DE2506443B2 - Verfahren zur Herstellung von Chromoxidgrün - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von ChromoxidgrünInfo
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Description
Wegen seiner chemischen und thermischen Stabilität stellt Chromoxidgrün ein geschätztes Pigment dar. Auf
Grund seines etwas stumpfen, grünen Farbtons sind vielfältige Versuche unternommen worden, zu einem
leuchtenderen Grün zu gelangen. Diese Versuche haben aber bisher nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt.
Neben dem Farbton stellt die Farbstärke ein wesentliches Kriterium für die Anwendbarkeit dar. Für die
Praxis werden aus wirtschaftlichen Gründen Pigmente mit möglichst hoher Farbstärke gewünscht.
Die Darstellung von Chromoxidgrün erfolgt in der Regel durch Reduktion eines Alkalichromats, vorzugsweise
Natriumdichromat, Glühen des Reduktionsproduktes, Waschen, Trocknen und Mahlen. Als Reduktionsmittel
ist beispielsweise Schwefel geeignet. Ferner wurden auch Verfahren beschrieben, bei denen man
durch thermische Zersetzung spezieller Cr(VI)-Verbindungcn, z. B. CK>3 oder (NH4J2Cr2O7, zu Chromoxidgrün
gelangt. Allen Verfahren gemeinsam ist der stumpfe Farbton des resultierenden Chromoxids. Bei der
mcnTüäCncn ZcrSctZüHg ucS
fällt darüber hinaus das gebildete Cr2O3 unerwünschterweise in außerordentlich feinteiliger Form als voluminöses Pulver an. Infolge seiner geringen Teilchengröße ist
dieses Produkt als Pigment nicht geeignet, da es nur eine geringe Farbstärke aufweist Versuche, das voluminöse
Zersetzungsprodukt von Ammoniumdichromat zu verdichten, wurden bereits beschrieben. So wird nach der
UdSSR-Patentschrift 1 07 488 Natriumdichromat zugesetzt, um ein schwereres Produkt zu erhalten und
Staubprobleme zu verhindern. In der US-Patentschrift
32 78 261 wird ein Verfahren zur Herstellung eines dichten Chromoxids durch den Zusatz von 0,1 bis 5
Gew.-% eines Alkalihalogenids bei der thermischen Zersetzung von Ammoniumdichromat beschrieben. In
Spalte 2, Zeilen 1 bis 14, dieser US-PS wird ausgeführt,
daß üblicherweise 0,1 bis 5 Gew.-%, bezogen auf Chromoxid, schmelzbares Salz zugesetzt werden. Unter
»stöchiometrisch äquivalent« ist in dieser US-PS das Stoffpaar Chromat bzw. Dichromat und Chromoxid zu
verstehen, die Zusatzmenge an schmelzbarem Salz richtet sich dann nach der berechneten Menge an
Chromoxid. Bezüglich dieser US-PS wurden Vergleichsversuche durchgeführt, vergleiche Beispiel K, Tabellen 2
und 3. Ammoniumdichromat selbst ist eine Verbindung, die erst durch ein aufwendiges Verfahren aus dem beim
Aufschluß von Chromerz als Primärprodukt anfallenden Natriumchromat bzw. Natriumdichromat gewonnen
werden muß. Dazu wird eine Natriumdichromatlösung heiß mit der stöchiometrischen Menge Ammoniumchlorid
oder Ammoniumsulfat zur Umsetzung gebracht, das gebildete NaCl bzw. Na2SO4 in der Hitze abfiltriert und
anschließend das Ammoniumdichromat durch Kühlung auskristallisiert. Wegen der Gefahr einer heftigen
Zersetzung von Ammoniumdichromat muß die Handhabung äußerst vorsichtig geschehen.
Daher wurde auch schon versucht, die Herstellung von Ammoniumdichromat zu umgehen und statt dessen
eine Mischung aus Natriumdichromat und Ammoniumchlorid bzw. Ammoniumsulfat einer Erhitzung zu
unterwerfen, wobei neben Cr2Oj das entsprechende
Natriumsalz entsteht, das durch Waschen entfernt werden kann.
In der US-Patentschrift 14 29 912 wird Ammoniumsulfat mit der doppelten Menge Na2Cr2O7 gemischt,
eventuell unter Zusatz einer kleinen Wassermenge und bei 400° C umgesetzt. Nach dem Verfahren des DRP
7 28 233 werden Natriumdichromat und Ammoniumsulfat im Verhältnis 70 :30 gemischt und mehrere Stunden
auf 700 bis 800° C erhitzt. Auch bei diesen Verfahren gelingt es nicht, zu Pigmenten mit einem leuchtenderem
Grün zu gelangen.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, Chromoxidpigmente mit leuchtenderen Grünfarbtönen bei gleichzeitig
hoher Farbstärke herzustellen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Chromoxidgrünpigment
durch Erhitzen eines wasserhaltigen Gemisches von Ammoniumdichromat und Alkalichlorid und/oder -sulfat
unter anschließendem Glühen bei Temperaturen von 800 bis 1100° C, wobei das Gemisch unmittelbar in die
heiße Zone eines Ofens eingetragen wird, wonach das gebildete Pigment von den Salzen abgetrennt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch bezogen auf 1 Mol Ammoniumdichromat 2 Mol Natriiimionen in
Form des Chlorids oder Sulfats enthält, wobei Abweichungen bis zu ±10% bei diesem Verhältnis
auftreten können.
