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Vorrichtung zum Verkleinern und Beseitigen von in Körperhöhlen oder
-röhren vorstehenden Gebilden Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verkleinerung
oder Beseitigung von in Körperhöhlen vorstehenden und diese verengenden Gebilden,
bei der gemäß der Erfindung eine verhältnismäßig leichte Zerlegbarkeit und damit
eine den hygienischen Forderungen entsprechende gute Reinigungsmöglichkeit dadurch
gewährleistet ist, daß der Kopfteil des Mantelrohres der Vorrichtung mit einer auf
dem Mantelrohr festsitzenden Hülse durch ein konisches Flächenpaar dieser Teile
und eine an dem Kopfteil befestigte, die Hülse übergreifende Gabel verbunden ist,
die den Bolzen einer Klemmvorrichtung umgreift.
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Die neue Vorrichtung dient insbesondere dazu, die durch die Vergrößerung
oder das anschwellen der Vorsteherdrüse hervorgerufene Verengung der Harnröhre zu
belieben, wozu nlan bisher die chirurgische Entfernung der geschwollenen Drüse vorgenommen
hat. Diese Methode der Beseitigung der Drüge ist nur wenig erfolgreich und dabei
gefährlich, da die Patienten vielfach nicht imstande sind, die damit verbundenen
ernstlichen Rückwirl:ungcii auszuhalten, abgesehen von der niederdrückenden Wirkung,
welche die volls ü 'iiidi ge Entfernung dieser Drüse hervorruft.
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Wenn auch die Vorrichtung nach der Er-Endung in erster Linie für die
Behandlung und Heilung von Krankheitserscheinungen dieser Art gedacht ist, so kann
sie trotzdem allgemein überall da angewendet «erden, wo die Verengung von Körperhöhlen
oder Körperröhren durch innere vorstehende Teile oder Neubildungen behoben werden
muß. Die neue Vorrichtung ist erfindungsgemäß so ausgebildet. daß man durch eine
verhältnismäßig einfache Operation, die mit nur örtlicher Betäubung praktisch blutlos
und in ganz kurzer Zeit ausgeführt «erden kann, die Verengung der Körperhöhle oder
Körperröhre in einem Ausmaße verringern kann. das sich als vollkommen hinreichend
für die Wiederherstellung des normalen freien Durchganges der Körperhöhle oder -röhre
erwiesen hat.
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Mittels der neuen Vorrichtung wird durch elektrische :Mittel ein Kanal
oder eine Rinne durch das die Körperhöhle oder -röhre verengende Gebilde geschnitten,
wobei das verengende Gebilde während der Operation in eine Flüssigkeit, vorzugsweise
Wasser, getaucht wird. Gleichzeitig besteht die 'Möglichkeit einer Besichtigung
des Operationsfeldes, so daß der chirurgische Eingrifft leicht und rasch ausgeführt
«erden kann.
Die neue Vorrichtung besteht in einem endoskopischen
Mantelrohr, in dem eine Arbeitselektrode längsverschiebbar geführt ist, und das
gleichzeitig als zweite oder indifferente Elektrode für den zum Schneiden verwendeten
elektrischen Strom dient. Das Mantelrohr weist ani einen Ende eine seitliche Aussparung
oder Öffnung auf, in welche die Verengung der Körperhöhle oder -röhre eintreten
kann, so (laß sie im Verschiebungsweg der Arbeitselektrode liegt.
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Innerhalb des Mantelrohres befindet sich ein Rohr, durch (las eine
Flüssigkeit, z. B. Wasser, zum Operationsfeld, um dieses unter Flüssigkeit zu setzen,
zugeleitet werden kann. Mit diesen beiden Rohren und der beweglichen Elektrode kann,
um das Operationsfeld für den Chirurgen deutlich sichtbar zu machen, ein Sehrohr
und eine elektrische Glühlampe in geeigneter Lagenbeziehung verbunden werden. Gemäß
der Erfindung bestellt diese Lagenbeziehung darin, daß das nahe der Aussparung endende
Sehrohr und die ebenfalls nahe der Aussparung angeordnete Lichtquelle in demjenigen
stabförmigen Teil des vom Mantelrohr begrenzten Innenraumes liegen, welcher durch
eine zur Mantelrohrachse parallele Projektion der Umrißlinie (oder einer ihr annähernd
kongruenten Linie) des Querschnittes der Aussparung entstellt.
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Die Abbildungen zeigen ein Ausführungsbeispiel der neuen Vorrichtung.
