DE2503346C2 - Kraftstoffverteilereinspritzpumpe für Brennkraftmaschinen - Google Patents
Kraftstoffverteilereinspritzpumpe für BrennkraftmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kraftstoffverteilereinspritzpumpe für Brennkraftmaschinen gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bekanntlich haben die meisten Dieselmotoren im Leerlauf oder niederen Teillastbereich unangenehme
harte Verbrennungsgeräusche, die stark reduzierbar sind, indem die Einspritzdauer in diesen Drehzahlbereichen
verlängert wird. Die Verlängerung erfolgt beknnnllicli
diicllirch. dnß ein Teil des vom Pumpenkolben
geförderten K ruh stoffes während dieser Drch/tihlbcreiche
drucklos abfließt, so daß zum Ersatz dieser abfließenden Kraftstoffmenge zur Erhaltung der Motordrehzahl
pro Hub entsprechend länger Kraftstoff vom Punipenarbeitsraum
zur Brennkraftmaschine gefördert wird.
Bei einer durch die DE-OS 19 47 528 bekannten Kraftstoffverteilereinspritzpumpe der obengenannten
Art erfolgt die Steuerung des Entnahmekanals durch eine umfangsseitig im Pumpenkolben als Ringnut ausgebildete
Steuernut zusammen mit einem die Kraftstoffeinspritzmenge bestimmenden als Regelkolben
ausgebildeten Steuerorgan, das über eine in diesem angeordnete Ringnut ebenfalls diesen Entnahmekanal
srauert Bei dieser bekannten Steuerung ist das Steuerorgan
ein synchron zum Pumpenkolben angetriebener, hin- und hergehender und mit einem flüssigen Anschlag
zusammenwirkender Regelkolben, mit dem, da zwangsgesteuert,
der Entnahmekanal nicht beliebig geöffnet werden kann. Insbesondere steuert der Regelkolben
den Beginn der Kraftstoffentnahme über den Eninahmekanal
aufgrund zunehmender Höhe des flüssigen Anschlags mit abnehmender Last und zunehmender Drehzahl
immer früher, während das durch die pumpenkolbenseitige Steuernut gesteuerte Ende der Kraftstoffentnähme
konstant bleibt. Die bekannte Lösung ist wegen des verwendeten Regelprinzips sehr aufwendig und wenig
flexibel bezüglich einer gezielten Einflußnahme auf das Leiselaufverhalten der mit der Kraftstoffeinspritzpumpe
betriebenen .Brennkraftmaschine. Die Steuerung ist nicht übertragbar auf andere Einspritzpumpen, da
die Funktion nur durch die Verwendung des Regelschiebers gewährleistet ist.
Bei einer anderen durch die DE-OS 18 07 534 bekannten
Kraftstoffverteilereinspritzpumpe mit einer entsprechenden Spritzzeitverlängerung im Leerleuf durch
Abfließenlassen eines Teils des Kraftstoffs wirkt sich besonders nachteilig aus, daß der Kraftstoff schon zu
Förderbeginn des Pumpenkoibens «bströmen kann.
Dies führt zu einer schwer kontrollierbaren Veränderung der Einspritzmenge und des Spritzbeginns, da trotz
der vorgesehenen Drosselstelle im Entnahmekanal die Förderung zur Brennkraftmaschine hin erst dann beginnt,
wenn aufgrund dieser Drosselstelle und der Fördergeschwindigkeit des Pumpenkolbens ein ausreichen-
der Förderdruck zur Überwindung der Schließkraft der Einspritzventile an der Brennkraftmaschine erreicht
worden ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kraftstoffverteilereinspritzpumpe der eingangs genannten
Art zu entwickeln, bei der mit geringem Aufwand unabhängig von der eigentlichen Kraftstoffmengenregelung
und ohne Beeinflussung des Spritzbeginns eine Änderung des Einsprilzmengenverlaufs zur Erzielung
eines leisen Laufs der Brennkraftmaschine bei deren Leerlaufbetrieb und bei niedriger Last möglich ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
Auf diese Weise ist keine Kopplung mehr mit dem Kraftstöffmengenregelsystem gegeben. Das als Magnetventil ausgebildete Steuerorgan ist einfach und freizügig in der Steuerung, so daß die Bereiche, in denen eine Änderung des Einspritzmengenverlaufs erwünscht ist, ohne Schwierigkeiten auswählbar sind und ohne daß der Zeitpunkt des Einspritzsystems beeinflußt wird. Durch die Verwendung der für die Krnftstoffvcrsorgiing heim Smighiih des !'iimpeiikolheiis ;im (ΙιιιΓίΐιιμ desselben bereits voiliiindenen l.iiii^.siuilen /ur Steile-
Auf diese Weise ist keine Kopplung mehr mit dem Kraftstöffmengenregelsystem gegeben. Das als Magnetventil ausgebildete Steuerorgan ist einfach und freizügig in der Steuerung, so daß die Bereiche, in denen eine Änderung des Einspritzmengenverlaufs erwünscht ist, ohne Schwierigkeiten auswählbar sind und ohne daß der Zeitpunkt des Einspritzsystems beeinflußt wird. Durch die Verwendung der für die Krnftstoffvcrsorgiing heim Smighiih des !'iimpeiikolheiis ;im (ΙιιιΓίΐιιμ desselben bereits voiliiindenen l.iiii^.siuilen /ur Steile-
ιιιιιμ des l-jiuuihmckuiüils werden außerdem keine zusätzlichen
Stcucrnuicn benötigt, was fertigungstechnisch
günstig ist.
