DE2529331C2 - Schraubenkompressor - Google Patents
SchraubenkompressorInfo
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- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
- F04C—ROTARY-PISTON, OR OSCILLATING-PISTON, POSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; ROTARY-PISTON, OR OSCILLATING-PISTON, POSITIVE-DISPLACEMENT PUMPS
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- F04C28/10—Control of, monitoring of, or safety arrangements for, pumps or pumping installations specially adapted for elastic fluids characterised by changing the positions of the inlet or outlet openings with respect to the working chamber
- F04C28/12—Control of, monitoring of, or safety arrangements for, pumps or pumping installations specially adapted for elastic fluids characterised by changing the positions of the inlet or outlet openings with respect to the working chamber using sliding valves
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf einen Schra.ubenkompressor
mit mindestens einem männlichen und einem weiblichen Schraubenrotor, die miteinander kämmend
in einem Gehäusemittelteil angeordnet sind, der einander achsparallele zylindrische Gehäusebohrungen
für die Rotoren aufweist und an seinen Stirnseiten von Gehäuseabschlußteilen abgedeckt ist, die jeweils eine
Ein- bzw. Auslaßöffnung und jeweils einen Ein- bzw. Auslaßkanal für das Gas sowie Lagerbohrungen für die
Rotoren aufweisen, mit einer sich axial erstreckenden und zu den Gehäusebohrungen hin offenen Ausnehmung
und mit einem in der Ausnehmung angeordneten Abdeckschieber, dessen Innenflächen den im Bereich
der Ausnehmung herausgenommenen Teil der Gehäusebohrungen ergänzend ausgebildet sind und der
zwischen zwei extremen Stellungen derart verschiebbar ist, daß der Kompressionsdruck in den sich zur
Auslaßöffnung öffnenden Gewindegängen der Rotoren regelbar ist, wobei der Abdeckschieber eine Länge
aufweist, die etwa der Länge der Rotoren entspricht und das Gehäuseabschlußteil auf der Niederdruckseite eine
Ausnehmung aufweist, in der ein Teil des Schiebers bei Verringerung des Kompressionsdruckes in den Gehäusebohrungen
geführt ist.
Ein solcher Schraubenkompressor ist der DE-AS 12 93 384 zu entnehmen. Mit Hilfe eines solchen
Schraubenkompressors kann die Menge des den Kompressor durchsetzenden Arbeitsmediums und das
Nenndruckverhältnis des Kompressors verändert werden. Die Möglichkeit, mit Hilfe des Abdeckschiebers
jedoch gieiche Druckverhältnisse des Arbeitsfluids im Außlaßkanal und des verdichteten Fluids in den
Gewindegängen des Rotors zu erhalten, ist nicht möglich.
Eine solche Unter- bzw. Überkompression ist zum Beispiel bei den Schraubenkompressoren gemäß US-PS
29 83 111 oder US-PS 37 95 117 ausgeschaltet, jedoch werden dazu zusätzliche Einrichtungen in Form von
Sensoren wie zum Beispiel Thermostaten benötigt. Eine selbsttätige Regulierung durch einen Abdeckschieber ist
demzufolge nicht möglich.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Schraubenkompressor der eingangs genannten
Art derart auszubilden, daß eine Über- oder Unterkompression des in den Gewindegängen der Rotoren
verdichteten Gases gegenüber dem in dem Auslaßkanal herrschenden Druck vermieden ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Abdeckschieber auf der Hochdruckseite eine
Drucköffnung aufweist, die einerseits mit den Gehäusebohrungen an einer Stelle in Verbindung steht, an denen
sich die Gewindegänge der Rotoren noch nicht zur Auslaßöffnung geöffnet haben und andererseits mit
einem Steuerventil, das auf der Gegenseite von dem im Auslaßkanal herrschenden Druck so beeinflußbar ist,
daß die Stellung des Abdeckschiebers auf Druckgleichheit an der Drucköffnung und im Auslaßkanal
einregulierbar ist.
Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Lösung ist erstmalig ein Schraubenkompressor zur Verfügung gestellt, bei
dem selbsttätig eine Über- oder Unterkompression vermieden wird. Es brauchen demzufolge nicht zusätzliche
Einrichtungen in Form von zum Beispiel Thermostaten oder elektronischen Sensoren eingesetzt zu
werden, um die Über- oder Unterkompression zu vermeiden.
In Ausgestaltung der Erfindung ist der Abdeckschieber über eine Kolbenstange mit einem in einem Zylinder
angeordneten Kolben verbunden, dessen beiderseits des Kolbens vorhandene Zylinderräume mit einem von dem
Steuerventil gesteuerten Druckmedien wahlweise be-
aufschlagbar sind.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung umfaßt das von dem komprimierten Gas betätigbare
Steuerventil vier in einer Längsbohrung verschiebbar angeordnete, eine gemeinsame Kolbenstange aufweisende
Steuerkolben, von denen der eine äußere Kolben von dem an der Drucköffnung vorhandenen und der
andere äußere Kolben von dem in dem AuslaCkanal vorhandenen Druck beeinflußbar ist
Die Ausgestaltungen der Erfindung lassen erkennen, mit Hilfe welch einfacher, jedoch nicht naheliegender
technischer Mittel der Abdeckschieber betätigbar bzw. das zur Betätigung des Abdeckschiebers eingesetzte
Steuerventil aufgebaut ist.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der !5
Kompressor für einen in der Richtung umkehrbaren Betrieb ausgebildet Zu diesem Zweck sind zwei
Abdeckschieber vorgesehen.
