DE249134C - - Google Patents
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- DE249134C DE249134C DENDAT249134D DE249134DA DE249134C DE 249134 C DE249134 C DE 249134C DE NDAT249134 D DENDAT249134 D DE NDAT249134D DE 249134D A DE249134D A DE 249134DA DE 249134 C DE249134 C DE 249134C
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07H—SUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
- C07H13/00—Compounds containing saccharide radicals esterified by carbonic acid or derivatives thereof, or by organic acids, e.g. phosphonic acids
- C07H13/02—Compounds containing saccharide radicals esterified by carbonic acid or derivatives thereof, or by organic acids, e.g. phosphonic acids by carboxylic acids
- C07H13/08—Compounds containing saccharide radicals esterified by carbonic acid or derivatives thereof, or by organic acids, e.g. phosphonic acids by carboxylic acids having the esterifying carboxyl radicals directly attached to carbocyclic rings
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 249134 KLASSE \2q. GRUPPE
Firma PAUL NEUBÄCKER in DANZIG.
Das Trocknen von Tanninlösungen geschieht bis zum heutigen Tage ausschließlich in der
Weise, daß man die eingedickte wässerig-ätherische Tanninlösung auf Zinkblechen ausbreitet,
worauf man die Masse im Trockenschrank erhitzt, bis fast aller Äther und alles Wasser
verflüchtigt ist. Auf diese fast trockene Masse wird alsdann trockener Dampf aufgeblasen,
wobei sich die Masse aufbläht. Dies ist aus
ίο dem Grunde notwendig, weil in der Technik
ganz besonderer Wert darauf gelegt wird, daß das feste Tanninpräparat eine möglichst lockere
Beschaffenheit hat, und die Ware wird um so mehr geschätzt, je voluminöser und lockerer
das Präparat ausfällt. Diese Art der Trocknung ist sehr kostspielig, weil sie viel
Handarbeit erfordert, wobei Verluste unvermeidlich sind. Obendrein treten noch dadurch
Verluste ein, daß kaum die Hälfte des in der Tanninlösung enhaltenen Äthers wiedergewonnen
wird, weil durch die verschiedenen Maßnahmen ein Verdunsten des Äthers und Entweichen der Dämpfe in die Luft nicht verhindert
werden kann.
Vorliegende Erfindung bezweckt, das Verdampfen der Tanninlösung und das Trocknen
des Rückstandes auf mechanischem Wege und selbsttätig zu bewirken, wobei das erhaltene
Produkt eine viel lockerere Beschaffenheit als das nach dem alten Trockenverfahren gewonnene
Präparat besitzt, wozu noch der Vorteil hinzukommt, daß überdies noch etwa 80 Prozent des in der Lösung enthaltenen
Äthers wiedergewonnen werden. Es ist selbstverständlich, daß die mechanische Trocknung
hinsichtlich der Kosten einen großen Vorsprung vor dem alten Verfahren besitzt.
Nach dem neuen Verfahren soll die in einem Troge befindliche wässerig-ätherische Tanninlösung
mit Hilfe einer Auftragwalze auf ein über Rollen laufendes endloses Band aufgetragen
werden, das sich in einem geneigt angeordneten geschlossenen, etwa zylindrisch gestalteten
Kessel befindet. Oberhalb und unterhalb der oberen Seite des endlosen Bandes befindet sich eine mit Dampf gespeiste Heizvorrichtung,
so daß also das Band zwischen diesen beiden Heizkörpern entlang läuft. Wenn die Masse das Ende des oberen Teiles des
endlosen Bandes erreicht hat, wo also das Band über die obere Rolle hinweggeführt wird,
ist die Masse bei geeigneter Länge und Fortbewegung des Bandes vollständig trocken, so
daß sie durch an passender Stelle angebrachte Schaber von dem Bande abgekratzt werden
und als trockenes Pulver in einen darunter stehenden Behälter fallen kann.
