DE248345C - - Google Patents

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DE248345C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L3/00Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal
    • B61L3/02Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control
    • B61L3/08Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control controlling electrically

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 248345 KLASSE 20«. GRUPPE
EDUARD UNVERRICHT in HAMBURG.
Vorrichtung zum Überwachen der Geschwindigkeit eines Zuges.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. März 1910 ab.
Der Gegenstand der Erfindung betrifft eine Einrichtung, die eine Sicherheit dafür bieten soll, daß Gefahrstellen, z. B. Bahnhöfe, Weichen, Krümmungen von Bahnstrecken, nicht mit höherer als zulässiger Geschwindigkeit durchfahren werden. Dabei beeinflußt der Zug beim Überfahren von Stromschließern Relais zum Bewegen von Streckenanschlägen, die zu seiner Sicherung dienen. Das Wesen
ίο der Erfindung besteht darin, daß durch das Relais, das beim Schließen des am Anfang der Geschwindigkeitstrecke liegenden Stromschließers erregt wird, gleichzeitig ein Zeitkontakt eingeschaltet wird, der den Stellstrom für den Streckenanschlag am Ende der Strecke während einer der zulässigen Geschwindigkeit entsprechenden Zeit unterbrochen hält.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Einrichtung dargestellt, die in fol- gender Weise wirkt:
Überfährt ein in der Pfeilrichtung P1 fahrender Zug den vor dem Streckenanschlag H1 liegenden Streckenkontakt j1, so wird ein Stromkreis von der Leitung -f 1 über den Kontakt j1, die Leitung 3, den Magneten b (A1) nach der Leitung —2 geschlossen. Der dadurch erregte Magnet b zieht den Ankerhebel s (A1) an und schließt die Konsakte I und k. Durch den Strom des nunmehr mittels des Kontaktes I geschlossenen Stromkreises von Leitung + 1 über Leitung 4, Kontakt I (A1), Leitung 5, Kontakt r am Anschlaghebel χ des Streckenanschlages H2, Leitung 6, Solenoid u (H1), Leitung 7 zur Leituug — 2 wird das Solenoid u (H1) erregt und der Anschlaghebel χ (H1) in die unwirksame Stellung auf Fahrt gebracht, so daß der Zug ungehindert vorüberfahren kann. Durch Verstellung des Anschlaghebels χ (H1) wird der Kontakt r (H1) unterbrochen und dadurch die Verstellung des Anschlaghebels x1 am Streckenanschlag H2 unmöglich gemacht. Gleichzeitig wird durch den geschlossenen Kontakt k (A1) der Stromkreis von der Leitung -f 1 über Leitung 4, Kontakt k (A1), Leitung 8, Magnet w im Zeitkontakt ZK zur Leitung — 2 geschlossen. Durch diesen Strom wird der Magnet m erregt und setzt, durch Anziehen des um den Punkt ο drehbaren Ankerhebels den Zeitkontakt ZK derart in Tätigkeit, daß er nach einer bestimmten Zeit eine unterbrochene Stromleitung schließt.
Überfährt der Zug, der an dem Streckenanschlag H1 vorüberfahren konnte, den Streckenkontakt j2, so wird der Stromkreis von Lei-tung -\- ι über Streckenkontakt j2, Leitung 9, Magnet b' (A2) zur Leitung —2 geschlossen. Der dadurch erregte Magnet b' schließt durch Anziehen, des Ankerhebels s' die Kontakte V und k'. Durch den Strom des nunmehr geschlossenen Stromkreises von Leitung + 1 über Leitung 4, Leitung io, Kontakt k', Leitung 8, Kontakt m (ZK) bleibt der Magnet m (ZK) erregt. Gleichzeitig wird durch den Kontakt V der Stromkreis von der Leitung -f 1 über Leitung 4, Leitung 10, Kontakt V, Leitung 11, Magnet a (A1) zur Leitung —2 geschlossen. Hierdurch wird- der Magnet λ (A1) erregt, zieht den Ankerhebel t an und unterbricht die Kontakte I und k. Infolge der Unterbrechung der Stromleitung durch den Kontakt / wird das Solenoid u des Strecken-
70
ß, Auflage, ausgegeben am ^.April igi3·)
anschlages H1 stromlos, wodurch der Anschlaghebel χ in die wirksame Stellung zurückfällt und den Kontakt r schließt. Der Magnet m (ZK) bleibt erregt, da sein Strom jetzt über den vorerwähnten geschlossenen Kontakt k' (A2) geht.
