DE2502866C2 - Vorrichtung und Verfahren zum Schneiden eines noch plastischen Porenbetonblockes - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zum Schneiden eines noch plastischen PorenbetonblockesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schneiden eines noch plastischen Porenbetonblockes in zwei
senkrecht zueinander verlaufenden Schneidetenen mit einem rechteckigen Schneidbett, das Längsschlitze zum
Durchführen von Längsschneiddrähten und angrenzend an die Längsschlitze Auflagestücke für den Block sowie
unterhalb der Längsschlitze breitere Fühmngskanäle aufweist und bei dem die Aufiagestücke in Längsrichtung
des Schneidbettes durch Quernuten voneinander getrennt sind, ferner mit einem in Längsrichtung des
Schneidbettes verschiebbaren Rahmengestell, das einen aus einem Querbügel und an diesem befestigten
Längsstäben bestehenden waagerechten Rechen aufweist,
dessen Längsstäbe in den Führungskanälen geführt und an ihren freien Enden mit den Längsschneiddrähten
verbunden sind, die außerdem an einem Querholm des Rahmengestells befestigt sind, sowie mit
einem waagerechten, lotrecht bewegbaren Schneidrah-/nen, der quer zum Schneidbett verlaufende Schneiddrähte
aufweist, die sich zu Beginn des Schneidvorganges unter dem Porenbetonblock befinden.
Eine derartige Schneidvorrichtung ist aus der DE-AS 10 87 960 bekannt Obwohl sich diese Schneidvorrichtung
in der Praxis bewährt hat, ist sie dennoch verbesserungsbedürftig. Bei der bekannten Schneidvorrichtung
erfolgt zunächst das Querschneiden des Blockes, indem der waagerechte Schneidrahmen von
unten nach oben bewegt wird, wobei die Querschneiddrähte beim Zerteilen des Porenbetonblockes je einen
Schnittspalt hinterlassen. Beim abschließenden Längsschneiden des Porenbetonblockes in der senkrecht
hierzu verlaufenden Schneidebene wird das jeweilige Blockteil an seiner Rückseite nicht unterstützt, denn
dort ist es durch den Schnittspalt des vorhergehenden Querschneidens von dem benachbarten Blockteil
getrennt Infolgedessen bröckeln die Kanten der aufgeteilten Blockteile aus.
Man hat nun erkannt, daß das Ausbröckeln verhindert'
werden kann, wenn man die geschnittenen Blockteile nach dem ersten Schnitt um die Dicke des Schnittspalts
zusammenschiebt so daß die Blockteile wieder dicht aneinanderliegen. Um dies zu erreichen, wird bei einer
aus der DE-OS 20 31514 bekannten Schneidvorrichtung
der Block nach dem Längsschneiden auf einen Tisch gebracht. Eine Hubvorrichtung mit Klemmbakken,
die sich parallel zu den Längsseiten des Blockes erstrecken, greift dann an diesen Längsseiten an und
drückt die Blockteile zusammen. Hierbei gleiten jedoch die Blockteile auf dem Tisch. Infolge des Gewichtes der
Blockteile entsteht eine nicht unerhebliche Reibung. Zumindest auf die äußeren Blockteile müssen deshalb
die Klemmbacken mit einem erheblichen Druck einwirken. Es besteht beim anschließenden Härten dann
die Gefahr, daß die fest zusammengedrückten Blockteile zusammenbacken und wieder mittels besonderer
Vorrichtungen auseinandergetrennt werden müssen. Außerdem kann durch den hohen Druck der Klemmbacken
eine Maßänderung der äußeren Blockteile eintreten. Schließlich besteht bei der bekannten
Vorrichtung der Tisch nicht aus einer durchgehenden Platte, sondern aus einzelnen Stäben, die in Nuten des
Tisches versenkt angeordnet sind. Wenn diese Stäbe nicht hundertprozentig mit der Tischoberfläche fluchten,
so weist die Tischfläche eine Vielzahl von Vorsprüngen und Vertiefungen auf, die nicht nur eine
Verschiebung behindern, sondern auch ein Ausbröckeln der Blockteile an ihrer Unterseite beim Verschieben
bewirken.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art zum Schneiden
eines noch plastischen Porenbetonblockes so auszubilden, daß bei einfachem Aufbau ein Ausbröckeln
der Kanten und ein Zusammenbacken der geschnittenen Blockteüe nach dem Härten vermieden wird.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß je eine Quernut im Bereich jedes
Querschneiddrahtes angeordnet ist und die Auflagestükke in Längsrichtung des Schneidbettes derart verschiebbar
sind, daß nach dem Quei^chneiden des Blockes die
geschnittenen Blockteile mit ihren Schnittflächen zur gegenseitigen Anlage bringbar sind.
