DE468902C - Vorrichtung zur Fortbewegung von Wagen, insbesondere Eisenbahnwagen - Google Patents

Vorrichtung zur Fortbewegung von Wagen, insbesondere Eisenbahnwagen

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DE468902C
DE468902C DEC39778D DEC0039778D DE468902C DE 468902 C DE468902 C DE 468902C DE C39778 D DEC39778 D DE C39778D DE C0039778 D DEC0039778 D DE C0039778D DE 468902 C DE468902 C DE 468902C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61JSHIFTING OR SHUNTING OF RAIL VEHICLES
    • B61J3/00Shunting or short-distance haulage devices; Similar devices for hauling trains on steep gradients or as starting aids; Car propelling devices therefor
    • B61J3/12Self-propelled tractors or pushing vehicles, e.g. mules
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61JSHIFTING OR SHUNTING OF RAIL VEHICLES
    • B61J3/00Shunting or short-distance haulage devices; Similar devices for hauling trains on steep gradients or as starting aids; Car propelling devices therefor
    • B61J3/10Car shunting or positioning devices with pinchbar action

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Automobile Manufacture Line, Endless Track Vehicle, Trailer (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Fortbewegung von Wagen, insbesondere Eisenbahnwagen, Straßenbahnwagen u. dgl., und soll dazu dienen, einzelne Wagen oder gleichzeitig mehrere Wagen zu verschieben. Die Vorrichtung selbst soll kein großes Gewicht haben, zur Arbeitsstelle getragen oder gefahren werden können und verhältnismäßig wenig Raum einnehmen. Sie soll beispielsweise auf Eisenbahnstationen, Rangierbahnhöfen, Ausbesserungswerken für Eisenbahnwagen, im Hafenbetrieb, auf Zechen, Fabrikhöfen usw. ein schnelles Verschieben und Rangieren der Wagen ermöglichen und soll die sonst für diesen Zweck verwendeten Lokomotiven oder Traktoren 'ersetzen. Es soll beispielsweise durch die Verwendung der Vorrichtung zum Rangieren der Wagen auf den Stationen der Nebenbahnen und
ao Kleinbahnen der erforderliche Aufenthalt der Züge auf den Stationen verkürzt, die Lokomotive des Güterzuges von der Rangierarbeit nach Möglichkeit entlastet, das Fahrpersonal und die Lokomotive besser ausgenutzt und die Gesamtfahrzeit der Güterzüge verkürzt werden. Die auf der Schiene bewegliche und zu beiden Seiten des Schienenkopfes geführte Vorrichtung muß auch durch die Weichen, und zwar sowohl in der Richtung der Wei chenspitze als in eritgegengestetzter Richtung verschoben werden können.
Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf solche Verschiebevorrichtungen, bei denen der zu bewegende Wagen durch ein mit einem Wagenrad in Eingriff stehendes Reibrad angetrieben wird und der Antrieb des Reibrades durch einen Motor erfolgt.
Die bisher bekannten Vorrichtungen können den beabsichtigten Zweck nur unvollkommen erfüllen. Die von Hand angetriebenen Vorrichtungen arbeiten zu langsam. Andere bekannte Vorrichtungen müssen zwischen die Räder des zu verschiebenden Wagens gebracht werden. Solche Vorrichtungen können nicht schnell genug in Arbeitsstellung gebracht und nicht schnell genug wieder abgenommen werden. Bei den meisten bekannten Vorrichtungen bietet die Aufnahme der der aufzuwendenden Vorschubkraft entsprechenden Gegenkraft Schwierigkeiten.
Die Erfüllung des Erfordernisses, daß die Verschiebung des Wagens durch die Vorrichtung sowohl in der einen Richtung als in der anderen Richtung erfolgen kann, bietet bei Eisenbahnrädern wegen ihrer konischen Lauffläche gewisse Schwierigkeiten.
Die Erfindung bezweckt die Schaffung einer Vorrichtung, bei welcher die obengenannten Übelstände vermieden und die Schwierigkeiten überwunden sind. Die Vorrichtung wird durch einen Motor angetrieben und kann zusammen mit dem Motor leicht auf eine Schiene Mater ein Wagenrad gesetzt werden. Die Adhäsion der Vorrichtung an der Schiene muß ausreichend sein, um die der erforderlichen Vorschubkraft 'entsprechende Gegenkraft auf die Schiene zu übertragen.
Die Vorrichtung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt.
Abb. ι ist die Vorderansicht der Vorrichtung.
Abb. 2 ist der zu Abb. ι gehörige Grundriß nach Abnahme des Motors.
Abb. 3 zeigt in größerem Maßstabe das Wagenrad und das mit ihm in Eingriff stehende Reibrad.
ίο Abb. 4 ist die Vorderansicht einer abgeänderten Ausführungsform des zum Antrieb des Reibrades und des Vorschubrades dienenden Rädergetriebes,
Abb. S die Vorderansicht einer anderen abgeänderten Ausführungsform des zum Antrieb das Reibrades und ' Vorschub rades dienenden Rädergetriebes in schematischer Darstellung. B'ei dieser Ausführungsform erfolgt die Anpressung des Reibrades nicht von Hand, sondern durch den Motor, und zwar periodisch. In den gleichen Perioden wird der Antrieb des Vorschubrades verändert.
