DE247652C - - Google Patents

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DE247652C
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07FCOIN-FREED OR LIKE APPARATUS
    • G07F5/00Coin-actuated mechanisms; Interlocks
    • G07F5/26Interlocks, e.g. for locking the doors of compartments other than that to be used

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Cash Registers Or Receiving Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 247652 KLASSE 43 b. GRUPPE
WENZEL WEISZ in CHEMNITZ. Selbstverkäufer für Konsumwaren.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. November 1910 ab.
Dieser Selbstverkäufer dient zur Benutzung durch Konsumvereine zur Verausgabung von Weißgebäck, Fleisch oder Konsumwaren an seine Mitglieder. Derselbe besteht aus in einem Kasten nebeneinander und übereinander angeordneten Fächern, von denen jedes eine selbständige Verschlußvorrichtung besitzt. ■
Für jedes Mitglied ist eines der numerierten Fächer bestimmt, dessen nach unten abklappbarer Deckel durch Einstecken und Umdrehen eines Kontrollschlüssels in der dem Fach zugehörigen Schlüsselöffnung durch Auslösen des Verschlusses aufspringt. Durch Marken- oder Münzeneinwurf erfolgt mittels Gewichtsauslösung die Verschiebung eines Deckschiebers, wodurch sämtliche numerierte Kontrollschlüsselöffnungen frei werden, also der Schlüssel in die betreffende Öffnung eingeführt werden kann. Sämtliche Fachdeckel sind durch Haken festgehalten, die durch das Umdrehen der zugehörigen Schlüssel ausklinken, wobei der Deckel des Faches in die horizontale Lage abklappt.
Die Ware wird herausgenommen, der Bestellzettel für den nächsten Tag hineingelegt, der Deckel zugeklappt und angedrückt. Durch das Umdrehen des Kontrollschlüssels wird gleichzeitig die in dessen Schlüsselbart eingeprägte Nummer des Mitgliedes auf eine sich abwickelnde Papierrolle übertragen. Diese Kon- trollvorrichtung mit Papierrolle muß für jedes Fach vorhanden sein. Gleichzeitig erfolgt noch eine weitere Markierung durch Stichnadeln auf eine für alle Fächer gemeinschaftliche Kontrollwalze, welche durch ein Uhrwerk bewegt wird und je eine Rundlinie für jedes Fach trägt.
Bei jedesmaliger Benutzung eines Faches wird durch das Aufheben einer Auslösestange vermittels des Kontrollschlüssels gleichzeitig die zugehörige Stichnadel gegen die Walze gedrückt und so die Zeit der Entnahme der Waren auf der betreffenden numerierten Rundlinie markiert. Zum Schutz und weiterer Kontrolle hält ein Schieber die Schlüssellöcher verdeckt, welche durch Einwurf einer Gewichtsmünze frei werden, wobei gleichzeitig aus dem Automaten ein Druckknopf hervortritt. Sobald eine Kundschaft die Ware ihrem Fach entnommen und den Deckel wieder geschlossen hat, hat sie den Knopf wieder bis zum Anliegen an den Kasten zu drücken, wodurch die Schlüsseldeckplatte sich verschiebt, die Schlüssellöcher verdeckt werden und der durch den Münzeneinwurf ausgelöste Hebel wieder einschnappt. Außerdem deckt die Vorderseite des Automatenkastens ein Rolladen, den jede Kundschaft erst zurückschieben muß.
Das Beschicken der Fächer mit frischer Ware durch den Beauftragten des Konsumvereins erfolgt zweckmäßig des morgens. Hierzu wird der Rolladen heruntergeschoben, ein seitlicher Deckel am Kasten oben aufgesperrt und durch Verdrehen unter den Tasthebeln hindurchgelegter horizontaler exzentrischer Achsen oder durch sonst geeignete Mittel sämtliche Tasthebel gleichzeitig oder nahe gleichzeitig angehoben, wodurch alle Fachdeckel aufspringen und die Waren eingelegt werden können.
Zum Beschicken ist also weder der Einwurf einer Münze noch das Zurückschieben des Schlüsselschiebers erforderlich.
Bei kleinen Apparaten wird einfach der obere, auch zum Auswechseln der Kontroll-
streifen dienende Deckel aufgesperrt und durch Streichen mit der Hand von unten nach oben jede Reihe Tasthebel angehoben. Durch Zuklappen der Fachdeckel nach Einlegen der Ware gelangen die Tasthebel in ihre frühere Lage.
