DE250702C - - Google Patents

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DE250702C
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shot
electromagnet
explosion
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water zone
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42DBLASTING
    • F42D5/00Safety arrangements
    • F42D5/04Rendering explosive charges harmless, e.g. destroying ammunition; Rendering detonation of explosive charges harmless
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21FSAFETY DEVICES, TRANSPORT, FILLING-UP, RESCUE, VENTILATION, OR DRAINING IN OR OF MINES OR TUNNELS
    • E21F5/00Means or methods for preventing, binding, depositing, or removing dust; Preventing explosions or fires

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
.- Ja 250702 KLASSE 5 d, GRUPPE
GEORG KAHLER und FRANZ JUNKER in GELSENKIRCHEN.
und Schlagwetterexplosionen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. November 1911 ab.
Um die verheerenden Wirkungen von Kohlenstaub- und Schlagwetterexplosionen auf den Entstehungsherd zu beschränken, bedient man sich mechanischer Mittel, die nach dem Prinzip arbeiten, den bei einer Explosion entstehenden Druck zur Betätigung beweglicher Druckflächen, wie Windfahnen, Kolben, Membranen o. dgl. zur Herstellung einer Wasserzone auszunutzen. Dies erfolgt im wesentlichen in der Weise, daß die bewegten Druckflächen ihre Bewegung unmittelbar oder mittelbar auf Absperrorgane übertragen, welche nach erfolgter Umsteuerung dem Wasser den Weg zu einem zur Bildung der Wasserzone dienenden Röhrensystem freigeben.
Diese Vorrichtungen leiden aber an dem Ubelstand, daß die Auslösung derartiger Vorrichtungen erst nach Abgabe eines Sprengschusses oder nach stattgehabter Explosion geschehen kann, d. b. nachdem der Explosionsdruck eine Luftwelle in Bewegung gesetzt hat, deren Kraft genügt, um die bewegliche Druckfläche in Tätigkeit zu setzen. Da'aber aus physikalischen Gründen eine gewisse Zeit, wenn auch sehr geringe, verstreichen muß, bevor die Wasserzone sich nach Betätigung des Absperrorgans bilden kann, so liegt die Gefahr nahe, daß die mit großer Geschwindigkeit vordringenden Explosionsgase und -flammen den für die Wasserzone bestimmten Platz erreichen oder gar teilweise passieren, bevor letztere vollständig ausgebildet ist. Dies kann aber zu einer verheerenden Katastrophe führen, die doch grundsätzlich mit Hilfe der Vorrichtung verhindert werden soll.
Diese Möglichkeit unter allen Umständen mit Sicherheit auszuschließen, ist der Zweck der vorliegenden Erfindung, der dadurch erreicht wird, daß die Bildung der Wasserzone gleichzeitig mit der Auslösung des Schusses, also vor Eintritt der Wirkung des letzteren, stattfindet. Diese frühzeitige Bildung der Wasserzone wird auf elektrischem Wege" dadurch herbeigeführt, da!J ein in Abhängigkeit mit dem Stromkreis des zur Auslösung des Schusses dienenden Apparates stehender Elektromagnet eine geeignete Umsteuervorrichtung oder ein Kraftrelais im Augenblick der Abgabe des Schusses auslöst.
Hierdurch wird nicht nur den bergbehördlichen Vorschriften entsprochen, indem bei jedem Schuß eine ausgiebige Berieselung vor Ort stattfindet, sondern es wird auch der neue technische Fortschritt erzielt, daß die Wasserzone in ruhiger kalter Luft gebildet wird und den ganzen Stollenquerschnitt schon völlig auf einer beliebig langen Strecke ausfüllt, bevor etwa gleichzeitig sich bildende heiße Explosionsgase oder, -flammen in den Stollen eintreten können. Letztere würden sich dabei dem gleichmäßig verteilten Wasser gegenüber befinden und beim Eindringen in letzteres abgelöscht werden. Gleichzeitig wir.d auch noch der Vorteil erzielt, daß der beim Eintritt der Schußwirkung aufgewirbelte Kohlenstaub von allen Seiten sofort durchnäßt wird und daher einer bei der Schuß-
(2. Auflage, ausgegeben am 4. November
abgabe auftretenden Kohlenstaub- oder Schlagwetterexplosion weniger Nahrung bietet als wie es gewöhnlich der Fall ist, wenn die Bildung der Wasserzone erst nach stattgehabter Explosion eingeleitet wird.
