DE246010C - - Google Patents

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DE246010C
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DENDAT246010D
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D79/00Combined heel-pressing and nailing machines

Landscapes

  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Λ! 246010 -KLASSE 71c. GRUPPE
V. St. A.
Maschine zum Vorstechen von Absätzen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. Juli 1911 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Maschinen zum Vorstechen von Absätzen, in welche später die Befestigungsnägel eingesetzt werden. Bei dieser Arbeit ist es wesentlich, daß die Werkstücke genau gegenüber den Vorstechahlen eingestellt und in dieser Stellung während der Einstechbewegung unverrückbar gehalten werden. Dies wird gemäß der vorliegenden Erfindung durch einen an der einen
ίο Preßplatte angebrachten Sporn erreicht. Diese Einstellung ist besonders schwierig, wenn keilförmige Absätze vorgestochen werden sollen, die beim Zusammenpressen zu seitlichen Verschiebungen neigen. Auch hier schafft die Erfindung Abhilfe.
Des weiteren wird gemäß der Erfindung die Lagerung des Werkstückes in der Maschine verbessert, so daß die Vorstechahlen in schräger Richtung in den Absatz eingestochen werden können, wie es für die Befestigung hoher Absätze zweckmäßig ist. Die Ahlen sind zu diesem Zweck so angeordnet, daß sie ihre Winkellage ändern können ohne die Gefahr der Verbiegung oder des Bruches.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. ι ist eine Seitenansicht, Fig. 2 ein teilweiser Grundriß, Fig. 3 ein senkrechter Schnitt nach Linie 3-3 der Fig. 2; Fig. 4 ist ein Querschnitt nach Linie 4-4 der Fig. 1; Fig. 5 bis 9 zeigen Einzeldarstellungen im Schaubild.
Am Maschinengestell 10 bis 12 ist die Hauptwelle 14 gelagert, welche durch Riemenscheibe 16 angetrieben wird und durch Zahnräder 18 bis 22 die Kurbelwelle 24 treibt. Ein Handrad 20 gestattet eine Drehung der Welle 14 mit der Hand. · Die Kurbelwelle 24 treibt durch die Kurbelstange 30 einen Schlitten 26 in Führungen 28 hin und her.
Der Schlitten 26 ist mit einem Auge 32 versehen, durch den die Spindel 34 eines Druckkolbens 36 hindurchgeführt ist. Durch Schraubenmuttern 37 kann die Spindel 34 und damit der Druckkolben gegenüber dem Schlitten 26 eingestellt und gesichert werden, entsprechend der Werkstückhöhe.
Die zweckmäßigste Anordnung des Druckkolbens ist aus Fig. 2 und 3 ersichtlich. Ein Stempel .38 für den Absatzsitz hat an der Tragfläche die entsprechende Form und ist hinten kreisförmig ausgebildet (s. Fig. 3) und mit einer Rippe 40 versehen, welche in eine Nut des Druckkolbens 36 einfaßt. Der Kolben 36 ist gespalten und wird durch Schrauben 42 zusammengezogen, um die Rippe 40 und damit den Stempel festzustellen, nachdem er die gewünschte Winkeleinstellung erfahren hat.
Am Maschinen tisch 10 ist nahe dem linken Ende eine Konsole 44 durch Schrauben 46 befestigt (s. Fig. 1 und 2). Die Vorderfläche dieser Konsole ist mit einer Schwalbenschwanzführung versehen, um die Ahlentreibplatte 48 aufzunehmen, an der ein Satz Ahlen 50 angebracht ist. Um die Ahlen zu führen und den vorgestochenen Absatz von ihnen abzustreifen, dient eine Schablone 52. Die Konsole 44 ist mit Lagern versehen, in denen
Stangen 54 sich der Länge nach verschieben können. Diese tragen an den Enden einen Rahmen 56, 58. Die obere Spreize 58 dieses Rahmens ist in der Mitte mit einem Ausschnitt versehen, in welchen der verjüngte Teil 60 einer Einstellschraube 62 faßt. Das untere Ende dieser Schraube greift in die Schablone 52 ein. Eine Gegenmutter 64 sichert die Einstellung der Schablone in senkrechter Richtung.
Um die Stangen 54 sind Druckfedern 66 herumgewunden, welche die Stangen und damit die Schablone so weit nach vorwärts drücken, wie ein Anschlag 70 erlaubt. Vermöge dieser Anordnung hat die Schablone unter gewöhnlichen Umständen die in Fig. 3 dargestellte Lage, kann aber beim Andrücken des Werkstückes 72 nachgeben und kehrt dann beim Aufhören des Druckes in die gewöhnliche Lage zurück, wobei das Werkstück von den Ahlen abgestreift wird. Dabei bleibt das Werkstück stets unter dem Druck der Federn 66, so daß sich die einzelnen Absatzflecke nicht voneinander lösen können. Wenn die Löcher im Absatz schräg eingestochen werden sollen, so sind auch die Löcher der Schablone 52 schräg, und dies macht eine besondere Anordnung der Ahlenbefestigung notwendig.