Erreicht nun der in der Pfeilrichtung P1 fahrende Zug den Streckenanschlag H2 zu einer Zeit, wo von dem Zeitpunkt an, in dem der
ίο Magnet m (ZK) durch das Schließen des Streckenkontaktes j1 erregt wurde, die für die höchstzulässige Geschwindigkeit in Frage kommende Zeit verstrichen ist, so ist der Kontakt h des Zeitkontaktes ZK und hierdurch der Stromkreis von Leitung -f ι über Leitung 12, Kontakt h (ZK), Leitung 13, Kontakt r (H1) des Anschlaghebels χ (H1), Leitung 14, Solenoid u' (H2), Leitung 15 zur Leitung — 2 geschlossen. Der Strom dieses Stromkreises erregt dann das Solenoid u' (H2), der Anschlaghebel x' wird in die unwirksame Stellung gebracht und der Zug, der die Strecke vom Streckenkontakt j1 bis zum Streckenanschlag J?2 mit nicht größerer als der zulässigen Geschwindigkeit durchfahren hat, kann ungehindert vorbeifahren.
Schließt der Zug weiterfahrend den Streckenkontakt j8, so wird der Stromkreis von Leitung -f τ über Leitung 16, Streckenkontakt j3, Leitung 17, Magnet a' (A2) zur Leitung—2 geschlossen und hierdurch der Magnet a! er regt. Dieser zieht dann den Ankerhebel t an und unterbricht die Kontakte V und k'. Infolge der Unterbrechung des Kontaktes k- und des zugehörigen Stromkreises ist der Magnet m (ZK) stromlos geworden, so daß der Ankerhebel d durch Eigengewicht in die den Kontakt h unterbrechende Lage zurückfällt. Durch das Unterbrechen des Kontaktes h (ZK) ist auch das Solenoid u' (H2) stromlos geworden, was zur Folge hat, daß der Anschlaghebel x' (H2) durch sein Eigengewicht in die wirksame Haltstellung zurückfällt und den Kontakt r' schließt. Hierdurch ist die Stromleitung für den Streckenanschlag H1 vorbereitet.
Da die Stellung des einen Anschlaghebels durch die mit den Anschlaghebeln verbundenen Kontakte r (H1) und r' (HV abhängig gemacht ist von der Stellung des anderen Anschlaghebels, und zwar insofern, als bei unwirksamer Stellung des einen Anschlaghebels durch den unterbrochenen Kontakt r (H1) die Leitung für den den nächsten Anschlaghebel %' (H2) beeinflussenden Strom nicht geschlossen werden kann, so ist, wenn der eine der Anschlaghebel aus irgendwelcher Ursache nicht in die Haltstellung zurückfallen sollte, trotzdem stets die Sicherheit dafür vorhanden, daß auch bei einer Betriebsstörung der Anlage der Zug durch den einen in der wirksamen Halt-Stellung liegenden Anschlag gewarnt oder angehalten wird.
Durchfährt ein Zug die Strecke vom Streckenkontakt j1 bis zum Streckenanschlag H2 mit einer größeren als der zulässigen Geschwindigkeit, also in zu kurzer Zeit, so ist der Kontakt h des Zeitkontaktes ZK noch nicht geschlossen, und der Anschlagkebel x' (H2) liegt noch in der wirksamen Stellung, so daß der Zug durch den Führer oder, falls dieser das Signal nicht beachtet, durch den Anschlag zum Halten gebracht wird.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum Überwachen der Geschwindigkeit eines Zuges, der beim Überfahren von Stromschließern Relais zum Bewegen von Streckenanschlägen für seine Sicherung beeinflußt, dadurch gekennzeichnet, daß durch das Relais (A1), das beirri Schließen, des am Anfang der Geschwindigkeitstrecke liegenden Stromschließers (j1) erregt wird, gleichzeitig ein Zeitkontakt (ZK) eingeschaltet wird, der den Stellstrom für den Streckenanschlag (H2) am Ende der Strecke während einer der zulässigen größten Geschwindigkeit entsprechenden Zeit unterbrochen hält.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der über den Zeitkontakt (ZK) gehende Strom beim Erregen des Relais (A2) am Ende der Strecke durch einen besonderen Schalter (k) geschlossen gehalten wird, wenn er an dem Schalter (k) des ersten Relais (A1) unterbrochen wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch, gekennzeichnet, daß hinter der Geschwindigkeitstrecke ein besonderer Stromschließer (j3) angeordnet ist, der bei seinem Überfahren einen Strom über das am Ende der Strecke liegende Relais (A2) schließt, wodurch die Ströme für den Zeitkontakt und für den zweiten Streckenanschlag (H2) unterbrochen werden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch öffnen des Schalters (k) des ersten Relais (A1) gleichzeitig der Stellstrom für den am Anfang der Strecke liegenden Anschlag (H1) unterbrochen wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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