Auf der Zeichnung zeigt:
Fig. ι einen Aufriß eines durch den Elektromagneten ausgelösten, beispielsweise fallenartig ausgebildeten Kraftrelais in der Arbeitsstellung,
ίο Fig. 2 den Grundriß des Elektromagneten · und der rrilt ihm zusammen arbeitenden Teile vor der Auslösung.
Auf der Grundplatte ι ist das fallenartig ausgebildete Kraftrelais ' angeordnet, in dessen Ständern 2 der Schlägbügel 3 drehbar gelagert ist. Letzterer wird von dem freien Schenkel 4 einer Spannfeder 5 derart erfaßt, daß der Bügel zwecks Einstellung des Kraftrelais wagerecht umgelegt werden kann, ohne seine Verbindung mit der Feder lösen zu müssen. Die Feder 5 kann mittels des gegabelten, an die Grundplatte angelenkten Spannhebels 6 bequem zusammengedrückt werden, was durch die in der Gabel des Spanners angeordnete Rolle 7 erleichtert wird. Am anderen Bügelende ist eine winkelförmige Schlagleiste 8 vorgesehen, die nach erfolgter Auslösiing des Schlagbügels 3 gegen den Kurbelzapfen 9 eines Kegelrades 10 schlägt, das mit einem auf der Ventilspindel 11 des Ventils 12 sitzenden Kegelrad io' kämmt. Die Drehachse des im Ständer 13 gelagerten Rades 10 verläuft parallel zur Drehachse des Bügels 3, während die Spindel 11 des Rades 10' so steilgängig ausgebildet ist, daß die dem Rade 10 durch die Schlagwirkung des Bügels 3 erteilte Drehung genügt, um das Ventil 12 voll zu öffnen. Letzteres ist durch die Bügelschrauben 14 lösbar mit der Grundplatte 1 verbunden und in das Berieselungsrohr 15 eingeschaltet, das mit der zur Bildung der Wasserzone geeigneten Vorrichtung in Verbindung steht.
Die Grundplatte ist ferner mit einer öffnung 16 zur Aufnahme einer leicht drehbaren Kippplatte 17 versehen, deren Arm 18 eine schneidenartige Zunge 19 zum Zusammenspiel mit einer gleichartigen Zunge 20 des Schlagbügels 3 aufweist, um letzteren bis zur beabsichtigten Auslösung niederzuhalten. Diese Auslösung muß angesichts der Wichtigkeit der zu lösenden Aufgäbe unter allen in Frage kommenden Umständen mit absoluter Sicherheit erfolgen. Dies wird hier mit Hilfe eines Fallbärs 21 erreicht, dessen Arm 22 von einer in dem Ständer 24 gelagerten Welle 23 getragen wird, die mittels des Sperrarmes 25 unter die Nase 26 des Ankers 27 eines auf der Konsole 29 angeordneten Elektromagneten 28 greift. Dieser Elektromagnet ist in geeigneter Weise mit der zur elektrischen Auslösung der Schüsse verwendeten Vorrichtung so verbunden, daß bei der Betätigung der letzteren auch der Stromkreis des Elektromagneten zur Auslösung des Fallbärs geschlossen wird.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Nachdem der Fallbär durch Erfassung des Sperrarmes 25 seitens des Ankers 27 gesperrt, die Feder 5 mittels des Spannhebels 6 zusammengedrückt und der Spannbügel 3 mit Hilfe des Sperrhebels 30 an einem Zurückschlagen verhindert ist, werden die schneidenartigen Zungen 19 und 20 zur endgültigen Einstellung des Bügels 3 aufeinander eingestellt. Nunmehr wird das Ventil 12 mit Hilfe des Handhebels 31 geschlossen und schließlich der Sperrhebel 30 wieder aus dem Bereiche des Schlagbügels 3 entfernt. Nach Setzung der Sprengschüsse werden die Leitungsdrähte der zur elektrischen Zündung verwendeten Zünder und die Induktionsspulen des Elektromagneten 28 in Reihen- oder Parallelschaltung an die Hauptleitungsdrähte angeschlossen.