Die Abb. i und 2 stellen in teilweisem Schnitt eine Seitenansicht und eine Draufsicht
der Vorrichtung dar. Abb. 3 ist ein vergrößerter Querschnitt nach der Geraden 3-3
der Abb. 2, und Abb.4 zeigt einen Querschnitt nach der Geraden 4-4 der Abb. 3. Die
Abb. 5 und 6 zeigen vergrößerte Querschnitte nach den Geraden 5-5 und 6-6 der Abb.
i, während Abb. 7 das dem Chirurgen sich mit Hilfe des Sehrohres darbietende Gesichtsfeld
an der Operationsstelle wiedergibt.
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Das Mantelrohr io (Abb. i) ist am inneren Ende I i geschlossen und
weist dort eine seitliche fensterartige Aussparung 12 auf, in welche beim Einführen
des Rohres io in eine Körperhöhle oder -röhre 13 das in diese hineinragende verengende
Gebilde 14 eintritt. An den in die Körperhöhle oder -röhre 13 einzuführenden Hauptteil
des Rohres io schließt sich der Kopfteil 15 an; innerhalb des Rohres io sind eine
stabförinige Elektrode, ein Sehrohr, eine elektrische Lampe und ein Wasserleitungsrohr
angeordnet.
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Die stabförmige Elektrode ist in dem Rohr io längsverschiebbar geführt
und ragt mit ihrem äußeren Endteil 16 (Abb. i und 2) aus (lein Kopfteil
15 des Mantelrohres heraus, ebenso das Sehrohr 17, das an seinem äußeren
Ende (las Okular 18 trägt. Zwischen (lein Halsteil 15 des Rohres io und dem vorstellenden
Teil 16 der beweglichen Elektrode ist eine Vorrichtung i g zur Verschiebung der
stabförmigen Elektrode angebracht, die beispielsweise (Abb. i) scherenförmig ausgebildet
sein kann.
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Die Bauart und Anordnung der verschiebbaren Elektrode und des Sehrohres
sind aus Abb.3 ersichtlich. Am äußeren Ende des Rohres io ist eine Hülse 2o aufgesetzt,
deren Innenfläche kegelförmig ist. Der Kopfteil 15 ist zylindrisch ausgebildet,
und sein vorderes Ende 22 ist außen derart kegelförmig ausgebildet, daß es in die
Wandung 21 der Hülse 2o paßt. Das Ende 22 des Kopfteiles 1.3 ist (mit Reibung) in
die Wandung 21 der Hülse 2o einsetzbar, so daß sich mittels dieser kegelförmigen
Teile eine dichte Verbindung zwischen dem Mantelrohr io und dem Kopfteil 15 in einfacher
Weise erreichen läßt. An der einen Seite des Kopfteiles 15 ist ein gabelförmiger
Arm 23 angebracht, dessen Gabelzinken 2q. einen am Ende offenen Schlitz bilden,
der einen von der Hülse 20 in radialer Richtung abstehenden Bolzen 25 aufnimmt.
Auf den mit Gewinde versebenen Bolzen 25 ist ein Knopf 26 aufgeschraubt.
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Durch Drehen des Knopfes 26, dessen untere Fläche zum Aufliegen auf
die Außenfläche des Armes 23 gebracht werden kann, läßt sich der Kopfteil 15 fest
mit dem Rohr io verbinden bzw. von ihm lösen. Durch den Bolzen 25 wird in Verbindung
mit dem Arm 23 auch eine gegenseitige Verdrehung der Teile 15 und io verhindert.
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Der Kopfteil 15 besitzt am äußeren Ende einen etwas größeren Außendurchmesser
als an seinem vorderen Ende, so daß eine Einsclinürung 27 entsteht, gegen die sich
ein hohlspiegelartiger Schild 28 legt, der zum Schutz gegen ein etwaiges Vordringen
des in das Rohr io eingeleiteten Wassers nach den vor dem Schild liegenden Teilen
der Vorrichtung dient. Der Schild 28 sitzt mit seiner kreisförmigen zentralen Bohrung
auf dein Schulterteil 27 des eingeschnürten Teiles des Kopfteiles 15 auf.
Die konkave Oberfläche des Schildes 28 liegt nach dein Rohr io zu.
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Das äußere Ende des Kopfteiles i 5 ist bis auf zwei Bohrungen, durch
welche der Elektrodenstab und das Sehrohr eingeführt werden, vollständig geschlossen.