in der einfachsten Ausiühruiigsfunii des erfiiidungs-
gemäßen Vc-rfahrens werden Ammoniumdichromat und
Natriumchlorid bzw. -sulfat in stöchiometrisch äquivalenten
Mengen miteinander gemischt und anschließend mit der gewünschten Wassermenge versetzt
Unter dem Begriff »stöchiometrisch äquivalente Menge« soll der Zusatz von 2 Mol Natriumionen in
Form des Chlorids oder Sulfats pro Mol Ammoniumdichromat verstanden werden. Die genannten stöchiometrischen
Verhältnisse in der Mischung aus Ammoniumdichromat und Natriumsalz ergeben sich bei der
»in situ«-Herstellung der Mischung aus Natriumdichromat
und Ammoniumchlorid oder Ammorsiumsulfat nach folgenden Gleichungen (1) und (2) direkt:
Na2Cr2O7 + 2NH4Cl = (NH4J2Cr2O7 + 2NaCI (1)
Na2Cr2O7 + (NH4J2SO4 = (NH4I2Cr2O7 + Na2SO4
Bei den Umsetzungen entsprechend dieser Gleichungen können geringe, z. B. 10%ige Abweichungen nach
beiden Seiten toleriert werden. Ein Unterschuß an Ammoniumsalz macht sich durch einen Rückgang der
CraOi-Ausbeute bei der Pigmentbildung unerwünscht
bemerkbar, ein Überschuß führt zu Verdampfungsverlusten der überschüssigen Ammonsalze und Kondensation
in nachgeschalteten Apparateteilen. Es ist besonders vorteilhaft, diese Umsetzungen bereits in Gegenwart
der für die GlQhung zum Pigment notwendigen Wassermenge durchzuführen.
Günstige Wasserzusätze liegen zwischen i und 45 Gew.-%, bezogen auf die Mischung. Bevorzugte
Wassermengen liegen etwa zwischen 10 und 40 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt bei etwa 20 bis 30
Gew.-% Wasser.
In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die innige Mischung
von Ammoniumdichromat mit Natriumchlorid bzw. Natriumsulfat dadurch erhalten, daß eine konzentrierte
wäßrige Lösung von Natriumdichromat intensiv mit dem festen, feingemahlenen Ammonsalz, insbesondere
in der Hitze, gemischt wird, wobei ohne Isolierung von Ammoniumdichromat die praktisch vollständige Bildung
dieser Verbindung abläuft (Herstellung der Mischung »in situ«). Dies ist von Wichtigkeit für die
Qualität des späteren Pigments, da bei unvollständiger Umsetzung — etwa durch schlechtes Vermischen oder
Verwendung von zu grobem Ammonsalz — schlechtere Pigmente resultieren. Als Mischer sind z. B. Dissolverscheiben,
Propellerrührer od. dgl. oder auch Mischschnecken gut geeignet Die Teilchengröße des
eingesetzten Ammoniumsulfats bzw. -Chlorids ist wichtig. Besonders gute Ergebnisse werden erzielt,
wenn die Teilchen im wesentlichen unter 0,5 mm, vorzugsweise unter 0,25 mm, liegen. Liegt die Teilchengröße
im wesentlichen oberhalb etwa 1 mm, so resultieren deutlich schlechtere Pigmente. Besonders
gut bewährt haben sich Konzentrationen der wäßrigen Natriumdichromatlösung zwischen etwa 1100g
Na2Cr2O7 · 2 H2O/I und etwa 1600 g
Na2Cr2O7 · 2 H2O/1; die Mischtemperaturen liegen
zwischen etwa 30cC und der Siedetemperatur der
Mischung, die Mischzeiten zwischen 10 Minuten und 2 Stunden. Dabei muß bei längerer Heizzeit durch
bekannte Maßnahmen, wie z. B. durch Rückflußkühler, übermäßiges Verdampfen von Wasser vermieden
bleibt Durch diese Art des Vermischens erhält man im angegebenen Konzentrationsbereich eine in der Hitze
gut fließfähige Paste, die entweder als solche zum Ofen transportiert werden kann oder durch geringes
Abkühlen einen je nach Wassergehalt mehr oder weniger steifen Brei bis zu festem Kuchen bildet Der
Kuchen läßt sich dann in Stücke brechen und kann dem Ofen stückig zugeführt werden. Geht man von der
niedrigeren Konzentration an Natriumdichromat in der Lösung aus, so kann während des Mischvorgangs auch
eine Konzentrierung bis zum gewünschten Wassergehalt durch Verdampfung vorgenommen werden.