Bei der Vorrichtung nach der Erfindung können die
Auflagestücke nach dem Querschneiden des Porenbetonblockes zieharmonikaartig in Längsrichtung des
Schneidbettes zusammengeschoben werden, so daß die geschnittenen Blockteile mit ihren Schnittflächen
aneinanderliegen. Da dieses Zusammenschieben der is
Blockteile durch Verschiebung der Auflagefläche erfolgt, braucht keine Kraft auf die Blockteüe
einzuwirken. Sie werden nicht, wie bei bekannten Vorrichtungen, zusammengepreßt, so daß weder Maßänderungen
auftreten können noch ein Zusammenbakken beim anschließenden Härten zu befürchten ist
Anschließend an das Zusammenschieben der Siockieiie
erfolgt deren Zerschneiden in Längsrichtung mittels der Längsschneiddrähte.
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteran- 2s
Sprüchen 2 bis 4 gekennzeichnet
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Schneiden eines Porenbetonblockes mit der Vorrichtung
nach der Erfindung, das dadurch gekennzeichnet ist, daß die Auflagestücke wieder in ihre Ausgangsstellung
und damit die geschnittenen Steine auseinandergezogen werden.
Durch den Verfahrensschritt, die Steine nach dem Schneiden wieder auseinanderzuziehen, wird erreicht,
daß der Härtedampf auch zu den beim Querschneiden gebildeten Schnittflächen Zutritt hat Es wird damit das
Härten der Steine gleichmäßiger und beschleunigt und außerdem wird ein Zusammenkleben der Steine beim
Härtevorgang mit Sicherheit ausgeschlossen. Da zwischen den einzelnen Steinen nach dem Längsschneiden
auch zwischen den Längsschnittflächen Spalte vorhanden sind, kann der Härtedampf von allen Seiten her an
jeden Stein gelangen.
Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels näher
erläutert Es zeigen
F i g. 1 bis 5 einen Längsschnitt einer Vorrichtung in
verschiedenen Arbeitsphasen;
F i g. 6 eine Teilansicht der Vorrichtung in Richtung des Pfeiles VI in der F ig.1; so
In der Zeichnung ist mit 1 das Schneidbett bezeichnet,
welches in der Draufsicht rechteckig ist Die Ausbildung des Schneidbettes sowie der beiden Vorrichtungen zum
Quer- und Längsschneiden eines noch plastischen Porenbetonblockes 2 entspricht im Prinzip der Vorrichtung
nach der DE-AS 10 87 960, so daß von der Vorrichtung nur die wichtigsten Teile schematisch
dargestellt sind. Das Schneidbett 1 weist einzelne Auflagestücke 3 für den Block 2 auf, wobei, wie aus
Pig.6 ersichtlich ist, zwischen den Auflagestücken
Längsschlitze 4 zum Durchtritt der Längsschneiddrähte 3 vorgesehen sind. Unterhalb der Längsschlitze 4 sind in
den Auflagestücken 3 breitere Führungskanäle 6 vorgesehen. Ein nur durch strichpunktierte Linien
schematisch angedeutete Rahmengestell 7 ist in Längsrichtung A des Schneidbettes 1 verschiebbar. Das
Rahmengestell 7 weist «inen Querbügel 8 auf, an dem nach Art eines Rechens Längsstäbe 9 befestigt sind.
