DE2502045C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Aufzeichnen und/oder zur Wiedergabe von Farbfernsehsignalen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Aufzeichnen und/oder zur Wiedergabe von FarbfernsehsignalenInfo
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Description
4. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß im Aufzeichnungsteil
und im Wiedergabeteil zwischen den Phasenumschaltern (97,98) und den Frequenzumsetzern
(94,101) ein Hochpaß (99) angeordnet ist
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß für den Aufzeichnungs-
und Wiedergabeteil eine gemeinsame Steuerschaltung (36-39, 41) ein gemeinsamer Phasenumschalter
(97,98) und ein gemeinsamer Generator (96) vorgesehen sind.
Die Erfindung betrifft ein im Oberbegriff des Anspruches I beschriebenes Verfahren zum Aufzeichnen von
Farbfernsehsignalen auf einen Aufzeichnungsträger in
nebeneinander verlaufenden Spuren und/oder zur Wiedergabe der aufgezeichneten Farbfernsehsignale.
Es ist bekannt zur Verminderung von Neben- bzw. Übersprechstörungen zwischen benachbarten Spuren,
Rotationsmagnetköpfe zu verwenden, deren Luftspalte unterschiedliche Winkel zurTransportrichtungdes Bandes
haben. Diese Maßnahme reicht jedoch noch nicht aus.
Bekannt ist ferner nach der DE-OS 22 58 028 der Anmelderin
ein Verfahren, bei dem zum Zwecke der Vermeidung von Nebcnsprechstörungen zwischen bcnach=
harten Spuren das umgesetzte Chromir.azsignal in Abhängigkeit
von ausgewählten Zeilenpcrioden, beispielsweise zeilenweise abwechselnd, vor dem Aufzeichnen
aufgetastet wird, derart, daß von zwei nebcncinnndcr-
M liegenden Spurabschnillen benachbarter Spuren jeweils
einer eine Chroininan/si^niiliiiif/eiiliniiiif.· erhüll uiul
(.la itiulfiv keine »ei der Wiedergabe werden die .ms
getasteten Lücken mit dem verzögerten Chrominan/.si-
3 4
gnal des vorhergehenden Spurabschnittes gefüllt Die- und vom Frequenzrückuinsetzer keine Modulations-
ses Verfahren hat den Nachteil, daß durch die Aufzeich- produkte mit unterschiedlichen Gleichstromanteilen
nung ein Informationsverlust entsteht. mehr abgenommen werden müssen.
Eine Vermeidung von Nebensprechstörungen ohne Die Erfindung betrifft ferner eine im Oberbegriff des
den zuletzt erwähnten Nachteil ist gemäß einem Vor- 5 Anspruches 2 beschriebene Vorrichtung zum Aufzeich-
schlag in der älteren nicht vorveröffentlichten DE-OS nen von Farbfernsehsignalen unter Anwendung des
24 36 941 der Anmelderin mit dem eingangs beschriebe- vorstehend beschriebenen Verfahrens und/oder zur
nen Verfahren möglich. Die Nebensprechstörungen Wiedergabe der aufgezeichneten Farbfernsehsignale.
werden im Prinzip wie folgt eliminiert: Eine periodische Eine derartige Vorrichtung ist bereits in der älteren
Phasenumschaltung eines Signals führt bekanntlich zu 10 nicht vorveröffendichten Auslegeschrift 24 36 941 der
einem Versatz des Frequenzspektrums dieses Signals. Anmelderin vorgeschlagen worden. Die Merkmale zur
Im vorliegenden Fall sollen die Frequenzspektren der in schaltungsmäßigen Realisierung des erfmdungsgemä-
benachbarten Spuren aufzuzeichnenden Chrominanzsi- Ben Verfahrens sind im Kennzeichen des Anspruches 2
gnale frequenzverschachtelt werden. Dies ist dadurch angegeben.
möglich, daß die Frequenzspektren der Chrominanzsi- 15 Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Vorrich-
gnale benachbarter Spuren gegeneinander versetzt, tung sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 5.
d.h. nach einem unterschiedlichen von ausgewählten Neben einer Diskussion des älteren Vorschlages wird
Zeilenperioden abhängigen Modus in ihrer Phase umge- nachfolgend ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an-
schaltet werden. Die Frequenzverschachtelung bleibt hand der Zeichnungen beschriebea Es zeigt
bei der Reproduktion erhalten. Durch entsprechende 20 F i g. 1 eine vereinfachte Darstellung eines kurzen
Phasenrüekumschaltung der von der abgetasteten Spur Abschnittes eines Magnetbandes mit rs .-.hreren paralle-
stammenden Nutz-Chrominanzsignale bei der auch dis len Aufzeichnungsspuren·,
von benachbarten Spuren stammenden Nebensprech- F i g. 2 einen Wandler mit unterschiedlichen Spaltwin-
Chrominanzsignale in ihrer Phase mit rückumgesthaltet kein;
werden, wird der Versatz des Frequenzspektrums der 25 F i g. 3 ein Blockschaltbild des Aufzeichnungsteiles
Nutz-Chrominanzsignale (sofern bei der betreffenden nach dem llteren Vorschlag;
Spur eine vorgesehen wurde) rückgängig gemacht. Das F i g. 4 eine vereinfachte Darstellung eines kurzen
Frequenzspektrum der Nebensprech-Chrominanzsi- Abschnittes eines Magnetbandes mit zwei parallelen
gnale wird dabei im gleichen Maße versetzt, jedoch benachbarten Spuren, die die Phasenlage der aufge-
nicht in die ursprüngliche Frequenzlage. Mittels des 30 zeichneten Chrominanzsignale und der von dem be-
Kammfilters, in dessen Durchlaßbereiche die Spektral- nachbarten Abschnitt der benachbarten Spur überspre-
frequenzen der Nutz-Chrominanzsignale und in dessen chenden Chrominanzsignale erkennen lassen, wenn ein
Sperrbereiche die Spektralfrequenzen der Neben- Aufzeichnungsteil gemäß F i g. 3 verwendet ist;
sprech-Chrominanzsignale fallen, können dann letztere F i g. 5 ein Blockschaltbild des Wiedergabeteiles nach
eliminiert werden. 35 dem älteren Vorschlag zur Wiedergabe von Signalen,
Mit dem vorstehend geschilderten Verfahren ist zwar die mit dem Aufzeichnungsteil nach F i g. 3 aufgezeich-
eine gute Eliminierung der Nebensprechstörungen aus net sind;
benachbarten Spuren möglich, jedoch können die nach F i g. 6 Impulsfolgen, die bei dem Aufzeichnungs- und
der Rückumsetzung gewonnenen Chrominanzsignale in Wiedergabeteil nach dem älteren Vorschlag gemäß den
Abhängigkeit/on den ausgewählten Zeilenperioden un- 40 Fig. 3 und 5 auftreten;
