DE256286C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE256286C DE256286C DENDAT256286D DE256286DA DE256286C DE 256286 C DE256286 C DE 256286C DE NDAT256286 D DENDAT256286 D DE NDAT256286D DE 256286D A DE256286D A DE 256286DA DE 256286 C DE256286 C DE 256286C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- jet
- liquid
- flame
- fuel
- ignited
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 42
- 239000000446 fuel Substances 0.000 claims description 12
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 9
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 claims description 3
- 239000006260 foam Substances 0.000 claims description 3
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 claims 1
- 229920006395 saturated elastomer Polymers 0.000 claims 1
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 15
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 5
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 3
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- CURLTUGMZLYLDI-UHFFFAOYSA-N Carbon dioxide Chemical compound O=C=O CURLTUGMZLYLDI-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 238000010521 absorption reaction Methods 0.000 description 2
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 2
- 238000005187 foaming Methods 0.000 description 2
- 241001465754 Metazoa Species 0.000 description 1
- 229910002092 carbon dioxide Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000001569 carbon dioxide Substances 0.000 description 1
- 239000003245 coal Substances 0.000 description 1
- 230000006735 deficit Effects 0.000 description 1
- 238000004821 distillation Methods 0.000 description 1
- 238000004880 explosion Methods 0.000 description 1
- 238000010304 firing Methods 0.000 description 1
- 229930195733 hydrocarbon Natural products 0.000 description 1
- 150000002430 hydrocarbons Chemical class 0.000 description 1
- 230000003993 interaction Effects 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 230000005855 radiation Effects 0.000 description 1
- 239000007921 spray Substances 0.000 description 1
- 238000005507 spraying Methods 0.000 description 1
- 239000002641 tar oil Substances 0.000 description 1
- 238000011144 upstream manufacturing Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41H—ARMOUR; ARMOURED TURRETS; ARMOURED OR ARMED VEHICLES; MEANS OF ATTACK OR DEFENCE, e.g. CAMOUFLAGE, IN GENERAL
- F41H9/00—Equipment for attack or defence by spreading flame, gas or smoke or leurres; Chemical warfare equipment
- F41H9/02—Flame-throwing apparatus
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Fire-Extinguishing By Fire Departments, And Fire-Extinguishing Equipment And Control Thereof (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
fe - M 256286 KLASSE 4g. GRUPPE
Verfahren zur Erzeugung großer Flammenmassen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Juli 1909 ab.
Der Gegenstand nachstehend beschriebener Erfindung betrifft eine Erweiterung des in der
Patentschrift 134348 beschriebenen Verfahrens zur Erzeugung großer Flammenmassen. Bei
dem letzteren werden brennbare Flüssigkeiten aus einem Behälter in Form eines Flüssigkeitsstrahles
herausgetrieben und entzündet. Es ergibt sich hierbei eine bereits von der Mündung an über und über brennende Flammenmasse,
die nach jedem beliebigen Punkte hin gerichtet werden kann.
Ein derartiger schon von der Mündung an brennender Strahl ist für alle diejenigen Verwendungszwecke
gut geeignet, wo es namentlieh auf eine Nahewirkung ankommt und keine
größere Entfernung als etwa 40 m erreicht werden soll. Für Kriegszwecke kommen aber
oft erheblich größere Entfernungen in Betracht, und dieselben sind nach dem Verfahren gemaß
Patent 134348 nur schwierig oder gar nicht zu erreichen.
Es sei beispielsweise gemäß Fig. 1 der Zeichnung angenommen, daß ein Angriff auf das
Festungswerk α erfolgen soll, welches durch vorgelagerte 30 m breite Festungsgräben geschützt
ist. Wird nun das düsenartige Mundstück (in der Patentschrift 134348 mit m bezeichnet)
an die Stelle b gebracht und der aus ihm austretende Strahl von brennbarer Flüssigkeit
entzündet, so schießt in der bekannten Weise ein Feuerstrahl allerdings auf die in
der feindlichen Feuerlinie bei c stehende Besatzung los, die noch durch Kopfschilde ζ
u. dgl. geschützt ist. Bei den angegebenen Größenverhältnissen würden aber die Flammen
die feindliche Mannschaft bei c entweder gar 40
45
nicht oder nur mit einigen Ausläufern erreichen, und es wäre wohl anzunehmen, daß
die hinter ihren Kopfschildern ζ sich deckende feindliche Mannschaft bei c den Flammen
Widerstand leisten könnte.
