DE250702C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE250702C DE250702C DENDAT250702D DE250702DA DE250702C DE 250702 C DE250702 C DE 250702C DE NDAT250702 D DENDAT250702 D DE NDAT250702D DE 250702D A DE250702D A DE 250702DA DE 250702 C DE250702 C DE 250702C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- shot
- electromagnet
- explosion
- switching
- water zone
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000004880 explosion Methods 0.000 claims description 14
- 239000002817 coal dust Substances 0.000 claims description 7
- VNWKTOKETHGBQD-UHFFFAOYSA-N methane Chemical compound C VNWKTOKETHGBQD-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 5
- 230000000694 effects Effects 0.000 claims description 3
- 239000007789 gas Substances 0.000 claims description 3
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims 2
- 238000010304 firing Methods 0.000 claims 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 14
- 239000002360 explosive Substances 0.000 description 4
- 210000002105 tongue Anatomy 0.000 description 4
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 3
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 description 2
- 230000033228 biological regulation Effects 0.000 description 1
- 238000005422 blasting Methods 0.000 description 1
- 239000003245 coal Substances 0.000 description 1
- 230000006698 induction Effects 0.000 description 1
- 230000003993 interaction Effects 0.000 description 1
- 230000002262 irrigation Effects 0.000 description 1
- 238000003973 irrigation Methods 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 239000012528 membrane Substances 0.000 description 1
- 238000005065 mining Methods 0.000 description 1
- 230000000149 penetrating effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42D—BLASTING
- F42D5/00—Safety arrangements
- F42D5/04—Rendering explosive charges harmless, e.g. destroying ammunition; Rendering detonation of explosive charges harmless
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21F—SAFETY DEVICES, TRANSPORT, FILLING-UP, RESCUE, VENTILATION, OR DRAINING IN OR OF MINES OR TUNNELS
- E21F5/00—Means or methods for preventing, binding, depositing, or removing dust; Preventing explosions or fires
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mining & Mineral Resources (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geochemistry & Mineralogy (AREA)
- Geology (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Details Or Accessories Of Spraying Plant Or Apparatus (AREA)
- Nozzles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
.- Ja 250702 KLASSE 5 d, GRUPPE
GEORG KAHLER und FRANZ JUNKER in GELSENKIRCHEN.
und Schlagwetterexplosionen.
Um die verheerenden Wirkungen von Kohlenstaub- und Schlagwetterexplosionen auf den
Entstehungsherd zu beschränken, bedient man sich mechanischer Mittel, die nach dem Prinzip
arbeiten, den bei einer Explosion entstehenden Druck zur Betätigung beweglicher Druckflächen,
wie Windfahnen, Kolben, Membranen o. dgl. zur Herstellung einer Wasserzone auszunutzen. Dies
erfolgt im wesentlichen in der Weise, daß die bewegten Druckflächen ihre Bewegung unmittelbar
oder mittelbar auf Absperrorgane übertragen, welche nach erfolgter Umsteuerung dem Wasser
den Weg zu einem zur Bildung der Wasserzone dienenden Röhrensystem freigeben.
Diese Vorrichtungen leiden aber an dem Ubelstand, daß die Auslösung derartiger Vorrichtungen erst nach Abgabe eines Sprengschusses
oder nach stattgehabter Explosion geschehen kann, d. b. nachdem der Explosionsdruck
eine Luftwelle in Bewegung gesetzt hat, deren Kraft genügt, um die bewegliche Druckfläche
in Tätigkeit zu setzen. Da'aber aus physikalischen Gründen eine gewisse Zeit, wenn auch
sehr geringe, verstreichen muß, bevor die Wasserzone sich nach Betätigung des Absperrorgans
bilden kann, so liegt die Gefahr nahe, daß die mit großer Geschwindigkeit vordringenden Explosionsgase
und -flammen den für die Wasserzone bestimmten Platz erreichen oder gar teilweise
passieren, bevor letztere vollständig ausgebildet ist. Dies kann aber zu einer verheerenden
Katastrophe führen, die doch grundsätzlich mit Hilfe der Vorrichtung verhindert werden
soll.
