DE246991C - - Google Patents

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DE246991C
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B13/00Burglar, theft or intruder alarms
    • G08B13/02Mechanical actuation
    • G08B13/14Mechanical actuation by lifting or attempted removal of hand-portable articles
    • G08B13/149Mechanical actuation by lifting or attempted removal of hand-portable articles with electric, magnetic, capacitive switch actuation

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Coating Apparatus (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
REiCHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
— JKi .246991 ~ KLASSE 74«. GRUPPE
JOSEPH PALLWEBER in MANNHEIM.
Alarmapparat für tragbare Kassetten und ähnliche Behälter.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Januar 1911 ab.
Es sind tragbare Behälter für Geld und Wertsachen bekannt, die zur Sicherung gegen unbefugtes Forttragen mit einem aus einem elektrischen Läutewerk, einem Trockenelement und einer Stromschlußvorrichtung bestehenden Alarmapparat versehen sind, der beim Anheben des Behälters von oder Verschieben desselben auf seiner Unterlage in Tätigkeit tritt. Ferner ist ein solcher Alarmapparat bekannt,
ίο bei dem an einer Feder der Stromschlußvorrichtung ein durch ein Loch des Behälterbodens hindurchragender Stift pendelnd aufgehängt ist, der beim Verschieben des Behälters auf seiner Unterlage sich schräg stellt und so die den Stromschluß herbeiführende Abwärtsbewegung der Feder veranlaßt. Schließlich ist es auch bekannt, in das Loch des Behälterbodens einen Metallring einzusetzen, der wie der durch ihn hindurchragende, pendelnde Stift ein Stromschlußstück bildet, so daß auch , dann, wenn die Abwärtsbewegung der den Stift tragenden Feder, z. B. ■ durch einen in das Bodenloch eingeführten Draht, verhindert ist, der Stromschluß herbeigeführt wird, und zwar dadurch, daß der Stift, indem er sich beim Verschieben des Behälters schräg stellt oder bei dessen Anheben hin .und her pendelt, mit dem erwähnten Ring in Berührung kommt, oder sogar schon dadurch, daß dieser Ring mit dem Stift oder der diesen tragenden Feder durch den eingeführten Draht leitend verbunden wird.
Gemäß der Erfindung ist nun der Metallring im Bodenloch verschiebbar angeordnet, so daß er beim Aufsetzen des Behälters auf eine Unterlage durch diese, der Wirkung von Federn entgegen, aufwärts und beim Anheben des Behälters durch die Feder abwärts gedrückt wird, und daß bei letzterer Bewegung sein unterer Rand über den Behälterboden hervortritt. Dadurch wird es unmöglich gemacht, ein dünnes Blech o. dgl. so weit zwischen den Behälter und seine Unterlage einzuschieben, daß mittels des Bleches die den Stromschluß herbeiführende Bewegung des Stiftes verhindert werden könnte.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar durch Fig. 1 in Seiten- und durch Fig. 2 in' Oberansicht.
Auf einem Brettchen 1, das in die Kassette eingesetzt und an deren Boden 2 befestigt wird, ist ein galvanisches Trockenelement 3 und ein elektrisches Läutewerk 4 angebracht, und zwar ersteres leicht abnehmbar, letzteres dagegen fest. Die Polfedern 5 und 6 des Elementes 3 liegen an Klemmen 7 und 8 an, die ebenfalls auf dem Brettchen 1 sitzen. Die Klemme 7 ist durch ein Plättchen 9 und einen Leitungsdraht 10 mit einer Klemme 11 verbunden, die isoliert auf der Grundplatte 12 des Läutewerkes 4 sitzt und die Stellschraube 13 des Selbstunterbrechers des Läutewerkes trägt. Die Magnetwickelung des letzteren ist einerseits bei 14 mit der Grundplatte 12 und anderseits bei 15 mit einer auf einer Erhöhung 16 des Brettchens 1 befestigten Flachfeder 17 und weiter durch einen Draht 18 mit einem auf dem Brettchen ι sitzenden Stift 19 verbunden.
