DE247102C - - Google Patents

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DE247102C
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    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/58Material containing hydroxyl groups
    • D06P3/60Natural or regenerated cellulose
    • D06P3/64Natural or regenerated cellulose using mordant dyes or metallisable dyes
    • DTEXTILES; PAPER
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  • Textile Engineering (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■— M 247102 KLASSE 8 m. GRUPPE
Es wurde gefunden, daß Nickeloxydulbzw. Nickelhydroxydulverbindungen die Fähigkeit besitzen, die Aufnahmefähigkeit der pflanzlichen Faser für direkte Farbstoffe, und zwar auch solche, welche gegenüber den üblichen Metallbeizen sich nicht wie Beizenfarbstoffe verhalten, ferner auch für Schwefelfarbstoffe und Säurefarbstoffe derart zu erhöhen, daß diese Farbstoffe die mit Nickeloxydulverbin-. ίο düngen imprägnierte Faser bedeutend stärker als nicht präparierte Faser anfärben.
Es muß diese Beobachtung um so mehr überraschen, als die Oxydulverbindungen der meisten Metalle, so z. B. von Kupfer, Cer, Zink usw., ja sogar das dem Nickel in seinem chemischen Verhalten so nahestehende Kobalt, direkten Farbstoffen gegenüber ein geradezu entgegengesetztes Verhalten zeigen, insofern sie die Aufnahmefähigkeit der Faser gegenüber der Mehrzahl dieser Farbstoffe ziemlich stark herabsetzen und nur gegenüber solchen substantiven Farbstoffen erhöhen, welchen infolge ihrer chemischen Konstitution ausgesprochener Beizencharakter zukommt.
Diese starke Erhöhung des Zieh Vermögens, welche die pflanzliche Faser unter der Einwirkung von Nickeloxydulverbindungen gewinnt, läßt sich mit größtem Vorteile zur Herstellung von zwei- und mehrfarbigen Effekten in Gespinsten und Geweben verwerten. Verfertigt man nämlich ein Gespinst oder Gewebe durch Verweben unbehandelter oder gefärbter Fasern, z. B. von Baumwolle, mit solchen Fasern, auf welchen Nickeloxydulverbindungen niedergeschlagen wurden, und färbt das so erhaltene Gespinst oder Gewebe aus, so erzielt man mit Direktfarbstoffen der verschiedensten Zusammensetzung — aber auch mit Schwefel- und Säurefarbstoffen — Ausfärbungen in hell und dunkel, indem sich die nickelgebeizte Faser unverhältnismäßig stärker anfärbt als die unbehandelte Faser. Durch die Auswahl der Farbstoffe und die Zusammensetzung des Farbbades einerseits und nachfolgende Reinigungsbäder andererseits kann man den Färbeeffekt so weit treiben, daß der Farbstoff fast nur auf der mit Nickel gebeizten Faser haftet und die ungeheizte Faser ungefärbt oder in ihrer ursprünglichen Farbe erscheint. .
Es liegt auf der Hand, daß man die Mannigfaltigkeit der nach diesem Verfahren erreichbaren Bunteffekte durch Verbindung mit dem in dem Patent 24146g, betreffend »Verfahren zur Veränderung der Aufnahmefähigkeit von Textilfasern für Farbstoffe«, beschriebenen Verfahren noch erheblich steigern kann, indem man nickelgebeiztes Garn sowohl mit unpräpariertem Garn als auch mit Garn, auf welchem Ceroxyde niedergeschlagen sind, verwebt, dieses Gewebe ausfärbt und schließlich in der aus der genannten Patentbeschreibung ersichtlichen Weise nachbehandelt.
Das Beizen mit Nickel geschieht am zweckmäßigsten in der Weise, daß man die Faser mit einem löslichen Nickelsalz imprägniert und trocknet, Sie dann durch ein stark alkalisches Bad hindurchnimmt und hierauf spült.
Das Niederschlagen der Nickelbeize auf der Faser kann auch in der Weise erfolgen, daß man ammoniakalische Lösungen von Nickelverbindungen aufbringt und die Befestigung
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durch Verdampfen des Ammoniaks beim Trocknen bewirkt.
Das Aufbringen der Nickelsalze kann auch durch Aufdruck verdickter Lösungen und nachfolgende alkalische Fixierung bewirkt werden, wodurch eine örtliche Veränderung in der Aufnahmefähigkeit der Gespinste und Gewebe erzielt wird.
Die gewerbliche Bedeutung des Verfahrens
ίο liegt darin, daß man Waren, welche ungebeizte und mit Nickeloxydulverbindungen gebeizte Fasern enthalten, im Rohzustande auf Lager legen kann und sie einlaufenden Aufträgen entsprechend in jeder beliebigen Farbe in Mehrfarbeneffekten auszufärben vermag.
Im folgenden soll die Eignung des neuen Verfahrens zur Erzielung von Mehrfarbeneffekten durch Beispiele erläutert werden, ohne damit sein Anwendungsgebiet auf die angeführten Beispiele zu beschränken.
Beispiele:
i. Baumwollgarn wird mit einer verdünnten Lösung eines Nickelsalzes imprägniert, nach dem Trocknen durch ein alkalisches Bad hindurchgenommen, gespült, getrocknet und schließlich mit unpräpariertem Garne verwebt. Durch Überfärben dieses Gewebes mit einem direkten oder einem Schwefelfarbstoff erzielt man direkt prächtige zweifarbene Effekte. Durch geeignete Auswahl der Farbstoffe und geeignete Zusammensetzung des Farbbades — Färben in stark alkalischem Bade ohne Salzzusatz
bei großem Flottenverhältnis — kann man den Färbeeffekt so weit treiben, daß der Färb- 35 stoff fast nur auf der nickelgebeizten Faser haftet und die ungebeizte Faser ungefärbt erscheint.
2. Baumwollgarn wird wie in Beispiel 1 beschrieben mit Nickeloxydulverbindungen präpariert und mit gefärbtem Garne verwebt. Wird dieses Gewebe hierauf mit einem direkten oder einem Schwefelfarbstoff unter solchen Bedingungen ausgefärbt, daß der Farbstoff fast vollkommen auf der nickelgebeizten Faser aufzieht und die ungebeizte Faser in ihrer ursprünglichen Farbe erscheint, so erzielt man auf diese Weise direkt Mehrfarbeneffekte in im Stücke gefärbten Geweben.
3. Ein Gewebe, welches wie in Beispiel 1 oder 2 hergestellt ist, wird mit Säurefarbstoffen ausgefärbt. Da die genannten Farbstoffe nur auf der nickelgebeizten Faser aufziehen, erzielt man ebenfalls Mehrfarbeneffekte.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Herstellung von Mehrfarbeneffekten, dadurch gekennzeichnet, daß man Gespinste und Gewebe, welche mit Nickeloxydul Verbindungen gebeizte neben unbehandelten, gefärbten oder ungefärbten Fasern enthalten, mit solchen direktziehenden Schwefel- oder Säurefarbstoffen ausfärbt, welche nicht gleichzeitig Beizenfarb- stoffe sind.
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DE (1) DE247102C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5646601A (en) * 1992-04-07 1997-07-08 Texas Instruments Incorporated Magnetic apparatus for actuating a reed switch and associated system

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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