Der Automat ist in den Fig. ι bis 9 verzeichnet. Fig. i, 2, 3 stellen den ganzen Kasten mit Einwurföffnung a — Fig. 1 geschlossen —, Fig. 2 mit herabgelassenem Rolladen, also mit frei liegenden Fächern und Schlüssellöchern dar. Die Fächer im Unterkastenteil sind numeriert. Die zugehörigen Kontrollschlüsselöffnungen im Kastenoberteil tragen die entsprechenden Nummern. Fig. 3 zeigt das Schema der inneren Einrichtung. An den Fächern sitzen die seitlichen Schienen m (Fig. 4 und 9) und im Oberteil liegen die horizontalen Hebel g, welche durch die Kontrollschlüssel angehoben werden. Die Enden dieser Hebel sind einmal nach rechts, einmal nach links verbreitert, wie Fig. 4 und 6 zeigt, um mit den Hebeln für eine Vertikalreihe Fächer auch in eine Vertikalebene zu kommen. In Fig.i, 2,3 und 8 ist α die Einwurfsöffnung; die Schlüsselöffnung b dient nur zum öffnen des Kastenoberteils, um die Papierrollen der Kontrollvorrichtungen nachzusehen und auszuwechseln, c sind die Kontrollschlüssellöcher; w in Fig. 5 und 9 sind die oben offenen Fächer mit vorderer Klappe. In Fig. 4 ist die erste Vertikalreihe der Fächer mit einem eingezeichneten aufgeklappten Vorderdeckel zu sehen, ferner die mit den vorn gegabelten horizontalen Hebeln k, die mit jedem Fach verbunden sind. Diese umschließen beiderseitig die Fächer und tragen vorn Nasen I, um die Bögen m der Klappendeckel f an deren Knaggen η zu fassen und in geschlossener Deckellage durch Federzug 0 so lange festzuhlten, bis durch die Bewegung des Kontrollschlüssels (Fig. 6 und 7) das Hebelende e angehoben wird. Dadurch springt der Haken I aus der Nase η heraus und der Deckel fällt vermöge Feder f bis zum Anschlag q herab. Diese Einrichtung ist in Fig. 9 in größerem Maßstabe ersichtlich.
Fig. '4 zeigt auch den Zusammenhang dieses Hebelwerkes mit der Kontrollwalze. An jeder Vertikalstange i greifen Winkelhebel r an, deren Vertikalarme die Stichnadeln s bewegen, die sämtlich durch eine Führung t ihre horizontale Lage erhalten, und es ist zweckmäßig, um an Raum zu sparen, die Anordnung so getroffen, daß je zwei benachbarte Nadelführungen in anderer Vertikalebene liegen.
An der vom Uhrwerk getriebenen Kontrollwalze sind die Rundlinien für jede Nadel vorgedruckt.
In Fig. 5 ist der schematische Zusammenhang der die Fächer w einschließenden zweiarmigen Hebel k mit den Stangen 0 — hier mit den entsprechenden Ziffern bezeichnet —, ferner mit den Stichnadeln s und deren Führung i sowie der Kontroll walze u in ihrer vertikalen Lage im Grundriß ersichtlich. In der Nebenfigur ist die Nadelführung t in umgelegtem Zustand mit den Führungslöchern y zu. sehen. Im Raum ζ wird zweckmäßig die Einrichtung zum Verschluß der Schlüsselöffnungen verlegt.
Fig. 8 zeigt die Einrichtung zum Verschluß der Schlüsselöffnungen. Durch Einwurf einer Münze oder Marke bestimmten Gewichtes in die Eimvurföffnung α und Herabfallen auf Hebel D bis zum Anschlag E wird Hebel C außer Eingriff mit dem Winkelhebel B gebracht, der Knopf A aus der Wand des Automaten herausgedrückt und der Schieber G durch Hebel F derart verschoben, daß die Schlüssellöcher für die Kontrollschlüssel frei werden. Nach Herausnehmen der Ware wird Knopf A von Hand wieder hineingedrückt, wodurch die Nasen der Hebel B und C wieder in Eingriff kommen und die Platte G die Löcher wieder abschließt.
Fig. 6 zeigt in größerem Maßstabe die Anordnung der einzelnen Kontrollvorrichtungen, bestehend aus Schlüssel H mit zwei Barten (Fig. 7), den Hebelenden e (s. auch Fig. 4), je einem federnden Anschlag M, der auch zum Niederhalten der Hebelachse dienen kann, einem Schaltrad / mit Papierwalze, deren Papierstreifen L sich von einer Vorratswalze abwickelt, und einer Farbwalze K.