In einer weiteren Ausführungsform kann die innige Mischung der Komponenten Ammoniumdichromat und
Natriumchlorid und/oder Natriumsulfat auch dadurch erhalten werden, daß eine wäßrige konzentrierte,
vorzugsweise auf Temperaturen bis zur Siedetemperatur erhitzte Natriumdichromatlösung mit einer wäßrigen
konzentrierten Ammoniumsulfatlösung gemischt und anschließend sprühgetrocknet wird, wobei die
Temperatur der getrockneten Mischung unterhalb 150°C gehalten wird. Das sprühgetrocknete Produkt
enthält die Verbindungen Ammoniumdichromat und Natriumchlorid bzw. Natriumsulfat in feiner Verteilung.
Vor dem Eintrag in den Ofen wird das feinteilige Gut mit Wasser oder einer wäßrigen lösung von Natriumdichromat
und Ammonsalz granuliert Dabei werden, bezogen auf die innige Mischung von Ammoniumdichromat
mit Natriumsalz bis 1 bis 45 Gew.-% H2O
jo zugesetzt Dadurch wird zum einen die Dosierung für
die Ofenaufgabe erleichtert zum anderen werden die Farbeigenschaften des Pigments durch den Wassergehalt
in dem nachfolgenden Glühschritt auf das gewünschte hohe Niveau angehoben.
j-, Für die Herstellung von farbstarkem Chromoxid mit
leuchtendem gesättigtem Farbton genügt es allerdings noch nicht, wie vorstehend geschildert eine wasserhaltige
Mischung von (NH4^Cr2O7 und Natriumsalz zu
bereiten und einer beliebigen Glühung zu unterziehen.
Vielmehr müssen ganz bestimmte Glühbedingungen eingehalten werden, um Pigmente mit der gewünschten
hohen Farbstärke und dem gesättigten, leuchtenden Purton herzustellen. Eine langsame Aufheizung liegt
vom technischen Standpunkt nahe, da man z. B. bei der
4-) Verwendung eines Drehrohrofens die Ausgangsmischung
an seinem kalten Ende aufgeben und das Gut im Gegenstrom zu den Feuerungsgasen durch den Ofen
führen kann. Dabei wird eine vom Energieaufwand besonders günstige Heizung gewährleistet.
-,ο Man bringt aber die Mischung direkt in den heißen
Ofen, so daß sie in kurzer Zeit, z. B. im Bereich von wenigen Sekunden bis etwa 15 Minuten auf die
Pigmentbildungstemperatur aufgeheizt wird.
Die Aufheizung der Mischung kann erfolgen durch unmittelbare Aufgabe der Mischung in die heiße Zone
eines Drehrohres, durch Zufuhr auf die heiße Platte eines Tellerofens oder eines Drehringofens (deutsche
Offenlegungsschrift 23 20 806), deren Platte bei der erforderlichen Temperatur gehalten wird. Für kleinere
bi) Mengen können Muffelofen mit genügender Wärmekapazität
verwendet werden, in die man bei der Pigmentbildungstemperatur die Ausgangsmischung einstellt.
Unter dem Begriff der Pigmentbildungstemperatur ist ein Temperaturbereich zu verstehen, bei dem die
br) Bildung guter Pigmente möglich ist, wenn die
vorstehend genannten Bedingungen eingehalten sind. Dieser Bereich liegt zwischen etwa 8000C bis etwa
1 !00°C, wobei bei niedrigerer Temperatur eine längere
Verweilzeit im Bereich einiger Stunden, bei höherer
Temperatur eine kürzere Verweilzeit im Bereich von einigen Minuten erforderlich ist Bevorzugt wird die
Pigmentbildungstemperatur zwischen 900 und 10000C bei Erhitzungszeiten zwischen 10 Minuten und einer
Stunde gewählt
Die Aufarbeitung des Pigments nach der Glühung erfolgt in konventioneller Weise. Hierbei zeigt sich ein
weiterer Vorteil des erfindungsgemäßer! Verfahrens: Die Glühprodukte sind außerordentlich leicht zu
zerteilen, und in Wasser zerfallen sie in kürzester Zeit wobei die löslichen Salze rasch in Lösung gehen. Die
Filtrierbarkeit des erfindungsgemäß gewonnenen Chromoxidpigments ist im Gegensatz zu auf bekanntem Weg hergestellten Zersetzungsprodukten des
Ammcniumdichromats, sehr gut Nach Filtration werden die Produkte getrocknet und konventionell
gemahlen. Die Mahlung kann aber auch in Suspension, z.B. vor der Filtration oder vor der Trocknung,
vorgenommen werden.