Die Ahlentreibplatte 48 ist mit einem Block 74 verbunden, der mit einer Aussparung 76 (Fig. 6) versehen ist. Die hinteren Enden der Ahlen haben kugelförmige, in diese Aussparung eintretende Köpfe 80 und werden durch eine Platte 78 gehalten. Die Platte hat für den Durchgang der Ahlen Schlitze 82, welche sich in der Richtung erstrecken, in welcher die Ahlen abgelenkt werden sollen. Fig. 6 zeigt die Schlitze von der Mitte des Satzes radial auswärts gerichtet, so daß die Ahlen nach auswärts abweichen können. Infolge der Kugelgestalt der Köpfe können die Ahlen leicht nach außen sich bewegen.
Bei der in Fig. 5 dargestellten, etwas abweichenden Ausführungsform ist statt einer einzigen Aussparung 76 im Block 74 eine Mehrzahl von Aussparungen oder Kammern 84 angewandt, nämlich eine für jede einzelne Ahle. Damit das Werkstück rasch und genau in die Arbeitslage gebracht werden kann, dient folgende Vorrichtung: Eine Führung 86 liegt quer zur Maschine vor der Schablone 52 (vgl. Fig. 4). Ein seitlicher Vorsprung 88 des Rahmens 56 kann einen Teil der einen Seite dieser Führung bilden, während eine Platte go an der anderen Seite den anderen Teil bildet. Die Platte (vgl. Fig. 4) ragt einwärts quer über die untere Kante der Sitzfläche des Absatzes herüber, um den Absatz gegen die Schablone zu stützen und eine Verschiebung zu verhindern. In der Führung kann eine Reihe von Absätzen hintereinander angebracht werden, und bei jedem Arbeitsgang wird die Reihe vorgeschoben, so daß es nicht erforderlich ist, den beim nächsten Arbeitsgang von der Maschine erfaßten Absatz direkt zu berühren.
Die Absatzreihe in der Führung wird durch einen Hebel 92 bewegt, welcher um einen Zapfen drehbar ist und mit seinem freien Ende in die Führung hineinragt, so daß er den ersten Absatz der Reihe erfaßt. Durch geeignete Verbindungen kann der Hebel 92 in Schwingungen versetzt werden, um die Absatzreihe vorzuschieben. Zweckmäßig ist das freie Ende 96 des Hebels 92 mit dem Hauptteil des Hebels durch ein Gelenk 98 verbunden, wobei eine Feder die beiden Hebelteile in gestreckter Lage erhält, aber eine Nachgiebigkeit ermöglicht (s. Fig. 2). Als weitere Sicherheitsvorrichtung dient ein Schild 102, der von einer Stange 104 getragen wird und die Hände des Arbeiters vor dem hin und her gehenden Druckkolben schützt.
An der Platte 38 ist unter dem Mittelpunkte des Absatzes ein Sporn 7 befestigt. Dieser ist durch meißeiförmige Gestaltung eines runden Stiftes gebildet. Die abgeflachte Seite der Messerschneide ist nach der Seite hin gerichtet, nach welcher die beiden zusammenwirkenden Druckflächen zusammenlaufen, so daß die Fläche der Seitwärtsbewegung des Werkstückes infolge der Keilwirkung entgegensteht.
Ein Schieber 106 ist mit einem gegabelten Ende 108 versehen und faßt damit über die gekrümmte Endfläche des Absatzes, um ihn genau zu zentrieren. Das''obere Ende des Schiebers 106 ist mit einem Schlitz 110 versehen, so daß eine senkrechte Einstellung in ein Joch 112 mittels Schraube und Handrad 114 möglich ist. Schraube und Handrad 114 werden von einem Kolben 116 getragen, der durch eine Feder 118 abwärts gedrückt wird. Um genaue seitliche Einstellung des Werkstückes gegenüber den Ahlen zu ermöglichen, ist der gegabelte untere Teil des Schiebers durch eine Schraube und einen wagerechten Schlitz mit dem oberen Teil verbunden (siehe Fig. 4 und 8). Infolgedessen kann der Schieber auch entsprechend unsymmetrischen Ab- no satzformen verstellt werden.