Im folgenden wird die Erfindung mit Hilfe von Zeichnungen beispielsweise beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt eines Schraubenkompressors mit einem Abdeckschieber,
F i g. 2 einen Längsschnitt eines für drehrichtungsumkehrbaren Betrieb vorgesehenen Schraubenkompressors
mit zwei Abdeckschiebern,
F i g. 3 ein Druckdiagramm des Kompressionszyklus des Schraubenkompressors nach F i g. 2 für ein Wärmepumpensystem
während eines Kühlzyklus, verglichen mit einem Schraubenkompressor konventioneller Bauart,
Fig.4 ein Druckdiagramm des Schraubenkompressors
nach F i g. 2 für ein Wärmepumpensystem während des Heizzyklus, verglichen mit einem Schraubenkompressor
konventioneller Bauart.
F i g. 1 zeigt eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schraubenkompressors 10. Der Schraubenkompressor
10 besteht aus einem Gehäuse mit Gehäusemittelteil 12, welches zwischen den Gehäuseabschlußteilen
14 und 16 angeordnet ist. Das Gehäusemittelteil 12 weist einander achsparallele zylindrische
Gehäusebohrungen (Bohrung 18 ist dargestellt) für die Schraubenrotoren 20 und 21 auf. Die Schraubenrotoren
20 und 21 kämmen miteinander. Die Achsen der Schraubenrotoren 20 und 21 liegen in einer gleichen
Ebene und erstrecken sich durch das Gehäusemittelteil 12. Der Schraubenkompressor 10 ist in dieser Hinsicht
als konventionell anzusehen, wobei die Rotoren 20, 21 schraubenförmige hervorstehende Teile oder Flanken
und dazwischenliegende Vertiefungen oder Gewindegründe aufweisen und in den Bohrungen mittels Lager
drehbar befestigt sind. Zum Beispiel ist der Schraubenrotor 20 zur Drehung auf der Welle 22 befestigt und ist
in einem in dem Gehäuseabschlußteil 14 befindlichen Lager gehalten, während die Welle 22 in einem Lager 26
gehalten ist, welches im Gehäuseabschlußteil 16 angeordnet ist, und zwar über eine Hülse 30 innerhalb
eines Endglockengehäuses 28, wobei die Welle 22 sich durch das Endglockengehäuse 28 erstreckt und am Ende
(Bezugszeichen 32) kerbverzahnt ist, um den Schraubenkompressor 10 mit einem Elektromotor oder dergleichen
(nicht dargestellt) für den Antrieb zu verbinden.
In der Ausführungsform gemäß Fig. 1 wird der Schraubenkompressor in einer einzigen Richtung
gedreht, so daß nur das Gas als Arbeitsfluid durch einen Einlaßkanal 34 und über eine Einlaßöffnung 36 in die
Arbeitsräume gelangt, welche durch die miteinander kämmenden Gewindeflanken und Gewindegründe der
entsprechenden Rotoren gebildet werden. In der Ausführungsform gemäß Fig. 1 ist keine Kapazitätssteuerung dargestellt Das Wesen der Erfindung liegt
darin, einen Abdeckschieber 38 zu verwenden, und zwar zur Durchführung einer spezifischen Funktion, die dai in
besteht, den Druck im geschlossenen Gewindegang an der Auslaßseite des Kompressors im Nachbarbereich
des Gehäuseabschlußteils 16 an den Druck des Gases an der Auslaßöffnung 40 am Ende des Abdeckschiebers 38
anzupassen.
Es ist ein Charakteristikum der Rotoren, daß die Flanken der Erhebungen des männlichen Rotors konvex
gekrümmt ausgebildet sind und mit den dazwischenliegenden Vertiefungen im wesentlichen innerhalb des
Teilkreises des weiblichen Rotors liegen. Es ist ein weiteres Charakteristikum derartiger Rotoren, daß der
Umschlingungswinkel der Erhebungen weniger als 360° beträgt Das Gehäuse ist deshalb mit der hochdruckseitigen
Auslaßöffnung 40 versehen, deren größter Teil an einer Seite einer Ebene liegt, welche rechtwinklig durch
die Achsen der Rotoren verläuft, wobei die Auslaßöffnung 40 innerhalb des hochdruckseitigen Gehäuseabschlußteils
16 der Maschine angeordnet ist. Die Auslaßöffnung 40 steht in Verbindung mit einem
Auslaßkanal 42, der innerhalb des Endglockengehäuses 28 liegt Wie vorher erwähnt ist das niederdruckseitige
Gehäuseabschlußteil 14 des Gehäuses mit dem Einlaßkanal 34 versehen, welcher über die Einlaßöffnung 36
mit der Seite des die Bohrungen (einschließlich Bohrung 18) enthaltenden Gehäusemittelteils 12 in Verbindung
steht, das der Seite der Ebene gegenüberliegt, die durch die Rotorachsen in bezug auf die hochdruckseitige
Auslaßöffnung 40 verläuft.
Das Gehäusemittelteil 12 ist weiterhin mit einer zentral angeordneten, sich achsparallel zu den Gehäusebohrungen
18 erstreckenden zylindrischen Ausnehmung 44 versehen, welche an einem Ende in offener
Verbindung mit der Auslaßöffnung 40 steht und sich am anderen Ende axial in Richtung der niederdruckseitigen
Wandung 27 erstreckt. Die Ausnehmung 44 ist zum durch die Bohrung gebildeten Arbeitsraum hin offen.