Eine Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, an beliebiger Stelle des Pigmentherstellungsverfahrens vor der Glühung des (NH^C^CVNatriumsalz-Gemisches sogenannte Modifikatoren zuzusetzen. In erster Linie betreffen diese Modifikatoren
organische Zusatzstoffe, wobei man aus Gründen der Wirtschaftlichkeit billige Abfall- oder Natruprodukten
den Vorzug gibt z.B. Sägespäne, Holzmehl, Lignin, Stärke.
Bereits kleine Mengen, z. B. 5 Gew.-%, bezogen auf
die Menge aus Ammoniumdichromat und Natriuir-salz,
sind wirksam für eine weitere Steigerung der Farbstärke bei leichter Verschiebung der Farbtonnuance zu
einem gelblicheren Grünton, während größere Mengen (5 bis 20 Gew.-%) die Helligkeit der Produkte auf das
Niveau bekannter Chromoxidpigmente absenkt ohne daß die Sättigimg ebenfalls auf deren Niveau absinkt.
Die organischen Modifikatoren bewirken außerdem, daß auch bei etwas längeren Aufheizperioden bis zur
Erreichung der Pigmentbildungstemperatur noch gute Pigmenteigenschaften erhalten werden.
Als weitere Modifikatoren haben sich anorganische Verbindungen des Bors, wie z. B. Borsäure oder
Alkaliborate, gut bewährt. Damit läßt sich die Farbtonnuance des Pigments zu einem mehr blaustichigen Grün verschieben. Zusätze von 1 bis 20 Gew.-%
Borax, bezogen auf Ammondichromat + Natriumsalz, haben sich als wirksam erwiesen. Die besten Ergebnisse
werden im Bereich von 2 bis 10 Gew.-%, bezogen auf
Boraxzugabe, erhalten.
Ohne Festlegung auf eine bestimmte Theorie scheinen die guten Pigmenteigenschaften der erfindungsgemäß hergestellten Produkte auf ihre enge
Teilchengrößenverteilung zurückzuführen sein. E'ektronenmikroskopische Aufnahmen der erfindungsgemäßen
Pigmente zeigen gegenüber bekannten Produkten eine überlegene Gleichmäßigkeit der Teilchen.
Neben den verbesserten Farbeigenschaften zeigen die neuen Produkte weitere verbesserte Pigmenteigenschaften, so z. B. Deckvermögen, Dispergierbarkeit,
Glanz und Glanzhaltung.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand von Beispielen näher erläutert. Wie bei der Pigmentbeurteilung üblich, wird eine Bezugsprobe als Standard zur
Beurteilung der Eigenschaften der erfindungsgemäßen Produkte jeweils mit herangezogen. Die Ergebnisse sind
dementsprechend auf diesen Standard bezogen. Als Standard wurde ein nach dem Stand der Technik
hergestelltes Chromoxidgrün gewählt Seine Herstellung erfolgt durch Reduktion von Alkalichromat mit
Schwefel, Glühen des Reduktionsproduktes, Waschen, Trocknen und Mahlen.
Die Farbstärke wurde im Rutil-Verschnitt (Verhältnis
1 :5) im Lack nach DIN 53 234 ermittelt Diese Werte sind in guter Obereinstimmung mit der Bestimmung der
Standardfarbtiefe 1 :25 nach DIN 53 735. Die Farbstärke des Standards beträgt 100. Darauf sind die
ίο Farbstärken der erfindungsgemäß hergestellten Produkte normiert
Die Farbabstände der Produkte gegenüber GN wurden nach DIN 6174 ermittelt Dabei werden die
folgenden Farbabstände im empfindungsgemäßen Far
benraum nach Adams-Nickerson erhalten:
4£4^Gesamtfarbabstand, in AN-Einheiten
Δφ: > 0 blauer als Standard
< 0 gelber als Standard
AAs: Sättigungsunterschied
(>0 = gesättigter als Standard)
AAc- Helligkeitsunterschied
(> 0 = heller als Standard)
0,5 ^-Einheiten entsprechen etwa einer Augenschwelle.
Die Messungen wurden am Dreifilterphotometer
Elrepho der Firma Zeiss (ohne Glanzblende) und am Spektralphotometer DMC 25 der Firma Zeiss (mit
Glanzblende) durchgeführt
Bei den nachstehenden Versuchen wurde, sofern nichts Gegenteiliges vermerkt ist jeweils 1 Mol
Dichromat eingesetzt Die %-Angaben der Zusätze sind auf die Menge an wasserfreiem Dichromat und an
stöchiometrisch äquivalentem Chlorid bzw. Sulfat
J5 bezogen. Die Mischungen wurden auf flache Quarzgutschalen in 1 bis 2 cm Höhe ausgebreitet und in den auf
Glühtemperatur (z. B. 9500C) vorgeheizten Muffelofen
eingestellt. Die Temperatur von 950° C ist im Gut nach 15 Minuten erreicht danach wird noch die in den
Beispielen angegebene Zeit bei der Temperatur gehalten und anschließend die Schale aus dem heißen
Ofen entnommen. Nach dem Erkalten wird mit insgesamt 51 Wasser gewaschen und bei 1200C
getrocknet. Der Umsatz wird im 1. Filtrat durch
3 Titration des noch vorhandenen Cr(VI)-An teils analytisch erfaßt. Die Ergebnisse der Versuche sind in Tabelle
1 zusammengestellt.