Diese Möglichkeit unter allen Umständen mit Sicherheit auszuschließen, ist der Zweck der vorliegenden
Erfindung, der dadurch erreicht wird, daß die Bildung der Wasserzone gleichzeitig mit
der Auslösung des Schusses, also vor Eintritt der Wirkung des letzteren, stattfindet. Diese
frühzeitige Bildung der Wasserzone wird auf elektrischem Wege" dadurch herbeigeführt, da!J
ein in Abhängigkeit mit dem Stromkreis des zur Auslösung des Schusses dienenden Apparates
stehender Elektromagnet eine geeignete Umsteuervorrichtung oder ein Kraftrelais im
Augenblick der Abgabe des Schusses auslöst.
Hierdurch wird nicht nur den bergbehördlichen Vorschriften entsprochen, indem bei jedem
Schuß eine ausgiebige Berieselung vor Ort stattfindet, sondern es wird auch der neue technische
Fortschritt erzielt, daß die Wasserzone in ruhiger kalter Luft gebildet wird und den ganzen
Stollenquerschnitt schon völlig auf einer beliebig langen Strecke ausfüllt, bevor etwa gleichzeitig
sich bildende heiße Explosionsgase oder, -flammen in den Stollen eintreten können. Letztere
würden sich dabei dem gleichmäßig verteilten Wasser gegenüber befinden und beim Eindringen in letzteres abgelöscht werden.
Gleichzeitig wir.d auch noch der Vorteil erzielt, daß der beim Eintritt der Schußwirkung aufgewirbelte
Kohlenstaub von allen Seiten sofort durchnäßt wird und daher einer bei der Schuß-
(2. Auflage, ausgegeben am 4. November
abgabe auftretenden Kohlenstaub- oder Schlagwetterexplosion weniger Nahrung bietet als wie
es gewöhnlich der Fall ist, wenn die Bildung der Wasserzone erst nach stattgehabter Explosion
eingeleitet wird.
Auf der Zeichnung zeigt:
Fig. ι einen Aufriß eines durch den Elektromagneten ausgelösten, beispielsweise fallenartig ausgebildeten Kraftrelais in der Arbeitsstellung,
Auf der Zeichnung zeigt:
Fig. ι einen Aufriß eines durch den Elektromagneten ausgelösten, beispielsweise fallenartig ausgebildeten Kraftrelais in der Arbeitsstellung,
ίο Fig. 2 den Grundriß des Elektromagneten ·
und der rrilt ihm zusammen arbeitenden Teile vor der Auslösung.
Auf der Grundplatte ι ist das fallenartig ausgebildete
Kraftrelais ' angeordnet, in dessen Ständern 2 der Schlägbügel 3 drehbar gelagert
ist. Letzterer wird von dem freien Schenkel 4 einer Spannfeder 5 derart erfaßt, daß der Bügel
zwecks Einstellung des Kraftrelais wagerecht umgelegt werden kann, ohne seine Verbindung
mit der Feder lösen zu müssen. Die Feder 5 kann mittels des gegabelten, an die Grundplatte
angelenkten Spannhebels 6 bequem zusammengedrückt werden, was durch die in der Gabel
des Spanners angeordnete Rolle 7 erleichtert wird. Am anderen Bügelende ist eine winkelförmige
Schlagleiste 8 vorgesehen, die nach erfolgter Auslösiing des Schlagbügels 3 gegen
den Kurbelzapfen 9 eines Kegelrades 10 schlägt, das mit einem auf der Ventilspindel 11 des
Ventils 12 sitzenden Kegelrad io' kämmt. Die
Drehachse des im Ständer 13 gelagerten Rades 10 verläuft parallel zur Drehachse des Bügels 3,
während die Spindel 11 des Rades 10' so steilgängig ausgebildet ist, daß die dem Rade 10
durch die Schlagwirkung des Bügels 3 erteilte Drehung genügt, um das Ventil 12 voll zu öffnen.
