DE245604C - - Google Patents
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- DE245604C DE245604C DE1910245604D DE245604DA DE245604C DE 245604 C DE245604 C DE 245604C DE 1910245604 D DE1910245604 D DE 1910245604D DE 245604D A DE245604D A DE 245604DA DE 245604 C DE245604 C DE 245604C
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- DE
- Germany
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- steering
- edge
- car
- wheel
- spring
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- Expired
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- 230000000694 effects Effects 0.000 claims description 3
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 claims 1
- 230000003137 locomotive effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A63—SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
- A63H—TOYS, e.g. TOPS, DOLLS, HOOPS OR BUILDING BLOCKS
- A63H29/00—Drive mechanisms for toys in general
- A63H29/02—Clockwork mechanisms
- A63H29/06—Other elements therefor
Landscapes
- Toys (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 77/. GRUPPE
WILHELM SADTLER in HOMBURG v. d. H. Lenkvorrichtung für Fahrspielzeuge u. dgl.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Juni 1910 ab.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Lenkvorrichtung für Spielzeugwaren,
Autos, Lokomotiven, Dampfschiffe, auch für auf Rollen oder Walzen laufende Figuren u. dgl.,
welche gestattet, das betreffende Spielzeug am Rande eines Tisches oder einer anderen Fläche
herumlaufen zu lassen und an den Ecken des Tisches selbsttätig herumzulenken. Zu diesem
Zweck ist an dem Spielzeug ein drehbarer
ίο Arm angeordnet, der beispielsweise mit einer
Führungsrolle oder mit seinem umgebogenen glatten Ende außen an der Tischkante entlang
läuft. Dieser Arm steht mit dem Vorderrad bzw. der vorderen Achse des Spielzeugs in
Verbindung und dreht dieses Rad unter dem Einfluß einer Feder oder einer Gummischnur
oder eines Gewichts usw., wenn an der Ecke des Tisches der Führungsarm freigegeben wird.
Es erfolgt dadurch das selbsttätige Umlenken des Fahrzeugs um die Tischecke. Zweckmäßig
wird dabei ein Wagen o. dgl. benutzt, dessen Triebwerk nur eine verhältnismäßig langsame
Vorwärtsbewegung bewirkt.
Die beiliegende Zeichnung zeigt die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel, und zwar
ist Fig. ι eine Seitenansicht und Fig. 2 ein Grundriß eines Wagens mit einer solchen Lenkvorrichtung
in verschiedenen Stellungen, wobei der Oberteil des Wagens abgenommen ist.
Der Wagen ϊ wird in bekannter Weise durch eine Feder 2 mit genügender Übersetzung 3
angetrieben, und zwar wird zweckmäßig nur das eine (4) an der Tischkante laufende der
Hinterräder angetrieben, während das andere Hinterrad (5) leer mitläuft. Hinten kann in
bekannter Weise ein Geschwindigkeitsregulator, 45
etwa in Gestalt eines Fliehkraftpendels 6, vorgesehen sein, welches durch Gegenschlagen
gegen eine Platte oder Glocke 7 die Geschwindigkeit verringert. Ein entsprechendes Räderwerk
8 überträgt die Drehung auf das Pendel 6.
Vorn besitzt der Wagen nur ein einziges Rad 9, welches um. eine senkrechte Achse
drehbar ist, die oben mit dem Steuerrad 10 verbunden sein kann'. Diese senkrechte Achse
trägt einen Arm 11, der mit einer Rolle 12
außen an der Kante 13 des Tisches läuft. Dadurch wird das Vorderrad 9 so gestellt, daß
der Wagen geradeaus läuft.
Kommt der Wagen an eine Tischecke, so wird dadurch die vorauslaufende Führungsrolle
12 frei und der Arm 11 kann sich unter der
Wirkung einer Feder 14 drehen, so daß das Vorderrad 9 in eine Schrägstellung kommt
(siehe Fig. 2 oben) und der Wagen infolgedessen vor der Ecke herumgelenkt wird. Bei
dieser Schwenkbewegung schlägt die Führungsrolle 12 wieder an die folgende Tischkante an
und stellt dadurch bei Weiterbewegung des Fahrzeugs das Vorderrad 9 wieder gerade, so
daß der Wagen jetzt an dieser Kante weiter entlang läuft bis zur nächsten Ecke, wo das
Lenken wieder eintritt.