Ammoniumdichromat mit einer Korngröße zwischen 1 und 2 mm wurde 8 Stunden bei 800C getrocknet und
mit staubfeinem Natriumsulfat mit Molverhältnis 1 :1 trocken vermengt. Glühbedingung: 1 Stunde, 950° C.
Wie Vergleichsbeispiel A, jedoch wurde die Mischung in einer Schlagkreuzmühle fein gemahlen.
Wie Vergleichsbeispiel B, nach der Mahlung wurden jedoch 12g Wasser, entsprechend 3%, zugesetzt.
Wie Vergleichsbeispiel B, nach der Mahlung wurden jedoch 50 g Wasser, entsprechend 12,7%, zugesetzt und
zu einer homogenen Paste vermischt.
Wie Vergleichsbeispiel B, nach der Mahlung wurden jedoch 15 g Wasser, entsprechend 3,8%, und 5 g
Konipherenholzmehl, entsprechend 1,3%, zugesetzt und homogen vermischt.
Wie Beispie! 3, jedoch statt einem Mol Na2SO4
wurden 2 Mol feines Kochsalz eingesetzt.
Vergleichsbeispiel C
Na2Cr2O7, Korngröße 1 bis 2 mrn, wurde mit festem
(NH4)2SO4, Korngröße zwischen 0,5 und 3 mm, im
iVioiverhäitnis i : i Ί6 Stunden in einer Kugelmühle
vermählen und anschließend 2 Stunden auf 95O0C
erhitzt.
Na2Cr2O7 · 2 H2S wurde mit NH4CI im Molverhältinis
1 :2,1 gemischt und 33 g Wasser, entsprechend 18,7%, H2O unter Einschluß des Kristallwassers von
Na2Cr2O7 · 2 H2O, zugesetzt und in der Schlagkreuzmühle
zu einer homogenen Paste vermischt. Glühbedingungen: 1 Stunde, 9500C.
Wie Beispiel 5, jedoch 1 Stunde, 800° C.
Vergleichsbeispiel D
Vergleichsbeispiel D
Wie Beispiel 5, jedoch 1 Stunde, 700° C. Das Produkt
war nunmehr graugrün und im Weißverschnitt deutlich braunstichig.
Wie Beispiel 5, zusätzlich wurden noch 21 g NaCl und 21 g Borax, Na2B4O7 · 10 H2O, entsprechend je 5,7%,
der Mischung zugesetzt. Glühbedingungen: 1 Stunde, 950° C.
Na2Cr2O7 · 2 H2O wurde mit NH4Cl im Molverhältnis
1 :1,9 zusammen mit 5,7% Borax, 5,7% NaCl und 2,4% Oxylignin unter Zusatz von 20 g Wasser,
entsprechend 15,2% H2O unter Einschluß des Kristallwassers
von Na;Cr207 · 2 H2O, in einer Schlagkreuzmühle
zu einer homogenen Paste verarbeitet. Glühbedingungen: 1 Stunde, 950° C.
Eine Lösung von 1600 g Na2Cr2O7 · 2 H2O/I wurde
mit NH4Cl im Molverhältnis 1 :1,2 und einem Zusatz
von 20 g Konipherenholzmehl, entsprechend 5,4%, bei 1.000C mit einem schnellaufenden Dissolver zu einer
homogenen Paste verarbeitet. Glühbedingungen: 1 Stunde, 950° C.
Beispiel 10
Wie Beispiel 9. Glühbedingungen: 1 Stunde, 10500C.
Wie Beispiel 9. Glühbedingungen: 1 Stunde, 10500C.
Vergleichsbeispiel E
Na2Cr2O7 · 2 H2O, Korngröße 1 bis 2 mm, wurde mit
(NH4)2SO4, Korngröße zwischen 0,5 und 3 mm, im
Molverhältnis 1 :1,05 16 Stunden in einer Kugelmühle
zusammen gemahlen. Glühbedingungen: 1 Stunde, <iinn°r
Vergleichsbeispiel F
Wie Vergleichsbeispiel E, jedoch wurden 133 g
Wasser in die Kugelmühle zusätzlich eingebracht, se ι daß eine dicke Paste erhalten wurde.