Die Klemme 8 steht ebenfalls durch ein Plättchen 20 und einen Draht 21 mit einer
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neben der Feder 17 auf der Erhöhung 16 befestigten zweiten Flachfeder 22 in Verbindung. Das abwärts gebogene freie Ende dieser Feder ruht bei der gezeichneten Stellung auf dem Flansch 23 eines Metallringes 24. Auf genanntem Flansch ruhen ferner die freien Enden dreier weiterer Flachfedern 25, 26 und 27, die andererseits auf dem Brettchen 1 befestigt sind. Diese Federn haben das Bestreben, den Ring 24 mit seinem Flansch 23 in der gezeichneten Stellung zu halten, bei welcher der Flansch auf dem Brettchen 1 aufliegt und ein unten an dem Ring 24 befestigter, lose in einer Bohrung des Brettchens sitzender zweiter Metallring 28 ein wenig über den Boden 2 der Kassette hinausragt.
Am freien Ende der Feder 17 ist über und gleichachsig -zu den Ringen 24 und 28 eine Kapsel 29 befestigt und mittels einer Steliao schraube 30 ein Stift 31 pendelnd aufgehängt, welch letzterer bei der gezeichneten Stellung der Feder mit seinem breiten Kopfe 32 noch ein wenig über die Unterkante des Ringes 28 hinausragt, während die Kapsel 29 auf dem Flansch 23 des Ringes 24 aufsitzt.
Auf dem Brettchen 1 sind ferner ein gekröpfter Drahthebel 33 in einer Nut eines an dem Brettchen angeschraubten Plättchens 34 und zwei gerade, zweiarmige Hebel 35 und 36 um die in dem Brettchen 1 sitzenden Zapfen 37 und 38 drehbar gelagert. An dem Hebel 35 greift eine Schraubenfeder 39 an, die bestrebt ist, ihn in der gezeichneten Lage zu halten, und an dem Hebel 36 eine Schraubenfeder 40, die das Bestreben hat, ihn aus der gezeichneten Lage und mit dem Stift 19 in Berührung zu bringen, und die ihn außerdem mit der Feder 27 leitend verbindet. Bei der gezeichneten Stellung des Hebels 35 hält dieser auch den Hebel 36 in der gezeichneten Stellung, indem das ausgeschnittene Ende des ersteren einem am Ende des letzteren sitzenden Stift 41 im Wege liegt. Durch Drehen des Hebels 33 aus der durch ausgezogene Linien dargestellten Stellung in die durph strichpunktierte Linien angedeutete Stellung können die freien Enden der Federn 17 und 22, die unten je ein Plättchen 42 aus Isoliermaterial tragen, gehoben werden, so daß die Kapsel 29 und die Feder 22 außer Berührung mit dem Flansch 23 kommen, und gleichzeitig kann der Hebel 36 in der gezeichneten Stellung dauernd festgelegt werden, indem das innere Ende des Hebels 33 sich an ein auf dem Hebel 36 sitzendes Stückchen 43 von Isoliermaterial anlegt.
Befinden sich alle Teile des Apparates in den durch ausgezogene Linien dargestellten Stellungen, so ist der Stromkreis des Elementes 3 wie folgt geschlossen: Polfeder 5, Klemme 7, Plättchen 9, Draht 10, Klemme 11, Schraube 13, Anker von 4, Grundplatte 12, Schraube 14, Magnetwicklung von 4, Schraube 15, Feder 17, Kapsel 29, Flansch 23, Feder 22, Draht 21, Plättchen 20, Klemme 8, Polfeder 6, Element 3, Polfeder 5.
Wird die Kassette mit ihrem Boden 2. auf eine ebene Unterlage (z. B. eine Tischplatte) gestellt, so wird durch letztere zunächst der Stift 31, 32 mit der Feder 17 und der Kapsel 29 emporgedrückt; hierbei hebt sich die Kapsel von· dem Flansch 23 ab, wodurch der Stromkreis unterbrochen wird; alsdann werden auch die Ringe 28 und 24 und der Stift 31, 32 mit der Kapsel 29 weiter gehoben. Hebt man aber die Kassette auch nur ein wenig an, so drücken die Federn 22, 25, 26 und 27 die Ringe .24 und 28 und die Feder 17 die Kapsel 29 wieder herab; hierbei setzt sich letztere wieder auf den Flansch 23, wodurch der Stromkreis wie oben angegeben geschlossen wird. Infolgedessen tritt das Läutewerk 4 in Tätigkeit. Dasselbe tritt ein, wenn man die Kassette auf ihrer Unterlage ein wenig verschiebt; hierbei kommt nämlich der Stift 31 vermöge der Reibung seines Kopfes 32 an der Unterlage aus der ausgezogenen senkrechten Lage in die strichpunktierte schräge Lage und so sein Kopf 32 mit dem Ring 28 in. Berührung, wodurch die leitende Verbindung zwischen 17, 29 und 22; 23 ebenfalls hergestellt wird.
