DE2506809C2 - Verfahren zur Herstellung von 1,4- Naphthochinon - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 1,4- Naphthochinon

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DE2506809C2
DE2506809C2 DE19752506809 DE2506809A DE2506809C2 DE 2506809 C2 DE2506809 C2 DE 2506809C2 DE 19752506809 DE19752506809 DE 19752506809 DE 2506809 A DE2506809 A DE 2506809A DE 2506809 C2 DE2506809 C2 DE 2506809C2
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Harutoshi Ichikawa Chiba Ota
Yoshio Tokio / Tokyo Yokoyama
Junzo Yoshikawa
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NIHON JORYU KOGYO CO Ltd ICHIKAWA CHIBA JP
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NIHON JORYU KOGYO CO Ltd ICHIKAWA CHIBA JP
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
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    • C07C50/12Naphthoquinones, i.e. C10H6O2
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
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    • C07C46/02Preparation of quinones by oxidation giving rise to quinoid structures
    • C07C46/04Preparation of quinones by oxidation giving rise to quinoid structures of unsubstituted ring carbon atoms in six-membered aromatic rings

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Description

is Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 1,4-Naphthochlnon durch katalytlsche Oxydation von Naphthalin In der Dampfphase mit Hilfe eines molekularen Sauerstoff enthaltenden Gases In Gegenwart eines festen Katalysators, der aus einem inerten Träger und einer auf diesen aufgetragenen katalytisch aktiven Substanz besteht, die Vanadlnpentoxid, ein Alkallmetallsulfat und ein Alkallmetallpyrosulfat sowie gegebenenfalls das Oxid oder Sulfat eines anderen Metalls enthält, bei dem man dem zugeführten Ausgangsmaterial Schwefeltrioxid oder eine Im Reaktionssystem zur Bildung von Schwefeltrioxid befähigte Schwefelverbindung zuführt.
Es war bereits bekannt, 1,4-Naphthochinon durch katalytlsche Dampfphasenoxydation von Naphthalin mit Hilfe eines molekularen Sauerstoff enthaltenden Gases herzustellen und es Ist außerdem gut bekannt. Katalysatoren zu verwenden, die aus Vanadlnpentoxid, einem Alkallmetallsulfat und einem Alkallmetallpyrosulfat sowie
gegebenenfalls anderen Metalloxiden bestehen und auf einen Träger aufgetragen sind. Derartige Katalysatoren s|j
sind beispielsweise In den ausgelegten japanischen Patentanmeldungen 5 533/1967 und IS 063/1968 sowie der P]
offengelegten japanischen Patentanmeldung 19 489/1973 beschrieben. Bei den bekannten Verfahren Ist es jedoch t
schwierig. 1,4-Naphthochlnon als einziges Produkt herzustellen und es ist unvermeidbar, daß Phthaisäurean- |l
hydrid als Nebenprodukt gebildet wird. Um 1,4-Naphthochlnon In hoher Ausbeute zu erhalten, 1st es daher g
wesentlich, die Ausbeute an Phthalsäureanhydrid oder die Selektivität der Bildung von Phtalsäureanhydrld auf .i
einem möglichst kleinen Wen zu halten, während der Gesamtumsatz so hoch wie möglich gehalten wird. In der «
Praxis und In der Theorie wird jedoch die Maximalausbeute an 1,4-Naphthochlnon erzielt, wenn das Verhältnis ||
der Ausbeute an 1,4-Naphthochlnon zu der Ausbeute an Phthalsäureanhydrid SO: 50 beträgt. Es würde daher $
bei der technischen Herstellung dem Ziel einer Maximalausbeute von 1,4-Naphthochlnon entsprechen, wenn 50 |
Gew.-Telle 1,4-Naphthochlnon aus 100 Gew.-Tellen des als Ausgangsmeterlal verwendeten Naphthalins erhalten f
würden. In einigen Fällen kann dieses Ziel erreicht werden, wenn ein bekannter Katalysator unter bekannten ψ
Bedingungen In der Anfangsperlode der Reaktion verwendet wird, wenn auch die Ausbeute an 1,4-Naphthochl- i
non mit fortschreitender Reaktionsdauer unter allmählichem Anstieg; der Ausbeute an Phthalsäureanhydrid %
merklich absinkt. Diese Erscheinung Ist natürlich auf die Im Verlauf der Zelt auftretenden Veränderungen der ■*