Diese Längsstäbe 9 sind in den Führungskanälen 6 geführt An dem Rahmengestell 7 ist ferner des Blockes
2 ein Querholm 10 vorgesehen. Zwischen diesem Querholm 10 und den freien Enden 9a der Längsstäbe 9
sind die Längsschneiddrähte 5 gespannt Ferner ist ein waagerechter Schneidrahmen 2 mit quer zum Schneidbett
1 verlaufenden Querschneiddrähten 13 vorgesehen, der in dem Rahmengestell 7 lotrecht verschiebbar ist
Das Schneidbett 1 weist im Bereich jedes Querschneiddrahtes 13 eine Quernut 14 auf.
Die Auflagestücke 3 sind in Längsrichtung A des Schneidbettes 1 verschiebbar. Zu diesem Zweck sind die
zwischen zwei Quernuten 14 in einer vorgesehenen Reihe Auflagestücke jeweils durch eine unterhalb der
Längsstäbe 9 in Schneidbettquerrichtung verlaufende Querleiste 15 miteinander verbunden (F i g. 6). Zwischen
den Querleisten 15 benachbarter Auflagestückreihen sind, wie in Fig.7 dargestellt ist Abstandhalter 16
vorgesehen, die ein gegenseitiges Zusammenschieben der Querleisten 15 und damit auch I-ir Auflagestücke 3
um die Dicke s des Schnittspaltes 5 begrenzen. Die Abstandhalter 16 sind unterhalb der Quernuten 14 in
entsprechenden Aussparungen des Schneidbettes 1 angeordnet Die Abstandhalter 16 bestehen beispielsweise
aus Bolzen, die in Augen 17 der jeweils benachbarten Querleiste um die Dicke des Schnittspaltes
verschiebbar sind Zu diesem Zweck weist jeder Bolzen einen Absatz 18 und einen Bund 19 auf. In F i g. 7
sind die Querleisten in auseinandergebogenem Zustand dargestellt Werden sie durch Krafteinwirkung auf die
jeweils außenliegenden Querleisten zusammengeschoben, so kommt der Absatz 18 an dem Auge 17 zur
Anlage und begrenzt dadurch das weitere Zusammenschieben dieser beiden benachbarten Querleisten. Auf
diese Weise wird erreicht, daß die zusammengeschobenen Blockteüe nur lose aneinanderliegen. ohne daß eine
größere Preßkraft auf die Schnittflächen ausgeübt wird.
Zum Abheben der geschnittenen Blecktei!e ist in
bekannter Weise ein mit seinen Roststäben 20 in den Quernuten 14 versenkt angeordneter Gitterrost 21
ve »gesehen. Die Quernuten 14 sind dabei so tief angeordnet daß die Roststäbe 20 unterhalb der
Querleisten 15 zu liegen kommen.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist in den F i g. 1 bis 5 dargestellt In Fig. 1 befinden sich alle Teile der
Vorrichtung in Ausgangsstellung. Der Porenbetonblock 2 wird auf die auseinandergezogenen Auflagestücke 3
abgesenkt. Die Querschneiddrähte 13 befinden sich hierbei in den Quernuten 14 unterhalb des Porenbetonblockes
2.
Dann wird gemäß F i g. 2 der waagerechte Schneidrahmen 12 nach oben bewegt Die Querschneiddrähte
13 hinterlassen hierbei in dem Porenbetonblock Schnittspalte 5 zwischen den Blockteilen 2'. Damit beim
anschließenden J .ängsschneiden das Ausbrechen der Kanten verhindert wird, werden nunmehr gemäß F i g. 3
die Auflagestücke 3 zieharmonikaartig zusammengeschoben. Die Blockteile 2' liegen nunmehr mit ihren vorn
Querschneiden herrührenden Schnittflächen ohne Zwischenraum, jedoch auch ohne wesentliche Anpreßkraft
aneinander, was durch die Abstandhalter 16 erreicht wird.
Das Rahmengestell 7 wird nunmehr zusammen mit seinen Längsstäben 9 und dem Querholm 10 in
Tischlängsrichtung: nach rechts bewegt, so daß der Block jetzt auch in Längsrichtung in einzelne Steine 2"
aufgeteilt ist In Längsrichtung des Blockes ist nunmehr
zwischen den einzelnen Steinen 2" ebenfalls ein Schnittspalt vorhanden, der jedoch in der Zeichnung
nicht sichtbar ist. Da während des Längsschneidens die einzelnen Blockteile 2' dicht aneinanderlagen, stützen
sich die Blockteile gegenseitig ab, so daß das Ausbrechen von Kanten verhindert wurde.
