DE249349C - - Google Patents

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DE249349C
DE249349C DENDAT249349D DE249349DA DE249349C DE 249349 C DE249349 C DE 249349C DE NDAT249349 D DENDAT249349 D DE NDAT249349D DE 249349D A DE249349D A DE 249349DA DE 249349 C DE249349 C DE 249349C
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roasted
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coffee
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23FCOFFEE; TEA; THEIR SUBSTITUTES; MANUFACTURE, PREPARATION, OR INFUSION THEREOF
    • A23F5/00Coffee; Coffee substitutes; Preparations thereof
    • A23F5/04Methods of roasting coffee
    • A23F5/06Methods of roasting coffee of roasting extracted coffee ; Caramelisation of coffee extract

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Tea And Coffee (AREA)
  • Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)

Description

KAISERLICHES
Die bisher bekannten Verfahren zum Rösten von Kaffee leiden an dem Nachteil, daß das Röstgut nicht in allen seinen Teilen gleichzeitig und daher auch nicht gleichmäßig zur Röstung gelangt. Der Prozeß des Röstens schreitet an der Kaffeebohne von außen nach innen fort. Wenn die inneren Teile erst zu rösten beginnen, ist der Prozeß in den äußeren Schichten oft schon beendet. Trotzdem
ίο sind die dann noch mehr oder minder lange Zeit weiter der hohen Rösttemperatur ausgesetzt, was zur Folge hat, daß das Röstgut zum Teil verbrennt, zum mindesten aber, daß die durch den Röstprozeß gebildeten, sehr labilen aromatischen Stoffe teilweise entweichen oder sich zersetzen. Gleichzeitig entstehen infoige der langdauernden Einwirkung der hohen Temperatur auf die organische Substanz die bekannten · widrig schmeckenden Stoffe, die ihrerseits nicht minder ungünstig das Röstgut beeinflussen und seinen Wert vermindern. Die im Laufe der Zeit erfolgte allmähliche Verbesserung der Apparatur hat hierin keinen wesentlichen Wandel gebracht.
Auch in den bestkonstruierten Apparaten dauert der Röstprozeß noch viel zu lange, als daß nicht während der Röstung ein Teil der zuerst gebildeten aromatischen Stoffe verjagt oder zu brenzlichen, unangenehm schmeckenden und riechenden Stoffen umgebildet würde.
Durch eine Verbesserung oder Umgestaltung
der Apparatur erscheint eine Abhilfe auch ausgeschlossen; denn der Übelstand liegt nicht in der Unzweckmäßigkeit der Apparatur an sich, sondern in dem Material selbst, nämlich in dem Umstand, daß die Röstung des Gutes
in mehr öder weniger großen Stücken geschieht, so daß der Röstprozeß gar nicht anders als allmählich von außen nach innen fortschreitend erfolgen kann, wodurch der Schnelligkeit des Röstprozesses eine bestimmte Grenze gesetzt wird.
Die Bedeutung dieses Momentes für ein rationelles Rösten scheint von allen, die sich um eine Verbesserung des Röstverfahrens bemüht haben, nicht recht erfaßt worden zu sein; denn keine der bisher gemachten Verbesserungen trägt diesem Umstände irgendwie Rechnung. Eine Ausnahme bildet vielleicht der Versuch, die Kaffeebohnen erst zu mahlen und dann — in fein pulverisiertem Zustande — zu rösten. Er scheiterte daran, daß sich das feine Pulver in der hohen Rösttemperatur zu mehr oder minder großen, festen Massen und Klumpen zusammenballt, so daß dieselben Verhältnisse wieder vorlagen, die durch das Pulverisieren der Kaffeebohne vermieden werden sollten.
Auch den verschiedenen Erfindern von Verfahren zum Rösten von Kaffee-Extrakt war 6c die Erkenntnis nicht aufgegangen,. daß es einzig und allein 'darauf ankommt, die Röstung innerhalb so kurzer Zeit auszuführen, daß eben nur die Röstung und keine andere Einwirkung der Hitze auf das Röstgut mehr erfolgen kann. Bei sämtlichen bisher bekannten Verfahren zum Rösten von Kaffee-Extrakt erfolgt die Röstung des Extraktes in Stücken, so daß die oben geschilderten, beim Rösten der Kaffeebohnen auftretenden Mängel beim Rösten des Extraktes sich in noch höherem ,; Maße fühlbar mac