terschiedliche Gleichstromanteile haben. Dies deshalb, Fig. 7 Frequenzspektren erwünschter und uner-
weil die Modulatiönsprodükte unterschiedlicher Phase wünschter Chrominanzsignale, die bei dem Aufzeich-
von Schaltungspunkten des Frequenzumsetzers bzw. nungs- und Wiedergabeteil nach dem älteren Vorschlag
Frequenzrückumsetzers abgenommen werden, die von- gemäß den F i g. 3 und 5 auftreten;
einander abweichende Gleichstrompegel haben. Die un- 45 F i g. 8 eine Reihe von Wellenformendiagrammen zur
te rschi ed liehen Gleichstromanteile drr Chrominanzsi- Veranschaulichung der Wirkung der Gleichspannungs-
gnale in den aufeinanderfolgenden Zeilenabschnitten Verlagerung der Chrominanzsignale; und
können zu periodischen Störungen im wiedergewönne- F i g. 9 ein Blockschaltbild zur Veranschaulichung des
nen Farbfernsehsignal führen, die sich auch durch Filter- Aufzeichnungs- und Wiedergabegerätes, das nach der
mittel nicht beseitigen lassen. 50 vorliegenden Erfindung konstruiert ist.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, Die kurze Länge dis in Fig. 1 gezeigten Bandes 11
das Verfahren der eingangs beschriebenen Art so zu hat sechs auf demselben aufgezeichnete Spuren 12—17
gestalten, daß mit ihm eine Eliminierung von Neben- Diese Spuren sind als r.ebeneinanderliegend aufge-
sprechstörungen ohne Informationsverlust und ohne zeichnet dargestellt, wobei die Spuren in kleine Spurab-
Erzeugung von durch Gleichstrompegelverschiebungen 55 schnitte geteilt sind, wovon jeder den kleinen Bereich
bedingten periodischen Störungen möglich ist. darstellt, auf welchem das ganze Videosignal entspre-
Die Aufgabe ist durch die im Kennzeichen des An- chend einer Zeile eines vollständigen Fernsehbildes auf-
spruches 1 angegebenen Erfindungsmerkmale gelöst. gezeichnet wird. Die kleineren Abschnitte an den Enden
Die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erzielte der Spuren stellen Hnlbzeilenintervalle dar.
Verschachtelung der erwähnten Frequenzspektra er- 60 Die Querlinien, welche die Enden jeder der Spurabmöglicht
es, wie das eingangs beschriebene bekannte schnitte in jeder der Spuren 12=· 17 markieren, können
Verfahren, das Nutzspektrum mit den bekannten Mit- als die Stellen darstellend betrachtet werden, air weltein,
d. h. mittels eines Kammfilters auszufiltern und das chen die Horizontalsynchronsignale aufgezeichnet wer-Nebensprechstörspektrum
zu eliminieren, lnforma- den. Die Aufzeichnung wird h-ausgerichtet genannt, da
tionsverlustc durch Ausblendungen treten auch hier b5 das Horizontalsignal, welches manchmal als h-Signal
nicht auf. Ferner gewährleistet die Phasenumschaltung bezeichnet wird, bzw. die h-Signale mit entsprechenden
des Frequenzumsetzungr-rägers und des Frequenz- Signalen in benachbarten Spuren ausgerichtet aufgerückumsetzungsirägers,
daß vom Frequenzumsetzer zeichnet werden. Dies ist eine allgemein bekannte Me-
thode zur Herabsetzung der Nebenwiedergabe, welche sonst zwischen benachbarten Spuren auftreten würde,
falls die aufgezeichneten Horizontalsynchronsignale nicht ausgerichtet wären.
Die Querlinien, welche die Stelle der Aufzeichnung der Horizontalsynchronsignale in den Spuren 12,14 und
16 darstellen, verlaufen senkrecht zur Längsrichtung dieser Spuren, wogegen die Querlinien, welche die Stelle
der Aufzeichnung von Horizontalsynchronsignalen in den Spuren 13, IS und 17 darstellen, in einem unterschiedlichen
Winkel in bezug auf die Längsrichtung dieser Spuren liegen. Dieser Winkelunterschied wird durch
den Luftspalt in den Aufzeichnungswandlern, wie in den F i g. 2A und 2B gezeigt, hervorgerufen. Der Luftspalt g\
in dem Wandler 19 nach F i g. 2A hat einen Winkel θ\ in bezug auf die Linie, welche die Richtung der Bewegung
des Bandes gegenüber dem Wandler 19 darstellt. Der Winkel θ\ ist als ein rechter Winkel dargestellt, so daß
der Wandler 19 verwendet wird, um die Spuren 12, 14 und 16 aufzuzeichnen. Der Wandler 21 nach F i g. 2B hat
einen Luftspalt gj mit einem Winkel θι in bezug auf die
Linie, welche die Richtung der Relativbewegung zwischen dem Band und dem Wandler darstellt. Der Wandler
21 wird verwendet, um die Spuren 13, IS und 17 aufzuzeichnen. Die Winkel θ\ und & sind als die Azimuthwinkel
bekannt, wobei es nicht notwendig ist, daß einer davon senkrecht zur Richtung der Relativbewegung
zwischen dem Wandler und dem Band ist.
Die Aufzeichnung von Informationen in unterschiedlichen Azimuthwinkeln reduziert die Nebenwiedergabe
zwischen benachbarten Spuren nicht nur von Horizontalsynchronsignalen, sondern auch von anderen Signalen.
Um die auf einem Magnetträger aufgezeichneten Komponenten höchster Frequenz abzunehmen, ist es
wichtig, daß der Azimuthwinkel des Wiedergabewandlers genau dem Azimuthwinkel des Wandlers entspricht,
der zur Aufzeichnung dieser Information verwendet worden ist Jede Diskrepanz in den Azimuthwinkeln der
Aufzeichnungs- bzw. Wiedergabewandler setzt die Signale höchster Frequenz, welche sonst wiedergegeben
werden, herab. Durch die willkürliche Wahl sehr unterschiedlicher Azimuthwinkel bei der Aufzeichnung benachbarter
Spuren 12—17 nach Fig. 1 wird das Übersprechen von in benachbarten Spuren aufgezeichneten
Signalen hoher, sogar mittlerer Frequenz, wesentlich herabgesetzt Nur das Übersprechen von Signalen verhältnismäßig
niedriger Frequenz verbleibt als Problem.
In der oben erwähnten älteren nicht vorveröffentlichten DE-OS 24 36 941 sind mehrere Methoden zur Herabsetzung
des l'Jbersprechens von Signalen niedriger
Frequenz zwischen benachbarten Spuren vorgeschlagen, die sogar dann wirksam sind, wenn die Spuren,
welche aufgezeichnet wurden, nebeneinander oder leicht sich überlappend liegen. Fig.3 zeigt ein Blockschaltbild
einer Bauart einer Aufzeichnungseinrichtung, wie in der oben erwähnten DE-OS 24 36 941 beschrieben.