Letzteres ist durch die Bügelschrauben 14 lösbar mit der Grundplatte 1 verbunden und in das
Berieselungsrohr 15 eingeschaltet, das mit der zur Bildung der Wasserzone geeigneten Vorrichtung
in Verbindung steht.
Die Grundplatte ist ferner mit einer öffnung 16 zur Aufnahme einer leicht drehbaren Kippplatte
17 versehen, deren Arm 18 eine schneidenartige Zunge 19 zum Zusammenspiel mit einer
gleichartigen Zunge 20 des Schlagbügels 3 aufweist, um letzteren bis zur beabsichtigten Auslösung
niederzuhalten. Diese Auslösung muß angesichts der Wichtigkeit der zu lösenden Aufgäbe
unter allen in Frage kommenden Umständen mit absoluter Sicherheit erfolgen. Dies
wird hier mit Hilfe eines Fallbärs 21 erreicht, dessen Arm 22 von einer in dem Ständer 24 gelagerten
Welle 23 getragen wird, die mittels des Sperrarmes 25 unter die Nase 26 des Ankers
27 eines auf der Konsole 29 angeordneten Elektromagneten 28 greift. Dieser Elektromagnet
ist in geeigneter Weise mit der zur elektrischen Auslösung der Schüsse verwendeten
Vorrichtung so verbunden, daß bei der Betätigung der letzteren auch der Stromkreis des
Elektromagneten zur Auslösung des Fallbärs geschlossen wird.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Nachdem der Fallbär durch Erfassung des
Sperrarmes 25 seitens des Ankers 27 gesperrt, die Feder 5 mittels des Spannhebels 6 zusammengedrückt
und der Spannbügel 3 mit Hilfe des Sperrhebels 30 an einem Zurückschlagen verhindert ist, werden die schneidenartigen
Zungen 19 und 20 zur endgültigen Einstellung des Bügels 3 aufeinander eingestellt. Nunmehr
wird das Ventil 12 mit Hilfe des Handhebels 31 geschlossen und schließlich der Sperrhebel 30
wieder aus dem Bereiche des Schlagbügels 3 entfernt. Nach Setzung der Sprengschüsse werden
die Leitungsdrähte der zur elektrischen Zündung verwendeten Zünder und die Induktionsspulen
des Elektromagneten 28 in Reihen- oder Parallelschaltung an die Hauptleitungsdrähte
angeschlossen.
Wird nun durch Anschließen eines Zündapparates an die Hauptleitung ein elektrischer Stromkreis
geschlossen, so wird einerseits durch Anziehen des Elektromagneten der Fällbar ausgelöst,
und andererseits werden neue Kohlenmassen losgetrennt. Beim Auslösen des Fallbärs
kippt dieser die Kippplatte 17, wodurch die Zungen 19 und 20 getrennt werden und die Feder
5 den Schlagbügel 3 hochschnellt. Letzterer schlägt hierbei mit der Schlagleiste 8 gegen den
Zapfen 9 und öffnet dabei durch Vermittlung der Räder 10 und 10' das Ventil 12. Das unter
hohem Drück stehende Berieselungswasser erlangt hierdurch Zutritt zum Rohr 15, aus dem
es unverzüglich durch die Verteilungsvorrichtungen in Gestalt feiner Strahlen, Tropfen oder
Nebel in den Stollen eindringt und diesen auf einer mehr oder minder langen Strecke ausfüllt.
Die hierdurch geschaffene Wasserzone durchnäßt nicht allein den schon vor Eintritt der Wirkung des Sprengschusses vorhandenen Kohlenstaub,
sondern sättigt auch den durch den Sprengschuß aufgewirbelten und bis zur Wasserzone
vordringenden in dem Maße, daß er auf den Boden des Stollens niedersinkt. Da der
Kohlenstaub auch hier noch durchnäßt wird, bis das Ventil 12 mittels des Hebels 31 geschlossen
ist, so ist er völlig ungeeignet, einer gleichzeitig oder nachträglich auftretenden Explosion
Nahrung zu bieten.
