DE252079C - - Google Patents

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DE252079C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G23/00Auxiliary devices for weighing apparatus

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Handcart (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 252079 -. KLASSE 42/. GRUPPE
RUDOLF SCHOENE in HALLE a. S.
der Wiegekarten.
Zusatz zum Patent 249957 vom 10. August 1910.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. Juli 1911 ab. Längste Dauer: 9. August 1925.
Das Patent 249957 bezieht sich auf eine Sperrvorrichtung an Laufgewichtswagen, durch die eine falsche Stempelung der Wiegekarten verhindert werden soll. Es hat sich nun aber herausgestellt, daß eine betrügerische Abstempelung auch durch Einrichtungen dieser Art noch nicht vollständig ausgeschlossen ist, wenn man die Tatsache benutzt, daß bei der verwendeten Form der Laufgewichtswage die Stelleinrichtung für die Laufgewichte beim Einspielen mit dem Wagebalken vereint hin und her schwingt und jederzeit zugänglich ist, weil sich ihre Handrädchen außerhalb des den Wagebalken einschließenden Gehäuses befin-
Die Fälschungen können auf verschiedene Art ausgeführt werden. Man kann beispielsweise mit einer Hand eines der Sperräder-Handrädchen ergreifen. Dieses dreht sich infolge des Spielens des Wagebalkens ein wenig hin und her. Diese Drehung des Rädchens sowie auch des Wagebalkens verhindert man dadurch, daß man das Handrädchen mit der Hand festhält. Dadurch wird der Wagebalken gewaltsam in der dem Gleichgewicht entsprechenden Stellung festgehalten. Nun erfaßt man mit der anderen Hand ein anderes Laufrädchen und verschiebt mittels desselben das zugehörige Laufgewicht. Alsdann drückt man den Handhebel 0, -p nieder, wodurch gleichzeitig der Wagebalken mittels der Arretiervorrichtung gesperrt wird, und erhält so die beabsichtigte falsche Abstempelung auf der Wiegekarte.
Man kann aber auch auf die folgende, etwas unbequemere Weise verfahren: Man erfaßt (ohne Zuhilfenahme der anderen Hand) mit der einen Hand ein Sperrädchen, hält mit diesem, wie oben, den Wagebalken fest und verschiebt mittels des gleichen Handrädchens durch Drehen desselben das zugehörige Laufgewicht. Alsdann drückt man, wie oben, den Handhebel 0 f nieder usw.
Solche unbefugten Eingriffe werden durch die Erfindung unmöglich gemacht, derzufolge eine Abstempelung nur vorgenommen werden kann, wenn zuvor durch eine besondere Vorrichtung die Handrädchen der Sperräder i, k, I, m jedem Eingriff entzogen worden sind.
In der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Darin ist:
Fig. ι ein Längsschnitt nach der Linie A-B der Fig. 2 urid
Fig. 2 Ansicht der Sperrvorrichtung in der Pfeilrichtung der Fig. 1 gesehen.
Auf den die Sperräder i, k, I, m tragenden Stellwellen für die einzelnen Laufgewichte sitzen die Handräder 29, 30, 31, 32 zum Einstellen der Laufgewichte. Diese Handräder werden in der Stellung der Teile nach Fig. 1 von dem Kasten 33 überdeckt, der unten an Zapfen 34 angelenkt ist und hinter dessen
Oberkante sich, beispielsweise unter Federdruck, eine Sperrklinke 35 legt. Diese Sperrklinke schnappt also beim Schließen des Kastens 33 selbsttätig ein und muß beim Öffnen des Kastens von Hand ausgelöst werden. Am unteren Kastenteil greift exzentrisch zum Zapfen 34 die Stange 36 an, die andererseits an der Stange 37 angelenkt ist.
Bei geschlossenem Kasten (Fig. 1) steht die Stange 37 so weit von der Wand 38 ab, daß ein Ansatz 39 des Schlittens 5 zwischen ihr und der Wand hindurchgehen kann, so daß man den Schlitten aus der Lage der Fig. 2 in die Ausschnitte 9 der Sperräder i, k, I, m einschieben kann, indem man den Handhebel 0 p niederdrückt. Dagegen vermag man bei geschlossenem Kasten nicht an die Handräder 29, 30, 31, 32 zu gelangen. In dieser Stellung ist es auch unmöglich, den Kasten 33 zu öffnen, weil der Vorsprung 39 des Schlittens 5 die dazu erforderliche Annäherung der Stange 37 an die Wand 38 verhindert.
Erst wenn man durch Anheben des Handgriffes p entgegen der Pfeilrichtung in Fig. 2 die Arretierung des Wagebalkens aufgehoben und dabei gleichzeitig den Schlitten 5 aus den Sperrädern i, k, I, m herausgezogen hat, vermag man, weil dann der Vorsprung 39 zurückgewichen ist, den Kasten 33 zu öffnen. Hierbei nähert sich die Stange 37 wieder der Wand 38 in dem Maße, daß sie ein Vorschieben des Schlittens 5 verhindert.
Es ist selbstverständlich, daß ein Abstempeln nur dann möglich ist, wenn der Schlitten 5 — bei geschlossenem Schutzkasten 33 — in die Sperräder i, k, I, m eingerückt ist, weil nur so die Platte 14 von dem Druckstempel 15 hinweggeschoben werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Sperrvorrichtung an Laufgewichtswagen zur Verhinderung falscher Stempelung der Wiegekarten nach Patent 249957, gekennzeichnet durch einen die Handrädchen (29, 30, 31, 32) der Sperräder (i, k, I, m) umschließenden Kasten (33), der geschlossen die Handrädchen unzugänglich macht und der in solcher Verbindung mit einer beweglichen Stange (37) o. dgl. steht, daß diese bei geöffnetem Kasten (33) dem Sperrschlitten (5) den "Weg versperrt und so ein Abstempeln unmöglich macht, bei geschlossenem Kasten aber ihm den Weg freigibt und so das Abstempeln ermöglicht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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