Diese Ausnehmung 44 trägt bzw. nimmt einen längsverschiebbaren Abdeckschieber 38 auf. Die axiale
Position des Abdeckschiebers 38 innerhalb der Ausnehmung wird über eine Kolbenstange 46 eingestellt,
welche mechanisch den Abdeckschieber 38 mit einem Kolben48 eines Fluidmotors 51 am gegenüberliegenden
Ende der Kolbenstange 46 verbindet. Der Kolben 48 ist abgedichtet und gleitend innerhalb eines Zylinders 50
gelagert, welcher mechanisch am niederdruckseitigen Gehäuseabschlußteil 14 des Gehäuses befestigt ist und
über die Kolbenstange 46, welche sich gleitend durch eine öffnung 53 innerhalb des Gehäuseabschlußteils 14
erstreckt, gegenüber diesem abgedichtet. Eine Endkappe 52 ist mit dem Ende des Zylinders 50 unter Bildung
einer abgedichteten Kammer 54 verbunden, die sich innerhalb des Zylinders befindet, welcher den Kolben 48
gleitend aufnimmt. Die den Rotorer zugekehrte Oberfläche 56 des Abdeckschiebers 38 ersetzt die
Ausschnitte der Gehäusebohrungen 18. Ein Teil des Abdeckschiebers 38 liegt gleitend und dichtend an
einem ausgenommenen Teil 60 des Gehäuseabschlußteils 14 des Gehäuses an, und zwar derart, daß
unabhängig von der Lage des Abdeckschiebers dieser von ausreichender Länge ist, um die gesamte verbleibende
Länge des gegenüberliegenden Teils der Rotoren abzudecken, und zwar während des Ausmaßes der
Bewegung zwischen den Extremstellungen, welche durch die Ausnehmung 60 und eine Endfläche 62 des
Abdeckschiebers mit dem hochdruckseitigen Gehäuseabschlußteil 16 des Gehäuses begrenzt werden.
Während der Kompression wird das Gas, welches ein Kühlmittel, wie Freon, sein kann, durch die niederdruckseitige
Einlaßöffnung 36 angesaugt und füllt die Arbeitskammern der Rotoren. Während die Rotoren
sich drehen, bilden der männliche und weibliche Rotor Arbeitskammern. Während der Drehbewegung der
Rotoren vermindert sich das Volumen dieser Arbeitskammern, die die Form von geschlossenen Schraubengängen
haben. Da sich die Dichtungsstellen zwischen dem männlichen und weiblichen Rotor axial in Richtung
auf eine hochdruckseitige Wandung 64 bewegen, verringert sich das Volumen der Kompressionskammern,
bis die Arbeitskarnmern auf Nu!! auslaufen, wenn
die Dichtungsstellen die Ebene der Wandung 64 erreichen. Der Abschluß der Kompressionskammer
erfolgt durch die Grenzfläche 56 des Abdeckschiebers 38, welche abdichtend gegenüber den Kämmen der
Erhebungen angeordnet ist, und zwar unter Bildung der Grenze der Kompressionskammern oder geschlossenen
Schraubengänge. Der Ausstoß des komprimierten Gases erfolgt, wenn die Kämme der Rotorerhebungen,
welche die Führungskante der Kompressionskammern bilden, die stirnseitige Steuerkante 66 des Abdeckschiebers
38 passieren. Dabei wird eine Verbindung zwischen der Arbeitskammer und der hochdruckseitigen Auslaßöffnung
40 hergestellt.
Die Bewegung des Abdeckschiebers 38 gemäß F i g. 1 nach links verkürzt die Kompressionszeit, wogegen eine
Bewegung nach rechts die Kompressionszeit und das Druckverhältnis zwischen Saugen und Entladen des
Kompressors erhöht So erlaubt der Abdeckschieber unter der Voraussetzung, daß das Anfangsvolumen des
geschlossenen Schraubengangs vor Erreichen der Endkante 66 des Abdeckschiebers konstant ist, das
Kompressionsverhältnis des Kompressors zu verändern. Dies steuert tatsächlich den Druck des komprimierten
Gases vom geschlossenen Schraubgang zur Auslaßöffnung 40.
Wenn der Druck an der Auslaßöffnung 40 geringer ist als in den Arbeitskammern der Rotoren, tritt eine
Überkompression auf, und der Druck der sich zur Auslaßseite öffnenden Arbeitskammern fällt unmittelbar
ab, da sich der Druck an der Hochdruckseite des Kompressors angleicht. In gleicher Weise wird das Gas,
wenn der Druck des Gases innerhalb der geschlossenen Arbeitskammern vor der Steuerkante 66 niedriger ist als
der Druck des Gases innerhalb der Auslaßöffnung 40, auf einen Druck komprimiert, der dem der Auslaßöffnung
entspricht, sobald die Verbindung zwischen der Auslaßöffnung 40 und dem geschlossenen Gewindegang
hergestellt ist_
Die Erfindung zielt auf eine Anordnung für ein selbsttätiges, also automatisches Hin- und Herbewegen
des Abdeckschiebers 38 ab, und zwar zur Anpassung des Druckes in den geschlossenen Arbeitskammern, an der
Steuerkante 66 des Abdeckschiebers 38 an den Druck des Gases im Bereich der Auslaßöffnung 40. Dazu ist der
Abdeckschieber mit einem geneigten Kanal 70 versehen, welcher an der Innenoberfläche 56 des Abdeckschiebers
eine Drucköffnung 72 bildet, welche sich zum geschlossenen Gewindegang hin öffnet Durch diese
Drucköffnung 72 kann komprimiertes Gas unmittelbar vor der Auslaßöffnung entnommen werden. '
Der Abdeckschieber 38 weist weiterhin eine Bohrung 74 auf, die durch eine ringförmige Ausnehmung 76
erweitert ist. Durch die Bohrung erstreckt sich eine eine Kolbenstange 46 mit einem Bereich 46a geringeren
Durchmessers. An diesen schließt sich ein Bereich größeren Durchmessers 46b an. Der Übergang zwischen
diesen Bereichen bildet eine Schulter 78, welche mit einem Kopfende 81 der Welle zusammenwirkt, um
die Kolbenstange 46 mit dem Abdeckschieber 38 zu verbinden. Die Kolbenstange 46 weist über ihre ganze
Länge eine zentrale Bohrung 80 auf. Diese ist jedoch an dem vergrößerten Kopfende 81 geschlossen. Eine
Vielzahl radialer Löcher 82 ist innerhalb der Kolbenstange 46 vorgesehen, über die eine Verbindung
zwischen der Bohrung 80 in der Kolbenstange, über die Ausnehmungen 76 und über den Kanal 70 mit der
Drucköffnung 72 hergestellt wird.
is Die Kolbenstange 46 trägt an ihrem gegenüberliegenden
Ende ein teleskopartig eingeführtes Rohr 84, welches gleitend von der Bohrung 80 aufgenommen
wird und mit dem anderen Ende abgedichtet in der Endkappe 52 befestigt ist. Ein Fluidkanal 86 innerhalb
der Endkappe ist über eine Leitung 88 mit einem Steuerventilgehäuse 90 eines Steuerventils 92 verbunden.