Der Elektrodenstab ist in dem Rohr io längsverschiebbar geführt, und daher ist die
für ihn bestimmte Einführungsbohrung des Kopfteiles 15 mit einer Dichtungs- und
Führungshülse 29 versehen. Das Sehrohr 17 ist ebenfalls gegenüber (lein Rohr i o
längsverschiebbar gelagert. Die für das Sehrohr bestimmte Bohrung des Kopfteiles
15 kann, uni das Sehrohr zwecks
.lusbessrr@n i;= und 'Nachprüfung
abnehmen zu können und uni seine Endlage bei der I#:inführung in (las Rohr to zu
begrenzen und festzulegen. niit einem Schulterteil versehen :ein und eine entsprechende
Einschnürung oller @cleitlter 3() aufweisen. Die Durchmesser vom lZolir und Bohrung
sind vorzugsweise so gewählt, daß ein Reibungssitz vorhanden ist.
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Das Sehrohr hat eine solche Länge, (lall sein innenliegen(les Ende
31 gerade etwas vor dem äulleren Ende der Aussparung 12 des Rohres in liegt; es
enthält in bekannter Weise mehrere Linsen 32. Das Okular i g ist auf einer Verlängerungshülse
33 angebracht, die mit Reibung auf dem außen vorstehenden Teil des Rohres verschiebbar
ist; diese Anordnung ist für das Zusammensetzen und Auseinandernehmen der Vorrichtung
vorteilhaft.
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Die innerhalb der Aussparung 12 des Rohres to I:ingsverschiebbare
Arbeitselektrode 3.4 besteht aus einem schleifen- oder U-förmig gel)ngeiien Draht.
Die Elektrode 34 ragt quer in den durch die Aussparung 12 begrenzten Raum des Mantelrohres
io, so dali sie bei ihrer Längsverschiebung die ebenfalls in diesen Rauen hineinragende
Verengung 1.4 der Körperhöhle oder -röhre 13 durchschneiden mußl. Die Elektrode
34 kann auf verschiedene Art längsverschiebbar in dem Rohr io .und davon isoliert
angeordnet sein. Vorteilhaft ist es, die Elektrode 34 in einem nichtleitenden Endstück
3,5 zu halten, das in eine ruckwärts über (las Rohr io hinaus verlängerte Hülse
36 eingesetzt ist, welche durch die Dichtungshülse 29 des Kopfteiles 15 hindurchgeht.
Die Hülse 36 enthält ferner einen mit einer Bohrung versehenen Stab 37 aus Isolierstoff,
der sich mit seinem vorderen Ende an das Hinterende des Endstückes 35 anschließt.
Das Endstück 35 ist ebenfalls durchbohrt, so daß der stromleitende, isolierte Draht
38 durch die Bohrungen der Teile 35 und 3; hindurchgeführt werden kann. Die
Isolierung des leitenden Drahtes 38 kann in verschiedener Weise erreicht werden,
indem z. B. die Hülse 36 aus Isolierstoff hergestellt oder nur der Draht 38 selbst
mit Isolierstoff umkleidet wird. -Vni eine elektrische Verbindung zwischen dem Elektrodenende
34 und einem geeigneten, am Außenende des Stabes 37 angebrachten elektrischen Anschlußteil
herzustellen, ist eine stromleitende Kappe 39 fest und dicht über das Außenende
des Stabes 37 geschoben und in dein kugeligen Ende der KapI)e 3(j ein Itauin vorgesehen,
in welchem das äußere Eiide des Leitungsdrahtes 38 durch Verlöten oller in anderer
geeigneter Weise elektrisch leitr:id mit der pappe ?9 verbunden ist. Die Kappe 3
() ist mit Reibung dicht in eine Aus-21 rines Führungsarmes ¢o eingesetzt, der auf
(lein Sehrohr längsverschiebbar gelagert ist. Der Führungsarni .1o ist zu diesem
Zweck niit einer geeigneten Bohrung versehen, durch welche <las Ende (los Sehrohres
unter Zwischenschaltung einer l@iilirttug."iiiilse hindurchgeht.
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In einer radialen Bohrung des Armes 4.o (Abb. 2) ist eine geschlitzte
Buchse 41 eingesetzt, die in eine in den Ariii4o eingeschraubte, mit Gewinde versehene
Verlängerung übergebt und über diese Schraube in elektrisch leitender Verbindung
mit der Kaplee 39 steht. In die Buchse 41 kann ein passender Stecker eingeführt
werden, der an die elektrische Stromduelle angeschlossen ist. Der Fiihrungsarin
.4o dient im übrigen nicht bloß zur Herstellung dieser elektrischen Verbindung,
sondern trägt infolge seiner verschiebbaren Anordnung auf dem Sehrohr auch dazu
bei, die mechanische Festigkeit des Zusammenbaues von Elektrodenstab und Sehrohr
sowie die Sicherheit der Führung dieser Teile zu erhöhen.