Der Grund, weshalb es nach dem bisherigen Verfahren nicht möglich ist, über die angegebene
Entfernung hinauszukommen, ist ein mehrfacher:
Einmal verzehrt sich ein Teil des Brennstoffes schon auf dem Wege von der Mündung
m an bis etwa zu dem Punkte d. Die auf dieser Strecke m-d erzeugten Flammen
" sind daher offenbar für den angestrebten Zweck, nämlich die feindliche Besatzung aus
der Feuerlinie c zu vertreiben, ganz wertlos, sie tun dem Feinde gar keinen Abbruch, sondern
können im Gegenteil noch die mit dem Apparat umgehenden eigenen Truppen durch die Ausstrahlung von Hitze belästigen. Würde
es wohl möglich sein, eine Einrichtung zu treffen, derart, daß der Strahl brennbarer
Flüssigkeiten auf der Strecke m-d nicht brennt,
sondern erst etwa von dem Punkte d an zu brennen anfängt, so würde man die nutzlose
Verzehrung des Brennstoffes auf der Strecke m-i vermeiden und die ganze Flammenmasse
wirklich an die Stelle hinbekommen, nämlich auf die unmittelbar vor dem Feinde gelagerte
Strecke d-z, wo sie tatsächlich ihre Wirkung ausüben soll, und wo sie dem Feinde den
stärksten Abbruch tun kann. Bekanntlich nimmt die Stärke der Wärmeausstrahlung ab
mit dem Quadrat der Entfernung, so daß, um eine möglichst starke Hitzewirkung zu erzielen,
die Flamme den betreffenden Gegenständen
60
so nahe wie möglich gebracht werden muß. Abgesehen hiervon, müßte der Flammenstrahl,
da er sich unterwegs nicht verzehren kann, schon aus diesem Grunde weiter reichen als
vorher und müßte schon allein aus obiger Erwägung bis über den Punkt c hinausschießen.
Ferner kann aber bei dem Patent 134348 der Feuerstrahl nur mit einer geringen Erhöhung
bis etwa 10° entsendet werden, wodurch ebenfalls die Wurfweite nicht so groß
wird, wie sie nach mechanischen Gesetzen sein könnte. . Wollte man den Feuerstrahl mit
einer Erhöhung von etwa 38° entsenden, welche bekanntlich unter Berücksichtigung
des Luftwiderstandes die praktisch größte Wurfweite ergibt, so würde man das Ziel,
die feindliche Besatzung aus c zu vertreiben, erst recht nicht erreichen, weil sich der Feuerstrahl
alsdann in der Luft hoch über den Köpfen der feindlichen Besatzung in c verzehren
würde.
Endlich tritt aber bei dem Gegenstande des Patentes 134348 noch ein anderer unangenehmer
Umstand auf. Bei dem dort aufgführten Ausführungsbeispiel werden die brennbaren Flüssigkeiten durch Kohlensäure oder anderen
Gasdruck herausgeschleudert. Die als Brennflüssigkeiten zur Verwendung kommenden
Kohlenwasserstoffe haben aber unter hohem Druck bekanntlich eine außerordentliche Absorptionsfähigkeit
für alle Gase, welche so groß ist, daß bei unmittelbarer Berührung von Gas und Flüssigkeit binnen kurzer Zeit
sich große Mengen des ersteren in der Flüssigkeit lösen, von ihr verschluckt werden.