Nach F i g. 3 wird ein Videosignal an einen Eingangsanschluß 22 angelegt Von dort zweigt sich das Signal in
vier Strecken oder Bahnen ab, wovon eine zu einem Tiefpaßfilter 23 führt, welches Luminanzsignalkomponenten
bis etwa 2^ MHz durchläßt Der Ausgang des Tiefpaßfilters ist an eine Verzögerungsschaltung 21 angeschlossen,
welche die Signalverzögerung in anderen Teilen der abgezweigten Schaltung ausgleicht Der Ausgang
der Verzögerungsschaltung 24 ist mit einem Frequenzmodulator 26 verbunden, um ein Trägersignal entsprechend
der üblichen Praxis für die Aufzeichnung mit dem Luminanzsignal frequenzmäßig zu modulieren. Das
Ausgangssignal des Frequenzmodulators wird durch ein Hochpaßfilter 27 gefiltert und an eine Mischschaltung
28 angelegt.
Das Videosignal wird auch an ein Kamm- bzw. Kombinationsfilter
29 angelegt, welches die Chrominanzsignale einem Gegentaktmodulator 31 zuführt. Ein Oszillator
32 ist auch mit dem Gegentaktmodulator 31 verbunden. Der Modulator 31 hat zwei Ausgangsklemmen,
to die mit den feststehenden Klemmen eines einpoligen
Umschalters bzw. einer Auswahlvorrichtung 33 verbunden sind, während der Arm dieses Umschalters mit einem
Tiefpaßfilter 34 verbunden ist, der wiederum mit der Mischschaltung 28 verbunden ist.
Das Videosignal wird auch von dem Eingangsanschluß 22 einer Horizontalsynchronsignaltrennschaltung
36 und einer Vertikalsynchronsignaltrennschaltung 37 zugeführt. Die HorizontalsynchronsiRnaltrennschaltung
36 ist mit einer Flipflop-Schaltung 38 verbunden,
μ während die Vertikalsynchronsignaltrennschaltung 37
mit einer Flipflop-Schaltung 39 verbunden ist. Die beiden Flipflop-Schaltungen sind mit einer UND-Torschaltung41
verbunden, deren Ausgangssignal den Umschalter 33 steuert. Die Flipflop-Schaltung 39 ist mit einer
Servoschaltung 56 und mit einem Steuersignalwandler 57 verbunden, um Steuersignale entlang einer Kante des
Bande,« 11 aufzuzeichnen.
Das Band 11 ist teilweise spiralförmig um eine Trommel
46 herumgewickelt Diese Trommel hat einen oberen Teil 47 und einen unteren Teil 48 mit einem Schlitz
49 dazwischen. Die beiden Wandler 19 und 21 sind an entgegengesetzten Enden eines Armes 51 angeordnet
der am Ende einer Welle 52 befestigt ist, welche durch einen Motor 53 angetrieben wird. Der Motor wird
durch die Servoschaltung 56 gesteuert. Ein Verstärker 54 verbindet die Mischschaltung 28 mit den Wandlern
19 und 21. Das Aufzeichnungsgerät hat auch eine Servoschaltung 56. die mit dem Motor 53 verbunden ist. um
die Arbeitsweise des Motors zu steuern. Die Servoschaltung ist außerdem mit dem Ausgang der Flipflop-Schaltung
39 verbunden, um durch Signale aus dieser gesteuert zu werden. Die Flipflop-Schaltung 39 ist ferner
mit einem feststehenden Wandler 57 verbunden, um die Ausgangsimpulse der Flipflop-Schaltung entlang einer
Kante des Bandes 11 aufzuzeichnen. Die Ausgangsimpulse sollen als Steuerimpulse dienen, um damit die
Geschwindigkeit des Bandes während der Wiedergabe zu überwachen bzw. zu steuern.
erzeugt der Oszillator 32 ein Signal mit einer fesU.ehenden
Frequenz fc = fs + f* wobei dieses Signal in dem
Gegentaktmodulator 31 mit den Chrominanzsignalkomponenten, welche durch den Kamm- bzw. Kombinationsfilter
29 hindurchkommen, kombiniert wird. Der Gegentaktmodulator 31 subtrahiert die Frequenzen der
an ihn angelegten Signale und erzeugt zwei Ausgangssignale welche als G und — C1 bezeichnet sind und entgegengesetzte
Polarität haben, jedes dieser Signale hat dieselbe frequenzumgesetzte Trägerfrequenz /,. Die Signale
werden durch den Umschalter oder die Wählervorrichtung 33 abwechselnd ausgewählt und an das
Tiefpaßfilter 34 angelegt welches unerwünschte Seitenbänder beseitigt und nur das richtige, frequenzumgesetzte
Chrominanzsignal an die Mischschaltung 28 durchläßt
Die Arbeitsweise des Umschalters 33 zur Auswahl entweder des Signals C oder des Signals — C wird
durch die UND-Torschaltung 41 in Abhängigkeit von
Ausgangssignalen der Flipilop-Schallungen 38 und 39
gesteuert. Das ausgewählte Muster der Aufzeichnung der Signale C4 und — C4 ist in F i g. 4 dargestellt, welche
eine kurze Länge des Bandes 11 mit zwei benachbarten
Spuren 58 und 59, die auf diesem aufgezeichnet sind, zeigt. Die Spur 58 hat vier Spurabschnitte 61 —64, während
die Spur 59 vier Spurabschnitte 66—69 hat, die mit den berv.chbarten Spurabschnitten 6t—64 der Spur 58
ausgerichtet sind, leder der Zeilenbereiche 61—64 und 66—69 hat zwei Pfeile, wovon der größere die Polarität
des frequenzumgesetzten Chrominanzsignalf, das darin aufgezeichnet ist, zeigt, während der kleinere die Polarität
des Übersprechsignals zeigt, welches von dem frequenzumgesetzten Chrominanzsignal des benachbarten
Spurabschnittes der daneben verlaufenden Spur stammt.
Sämtliche in der Spur 58 aufgezeichneten, frequenzumgesetzten Chrominanzsignale haben einen Träger
derselben Polarität Diese kar.r. entweder die Polarität
des Signals C, oder des Signals — C. sein. Zum Zweck
der Vereinfachung der Erläuterung sei angenommen, daß die Polarität des größeren Pfeiles bei der Spur 58
zeigt, daß das Signal C4 in sämtlichen Spurabschnitten
61 —64 aufgezeichnet ist. In der Spur 59 ist die Polarität des Signals in abwechselnden Spurabschnitten umgekehrt,
d.h. in den Spurabschnitten 66 und 68, ist das Signal C1 aufgezeichnet, während in den Spurabschnitten
67 und 69 das Signal - C1 aufgezeichnet ist. Die
Wirkung der abwechselnden Umschaltung hin und her zwischen den Signalen C, und — C, ist jedoch nicht so
einfach, wie sie aussieht. Wie nachfolgend beschrieben wird, kann das Signal in der Spur 59 als ein neues Signal
Cb mit Frequenzkomponenten betrachtet werden, die in
bezug auf die Komponenten des Signals C, (oder — Cj)
verschoben sind, um mit ihnen verschachtelt zu werden.
