DE2503494A1 - Strangfuehrungsgeruest in einer stranggiessanlage - Google Patents

Strangfuehrungsgeruest in einer stranggiessanlage

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    • B22D11/12Accessories for subsequent treating or working cast stock in situ
    • B22D11/128Accessories for subsequent treating or working cast stock in situ for removing
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Description

AOHQSRiSICH
PATENTANWÄLTE F.W. HEMMERICH · GERD MÜLLER · D. GROSSE · F. POLLMEIER öl ·
20. Januar I975 203 the-sö
Anmelder: SCHLOEMANN-SIEMAG AKTIENGESELLSCHAFT 4 Düsseldorf, Steinstraße 13
Strangführungsgerüst in einer Stranggießanlage
Die Erfindung betrifft ein Strangführungsgerüst zum Stützen eines teilweise erstarrten Stranges in einer Stahlstranggießanlage, bestehend aus mehreren in Stranglaufrichtung aufeinanderfolgenden Rollenpaaren unterschiedlichen Durchmessers, deren Rollen an zwei Lagerstellen abgestützt sind.
Die Führungsrollen von Stranggießanlagen sind bei jeder Umdrehung durch den auf die Strangkruste wirkenden ferrostatischen Druck einer hohen mechanischen Wechselbeanspruchung ausgesetzt, welche bei Brammenanlagen über 100 Tonnen pro Rolle betragen kann. Eine zusätzliche Beanspruchung der Rollen wird durch die schockartige Temperaturerhöhung der Rollenoberfläche bei jedem Kontakt mit dem heißen Strang bewirkt. Diese mechanischen und thermischen Beanspruchungen erfordern je nach Festigkeit des Rollenmaterials einen bestimmten Rollendurchmesser. Da der ferrostatische Druck mit dem Abstand von dem Schmelzenspiegel in der Kokille zunimmt, sind bekannte Strangführungen in Auslaufrichtung abschnittsweise mit zunehmenden Rollendurchmessern ausgeführt.
Der jeweilige Rollendurchmesser bedingt einen bestimmten Mindestabstand und damit die Größe der ungestützten Flächen zwischen den Rollen. Die wechselseitige Abhängigkeit zwischen zulässiger Rollenbelastung, der Strangbreite, der Krustendicke, des Rollendurchmessers und des Abstandes aufeinanderfolgender Rollen begrenzt bei großen Gießformaten die Gießgeschwindigkeit, da schädliche Ausbauchungen und Durchbrüche vermieden werden müssen. Stränge mit Breiten von beispielsweise über 2 m Breite und mindestens
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150 mm Dicke benötigen entweder kostspielige Strangführungegerüste oder können bei senkrechter oder bogenförmiger Strangführung nur mit relativ kurzem flüssigen Kern bzw. nur mit relativ geringer Geschwindigkeit gegossen werden.
Es sind bereits Strangführungsgerüste bekannt, bei denen die Strangführungsrollen mehrteilig ausgebildet und über die Breite des Stranges mehrfach durch Lager unterstützt sind. Auf diese Weise kann der Durchmesser und damit auch der Abstand aufeinanderfolgender Führungsrollen relativ gering gehalten werden. Ein Nachteil dieser aufwendigen Konstruktion ergibt sich dadurch, daß pro mehrteilig ausgebildeter Strangführungsrolle drei oder mehr Lager erforderlich sind. Dabei sind die Lager für Reparaturen· schlecht zugänglich. Weiterhin müssen bei angetriebenen Rollen die einzelnen Rollenabschnitte durch Kupplungen verbunden werden. Diese komplizierten Strangführungen erfüllen daher nicht die Forderung nach einer einfachen, robusten und betriebssicheren Konstruktion.