Vorteilhafte Ausgestallungen der Erfindung lassen sich den Unieransprüchen entnehmen. Danach ist gemäß
Anspruch 2 die Drosselstelle unmittelbar an der pumpenarbeitsraumseitigen Mündungsstelle des Entnahmekanals
angeordnet Hierdurch wird erreicht, daß der schädliche Raum in Verbindung mit dem En.tnahmekanal
in seiner Auswirkung auf ein Minimum eingeschränktwird.
Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist in der Zeichnung an einer im Teillängsschnitt
gezeigten Kraftstoffverteilereinspritzpumpe dargestellt
und wird im folgenden näher beschrieben.
In einer KraflstoffvcrtcricreiDspritzpunipc für mchrzylindrige
Brennkraftmaschinen ist in einem Pumpengehäuse 1 eine Antriebswelle 2 gelagert die eine Anzahl
von Nocken 4 aufweist weiche mit ortsfesten Rollen 5 zusammenwirken. Durch die Drehung der Antriebswelle
2 wird die Stirnnockenscheibe 3 uad ein mit dieser
durch ein Kupplungsteil 6 verbundener und a«;f die Nokkenscheibe
durch mindestens eine nicht dargestellte Feder gepreßter Pumpenkolben 7 in eine hin- und hergehende
und gleichzeitig rotierende Bewegung versetzt Die Zahl der Nocken 4 und damit die Hubzahl pro Umdrehung entspricht der zu versorgenden Zahl der Motorzylinder.
In das Gehäuse 1 ist ein auch zum Pumpengehäuse gehörender Verteilerkopf 8 eingesetzt Der Pumpenkolben
7 arbeitet in einer in dem Verteilerkopf eingesetzten oben verschlossenen Zylinderbuchse 9 mit Zylinderbohrung
10 und schließt dort einen Pumpenarbeitsraum 11 ein. Im Pumpenkolben 7 verläuft eine Axialbohrung
12, die in den Pumpenarbeitsraum mündet. Von dieser Axialbohrung 12 zweigt eine Radialbohrung 13 ab, die
in eine Ringnut 14 mündet, welche wiederum mit einer Vcrteilerlängsnut 15 in Verbindung steht. Entsprechend
der Drehbewegung des Pumpenkolbens wird diese Längsnut 15 und damit der Pumpenarbeitsraum 11 während
des Druckhubs der Pumpe, und zwar für jeden Druckhub extra mit einzelnen in die Zylindetbohrung 10
mündenden und zu den Zylindern der nicht dargestellten Brennkraftmaschine führenden Druckleitungen 16
verbunden. Die Druckleitungen 16 sind entsprechend der Zahl der zu versorgenden Moturzylinder gleichmäßig
um die Zylinderbohrung 10 verteilt angeordnet In
den Druckleitungen 16 sind jeweils Rückschlagventile 17 angeordnet, die vorzugsweise auch als Entlastungsventile der Druckleitungen ausgebildet sind. Bei jedem
Druckhub des Pumpenkolbens 7 wird entsprechend Kraftstoff durch die Axialbohrung 12, die Radialbohrung
13, die Ringnut 14 und die Verteilerlängsnut 15 zu einer der Druckleitungen 16 gefördert
Beim Saughub des Pumpenkolbens 7 gelangt der
Kraftstoff aus einem unter leichtem Überdruck stehenden Pumpensaugraum 19 und eine Saugleitung 20, die in
die Zylinderbohrung 10 mündet, und einer von in gleicher Anzahl und Anordnung wie die Druckleitungen 16
an der Umfangsseite des Pumpenkolbens 7 vorhandenen Längsnuten 22 in den Pumpenarbeitsraum 11. Die
Saugleitung 20 und die Druckleitungen 16 sind in Dreh' winkelrichtung zueinander versetzt, sofern, wie bei dem