Um das Einstellen von Absätzen und die genaue Zentrierung gegenüber den Vorstechvorrichtungen zu erleichtern, wird der Schieber 106 selbsttätig auf- und abwärts bewegt, so daß er das Werkstück beim Vorstechen erfaßt und nach dem Vorstechen freigibt. Zu diesem Zweck ist das Joch 112 mittels Arme 122 an einer Welle 124 angebracht, welche in Vorsprüngen 126 gelagert ist und mit einem abwärts gerichteten Arm 128 versehen ist. Dieser faßt am unteren Ende mit einer Rolle
130 gegen eine Keilfläche 132, die der Länge nach verschiebbar ist. Eine Feder 134 hält die Rolle in Berührung mit der .Keilfläche. Die Keilfläche 132 ist mittels einer Stange 136 mit dem oberen Ende der vorderen Verlängerung des Schiebers 26 verbunden (s. Fig. 3). Die Stange 136 ist durch . das aufwärts geführte Ende des Schiebers frei hindurchgeführt und wird von einer Feder 142 umgeben, die zwischen das Ende 138 und einen Kragen 140 eingeschaltet ist. Ein einstellbarer Kragen 144 auf der Stange 136 bewirkt, daß der Schlitten 126 die Keilfläche zwangläufig in der Richtung verschiebt, in welcher der Schieber 106 angehoben wird, während die Bewegung in umgekehrter Richtung elastisch erfolgt.
Der Teil 146 der Führung 86, welcher der Schablone benachbart liegt, hat solche Winkelstellung gegenüber der Schablone, wie ent-
ao sprechend der Schräglage der Lauffläche notwendig ist. Damit die Einstellvorrichtung 106, 108 alle Werkstücke ohne Rücksicht auf ihre Größe so einstellt, daß derselbe Abstand von der hintersten Ahle des Satzes beibehalten wird, soll bei der gewöhnlichen Arbeit der Maschine- die Feder 118 nicht nachgeben. Ein Teil der Führung 86 ist zweckmäßig so konstruiert, wie aus Fig. 3 und 7 ersichtlich ist. Eine Platte 148, welche dieselbe Gestalt wie der obere Teil der Führung besitzt, ist auf einer flachen Feder 150 angebracht, welche z. B. durch Schrauben 152 an einem festen Teil 154 der Führung angebracht ist. Infolgedessen kann der Führungsteil 148 in senkrechter Richtung nachgeben. Federn 156 helfen den Teil 148 tragen. Die Feder 118 ist so steif gegenüber den Federn 150 und 156, daß unter gewöhnlichen Umständen der Führungsteil 148 beim Andrücken des Werkstückes nachgibt und nur, wenn ungewöhnlicher Widerstand eintritt, eine Durchbiegung der Feder 118 erfolgt, um Bruch der Maschine zu verhindern. Die Wirkung der Maschine ist aus dem Vorstehenden schon ersichtlich.
Eine Reihe von Absatzwerkstücken wird in der Führung 86 (vgl. Fig. 4) angeordnet, und darauf wird der Schlitten 26 gegen die Ahlen vorgeschoben. Das Ende 138 des Schlittens drückt infolge des Keilschubes 132, 130 den Schlitten 106 und die Gabel 108 abwärts, wodurch das Werkstück zentriert und festgeklemmt wird, wobei der Führungsteil 148 so weit nachgibt, daß die hintere gekrümmte Fläche des Werkstückes die richtige Lage gegenüber der hintersten Ahle einnimmt. Bei fortgesetzter Bewegung des Schlittens 26 trifft die Messerkante 8 des Spornes 7 gegen die Sitzfläche des Absatzes und preßt das Werkstück fest gegen die schräge Fläche der Schablone und dringt dann in das Werkstück ein, so daß jede Querbewegung des Werkstückes verhindert ist.
Die Wirkung des Spornes 7 verhindert auch, daß die schräge Fläche des Druckkolbens das Werkstück von der Platte 28 abhebt. Wenn die Ahlen schräg stehen, verschieben sie sich seitlich in den Schlitzen 82 der Deckplatte 78. Wenn der Schlitten 26 und demzufolge der Druckkolben und der Stempel zurückkehren, wird das Werkstück unter dem Druck der Federn 66 zwischen der Schablone 52 und dem Stempel erhalten, bis das Werkstück vollständig von den Ahlen abgestreift ist. Die Gabel 108 wird zwangläufig angehoben, und darauf wird das Werkstück ausgestoßen, um durch das nächste ersetzt zu werden.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Maschine zum Vorstechen von Ab-Sätzen, dadurch gekennzeichnet, daß an einem der das Werkstück zusammenpressenden Teile ein Sporn (7) angeordnet ist, der in das Werkstück eintritt und Querbewegungen verhindert, selbst wenn die gegen das Werkstück wirkenden Flächen einen Winkel einschließen.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkstück, während es von den Ahlen abgestreift wird, unter dem Druck von Federn (66) erhalten wird.
3. Maschine nach Anspruch 1, bei welcher die Ahlen quer zu ihrer Achse beweglich sind, um das Vorstechen schräger Löcher zu gestatten.
4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Querbewegung der Ahlen durch eine ausgesparte Treibplatte (74, 76) ermöglicht wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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