Mit der Erfindung sollen die Nachteile der bekannten Bauarten vermieden werden. Insbesondere ist Ziel der Erfindung ein einfaches, robustes Strangführungsgerüst für breite Brammen, bei welchem unter vertretbarer Rollenbelastung die ungestützten Flächen zwischen den Rollen klein sind, um unter Vermeidung von Ausbauchungen breite Brammen mit hoher Geschwindigkeit gießen zu können. ■■
Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, daß bei Ausnutzung des Selbststützungseffekts der Strangkruste im Bereich der Schmalseiten der Brammen die Stützabstände in diesen Bereichen vergrößert werden können. Das gesetzte Ziel wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß jeweils das eine Lager der Führungsrollen innerhalb und das andere Lager außerhalb der maximalen Brammenbreite angeordnet ist, und daß die in Stranglaufrichtung aufeinanderfolgen-
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den Lager der Führungsrollen abwechselnd innerhalb und außerhalb der maximalen Brammenbreite angeordnet sind. Die auf diese Weise erreichte Verkleinerung des Lagerabstandes der beiden jeder Rolle zugeordneten Lager ermöglicht die Verwendung dünnerer Rollen ohne deren Überbeanspruchung bzw. Vermehrung der Lagerstellen» über eine Verkleinerung des Rollenabstandes und damit der ungestützten Flächen im mittleren Bereich der Bramme wird so der Weg frei zu der angestrebten Steigerung" der Gießgeschwindigkeit bei Brammen Über beispielsweise 2 m Breite. Aber auch beim Gießen von schmaleren Brammen kann auf,solchen Anlagen die Gießgeschwindigkeit erhöht werden, so daß eine optimale Ausnutzung der Stahlwerkskapazität über weite Programmbereiche erzielbar ist. Bei Anlagen, welche nur zum Gießen von unter 2 m breiten Brammen ausgelegt sind, ist durch die Erfindung ebenfalls eine Verringerung des Rollenabstandes und damit eine Steigerung der Gießgesehwindigkeit erreichbar.
Gemäß einem weiteren-Merkmal der Erfindung ist die Ballenlänge der Strangführungsrollen vorzugsweise gleich oder größer als die um die Rollenteilung verminderte maximale Brammenbreite.
Die einander zugeordneten Lager von paarweise gegenüberliegenden Führungsrollen können in axialer Richtung versetzt gegeneinander angeordnet sein.
In weiterer- Ausbildung der Erfindung sind die Lager der Strangführungsrollen an Traversen angeordnet, welche einzeln zwischen Ständern ortsfest bzw. quer zur geführten Strangoberfläche verschiebbar angeordnet sind. Diese Ausbildung erscheint besonders vorteilhaft für den Treib- und Richtbereich der Strangführung.
Die Lager der Strangführungsrollen können aber auch an Traversen angeordnet sein, welche jeweils zu mehreren durch zwei äußere ortsfeste bzw. quer zur geführten Strangoberfläche verschiebbare
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Wangen verbunden sind. Diese Bauweise ist besonders vorteilhaft für den oberen bogenförmigen Teil der Strangführung.
Ein weiterer Vorteil wird nach der Erfindung darin gesehen, daß die Sprühdüsen für die Sekundärkühlung des Stranges zwischen den Traversen angeordnet sind. Auf diese Weise können die Sprühdüsen ohne zusätzlichen baulichen Aufwand in den für die Sprühcharakteristik günstigsten Abstand zum Strang angeordnet werden.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 schematisch die Strangführung einer Bogenstranggießanlage
Fig. 2 einen Abschnitt der Strangführung mit vier Führungsrollenpaaren
Fig. 3 eine Ansicht zu Fig. 2
Fig. 1I einen Abschnitt der Strangführung mit einzeln anstellbaren Strangführungsrollen
Fig. 5 eine Ansicht zu Fig. 1J und
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI - VI der Fig. 2.
In der in Fig. 1 dargestellten Stranggießanlage für Brammen wird mit 1 eine gebogene Kokille bezeichnet. Ein Strang 2 wird zunächst durch ein Kühlgitter 3 und anschließend durch eine bogenförmig in die Horizontale verlaufende Rollenführung abgestützt und geführt. Die Rollenführung besteht aus einem oberen Teil 4, in welchem jeweils vier innere und äußere Rollen 5, 6 in Segmenten 7 gelagert sind, und einem unteren Treib- und Richtteil 8,
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in welchem Rollen 9, 10 gelagert sind.
Ein in Fig. 2,3 und 6 dargestelltes Strangführungssegment 7 besteht aus zwei unteren Haltern 11 und zwei Hülsen 15 für Führungssäulen 12, welche an Wangen 13, 16 befestigt sind. Die Wangen 13, 16 sind durch je vier Traversen 14, 17 verbunden. Die unteren Wangen 13 sind an einem nicht dargestellten Tragrahmen befestigt. Auf jeder Hülse 15 ist ein Hydraulikzylinder 18 angeordnet, dessen Kolbenstange im Halter 11 befestigt ist. Zwischen den Haltern 11 und den Hülsen 15 sind Distanzstücke 19 zur Anpassung des Rollenabstandes an das Gießformat vorgesehen. Die inneren und äußeren Führungsrollen 5, 6 sind mit ihren Lagern 20, 21, 22, 23 derart an den Traversen IM, 17 drehbar gehalten, daß jeweils die Lager, 20, 22 eines Rollenpaares innerhalb und die anderen Lager 21, 23 außerhalb der maximalen Brammenbreite b angeordnet sind. Dabei werden durch in axialer Richtung unterschiedliche Lageranordnung aufeinanderfolgender Rollen., 5, 5 und 6, 6 die ungestützten Außenbereiche der Brammenbreitseiten auf die doppelte Rollenteilung begrenzt. Diese Lageranordnung ist in Fig. 6 deutlich gemacht. Zwischen den Traversen 14, 17 sind Sprühdüsen 24 auf den Strang 2 gerichtet.
