DE63884C - Verfahren, mehrfarbig im Stück zu färben - Google Patents
Verfahren, mehrfarbig im Stück zu färbenInfo
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- DE63884C DE63884C DENDAT63884D DE63884DA DE63884C DE 63884 C DE63884 C DE 63884C DE NDAT63884 D DENDAT63884 D DE NDAT63884D DE 63884D A DE63884D A DE 63884DA DE 63884 C DE63884 C DE 63884C
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- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
- D06B11/00—Treatment of selected parts of textile materials, e.g. partial dyeing
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
- D06B2700/00—Treating of textile materials, e.g. bleaching, dyeing, mercerising, impregnating, washing; Fulling of fabrics
- D06B2700/04—Partial dyeing, e.g. of fabrics
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- Textile Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Patenürt im Deutschen Reiche vom 10. Dezember 1891 ab.
Um Buntgewebe herzustellen, d. h. Gewebe, deren Garne verschiedene Farben zeigen, wird
das vorher gefärbte Garn einfach verwebt, oder es wird die Eigenschaft der verschiedenen Gespirinstfasern,
Farbstoffe nicht in gleicher Weise aufzunehmen, benutzt, um Gewebe aus solchen Fasern zwei- und mehrfarbig zu färben. Nach
letzterer Methode läfst sich ein Gewebe aus Baumwolle und Wolle zweifarbig, ein solches
aus Baumwolle und Seide zweifarbig, ein Gewebe aus Baumwolle, Wolle und Seide dreifarbig
sowohl in einem Farbbade als auch in mehreren auf einander folgenden Bädern
färben.
Auch läfst sich die Eigenschaft einer Anzahl Farbstoffe, sowohl animalische als auch vegetabilische
Faser nur dann zu färben, wenn ein Lack dieser Farbstoffe gebildet wird, benutzen,
um durch Färben mit einem Farbstoff mehrfarbige Gewebe zu erhalten. Hierzu eignen sich besonders die Holz- und Alizarinfarbstoffe,
dann aber auch diejenigen Anilinfarbstoffe, welche zu ihrer Befestigung auf der betreffenden Faser einer Beize bedürfen. Wird
z. B. ein Theil des Garnes vor dem Verweben mit Eisensalzen vorgebeizt, der andere Theil
nicht, beide zusammen verwebt und in Blauholz ausgefärbt, so wird nur das vorgebeizte
Garn infolge der Bildung des Blauholzeisenlackes gefärbt; man erhält so ein zweifarbiges
Gewebe. In gleicher Weise werden durch Chrom-, Thonerde- und Zinnsalze u. s. w. die
betreffenden«Farblacke gebildet; es lassen sich
also durch Verweben von Garnen, welche mit Eisen-, Chrom-, Thonerde- und ■ Zinnsalzen
vorgebeizt sind, beim Ausfärben ,mit einem
Farbstoff vierfarbige Gewebe erzielen. Ist zugleich mit den vorgebeizten Garnen anderes
nicht vorgebeiztes Garn verwebt worden, so wird das Gewebe sogar fünffarbig.
Das neue Verfahren beruht darauf, die Garne, welche beim Färben eines Gewebes ungefärbt
bleiben sollen, mit reservirenden Mitteln zu imprägniren. Es wird dann das für die
betreffende Farbe entsprechend imprägnirte Garn zusammen mit nicht imprägnirten Garnen
verwebt und das Gewebe gefärbt. Der Theil des Garnes, der nicht mit reservirenden Mitteln
behandelt ist, zeigt nach dem Färben die Farbe, wogegen der mit der Reserve getränkte Theil
ungefärbt ist bezw. die Farbe beim Entfernen der Reserve durch Waschen u. dergl. verliert.
Es läfst sich dieses Verfahren für vegetabilische und animalische Fasern anwenden, sowohl bei
Farben, welche direct auf der Faser erzeugt werden, als auch bei solchen, welche durch
Färben mit Holz-, Alizarin- und Anilinfarbstoffen erhalten werden. Die zum Reserviren
der betreffenden Garne anzuwendenden Substanzen richten sich nach der Art der Faser,
sowie nach der Farbe, welche das Gewebe erhalten soll.