Hierdurch nimmt nicht nur der Gasdruck sehr schnell und sehr stark ab, sondern
— was namentlich erschwerend in die Erscheinung tritt — die Flüssigkeit wird mit
dem Gase gewissermaßen ganz durchsetzt. Solange sich dieses Gas- und Flüssigkeitsgemisch
unter dem hohen Druck im Innern des Behälters befindet, bleibt es gleichmäßig. Sobald
aber der Flüssigkeitsstrahl aus dem Mundstück austritt, kann das aufgenommene Gas nunmehr entweicher, und es erscheint
infolgedessen statt eines geschlossenen Flüssigkeitsstrahles ein stark schäumender und seinen
Gasbestandteil abgebender, aus Gas und Flüssigkeit bestehender Strahl, wie er sich beispielsweise
bei den bekannten Siphons für Selterwasser u. dgl. zeigt. Diese Erscheinung
bildet eine weitere bedeutende Beeinträchtigung der Wurfweite, da der aus einer schaum artigen
Masse bestehende Strahl den Luftwiderstand nur schwer überwinden kann; die
ihm erteilte lebendige Kraft wird viel schneller aufgezehrt, als wenn er ganz gleichmäßig nur
aus Flüssigkeit bestände.
Es erscheint daher erstrebenswert, den brennbaren Flüssigkeiten keine Gelegenheit zur
Gasaufnahme unter hohem Druck zu geben, und dieses wird erreicht, indem man die Flüssigkeiten nicht durch Gas, sondern durch
mechanisch angetriebene Vorrichtungen, bei welchen der erforderliche Druck unmittelbar
durch bewegte Maschinenteile erzeugt wird, heraustreiben läßt. Das bietet zugleich den
Vorteil, daß der Apparat weit handlicher und beweglicher wird und daher noch besser für
Angriffszwecke verwendet werden kann. Ferner gestattet er in dieser Form einen stetigen Betrieb,
während bei dem Gegenstande des Patentes 134348 jedesmal eine Unterbrechung
eintreten mußte, wenn der Apparat nach seiner Entleerung wieder gefüllt wurde.
Das Wesen der vorliegenden Erfindung besteht nun darin; daß man einen Brennstoff
von höherem Entflammungspunkt wählt als bei dem bekannten Verfahren, und daß man
auch zur Austreibung einen höheren Druck anwendet, mit dem Ergebnis, daß im allgemeinen
der aus der Mündung austretende Strahl brennbarer Flüssigkeiten nur so lange entzündet bleibt, als er an der Wurzel mit einer
Flamme in Berührung ist, danach aber unentzündet aus der öffnung heraustritt. Die
Folge davon ist, daß er sich unterwegs nicht verzehren und daß man ihn wie einen Wasseroder
jeden anderen Flüssigkeitsstrahl unter go dem günstigsten Erhöhungswinkel entsenden
kann.
Ein Ausführungsbeispiel ist in Fig. 2 dargestellt. In dieser bedeutet e das Strahlrohr,
welches der besseren Handhabung wegen auf einer leichten Lafette oder auf einem Ständer
f gelagert ist. Neben dem Ständer steht ein Mann g, der einen kleinen Tornisterapparat
h gemäß Patent 134348 auf dem Rücken trägt. An der Austrittsöffnung i dieses kleinen
Apparates befindet sich eine Zündvorrichtung k, welche in bekannter Weise beim Inbetriebsetzen
des Apparates h den aus der öffnung i ■
hervortretenden Flüssigkeitsstrahl entzündet. Sobald das Kommando erfolgt, schießt aus
dem Strahlrohr e ein Strahl brennbarer, jedoch noch nicht entzündeter Flüssigkeit hervor,
gleichzeitig setzt aber auch der Mann g seinen kleinen Tornisterapparat in Tätigkeit und
richtet den sofort aus demselben hervorschießenden, etwa 10 m langen Feuerstrahl auf den
aus dem Strahlrohr e herausgetriebenen Flüssigkeitsstrahl. Dieser fängt nunmehr Feuer und
schleudert seine Flammenmassen auf eine Entfernung von .30 bis 40 m, wodurch dortselbst
bei k' ein Feuerherd geschaffen wird, indem die ausgeworfenen brennbaren Flüssigkeiten
am Boden weiterbrennen, selbst wenn die Erde dort mit Wasser, Schnee oder Eis bedeckt
ist. .