Beispiel gezeigt, die Verteilerlängsnut 15 und eine der Längsnuten 22 in einer Ebene angeordnet sind. Da
Saughub und Druckhub alternativ aufeinander folgen und stets nur entwede»' die Saugleitung oder eine der
Druckleitungen aufgesteuert wird, ist während des Uruckhubs die Saugleitung 20 von den Langsnuten 22
getrennt
Zwischen Pumpenarbeitsraum 11 und Saugraum 19 ist als weitere Verbindung ein Entnahmekanal 23 ange-5
ordnet der durch ein als Magnetventil ausgebildetes Steuerorgan 24 steuerbar ist und der an der Mündung
des Entnahmekanals 23 in die Zylinderbohrung 10 eine Drosselstelle 25 hat Dieser Entnahmekanal 23 wird
durch die Langsnuten 22 während des Druckhubs aufgesteuert,
und zwar kurz nachdem der Druckhub begonnen hat und im Pumpenarbeitsraum 11 sowie den
Druckleitungen 16 bereits ein bestimmter dem Einspritzdruck entsprechender Förderdruck erreicht ist
der auch nach Aufsteuern des Entnahmekanals 23 und
is unter Mitwirkung der Drossel 25 erhalten bleibt, um
einen Druckabfall und damit eine Unterbrechung der Förderung zur Brennkraftmaschine zu vermeiden.
Durch das Magnetventil wird dieser Entnahmekanal nur bei Leerlauf und im niederen Drehzahlbereich aufgesteuert
um damit den Entnahmekanal für eine Entnahme von Kraftstoff freizugeben. Diiüh das Entnehmen
eines Teiles des Kraftstoffes während ces Druckhubes
bei diesen niederen Drehzahlen wird erreicht daß die Spritzzeit pro Druckhub wesentlich verlängert wird mit
der Folge, daß der Motor in diesen Drehzahlbereichen wesemüch leiser läuft In den oberen Drehzahlbereichen
und bei Vollast empfiehlt es sich den Entnahmekanal gesperrt zu halten, um die volle von der Pumpe
förderbare Kraftstoffmenge zur Einspritzung zu bringen. Die in einem derartigen Entnahmekanal erforderliche
Drosselstelle kann auch an der vom Magnetventil gesteuerten Stelle des Entnahmekanals 23 vorgesehen
sein, indem der Hub des Ankers und damit des beweglichen Ventilteils 26 des Magnetventils derart begrenzt
ist, daß der Aufsteuerquerschnitt als Drosselstelle wirkt Zur Regelung der geförderten Kraftstoffmenge ist
der Arbeitsraum 11 über eine zweite Radiaibohrung 27
mit dem Pumpensaugraum 19 verbindbar. Mit der Radialbohrung 27 arbeit ein Fördermengenregelgfied 28
zusammen in Form eines auf dem Pumpenkolben verschiebbaren
Ringschiebers, der durch seine Stellung den Zeitpunkt bestimmt zu dem bei der Aufwärtsbewegung
des Pumpenkolbens 7 die Radialbohrung 27 geöffnet und eine Verbindung zwischen dem Pumpenarbeitsraum
11 und dem Pumpensaugraum Ϊ2 hergestellt wird.
Von diesem Zeitpunkt an wird die Pumpenförderung in die Druckleitung 16 unterbrochen. Durch die Verstellung
des Ringschiebers 28 kann somit die zur Einspritzung gelangende Kraftstoffmenge verändert werden.
so Zur Kraftstoffeinspritzmengenänderung wird der Ringschieber 28 durch einen Reglerhebel 30 der mit
dem Kugelkopf 31 in eine Ausnehmung 32 des R':r*gschiebers
28 eingreift, verstellt Der Reglerhebe! ist dabei um eine Achse 34 schwenkbar, die durch einen Exzenter
35 einstellbar ist.