Das Steuerventil 92 ist mit einer Längsbohrung 94 versehen, in der eine Steuerventilkolbenanordnung %
gleitet, die mit vier Steuerkolben 98, 100, 102 und 104 versehen ist. Die Kolben sind über eine Kolbenstange
106 miteinander verbunden. Zuzüglich zu axialen öffnungen 108 und 110 ist eine Einlaßöffnung 112
vorgesehen, die mit einer Leitung 114 verbunden ist, durch die das Fluid entsprechend einem Pfeil 116 von
einem Vorrat fließt, während öffnungen 118 und 120 mit
einer gemeinsamen Entladeleitung 122 in Verbindung stehen, durch die das vom Steuerventil kommende Fluid
entsprechend einem Pfeil 124 entladen wird.
An der gegenüberliegenden Seite des Ventilgehäuses 90 sind Fluidöffnungen 126 und 128 vorgesehen, welche
über Leitungen 130 bzw. 132 zur Kammer 54 führen, und zwar beiderseits des Kolbens 48. Die Kammer 54 ist
gegenüber der Bohrung 80 der Kolbenstange 46 abgedichtet. Das Steuerventil und der Kolben bilden
einen Fluidservokreis konventioneller Anordnung. Ein bewegliches Fluid entsprechend dem Pfeil 116 beaufschlagt
wahlweise entweder die linke oder rechte Seite des Kolbens 48, wobei das bewegliche Fluid auf der
gegenüberliegenden Seite über das Steuerventil 92 zur Entladeleitung 122 und zurück in den nicht dargestellten
Sumpf entsprechend dem Pfeil 124 über die öffnung 118 oder 120 fließt, je nachdem, in welche Richtung sich der
Kolben 48 bewegt.
Für die vorliegende Erfindung ist die Tatsache wesentlich, daß die Leitung 88 die Drucköffnung 72, die
mit den geschlossenen Arbeitskammern der Rotoren in Verbindung steht, mit der linken Fläche des Steuerkolbens
98 der Ventilkolbenanordnung 96 des Steuerventils verbindet Die gegenüberliegende axiale Öffnung 110 ist
über eine Leitung 136 mit dem Auslaßkanal 42 des Kompressors verbunden, so daß die Steuerventilkolbenanordnung
96 und insbesondere die äußere Endfläche des Steuerkolbens 104 mit dem komprimierten Gas
beaufschlagt wird. Die wirksamen Flächen der Steuerkolben 98 und 104 sind gleich groß, so daß das
Steuerventil sich nach rechts oder nach links bewegt, und zwar in Abhängigkeit davon, ob der Druck
innerhalb des Auslaßkanals 42 des Kompressors höher ist als der Druck in den geschlossenen Arbeitskammern,
wenn diese mit der Drucköffnung 72 in Verbindung stehen oder umgekehrt Mit der Steuerventilkolbenanordnung
96 in der dargestellten Stellung gelangt das Arbeitsfluid 116 in den Bereich links des Kolbens 48,
wodurch sich der Kolben von links nach rechts bewegt, was bedingt, daß der Kompressor Gas in die
Auslaßöffnung 40 mit einem höheren Druckniveau entlädt. Dieser höhere Druck an der Drucköffnung 72
wird über den Kanal 70, die Ausnehmung 76, die radialen Löcher 82, die Bohrung 80 in der Kolbenstange
46, den Kanal 86 in der Endkappe 52 und die Leitung 88 sowie die axiale öffnung 108 auf die linke Endfläche des
Steuerkolbens 98 der Steuerventilkolbenanordnung 96 übertragen. Da dieser Druck den auf dieselbe
Ventilkolbenanordnung auf der gegenüberliegenden Seite durch den Steuerkolben 104 ausgeübten Druck
übersteigt, welcher demjenigen im Auslaßkanal 42 entspricht, wird das Steuerventil sieh von links nach
rechts bewegen und dabei bewirken, daß die Beaufschlagung mit dem Druck des beweglichen Fluids entsprechend
dem Pfeil 116 in den Bereich rechts des Kolbens 48 verlagert wird, wodurch der Abdeckschieber von
rechts nach links bewegt wird. Dadurch wird der Druck des geschlossenen Gewindeganges an der Auslaßöffnung
40 reduziert und zwar dadurch, daß der geschlossene Gewindegang sich im Kompressionszyklus
früher zur Auslaßöffnung 40 hin öffnet, was bedeutet, daß der Enddruck im geschlossenen Sichraubengang
geringerer Größe früher auf die Druckverhältnisse in der Einlaßöffnung 40 stößt.
In Fig.2 ist eine zweite Ausführungsform der Erfindung dargestellt, worin der Schraubenkompressor
sowohl in der einen als auch in der anderen Richtung wirken kann, also drehrichtungsumkehrbar ist. In
diesem Fall wird die Einlaß- oder Niederdruckseite des Kompressors die Hochdruck- oder Auslaßseite der
Maschine und umgekehrt. Diese Ausführungsform zeichnet sich durch die Verwendung eines zweiten
Abdeckschiebers 38' aus, welcher gleitend von dem Gehäuse an der Seite der kämmenden Rotoren
aufgenommen wird, und zwar gegenüber dem Abdeckschieber 38. Der Abdeckschieber 38' wird durch einen
servogesteuerten Kolben zwischen zwei Extremstellungen hin- und herbewegt und ist im wesentlichen eine
Doppelausführung des Steuerventils und des Kolbens in Verbindung mit dem Abdeckschieber 38.
