DE253169C - - Google Patents

Info

Publication number
DE253169C
DE253169C DENDAT253169D DE253169DA DE253169C DE 253169 C DE253169 C DE 253169C DE NDAT253169 D DENDAT253169 D DE NDAT253169D DE 253169D A DE253169D A DE 253169DA DE 253169 C DE253169 C DE 253169C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
perborate
acid
added
soap
oxygen
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT253169D
Other languages
English (en)
Publication of DE253169C publication Critical patent/DE253169C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D9/00Compositions of detergents based essentially on soap

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 23 e. GRUPPE
Bei Versuchen, die bei der Natriumperboratfabrikation abfallenden Mutterlaugen einer Verwendung zuzuführen, welche sowohl eine Ausnutzung des in den Mutterlaugen enthaltenen Sauerstoffes wie auch des Borax und der Natronlauge gestattet, wurde gefunden, daß die in ihrem ursprünglichen Zustande nicht haltbaren Lösungen durch Zusatz einer dem freien Ätznatron entsprechenden Menge Fettsäure,
ίο besonders der hochmolekularen Fettsäuren (Stearinsäure, Palmitin- oder Ölsäure), haltbar gemacht werden können.
In der amerikanischen Patentschrift 917828 ist die Herstellung eines aus Natriumperborat und Fettsäure durch Verseifung oberhalb 40 ° entstehenden Körpers beschrieben, welcher als eine sauerstoffhaltige Stearinseife angesprochen werden kann. Demgegenüber unterscheidet sich das vorliegende Verfahren von dem bekannten Verfahren dadurch, daß beim Zusatz der erforderlichen Fettsäuremenge zu . den Mutterlaugen eine Seife entsteht, die auf der wäßrigen, fast den gesamten Sauerstoff noch enthaltenden Lösung schwimmt. Man muß • 25 daher annehmen, daß bei der stärkeren Verdünnung der Perboratmutterlaugen das freie Ätznatron sich mit der Fettsäure verbindet und der Sauerstoff in Form von freiem Wasserstoffsuperoxyd oder auch von gelöstem Natriumperborat (Na2 23 4 Os) vorhanden ist. Es liegt demnach nicht die Verbindung vor, welche in dem angezogenen Patent 917828 beschrieben ist.
Für die technische Verwendung, besonders wenn dieselbe nicht an dem Orte der Herstellung stattfinden kann, sondern das Produkt weiterversendet werden soll, ist die Trennung der Flüssigkeit in zwei verschiedene Bestandteile natürlich unangenehm.
Es wurde nun gefunden, daß man eine gleichmäßige haltbare Emulsion beider Bestandteile durch Zusätze, welche die Emulgierung fördern, erreichen kann. Besonders eignen sich hierfür Ammoniumchlorid, stearinsaures, oleinsaures usw. Ammonium und gua- jacolsulfosaure Salze und Harze.
Man verfährt in der Weise, daß man der etwa 5 kg Perborat im Kubikmeter enthaltenden Mutterlauge etwa 30 kg Stearinsäure (Palmitin- oder Oleinsäure), welcher vorher in der Wärme 0,3 kg stearinsaures Natrium zugefügt war, und 1 kg Ammoniumchlorid unter gutem Rühren zusetzt. Die auf diese Weise erhaltene Emulsion hält sich längere Zeit, so daß sie auf große Entfernungen versandt werden kann.
Die genannten Zusätze haben nichts mit den in den üblichen Perboratseifenpulvern verwandten Zusätzen zu tun. In letzteren werden verschiedenartige Körper, wie Soda, Wasserglas, phosphorsaure Salze usw., der Seifenpulverperboratmischung zugefügt, um teils die schmutzlösende Eigensckaft der Seife zu unterstützen oder, wie von den phosphorsauren Salzen angegeben wird, die Abgabe des Sauerstoffes zu verlangsamen. Diese Zwecke soll
die Zugäbe der in vorliegendem Verfahren verwandten Zusätze nicht haben, sondern sie haben nur als Emulgierungsmittel zu dienen, um die aus der Perboratmutterlauge und der Fettsäure (Stearinsäure, Palmitin- oder Oleinsäure) hergestellte Seifenlösung längere Zeit im Emulsionszustande zu erhalten. Auch die in der Literatur (Zentralblatt 1905, Bd. 2, S. 99) sich findende Angabe, daß Magnesium- und Ammoniumsulfat die Lösung des Perborates begünstigen, hat mit der Eigenschaft der Ammoniumsalze, die Emulsionsfähigkeit einer perborathaltigen Seifenlösung zu erhöhen, nichts zu tun. Daß man Lösungen, die neben Perborat Ammoniumsalze enthalten, herstellen kann, ist jedem Fachmann etwas selbstverständliches. Daß Perborat in Gegenwart von Ammonium- und Magnesiumsulfat eine größere Löslichkeit besitzt, ist in vorliegendem Fall, bei welchem eine unter gewöhnlichen Verhältnissen hergestellte gesättigte Perboratlösung verwendet wird, belanglos, da der Zusatz von Ammoniumsalzen die Löslichkeit des schon in Lösung befindlichen Perborats nicht steigern kann, sondern nur, wie schon angeführt, die Stabilität der durch kräftiges Rühren herbeigeführten Emulsion von Seifen- und Perboratlösung zu bewirken hat.
Durch die der Perboratmutterlauge zugesetzte Fettsäure soll sämtliches in ihr vor-
handenes freies Ätznatron, auch das in wäßriger Lösung durch Dissociation aus dem Perborat gemäß der Gleichung
4NaBO3 + 5H2O — Na2 Bt O7 + 2 Na OH + 4H2O2
entstehende freie Ätznatron abgesättigt werden. Das Neue und Eigenartige des vorliegenden Verfahrens ist darin zu erblicken, daß der in der verdünnten wäßrigen Lösung sehr schnell der Zersetzung anheimfallende Sauerstoff konserviert und diese bisher wertlosen Lösungen dadurch in eine wertvolle und verkäufliche Form übergeführt werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Haltbarmachen des in den Perboratmutterlaugen befindlichen Sauerstoffes, dadurch gekennzeichnet, daß den Mutterlaugen eine dem freien Ätznatron entsprechende Menge Stearinsäure (Palmitin- oder Oleinsäure) zugefügt wird.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem aus den Mutterlaugen und einer Fettsäure bestehenden Gemisch die Emulgierbarkeit fördernde Mittel, wie Ammoniumsalze, guajacolsulfosaure Salze oder Harze, zugefügt werden. So
DENDAT253169D Active DE253169C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE253169C true DE253169C (de)