katalytlschen Aktivität und der Selektivität des Katalysators zurückzuführen und ein solcher Katalysator Ist ;■
daher wegen seiner sehr kurzen katalytlschen Lebensdauer praktisch ungeeignet zur technischen Herstellung .;
von 1,4-Naphthochlnon aus Naphthalin. ρ
Man hat auch bereits festgestellt, daß die katalytlsche Aktivität der bekannten Katalysatoren während längerer J--? Verfahrensdauer aufrechterhalten werden kann und die Ausbeute an 1,4-Naphthochlnon über einen längeren |'< Zeltraum beibehalten werden kann, wenn man dem Reaktionsgemisch Schwefelverbindungen zusetzt, so daß Im $; Reaktionsraum eine geringe Schwefel konzentration von etwa 0,002 bis etwa 01 Gew.-% aufrechterhalten wird h.
(DE-OS 22 34 306). Mit Hilfe dieses bekannten Verfahrens läßt sich zwar die Aktivität des Katalysators während |;
längerer Dauer als bisher aufrechterhalten, die Ausbeute an 1,4-Naphthochlnon ist jedoch nlch nicht befrle- ^
dlgend. p.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs definierten Art zur ρ Herstellung von 1,4-Naphthochlnon zur Verfügung zu stellen, bei dem die Aktivität des Katalysators und die |; Selektivität für die Bildung von 1.4-Naphthochlnon nicht nur während langer Dauer aufrechterhalten wird, <.·;
sondern das auch ζ·) erhöhten Ausbeuten des gewünschten 1,4-Naphthochlnons führt. |;
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung von 1,4-Naphthochlnon durch katalytlsche | Oxydation von Naphthalin In der Dampfphase mit Hilfe eines molekularen Sauerstoff enthaltenden Gases In §■ Gegenwart eines festen Katalysators, der aus einem Inerten Träger und einer auf diesen aufgetragenen kata- |
lytlsch aktiven Substanz besteht, die Vanadinpentoxld, ein Alkalimecallsulfat und ein Alkallmetallpyrosulfat K
sowie gegebenenfalls das Oxid oder Sulfat eines anderen Metalls enthält, bei dem man dem zugeführten |;
Ausgangsmaterial Schwefeltrioxid oder eine Im Reaktionssystem zur Bildung von Schwefeltrioxid befähigte |ί| Schwefelverbindung zuführt. Dieses Verfahren Ist dadurch gekennzeichnet, daß man In In dem Reaktionssystem |;
eine Schwefeltrioxidkonzentration von 0,3 bis 2,0 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Naphthalins, einhält. *,
Es war bereits bekannt, daß die Aktivität und die Selektivität eines Katalysators, der eine katalytisch aktive Substanz aufweist, die im wesentlichen aus Vanadlnpentoxid, einem Alkallmetallsulfat und einem Alkallmetallpyrosulfat sowie gegebenenfalls anderen Metalloxiden besteht, die auf einen Inerten Träger aufgetragen sind, In
Abhängigkeit von dem Verhältnis des Sulfats zu dem Pyrosulfat schwankt. So vermindert sich die Aktivität,
wenn der Anteil des Sulfats ansteigt und dementsprechend der des Pyrosulfats sich vermindert und Im Gegen- !: satz dazu steigt die Aktivität an, wenn der Anteil des Sulfats vermindert wird und dementsprechend der des Pyrosulfats ansteigt. Als Egebnls davon wird die Ausbeute an Phthalsäureanhydrid vermindert, während die von
1,4-NaphUiochlnon ansteigt. Um 1,4-Naphthochinon ständig in hoher Ausbeute während langer Dauer zu erhalten, ist es demnach erforderlich, das optimale Verhältnis des Alkallmetallsulfats zu dem Alkalimetallpyrosulfat in der katalytisch aktiven Subsanz konstant zu halten, ohne Irgendeine Veränderung während der Durchführung der Reaktion zu erlauben. Untersuchungen des vorstehend angegebenen Katalysators haben gezeigt, daß beispielsweise bei Verwendung von Kaliumsulfat und Kallumpyrcsuifat as folgende Gleichgewicht zwischen beiden Verbindungen eingestellt wird:
K2S2O7 ς—^ K2SO4 + SO3
Die Reaktion verläuft nach der rechten Seite, d. h. KjS2O7 zersetzt sich, wenn die Temperatur ansteigt, und andererseits verläuft sie nach links, d. h. unter Bildung von K2S2O7, wenn die Temperatur vermindert wird. Bei der Reaktionstemperatur liegen K2S2O7 und K2SO4 in geschmolzenem Zustand an der Oberfläche des Trägers vor, während SOj im gasförmigen Zustand vorliegt.