Die Abdeckschieber 38 und 38' sind entgegengesetzt ausgerichtet und stehen entsprechend mit den Einlaßseiten
des Kompressors in Verbindung, wobei jedoch die Steuerung umgekehrt ist, wenn die Kompressionsrichtung
umgekehrt wird. In dieser Hinsicht weist entsprechend F i g. 2 der Schraubenkompressor 10' der
zweiten Ausführungsform ebenfalls ein Gehäuse mit einem Gehäusemittelteil 12' auf, welches zwischen
Gehäuseabschlußteilen 14' und 16' angeordnet ist und einen Arbeitsraum vorsieht, welcher durch zwei sich
überschneidende Bohrungen in konventioneller Weise ausgebildet ist Die Bohrungen nehmen Schraubenrotoren
20 und 21 entsprechend F i g. 1 auf.
Der Rotor 20 ist auf der Welle 22 befestigt, und zwar
in derselben Weise wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1. Viele bereits vorstehend im Zusammenhang
mit der Ausführungsform gemäß F i g. 1 beschriebene Einzelheiten sind zweckmäßigerweise hier zur
Kürzung der Beschreibung weggelassen, so daß auf diese Beschreibungsteile Bezug genommen wird.
Wie bei der Ausführungsform gemäß F i g. 1 gelangt das Gas, wie zum Beispiel ein Kühlmittelgas, in den
Einlaßkanal 34 und strömt über die Einlaßöffnung 36 zur Einlaßseite der Maschine, d. h. in die Arbeitskammern,
welche durch die sich überschneidenden Bohrungen und die kämmenden Rotoren gebildet werden. In dieser
Ausführungsform jedoch wird die Steuerung der Maschinenkapazität durch einen Abdeckschieber 38'
erreicht, welcher in der durch die Achsen der kämmenden Schrauben 20 und 21 gebildeten Ebene dem
Abdeckschieber 38 gegenüberliegend angeordnet ist, wobei beide durch das zentrale Gehäusemittelteil 12'
aufgenommen werden. Die Welle 22 erstreckt sich durch ein Endglockengehäuse 28' und wird über Lager
in der gleichen Weise wie bei der vorher beschriebenen Ausführungsform gelagert und ist mit einer Keilnut 32
versehen, welche in diesem Falle mechanisch mit einem nicht gezeigten Elektroantriebsmotor verbunden ist. Im
Gegensatz zur Ausführungsform gemäß F i g. 1 kann der Schraubenkompressor in umgekehrter Richtung
angetrieben werden, so daß der Auslaßkanal 42 zum Einlaßkanal und der Einlaßkanal 34 zum Auslaßkanal
wird. In dieser Anordnung ist das Gehäuse mit einer Öffnung 40 versehen, welche in diesem Falle als
Hochdruckauslaßöffnung wirkt, welche an einer Seite einer Ebene liegt, die durch die Achsen des Rotors mit
der öffnung 40 gelangt und benachbart zum Gehäuseabschlußteil 16 der Maschine angeordnet ist. Die
Öffnung 40 steht in Verbindung mit dem Auslaßkanal 42. Im Gegensatz zur ersten Ausführungsform ist das
Gehäusemittelteil 12' des Gehäuses nicht nur mit der axial sich erstreckenden zylindrischen Ausnehmung 44,
sondern zusätzlich mit einer gegenüberliegenden Ausnehmung 44' versehen, welche zum Arbeitsraum
offen ist, wobei die Ausnehmungen 44 und 44' zueinander parallel ausgerichtet sind. Die Ausnehmung
44 nimmt in diesem Falle den längsverschiebbaren Abdeckschieber 38 auf, wogegen die Ausnehmung 44'
einen entgegengesetzt orientierten, längsverschiebbaren Abdeckschieber 38' aufnimmt. Die axiale Stellung
des Abdeckschiebers 38 wird in gleicher Weise wie bei der ersten Ausführungsform geregelt.
In ähnlicher Art und Weise ist hinsichtlich des Abdeckschiebers 38' die innere Oberfläche 56', welche
den Rotoren zugewandt ist, derart ausgebildet, daß sie
einen Ersatz für den Überschneidungsteil der Bohrungen darstellt. Dabei liegt ein Teil des Abdeckschiebers
38' gleitend und dichtend an einem ausgenommenen Teil 60' des Gehäuseabschlußteils 16' des Gehäuses an,
wobei der Abdeckschieber genügend lang ist, um die verbleibende Länge der konfrontierenden Teile der
Rotorstruktur über den gesamten Betrag der Bewegung zwischen den extremen Positionen zu bedecken, die
durch das ausgenommene Teil 60' und die Endfläche 64' des Gehäuseabschlußteils 16' des Gehäuses gebildet
werden. Abgesehen davon, daß der Abdeckschieber 38' zum Abdeckschieber 38 entgegengesetzt orientiert ist,
sind beide Abdeckschieber gleich und arbeiten in gleicher Weise, jedoch ist zu berücksichtigen, daß jeder
Abdeckschieber eine unterschiedliche Funktion hat, während die Maschine arbeitet, wobei die Funktion
automatisch wechselt, wenn die Drehrichtung des Schraubenkompressors geändert wird. In dieser Hinsicht
ist der Abdeckschieber 38' über eine Kolbenstange 46' mit einem Kolben 48' eines Fluidmotors 5Γ
verbunden, wobei der Kolben 48' gleitend innerhalb eines Zylinders 50' angeordnet ist Ein befestigtes Rohr
84', welches durch eine Endkappe 52' getragen wird, ist teleskopartig innerhalb der Kolbenstange 46' angeordnet,
wobei die Kolbenstange 46' im Inneren eine Längsbohrung 80' aufweist, welche über das Rohr 84'
einen Kanal 88' mit der Drucköffnung 72' des Abdeckschiebers 38' verbindet Dies ist über geneigte
Kanäle 70' und eine Ausnehmung 75' innerhalb des
Abdeckschiebers 38' und über radiale Löcher 82' innerhalb der Kolbenstange 46' vervollständigt.
