DE250994C - - Google Patents

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DE250994C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B13/00Making spongy iron or liquid steel, by direct processes
    • C21B13/10Making spongy iron or liquid steel, by direct processes in hearth-type furnaces
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B3/00Hearth-type furnaces, e.g. of reverberatory type; Electric arc furnaces ; Tank furnaces

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT,
PATENTSCHRIFT
- M 250994 KLASSE \8a. GRUPPE
in LONDON.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. November 1911 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Herdofen zur unmittelbaren Herstellung von Eisen und Stahl aus Eisenerzen, bei welchem in dem Herdboden in bekannter Weise Feuerzüge vorgesehen sind. Bei derartigen öfen muß der Herdboden äußerst dünn gehalten sein, um die durch die im Herdboden befindlichen Feuerzüge strömende Hitze zur Wirkung auf die Beschickung bringen zu können. Um
ίο dies zu. erreichen, wird der an sich zur Herstellung von Herdböden bekannte Chromeisenstein benutzt, und zwar wird derselbe mit einer 2 Prozent nicht übersteigenden Menge Teer gemischt und in heißem Zustande in einer dünnen Schicht aufgestampft. Ein derartiger Herdboden gestattet, bei verhältnismäßig großer Wärmedurchlässigkeit nicht den geringsten Durchgang von Metall und Schlacken, so daß man in dem Ofen eine möglichst große Heizwirkung auf das zu schmelzende Metall ausüben kann.
Auf der Zeichnung ist ein solcher Ofen im Schnitt dargestellt.
Der Herdofen besitzt unter dem Herdboden eine Reihe von parallelen Feuerzügen a, welchen ein Teil der auf den Herd ζ geleiteten Hitze durch die Kanäle f zugeführt wird, von wo die Abgase in die Kammer 5 gelangen.
Die Herstellung des Herdbodens geschieht in folgender Weise:
Die parallelen, vorzugsweise aus Magnesit oder Chromeisenstein hergestellten Züge a werden zuerst in ihre Lage gebracht und in geeigneter Weise in einer feuerfesten- Masse, welche aus zerkleinertem Chromeisenstein und einer außerordentlich geringen Menge von Teer besteht, eingebettet, worauf der eigentliche Herdboden oder das Herdfutter aus derselben Masse, während sie noch im plastischen Zustande ist, darauf gelegt, heiß festgestampft oder über die eingebetteten Züge geschichtet · wird. Da ein beträchtliches Gewicht von dem Herd eines Stahlofens ausgehalten werden muß und eine starke Abnutzung während des Betriebes stattfindet, so muß große Sorgfalt bei Anordnung und Verlegung des Herdfutters angewendet werden, besonders beim Boden, der so dünn wie möglich und dabei fest in der erforderlichen Stärke hergestellt werden muß.
Entsprechend der Schwierigkeit, Hitze durch eine die Hitze schlecht leitende Masse, wie Chromeisenstein, zu leiten, soll die Stärke des Herdbodens 100 mm nicht überschreiten; der Chromeisenstein darf indessen nur eine geringe Menge von Teer enthalten, weil andernfalls infolge der Verflüchtigung des letzteren der Herd für die geschmolzene Schlacke oder das Metall durchlässig und infolgedessen unbrauchbar wird. .
Bei Herstellung der Herdmasse wird der Chromeisenstein, der 50 Prozent oder mehr Chromoxyd enthält, teilweise auf Erbsenform und teilweise feiner zerkleinert und im heißen
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Zustande vollkommen mit einer sehr geringen
Menge von Teer gemischt (nicht über ι Prozent bis 2 Prozent des Gewichtes des verwendeten Chromeisensteins) und heiß festgestampft, so daß das Herdfutter für unmittelbare Erzreduktionsprozesse besser geeignet ist wie die gewöhnlichen basischen oder sauren Herdfutter. Man kann von der Anwendung zylindrischer oder anderer in dem Herdboden eingebetteter Rohre Abstand nehmen und die plastische ίο Chromeisensteinteermischung auf und um eine Reihe von hölzernen Rahmen oder zylindrischen hölzernen Formen heiß feststampfen, so daß, nachdem der Herd durch Hitze gehärtet worden ist und die Formhölzer ausgebrannt sind, die Züge unmittelbar in dem Herdboden gebildet sind.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Herdofen zur unmittelbaren Herstellung von Eisen und Stahl aus Eisenerzen, bei welchem in dem Herdboden Feuerzüge vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die oberhalb der Feuerzüge liegende dünne Schicht des Herdbodens aus Chromeisenstein, mit einer 2 Prozent nicht übersteigenden Menge Teer gemischt, in heißem Zustande aufgestampft wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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