Das als Ausgangsmaterial verwendete Naphthalin enthält gewöhnlich eine Schwefelverbindung, die, berechnet als elementarer Schwefel, in einer Menge von O bis 0,1 Gew.-56 der Gesamtmenge vorliegt, wenn auch der Schwefeigehalt in Abhängigkeit von der Herkunft des Ausgangsmatriais abhängt, beispielsweise davon, ob es aus Steinkohlenteer oder Erdöl stammt, oder von seinem Reinheitsgrad, beispielsweise ob gereinigtes Naphthalin oder technisches Naphthalin verwendet wird. Diese Schwefelverbindung wird während der Reaktion unter Bildung von SOj oxydiert. Wenn verschiedene Naphthaline, die sich Im Hinblick auf den Schwefelgehalt unterscheiden, katalytisch in der Dampfphase mit Hilfe eines molekularen Sauerstoff enthaltenden Gases unter Verwendung eines Katalysators oxydiert werden, der aus einem Inerten Träger besteht, auf den V2Os, K2SO4 und K2S2O7 als katalytisch aktive Bestandteile aufgetragen sind, so wird aufgrund des Zusammenhangs zwischen der SO3-Konzentratlon In dem Reaktionssystem durch die Bildung von SO5 durch oxydative Zersetzung der im Naphthalin vorliegenden Schwefelverbindung und der Temperatur die Gesamtkonzentration von SOj In dem System erhöht, wenn SOj bei einer Temperatur gebildet wird, bei der die folgende Reaktion stattfindet:
K2S2O7 < K2SO4 +SO3 ' (1)
und die zum Aufrechterhalten des nachstehenden Gleichgewichts erforderliche Konzentration wird eingehalten K2S2O7 ^-^ K2SO4 + SO3 (2)
Der Anteil von K2S2O7 in den aktiven Bestandteilen steigt daher an, während der von K2SO4 vermindert wird, so daß ein aktivierter Katalysator gebildet wird und die Ausbeute an Phthalsäureanhydrid ansteigt. Wenn jedoch eine Temperatur eingehalten wird, bei der die folgende Reaktion stattfindet:
K2S2O7 > K2SO4 + GO3 (3)
entweicht das durch Zersetzung der Schwefelverbindungen gebildete SOj zusammen mit dem abströmenden gasförmigen Oxydationsprodukt und die Menge des entweichenden SOj Ist größer als die des SO3, das aus den Schwefelverbindungen stammt, so daß die Gesarntkonzentratlon an SO1 in dem System unter die Konzentration erniedrigt wird, die zum Aufrechterhalten des durch die vorstehende Gleichung (2) angezeigten Gleichgewichts erforderlich Ist. Der Anteil an K2S2O7 In den aktiven Bestandteilen vermindert sich daher, während der von K2SO4 erhöht wird, so daß ein inaktivierter Katalysator erhalten wird.