Diese Trocknung der Masse auf einem zwischen Heizvorrichtungen geführten endlosen
Bande würde aber die gewünschte Wirkung, nämlich die Gewinnung eines überaus lockeren
Produktes, nicht ergeben. Es wurde nun gefunden, daß man die Verdampfung in der
Weise leiten muß, daß die Beheizung von unten erst dann erfolgen darf, wenn durch
die erstmalige Beheizung der dickflüssigen, auf dem endlosen Bande befindlichen Masse von
oben sich auf derselben ein Häutchen von solcher Stärke gebildet hat, daß es gleichsam
einen Abschluß der Oberfläche bildet, so daß
bei der darauffolgenden Beheizung der Masse von unten die Dämpfe nur sehr langsam
durch das mit höchst feinen Poren ausgestattete Häutchen hindurch entweichen können.
Durch die nunmehr einsetzende Beheizung von unten erfolgt ein überaus starkes Aufblähen
der Masse, so daß die kaum ι mm dicke Schicht eine Höhe bis zu 15 mm erreicht.
Die Erfindung besteht also darin, die auf einem endlosen Bande zu verdunstende Tanninlösung in der Weise zu verdampfen,
daß zuerst nur eine Beheizung von oben stattfindet, bis sich ein Häutchen von solcher
Beschaffenheit auf der Oberfläche der Masse gebildet hat, daß dadurch ein Abschluß der
Masse erfolgt und die Dämpfe nur noch sehr langsam durch das Häutchen hindurch austreten
können, worauf alsdann die Beheizung von unten und oben zusammen einsetzt, was ein starkes Aufblähen der Masse zur Folge
hat. Versuche haben gezeigt, daß während nach dem alten Verfahren 1 kg des fertigen
Produktes etwa ein Volumen von 9 bis 10 1 einnimmt, das nach dem neuen Verfahren erhaltene
Produkt noch eine viel lockerere Beschaffenheit hat, indem 1 kg Tannin sogar
13 bis 14 1 an Raum einnimmt.
Wie bereits erwähnt, wird außerdem bei der mechanischen Verdampfung und Trocknung
der wässerig-ätherischen Tanninlösung noch ein beträchtlicher Teil des Äthers dadurch
wiedergewonnen, daß er schon im ersten Stadium der Beheizung verdampft, wo nur wenig Luft vorhanden ist. Die schweren
Ätherdämpfe fallen in dem geneigt gelagerten Apparat schnell nach unten, und da sie nur
mit wenig Luft gemischt sind, können sie nach ihrer Entfernung leicht durch geeignete
Mittel kondensiert werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zum Verdampfen und Eintrocknen von wässerig-ätherischen Tanninlösungen auf einem endlosen Bande in einem geschlossenen Räume, dadurch gekennzeichnet, daß man die mechanisch auf dem endlosen Bande aufzustreichende Tanninlösung der Einwirkung von mit Dampf beheizten Trockenkörpern von oben und unten derart aussetzt, daß die Beheizung von unten erst dann beginnt, wenn sich auf der Lösung durch die Beheizung von oben ein Häutchen von solcher Beschaffenheit gebildet hat, daß das Abziehen der Dämpfe von der Oberfläche der Masse aus nur langsam erfolgt, und die nun fortdauernde Beheizung von unten ein Aufblähen der Masse bewirkt, so daß ein Endprodukt von außerordentlich lockerer Beschaffenheit erhalten wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE249134C true DE249134C (de) |
Family
ID=507786
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT249134D Active DE249134C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE249134C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5452223A (en) * | 1993-08-20 | 1995-09-19 | Eaton Corporation | Arc detection using current variation |
-
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5452223A (en) * | 1993-08-20 | 1995-09-19 | Eaton Corporation | Arc detection using current variation |
| US5561605A (en) * | 1993-08-20 | 1996-10-01 | Eaton Corporation | Arc detection using current variation |
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