen 44 tragen. Eine Befestigungsöffnung
45 ermöglicht es schließlich, der, La.stbegren.w
an dem Gerüst des Flaschenzug;, /u befesligcn. er,
Bei dem in F i g. 2 dargestellten Lastbegrenzcr ist das
von der Hakenrolle kommende Kabel in den unteren Teil des LaMbegrenzers durch einen Verschlußkeil eingeklemmt, und der obere Teil des Lastbegrenzers ist
direkt am Gerüst befestigt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Lastbegrenzer für ein Hebezeug, der ein elektrisches
Signal auslöst wenn die Zugkraft der Last einen Grenzwert erreicht, mit einem von der Zugkraft
beanspruchten elastischen Glied und einem Kontakt, der bei einer Verformung des elastischen
Glieds aufgrund einer den Grenzwert erreichenden Last betätigt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß das elastische Glied mindestens aus einem länglichen metallischen Element (5, 6; 35) besteht,
das in seiner Mitte um seine Längsachse permanent verdrillt ist, in Längsrichtung durch die Last unter
Zugspannung gesetzt wird und in seiner Mitte einen senkrecht zur Längsachse des Elements ausgerichteten
Stift (7) trägt, dessen freies Ende bei Annäherung an einen festen Anschlag (12) den Kontakt (iO, 40)
betätigt.
2. Lastbegrenzer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische Glied aus zwei zueinander
parallelen, länglichen metallischen Elementen (5, 6) besteht, die in ihrer Mitte gegensinnig zueinander
um ihre jeweilige Längsachse verdrillt sind und gemeinsam in Längsrichtung durch die Last unter
Zugspannung gesetzt werden, und daß der Stift (7) an einem der beiden Elemente angebracht ist.
3. Lastbegrenzer nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische Element
(5,6) in Flucht mit dem Lastvektor (Pfeile 3,4) angeordnet ist (F ig. 1).
4. Lastbegrenzer nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische Element
(35) parallel und seitlich verschoben zum Lastvektor (Pfeile 33, 34) angeordnet ist und daß in der
durch den Lastvektor und das elastische Element gebildeten Ebene auf der dem Glied entgegengesetzten
Seite des Lastvektors eine schmale Brücke (Teil 23) vorgesehen ist, die einen Teil der Last aufnimmt
(F ig. 2).
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