Nunmehr stellt der Mann g seinen Apparat ab, wodurch der Flammenstrahl seines Appa-
rates erlischt und nur die Zündvorrichtung k noch weiterbrennt. Sofort erlischt auch die
Flamme des Flüssigkeitsstrahles, welche aus dem großen Strahlrohr e kommt, und der
Flüssigkeitsstrahl schießt nicht mehr brennend, sondern ohne Flammen hervor. Erst
da, wo sich der Feuerherd k auf dem Boden gebildet hat, entzündet er sich an den dort
brennenden Flammen und führt diesen immer
ίο neuen Brennstoff zu. Da hierbei der Flüssigkeitsstrahl
unterwegs, weil er nicht brennt, . sich auch nicht verzehren konnte, reicht schon
allein aus diesem Grunde die Flamme weiter als zuvor, und sie ist außerdem an der Stelle,
wo sie tatsächlich brennt, weit mächtiger als nach dem Patent 134348, bei dem sie einen
großen Teil ihrer Wirksamkeit schon unterwegs einbüßte, ehe sie nur an die Stelle kam,
wo sie wirken sollte.
Nunmehr hebt man das Strahlrohr e, welches anfänglich nur eine geringe Erhöhung
hatte, mehr und mehr, bis man bei 38 ° auf die für die betreffenden Druck Verhältnisse
größte Wurfweite gelangt. Der Feuerherd dehnt sich dabei auf dem Boden immer weiter
und weiter aus, indem die in einzelne Tropfen sich auflösende und als ein Regen brennbarer
Flüssigkeit herabfallende Masse den Boden tränkt. Bei der Natur der verwendeten leicht
brennbaren Flüssigkeiten fangen diese sofort Feuer und bilden, indem man nun auch noch
das Strahlrohr β in wagerechter Richtung nach links und rechts hin und her bewegt
und das ganze vorliegende Gelände damit bestreut, ein gewaltiges Flammenmeer, welches
alles menschliche und tierische Leben vernichtet.
Anstatt den Flüssigkeitsstrahl des großen Strahlrohres sofort beim Beginn der Tätigkeit
zu entzünden, kann man ihn selbstverständlich auch erst einige Zeit unentzündet austreten
lassen und erst das ganze Gelände, das man später in Flammen setzen will, mit der
unentzündeten Brennflüssigkeit benetzen und durchtränken. Erst nachdem man genügende
Mengen des Brennstoffes dorthin geworfen hat, schickt man alsdann einen Feuerstrahl hinterher,
der nun das vorbereitete Gelände in Flammen setzt.. Desgleichen kann man, auch wenn der Apparat auf eine Fern wirkung eingestellt
ist, doch sofort wieder zu der Nahewirkung übergehen, indem man das Strahlrohr senkt und den daraus austretenden Strahl
von der Mündung an entzündet und brennen läßt.
Anstatt die Entzündung des Flüssigkeitsstrahles durch einen Mann und mittels eines
von diesem gehandhabten besonderen Apparates bewirken zu lassen, kann dies auch in
der Weise geschehen, wie Fig. 3 zeigt.
Von dem Strahlrohr e ist eine Nebenleitung I abgezweigt, welche durch ein besonderes
Regelungsorgan m geregelt wird. Diese Nebenleitung Z endigt in einer Düse η, welche
in bekannter Weise mit einer beliebigen Feuerquelle 0 verbunden ist. Öffnet man beim
Betriebe des Apparates das Regelungsorgan m, so schießt aus der Nebenleitung I ein kurzer
Feuerstrahl hervor, welcher die Flamme auf die aus dem großen Strahlrohr e herausspritzende
brennbare Flüssigkeit in der vorstehend erörterten Weise überträgt. Schließt man das Regelungsorgan m der Nebenleitung,
so erlischt der aus ihrer Düse η heraustretende Feuerstrahl und damit zugleich auch der aus
dem großen Strahlrohr e hervorschießende Flammenstrahl, und die brennbaren Flüssigkeiten
spritzen unverbrannt hinaus, um sich erst weiter draußen an dem dortigen Feuerherd
zu entzünden.