Der Abdeckschieber 38' ist mit der Kolbenstange fest verbunden, welche andererseits mit dem Kolben 48'
verbunden ist, durch den der Abdeckschieber 38' bewegt wird, wobei der Kolben seine Position innerhalb
einer Kammer 54' verändert, und zwar in Abhängigkeit davon, welche Kolbenseite der Kammer mit unter
Druck stehendem Arbeitsfluid durch die Leitungen 130' und 132' vom Steuerventil 92' her beaufschlagt wird.
Das Steuerventil 92' ist im wesentlichen ein Duplikat des Ventils 92, und das Servosystem für den
Abdeckschieber 38' ist identisch mit dem des Abdeckschiebers 38.
Ein bewegliches Fluid gelangt unter Druck über eine Leitung 114' in das Steuerventil 92', um es über die
Steuerventilanordnung 96' wahlweise in die Kammer 54' auf eine Seite des Kolbens 48' zu verteilen. Das Fluid
kehrt durch die Leitung 122' von der nicht beaufschlagten Kolbenseite in den Sumpf zurück. Die Leitung 88'
leitet den Gasdruck innerhalb des geschlossenen Schraubenganges an der öffnung 72' des Schraubenkompressors
zum Steuerventil, welches gegen die äußere Endfläche des Steuerventilkolbens 98' wirkt. An
der gegenüberliegenden Seite des Steuerventils ist die Endfläche des Steuerkolbens 104' dem Fluiddruck
innerhalb der Leitung 136' ausgesetzt, welche sich in den Kanal 34 innerhalb des Gehäuseabschlußteils 14' des
Kompressorgehäuses öffnet.
Entsprechend wie beim Steuerventil 92 führen bein"
Steuerventil 92' die Leitungen 88' und 136' zu den öffnungen 108' bzw. 110'. Abweichend von der
Ausführungsform gemäß F i g. 1 sind Absperrventile zur Steuerung des Abdeckschieberbetriebs in wahlweiser
Durchführung vorgesehen, und zwar in Abhängigkeit davon, ob der Kompressor in der einen oder in der
anderen Richtung angetrieben wird. Dazu weist die Leitung 88 ein Ventil 150, die Leitung 136 ein Ventil 152,
die Leitung 136' ein Ventil 152' und die Leitung 88' ein Ventil 150' auf. Diese Ventile können automatisch oder
von Hand betrieben werden und schließen oder öffnen die Leitungen.
Weiterhin befindet sich innerhalb der Leitung 88 und zwischen dem Absperrventil 150 und der öffnung 108
des Steuerventils eine Leitung 154, die mit der Leitung 88 in Verbindung steht und die mit einem weiteren
Absperrventil 158 verbunden ist Auf der gegenüberliegenden Seite des Steuerventils steht eine Leitung 156 in
T-Verbindung mit der Leitung 136 zwischen dem Absperrventil 152 und der Leitung 110, wobei sich in
dieser Leitung 156 ein Absperrventil 160 befindet. In identischer Weise ist die Leitung 88' zwischen dem
Absperrventil ISO' und der öffnung 108' vorgesehen,
mit einer über eine T-Verbindung angeordneten Leitung 154', in welcher ein Absperrventil 158' vorgesehen ist
Die Leitung 136' zwischen der öffnung 110' und dem Absperrventil 152' ist mit der Leitung 156' verbunden, in
der ein Absperrventil 160' angeordnet ist
Die Leitungen 154,154', 156,156' können wahlweise
benutzt werden, damit durch Fluiddrucksignale die Steuerventilkolbenanordnung der entsprechenden
Steuerventile entweder nach links oder nach rechts bewegt wird, um die Steuerventilglieder positiv
anzutreiben, und zwar in einer Art und Weise, die durch die gewünschte Systemoperation bestimmt ist. Dadurch
kann einer der beiden Abdeckschieber 38 oder 38' die Funktion einer Kapazitätssteuerung vornehmen, während
der andere automatisch den Druck im geschlossenen Gewindegang innerhalb der Kompressionsarbeitskammer
an den Kompressorauslaßleitungsdruck an der Auslaßöffnung anpaßt.
Beispielsweise funktioniert unter der Voraussetzung,
daß der Kanal 34 der Einlaßkanal und der Kanal 42 der Auslaßkanal des Kompressors ist, wie dies durch die
Pfeile angedeutet ist, der Abdeckschieber 38 derart, daß er den Druck in den geschlossenen Arbeitskammern auf
den Druck in der Auslaßleitung an der Auslaßöffnung 40 ausgleicht, wogegen der Abdeckschieber 38' eine
Kapazitätssteuerung vornimmt. In diesem Fall sind für das den Abdeckschieber steuernde Servosystem die
Absperrventile 158 und 160 innerhalb der Leitungen 154 und 156 geschlossen und die Ventile 150 und 152 in den
Leitungen 88 und 136 offen. Innerhalb des Servosystems für den Abdeckschieber 38' ist das Absperrventil 152'
innerhalb der Leitung 136' geschlossen wie das Absperrventil 150' in der Leitung 88'. Weiterhin sind die
Ventile 160' in der Leitung 156' und das Ventil 158' in der Leitung 154' offen. Daraus resultiert, daß die
Steuerventilkolbenanordnung 96 in verschiedenen Stellungen der Steuerkolben 98 und 104 den Druck in dem
geschlossenen Schraubengang an der öffnung 72 mit dem Leitungsdruck an der Auslaßseite des Kompressors
vergleicht, d. h. mit dem Druck innerhalb des Auslaßkanals 42. Der Abdeckschieber 38 bewegt sich deshalb
automatisch zur rechten oder linken Seite, um diese beiden Drücke auszugleichen. Bei dieser Anordnung hat
der Abdeckschieber 38 dieselbe Funktion wie bei der Ausführungsform gemäß F i g. 1.