Um die Signale C, und — C4 nach dem Muster, wie in
Fig.4 gezeigt, aufzuzeichnen* wird die einfache logische
Schaltung mit der U N D-Torschaltung 44 verwendet. Zeile A der F i g. 6 zeigt das Ausgangssignal Ph der
Flipflop-Schaltung 38 als ein aus hohen und tiefen Pegelabschnitten
gebildetes Rcchtecksignals, wobei jeder Pegelabschnitt eine Dauer von einem Zeilenintervall
oder lh hat Somit hat ein vollständiger Zyklus des Signals in Zeile A der F i g. 6 eine Grundfrequenz '/j (7*).
Das Ausgangssignal der Flipflop-Schaltung 39 ist in Zeile B der F i g. 6 als ein Rechteckwellen-Signal P„ bestehend
aus hohen und niedrigen Pegelabschnitten, von denen jeder gleich Iv ist und ν einem Teilbildintervall
entspricht.
Da die U N D-Torschaltung 41 einen hohen Pegel nur dann erzeugen kann, wenn die beiden Signalspannungen
Ph und Pv hoch sind, bleibt die UND-Torschaltung,
wie in Zeile C der F i g. 6 gezeigt, während eines ganzen
Teilbildintervalls T, niedrig und geht nur während abwechselnder
Zeilenintervalle des abwechselnden Teilbildintervalls Tb hoch. Dies beruht auf der Annahme,
daß jede Spur ein vollständiges Teilbildintervall aufzeichnet Das in F i g. 3 gezeigte Muster entspricht der
Lage, in welcher der Arm des Umschalters 33 das Signal C1 an das Tiefpaßfilter 34 anlegt, wenn der Ausgangspegel
der UND-Torschaltung 41 niedrig ist, wogegen der
Arm das Signal — C1 an das Tiefpaßfilter 34 dann anlegt,
wenn der Ausgangspegel der UND-Torschaltung 41 hoch ist
Fig.5 zeigt ein Wiedergabegerät zur Wiedergabe
von Signalgemischen, die durch das Gerät gemäß F i g. 3 aufgezeichnet worden sind. Viele der Komponenten der
F i g. 5 sind mit jenen der F i g. 3 identisch so daß diese identischen Komponenten mit denselben Bezugszeichen,
wie bei den früheren Figuren und Bezeichnungen derartiger Elemente, bezeichnet sind. Die Beschreibung
der Arbeitsweise wird nicht unnötigerweise wiederholt, s Die wiedergegebenen Signale aus den Wandlern 19
und 21, die auch zur Wiedergabe aufgezeichneter Signale verwendet werden, sind in einem Verstärker 71 verstärkt
und werden an ein Hochpaßfilter 72 und an ein Tiefpaßfilter 73 angelegt. Das Hochpaßfilter 72 läßt das
frequenzmodulierte Signal, das die Luminanzsignalkomponenten enthält, durch. Dieses Signal wird in einem
Begrenzer 74 begrenzt und in einem Demodulator 76 demoduliert. Das wiederhergestellte Luminanzsignal
wird dann in einem Verstärker 77 verstärkt und an eine
is Mischschaltung oder an einen Mischer 78 angelegt.
Das durch das Tiefpaßfilter 73 getrennte, frequenzumgesetzte Chrominanzsignal wird an den Gegentaktmodulator
31 zusammen mit einem Signal aus einem Oszillator 79 angelegt. Das Signal aus dem Oszillator 79
hat eine Frequenz fc — f$ + /» und ist während sämtlicher
Zeilen- und Teilbildintervalle konstant. Zwei Ausgangsklemmen des Gegentaktmodulator 31 sind mit
den feststehenden Klemmen des Umschalters 33 verbunden, wobei der Ausgang des letzteren an einem
:5 Kamm- bzw. Kombinationsfilter 81 liegt Der Ausgang
des Kamm- bzw. Kombinationsfilters wird mit dem Mischer 78 und mit einer Farbsynchronsignaltorschaltung
82 verbunden. Die Farbsynchronsignaltorschaltung und der Ausgang eines Oszillators 83 sind mit einer Phasen-Vergleicherschaltung
84 verbunden, die mit dem Oszillator 79 verbunden ist. Eine Wellenformschaltung 86, welche
ein Gleichrichter sein kann, ist mit dem Wandler 57 verbunden, um wiedergegebene Steuersignale aus demselben
zu empfangen, wobei ihr Ausgang mit einem Rückstellanschluß der Flipflop-Schaltung 39 verbunden
ist
Die Arbeitsweise der Schaltungsanordnung gemäß F i g. 5 ist wie folgt: Das von dem Oszillator TS abgegebene
Signal mit der Frequenz fc - fs + /, wird dem Gegentakimodulator
31 zugeführt, um die Frequenz /4 der
Signale C1 und C», welche ebenfalls an den Gegentaktmodulator
31 abwechselnd angelegt werden, in die ursprüngliche Chrominanzsignalträgerfrequenz f, umzusetzen.
Die beiden Ausgangsklemmen des Gegentaktmodulators 31 erzeugen Signale entgegengesetzter Polarität.
Eines davon enthält das gewünschte Signal Cn und das unerwünschte oder Übersprechsignal Qb, während
das andere das gewünschte Signal — C„ und das unerwünschte oder Übersprechsignal - Ca' enthält
so Die Bezeichnung C« zeigt, daß die Trägerfrequenz des
frequenzumgesetzten Chrominanzsignals C. in die ursprüngliche Frequenz f, wieder umgesetzt worden ist
Die Bezeichnung C,b' bedeutet, daß das Signal Ck, das
aus abwechselnden Zeilenintervallen der Signale C. und — C, bestand, durch dasselbe Umsetzungssignal mit der
Frequenz fc — /, + /,wieder umgesetzt worden ist
Der Umschalter 33 wird durch die UND-Torschaltung 41 gesteuert, um genau das gleiche Schaltmuster
oder Schaltbild zu erzeugen, wie die in Zeile C der Fig.6 gezeigte. Die Wellenformschaltung 86 gewährleistet,
daß die Arbeitsweise der Flipflop-Schaltung 39 im Wiedergabeteil richtig auf die Arbeitsweise der Flipflop-Schaltung
39 im Aufzeichnungsteil nach F i g. 3 bezogen ist
Der Ausgang des Umschalters 33 liegt an dem Kamm- bzw. Kombinationsfilter 81. Das Kamm- bzw.
Kombinationsfilter weist einen Leitungszweig ohne Verzögerung und einen Leitungszweig mit Verzöge-
rung auf, in welchem das Signal um ein Horizontalzeilenintervall
verzögert wird. Die Ausgangssignale der beiden Leitungszweige werden miteinander kombiniert.
