DE2506505C2 - Farbstofflösung und ihre Verwendung als Eindringfarbe - Google Patents
Farbstofflösung und ihre Verwendung als EindringfarbeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Farbstofflösung, die als abwaschbare Eindringfarbe zur Feststellung von Rissen,
Sprüngen und Lunkern in der Oberfläche von Gegenständen verwendet wird. Diese Eindringtiefe ist leicht
mit Wasser abzuwaschen, beständig und empfindjich. Als Lösungsmittel enthält sie ein biologisch abbaubares
nichtionisches Netzmittel in Form von gewissen oxyalkylierten Alkoholen.
Bei den bekannten Verfahren dieser Art werden Eindringfarben verwendet, die vorzugsweise einen fluoreszierenden
Farbstoff enthalten. Sie dringen ein in die öffnungen der Risse oder Lunker in der zu untersuchenden
Oberfläche. Man bringt sie auf die zu untersuchende Oberfläche auf und entfernt dann den Überschuß.
Hierbei kann ein »Entwickler« angewendet werden, der als Docht wirkt, und die flüssige Farbe mit dem
fluoreszierenden Farbstoff, die noch in den Rissen oder Lunkern enthalten ist, durch Kapillarwirkung heraussaugt.
Dann belichtet man die Oberfläche in geeigneter Weise, z. B. mittels unsichtbarem Fluoreszenz erzeugenden
Lichtes, wobei die Lage der Risse oder Lunker festgestellt wird durch sichtbares fluoreszierendes Licht
von dem Farbstoff, der in den Rissen oder Lunkern nach der Entfernung der Farbe von den anderen Teilen
der Oberfläche enthalten war.
Für den besten Erfolg, insbesondere für die Feststellung und Ortung von sehr kleinen Rissen, Sprüngen
und Lunkern, ist es erforderlich, daß die Eindringfarbe sehr empfindlich ist.
Üblicherweise verwendet man flüchtige Lösungsmittel zum Verdünnen der Eindringfarbe. Dies geschieht
hauptsächlich deswegen, um die Viskosität der Eindringfarbe herabzusetzen, damit sie auch versprüht
werden kann. Zu diesem Zweck sind bei den bekannten Eindringfarben Kerosin, leichte Heizöle, Methyläthylketon
verwendet worden. Alles das sind sehr leichtflüchtige Lösungsmittel. Hierzu wird beispielsweise auf
die US-PS 28 06 959 verwiesen. Die meisten, bisher verwendeten Eindringfarben erfordern die Verwendung
einer Kombination von Lösungsmitteln, zu denen primäre und sekundäre Lösungsmittel, verdünnende
Lösungsmittel und Netzmittel gehören.
Die Verwendung von flüchtigen Lösungsmitteln in
Eindringfarben bringt aber verschiedene Nachteile mit sich. Bei der Verwendung flüchtiger Lösungsmittel in
Eindringfarben entstehen Dämpfe des Lösungsmittels durch die schnelle Verdunstung.
Zusätzlich ist die Beständigkeit der Eindringfarbe wesentlich, ohne daß es hierbei notwendig wäre, die
ίο verschiedenen flüssigen Bestandteile sorgfältig derart
auszuwählen, daß die Eindringfarbe in die Risse, Sprünge und Lunker eindringt, daß der Farbstoff gut
gelöst ist, daß die Farbe gut benetzt und leicht abgewaschen werden kann.
Ein weiterer Gesichtspunkt ist in der letzten Zeit hinsichtlich solcher Eindringfarben ins Spiel gebracht
worden. Die zur Zeit verwendeten Eindringfarben, die Lösungsmittel und Netzmittel enthalte?, verursachen
Schwierigkeiten bei der Frage, wie sie nach dem Gebrauch beseitigt werden können. Deshalb ist es wichtig,
Eindringfarben herzustellen, die biologisch abbaubar sind, d.h. Lösungsmittel und Träger enthalten, die
biologisch abbaubar sind und trotz des zur Zeit herrschenden Engpasses für petrochemische Produkte
leicht erhältlich sind.