Family

ID=511463

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT253169D Active DE253169C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE253169C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1107207B (de) Stabilisierungsmittel fuer Peroxyverbindungen und deren Loesungen
DE1270542B (de) Verfahren zur Umsetzung von Fetten, die frei von aktiven Wasserstoffatomen sind, mit Alkylenoxiden
EP0174610A2 (de) Verwendung von Ethersulfonaten als schaumarme Netzmittel in wässrigen, sauren und alkalischen technischen Behandlungsmitteln
DE253169C (de)
DE1217950B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Perhydrate von Aminoalkylphosphonsaeuren
DE944811C (de) Das Anlaufen verhindernde Mittel enthaltende Reinigungsmittel
DE1668518A1 (de) Verfahren zur Herstellung von nichtionogenen,von Diolen mit Fettsaeurekette abgeleiteten oberflaechenaktiven Stoffen
DE2125587A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Hypophosphiten
CH646257A5 (de) Karl-fischer-reagenz.
DE1237559B (de) Verfahren zur Herstellung von Estern von Oxyalkansulfonsaeuren mit hoeheren Fettsaeuren
DE2404614A1 (de) Zusammensetzung und verfahren zur galvanischen nickelabscheidung
EP0161485A2 (de) Verfahren zur Herstellung wasserunlöslicher Peroxycarbonsäuren
DE2334270A1 (de) 4-tert.-butyl-perbenzoesaeure-tert.butylester und verfahren zu seiner herstellung
DE752605C (de) Stabilisieren von Sauerstoffbleichbaedern
DE812248C (de) Verfahren zur Herstellung von stabilem Perborat
DE2502978A1 (de) Seifenriegelkombination
DE962527C (de) Verfahren zur Herstellung von Oxyhydroperoxyden
DE243368C (de)
DE966335C (de) Verfahren zur Herstellung von Terephthalsaeure bzw. deren Salzen und Derivaten
DE745340C (de) Koerperpflegemittel
DE438180C (de) Verfahren zur Herstellung von als Emulgierungsmittel u. dgl. verwendbaren Produkten
DE639330C (de) Verfahren zur Herstellung von kapillaraktiven aliphatischen Oxyaminen
DE467234C (de) Verfahren zur Herstellung von Formaldehyd
DE161882C (de)
DE1568874C (de)