Nach Reproduktion der Chrominanzsignale der Spur 58 gemäß F i g. 4 werden die rückumgesetzten Nutz-Chrominanzsignalc
CM, die den Signalen C, entsprechen und durch die langen Pfeile in zwei aufeinanderfolgenden
SpurabschmUen 61 und 62 oder 62 und 63 oder 63 und 64 repräsentiert werden, miteinander kombiniert, wobei
die Polaritäten ihrer Träger am Ausgang des Kamm- bzw. Kombinationsfilters dieselben sind. Die unerwünschten
Übersprechsignale CV, die den Signalen Q,' entsprechen und durch die kurzen Pfeile in den Spurabschnitten
repräsentiert sind, haben jedoch Träger entgegengesetzter Polaritäten in aufeinanderfolgenden Spurabschnitten
bzw. Zeilenperioden, so daß sie sich gegenseitig aufheben, wenn sie am Ausgang des Kamm- oder
Kombinationsfilters 81 kombiniert werden. Das Ausgangssigna! des Kamm- \>ün. KombinaiionsfiiiersSi gemaß
F i g. 5 besteht demnach während der Wiedergabe der Spur 58 im wesentlichen nur aus den gewünschten
Nutz-Chrominanzsignalen C1 mit der richtigen Trägerfrequenz
/",. Während der Wiedergabe der Spur 58 schaltet der Umschalter 33 nicht zwischen seinen beiden Eingangsklemmen
hin und her. sondern verbleibt nur auf einer Klemme, wie es in Fig.6 im Intervall T, angedeutet
ist.
Während der Wiedergabe der Spur 59 schaltet der Umschalter 33 am Ende jedes Zeilenintervalls entsprechend
dem Ausgangssignal der UND-Torschaltung 41 während des Intervalls 7i hin und her um, wie es dem
Polaritätswechsel der die langen Pfeile in den Spurabschnitten 66—69 in F i g. 4 entspricht Das Schaltsignal
ist in F i g. 6C gezeigt Somit empfängt das Kamm- bzw. Kombinationsfilter 8t die Signale Qb und CJ während
einer Gruppe von Zeilenintervallen, die in der Spur 59 aufgezeichnet worden sind.
Betrachtet man die Chrominanzsignale, die in den Spurabschnitten 66 und 67 entgegengesetzte Polaritäten
haben, so bewirkt die Umkehr des aus dem Spurabschnitt 67 wiedergegebenen Chrominanzsignals, das
dieses in Phase mit dent aus dem Spurabschnitt 68 stammenden
verzögerten Chrominanzsignal am Ausgang des Kamm- bzw. Kombinationsfilters 81 kombiniert
wird. Da jedoch die Chrominanzsignale in sämtlichen Spurabschnitten der nächsten benachbarten Spur 58 mit
Trägern gleichbleibender Polarität aufgezeichnet sind, haben die aus der Spur 58 stammenden rflckumgesetzten
Übersprechsignale C»' in den aufeinanderfolgenden Spurabschnitten der Spur 59 dieselbe Polarität. Die
oben erwähnte Umkehr des aus dem Spurabschnitt 67 der Spur 59 wiedergegebenen Signals bewirkt also, daß
das Übersprechsignal C/mit dem verzögerten, eine umgekehrte
Phase aufweisenden Übersprechsignal des Spurabschnittes 66 kombiniert wird, wodurch die kornbiniertcn
Übersprechsignale sich am Ausgang des Kamm-bzw. Kombinationsfilters 81 aufheben.
Der Grund dafür, warum die Umkehr der Polarität
des Signals C, am Ende jedes Zeilenintervalls die Signalfrequenz
ändert, kann erklärt werden, indem ein vereinfachter
Fall betrachtet wird, in welchem die Signale C, und — C* die beide die Trägerfrequenz f, haben, nicht
durch Chrominanzkomponenten moduliert werden, sondern an beiden Ausgangsklemmen des Gegentaktmodulators
31 gemäß F i g. 3 s!s reine Sinusv/eiien entgegengesetzter
Polarität verfügbar sind Wenn während des Teilbildintervalls Tb die Signale Q, und — Q, durch
den Umschalter 33 abwechselnd ausgewählt werden, ist
das Ausgang'iignal des Umschalters eine Sinuswelle, deren Polarität sich umkehrt oder deren Phase sich verschiebt,
und zwar um 180° mit einer Folgefrequenz von V2 (fh). Wird nun eine Fourier-Analyse eines solchen um-
S geschalteten Sinussignals in einem vollständigen Zyklus
des Intervalls zweier Zeilenperioden gemacht, so wird man finden, daß die Trägerfrequenz f, nicht mehr vorhanden
ist, sondern durch erste obere und untere Seitenbandfrequenzen die um ± V2 (fh) von der ursprünglichen
Trägerfrequenz in Abstand liegen, sowie durch zusätzliche obere und untere Seitenbandfrequenzen ersetzt
worden ist, die von den erstgenannten Seitenbandfrequenzen sowie voneinander um Λ frequenzversetzt
liegen. Der einpolige Umschalter 33 arbeitet daher wie
is ein Gegentaktmodulator, wobei das modulierte Signal
das Schaltsignal Pk in Fig.6C ist. Während des Inic-rvalls
Tb ändert dieses Signal seinen Pegel zyklisch über
zwei Zeilenperioden, also mit einer Frequenz und somit eine Frequenz von V2 (fh). Der Umschalter SS. der. wie
erwähnt, als Gegentaktmodulator arbeitet, erzeugt ein Ausgangssignal ohne Träger. Dieses Ausgangssignal
kann, da es auf einem Wechsel der Signale C, und — C, beruht, als das Signal Ci bezeichnet werden, so daß in
der Tat ein Verschachtelungsverhältnis zwischen den in der Spur 58 aufgezeichneten Signalen und den in der
Spur 59 gemäß Fig.4 aufgezeichneten Signalen besteht.
Dieses Verschachtelungsverhältnis ergibt auch ein Verschachtelungsverhältnis zwischen den zuvor erwähnten
Übersprechsignalen G* und — G* einerseits
jo und den Nutz-Signalen C in einer Spur, wodurch die
Beseitigung der Übersprechsignale ermöglicht wird.