Mit den geschlossenen Ventilen 152' und 150', soweit
es das Steuerventil 92' betrifft, wird der Abdeckschieber 38' nach links oder rechts bewegt, um eine Kapazitätssteuerung vorzunehmen. Wie durch den Pfeil CP
stromaufwärts des Ventils 160' innerhalb der Leitung 156' angedeutet ist, bedingt die Beaufschlagung mit
einem gesteuerten Drucksignal, welches der Pfeil schematisch andeutet, sofern die Endfläche des Steuerkolbens
104' der Steuerkolbenanordnung 96' beaufschlagt wird, eine Bewegung der Steuerventilkolbenanordnung
96' von links nach rechts, wodurch das bewegliche Fluid durch die Leitung 130' in die Kammer
54' gelangen kann und der Druck gegen die rechte Fläche des Kolbens 48' drückt. Dadurch bewegt sich der
Abdeckschieber 38' von rechts nach links, so daß in diesem Falle durch Bewegung der Steuerkante 66' des
Abdeckschiebers 38' nach links die öffnung 36 zu den sich kämmenden Schrauben hin kleiner wird. Die
Schraubenkompressorausgestaltung ist derart, daß die Kapazität der Maschine ein Minimum erreicht, wenn die
Endfläche 62' des Abdeckschiebers 38' an der Endfläche 64' des Gehäüseäbschlüßteils 14' anliegt. Wenn der
Abdeckschieber 38 sich von links nach rechts bewegt, steigt die Kapazität der Maschine an, da die
Arbeitsräume mehr und mehr zur Einlaßöffnung hin geöffnet werden.
Das vom Einlaßkanal 34 einströmende Gas wird einer adiabatischen Expansion und einer Wiederkompression
ohne jegliche durch die Maschine ausgeübte Arbeit unterworfen, bis der Druck des eingeschlossenen
Volumens innerhalb des geschlossenen Schraubenganges den Einlaßdruck während der Reduzierung des
eingeschlossenen Volumens erreicht Wenn die Arbeitsräume zur Einlaßseite der Maschine über die Kante 66'
des Abdeckschiebsrs 38' offen sind, wird ein bestimmtes
Volumen angesaugten Gases innerhalb eines Arbeitsraumes, nachdem dieser geschlossen ist, zunächst
expandiert da das Volumen des geschlossenen Arbeits-
raumes momentan vor der Rekompression ansteigt.
Während dieser Zeit des Zyklus erfolgt die adiabatische Expansion und Rekompression. Jedoch dies wird
erreicht, ohne jegliche Kraft vom Kompressor aufzunehmen, bis der Einlaßdruck durch die nachfolgende
Reduktion des eingeschlossenen Volumens erreicht wird.
F i g. 3 zeigt ein Druck-Volumendiagramm während eines typischen Kühlzyklus des Kompressors gemäß
F i g. 2, worin die adiabatische Expansion und die Rekompression einer idealen Endladung durch den
Abdeckschieber 38' der vorliegenden Erfindung geliefert wird. Die Expansion tritt von A nach B auf und die
Rekompression von ßnach Cohne eine Arbeitsleistung der Maschine, welche mit einem doppelten Abdeckschieber
im Vergleich zu konventionellen Abdeckschiebern ausgerüstet ist, was durch den Teil der Kurve von
den Punkten A zu ß'und dann zu C" angedeutet ist. Die Lösung gemäß dem Stand der Technik weist einen
Abdeckschieber auf, welcher einen Anfangsdruck des eingeschlossenen Volumens gestattet, von dem ein Teil
dann zurück zur Einlaßseite der Maschine geführt wird, wobei die partielle Kompression des eingeschlossenen
Volumens einen Leistungsverlust darstellt.
Sollte es notwendig sein, die Kapazität der Maschine heraufzusetzen, so wird ein Steuersignal in die Leitung
154' gegeben, wobei die Absperrventile 160', 152' und 150' geschlossen sind. Das Ventil 158' ist offen, damit das
Steuersignal zur Endfläche des Steuerkolbens 98' gelangen kann, um die Steuerventile 96' nach links zu
bewegen. Dadurch kann das Hochdruckfluid über die Leitung 132' auf die linke Seite des Kolbens 48'
gelangen, um den Abdeckschieber 38' zur Erhöhung der Kapazität von links nach rechts zu bewegen.
Wenn der Abdeckschieber 38' eine Steuerung der Kapazität der Maschine vornimmt, und zwar in
Abhängigkeit von den Erfordernissen, bewegt sich der Abdeckschieber 38 zur automatischen Anpassung des
Druckes im geschlossenen Schraubengang in der Öffnung 72 an den Druck in dem Kompressorauslaßkanal
42 unmittelbar stromabwärts der Auslaßöffnung 40. In diesem Falle sind die Ventile 150 und 152 offen und
die Ventile 158 und 160 geschlossen. Die Wirkung dieses Vorgangs kann dem Diagramm entsprechend Fig.3
entnommen werden, worin unter der Voraussetzung, daß das Gas innerhalb des geschlossenen Schraubenganges
auf einen Druck komprimiert ist, welcher größer ist als der Gasdruck innerhalb des Auslaßkanals 42,
worauf dieser geschlossene Schraubengang den Punkt erreicht, wo dieser sich über die Kante 66 des
Abdeckschiebers 38 zur Auslaßöffnung 40 öffnet, unmittelbar darauf der Gasdruck mit dem Druck des
Auslaßkanals ausgeglichen wird. Der Überkompressionsverlust oder Druckabfall und somit der Energieverlust
kann durch den Vergleich des Teils der Kurve von B nach E und der aufzusteigenden Arbeit mit den
Bereichen, welche von den Punkten D, fund Fbegrenzt sind, gesehen werden. Durch die variablen Entladeabbrüche
bzw. Entladefüllungen kann ein idealer Verdichtungsprozeß erreicht werden, wobei der ideale Entladepunkt
immer unabhängig von Wechsel der Systembedingungen, denen der Kompressor unterworfen ist,
aufrechterhalten werden kann.
