DE2507474C2 - Kupplungsstab zum Verbinden der Enden von Förderbändern - Google Patents
Kupplungsstab zum Verbinden der Enden von FörderbändernInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen aus einem biegsamen Kern und aufgeschobenen Hülsen bestehenden Kupplungsstab
zum Verbinden der Enden von Förderbändern.
Derartige Kupplungsstäbe sind beispielsweise aus der deutschen Patentschrift 9 26 645 sowie der deutschen
Offenlegungsschrift 22 40 013 bekannt Der biegsame Kern des Kupplungsstabes nach der deutschen Patentschrift
9 26 645 wird durch Querkräfte belastet die die Hülsen auf ihn übertragen, und insbesondere treten bei
Biegungen des Kupplungsstabes Kantenpressungen auf. Bei dem Kupplungsstab nach der deutschen Offenlegungsschrift
22 40 013 können die auf den Kern aufgeschobenen Hülsen zwar weitgehend selbst die
Querkräfte ohne Belastung des Kernes übertragen, doch treten ebenfalls bei Biegungen des Kupplungsstabes
Kantenpressungen auf, und zwar sowohl zwischen den Hälsen als auch zwischen Hülsen und Kern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kupplungsstab der genannten Art zu schaffen, dessen
von den Hülsen auf den Kern wirkende Querkräfte extrem niedrig sind und zwischen dessen Hülsen sowie
Kern keine Kantenpressung auftritt Außerdem wird angestrebt daß beim Umlauf der Verbindungselemente
um Trommeln keine Gleitbewegung zwischen den ösen und den Hülsen erfolgt, sondern nur zwischen den
Hülsen.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß die Hülsen mit gewölbten Stirnflächen aneinander
anliegen. Hierdurch wird in Richtung der Querkräfte ein formschlüssiger Kontakt zwischen benachbarten Hülsen
erzielt, durch den die Querkräfte von Hülse zu Hülse übertragen werden, ohne daß dabei der Kern belastet
wird.
In Weiterbildung der Erfindung sind die Stirnflächen konkav bzw. konvex sowie als Teil einer Kugeloberfläche
gestaltet, wodurch auch bei Biegung des Kupplungsstabes eine einwandfreie Kraftübertragung ohne Belastung
des Kernes erreicht wird.
Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus der Beschreibung und den Unteransprüchen im Zusammenhang
mit der Zeichnung hervor. Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles, das in
der Zeichnung dargestellt ist, näher beschrieben. Dabei zeigt
F i g. 1 eine Schnittansicht eines Teilstückes eines erfindungsgemäßen Kupplungsstabes in gestreckter
Lage;
Fig.2 eine Schnittansicht des Teilstückes gemäß
F i g. 1 in gebogenem Zustand;
F i g. 3 eine Schnittansicht wie in F i g. 1 eines anderen Ausführungsbeispieles;
F i g. 4 eine Schnittansicht wie in F i g. 2 des Ausführungsbeispieles gemäß F i g. 3;
F i g. 5 eine Schnittansicht wie in F i g. 1 eines dritten Ausführungsbeispieles;
Fig.6 eine Schnittansicht wie in Fig.2 des
Ausführungsbeispieles gemäß F i g. 5;
Fig.7 eine Schnittansicht eines Endstückes des Kupplungsstabes gemäß F i g. 1 in gestrecktem Zustand;
F i g. 8 eine Schnittansicht eines gebogen in Teilstükkes
des Kupplungsstabes gemäß F i g. 1;
Fig.9 eine zum Teil im Schnitt dargestellte Draufsicht auf einige Ösen aufweisende Förderbandverbindungselemente
mit eingesetztem Kupplungsstab und F i g. 10 einen Schnitt längs der Linie X-X in F i g. 9. ι ο
Ein erfindrsgsgemäßer Kupplungsstab 1, von dem Teilstücke in den F i g. 1 und 2 bzw. 7 und 8 dargestellt
sind, besteht aus einem biegsamen Kern 2 und aufgeschobenen Hülsen 3 und 4 sowie einem Endstück 5,
das in an sich bekannter Weise auf dem Kern 2 befestigt ist Die Hülsen 3 weisen konvex gewölbte Stirnflächen 6
und 7 auf, während die Stirnflächen 8 und 9 der Hülsen 4 in entsprechender Weise konkav gewölbt sind, so daß
sie formschlüssig ineinander passen. Wie vor allem aus der Darstellung in F i g. 1 hervorgeht, sind die
Stirnflächen 6, 7 bzw. 8, 9 Teile von Kugeioberflächen,
so daß der Kupplungsstab 1 leicht gebogen werden kann, ohne daß sich dadurch die Abstände der
Mittelpunkte gleichartiger Hülsen 3 bzw. 4 ändern. Hierdurch wird erreicht, daß der Kern 2 beim Verbiegen
des Kupplungsstabes 1 nicht mehr in der bisherigen Form auf Zug belastet wird, und außerdem wird durch
die kugelförmig-formschlüssige Anlage benachbarter Hülsen 3 und 4 in jeder Lage des Kupplungsstabes 1 eine
einwandfreie Übertragung der von den ösen 10,11 und
12 herrührenden Querkräfte A, B, C auf die jeweils benachbarten Hülsen erzielt.