Erfindungsgemäß wurde das Auftreten der vorstehenden Gleichung (3) festgestellt und gefunden, daß 1,4-Naphthochlnon gleichmäßig In hoher Ausbeute während langer Dauer gebildet wird, wenn vorher SO1 der gasförmigen Beschickung in einer solchen Menge zugesetzt wird, die der Menge entspricht, die zum Aufrechterhalten des Gleichgewichts gemäß Gleichung (2) unter Bedingungen fehlt, unter denen die durch Gleichung (3) angegebene Erscheinung eintritt, wodurch das Gleichgewicht gemäß Gleichung (2) aufrechterhalten wird und so die Verschlechterung der katalytlschen Aktivität und Selektivität des Katalysators zur Blidung von 1,4-Naphthochinon verhindert wird.
Die erfindungsgemäße vorherige Zugabe von Schwefeltrioxid zu der gasförmigen Beschickung kann vorgenommen werden. Indem direkt Schwefeltrioxid In das Einsatzgas eingeleitet wird oder, gemäß einer anderen Ausführungsform. Indem dem Einsatzgas oder dem als Ausgangsmaterial verwendeten Naphthalin eine Schwefelverblndung zugesetzt wird, die befähigt 1st, durch katalytlsche Oxydation In dem System Schwefeltrioxid zu bilden. Zu geeigneten Schwefelverbindungen, die zur Bildung von Schwefeltrioxid In dem System befähigt sind, gehören beispielsweise Schwefeldioxid, Schwefelwasserstoff und ähnliche anorganische Schwefelverbindungen; Mercaptane, wie Methylmercaptan, Äthylmercaptan, n-Propylmercaptan, Isopropylmercaptan, n-Butylmercaptan, 2-Methylpropylmercaptan, 3-Methylpropylmercaptan, 1,1-Dlmethyläthylmercaptan, Cyclohexylmercaptan, w Benzylmercaptan und 1-Methylbenzylmercaptan; Thlophen, wie Thlophen selbst, 2-Methylthlophen, 3-Methylthlophen, Dlmethylthlophen, Benzothlophen und Tetrahydrothlophen; Thioäther, wie Methylsulfid, Äthylsulfid, Butylsulfld und Benzylsulfld; Thiocyanate, wie Methylthlocyanat und Äthylthlocyanat und ähnliche organische Verbindungen.
Die Konzentration an Schwefeltrioxid, die Im Reaktionssystem eingestellt wird, schwankt In Abhängigkeit 6^ von der Reaktionstemperatur und kann, einschließlich des Schwefeltrioxids, das aus Schwefelverbindungen stammt, die von vornehereln In dem Ausgangsnaphthalin vorliegen, 0,3 bis 2,0, vorzugsweise 0,8 bis 1,8 und, was wünschenswert Ist, 1,0 bis 1,7 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Naphthalins, betragen. Die Reaktions-
temperatur kann 380 bis 550° C, vorzugsweise 420 bis 480° C, und wünschenswerterweise 430 bis 470° C betragen. Das In der vorstehenden Gleichung (2) angezeigte Gleichgewicht wird unverändert gehalten und die Aktivität und Selektivität der Bildung von 1,4-Naphthochlnon des Katalysators können bei hohen Werten gehalten werden, wenn die Reaktionstemperatur 430 bis 4700C und die SO,-Konzentratlon 1,0 bis 1,7 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Naphthalins, betragen.
Als molekularen Sauerstoff enthaltendes Gas kann gewöhnl:ch Luft verwendet werden. Die Konzentration des Naphthalins kann gewöhnlich 25 bis 35 Liier Luft/g Naphthalin betragen und die Stundenraumgeschwlndlgkelt kann üblicherweise 500 bis 300 Iv1, vorzugsweise 1000 bis 2000 h ', betragen.