Ferner sind aus der US-PS 29 53 530 Eindringfarben bekannt, die verschiedene Arten von Lösungsmitteln
auf Oxyalkylat-Basis enthalten können, u.a. auch ein
Gemisch aus einem geradkettigen, primären aliphati-
sehen Alkohol, welcher mit Äthylenoxyd und Propylenoxyd
oxyalkylisiert wurde. Dieser Alkohol ist jedoch das Butanol. Daneben sind noch iso-Butanol, Äthanol
und als einziger höherer Alkohol ein verzweigter, sekundärer aliphatischen Cn-Alkohol angeführt, und
J5 zwar das 7-Äthyl-2-methyl-undecanol-4. Eindringfarben,
welche diese oxyalkylierten Alkohole als Lösungsmittel enthalten, weisen aber den Nachteil auf, daß sie
schlecht oder gar nicht abbaubar sind.
Aufgabe der Erfindung ist dementsprechend die Bereitstellung einer leicht mit Wasser abwaschbaren Eindringfarbe, bei welcher die üblichen flüchtigen Lösungsmittel und Netzmittel nicht verwendet werden, die daher die obenerwähnten Nachteile nicht aufweist, die sehr beständig ist, eine hohe Sensitivität hat und
Aufgabe der Erfindung ist dementsprechend die Bereitstellung einer leicht mit Wasser abwaschbaren Eindringfarbe, bei welcher die üblichen flüchtigen Lösungsmittel und Netzmittel nicht verwendet werden, die daher die obenerwähnten Nachteile nicht aufweist, die sehr beständig ist, eine hohe Sensitivität hat und
■45 praktisch nicht brennbar und nicht toxisch ist, die ferner
gut benetzt und die als Lösungsmittel bzw. Träger nur eine einzige Art, leicht erhältlicher und biologisch abbat/barer
Verbindungen enthält, so daß damit die gesamte Eindringfarbe praktisch biologisch abbaubar ist.
Erfindungsgegenstand sind daher din Farbstofflösungen
gemäß Ansprüche 1 und 2 und deren Verwendung als E'ndringfarbe zur Feststellung von Rissen, Sprüngen
und Lunkern ;η der Oberfläche von Gegenständen.
Die erfindungsgemäße Farbstofflösung erfordert als
>i Eindringfarbe nicht die Gegenwart zusätzlicher Lösungsmittel
oder Netzmittel. Die erfindungsgemäße Lösung ist daher sehr einfach durch Mischen herzustellen.
Ihre Verwendung ist einfach und wirtschaftlich. Sie ist biologisch abbaubar und leicht erhältlich, da das
mi Lösungsmittel weniger abhängig ist von petrochemischen
Quellen für seine Herstellung. Sie dringt sofort ir, die Risse, Sprünge und Lunker der Oberfläche ein,
ohne daß man lange hierauf zu warten braucht, wie es bei den handelsüblichen Eindringfarben der Fall ist. Sie
tv) ist sehr beständig, hat eine gute Netzfähigkeit, und ist
leicht — sogar in einem einzigen Abwaschvorgang — von der Oberfläche abzuwaschen, ohne daß die in die
Risse, Sprünge und Lunker eingedrungene Farbe ent-
fernt wird. Da das erwähnte Lösungsmittel sehr wenig
flüchtig ist, ergibt es eine Farbe mit einer gleichmäßigen und beständigen Empfindlichkeit. Das Lösungsmittel
hat einen hohen Flammpunkt und ist praktisch nicht entzündbar, ist praktisch geruchlos, und ist, was
von besonderer Wichtigkeit ist, biologisch abbaubar.