Der breitere Teil des geteilten Schlüsselbartes H besitzt auf der Stirnseite eine Nummer oder ein Zeichen aufgeschlagen, welche bei der Drehung des Kontrollschlüsselbartes aus seiner oberen bezeichneten Lage nach rechts herum von der Tuschwalze K Farbe entnimmt, während der schmale Teil des Bartes das Sperrad /, das auf der zugehörigen kleinen Kontrollwalzenachse sitzt, um einen Zahn weiterdreht, wobei gleichzeitig der breite Bart seine Nummer in den mitgezogenen Papierstreifen abdrückt. Dieser Papierstreifen (in Fig. 6 punktiert gezeichnet) wickelt sich in bekannter Weise von einer Vorratswalze N auf die Kontrollwalze aus Gummi ab. Nach dem Passieren der Gummiwalze gelangt der Schlüsselbart im Weiterdrehen von unten an das Hebelende e der Schalthebel, hebt dieses an, wodurch der betreffende Klappdeckel des Faches zum Herabfallen gebracht wird. Bei Weiterdrehen des Schlüssels wird noch Feder M angehoben, welche nach Passieren der Höchstlage des Schlüsselbartes eine Rückdrehung desselben verhindert. Die Fig. 6 zeigt die versetzte Ubereinanderlegung der Schlüsselöffnungen, welche derart getroffen ist, daß eine möglichste Raumersparnis erzielt wird und doch, vermöge der abwechselnd nach rechts und links abgebogenen Enden e der Hebel g (Fig. 4), die Druckstangen i für jede Vertikalreihe Fächer in eine Vertikalebene fallen.
. Diese zweiarmigen Hebel g sind um die
Punkte A drehbar, deren Lage ebenso wie jene der unteren Hebel k so gewählt ist, daß der Hub an den Hebelenden I behufs Zahnauslösung und der Hub der Stangen i zur Markierung der gemeinschaftlichen Kontrollwalze überall derselbe ist. Die Hebel k und g sind beispielsweise in Fig. 4 durch Federn und Zugstangen ο in der eingeklinkten Stellung erhalten. Statt dieser Federn können zweckmäßigerweise auch
ίο Federn M (Fig. 6) angeordnet werden, welche auf die Hebelenden e drücken und zugleich als federnde Anschläge für die Schlüsselbärte der Kontroll Vorrichtungen dienen.
Beim Anheben der Tasthebel behufs Beschickens werden gleichfalls an der gemeinschaftlichen Kontrollwalze Markierungspunkte abgegeben, die aber alle nahezu in einer Linie Hegen. Die. einzelnen Kontrollvorrichtungen dagegen bleiben unberührt.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Selbstverkäufer für Konsumwaren zur Verausgabung von Weißgebäck, Fleisch u. dgl. mit einer Reihe nebeneinander und übereinander liegender, durch Schlüssel zu öffnender Warenfächer, dadurch gekennzeichnet, daß durch Einwurf einer Münze ein Schieber (G) die Schlüssellöcher für.die Einführung eines. Kontrollschlüssels freigibt, der bei seiner Umdrehung in an sich bekannter Weise eine Ziffer auf einen Streifen, abdrückt und einen, den Fachdeckel freigebenden Tasthebel (g) anhebt, der in gleichfalls bekannter Weise mittels einer Stichnadel einen Eindruck auf einer durch ein Uhrwerk angetriebenen Kontrollwalze (U) bewirkt, so daß.sowohl die Type des Schlüssels als auch. der Zeitpunkt der
    Schlüsseleinführung durch die zwei Kontrollvorrichtungen erkennbar sind.
  2. 2. Selbstverkäufer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für jede Vertikalreihe der Fächer ein übereinander angeordnetes doppeltes System von zweiarmigen, verschieden langen Hebeln (g, k) vorhanden ist, deren rückwärtige Enden mit Druckstangen (i) verbunden sind, welche in einer Vertikalebene liegen, so daß die oberen Hebel (g) an ihren zweckmäßig verbreiterten Vorderenden (e) von den Kontrollschlüsseln angehoben werden, während die unteren (k) die, Knaggenauslösung der Fachdeckel bewirken.
  3. 3. Selbstverkäufer nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stichnadelbewegung für die gemeinschaftliche Zeit-
    *'kontrollwalze (U) durch an den vertikalen Verbindungsstangen (i) angreifende Winkelhebel (r) bewirkt wird, die sich in horizontalen Ebenen bewegen, so daß alle Nadeln ihre Zeichen auf eine horizontale gemeinschaftliche Papierwalze übertragen, wobei zweckmäßig behufs Raumersparnis die Nadelführung (t) mit versetzten Führungsfächern ausgeführt wird.
  4. 4. Selbstverkäufer nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des Schiebers (G) zum Schließen der Schlüssellöcher durch Eindrücken eines aus der Stirnwand des Kastens vortretenden Druckknopfes (A) unter gleichzeitigem Anheben eines Fallgewichtes erfolgt, das durch den Einwurf einer Münze in an sich bekannter Weise ausgelöst wird und dann die Freigabebewegung des Verschlußschiebers (G) bewirkt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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