Mit der Erfindung wird zum ersten Mal ein Weg beschütten, von der richtigen Erkenntnis der Ursache des Übelstandes ausgehend, seine Beseitigung zu ermöglichen.
Nur dann, wenn das Röstgut aus so staubfeinem Pulver besteht, daß nicht mehr von zeitlich verschiedener Einwirkungsdauer der Rösttemperatur auf seine äußeren und inneren Schichten die Rede sein kann, wenn also
ίο praktisch alle Teile des Röstgutes gleichzeitig von den Röstgasen angegriffen werden, wird
. man den Übelstand ungleich gerösteten Materials vermeiden können.
Eine solche erhebliche Feinheit des zerkleinerten Röstgutes würde für sich allein jedoch noch keinen Vorzug bedingen, sondern einen Nachteil; denn derartig staubfeine Massen sind fast noch weniger gut gleichmäßig zu rösten als die Bohne selbst. Auch würde durch das bei höherer Temperatur unvermeidliche Zusammenbacken der Vorteil der starken Zerkleinerung wieder aufgehoben. Es muß deshalb außerdem für eine ganz gleichmäßige und äußerst feine Verteilung des gepulverten Gutes während des Röstens gesorgt werden.
Sind diese beiden Forderungen erfüllt, so muß für die Möglichkeit der Erzeugung einer aufs genaueste einstellbaren Temperatur g'esorgt werden. Das Rösten der einzelnen staubfeinen Partikelchen muß fast momentan vor sich gehen, die darauffolgende Abkühlung im Augenblick vollendet sein, so daß weder für die Entweichung kostbarer Röstprodukte, Coffein, Aromaöl usw. noch für ein Anbrennen oder die Bildung der gefürchteten brenzlichen Produkte Zeit vorhanden ist.
Die Ausführung des Verfahrens gestaltet sich folgendermaßen:
Aus rohen Kaffeebohnen wird in bekannter Weise ein wäßriger Extrakt hergestellt. Dieser wird in Lösung in feinstverteilter Form auf rotierende Flächen, Zylinder, endlose Trockentücher o. dgl. gebracht, welche dauernd auf einer Temperatur erhalten werden, die zur momentanen Röstung des Extraktes genügt. Dadurch, daß man eine Lösung des Extraktes anwendet und. diese in ganz dünner Schicht auf die erhitzten Flächen aufträgt, wird der erforderliche, besonders hohe Feinheitsgrad und gleichzeitig auch in idealer Weise die nötige gleichmäßige und feine Verteilung des Röstgutes erzeugt. Die Rösttemperatur kann nun gleichzeitig auf jedes einzelne Teilchen wirken. Es kann nicht mehr ein Gemisch qualitativ verschiedener Röstanteile aus vielleicht zum Teil gar nicht, zum Teil zu schwach, richtig oder zu stark geröstetem Gut entstehen. Das ganze Röstmaterial ist gleichmäßig behandelt und gleichmäßig geröstet. Seine Ergiebigkeit und sein Wert sind infolgedessen schon hierdurch gesteigert.
Infolge der Feinheit des Gutes und seiner feinen Verteilung sowie mit. Hilfe einer genügend gesteigerten Temperatur wird in der Tat fast momentan die Röstung der auf die geheizten Flächen gebrachten Extraktionslösung erreicht. Andererseits wird das Rösten dadurch auch fast augenblicklich unterbrochen und eine genügende Kühlung erzielt, sobald das Röstgut von der Heizfläche herunterkommt, so daß das bei den Kaffeebohnen so lästig auftretende Nachrösten fortfällt. Infolge dieser bisher nicht einmal hypothetisch für möglich gehaltenen Schnelligkeit des Röst- und Abkühlungsprozesses bleiben alle kostbaren Röstprodukte, wie Aromaöl, Coffein usw., dem Röstgute erhalten. Auch hierdurch wird eine bisher nicht erreichte Ergiebigkeit und Wertsteigerung erzielt.