Der für das Verfahren gemäß der Erfindung verwendete Katalysator kann ein beliebiger fester Katalysator sein, der durch Autragen einer katalytisch aktiven Substanz, betehend aus Vanadlnpentoxld, einem Alkallmetallsulfat und einem AlkallmetallpyrosuJfat, sowie gegebenenfalls einem Sulfat oder Oxid eines anderen Metalls, auf einen inerten Träger gehalten wird. Derartige Katalysatoren sind beispielsweise In der GB-PS 10 55 124, der JP-AS 15 063/1968 und den offengelegten japanischen Patentanmeldungen 34 353/1972 und 19 489/1973 beschreben. Zu geeigneten Oxiden eines anderen Metalls gehören die Oxide von Wolfram, Titan, Zirkon, Tantal, Caesium, Molybdän, Chrom, Niob, Nickel, Aluminium, Elsen und Silber, bevorzugt sind allerdings die Oxide von Wolfram, Titan, Zirkon und Tantal. Zu geeigneten Sulfaten eines anderen Metalls gehören Eisensulfat und dergleichen.
Zu geeigneten Inerten Trägern gehören Diatomeenerde, Siliciumdioxid, Aluminiumoxid, Siliciumcarbid, Weißruß und dergleichen. Vorzugswelse verwendet werden solche Inerten Träger, die eine solche Korngrößenverteilung aufweisen, daß 10 bis 80 G°w.-%, bezogen auf die Gesamtmenge der Teilchen, eine Korngröße Im Bereich von 1 bis 75 Mikron haben. Der inerte Täger wird mit der vorstehend genannten katalytisch aktiven Substanz vermischt und dann zu Pellets, Kügelchen oder entsprechenden Körnern einer durchschnittlichen teilchengröße von 3 bis 8, vorzugsweise 4 bis 6 mm verformt.
Die Erfindung wird durch die nachstehenden Beispiele verdeutlicht. In diesen Beispielen bedeuten alle Prozentangaben Gew.-%, wenn nichts anderes ausgesagt 1st.
Beispiel 1
Ein Elsenreaktionsrohr mit einem Innendurchmesser von 27 mm wurde mit 800 ml eines pelletlslerten Katalysators einer Korngröße von 5 mm (Durchmesser) χ 5 mm (Länge) bepackt, der 18,1% Vanadlnpentoxid V2Os, 30,9% Kaliumsulfat K2SO,, 27,8% Kallumpyrosulfat K2S2O7 und 23,2% Siliciumdioxid enthielt, und die Reaktion wurde unter Verwendung von technischem Naphthalin (Reinheit 96%, Schwefelgehalt 0,6%) und Luft unter folgenden Bedingungen durchgeführt: Temperatur des Salzbads 450° C, Stundenraumgeschwlndlgkeit 1400 h"1 und Naphthalinkonzentration 30 Liter Luft/g Naphthalin, wobei Schwefeldioxid der gasförmigen Beschickung zugeführt wurde. Dabei wurde die in der nachstehenden Tabelle 1 zusammengefaßten Ergebnisse erzielt.
Tabelle 1
Verstrichene Ohne Zugabe von SOi Nicht Zugabe von 0,8 Gew.-% SOj") Nicht
Reaktionszeit Ausbeute an Ausbeute an umgesetztes Ausbeute an Ausbeute an umgesetztes
1,4-Naphtho Phthalsäure Naphthalin 1,4-Naphtho Phthalsäure Naphthalin
chlnon anhydrid (Mol-*,) chlnon anhydrid (Mol-*)
(Mol-96) (Mol-%) 55,8 (Mol-*) (Mol-*) 14,3
20 22,2 14,4 47,5 39,9 38,6 14,5
50 28,5 17,2 35,7 40,3 37,2 13,3
100 34,5 21,2 31,4 40,5 37,9 15,5
150 36,7 22,9 30,3 40,4 35,3 14.2
200 36,6 24,6 40.6 36,2
*) Die Menge des zugeführten SOi lsi der Anteil an SOj Naphthalin, der zu elementarem Schwefel reduziert wird.