Nach erfolgtem Längsschnitt werden die Steinreihen wieder in Tischlängsrichtung in ihre Ausgangslage
auseinandergezogen, wie es in Fig.5 dargestellt ist.
Dies hat den Vorteil, daß nunmehr auch in Querrichtung des Blockes die einzelnen Steine 2" wieder auseinander-
gerückt sind und somit beim anschließenden Härten der Härtedampf an alle Begrenzungsflächen der Steine 2"
gelangen kann. Außerdem können die Steine beim Härten nicht Zusammenbacken. Schließlich wird durch
das Auseinanderfahren der Auflagestückreihen auch erreicht, daß die Roststäbe 20 beim Anheben des
Gitterrostes 21 aus dem Schneidbett austreten können. Hierbei steht jeder Stein einzeln auf dem Gitterrost 21,
und ein Zusammenbacken von Steinen wird mit Sicherheit ausgeschlossen.
Claims (5)
- Patentansprüche:l. Vorrichtung zum Schneiden eines noch plastischen Porenbetonblockes, in zwei senkrecht zueinander verlaufenden Schneidebenen mit einem rechteckigen Schneidbett, das Längsschlitze zum Durchführen von Längsschne'iddrähten und angrenzend an die Längsschlitze Auflagestücke für den Block sowie unterhalb der Längsschlitze breitere Führungskanäle aufweist und bei dem die Auflagestücke in Längsrichtung des Schneidbetts durch Quernuten voneinander getrennt sind, ferner mit einem in Längsrichtung des Schneidbettes verschiebbaren Rahmengestell, das einen aus einem Querbügel und an diesem befestigten Längsstäben bestehenden waagrechten Rechen aufweist, dessen Längsstäbe in den Führungskanälen geführt und an ihren freien Enden mit den Längsschneiddrähten verbunden sind, die außerdem an einem Querholm des Rahmengestells befestigt sind, sowie mit einem waagerechten, lotrecht bewegbaren Schneidrahmen, der quer zum Schneidbett verlautende Querschneiddrähie aufweist, die sich zu Beginn des Schneidvorganges unter dem Porenbetonblock befinden, dadurch gekennzeichnet, daß je eine Quernut (14) im Bereich jedes Querschneiddrahtes (13) angeordnet ist und die Auflagestücke (3) in Längsrichtung (A) des Schneidbettes (1) derart, verschiebbar sind, daß nach dem Querschneiden des Blockes (2) die geschnittenen *> Blockteile (2') mit ihren Schnittflächen zur gegenseitigen Anlage bringbar sind.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen zwei Quernuten (14) in einer Reihe vorgesehenen Aufla^sstücke (3) jeweils durch eine unterhalb der Längsstäbe (9) in Schneidbettquerrichtung verlaufende, verschiebbar gelagerte Querleiste (15) miteinander verbunden sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekenn- *<> zeichnet, daß zwischen den Querleisten (15) benachbarter Reihen von Auflagenstücken (3) Abstandhalter (16) vorgesehen sind, die das gegenseitige Zusammenschieben und Auseinanderziehen der Querleisten (15) auf die Dicke (s) des Querschnittspaltes (S1J begrenzen.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, bei der zum Abheben der geschnittenen Steine (2") ein mit seinen Roststäben (20) in den Quernuten (14) versenkt angeordneter Gitterrost (21) vorgesehen 5® ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Quernuten (14) so tief ausgebildet sind, daß die Roststäbe (20) unterhalb der Querleisten (15) liegen.
- 5. Verfahren zum Schneiden eines Porenbetonblockes mit der Vorrichtung nach einem der Ansprüche I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagestücke (3) nach dem Längsschneiden des Blockes wieder in ihre Ausgangsstellung und damit auch die geschnittenen Steine (2") auseinandergezogen werden. ω
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Publications (2)
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Country Status (1)
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1975
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| DE2502866A1 (de) | 1976-07-29 |
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Owner name: HEBEL GMBH HOLDING, 8080 EMMERING, DE |
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| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: HEBEL AG, 8089 EMMERING, DE |