Wie in Anspruch 1 dargelegt, ist das Lösungsmittel der erwähnten Art ein Gemisch von Verbindungen der
Formel
R-O(A)H,
hierbei bedeutet R einen linearen Alkylrest mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen, wobei wenigstens 70 Gew.-%
dieser Verbindungen in dem Gemisch Reste R mit 12 bis 16 Kohlenstoffatomen sind. A ist ein Gemisch von
Oxypropylenresten und Oxyäthylenresten. Diese Reste machen 55 bis 80 Gew.-% der Verbindungen aus, wobei
das Gewichtsverhältnis der Oxypropylreste zu den Oxyäthylenresten zwischen 0,85 :1 und 2,75 :1, vorzugsweise
zwischen 1,25 :1 und 2,25 :1, liegt.
Bei diesem Gemisch handelt es sich um ein »cogenerisches
Gemisch«, wobei dieser Ausdruck eine Reihe von eng miteinander verwandten Homologen bezeichnet,
die erhalten werden durch Kondensation von mehreren Alkylenoxydeinheiten mit einem Gemisch von
Alkoholen. Bekanntlich entstehen bei der Herstellung eines solchen Gemisches Oxyalkylene mit verschiedenen
Kettenlängen.
Die nicht-ionischen, biologisch abbaubaren Netzmittel als Lösungsmittel für den Farbstoff werden hergestellt
durch Kondensation eines Gemisches von Alkoholen, wie cSen beschrieben, mit einem Gemisch
von Äthylenoxyd und Propyler^xyd in Gegenwart eines alkalischen Katalysators, wie Kaliumhydroxyd.
Das Gemisch der Aikylenoxyde V.inn dem Alkohol kontinuierlich oder stufenweise zugesetzt werden. In
so hergestellten Endprodukten sind die Oxyäthylenreste und Oxypropylenreste innerhalb eines weiten
Bereiches verteilt.
Nicht-ionische oberflächenaktive Mittel, wie sie oben erwähnt sind, und Verfahren zu ihrer Herstellung sind
in der US-Patentschrift 35 04 041 beschrieben. In der oben erwähnten Patentschrift wird gesagt, daß diese
Netzmittel verwendet werden können als Zusätze zum Spülen in automatischen Geschirrspülmaschinen.
Weitere congenerische Gemische von Kondensationsprodukten, die als Lösungsmittel eingesetzt werden
können, und das Verfahren zu ihrer Herstellung sind in der US-Patentschrift 33 40 309 beschrieben.
Auch nach dieser Patentschrift können diese Verbindungen als Zusätze beim Spülen in automatischen
Geschirrspülmaschinen verwendet werden.
Für die Eindringfarben können beliebige Farbstoffe geeignet sein. Vorzugsweise wird für diesen Zweck
ein fluoreszierender Farbstoff verwendet. Hierbei können verschiedene Arten von fluoreszierenden Farbstoffen
verwendet werden.
Die erfindungsgemäße Farblösung kann auch nichtfluoreszierende Farbstoffe enthalten, wie beispielsweise
Azofarbstoffe. Diese Farbstoffe können dann verwendet werden, wenn nur Tageslicht verfügbar ist, insbesondere
dann, wenn die zu untersuchende Oberfläche verhältnismäßig große Risse enthält. Die Verwendung
von fluoreszierenden Farbstoffen wird aber vorgezogen, weil sie empfindlicher und leichter feststellbar sind.
Die erfindungsgemäß als Eindringfarben verwendeten Farbstofflösungen ermöglichen ein schnelles und
fast augenblickliches Entfernen der überschüssigen Farbe von der Oberfläche durch Waschen mit Wasser,
z. B. durch Aufsprühen von Wasser oder eines Gemisches
von Luft und Wasser, oder durch Abwischen mit einem mit Wasser oder mit einem schnell trocknenden
Lösungsmittel, wie Trichloräthan, angefeuchteten Tuch, ohne daß hierbei Emulgatoren oder dergleichen erforderlich
sind. Die erfindungsgemäße Farbstofflösung benetzt also ausgezeichnet, und läßt sich praktisch sofort
mit Wasser abwaschen, ohne daß hierbei die in die Risse,
ίο Sprünge und Lunker eingedrungene Farbe entfernt wird.