Eine weitere Ausführungsform zum zeitweiligen Entzünden und Wieder verlöschen der
Flammen ist in Fig. 4 dargestellt.
An dem Strahlrohr β ist um die Bolzen q
drehbar eine Rinne f von entsprechendem Querschnitt angeordnet, welche mit einem der
bekannten Brandsätze in Verbindung mit einem durch Reibung oder Schlag wirkenden Zünder
gefüllt ist. Vermittels des Winkelhebels r, an dessen einen Arm eine Zugvorrichtung s angreift,
kann die Rinne φ auf das Strahlrohr e. herabbewegt oder auch von ihm abgehoben
werden, wie in punktierten Linien angedeutet ist. Durch Betätigung dieser Vorrichtung
kann daher der Flüssigkeitsstrahl nach Bedarf entzündet oder wieder zum Erlöschen gebracht
werden.
Um die bereits vorstehend erörterten Unzuträglichkeiten zu vermeiden, welche durch die
unmittelbare Berührung von Gas und Brennflüssigkeit gemäß Patent 134348 hervorgerufen
werden, ist bei dem Gegenstand vorliegender Erfindung ein anderer Antrieb gewählt worden,
durch welchen jede Aufsaugung von Gas und jede Bildung von Schaum unmöglich gemacht
ist. Und zwar ist eine Pumpe beliebiger Bauart oder irgendein anderes demselben Zweck
dienendes maschinelles, Mittel gewählt.
Soll beispielsweise gemäß Fig. 5 das feindliche Werk α angegriffen werden, so wird in
der am weitesten vorgeschobenen Sappe t eine Pumpe u aufgestellt, welche unmittelbar an
das Strahlrohr e angeschlossen ist. Der Pumpe u wird die Brennflüssigkeit durch eine
Schlauch- oder Rohrleitung w zugeführt, die bis an die Vorratsbehälter ν reicht, welche in
beliebiger sicherer Entfernung und feldmäßig eingedeckt aufgestellt sein können. Um den
in der Leitung w auftretenden Reibungsverlust auszugleichen, kann bei ν eine zweite Pumpe χ
aufgestellt sein, welche unmittelbar aus den Vorratsbehältern υ saugt und die Masse mit
einem entsprechenden Druck der in der vordersten Sappe t stehenden Pumpe u zuführt,
welche sie dann noch auf den höheren Arbeitsdruck bringt. Da hierbei keinerlei Berührung
der Flüssigkeit mit Gas unter Druck mehr stattfindet, kann auch keine Schaumbildung
mehr auftreten.
Statt einer Pumpe oder mehrerer Pumpen kann auch jedes andere maschinelle Mittel
ίο Verwendung finden, sofern es nur der Bedingung
entspricht, keine unmittelbare Berührung zwischen Gas und Flüssigkeit auftreten zu
lassen. Ebenso kann der Antrieb der Pumpen ganz beliebig durch Kohlensäure, Preßluft,
Elektromotoren, Explosionsmotoren o. dgl. erfolgen. Die letzteren empfehlen sich für diesen
Zweck ganz besonders, weil sie mit denselben brennbaren Flüssigkeiten betrieben werden
können, welche zur Erzeugung der großen Flammenmassen dienen.
Durch das Zusammenwirken der im vorstehenden einzeln geschilderten drei Ursachen,
nämlich,
1. daß die Möglichkeit gegeben ist, den Strahl ohne Flamme zu entsenden und ihn
infolgedessen unverzehrt bis an den gewünschten Punkt zu bringen,
2. daß hierdurch auch die Möglichkeit gegeben ist, ihn unter dem günstigsten Erhöhungswinkel
zu entsenden, und
3. die Schaumbildung vermieden worden ist, wird eine außerordentliche Vergrößerung der
Wurfweite erzielt, die, wie die Praxis ergeben hat, das Doppelte der bisherigen und noch
darüber hinaus ergibt.