In Gew.-v bezogen auf das als Ausgungsmalerial verwendete
Beispiel 2
Der In Beispiel 1 beschriebene Versuch wurde wiederholt, wobei variierende Mengen an Schwefeldioxid der gasförmigen Beschickung zugesetzt wurden. 200 Stunden nach Beginn der Reaktion wurden die Ausbeuten an 1,4-Naphthochlnon und Phthalsäureanhydrid bstlmmt, wobei die In der nachstehenden Tabelle 2 zusammengefaßten Ergebnisse erzielt wurden.
25 Ausbeule an 06 809 Nicht umgesetztes
Tabelle 2 l^-Naphlhochlncin Naphthalin
Menge des (MoI-'*,) Ausbeute an
zugesetzten SO2 35,4 Phthalsäureanhydrid 32,3
(Gew.-*) 37,9 (Mol-*) 25,3
0,0 39,7 23,7 17,7
0,2 41,1 28,3 12,9
0,4 37,4 32,6 5,8
0,8 37,3
1,2 48,3
Beispiel 3
Der gleiche Versuch wie in Beispiel 1 wurde während langer Dauer wiederholt, um die Lebensdauer des Katalysators zu bestimmen. Dabei wurden die In der nachstehenden Tabelle 3 zusammengefaßten Ergebnisse erzielt.
Tabelle 3
Verstrichene Ohne Zugabe von SOj Nicht Zugabe von 0,8 Gew.-% SO2*) Nicht
Reaktionszeit Ausbeute an Ausbeute an umgesetztes Ausbeute an Ausbeute an umgesetztes
(h) 1,4-Naphtho- Phthalsäure Naphthalin 1,4-Naphtho- Phthalsäure Naphthalin
chlnon anhydrid (Mol-%) chlnon anhydrid (Mol-%)
(Mol-'V,) (Mol-%) (Mol-%) (Mol-%)
500 1000 2000 5000
35,9 39,6
37,2
31,0 42,2 45,1
20,3
8,4
40,5
40,8
41,1
41,2
35,7
35,3
37,4
36,7
14,4
14,6
13,0
14,1
*) Die Menge des zugesetzten SO2 Ist der zu elementarem Schwefel reduzierte Anteil an SO2 In Gew.-*, bezogen auf die
Naphthalin-Beschickung. **) Die Oxydationsreaktion kann nicht durchgeführt werden, weil die Lebensdauer des Katalysators zu gering 1st.
Beispiel 4
Die in Beispiel 1 beschriebene Verfahrenswelse wurde wiederholt, mit der Abänderung, daß die Salzbadtemperatur bei den in der nachstehenden Tabelle 4 gezeigten Werten gehalten wurde. Dabei wurden die In Tabelle 4 zusammengefaßten Ergebnisse erzielt. Die Menge an Schwefeldioxid war die prozentuale Gewichtsmenge, die zu elementarem Schwefel reduziert wurde, bezogen auf die Naphthalinbeschickung. Die Ausbeuten wurden 500 Stunden nach Beginn der Reaktion bestimmt.
Tabelle 4
Salzbad-
lemperatur
(1C)
Zugesetzte
Menge an SO2
Ausbeute an
1,4-Naphtho-
chlnon
(Mol-*)
Ausbeute an
Phthalsäure
anhydrid
(Mol-*)
Nicht
umgesetztes
Naphthalin
(Mol-*)
430 0
0.3
35,3
36,7
21,2
39,5
37,7
18,6
440 0
0,5
35,0
39,7
25,4
38,3
33,9
15,4
450 0
0,8
36,6
40,6
24,6
36,2
30,3
14,2
470 0
1,0
25,8
38,9
27,2
35,3
36,5
15,3
Beispiel 5
Der gleiche Versuch wie In Beispiel 1 wurde wiederholt, wobei ein pelletlsierter Katalysator einer Korngröße von 5 mm Durchmesser χ 5 mm verwendet wurde, der aus 17,1% Vanadinpentoxld, 26,3% Kaliumsulfat, 29,2% Kallumpyrosulfai und22,l'* Siliciumdioxid bestand, wobei die in der nachstehenden Tabelle 5 zusammengefaßten Ergebnisse erzielt wuiden.