Fig.7 zeigt das Frequenz-Verschachtelungsverhältnis der Chrominanzsignale in den Schaltungen nach den
Fig.3 und 5. Fig.7A zeigt einen Teil des Spektrums
des frequenzumgesetzten Signals C* welches eine mittlere Trägerfrequenz f, mit Seitenbändern aufweist, die
davor: urn i n!-n in Abstand liegen und von Spektra'frequenzen
gebildet sind, die von der Trägerfrequenz f, und übereinander einen der TeiibikJfclgcfrcqücnz cntsprechenden
Abstand haben. Das Signal C1 wird in dem Gegentaktmodulator nach Fig.3 während der Aufzeichnung
der Spur 58 gemäß F i g. 4 erzeugt
Fig.7B zeigt ein Spektrum, das jenem gemäß F i g. 7A ähnlich ist, nur daß seine Komponenten in bezug
auf die Frequenzen gemäß F i g. 7A versetzt sind, und zwar um V2 (fh)- Das Signal gemäß Fi g. 7B ist das
gewünschte Chrominanzsignal C& das in der Spur 59 gemäß F i g. 4 aufgezeichnet ist
schnitte in den Spuren 58 und 59 gemäß F i g. 4 angedeutet, ist jedes der gewünschten Chrominanzsignale unvermeidlich
mit Übersprechsignalen gemischt Diese Übersprechsignale sind in den Spektren nach den
Fig.7C und 7D dargestellt, die jeweils den Spektren
gemäß den Fij;. 7A und 7B entsprechen. Gemäß
Fig. 7C ist das Ubersprechsignal eigentlich eine abgedämpfte oder abgeschwächte Version des Signals Ci
und somit als Cb bezeichnet In Fig.7D ist das Ubersprechsignal
eine abgedämpfte oder abgeschwächte
eo Version des Signals C1 und daher als C/ bezeichnet
Die F i g. 7E und 7F zeigen die Spektren der Chrominanzsignale am Ausgang des Umschalters 33 gemäß
F i g. 5. Obwohl die Signale C3 und Cb in dem Gegentaktmodulator
31 durch das Signal fc = fs + f, aus dem Os-
ό5 ziüator 79 unigesetzt worden sind und in dieser umgesetzten
Form als Signale G» und Ca, bezeichnet sind
führt die Tatsache, daß der Arm des Umschalters in einer Stellung während der Wiedergabe der Spur 58
gemäß F i g. 4 unverändert bleibt ur>d während der Wiedergabe
der Spur 59 gemäß F i g. 4 zeilenweise umgeschaltet wird, zur Beseitigung der '/^(Tj^Verschiebung
<,£$ Signals C&. Die wieder umgesetzten Signal: Ci und
C>b haben somit eine Trägerfrequenz Λ. die gleich der
ursprünglichen Chrominanzhilfsträgerfrequenz der Fernsehanlage ist. In den in den F i g. 7E und 7F gezeigten
Spektren sind die unerwünschten Übersprechsigna-Ie CJ und C1/,' zwischen den hauptsächlichen Seitenbändern
der gewünschten Signale C« und C56 halbwegs
in Abstand gelegen und können durch den Kamm- bzw. Kombinationsfilter 81 beseitigt werden, um das gewünschte
Signal C das in Fig.7G gezeigt ist, zu ergegen, wobei es von Übersprechsignalen frei ist.
F i g. 8A zeigt die Wellenform mehrerer Zeilenperioden des Chrominanzsignals C, bzw. — C. und des begleitenden
Farbsynchronsignals Bj bzw. — ft, am Ausgang
c*cs Umschalters 33 gemäß F i g. 3. Es erfolgt dabei
eine Glcichstrornvcrschiebung in den aufeinanderfolgenden
Zeilenpertoden infolge der Tatsache, daß die Eingangsklerm.ven des Umschalters 33 mit Anschlüssen
des Gegentaktmodulators 31 verbunden sind, welche unterschiedliche Gleichstromkomponenten aufweisen.
Obwohl die Gleichstromverschiebung so gezeigt ist, als wenn sie für die Zeilenperioden, in welchen das Signal
Ci ausgewählt ist, positiv und für die übrigen Zeilenperioden,
wenn das Signal — C1 gewählt ist, verhältnismäßig
negativ wäre, kann die Polarität der Gleichstromverschiebung auch umgekehrt sein. Wenn das in
F i g. 8A gezeigte Signal durch das Tiefpaßfilter 34 hindurchgeleitet wird, so wird die Gleichstromkomponente
reduziert und ergibt das in F i g. 8B gezeigte Signal. Dieses Signal hat jedoch immer noch eine anfängliche Verschiebung
86 oder 87 am Beginn jeder Zeilenperiode, wenn die Umschaltung des Umschalters 33 erfolgt.
Wenn dieses Signal mit den Verschiebungen 86 und 87 auf dem Band ! 1 aufgezeichnet und dann mittels der in
F i g. 5 gezeigten Schaltung wiedergegeben wird, wird das Trägersignal mit der Frequenz fc im Gegentaktmodulator
31 nicht nur durch die verhältnismäßig hochfrequenten Chrommanzkomponenten ± B1 und ± C, der
frequenzumgesetzten Chrominanz- und Farbsynchronsignal moduliert, sondern auch durch die Gleichstrom-Verschiebungskomponenten
86 und 87. Dies ist auf die Tatsache zurückzuführen, daß der Gegentaktmodulator 31 gemäß F i g. 5 immer dann ein auf seiner Trägerfrequenz
fc beruhendes Ausgangssignal erzeugt, wenn das Eingangssignal aus dem Filter 73 sich von Null unterscheidet.
Als Ergebnis hat das Ausgangssignal des Gegentaktmodulators 31 gemäß F i g. 5, wie in F i g. 8C gezeigt,
nicht nur die frequenzumgesetzten Chrominanzteile Ca während des sichtbaren Teils jeder Zeilenperiode
und Ba während des Auftretens der Farbsynchronsignale,
sondern auch die unerwünschten Signale 88 und 89 der Frequenz fc = /j + /a und einer Amplitude, die
durch die Remanenz der Gleichstromverschiebung 86 bzw. 87 des auf dem Band 11 aufgezeichneten Schaltsignals
bestimmt ist
Fig.9 zeigt eine erfindungsgemäße Ausführungsform, welche sowohl einen Aufzeichnungs- als auch
Wiedergabeteil enthält. Der Aufzeichnungsteil enthält viele Komponenten, die bei dem in Fig.3 gezeigten
Aufzeichnungsgerät zu finden sind, während der Wiedergabeteil einige Komponenten aufweist, die sich bei
dem Wiedergabegerät nach Fig.5 befinden. Die Beschreibung dieser Komponenten und deren Arbeitsweise
wird nicht unnötigerweise wiederholt
synchrontrennschaltungen 36 und 37 befinden sich zwei Umschalter 91 und 92. Der Arm eines weiteren Umschalters
93 ist mit den Wandlern 19 und 21 verbunden. Der Arm jedes Umschalters 91—93 liegt entweder an
einem Kontakt Roder an einem Kontakt P, und zwar je
nachdem, ob das Gerät zur Aufzeichnung odei Wiedergabe verwendet werden soll. In der Praxis wurden die
Arme der drei Umschalter 91—93 mechanisch miteinander verbunden, sie wirken damit als ein dreipoliger Umschalter.
Die Chrominanzsignale des an dem Eingangsanschluß 22 angelegten Videosignals, die aufgezeichnet werden
sollen, werden durch das Kamm- bzw. Kombinationsfilter 29 abgetrennt und einem Frequenzwandler 94 zugeis
führt Dieser Frequenzwandler empfängt auch Signale, welche in einem Oszillator 96 erzeugt und in einem
Differentialverstärker 97 verstärkt werden dessen zwei Ausgangsanschlüsse entgegengesetzte Polarität haben.