Zur Verwendung für den vorstehend bezeichneten Zweck eignen sich unter anderen
die bei der Destillation der Steinkohlen gewonnenen sogenannten schweren Teeröle, welche
mit einem Druck von 6 Atmosphären und höher herausgetrieben werden.
Claims (4)
1. Verfahren zur Erzeugung großer Flammenmassen durch Entzünden eines aus
einem Behälter unter Druck ausgetriebenen Strahles flüssigen Brennstoffes, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Brennstoff von so hohem Entflammungspunkt und zum Austreiben
ein so hoher Druck angewendet wird, daß der Flüssigkeitsstrahl nur so lange brennt, als er an seiner Wurzel mit
einer Flamme berührt wird, im übrigen aber nicht entzündet entsandt wird.
2. Ausfübrungsart des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Flüssigkeitsstrahl zunächst unentzündet entsendet und erst nach Durchtränkung
des Geländes entzündet wird.
3. Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Flüssigkeitsstrahl sogleich entzündet und nach Erzielung eines Brandherdes auf
dem Gelände erlöschen gelassen wird.
4. Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der erforderliche Druck nicht durch ein unmittelbar auf den Brennstoff drückendes
gasförmiges Mittel, sondern zur Verhütung von Schaumbildung und. Druck- · verlust durch maschinelle Mittel (Pumpen
o. dgl.) erzeugt wird, zum Zwecke der Erhöhung der Wurfweite des Strahles.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE256286C true DE256286C (de) |
Family
ID=514309
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT256286D Active DE256286C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE256286C (de) |
-
0
- DE DENDAT256286D patent/DE256286C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69629193T2 (de) | Druckbehalter fur leichtes gas | |
| DE1703557C3 (de) | ||
| DE1289744B (de) | Feuerloeschgeraet | |
| EP2283902A1 (de) | Löschvorrichtung und Verfahren zur lokalen Brandbekämpfung | |
| DE256286C (de) | ||
| DE2608670A1 (de) | Verfahren und einrichtung zum loeschen von brennenden, sich aus fluessiggas bildenden gasen | |
| DE1935269A1 (de) | Verfahren zum Loeschen von Flammen und Braenden mittels Dibromtetrafluoraethan und dafuer geeignete Vorrichtung | |
| EP3520863A1 (de) | Verfahren zum löschen von flächenbränden, venturi-laval-düse und schnellschluss-ventil zur verwendung in dem verfahren und fahrzeug, mit dem das verfahren anwendbar ist | |
| DE69310238T2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Unschädlichmachen einer Bedrohung durch Freigabe eines Neutralisationsmittels | |
| DE218820C (de) | ||
| DE462238C (de) | Reaktionspropeller | |
| DE102023133349A1 (de) | Verfahren zum Löschen eines (Brand)Herdes mittels eines unbemannten, vorzugsweise selbstfahrenden Löschfahrzeuges | |
| DE102023133342A1 (de) | Unbemanntes, vorzugsweise selbstfahrendes Löschfahrzeug | |
| DE102011003233A1 (de) | Vorrichtung und Verfahren zum Sprenglöschen von Bränden | |
| DE1559679C3 (de) | Leichtschaumlöschverfahren mit Kohlendioxydzusatz und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE507956C (de) | Zuendvorrichtung fuer Flammenwerfer | |
| DE250702C (de) | ||
| DE102017113501B4 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Löschen eines Torfbrandes | |
| DE916783C (de) | Zuendbalken, insbesondere fuer Wanderroste | |
| DE102023133407A1 (de) | Abrollwinde zum Abrollen eines Feuerwehrdruckschlauches von einem Flugapparat | |
| DE425917C (de) | Spielzeugschusswaffe mit Funkenerzeugungsvorrichtung | |
| DE19841874A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Bekämpfen von Bränden | |
| DE587266C (de) | Feuerloeschvorrichtung fuer Filmvorfuehrungseinrichtungen | |
| DE1119725B (de) | Verfahren und Geraet zur raschen Vernebelung eines Objektes oder Gelaendes | |
| DE47484C (de) | Magazin-Sturmfeuerzeug |