Da der Kompressor 10' in entgegengesetzten Richtungen angetrieben werden kann, läßt sich dieser
entweder für den Wärmepumpenbetrieb verwenden oder um heißes Kühlmittel zu einem Kondensator zu
leiten, und zwar für einen Entfrosterzyklus ohne die Notwendigkeit, Umkehrventile oder derglichen vorzusehen,
wie dies bei konventionellen Systemen üblich ist. Weiterhin zeigt hinsichtlich des Kompressors 10',
welcher in einer Wärmepumpenanordnung verwendet wird, während des Heizzyklus die Druckkurve, die als
Druckvolumendiagramm in F i g. 4 dargestellt ist, die Art und Weise, in welcher der Kompressor, welcher mit
einem mehrfachen Abdeckschieber der vorliegenden Erfindung versehen ist, die Verluste infolge der
konventionellen Abdeckschieberentladung durch die adiabatische Expansion und Wiederkompression eliminiert.
In diesem Falle wirkt der Kanal 34 als der Auslaßkanal und der Kanal 42 als Einlaßkanal.
Bei herkömmlichen Schraubenkompressoren tritt zuzüglich zu dem Verlust, den die Anordnung gemäß
der vorliegenden Erfindung eliminiert, welcher graphisch durch den Bereich zwischen den Punkten A, B',
C dargestellt ist, ein Energieverlust bei Unterkompression auf, welcher durch den Bereich innerhalb der
Punkte E, D, D' dargestellt ist. Diese Verluste werden durch den gemäß F i g. 2 ausgebildeten Kompressor
vermieden.
Aus der vorangehenden Beschreibung kann ersehen werden, daß ein absolut minimaler Energiebedarf
gegeben ist, und zwar unabhängig vom Arbeitszyklus, der Kondensationstemperatur, dem Ladebetrag des
Kompressors usw. Der Kompressor steuert durch Wahrnehmung der Parameter, die sich aus seinem
eigenen Betrieb ergeben, den Druck im geschlossenen Gewindegang auf den in dem Auslaßkanal aus. Dies
erfolgt insbesondere derartig selbsttätig, daß keine äußeren Steuermittel vorgesehen sein müssen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Schraubenkompressor mit mindestens einem männlichen und einem weiblichen Schraubenrotor,
die miteinander kämmend in einem Gehäusemittelteil angeordnet sind, der einander achsparallele
zylindrische Gehäusebchrungen für die Rotoren aufweist und an seinen Stirnseiten von Gehäuseabschlußteilen
abgedeckt ist, die jeweils eine Ein- bzw. Auslaßöffnung und jeweils einen Ein- bzw. Auslaßkanal
für das Gas sowie Lagerbohrungen für die Rotoren aufweisen, mit einer sich axial erstreckenden
und zu den Gehäusebohrungen hin offenen Ausnehmung und mit einem in der Ausnehmung
angeordneten Abdeckschieber, dessen Innenflächen den im Bereich der Ausnehmung herausgenommenen
Teil der Gehäusebohrungen ergänzend ausgebildet sind und der zwischen zwei extremen
Stellungen derart verschiebbar ist, daß der Kompressionsdruck in den sich zur Auslaßöffnung
öffnenden Gewindegängen der Rotoren regelbar ist, wobei der Abdeckschieber eine Länge aufweist, die
etwa der Länge der Rotoren entspricht und das Gehäuseabschlußteil auf der Niederdruckseite eine
Ausnehmung aufweist, in der ein Teil des Schiebers bei Verringerung des Kompressionsdruckes in den
Gehäusebohrungen geführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Abdeckschieber (38) auf
der Hochdruckseite eine Drucköffnung (72) aufweist, die einerseits mit den Gehäusebohrungen (18)
an einer Stelle in Verbindung steht, an denen sich die Gewindegänge der Rotoren (20, 21) noch nicht zur
Auslaßöffnung (40) geöffnet haben und andererseits mit einem Steuerventil (92), das auf der Gegenseite
von dem im Auslaßkanal (42) herrschenden Druck so beeinflußbar ist, daß die Stellung des Abdeckschiebers
(38) auf Druckgleichheit an der Drucköffnung (72) und im Auslaßkanal (42) einregulierbar ist.
2. Schraubenkompressor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abdeckschieber (38)
über eine Kolbenstange (46) mit einem in einem Zylinder angeordneten Kolben (48) verbunden ist,
dessen beiderseits des Kolbens vorhandene Zylinderräume mit einem von dem Steuerventil (92)
gesteuerten Druckmedium wahlweise beaufschlagbar sind.
3. Schraubenkompressor nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das von dem
komprimierten Gas betätigbare Steuerventil (92) vier in einer Längsbohrung (94) verschiebbar
angeordnete, eine gemeinsame Kolbenstange (96) aufweisende Steuerkolben (98,100,102,104) umfaßt,
von denen der eine äußere Kolben (98) von dem an der Drucköffnung (72) vorhandenen und der andere
äußere Kolben (100) von dem in dem Auslaßkanal (42) vorhandenen Druck beeinflußbar ist.
4. Schraubenkompressor nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
zwei Abdeckschieber (38, 38') für drehrichtungsumkehrbaren Betrieb des Kompressors (10) vorgesehen
sind.
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