In Fig. 4 und 5 ist der Aufbau der Rollenführung im unteren Treib- und Richtteil 8 einer Stranggießanlage dargestellt. Hierbei sind am Fundament U-förmige Ständer 25 verankert, welche an der Unterseite durch Traversen 26 verbunden sind. In den Ständern 25 und " an den Außenwandungen jeweils zweier benachbarter Ständer 25 sind Traversen 27 quer zur geführten Strangoberfläche geführt, welche mit Kolbenstangen 28 von auf den Ständern 25 angeordneten Hydraulikzylindern 29 verbunden sind.
Die Rollen 10 sind mit ihren Lagern 32, 33 an den festen Traversen 26 und die Rollen 9 sind mit ihren Lagern 30, 31 an den beweg-
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liehen Traversen 27 drehbar gehalten. Auch hier sind jeweils die Lager 3O3 32 eines Rollenpaares innerhalb und die anderen Lager 31, 33 außerhalb der maximalen Brammenbreite b an den Traversen 26 bzw. 27 angeordnet. Die ungestützten Außenbereiche 35 der Brammenbreitseiten sind durch abwechselnde Lageranordnung aufeinanderfolgender Rollen 9, 9 und 10, 10 auf die doppelte Rollenteilung begrenzt.
Eine Variante der Lageranordnung besteht darin, daß die einander zugeordneten Lager von paarweise gegenüberliegenden Rollen in axialer Richtung gegeneinander versetzt sind. Dies ist zeichnerisch nicht dargestellt, da es durch Wechsel der Lageranordnung an einer Seite des Stranges aus den Abbildungen 3 und 5 leicht herleitbar ist.
Der Abstand der einer Rolle zugeordneten Lager kann dadurch weiter verkleinert werden, daß beim innerhalb der maximalen Brammenbreite angeordneten Lager außen eine fliegende Rolle vorgesehen ist.
Das erfindungsgemäße Stützführungsgerüst ist auch bei Anlagen mit mindestens teilweise senkrechter Strangführung anwendbar.
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Claims (6)

PATENTANWÄLTE F.W. HEMMERICH ■ GERD MÜLLER · D. GROSSE · F. POLLMEIER Patentansprüche
1. Strangführungsgerüst zum Stützen eines teilweise erstarrten Stranges in einer Stahlstranggießanlage, bestehend aus mehreren in Stranglaufrichtung aufeinanderfolgenden an zwei Lagerstellen abgestützen Führungsrollen, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils ein Lager (20, 22 bzw. 30, 32) der Führungsrollen (5, 6 bzw. 9, 10) innerhalb und das andere Lager (21, 23 bzw. 31," 33) außerhalb der maximalen Brammenbreite angeordnet ist und daß die in Stranglaufrichtung aufeinanderfolgenden Lager (20, 21 bzw. 22, 23 bzw. 30, 31 bzw. 32, 33) der Führungsrollen (5, 6 bzw. 9, 10) abwechselnd innerhalb und außerhalb der maximalen Brammenbreite (b) angeordnet sind.
2. Strangführungsgerüst nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ballenlänge der Strangführungsrollen (5j 6, 9» 10) gleich oder größer ist als die um die Rollenteilung (t) verminderte maximale Brammenbreite (b).
3. Strangführungsgerüst nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch in axialer Richtung unterschiedliche Anordnung der einander zugeordneten Lager von paarweise gegenüberliegenden Führungsrollen.
4. Strangführungsgerüst nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Lager (30, 31, 32, 33) der Strangführungsrollen (9, 10) an Traversen (26, 27) angeordnet sind, welche einzeln zwischen Ständern (25) ortsfest bzw. quer zur geführten Strangoberfläche verschiebbar angeordnet sind.
5. Strangführungsgerüst nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Lager (20, 21, 22, 23) der Strangführungsrollen (5, 6) an Traversen (14, 17) angeordnet
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sind, und daß mehrere solcher Traversen (1*1, 17) jeweils durch zwei äußere ortsfeste bzw. quer zur geführten Strangoberfläche verschiebbar geführte Wangen (13, 16) verbunden sind.
6. Strangführungsgerüst nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß Kühlwassersprühdüsen (24) zwischen den Traversen (14, 17) angeordnet und auf den Strang (2) gerichtet sind.
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