Das Auftreten von Kantenpressungen zwischen den Hülsen und dem Kern wird dadurch vermieden, daß die
Bohrung 13 der Hülsen einen nach außen hin größer werdenden Durchmesser aufweisen. Der Durchmesser
der Bohrung 14 der beidseitig konkav gewölbten Hülse 4 entspricht dem größten Durchmesser der Bohrung 13.
Wird der Kupplungsstab 1 gebogen, wie es in F i g. 2 dargestellt ist, so verschiebt sich die beidseitig konkav
gewölbte Hülse 4 etwas zum Mittelpunkt der Biegung hin. Außerdem legt sich der biegsame Kern 2 auf einem
größeren Teil seiner Länge innen an die Bohrung 13 der Hülse 3 an. Die Oberfläche der Bohrungen 13 werden
durch Einhüllende erzeugt, die Kreisbögen sind, deren Radius gleich dem geringsten vorgegebenen Biegeradius
R gemäß F i g. 8 des Kupplungsstabes 1 entspricht.
In den F i g. 3 und 4 sind Hülsen 15 dargestellt, deren
eine Stirnfläche 16 konkav und deren andere Stirnfläche 17 konvex gewölbt ist. Auch hier sind die Stirnflächen 16
und 17 Teile von Kugeloberflächen gleicher Größe bzw. gleichen Radius und liegen jeweils formschlüssig
aneinander. .
Die zur Aufnahme des Kernes 2 dienende Bohrung 18 der Hülsen 15 weist eine Stelle geringsten Durchmessers
an ihrem Ende auf und ist konisch gestaltet sowie zugleich gewölbt, wobei der Wölbungsradius R dem
geringsten vorgesehenen Biegeradius R für den Kupplungsstab entspricht. Der kleinere Durchmesser
der Bohrung 18 liegt an ihrem der konkaven Stirnfläche 16 benachbarten Ende.
Auch die Bohrung 19 der in den F i g. 5 und 6 dargestellten Hülse 20 weist jeweils eine Stelle
geringsten Durchmessers auf und erweitert sich von dort zur konvexen Stirnfläche 21 hin im Querschnitt
bogenförmig. Der Radius dieses Bogens stimmt mit dem Biegeradius R überein.
Während bei den in den F i g. 1 bis 4 dargestellten Hülsen 3,4,15 die Stirnflächen jeweils unmittelbar in die
als Auflageflächen 22,23 bzw. 24 für die ösen dienenden
Umfangsflächen übergehen, befindet sich die Auflagefläche 25 für die ösen 26 bei der Hülse 20 an einem
fianschförmigen Teil 27, in dessen einen Stirnseite 28 eine kalottenförmige Ausnehmung 29 und an dessen
anderen Stirnseite 30 ein teilweise kugelförmiger Vorsprung 31 angeordnet sind. Die Übertragung der
Querkräfte von Hülse zu Hülse ist bei diesem Ausführungsbeispiel noch günstiger als bei den zuerst
beschriebenen Ausführungsformen, weil die Kraftkomponente in der Längsrichtung des Kupplungsstabes
noch geringer ist Die Tiefe der kartenförmigen Ausnehmung 29 ist etwas geringer als die Höhe des
kugelförmigen Vorsprunges 31, so daß zwischen den flanschförmigen Teilen 27 benachbarter Hülsen 20
jeweils ein kleiner Abstand b verbleibt Dieser Abstand b ist notwendig, damit der Kupplungsstab in die in
F i g. 6 dargestellte Lage gebogen werden kann.
Die F i g. 9 und 10 zeigen Förderbandverbindungselemente
32, die mit Hilfe von umgebogenen Hakenteilen 33 an den Enden 34 bzw. 35 eines Förderbandes 36 in an
sich bekannter Weise angebracht sind. Durch die ösen 37 der Förderbandverbindungselemente greift der
Kupplungsstab 1 mit seinem Kern 2 und den aufgeschobenen Hülsen 3 und 4, so daß eine sichere und
biegsame Verbindung der Enden 34,35 des Förderbandes 36 hergestellt ist.
Die Länge der vorzugsweise zylindrischen bzw. bei Verwendung von im Querschnitt runden ösen 37
gewölbten Auflageflächen 22, 23, 24 und 25 entspricht der Breite der ösen 10, 11, 12, 26 bzw. 37. Die
Auflageflächen 22, 23 und 24 liegen zu den beiden konkaven bzw. konkaven/konvexen Stirnflächen der
Hülsen 3, 4 und 15 symmetrisch, während sie bei der Hülse 20 unsymmetrisch zur kalottenförmigen Ausnehmung
29 und dem kugelförmigen Vorsprung 31 angeordnet ist. Die Lage der Mittelpunkte der
kugelförmigen Wölbungen an den Stirnflächen wird in Abhängigkeit von der gewünschten Biegsamkeit des
Kupplungsstabes 1 gewählt.