Es ist noch ein Anschlagstift 15 an der Unterseite des Wagens vorgesehen, gegen welchen
sich der Arm 11 bzw. ein an ihm sitzender Hebel legt, wodurch die Schwenkbewegung
begrenzt wird.
Die Kraft der Feder 14, welche die Rolle 12 der Stange 11 gegen die Tischkante andrückt,
darf nicht so groß sein, daß sie durch
55
6ο
65
7ο
ihren auf den Befestigungspunkt am Fahrgestell ausgeübten Zug imstande ist, das Fahrzeug
aus der gewollten Richtung zu bringen, d.h. also, das Eigengewicht des Fahrzeugs
und dessen Reibung auf der Lauffläche zu überwinden. Andernfalls würde das Fahrzeug
durch die Federkraft aus seiner Richtung abgelenkt werden, z. B. derart, daß, wenn die
Feder 14 an dem in der Zeichnung angegebenen Punkte am Gestell 1 befestigt ist, das
Vorderteil des Fahrzeugs mit dem Lenkrade 9 schräg nach außen, d. h. gegen die Tischkante
hin,: verschoben würde. Die auf die Stange 11 wirkende Zugkraft soll nicht größer sein,
als zur Drehung des Lenkrades notwendig ist, und kann an Stelle einer Feder auch durch
ein etwa neben dem Tische hängendes, mittels Schnurzug wirkendes Gewicht oder andere
Mittel bewirkt werden.
Um die Lenkwirkung zu erleichtern, kann durch Verwendung des an sich bekannten einseitigen
Antriebes der Laufräder zweckmäßig nur das an der Tischkante entlang laufende Hinterrad angetrieben werden, um dem Wagen
auch als Gegenwirkung gegen die nach der Führungskante hinziehende Wirkung der Hebelfeder
stets ein Bestreben zu geben, nach der Mitte des Tisches zu abzuschwenken und
dadurch zu verhindern, daß der Wagen bei etwaigen Unebenheiten oder Erschütterungen
an der Tischkante herunterfällt oder von der Hebelfeder dorthin gezogen wird. Es können
bei genauer Ausführung aber auch beide Hinterräder oder auch das Lenkrad allein angetrieben
werden.
Der Antrieb kann anstatt durch einen Federmotor auch durch ein Schwungrad, einen
Elektro-, Dampf- oder sonstigen Motor, durch gedrehte Gummischnüre, aber auch nur durch
einfachen Schnurzug, erfolgen. Ebenso kann man anstatt der Anordnung eines Vorderrades
auch eine Vorderradachse mit zwei Rädern oder zwei Achsen mit je einem Rade, nach
dem Beispiele der Autolenkung, anbringen, die dann in gleicher Weise durch den Arm
geschwenkt wird. Der Antrieb kann auch von den Vorderrädern und die Lenkung von den
Hinterrädern ausgehen.
Die Lenkvorrichtung ist auch für runde und oval oder sonstwie geformte Tische bzw. Laufflächen
brauchbar, stets läuft der Wagen an der Tischkante entlang.
Der Arm 11 kann eventuell verlängerbar eingerichtet werden und die Rolle 12 in der
Höhenrichtung verstellbar sein, um die Lenkvorrichtung jeder irgendwie profilierten Tischkante
anpassen zu können.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Lenkvorrichtung an angetriebenen, auf Rädern laufenden Spielzeugen, gekennzeichnet durch einen an die Außenkante einer Führung sich anlegenden und mit einer Lenkachse des Spielzeugs verbundenen Arm, auf den dauernd ein Druck nach innen ausgeübt wird, wobei durch Verwendung des an sich bekannten einseitigen Antriebs der Laufräder die Lenkwirkung erleichtert werden kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE245604T | 1910-06-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE245604C true DE245604C (de) | 1912-04-13 |
Family
ID=33164280
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1910245604D Expired DE245604C (de) | 1910-06-18 | 1910-06-18 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE245604C (de) |
-
1910
- 1910-06-18 DE DE1910245604D patent/DE245604C/de not_active Expired
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