DE249146C - - Google Patents

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DE249146C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61NELECTROTHERAPY; MAGNETOTHERAPY; RADIATION THERAPY; ULTRASOUND THERAPY
    • A61N5/00Radiation therapy
    • A61N5/06Radiation therapy using light

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Nuclear Medicine, Radiotherapy & Molecular Imaging (AREA)
  • Radiology & Medical Imaging (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Radiation-Therapy Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 249146 KLASSE 30/. GRUPPE
Dr. FRANZ NAGELSCHMIDT in BERLIN.
Gegenstand der Erfindung ist ein Apparat zur Lichtbehandlung unter Verwendung einer elektrischen Bogenlampe. Der Apparat nach der Erfindung besteht aus einer Bogenlampe nach dem Prinzip der Jablochkoffschen Kerze, die in einem zylinderförmigen, vorn durch Linsen abgeschlossenen Kühlmantel von geringem Durchmesser verstellbar und leicht lösbar angeordnet ist. Ein solcher Apparat
ίο bietet für die Lichtbehandlung eine Reihe wichtiger Vorteile. Insbesondere gestattet der in handlicher, sogar stabförmiger Form ausführbare Apparat die Heranführung an schwer zugängliche Körperstellen und sogar die Einführung in Körperhöhlen behufs Behandlung der Schleimhäute, was bisher mit elektrischen Bogenlampen nicht möglich war. Auch zu Untersuchungszwecken, z. B. zur Durchleuchtung der Kiefer- oder Stirnhöhle usw., läßt sich der Apparat verwenden, wozu bisher lediglich Glühlampen benutzt werden konnten, die eine wesentlich geringere Intensität und ungeeignete spektrale Zusammensetzung des Lichtes aufweisen. Der Apparat gestattet durch die Anordnung des zylinderförmigen Kühlmantels eine gut gekühlte Lichtbehandlung ohne nennenswerte Lichtabschwächung. Auch kann die Lichtstärke wegen der größeren Annäherungsmöglichkeit bedeutend gesteigert werden, so daß die Behandlungsdauer wesentlich herabgesetzt wird.
Auch hinsichtlich der Lichtwirkung unterscheidet sich der Apparat nach vorliegender Erfindung vorteilhaft vom Bekannten. Durch die Lage und Form des Lichtbogens wird das Licht ohne Anwendung besonderer Reflektoren 40
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oder magnetischer Einrichtungen zur Ablenkung der Flamme auf den Behandlungsbezirk konzentriert, wobei die Verstellbarkeit der Lampe in ihrem Kühlmantel besonders vorteilhaft wirkt. Die leichte Lösbarkeit der Lampe aus dem zylinderförmigen Kühlmantel gestattet zugleich eine sehr vielfache Benutzung des Apparates. Die bei der Jablochkoffschen Kerze zwischen den Elektroden angeordnete Zwischenschicht aus schwer leitendem Material bietet die Möglichkeit, ohne daß man die Kohlen selbst in ihrer Zusammensetzung zu verändern braucht, Stoffe hineinzubringen, die bei der Erhitzung im Lichtbogen bzw. unter der Wirkung der Widerstandswärme die physikalische oder chemische Beschaffenheit der Flamme verändern. Eine derartige Beimischung ist bei den bisher verwandten Bogenlampen lediglich an den Kohlen selbst möglich und konnte nicht vorgenommen werden, ohne gleichzeitig den Widerstand und sonstige Eigenschaften der Elektroden zu verändern; bei dem Apparat nach der Erfindung bietet die lediglich zur Isolation und für die Zündung nötwendige Zwischenschicht ein bequemes Mittel, solche Stoffe in den Flammenbogen zu bringen, zumal diese Zwischenschicht porös und aufsaugungsfähig ist.
Durch die Gesamtheit der Eigenschaften des Erfindungsgegenstandes treten neue physiologische und therapeutische Wirkungen, insbesondere eine andere Tiefenwirkung, eine bessere Regulierbarkeit des Verhältnisses von Oberflächen zur Tiefenwirkung, je nach dem Anwendungszweck hervor.
Eine Ausführungsform des Apparates nach
der Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung in Fig. ι in einem Längsschnitt und in Fig. 2 in einem Querschnitt nach der Linie B-B der Fig. ι dargestellt. Die Jablochkoffsche Kerze a, bei welcher die beiden parallel nebeneinanderliegenden Elektroden durch die schwer leitende Zwischenschicht b getrennt sind, ist mit einer zweckmäßig isolierten Handhabe c lösbar in den Boden d einer zylinderförmigen Hülse β eingeführt. Die Lage des Lichtbogens wird durch ein Uhrwerk f o. dgl. konstant gehalten, und die Stromzuführungsdrähte g und h können im Innern des isolierten Handgriffs c an die Pole der Lampe oder auch an besondere Klemmschrauben g', ti angeschlossen werden. Die Hülse e ist durch eine Linse i wasserdicht verschlossen; sie enthält unter dem Lichtbogen eine Aschenschale k und oben einen ins Freie führenden Schornstein I zur Abführung der Verbrennungsgase. Sie ist mit einem Kühlmantel m umgeben, der gleichfalls nach vorn durch eine Linse η ο. dgl. wasserdicht abgeschlossen ist. Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel ist die Hülse e und der Kühlmantel m mit dem Boden d aus einem Stück als ein doppelwandiges, zylinderförmiges Rohr gedacht, in welches die mit einem Außengewinde versehene Lampe mittels kantiger Mutter 0 eingeschraubt ist; die Befestigungsart kann indes auch anders gewählt werden. Der Kühlmantel m besitzt zwei Stutzen p, p', die zur Zu- und Abführung eines Kühlmittels, z. B. Wasser, dienen. Das Wasser kann zur besseren Absorption gewisser Strahlen, z. B. der Wärmestrahlen, mit geeigneten Zusätzen versehen sein. Die Lampe mit der Kühlvorrichtung bildet, wie aus der Zeichnung ersichtlich, ein stabförmiges, bei kleiner Ausführung der Lampe sehr handliches Ganzes, welches den zu behandelnden Körperstellen ohne weiteres genähert werden kann. Das Licht, welches sich am Ende der beiden Elektroden bildet, strahlt fast ausschließlich in der Richtung der Linsen, so daß von dem wirksamen Lichte beinahe nichts verloren geht. Die Lage des Lichtbogens kann durch Verschiebung der Lampe verändert werden und zu diesem Zweck die Elektrodenführung achsial verstellbar sein.
Der Apparat kann in der beschriebenen Form mit der Hand benutzt werden. Um ihm eine feste Lage zu geben, kann er auch mit einem Stativ q verbunden werden, auf welchem er durch die mit Stellschraube versehene Achse r zur Senkrechten drehbar ist. Eine achsiale Verschiebung wird bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel durch die Ringlagerung s mit Feststellschraube t ermöglicht; diese Lagerung in einem Klemmring gestattet auch eine Drehung der Lampe um die Achse, so daß bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel des Stativs der Apparat in jede Richtung und Lage verstellbar ist.
Durch Herausziehen der Lampe aus der Hülse e ist es möglich, die Zwischenschicht δ durch Tränkung oder auf anderem Wege mit Zusätzen zu versehen, die die physikalische oder chemische Beschaffenheit des Lichtbogens verändern, sowie die Kohlenstäbe auszuwechseln.
Das dunkle Glimmerfenster u (Fig. 2) zu beiden Seiten des Lichtbogens gestattet dessen Beobachtung und eventuelle Einregulierung durch achsiale Verschiebung der in 0 beweglichen Hülse c.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Apparat zur Lichtbehandlung unter Verwendung einer elektrischen Bogenlampe, dadurch gekennzeichnet, daß eine Bogenlampe nach dem Prinzip der Jablochkoffschen Kerze in einem zylinderförmigen, vorn durch Linsen abgeschlossenen Kühlmantel von geringem Durchmesser verstellbar und leicht lösbar angeordnet ist.
2. Apparat zur Lichtbehandlung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen den Elektroden der Jablochkoffschen Kerze liegende isolierende Schicht mit Substanzen versetzt wird, die die physikalische oder chemische Beschaffenheit der Flamme verändern.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Berlin, gedruckt in der reichsdruckerei.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE886496C (de) * 1939-12-29 1953-08-13 Quarzlampen Gmbh Therapeutische Bestrahlungslampe mit kurzwelliger Ultrarotstrahlung
DE911525C (de) * 1939-12-29 1954-05-17 Quarzlampen Gmbh Therapeutische Bestrahlungslampe fuer Waermebehandlung mit einer Ultrarotstrahlenquelle und einem die langwellige Ultrarotstrahlung absorbierenden Fluessigkeitsfilter
EP0485864A1 (de) * 1990-11-16 1992-05-20 Maxs Ag Bestrahlungsvorrichtung

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DE886496C (de) * 1939-12-29 1953-08-13 Quarzlampen Gmbh Therapeutische Bestrahlungslampe mit kurzwelliger Ultrarotstrahlung
DE911525C (de) * 1939-12-29 1954-05-17 Quarzlampen Gmbh Therapeutische Bestrahlungslampe fuer Waermebehandlung mit einer Ultrarotstrahlenquelle und einem die langwellige Ultrarotstrahlung absorbierenden Fluessigkeitsfilter
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