Schon beim ersten Anzug des Ankers schlägt der Klöppel 44 an einen am Hebel 35 sitzenden Stift 45, wodurch dieser Hebel, der Wirkung der Feder 39 entgegen, in die durch strichpunktierte Linien angedeutete Stellung gebracht wird; hierbei geht sein Ende dem Stift 41 aus dem Wege, so daß die Feder 40 den Hebel 36 ebenfalls in die strichpunktierte Stellung bringt; der Stift 41 tritt hierbei vor die äußere Längskante des Hebels 35 und verhindert so dessen Rückgang in die ausgezogene Stellung, während der Hebel 36 durch die Feder 40 in der strichpunktierten Stellung festgehalten wird. Bei dieser Stellung liegt das andere Ende des Hebels 36 an dem Stift 19 an, so daß der Stromkreis auch wie folgt geschlossen ist: 5, y, 9, 10, 11, 13, 12, 14, 4, 15, 18, 19, 36, 40, 27, 23, 22, 21, 20, 8, 6, 3, 5, Das Läutewerk 4 bleibt daher auch dann in Tätigkeit, wenn man die Kassette sofort nach dem Anheben oder Verschieben wieder aufstellt oder an ihren früheren Platz zurückschiebt oder den Stift 31, 32 z. B. "mit dem Finger empordrückt.
Das Läutewerk, dessen,Klöppel 44 an eine Glockenschale oder an die metallene Hinterwand der Kassette schlagen kann, beginnt also bei jeglichem Versuch, die Kassette wegzunehmen, sofort zu läuten/und läutet un.-i unterbrochen, bis die Kassette, die mit einem
Sicherheitsschloß bekannter Art versehen ist, mittels des zugehörigen Schlüssels geöffnet und die beiden oben angegebenen Stromkreise von innen unterbrochen werden. Letzteres geschieht in der Weise, daß man den Hebel 33 in die strichpunktierte Stellung umlegt, wodurch die Federn 17 und 22 gehoben werden und der Hebel 36 in die ausgezogene Stellung zurückgebracht wird; hierbei kommen sowohl die Feder 22 und die Kapsel 29 mit dem Flansch 23 als auch der Hebel 36 mit dem Stift 19 außer Berührung. Beim Rückgang des Hebels 36 gibt sein Stift 41 den Hebel 35 wieder frei, so daß auch letzterer durch die Feder 39 in die ausgezogene Stellung zurückgezogen wird.
Wie schon erwähnt, wird beim geringsten . Anheben der Kassette der Ring 28 durch die Federn 22, 25, 26 und 27 in die gezeichnete Stellung gebracht, wobei sein unterer Rand aus dem Boden 2 der Kassette heraustritt; es ist daher unmöglich, ein dünnes Blech o. dgl.
so weit zwischen die Kassette und ihre Unterlage einzuschieben, daß mittels dieses Bleches die den Stromschluß herbeiführende 25 Bewegung des Stiftes 31, 32 verhindert werden könnte.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Alarmapparat für tragbare Kassetten und ähnliche Behälter mit einem an einer Feder der Stromschlußvorrichtung pendelnd aufgehängten, durch ein Loch des Kassettenbodens hindurchragenden Stift und einem im Bodenloch sitzenden, wie der Stift ein Stromschlußstück bildenden Metallring, dadurch gekennzeichnet, daß dieser Ring im Bodenloch verschiebbar ist und beim geringsten Anheben der Kassette durch Federn niedergedrückt wird, wobei sein unterer Rand über den Kassettenboden hervortritt und so. das Unterschieben eines Bleches o. dgl. verhindert.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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