Gewünschtenfalls können auch kleine Mengen von Verdünnungsmitteln, wie Kerosin, und von flüchtigen
Lösungsmitteln, wie Methyläthylketon, Isopropylalkohol und dergleichen, zugesetzt werden, um die Eigenschäften
der Farbstofflösung zu ändern. Bei der bevor-Ldgten Anwendung werden diese Zusatzstoffe aber
nicht verwendet
Die Menge des in der erfindungsgemäßen Lösung enthaltenen Farbstoffes kann je 100 Gewichtsteile des
Netzmittels 0,1 bis 15, vorzugsweise 0,5 bis 10 Gewichtsteile des Farbstoffes sein. Bei der Herstellung
wird der Farbstoff einfach dem oxyaikyiierten Alkohol zugesetzt, und zwar in der gewünschten Menge. Die
so erhaltene Eindi ingfarbe hat eine hohe Beständigkeit Beim 16stündigen Erwärmen in einem mit warmer Luft
beheizten Ofen auf 1500C hatte die unten beschriebene
Zusammensetzung I ihre Eigenschaften nicht verloren, und es gingen erhebixh weniger Feststoffe durch Verdampfung
verloren, als bei den üblichen bekannten Eindringfarben, die derselben Prüfung unterworfen
wurden.
Es können drei verschiedene Arten von Entwicklern verwendet werden, nämlich ein trockenes Pulver, ein
wäßriger Entwickler und ein Entwickler auf der Grundlage von flüchtigen Lösungsmitteln. In jedem Falle enthält
der Entwickler ein leicht gefärbtes Pulver, dessen Überzug kontrastiert mit der Farbe des Farbstoffes in
der Eindringfarbe, wobei der Entwickler als Docht oder Löschblatt wirkt, und die flüssige Eindringfarbe, die
einen Farbstoff, wie einen fluoreszierenden Farbstoff, enthält, und in den Rissen, Sprüngen oder Lunkern der
Oberfläche zurückgehalten war, auf die Oberfläche durch Kapillarwirkung herauszieht. Bevorzugte Zusammensetzungen
für Entwickler sind in der US-PS 38 03 051 beschrieben. Das sind trockene Pulver, die
aufgeschäumtes Aluminiumoxyd, aufgeschäumtes Siliziumdioxyd, aufgeschäumtes Titandioxyd und Talkum
enthalten. Die US-Patentschrift 37 48 469 beschriebt einen nicht-wäßrigen Entwickler, der im wesentlichen
aus Isopropylalkohol, Talkum und Glycolmonobutyläther besteht.
| Bei | spiel 1 | Gewichts- |
| Die als Komposition I | Teile | |
| farbe enthielt | bezeichnete flüssige Eindring- | 99,0 |
| Komposition 1 | 5,0 | |
| Volumen- | ||
| Produkt Λ | Teile | 1,5 |
| Substituierter Cumarin- | 22,5 | |
| farbstoff | 2,0 | 105.0 |
| Substituierter Naphthal- | ||
| imidfarbstoff | 0,66 | |
| Zusammen | ||
| 25.16 | ||
Produkt A ist ein Gemisch von geradkettigen, primären, aliphatischen oxyalkylierten Alkoholen, das in
den Alkoholresten 10 bis t8 Kohlenstoffatome enthält,
ferner insgesamt 4 bis 14 Oxyäthylenreste und Oxypropylenreste enthält, und in der US-Patentschrift
35 04 041, S. 1, Sp. 2, Zeilen 30—56, beschrieben ist
Die einen fluoreszierenden Farbstoff enthaltende Eindringfarbe Komposition I wurde auf die eine Hälfte
der Oberfläche einer mit Chrom plattierten Messingplatte aufgesprüht, die sehr kleine 0,5 bis 2,5 Mikron
weite Risse enthielt, die über die ganze Oberfläche verteilt waren. Dann wurde ein Gemisch von Luft und
Wasser auf den Überzug aufgesprüht, wobei von der Oberfläche sofort die Eindringfarbe abgewaschen
wurde, ohne sie aus den Rissen der Oberfläche zu entfernen. Die Farbe, Komposition I, mit Produkt A hatte
für die Risse und die Fehlev in der Oberfläche der Platte eine erheblich größere Affinität als übliche Eindringfarben.
