DE25066C - Streckwerk für Spinnereimaschinen - Google Patents
Streckwerk für SpinnereimaschinenInfo
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- DE25066C DE25066C DENDAT25066D DE25066DA DE25066C DE 25066 C DE25066 C DE 25066C DE NDAT25066 D DENDAT25066 D DE NDAT25066D DE 25066D A DE25066D A DE 25066DA DE 25066 C DE25066 C DE 25066C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H5/00—Drafting machines or arrangements ; Threading of roving into drafting machine
- D01H5/18—Drafting machines or arrangements without fallers or like pinned bars
- D01H5/22—Drafting machines or arrangements without fallers or like pinned bars in which fibres are controlled by rollers only
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 76: Spinnerei.
Bisher wurden die Verzugscylinder der Spinnmaschinen sowohl bei Seifactoren, wie bei
Drosselmaschinen so angeordnet, dafs die Contactlinie, nach welcher die Gespinnstfasern sich
zwischen den Cylindern bewegen, eine gerade Linie L-N bildet, und zwar entweder in horizontaler
Richtung nach Fig. ι oder in schiefer Richtung nach Fig. 2; diese Linie sei »gerade
Verzugslinie« genannt.
Diese Anordnung nach der geraden Verzugslinie hat verschiedene Nachtheile, je nach ihrer
horizontalen oder schiefen Richtung und je nach dem System der Spinnmaschinen.
I. Gemeinsame Nachtheile der geraden Verzugslinie an Seifactoren, an Flügel-
und Ring-Drosselmaschinen.
a) Gerade Verzugslinie in horizontaler Richtung,
Fig. i.
Die Gespinnstfasern haben zu wenig Berührung mit den cannelirten Zwischencylindern,
d. h. mit denjenigen Cylindern, welche zwischen der ersten und der letzten Cylinderreihe liegen;
die Fasern werden nicht genügend gehalten, und es erfolgt daraus ein unregelmäfsiger Verzug;
dieser Uebelstand besteht besonders bei Zwischencylindern, deren Pressionscylinder keine
weiche Bekleidung haben und nur durch ihr eigenes Gewicht wirken, wie dies z. B. bei den
Spinnmaschinen für Kammgarn der Fall ist.
b) Gerade Verzugslinie in schiefer Richtung,
Fig. 2.
Die schiefe Richtung wirkt überhaupt nach-
Die schiefe Richtung wirkt überhaupt nach-
und unsichere Lagerung und Wirkungsweise der Pressionsorgane der zweiten Cylinderreihe und
aller nachfolgenden Reihen, so viel ihrer sind, und dies um so mehr, je geringer deren Belastung
ist. Sie wirkt aber besonders nachtheilig bei Maschinen, bei welchen die Pressionscylinder
der zweiten Cylinderreihe und der nachfolgenden Reihen, so viel ihrer sind, nur
durch ihr eigenes Gewicht auf die Gespinnstf fasern drücken und nur durch Contact mit den
unteren cannelirten Cylindern ihre Bewegung erhalten. Die Zapfen dieser Pressionscylinder
erleiden durch ihr Gewicht eine starke Reibung gegen die vordere Wand der Schlitze, durch
welche sie gehalten sind; diese Reibung hindert die regelmäfsige Umdrehung der Pressionscylinder
und verursacht einen unregelmäfsigen Verzug.
II. Specielle Nachtheile der geraden Verzugslinie an Flügel - und Ring-Drosselmaschinen.
a) Gerade Verzugslinie in horizontaler Richtung,
Fig. ι und 3.
Die Fig. 1 stellt im Schnitt die Anordnung einer Ring-Drosselmaschine dar; hier ist ein
grofser Nachtheil: beim Heraustreten aus der ersten Cylinderreihe (den Streckcylindern) werden
die Gespinnstfasern, besonders bei wenig gedrehtem Gespinnst, von α nach h befördert,
ohne durch Drehung verbunden zu werden, weil diese sich nicht über den Tangentialpunkt
b fortpflanzen kann.
Weil nun die Fasern nicht verbunden und zu schwach sind, um einzeln die Spannung des
Gespinnstes auszuhalten, so entstehen viel Faden-
^1854
bräche und Abgang und aufserdem brechen die einzelnen Fasern in grofser Zahl und liefern
ein schwaches Gespinnst voller Unregelmäfsigkeiten.
Die Fig. 3 stellt im Grundrifs das Gespinnst dar mit seiner ungedrehten Stelle a b.
Meine neue Anordnung der Verzugscylinder nach der gebrochenen Verzugslinie A-B-C-D,
Fig. 4, beseitigt alle oben erwähnten Nachtheile.
1. Vermittelst der gebrochenen Verzugslinie A-B-C-D, Fig. 4, kommen die Gespinnstfasern
in gröfsere und genügende Berührung mit den cannelirten Zwischencylindern, welche hier in
der Zweizahl angegeben sind, B und C.
2. Diese Anordnung gestattet, die Pressionscylinder der ersten Reihe (der Streckcylinder)
so weit vorwärts gegen die Spindeln zu neigen, als nöthig, damit die Drehung des Gespinnstes
sich ohne Hindernifs bis zu dem Austritt der Gespinnstfasern aus den Streckcylindern fortpflanzen
kann, was bei der geraden Verzugslinie in horizontaler Richtung nicht möglich wäre, weil die Entfernung zwischen der Contactlinie
der Streckcylinder und der Contactlinie der zweiten Cylinderreihe zu grofs und dadurch
grofse Unegalitäten des Gespinnstes verursachen würde.
3. Bei dieser Anordnung können trotz der stark nach vorn geneigten Pressionscylmder der
Streckcylinder, die Pressionscylinder der zweiten Cylinderreihe und aller nachfolgenden Reihen,
so viel ihrer sind, senkrecht auf die cannelirten Cylinder gelagert werden, was wiederum bei
einer geraden Verzugslinie in schiefer Richtung unmöglich ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Streckwerk für Spinnereimaschinen, bei welchem für alle zwischen Vorder- und Hintercylinder enthaltenen Streckwalzenpaare die geringelten Untercylinder von den Fäden auf einem längeren Bogen berührt werden, als die glatten Obercylinder, und gleichzeitig die Centrallinie der Vorderwalzen bei verticaler Stellung der Centrallinie aller ijbrigen Walzenpaare normal auf die Richtung der ablaufenden Fäden gestellt ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE25066C true DE25066C (de) |
Family
ID=301534
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT25066D Active DE25066C (de) | Streckwerk für Spinnereimaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE25066C (de) |
-
0
- DE DENDAT25066D patent/DE25066C/de active Active
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