Da das als Magnetventil ausgebildete Steuerorgan 24 während des Druckhubs der Einspritzpumpe bei höheren
Drehzahlen den Entnahmekanal 23 gesperrt halten muß, muß das Magnetventil eine nicht unerhebliche Leistung
bringen können. Aus diesem Grunde sind die einander zugewandten Seiten des Ankers 26 und eines dazugehörigen
Kerns 36 konisch ausgebildet An dem Kern 36 stößt sich eine Schließfeder 37 ab, die in einer
Sackbohrung des Ankers 26 auf diesen wirkend angeordnet ist Der Anfojr selbst ist in einer Hülse 38 angeordnet,
die vorzugsweise aus nichtmagnetischem Material hergestellt ist, um ein radiales Kleben des Ankers zu
vermeiden. Außerdem dient diese aus dem Magnetven-
tilgeliäuse 40 herausragende Hülse 38 als Stütze für
einen Rundschnurdichtring 39, der bei Befestigung des Magnetventils zwischen dem Verteilerkopf 8 und dem
Magnetventilgehäuse 40 angeordnet ist. Das Magnetventil ist in den Verteilerkopf 8 hineingeschraubt und
kann durch eine Verschlußschraube ersetzt werden, falls auf diese Extrasteucrung verzichtet wird.
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Claims (5)
1. Kraftstoffverteilereinspritzpuflipe für Brennkraftmaschinen
mit einem hin- und hergehend und gleichzeitig rotierend im Pumpengehäuse angeordneten
und dabei als Verteiler dienenden Pumpenkolben, der ober umfangsseitig angeordnete Längsnuters
den Pumpenarbeitsraum zur Kraftstoffversorgung mit einem unter geringem gesteuerten Druck
stehenden Saugraum in Verbindung bringt, und mit einem eine Drosselstelle sowie ein zwischengeschaltetes
Steuerorgan aufweisenden Entnahmekanal, der während des Druckhubs des Pumpenkolbens
nach dem Aufbau des ICraftstoffeinspritzdrucks der
Rückführung einer Teilkraftstoffmenge aus dem Pumpenarbeitsraum in den Saugraum im Leerlaufund
niedrigen Teillastbereich über eine im Pumpenkolben ausgebildete Steuernut dient, dadurch
gekenn ze fchnet, daß bei jedem Druckhub des
Pumpenkolbens (7) nacheinander eine der Längsnuten (22) für die Kraftstoffversorgung des Pumpenarbeitsraumes
(11) während des Saughubs als Steuernut dient, durch welche bei geöffnetem Steuerorgan
(24) der feste Zeitpunkt der Aufsteuerung des Entnahmekanals und damit des Beginns der Kraftstoffentnahme
aus dem Pumpenarbeitsraum (11) über den Entnahmekanal (23) gesteuert wird, und daß das
Steuerorgan (24) als Magnetventil ausgebildet ist.
2. Kraftstoffverteilereinspritzpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselstelle
(25) unmittelbar an der pumpenarbeitsraumseitigen Mündungsstelle de? Entnahmekanals (23)
angeordnet ist.
3. Kraftstoffverteilereinspritzpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der vom Maximalhub
des Magnetventils bestimmte Durchgangsquerschnitt die Drosselstelle bildet.
4. Kraftstoffverteilereinspritzpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schließglied
des in das Pumpengehäuse (Verteilerkopf (8)) der Einspritzpumpe eingeschraubten Magnetventils
eine Kugel (40) ist, die fest mit dem Anker (26) des Magnetventils verbunden ist und mit einem Ventilsitz
im Pumpengehäuse zusammenwirkt.
5. Kraftstoffverteilereinspritzpumpe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ventilsitz
hin aus dem Magnetventilgehäuse (40) eine fest mit diesem verbundene Führungshülse (38) für den
Magnetanker (26) herausragt, die als Stützelement für einen bei der Befestigung des Magnetventils im
Pumpengehäuse (Verteilerkopf (8)) zwischen dem Magnetventilgehäuse (40) und dem Pumpengehäuse
angeordneten Rundschnurdichtring (39) dient.
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