Beispiel 11
Ein Mol einer 40%igen (NH4J2SO4-Lösung (33Og]
wurde in einem schnellaufenden Dissolver bei 100° C mil
κι der stöchiometrischen Menge an festem
Na2Cr2O7 ■ 2 H2O versetzt und zu einer homogener
Paste verarbeitet. Glühbedingungen: 1 Stunde, 950°C.
Beispiel 12
π Wie Beispiel Ii, zusätzlich wurden der Mischung nocr
5 g Konipherenholzmehl, entsprechend 1,3%, zugesetzt
Beispiel 13
Zu einer heißen Natriumdichromatlösung mit 156Of
2(1 Na2Cr2O7 ■ 2 H2O/1 wurde bei 1000C (NH4J2SO4, Korn
größe unter 0,2 mm, im Molverhältnis 1 :1 zugesetz und mit einem schnellaufenden Dissolver bei diesel
Temperatur zu einer homogenen Paste verarbeitet Glühbedingungen: 1 Stunde, 950° C.
Beispiel 14
Wie Beispiel 13, die Konzentration der Dichromatlö
sung betrug jedoch 115OgNa2Cr2O7 · 2 H2O/!.
Beispiel 15
Wie Beispiel 13, Glühdauer jedoch nur 15 Minuten.
Beispiel 16
Beispiel 16
Wie Beispiel 14, der Paste wurden noch 25 g j->
Konipherenholzmehl, entsprechend 6,3%, zugemischt.
Beispiel 17
Wie Beispiel 13, der Paste wurden noch 8 g
Na2B4O7 ■ 10 H2O, entsprechend 2,0%, zugemischt.
Beispiel 18
Wie Beispiel 13, die Konzentration der Dichromatlö
sung betrug jedoch 1300 g Na2Cr2O7 · 2 H2Oz1I, außer
dem wurden 50 g H3BO3, entsprechend 12,7%, züge·
mischt.
Vergleichsbeispiel G
Wie Beispiel 13, die Aufheizung wurde jedoch in dei Weise vorgenommen, daß die Mischung in den kalter
w Muffelofen eingebracht und unter Vollast aufgeheizi
wurde. Dabei waren nach 15 Minuten 80°, nach 3C Minuten 230°, nach 45 Minuten 470°, nach 60 Minuter
700° und nach 80 Minuten 95O0C erreicht. Nach
weiteren 30 Minuten bei 9500C wurde die Reaktionsmischung
dem Ofen entnommen und wie üblich aufgearbeitet
Vergleichsbeispiel H
Wie Vergleichsbeispiel G, nur wurde als Mischung bo eine solche gemäß Beispiel 17 mit 13% Holzmehl
verwendet
Vergleichsbeispiel I
Sprühgetrocknetes, wasserfreies Na2Cr2O7, Korngröße
unter 0,1 mm, und (NH4)2SO4, Korngröße unter
0,2 mm, wurden im Molverhältnis 1 :1 eine Stunde in
einer Kugelmühle vermählen. Glühbedingungen: 1 Stunde. 950° C.
ίο
Beispiel 19
Eine Dichromatlösung mit 1400 g Na2Cr2O? ■ 2 H2CVl
wurde mit einer technischen, 4O°/oigen Ammoniumsulfatlösung, wie sie bei der Beckmann-Umlagerung von
Cyclohexanonoxim zu ε-Caprolactam in Oleum anfällt, im Molverhältnis 1 : 1 gemischt und in einem konventionellen
Sprühtrockner getrocknet. Die Heizgastemperatur (400°C) wurde dabei so eingestellt, daß das
anfallende Trockenmaterial kein Wasser mehr enthielt. Die Temperatur des getrockneten Gutes betrug am
Ausgang des Trockners 15O0C und im Filter 110 bis
12O0C. Das staubfeine Produkt wurde durch Zusatz von
12% Wasser, das auf das Produkt auf einem Granulierteller aufgesprüht wurde, zu Granalien von 0,5
bis 2 mm Durchmesser verformt. Die Granalien wurden wie üblich bei 950° C eine Stunde erhitzt, indem sie in
den vorgeheizten Ofen eingebracht wurden.
Zur Herstellung eines größeren Mischungsansatzes wurde ein 25-l-Behälter mit Doppelmantel zur Dampfbeheizung
und Deckel verwendet. Der Behälter war mit einem Messerkreuz versehen, dessen Welle durch den
Boden eingeführt und mit variabler Geschwindigkeit angetrieben wurde. Der Bodenablauf war, wie der
Behälter, beheizt. In diesem Behälter wurde eine homogene Mischung aus 5,6 I einer Dichromatlösung
mit 1600 g Na2Cr2O7 · 2 H2O/1 (= 30 Mol) und 3,97 kg
(NH-I)2SO4 (= 30 Mol), Korngröße unter 0,1 mm, durch
30 Minuten Rühren bei 1000C erhalten. Danach wurde die gut fließfähige homogene Paste auf Bleche
ausgegossen, wo sie rasch beim Abkühlen erstarrte. Die Kuchen wurden auf cm-große Stücke gebrochen und für
die Glühungen eingesetzt.