Tabelle 5
Verstrichene Ohne Zugabe von SO1 Nicht Zugabe von 0,8 Gew.-% SO;') Nicht
Reaktionszeit Ausbeute an Ausbeute an umgesetztes Ausbeute an Ausbeute an umgesetztes
lh) 1.4-Naphlho- Phthalsäure Naphthalin 1,4-Naphtho- Phthalsäure Naphthalin
chlnon anhydrid (Mol-%) chlnon anhydrid (Mol-%)
(Moi-%) (Mol-%) 50,4 (Mol-%) (Mol-%) 12,4
20 24,3 19,2 31,5 39,2 35,5 12,0
50 32,1 27,8 27,5 38,9 38,3 9,6
100 33,2 29,9 24,9 40,1 39,2 10,1
150 37,7 29,6 25,3 39,8 38,7 9,5
200 36.7 28,6 50; ist der zu elementarem Schwefel 40,3 39,6 an SOj, bezogen
*) Die Menge des zugesetzten '. nc reduzierte prozentuale Gewichtsanteil
auf die Nac ihthalin.Rpcrhirlfll
Beispiele 6 bis 9
20 Um den Einfluß verschiedener Schwefelverbindungen zu untersuchen, wurde die in Beispiel 1 beschriebene Reaktion wiederholt, wobei Schwefeltrioxid, Benzothlopen, Methylmercaptan oder Schwefelwasserstoff In einer Menge entsprechend 0,8% elementarem Schwefel, bezogen auf das Gewicht der Naphthalin-Beschickung, zugesetzt wurden. Dabei wurden die in der nachstehenden Tabelle 6 zusammengefaßten Ergebnisse erzielt. Die in Tabelle 6 genannten Ausbeuten wurden 200 Stunden nach Beginn der Reaktion bestimmt. Benzothlophen wurde
-5 dem Ausgangsnaphthalin zugesetzt und Schwefeltrioxid, Methylmercaptan und Schwefelwasserstoff wurden in die gasförmige Beschickung eingeleitet.
Tabelle 6
Beispiel Zugesetzte Ausbeute an Ausbeule an Nicht
Nr. Schwefelverbindung 1,4-Naphtho- Phthalsäure umgesetztes
chlnon anhydrid Naphthalin
(Mol-*) (Mol-%) (Mol-%)
6 Schwefeltrioxid 41,4 38,Jl 13,6
7 Benzothlophen 38.9 37,2 14,2
8 Methylmercaptan 37,5 36,2 15,1
9 Schwefelwasserstoff 38,0 36,8 14,9

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von 1,4-Naphthochlnon durch katalytlsche Oxydation von Naphthalin in der Dampfphase mit Hilft eines molekularen Sauerstoff enthaltenden Gases in Gegenwart eines festen Katalysa-
    S tors, der aus einem inerten Träger und einer auf diesen aufgetragenen katalytisch aktiven Substanz besteht, die Vanadinpentoxld, ein Alkallmetallsulfat und ein Alkallmetallpyrosulfat sowie gegebenenfalls das Oxid oder Sulfat eines anderen Metalls enthält, bei dem man dem zugefuhrten Ausgangsmaterial Schwefeltrioxid oder eine Im Reaktionssystem zur Bildung von Schwefeltrioxid befähigte Schwefelverbindung zuführt, dadurch gekennzeichnet, daß man In dem Reaktionssystem eine Schwefeltrioxidkonzentration von 0,3 bis 2,0 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Naphthalins, elnhäl;.
DE19752506809 1974-02-18 1975-02-18 Verfahren zur Herstellung von 1,4- Naphthochinon Expired DE2506809C2 (de)

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