Dieses zwischen Elektromagnet 28 und Ventil 12 angeordnete Kraftrelais könnte auch unbeschadet
seiner elektrischen Auslösung noch mit einer beweglichen Druckwand ausgerüstet sein, welche die Auslösung des Kraftrelais dann
vollziehen könnte, wenn eine Kohlenstaub- oder Schlagwetterexplosion nach der elektrischen
Auslösung eines Schusses stattfinden sollte. Es wäre hierzu nur nötig, einen mit der Druckscheibe
33 versehenen Arm 32 in ein Auge 34 des Ständers 24 drehbar einzusetzen und mit
einem Druckarm 35 auszustatten, der 'mittels seiner Druckrolle 36 den Anker 27 beim Eintritt
einer Explosion zurückdrängen kann.
Claims (2)
- Pa tent-An Sprüche:i. Vorrichtung zur Verhinderung der Fortpflanzung und der Wirkung von Kohlenstaub- und Schlagwetterexplosionen mit einer Umsteuervorrichtung für das Flüssigkeitsabsperrorgan zur Einschaltung der Berieselung, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsteuervorrichtung mit der Schaltvorrichtung für die Schußzündung zwangläufig gekuppelt ist, so daß die Berieselung bereits unmittelbar vor dem Schuß beginnt und die Explosionsgase nach Verdrängung der kalten Luft in den berieselten Raum eintreten, woselbst sie abgelöscht werden.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das auf öffnen des Flüssigkeitsabsperrorgans gerichtete Element der Umsteuervorrichtung durch einen Elektromagneten freigesetzt wird, dessen Stromkreis durch die Schaltvorrichtung der Schießzündung bei der Schußabgabe zwangläufig geschlossen wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE264519T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE250702C true DE250702C (de) |
Family
ID=5989863
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT264519D Active DE264519C (de) | |||
| DENDAT250702D Active DE250702C (de) |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT264519D Active DE264519C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE250702C (de) |
-
0
- DE DENDAT264519D patent/DE264519C/de active Active
- DE DENDAT250702D patent/DE250702C/de active Active
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE264519C (de) |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| WO1997006858A2 (de) | Verfahren und vorrichtung zur brandbekämpfung aus der luft | |
| DE4427326B4 (de) | Stationäre Feuerlöschanlage | |
| DE250702C (de) | ||
| DE1959634A1 (de) | Verfahren zum Betaetigen einer funkenerzeugenden Zuendvorrichtung und Zuendvorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens | |
| DE4007373A1 (de) | Pyrotechnische vorrichtung | |
| DE2530707A1 (de) | Unterwasser-zuender fuer einen von einem schleppseil gezogenen sprenggreifer | |
| DE2319794C3 (de) | Brechlanze zum Durchschlagen von einen Brandherd abschließenden Fenstern oder Wänden | |
| DE249903C (de) | ||
| DE136186C (de) | ||
| DE307149C (de) | ||
| DE79576C (de) | ||
| DE49805C (de) | Leuchtende Oelbombe mit Lancirvorrichtung | |
| DE322018C (de) | Bombenabwurfvorrichtung | |
| DE2428340A1 (de) | Uebersprengsicherer zug- und druckzuender | |
| DE132323C (de) | ||
| DE31551C (de) | Zündrohr mit mehreren auf die Länge desselben vertheilten Zündplättchen | |
| DE3117617C2 (de) | ||
| AT19194B (de) | Aufschlag- oder Doppelzünder. | |
| DE638111C (de) | Spielzeugfalle | |
| DE462547C (de) | Verblockungsvorrichtung fuer OElfeuerungen | |
| DE109849C (de) | ||
| DE304273C (de) | ||
| DE501133C (de) | Beregnungsvorrichtung, bei welcher die Duese in einer parallel zur Laengsachse der Beregnungsvorrichtung liegenden Ebene verschwenkt wird | |
| DE440529C (de) | Vorrichtung an Kraftfahrzeugen zum Schutz gegen ein ueber die Fahrbahn gespanntes Seil | |
| DE301270C (de) |