Die Baulänge zweier benachbarter Hülsen 3, 4 bzw. 15 bzw. 20 entspricht der Teilungslänge der Ösen einer
Verbinderseite.
Dadurch legt sich jede Hülse nur an eine Öse der Förderbandverbindungselemente an.
Da die Anlage der vorzugsweise aus Stahl bestehenden Hülsen gegeneinander auf einem kleineren
Durchmesser als die Auflage der ösen auf dem Umfang der Hülsen erfolgt, entsteht innerhalb der Hülsen ein
kleineres Reibungsmoment als im Auflagebereich der ösen auf den Hülsen, so daß sich die Hülsen beim
Umlauf der Verbindung um eine Trommel ineinander drehen und ein Verschleiß an den Ösen vermieden wird.
Die Herstellung der Hülsen erfolgt durch spanlose Formgebung, ferner werden sie einsatzgehärtet oder
nitriert, um eine möglichst große Lebensdauer zu erreichen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (13)
1. Kupplungsstab zum Verbinden der Enden von Förderbändern, der aus einem biegsamen Kern und
aufgeschobenen Hülsen besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülsen(3,4,15,20) mit
gewölbten Stirnflächen (6, 7, 8, 9, 16, 17, 28, 30) aneinander liegen.
2. Kupplungsstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wölbung der Stirnflächen
(6 bis 9,16,17,28,30) kugelförmig ist und daß jeweils
Hülsen (4,15,20) mit konkaver Wölbung an konvex gewölbte Hülsen (3,15,20) anliegen.
3. Kupplungsstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Stirnfläche (16,28) der '5
Hülse (15,20) konkav und die andere Stirnfläche (17, 30) konvex gewölbt ist
4. Kupplungsstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide Stirnflächen (6, 7, 8, 9)
einer Hülse (3,4) konvex bzw. konkav gewölbt sind und daß jeweils eine beidseitig konkav gewölbte
Hülse (4) neben einer beidseitig konvex gewölbten Hülse (3) auf dem biegsamen Kern (2) angeordnet ist
5. Kupplungsstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Kern (2) aufnehmende
Bohrung (13) der an beiden Stirnflächen (6, 7) konvex gewölbten Hülse (3) einen nach außen hin
größer werdenden Durchmesser aufweist und daß der Durchmesser der Bohrung (14) der stirnseitig
konkav gewölbten Hülsen (4) etwa so groß ist wie so der größte Durchmesser der Bohrung (13) der
stirnseitig konvex gewölbten Hülsen (3).
6. Kupplungsstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrung (18) der stirnseitig
konkav bzw. konvex gewölbten Hülsen (15) konisch gestaltet sowie zugleich gewölbt ist, wobei sich der
geringere Bohrungsdurchmesser an dem Ende der konkaven Stirnfläche (16) befindet
7. Kupplungsstab nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrungen (13, 18,19) der
Hülsen (3, 15, 20) jeweils eine Stelle geringsten Durchmessers aufweisen und sich von dort zu der
bzw. den konvexen Stirnflächen (6, 7,17, 21) hin im Querschnitt bogenförmig erweitern.
8. Kupplungsstab nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Einhüllenden der Bohrung
(13) der Hülsen (3) Kreisbögen sind und daß der Radius der Kreisbögen gleich dem geringsten
vorgegebenen Biegeradius (R) des Kupplungsstabes (1) entspricht.
9. Kupplungsstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Baulänge zweier benachbarter
Hülsen (3, 4 bzw. 15 bzw. 20) der Teilungslänge der ösen einer Verbinderseite entspricht.
10. Kupplungsstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der vorzugsweise
zylindrischen bzw. bei Verwendung von im Querschnitt runden ösen gewölbten Auflageflächen (22
bis 25) der Breite der ösen (10, 11, 12, 26, 37) entspricht.
11. Kupplungsstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagefläche (22 bis 24)
symmetrisch zu den beiden konkaven/konvexen Stirnflächen (6,7,8,9,16,17) liegt.
12. Kupplungsstab nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflageflächen (22, 23, 24)
unmittelbar in die konkaven bzw. konvexen Stirnflächen (6 bis 9 und 16,17) übergehen.
13. Kupplungsstab nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet daß die Auflagefläche (25) die Umfangsfläche eines flanschförmigen Teiles (27) ist,
in dessen einen Stirnseite (2S) eine kalottenförmige Ausnehmung (29) und an dessen anderen Stirnseite
(30) ein teilweise kugelförmiger Vorsprung (31) angeordnet sind.
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