Die andere Hälfte der Platte wurde besprüht mit einer, einem fluoreszierenden Farbstoff, flüchtiges Keton
als Lösungsmittel und ein Phenyl-polyäthylenglycol-äther
als Netzmittel enthielt Fei Verwendung dieser Farbe wurden Emulgatoren benötigt, um den
Oberschuß von der Oberfläche der Platte zu entfernen.
Beide Hälften der Platte wurden nach dem Abwaschen der Farbe mit einem pulverförmigen Entwickler
bedeckt, der die nachstehende Zusammensetzung hatte.
Gew.-%
Talkum 52
Aluminiumoxyd 35
Siliziumdioxyd 4
Titandioxyd 9
Dieser Entwickler wurde während 2 Minuten auf der Oberfläche der Platte belassen.
Dann wurde durch einen leichten Luftstrom überschüssiger Entwickler von den beiden Hälften der
Platte entfernt.
Beide Hälften der Platte wurden dann unter Belichtung mit unsichtbarem, Fluoreszenz erzeugendem Licht
beobachtet. Auf der ersten Hälfte der Platte, die mit der Komposition I behandelt worden war, wurden zahlreiche,
leicht erkennbare Mikrorisse festgestellt, wobei diese Mikrorisse fluoreszierten und in größerer Konzentration
festgestellt wurden, als die Mikrorisse auf der anderen Hälfte der Platte.
Die Empfindlichkeit der Komposition I nach Beispiel 1 wurde herabgesetzt durch Zusatz von 1 Volum-Tabelle
I
teil Produkt A zu 1 Volumteil der Komposition J (Komposition
II) und durch Zusatz von 4 Volumteilen Produkt A zu 1 Volumteil der Komposition I (Komposition
III),
Versuche nach dem Beispiel 1 wurden durchgeführt, wobei die Komposition II auf einer Platte mit Rissen
von mittlerer Größe, und die Komposition III auf einer Platte mit großen Mikrorissen verwendet wurde.
In beiden Fällen ließen sich die Risse durch ihre
ίο Helligkeit ebenso leicht feststellen wie bei Verwendung
der Komposition I nach Beispiel 1.
Die Beispiele 1 und 2 zeigen, daß die Komposition I ein Mittel hoher Empfindlichkeit zum Feststellen von
Mikrorissen ist, die Komposition II, verdünnt mit 1 Teil Produkt A ein Mittel mittlerer Empfindlichkeit zur
Feststellung von Rissen mittlerer Größe, und die Komposition III verdünnt mit 4 Teilen Produkt A ein Mittel
geringerer Empfindlichkeit. Die erfindungsgemäße Farbe kann daher für einen weiten Empfindlichkeitsbereich
eingestellt werden, um die Rissen von den alierfeinsten Mikrorissen bis zu d*··". größten Rissen festzustellen,
ohne daß hierbei die Anvaschbarkeit der Farbe geändert zu werden braucht Mit anderen Worten, die
Kompositionen I, II, III sind alle gleich abwaschbar.
Demgegenüber erfordern die handelsüblichen Eindringfarben Lösungen verschiedener Abwaschbarkeit
zur Regelung der Eindringfähigkeit der Farbe in Risse, um damit verschiedene Empfindlichkeiten zu erzielen.
Die erfindungsgemäße Farbstofflösung hat die einzigartige Eigenschaft einer großen Affinität für Risse und
Fehlstellen, während gleichzeitig die Farbe von der übrigen Oberfläche sofort durch einfaches Aufsprühen
von Wasser abgewaschen werden kann, ohne sie aus den Rissen zu entfernen.