Diese Ansgangsanschlüsse sind mit den beiden feststehendcn
Anschlüssen eines Umschalters 98 verbunden, während der Arm des Umschalters über ein Hochpaßfilter
99 mit dem Frequenzwandler 94 verbunden ist. Der Ausgangsanschhiß der U N D-Torschaltung ist mit dem
Steueranschluß des Umschalters 98 verbunden.
Im Wiedergabeteil des Gerätes gemäß F i g. 9 werden reproduzierte Signale durch den Verstärker 71 verstärkt
durch das Tiefpaßfilter 73 geführt und einem Frequenzwandler 101 zugeleitet, der außerdem Signale von
dem Hochpaßfilter 99 empfängt. Der Ausgang des Frequenzwandlers 501 ist über ein Hochpaßfilter 102 mit
dem Kamm- bzw. Kombinationsfilter 81 verbunden. Bei der Arbeitsweise des Gerätes gemäß F i g. 9 wird das
Videosignal, das an dem Eingangsanschluß 22 angelegt ist, durch das Tiefpaßfilter 23 und das Kamm- bzw.
Kombinationsfilter 29 in Luminanz- bzw. Chrominanzsignale getrennt. Die Luminanzsignale werden an einen
Frequenzwandler 26 und das resultierende, frequenzmodulierte Signal an die Mischschaltung 28 angelegt
Die Chrominanzsignale gehen durch den Filter 29 hindurch und werden an den Frequenzwandler 94 angelegt wobei sie eine Trägerfrequenz f, haben, welche für NTSC-Signale annähernd 3,58 MHz ist Der Oszillator 96 erzeugt ein Signal mit einer Frequenz fc =■ f. + /«. Dieses Signal wird durch den Verstärker 97 verparkt, wobei positive bzw. negative Polaritätsversionen dieses Signals in einer vorbestimmten Reihenfolge durch den Umschalter 98 geleitet werden. Das Ausgangssignal des Umschalters wird über das Hochpaßfilter 99 dem Trägereingang des Frequenzwandlers 94 zugeführt
Die Chrominanzsignale gehen durch den Filter 29 hindurch und werden an den Frequenzwandler 94 angelegt wobei sie eine Trägerfrequenz f, haben, welche für NTSC-Signale annähernd 3,58 MHz ist Der Oszillator 96 erzeugt ein Signal mit einer Frequenz fc =■ f. + /«. Dieses Signal wird durch den Verstärker 97 verparkt, wobei positive bzw. negative Polaritätsversionen dieses Signals in einer vorbestimmten Reihenfolge durch den Umschalter 98 geleitet werden. Das Ausgangssignal des Umschalters wird über das Hochpaßfilter 99 dem Trägereingang des Frequenzwandlers 94 zugeführt
so Die Reihenfolge, in welcher positive und negative Versionen des Signals mit der Frequenz fc durch den
Umschalter 98 hindurchgeleitet werden, wird durch das Ausgangssignal der UN D-Torschaltung 41 gesteuert
Dieses Signal ist in F i g. 6C gezeigt Während des Intervails T, nach F i g. 6C läßt der Schaltstromkreis 98 nur
eine Version des Signals, entweder die positive oder die
negative Version, durch. Während des nächsten Intervalls Tb, die der nächsten Spur auf dem Band 11 entspricht
schaltet der Umschalter 98 zwischen den Signalen positiver und negativer Polarität abwechselnd hin
und her. Aus dem vorerwähnten Grund wird das das Hochpaßfilter 99 passierende Signal während des Intervalls
Tb gemäß F i g. 6C am Ende jeder Zeilenperiode
nicht nur in seiner Polarität umgekehrt, sondern es verschiebt sich auch sein Frequenzspektrum, derart, daß es
mit der Grundfrequenz fc verschachtelt ist, welche durch
den Oszillator 96 erzeugt wird
bei welcher das ganze Chrominanzsignal an die Mischschaltung 28 in entweder positiver oder negativer Polarität
angelegt wird, wird nur das Trägersignal an den Frequenzwandler 94 in entweder positiver oder negativer
Polarität angelegt Es ist verhältnismäßig leicht, jede Gleichstromkoinnonente des Ausgangssignals des Umschalters
98 mit Hilfe des Filters 99 zu beseitigen, wobei keine Gleichstromverschiebung vorliegt, die von dem
Frequenzwandler 94 erzeugt wird. Es besteht jedoch immer noch die gewünschte Umkehr der Polarität des
frequenzumgesetzten Trägers während gewisser Intervalle. Die Phasenumkehr kann in der durch die in
Fig.6C dargestellten Schaltweise gewährleistet werden,
ebenso wie die Frequenzverschachtelung zwischen Komponenten der frequenzumgesetzten Signale, die
während des Intervalls T1 gemäß F i g. 6C erzeugt werden
und den frequenzumgesetzten Signalen, die während des Intervalls Tb erzeugt werden. Die Schaltungsanordnung
nach F i g. 9 weist sämtliche oben mit Bezug auf das in F i g. 3 gezeigte Aufzeichnungsgerät beschriebenen
Vorteile auf, wogegen der Nachteil einer Gleichstromverschiebung beseitigt ist
Das resultierende Chrominanzsignal wird in einer Mischschaltung 28 mit dem frequenzmodulierten Luminanzsignal
kombiniert, wobei das kombinierte Signal über den Schalter 93 den Wandlern 19 und 21 zugeleitet
und durch diese auf dem Band 11 aufgezeichnet wird.
Für die Wiedergabe der Informationen, die auf dem Band 11 zuvor aufgezeichnet worden sind, werden die
Arme der Umschalter 91—93 zu ihren P-Kontakten überführt Dies ermöglicht es, daß Signale, die durch die
Wandler 19 und 21 abgenommen werden, über den Umschalter 93 zum Verstärker 71 weitergeleitet und in
Hochfrequenz- und Niederfrequenzkomponenten getrennt werden. Die Hochfrequenzkomponenten enthalten
das Luminanzsignal in frequenzmodulierter Form, welches dann durch den Demodulator 76 frequenzdemoduliert
und Ober den Verstärker 77 der Mischschaltung 78 zugeführt wird.