Als Beispiele seien folgende angeführt:
i. Baumwolle wird mit essigsaurem Natron, essigsaurem Kalk, Soda, Natronhydrat, Thonerdenatron, kohlensaurem Kalk, kohlensaurem Baryt, wenn nöthig unter Zusatz eines Verdickungsmittel, imprägnirt und getrocknet mit nicht imprägnirter Baumwolle zusammen verwebt. -Das Gewebe wird mit Anilinschwarzmasse geklotzt, im Oxydationskasten oder in der Hänge oxydirt, chromirt und eventuell ge-
i. Baumwolle wird mit essigsaurem Natron, essigsaurem Kalk, Soda, Natronhydrat, Thonerdenatron, kohlensaurem Kalk, kohlensaurem Baryt, wenn nöthig unter Zusatz eines Verdickungsmittel, imprägnirt und getrocknet mit nicht imprägnirter Baumwolle zusammen verwebt. -Das Gewebe wird mit Anilinschwarzmasse geklotzt, im Oxydationskasten oder in der Hänge oxydirt, chromirt und eventuell ge-
(2. Auflage, ausgegeben am S. Mär\ i8g8.)
seift. Die mit. der Reserve imprägnirte Baumwolle bleibt ungefärbt, da das Anilinschwarz
bei Gegenwart genannter Salze nicht zur Entwickelung kommt. Die nicht imprägnirte Baumwolle
wird schwarz.
2. Seide wird wie bei i. impra'gnirt, mit
nicht imprägnirter Seide zusammen verwebt und das Gewebe anilinschwarz gefärbt. Die
imprägnirte Seide bleibt ungefärbt.
3. Seide und Baumwolle werden wie bei 1.
imprägnirt, mit nicht imprägnirter Seide und Baumwolle verwebt und das Gewebe anilinschwarz
gefärbt. Die imprägnirte Seide und Baumwolle bleiben ungefärbt.
4. Wolle wird mit Zinnchlorid, essigsaurem Zinnoxydul, eventuell unter Zusatz einer Verdickung,
imprägnirt und mit nicht imprägnirter Wolle zusammen verwebt; das Gewebe wird
mit Ponceau und Essigsäure, eventuell unter Zusatz von Verdickung, geklotzt, getrocknet,
gedämpft und gewaschen. Die imprägnirte Wolle bleibt ungefärbt, die nicht imprägnirte
ist ponceau gefärbt.
5. Seide wird mit essigsaurem Zinnoxydul imprägnirt und mit nicht imprägnirter Seide
zusammen verwebt. Das Gewebe wird mit Ponceau und Essigsäure, eventuell unter Zusatz
von Verdickung, geklotzt, gedämpft und gewaschen. Die imprägnirte Seide ist ungefärbt,
die nicht imprägnirte Seide ist ponceau gefärbt.
6. Seide und Baumwolle werden mit saurem schwefelsauren Natron, Traubenzucker, essigsaurem
Zinnoxydul, Zinkstaub (eventuell unter Zusatz von China-Clay, Fett, Wachs und
Stärkeverdickung) imprägnirt und mit nicht imprägnirter Seide und Baumwolle verwebt. Das
Gewebe wird mit einer Violettlösung bei Gegenwart von Tannin und Essigsäure, sowie
Verdickung geklotzt, getrocknet, gedämpft und gewaschen. Die imprägnirten Fasern sind nicht
gefärbt, die nicht imprägnirten sind violett gefärbt.
Man kann sowohl ungefärbte als auch gefärbte Garne imprägniren und so mehrfarbige
Gewebe erhalten. Wird z. B. weifses, rothes und gelbes Garn imprägnirt, mit nicht imprägnirtein
Garn verwebt und das Gewebe schwarz gefärbt, so erhält man ein vierfarbiges Gewebe.
Die so erhaltenen · mehrfarbigen Gewebe lassen sich nach dem Färben auch noch nach
gewöhnlicher Methode überfärben.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren, Gewebe aus vegetabilischen und animalischen Gespinnstfasern mehrfarbig im Stück zu färben, gekennzeichnet durch das Reserviren eines Theiles der Garne vor dem Verweben und nachfolgendes Färben.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE63884C true DE63884C (de) |
Family
ID=337784
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT63884D Expired - Lifetime DE63884C (de) | Verfahren, mehrfarbig im Stück zu färben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE63884C (de) |
-
0
- DE DENDAT63884D patent/DE63884C/de not_active Expired - Lifetime
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