Die zur Durchführung des Verfahrens erforderliche Apparatur kann in der verschiedensten Weise ausgeführt werden. Es können rotierende Zylinder, endlose Trockentücher u. dgl. — mit oder ohne Vakuum ■— zur Verwendung gelangen. Von ihr wird vor allen Dingen verlangt, die Temperatur konstant auf der Höhe der Rösttemperatur des Kaffees zu erhalten. Denn darin liegt ja auch einer der fundamentalsten Unterschiede zwischen den Prozessen des Röstens und des Trocknens, daß das Trocknen lediglich die Verdampfung von Flüssigkeiten bewirken soll und an keine bestimmte Temperatur gebunden ist, da einerseits die Verdampfung schon bei jeder Temperatur erfolgt, andererseits solange das Trockengut feucht ist, seine Temperatur niemals über die Siedetemperatur der betreffenden Flüssigkeiten hinaus gesteigert werden kann. Das Trocknen stellt demgemäß die einfache mechanische Entfernung von Wasser oder anderen Flüssigkeiten mit Hilfe von Wärme oder auch ohne diese dar; eine chemische Veränderung des Trockenmaterials wird nie beabsichtigt, oft sogar mit allen Mitteln zu verhindern gesucht. Das Rösten dagegen, welches mit dem Prozesse des Trocknens nicht das geringste gemein hat und sowohl mit trockenen als feuchten Materialien vorgenommen werden kann, besteht in einer durchgreifenden Veränderung der chemischen Struktur des betreffenden Stoffes und erfordert infolgedessen eine bestimmte, für das einzelne Röstgut spezifische Temperatur. Zur Durchführung des vorliegenden Verfahrens muß also die Apparatur, gleichviel wie sie im übrigen sonst konstruiert sein mag, die Erhaltung einer konstanten Temperatur von etwa 2250 C. der Rösttemperatur des Kaffees zulassen, um zu ermöglichen, daß die feinen Partikelchen des Kaffee-Extraktes, gemäß dem Grundgedanken der vorliegenden Erfindung, in einem Moment zur Röstung gelangen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines Apparates zum Rösten von Kaffee-Extrakt dargestellt.
Fig. ι ist ein senkrechter Querschnitt des Apparates nach Linie A-A der Fig. 2; Fig. 2 ist eine Ansicht des Apparates von B der Fig. ι aus gesehen.
Der Apparat besteht aus einem Behälter a für den Kaffee-Extrakt, einer Verteilungsrinne b, einem offenen Hohlzylinder c, welcher einerseits in einem festen Lagerbock, andererseits auf Rollen gelagert ist, einer Antriebsriemenscheibe d, einer Heizvorrichtung e im Innern des Zylinders und einem Abschabmesser f, welches über die ganze Länge des Zylinders reicht und durch Gewichte gegen den Zylinder gepreßt wird. Für die Heizvorrichtung ist im Ausführungsbeispiel ein Gasbrenner gewählt; die Heizung kann selbstverständlich auch durch andere Heizmittel, wie z. B. direkte Kohlenfeuerung usw., oder in geschlossenem Hohlzylinder durch direkten Dampf, heißes öl usw. erfolgen.
Die Arbeitsweise des Apparats ist folgende:
Der Behälter α wird mit Kaffee-Extrakt gefüllt, der Zylinder in Umdrehung gesetzt und auf die erforderliche Temperatur angeheizt. Dann werden die Abfiußhähne des Behälters a so weit geöffnet, daß eine genügende Menge Extrakt durch die Verbindungsrohre in die Verteilungsrinne b hineinläuft, aus welcher wiederum die Flüssigkeit in gleichmäßigen feinen Strahlen auf den Zylinder träufelt.
Die Umdrehungsgeschwindigkeit des Zylinders ist derart bemessen, daß zwischen dem Aufträufeln der Flüssigkeit und dem Abstreifen des Röstgutes durch das Abschabmesser f nur der Bruchteil einer Sekunde benötigt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zum Rösten von Kaffee-Extrakt, dadurch gekennzeichnet, daß ein aus rohen Kaffeebohnen mittels Wasser gewonnener Extrakt in feinster Verteilung auf Flächen, rotierende Zylinder, endlose Trockentücher oder ähnliche Unterlagen gebracht wird, welche dauernd auf der zur augenblicklichen Trocknung und Röstung erforderlichen Temperatur gehalten werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1083635B (de) * 1957-05-09 1960-06-15 Ramon Perech Verfahren zur Herstellung eines trockenen wasserloeslichen Kaffee-Extraktes aus gruenen Kaffeebohnen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1083635B (de) * 1957-05-09 1960-06-15 Ramon Perech Verfahren zur Herstellung eines trockenen wasserloeslichen Kaffee-Extraktes aus gruenen Kaffeebohnen

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