Die Niederfrequenzkomponenten, welche das frequenzumgesetzte Chrominanzsignal enthalten, werden
über das Tiefpaßfilter 73 zum Frequenzmodulator 101 zugeführt. Das Chrominanzsignal hat einen frequenzumgesetzten
Träger mit einer Grundfrequenz f,. Der Umsetzungsträger, der dem Frequenzwandler 101 über
das Hochpaßfilter 99 zugeführt wird, hat eine Frequenz fa so daß das Ausgangssignal des Frequenzwandlers 101
einen Träger hat, dessen Frequenz gleich der ursprünglichen Hilfsträgerfrequenz f, ist. üie um den Träger /,
herum gruppierten Chrominanzspektralkomponenten können das Hochpaßfilter 102 passieren. Die Trennung
der gewünschten Nutz-Signale von den Übersprechsignalen erfolgt dann in dem Kamm- bzw. Kombinationsfilter 101 genau auf dieselbe Weise wie bei der in F i g. 5
gezeigten Schaltung. Da keine Gleichstromverschiebung in dem aufgezeichneten Signal vorliegt, werden
die in F i g. 8C gezeigten Signale 88 und 89 nicht erzeugt. Das reproduzierte Signalgemisch an dem Ausgangsanschluß
80 ist also von dieser unerwünschten Störung frei.
Die Erfindung wurde in bezug auf die spezifische
Ausführungsformen beschrieben, wobei jedoch für den Fachmann selbstverständlich ist, daß verschiedene Abänderungen
gemacht werden können. Eine derartige Abänderung kann beispielsweise darin bestehen, daß
das Signal Pn das in Fig.6B gezeigt ist, von einem
Wandler abgeleitet wird, welcher der Drehwelle 52 zugeordnet ist Derartige Wandler sind bekannt, wobei in
diesem Falle die Verwendung eines Signais Pn das von
diesem Wandler abgeleitet ist, den Vorteil haben würde,
daß die Intervalle T, und T6 gemäß F i g. 6C genau der
Drehung der Welle 52 entsprechen.
Claims (3)
1. Verfahren zum Aufzeichnen von Farbfernsehsignalen auf einen Aufzeichnungsträger in nebeneinander
verlaufenden Spuren, die in Spurabschnitte unterteilt sind, welche jeweils einer Zeilenperiode
entsprechen, wobei einander entsprechende Signale in benachbarten zueinander ausgerichteten Spurabschnitten
aufgezeichnet werden, und/oder zur Wiedergabe der aufgezeichneten Farbfernsehsignale,
bei dem die Chrominanzsignale vor der gemeinsamen Aufzeichnung mit den vorher frequenzmodulierten
Luminanzsignalen unter Zuführung eines Frequenzumsetzungsträgers in einen von Luminanzsignalkomponenten
befreiten tieferen Frequenzbereich umgesetzt werden und ihre Phase wechselweise in einer Spur konstant gehalten und in
der nächsten Spur abwechselnd in aufeinanderfolgenden ledenperioden um 180" umgeschaltet wird,
derart, daß die Spektren der in nebeneinander verlaufenden Spuren aufgezeichneten Chrominanzsignale
frequenzverschachtelt sind und bei dem die Chrominanzsignale nach der Wiedergewinnung aus
der Aufzeichnung und Trennung von den danach wieder frequenzdemodulier«n Luminanzsignalen
unter Zuführung eines Frequenzrückumsetzungsträgers frequenzrückumgesetzt und bezüglich ihrer
Phase in der gleichen Weise wie bei der Phasenumschaltung während der Aufzeichnung rückumgeschaltet
weiden, und bei dem dann die frequenzrückumgesetzten
und ptesenrucVumgeschalteten Chrominanzsignale
mittels eines Kammfilters von aus benachbarten Spuren stammf^den Nebensprech-Chrominanzsignalen
befreit werden, dadurch gekennzeichnet, daß zur Phasenumschaltung
der aufzuzeichnenden Chrominanzsignale und zur Phasenrückumschaltung der von der Aufzeichnung
wiedergewonnenen Chrominanzsignale die Phase des Frequenzumsetzungsträgers und die Phase des
Frequenzrückumsetzungsträgers wechselweise in einer Spur konstant gehalten und in der nächsten
Spur abwechselnd in aufeinanderfolgenden Zeilenperioden um 180° umgeschaltet wird.
2. Vorrichtung zum Aufzeichnen von Farbfernsehsignalen unter Anwendung des Verfahrens nach Anspruch
I, und/oder zur Wiedergabe der aufgezeichneten Farbfernsehsignale, wobei der Aufzeichnungsteil
einen Frequenzmodulator und ein Hochpaßfilter enthaltenden Luminanzkanal sowie einen
Chrominanzkanal aufweist, zu dem ein Generator zur Erzeugung des Frequenzumsetzungsträgers, ein
Frequenzumsetzer, dem die Chrominanzsignale und der Frequenzumsetzungsträger zwecks Erzeugung
der frequenzumgesetzten aufzuzeichnenden Chrominanzsignale zugeführt werden, ein Phasenumschalter,
und ein Tiefpaßfilter gehören, wobei der Wiedergabeteil einen ein Hochpaßfilter und einen
Frequenzdemodulator enthaltenden Luminanzkanal sowie einen Chrominanzkanal aufweist, zu dem ein
Tiefpaßfilter, ein Generator zur Erzeugung des Frequenzrückumsetzungsträgers,
ein Frequenzrückumsetzer, dem die aus der Aufzeichnung rückgewonnenen
frequenzumgesetzten Chrominanzsignale und der Frequenzrückumsctzungst rager zugeführt werilrn.
mn «lic frrqnrn/iimgosplrtc-n (limmiiuiii/signii
Ie in ilen urs|>i iiiiylii/lieii I reqiifMi/bemeli ι lU'kuni
zusetzen, ein Phasenumschalter, und ein dem Fre-
quenzrückumsetzer nachgeschaltetes Kammfilter gehören, und wobei zu dem Aufzeichnungsteil und
zu dem Wiedergabeteil eine Steuerschaltung gehört, die ein dem zeitlichen Phasenumschaltmuster entsprechendes
Umschaltsignal für den Phasenumschalter erzeugt, dadurch gekennzeichnet, daß der
Phasenumschalter (97,98) im Aufzeichnungsteit und
im Wiedergabeteil zwischen dem Generator (96) und dem Frequenzumsetzer (94) bzw. Prequenzrückumsetzer
(101) angeordnet ist
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Aufzeichnungsteil und Wiedergabeteil
der Generator (96) ein Oszillator ist, daß der Phasenumschalter (97,98) aus einem dem Oszillator
(96) nachgeschalteten Differentialverstärker (97) mit zwei Ausgängen, an denen der vom Oszillator (96)
erzeugte Frequenzumsetzungsträger bzw. Frequenzrückumsetzungsträger mit umgekehrter Polarität
zur Verfugung steht, sowie einem Schalter (98) mit zwei Signaleingängen, einem Steuereingang und
einem Ausgang besteht, wobei jeder der beiden Signaleingänge jeweils mit einem Ausgang des Differentialverstärkers
(97) verbunden ist und wobei der Steuereingang mit der Steuerschaltung (36—39,41)
verbunden ist so daß der Ausgang des Schalters (98) entsprechend dem Umschaltsignal der Steuerschaltung
(36—39, ti) wechselweise mit jeweils einem der beiden Eingänge des Schalters (98) verbunden
wird.
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