Wird nun durch Anschließen eines Zündapparates an die Hauptleitung ein elektrischer Stromkreis geschlossen, so wird einerseits durch Anziehen des Elektromagneten der Fällbar ausgelöst, und andererseits werden neue Kohlenmassen losgetrennt. Beim Auslösen des Fallbärs kippt dieser die Kippplatte 17, wodurch die Zungen 19 und 20 getrennt werden und die Feder 5 den Schlagbügel 3 hochschnellt. Letzterer schlägt hierbei mit der Schlagleiste 8 gegen den Zapfen 9 und öffnet dabei durch Vermittlung der Räder 10 und 10' das Ventil 12. Das unter hohem Drück stehende Berieselungswasser erlangt hierdurch Zutritt zum Rohr 15, aus dem es unverzüglich durch die Verteilungsvorrichtungen in Gestalt feiner Strahlen, Tropfen oder Nebel in den Stollen eindringt und diesen auf einer mehr oder minder langen Strecke ausfüllt. Die hierdurch geschaffene Wasserzone durchnäßt nicht allein den schon vor Eintritt der Wirkung des Sprengschusses vorhandenen Kohlenstaub, sondern sättigt auch den durch den Sprengschuß aufgewirbelten und bis zur Wasserzone vordringenden in dem Maße, daß er auf den Boden des Stollens niedersinkt. Da der Kohlenstaub auch hier noch durchnäßt wird, bis das Ventil 12 mittels des Hebels 31 geschlossen ist, so ist er völlig ungeeignet, einer gleichzeitig oder nachträglich auftretenden Explosion Nahrung zu bieten.
Dieses zwischen Elektromagnet 28 und Ventil 12 angeordnete Kraftrelais könnte auch unbeschadet seiner elektrischen Auslösung noch mit einer beweglichen Druckwand ausgerüstet sein, welche die Auslösung des Kraftrelais dann vollziehen könnte, wenn eine Kohlenstaub- oder Schlagwetterexplosion nach der elektrischen Auslösung eines Schusses stattfinden sollte. Es wäre hierzu nur nötig, einen mit der Druckscheibe 33 versehenen Arm 32 in ein Auge 34 des Ständers 24 drehbar einzusetzen und mit
einem Druckarm 35 auszustatten, der 'mittels seiner Druckrolle 36 den Anker 27 beim Eintritt einer Explosion zurückdrängen kann.

Claims (2)

  1. Pa tent-An Sprüche:
    i. Vorrichtung zur Verhinderung der Fortpflanzung und der Wirkung von Kohlenstaub- und Schlagwetterexplosionen mit einer Umsteuervorrichtung für das Flüssigkeitsabsperrorgan zur Einschaltung der Berieselung, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsteuervorrichtung mit der Schaltvorrichtung für die Schußzündung zwangläufig gekuppelt ist, so daß die Berieselung bereits unmittelbar vor dem Schuß beginnt und die Explosionsgase nach Verdrängung der kalten Luft in den berieselten Raum eintreten, woselbst sie abgelöscht werden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das auf öffnen des Flüssigkeitsabsperrorgans gerichtete Element der Umsteuervorrichtung durch einen Elektromagneten freigesetzt wird, dessen Stromkreis durch die Schaltvorrichtung der Schießzündung bei der Schußabgabe zwangläufig geschlossen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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