35
Versuche zur Feststellung von Mikrorissen auf AIuminiumplatten
wurden so durchgeführt, wie es im Beispiel 1 beschrieber, ist Hierbei wurde die Komposition 1
mit Produkt A verwendet.
Die erhaltenen Ergebnisse waren denen nach Beispiel 1 ähnlich.
Das obenerwähnte Produkt A gehört zu der Art von Netzmitteln, die in den US-Patentschriften 33 40 309
und 35 04 041 beschrieben sind, insbesondere in der letzteren.
so B e i s ρ i e I 4
Verwendet werden können auch Eindringfarben der nachstehenden Zusammensetzungen:
Gewichtsteile
II III
IV
vr
Produkt A
Substituierter Cumarinfarbstoff
Substituierter Naphthalimidfarbstoff 88
92
94
4
2
4
2
65 Farbstoff enthielt, sondern auf 15 Volumteile Produkt
A I VolumHI eines Azofarbstoffes. Zum Vergleich Das Verfahi en des Beispiels 1 wurde wiederholt, mit wurde eine übliche Eindringfarbe nach Beispiel 1 mit
der Ausnahme. d?R die Farbe keinen fluoreszierenden einem nicht-fluoreszierenden Farbstoff verwendet.
7 8
Ausgezeichnete Ergebnisse bei der Feststellung von Die Helligkeit und die Empfindlichkeit der Farbstoff-
Rissen wurden bei Verwendung der erfindungsgema- spuren bei diesem Beispiel waren aber nicht so gut. wie
Gen Farbstofflösungen erzielt, im Vergleich mit der bei der Verwendung einer erfindungsgemäßen Färb·
Farbe nach dem Stand der Technik, die einen nicht- stofflösung nach Komposition I mit einem fluores/ie-
fluoreszierenden Farbstoff enthielt. . renden Farbstoff.
Das Verfahren des Beispiels I wurde wiederholt, mit wurde 2 Minuten lang auf der Oberfläche der Platte
der Ausnahme, daß anstelle eines pulverförmiger! Ent-
<■ belassen, bis der gesamte Isopropylalkohol verdunstet
wicklers ein nicht-wäßriger Entwickler nach der US-Pa- war und ein llberzug aus praktisch trockenem Pulver
•cntschrift 37 48 469 verwendet wurde, der 70.τ dew.-11Ii 'urückblicb.
Isopropylalkohol. 2H.b Cjew.-"'n F.ilkupi und 0.4 Ciew. ■"!>
Die hierbei ei ha I ten en F.rgebnisse entsprachen denen
fjKcolmonobuiNliither enthielt. Dieser IntuKkler nach Beispiel I.
Claims (3)
1. Lösung eines Farbstoffes, dadurch gekennzeichnet, daß das Lösungsmittel für den
Farbstoff ein Gemisch von geradkettigen, primären aliphatischen oxyalkylierten Alkoholen der allgemeinen
Formel R-O(A)H ist, worin R ein Alkylrest
mit 10—18 Kohlenstoffatomen, bestehend zu mindestens 70 Gew.-% aus Alkylresten mit 12 bis
16 Kohlenstoffatomen, ist und worin A ein Gemisch von Oxypropylen- und Oxyäthylenresten im Gewichtsverhältnis
zwischen 0,85 :1 und 2,75 :1 ist,
wobei die genannten Oxyalkylenreste zusammen 55 bis 80 Gew.-% des oxyalkylierten Alkohol-Gemisches
ausmachen.
2. Lösung eines Farbstoffs nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen fluoreszierenden
Farbstoff enthält
3. Verwendung der Farbstofflösungen gemäß Ansprüchen 1 und 2 als Eindringfarbe zur Feststellung
von Rissen, Sprüngen und Lunkern in der Oberfläche von Gegenständen.
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| FR2262085A1 (de) | 1975-09-19 |
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| DE2506505A1 (de) | 1975-08-28 |
| JPS50120390A (de) | 1975-09-20 |
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