Ein Teil (500 g) wurde benutzt, um die Mischung wie üblich bei 9500C eine Stunde zu glühen.
Die in Beispiel 20 hergestellte stückige Ausgangsmischung wurde in einen elektrisch beheizten Drehrohrofen
mit 12 cm lichter Weite und 100 cm beheizter Länge bei einer Umdrehung/Min, mit einer Aufgabe
von 1,5 kg/Std. eindosiert. Die Guttemperatur betrug an der heißesten Stalle 9500C. Das Ausgangsmaterial
wurde direkt in die heißeste Zone eingetragen. Das eingetragene Gut lief wenig zurück bis zur 700°C-Zone.
| Tabelle | 1 | 1 | Umsatz | Farbstärke | Farbabslände im Purton | Δ φ | AAs | Δ A1 |
| Nr. | 2 | % | AEAS | -0,3 | 2,0 | 2,6 | ||
| 3 | 98,7 | 78 | 3,2 | 1,1 | 1,8 | 4,5 | ||
| A | 4 | 99,0 | 73 | 4,8 | 0,3 | 3,3 | 3,6 | |
| B | C | 99,3 | 121 | 4,9 | 0,1 | 3,1 | 4,0 | |
| 5 | 99,3 | 125 | 5,1 | -ο,ι | 4,2 | 4,0 | ||
| 6 | 99,3 | 118 | 5,8 | 0,0 | 4,0 | 3,2 | ||
| D | 96,7 | 108 | 5,1 | ungesättigt | ||||
| 7 | 93,8 | 79 | schmutzig, | 0,3 | 2,0 | 4,6 | ||
| 8 | 98,2 | 103 | 5,0 | 2,6 | -1,5 | 3,1 | ||
| 9 | 98,7 | 101 | 3,6 | 7,3 | -4,6 | 1,1 | ||
| 10 | 99,0 | 100 | 5,5 | 2,5 | 2,7 | 4,3 | ||
| E | 96,5 | 112 | 5,2 | 1,2 | 3,3 | 2,9 | ||
| F | 92,5 | 117 | 4,4 | -1,0 | 2,1 | 3,2 | ||
| 11 | 97,8 | 124 | 3,9 | -1,7 | 2,7 | 3,1 | ||
| 12 | 97,5 | 108 | 4,2 | 5,9 | -3,5 | 0,6 | ||
| 13 | 99,8 | 80 | 4,2 | 7,4 | -4,8 | 0,1 | ||
| 14 | 99,8 | 86 | 5,5 | 0,0 | 2,8 | 3,5 | ||
| 15 | 98,8 | 110 | 4,4 | 0,0 | 2,9 | 2,3 | ||
| 16 | 99,0 | 110 | 3,7 | -0,7 | 3,0 | 3,0 | ||
| 17 | 99,6 | 118 | 4,3 | -0,2 | 3,2 | 4,5 | ||
| 18 | 98,9 | 115 | 5,5 | -0,5 | 2,3 | 3,7 | ||
| G | 99,0 | 113 | 4,3 | -0,8 | 0,7 | -0,1 | ||
| H | 99,0 | 101 | 0,8 | 3,4 | 3,1 | 4,9 | ||
| I | 98,5 | 100 | 6,0 | 1,1 | 4,0 | 4,3 | ||
| 19 | 99,5 | 101 | 4,3 | 2,0 | -2,1 | 2,9 | ||
| 20 | 99,7 | 100 | 3,7 | -0,3 | 0,7 | 2,9 | ||
| 21 | 99,4 | 113 | 3,0 | 1,2 | -0,9 | 2,2 | ||
| 99,4 | 104 | 2,4 | 0,4 | 2,8 | 4,0 | |||
| 99,4 | 114 | 4,9 | -0,5 | 2,9 | 2,8 | |||
| 99,1 | 132 | 4,0 | 0,3 | 1,8 | 2,2 | |||
| 98.7 | 115 | 2,8 | ||||||
Vergleichsbeispiel K.
Ammoniumdichromat und Natriumsulfat bzw. Natriumchlorid wurden in den Mengen, wie sie in den
Tabellen 2 und 3 in den Spalten 2 bzw. 3 angegeben sind, unter Zugabe von Wasser, angegeben in Spalte 5,
gemischt. Die Glühung der Mischung erfolgte bei 970° C und dauerte 70 Minuten, die Aufarbeitung der Produkte
verlief in gleicher Weise, wie in der vorliegenden Patentanmeldung beschrieben. Die Messung der Pigmenteigenschaften
erfolgt in bezug zu einem nach dem Stand der Technik großtechnisch hergestellten Chromoxidgrün. Die Meßmethoden sind in der vorliegenden
Anmeldung beschrieben, jedoch werden die in den Tabellen 1 und 2 angegebenen Farbwerte in dem heute
bevorzugten CIE-Lab-System (DIN 6174) angegeben. Es bedeuten dabei:
Δ C: Sättigungsunterschied
(> 0 = gesättigter als Standard)
AL-. Helligkeitsunterschied
(>0 = heller als Standard)
ΔHgrud'- Farbwinkel >0: blauer
<0: gelber
ΔHgrud'- Farbwinkel >0: blauer
<0: gelber
Dabei entsprechen 0,5 Einheiten ungefähr einem Augensch wellwert.