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Aus der Abb. 4 ist die Anordnung und der Einbau der Wasserzuführung
und der elektrischen Beleuchtungseinrichtung ersichtlich. Während der Elektrodenstab
36, 37 (Abb. ; ) und das Sehrohr 17 übereinander angeordnet sind, liegen die elektrische
Lichtzuführung .44. und das Wasserzufiihrungsrohr 5o nebeneinander in den noch freien
Teilen (los Innenraumes des -Rohres io. Die Glühlampe 42 (Abb. 3 und .4) ist in
einen Sockel .1.3 eingeschraubt, der am inneren Ende eines durch den Kopfteil 15
des Rohres io herausragenden Rohres :44 sitzt. Das Rohr :L4 ist aus dem Kopfteil
15 im rechten Winkel herausgeführt und am äußeren Eude mit einem doppelpoligen elektrischen
Anschlußteil 4.5 verbunden, der seitlich in den Kopfteil 15 des Rohres io eingesetzt
wird.
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Das zur Wasserzuführung dienende Rohr 5o ist aus dem Kopfteil 15 des
Rohres io ebenfalls rechtwinkelig leerausgeführt und läßt sich durch einen Hahn
5 i abschließen. Die Längen der Rohre .4.4 und 5o werden vorzugsweise so gewählt,
daß die Lanipe 42 und das innere Ende des Wasserrohres 5o kurz vor das äußere Ende
der Aussparung 12 zu liegen kommen. Das Endstück 2o (los Rollres io ist mit seitlichen
Löchern versehen, in die zwei weitere Hähne 5 2 und >3 eingeschraubt sind, die radial
auf zwei gegenüberliegenden Seiten des Teiles 2o abstehen. Die Häline 5 2 und 53
stehen mit dein Inneren (los Rohres io in X-erbindung. Der Endteil 20 (los Rollres
io trägt ferner (Abb. i und 3) (las zweite elektrische Anschlußorgan ;4, das ähnlich
wie (las Anschlußmittel d i (Abb. 2) (los Armes 4o ausgebildet ist und in einer
geschlitzten
Buchse bestehen kann, die in den Endteil 20 eingeschraubt
ist und zur Verstellung der elektrischen Verbindung einer Stromquelle mit dein Endteil
20 selbst dient.
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Zur Steuerung der Längsverschiebung des Elektrodenstabes 37 dienen
(Abb. i und 6) zwei aneinandergelenkte Teile 55 und 50, die an dem einen Ende scherenartig
mit Greifteilen ;; und 5,9 zum Einführen der Finger des Arztes versehen sind. An
den anderen Enden sind sie finit (lern Kopfteil 15 des Rohres io und dein herausstehenden
Ende des Elektrodenstabes 37 in Verbindung. Der Teil 55 ist mit einer halbkreisförmigen
Schelle 59 versehen. welche mit Reibung den Kopfteil 15 des Rohres io umfaßt, während
das entsprechende Ende des Teiles 56 als Gabel ausgebildet ist, welche zum Eingriff
mit den auf entgegengesetzten Durchmesserenden des Elektrodenstabes 37 angeordneten
Stiften 6o gebracht werden kann. Die Gabel 63 ist zu diesem Zweck finit einem
Schlitz in jeder Gabelzinke versehen, während die Stifte 6o in einen Tragblock 61
eingeschraubt sind, der aus zwei durch eine Schraube 62 lösbar verbundenen Hälften
besteht, in denen eine Bohrung zur Aufnahme des Elektrodenstabes 37
vorgesehen
ist. Die geschlitzte Ausführung des gabel- oder bügelförmigen Endes des Gelenkteiles
56 gleicht die bogenförmige Bewegung dieses Endes aus und gewährleistet die L'berführung
dieser Bewegung in eine gerade Längsverschiebung des Elektroden= Stabes 37.
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Um die Längsverschiebung des Elektrodenstabes 37 und damit auch des
Elektrodenendes 3-. zu begrenzen, wird eine Aussparung oder Nut 64 an dem einen
der Gelenkteile, z. B. dem Gelenkteil 5(), angebracht, während an dem anderen Gelenkteil
55 ein Stift 65 derart vorgesehen ist. (laß er bei der Bewegung der Teile ;,5. 56
in der Aussparung oder Nut 64 des Teiles 56 liegt und zusammen mit dieser als Anschlag
für die Drehung der Teile 55, 56 und damit auch für die Längsverschiebung des Elektrodenstabes
37 wirkt.