Die Vergleichsbeispiele zeigen, daß durch Verwendung erheblich höherer Mengen an Alkalichlorid bzw.
-sulfat wesentlich verbesserte Pigmente erhältlich sind. Dabei ist zu berücksichtigen, daß eine 10%ige
Steigerung an Farbstärke einem 10% geringeren Pigmentbedarf zur Erzeugung der gleichen Farbtiefe in
einem Anstrich entspricht.
Sowohl die Sättigungswarte als auch die Farbstärken der Chromoxidpigmente sind jeweils beim erfindungsgemäßen
Verfahren am höchsten.
Pigmente aus Na2SO4-(NH4)JCr2O7 Mischungen
| Versuch | Menge | Menge | 7,6 | Na2SO4 bezogen | Menge H2O | ClE Lab | JL | 0,1 | FS |
| Am-DC | Na2SO4 | 15,2 | auf Cr2O3 | 1,6 | (%) | ||||
| 142 | JC | 1,6 | 0,0 | 68 | |||||
| (g) | (g) | (%) | (%) | 4,9 | 95 | ||||
| 22 | 262 | 4,8 | 14 | -0,2 | 4,6 | 109 | |||
| 23 | 262 | 9,6 | 10,8 | 1,8 | |||||
| 24 | 262 | 89,8 | 9,9 | 2,9 | |||||
Tabelle 3
' Pigmente aus NaCl-(NH4)2Cr207 Mischungen
' Pigmente aus NaCl-(NH4)2Cr207 Mischungen
| Versuch | Menge | Menge NaCI | 7,6 | NaCl bezogen | Menge H^O | JC | JL | 3,0 | FS |
| Am-DC | 15,2 | aufCr:0., | 2.6 | ||||||
| (g) | (g) | 117 | (%) | (%) | -1,0 | ("») | |||
| 25 | 262 | 4,8 | 11 | -9,8 | -6,6 | 46 | |||
| 26 . | 262 | 9,6 | 12,6 | -10,8 | -7,6 | 38 | |||
| 27 | 262 | 74,0 | 13,1 | -0,1 | 1,4 | 50 | |||
Die Beispiele 24 und 27 geben das erfmdungsgemäSe Verfahren (»stöchiornctrischc Äquivalenz«) wieder,
während die übrigen Beispiele mit Alkalisalzmengen entsprechend der US-PS 32 78 261 durchgeführt werden.
Claims (6)
1. Verfahren zur Herstellung von Chromoxidgrünpigment durch Erhitzen eines wasserhaltigen Gemisches von Ammoniumdichromat und Alkalichlorid
und/oder -sulfat unter anschließendem Glühen bei Temperaturen von 800 bis 11000C, wobei das
Gemisch unmittelbar in die heiße Zone eines Ofens eingetragen wird, wonach das gebildete Pigment
von den Salzen abgetrennt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch, bezogen
auf 1 Mol Ammoniumdichromat, 2 Mol Natriumionen in Form des Chlorids oder Sulfats enthält, wobei
Abweichungen bis zu ±10% bei diesem Verhältnis auftreten können.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Lösungen von Natriumdichromat und
Ammoniumsulfat umgesetzt werden und überschüssiges Wasser durch Verdampfung entfernt wird
3. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Natriumdichromatlösung
im Konzentrationsbereich von etwa HOOg Na2Cr2O7 ■ 2 H2O/1 bis etwa 1600 g
Na2Cr2O7 · 2 H2O/1 mit festem Ammoniumchlorid
oder -sulfat, dessen Teilchengröße im wesentlichen unter 0,5 mm liegt, bei Temperaturen bis zur
Siedetemperatur der wäßrigen Lösung, umgesetzt wird.
4. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Mischung vor der
Erhitzung auf Pigmentbildungstemperaturen organische Modifikatoren in Mengen bis zu 20 Gew.-%,
bezogen auf die Mengen Ammoniumdichromat plus Natriumchlorid bzw. -sulfat, zugesetzt wird.
5. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Mischung Borverbindungen
zugesetzt werden.
6. Verfahren gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Mischung Borax in Mengen von 1
bis 20 Gew.-%, insbesondere von 2 bis 10 Gew.-%, bezogen auf Ammoniumdichromat plus Natriumchlorid
bzw. -sulfat, zugesetzt wird.
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