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Nachdem -die Vorrichtung in geeigneter Weise zusammengesetzt ist und
die Hähne und Klemmen entsprechend - angeschlossen sind. wird das Rohr io in die
zu behandelnde Körperhöhle oder -röhre eingeführt. Diese Einführung erfolgt zweckmäßig
in der Weise, daß dabei der Arzt sein Auge an dem Okular 1 8 hat, um die Vorrichtung
z. B. genau vor (lie zu beseitigende Verengung 1.4 der Körperröhre 13 ztt bringen
und diese Verengung richtig in die Aussparung 12 des Rohres io eintreten zu lassen.
Der Elektrodenstab 37 ist bei dieser Einführung in seiner äußersten Stellung (Abb.
i).
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\achdetn die Vorrichtung auf diese «'eise in Stellung gebracht ist,
so (laß die Verengung 14 in' der Bewegungsbahn des Elektrodenendes
3.1 (Abb. 7) liegt, wird das Rohr 10 finit Flüssigkeit, vorzugsweise Wasser,
durch geeignete Handhabung der verschiedenen Hähne 5i, 52, 53 gefüllt. Zweckmäßig
wird fließendes Wasser verwendet und der Wasserstrom durch den Hahn 51 und das Rohr
5o zugeleitet und durch den einen der beiden Hähne 52, 53 oder gleichzeitig über
diese zwei Hähne abgeführt. Im allgemeinen wird der Wasseraustritt aus dem Rohr
io und der Körperhöhle oder -röhre nur durch die dafür bestimmten Hähne erfolgen,
da das Rohr io den Zugang der Körperhöhle oder die Körperröhre ausfüllt. Für einen
solchen Wasseraustritt sorgen die dichte Verbindung zwischen dem Endteil 2o und
dem Kopfteil 15 des Rohres i o, die dichte Lagerung und Führung 29 des Elektrodenstabes
37 im Kopfteil 15 und endlich der Schild 28.
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.Nachdem nun die zu beseitigende Verengung 14 unter Flüssigkeit gesetzt
ist, wird ein elektrischer Strom, vorzugsweise Hochfrequenzstrotn, an die Buchsen
5.4 und 41 angeschlossen. Der Stromweg verläuft über das Rohr io, das als indifferente
Elektrode dient, den Leitungsdraht 38 und die Arbeitselektrode 34. Durch vorsichtige
und langsame Handhabung der scherenförmigen Gelenkteile 55, 56 wird die Arbeitselektrode
34 zur Wirkung an der zu beseitigenden Verengung 14 gebracht. Dieser Eingriff erfolgt
längs einer U-förmigen Linie infolge der U-Form der Arbeitselektrode 3.4 (4bb. 7).
Wenn die Arbeitselektrode 34 in die Verengung i.4 der Körperhöhle oder -röhre eintritt,
durchfließt der elektrische Strom die Verengung 1.4, da diese den Stromkreis schließt,
und dementsprechend wird das stromdurchflossene Gewebe, auf das die Elektrode 3.4
trifft, zerstört.
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Diese Gewebezerstörung ermöglicht ein immer weiteres Vordringen der
Elektrode 34., so daß schließlich ein U-förmiger Kanal aus der Verengung 14 der
Körperhöhle herausgeschnitten ist. Die Elektrode wird dann zurückgezogen, die Wasserzuführung
abgestellt und die ganze Vorrichtung aus der Körperhöhle oder -röhre herausgenommen.
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Das bei der Zerstörung von Geweben durch den elektrischen Strom beobachtete
Auftreten kleiner Explosionen unter Bildung von Rauch und kleinen Dampf- und Gasblasen
wird durch die dauernde Unispülung der Operationsstelle mit Wasser vermieden, so
daß sie der Arzt durch das Sehrohr während des ganzen Operationsvorgangs einwandfrei
beobachten kann. Die Benutzung von Wasser bietet den weiteren wichtigen Vorteil,
daß dadurch die zu behandelnde Körperstelle vor und während des chirurgischen Eingriffes
ausgedehnt
wird. Wenn sie sich in gewölinlichein Zustande befindet, verhindern z.
13. die zahlreichen Falten eine sorgfältige Beobachtung und Prüfung, die
zum richtigen Feststellen und Erfassen der krankhaften Verengung o. dgl. erforderlich
ist.