Auf der Schiene 40 ist mittels eines Rades 41 oder, wie in dem dargestellten Ausführungsbeispiel, mittels mehrerer Räder, z. B. der Räder 41 und 42, ein Wagen 43 fahrbar, dessen Rahmen zweckmäßig aus zwei flachen Seitenwänden besteht, die vorn und hinten durch Querstöcke 44, 44 und außerdem durch Querbolzen 45, 45 miteinander verbunden sind. Das Rad 41 kann zur Vergrößerung des Reibungswiderstandes !entweder an seinem Umfang mit einem Reibungsbelag oder Bremsbelag versehen sein, oder es kann aus gehärtetem Stahl bestehen und an seinem Umfang eine Verzahnung mit scharfen Schneidzähnien erhalten. Der Wagen 43 trägt einen Verbrennungsmotor 46, auf dessen Achse 47 ein Zahnrad 48 sitzt, welches, bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel zum Antrieb der Vorrichtung dient. Statt des Zahnradantriebs kann auch ein Kettenantrieb, Riemenantrieb o. dgl. gewählt werden, und es kann eine äus-.45 rückbare Kupplung oder ein Vorgelege bzw. ein Wechselgetriebe eingebaut und dadurch eine verschiedene oder während des Betriebes veränderliche Übersetzung zwischen Antriebsmotor und Vorrichtung 'erzielt werden. Die Achse 49 ist mit dem Rad 41 fest verbunden. Auf der Achse 49 ist ein zweiarmiger Hebel schwenkbar gelagert, welcher zweckmäßig aus zwei auf beiden Seiten des Rahmens 43 liegenden Flacheisen 50, 50 besteht. Im vorderen Hebelarm ist zwischen den Flacheisen 50 das Reibrad 51 gelagert, dessen Achse 52 fest mit ihm verbunden ist. Während des Betriebes steht das Reibrad 51 in Eingriff mit dem Wagenrad 53 des fortzubewegenden Wagens. Da die Lauffläche des Wagenrades schwach konisch gestaltet ist, wird die Oberfläche des Reibrades 51 doppeJkonisch (wie in Abb. 3) oder schwach ballig ausgeführt, um zu ermöglichen, daß das Reibrad sowohl von der einen Seite (z. B. wie in Abb. 1 von rechts) oder von der anderem Seite, also von Mnks, an das Wagenrad S3 herangeschoben und mit etwa der Hälfte seiner Breite mit dem Wagenrad in Eingriff gebracht werden kann. Zur Vergrößerung der Reibung kann das Rad 51 entweder an seinem Umfang mit einem Reibungsbelag oder Bremsbelag versehen sein, oder es kann aus gehärtetem Stahl bestehen und an seinem Umfang eine Verzahnung mit scharfen Schneidzähnen erhalten. Der hintere Arm des doppelarmigen Hebels 50 ist bedeutend länger als der vordere Arm. Die hinteren Enden der beiden Flacheisen 50 sind durch einen Querarm 54 bügelförmig miteinander verbunden.
Der Antrieb des Reibrades 51 durch den Motor 46 erfolgt bei den in Abb. 1 und 2 und bei den in Abb. 4 dargestellten Ausführungsbeispielen unter Vermittlung von Stirnrädern. Diese auf den Achsen 49 und 52 angebrachten Stirnräder liegen auf einer Außenseite, des Doppelhebels. Die Durchmesser dieser Radier dürfen eine bestimmte Größe nicht überschreiten. Es muß der tiefste Punkt der Räder immer oberhalb der Schienenoberkante bleiben, damit die Räder kein Hindernis für das Durchfahren der Weichen bilden.
Da die Umlaufszahl des Reibrades viel kleiner sein muß als die des Motors, so muß durch den Räderantrieb gleichzeitig eine Übersetzung ins Langsame bewirkt werden. Bri dem in Abb. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel wird durch das Stirnrad 48 ein größeres Rad 55 und durch ein mit dem Rad 55 verbundenes Zahnritzel 56 ein Rad 57 angetrieben, welches mit zwei Rädern 58 und 59 fest verbunden wird. Das Rad 58 greift in ein lose auf der Achse 49 des Rades 41 sitzendes Zahnrad 60, das Rad 59 in ein fest auf der Achse 49 sitzendes Zahnrad 61 ein. Das Rad 60 steht in Eingriff mit einem fest auf der Achse 52 des Reibrades 51 sitzenden Rad 62. Die Räder 41 und 51 werden dadurch in der Drehrichtung der eingezeichneten Pfeile angetrieben." Das Rad 41 dient als Vorschubrad. Die Übersetzung muß so gewählt werden, daß die Räder 41 und 51 annähernd gleiche Umfangsgeschwindigkeit erhalten. Zwackmäßig kann die Umfangsgeschwindigkeit des Rades 41 etwas größer sein als die des Rades 51, um den Eingriff des Reibrades 51 mit dem Wagenrad S3 sicherzustellen und um den Anpressungsdruck des Reibrades 51 zu. !erhöhen. Der doppelarmige Hebel 50 kann um einen be-
stimmten Winkel geschwenkt, und zwar bis zu einem oberen am Rahmen 43 angebrachten Anschlag 63 gehoben und bis zu einem unteren, gleichfalls am Rahmen 43 angebrachten Anschlag 64 gesenkt werden.
Bei der in Abb. 1 und 2 dargestellten Anordnung des Rädergetriebes muß das Zahnrad 62 einen erheblich größeren Durchmesser erhalten als das Reibrad 51, damit die Umfangsgeschwindigkeit des Vorschubrades 41 mindestens gleich groß wird wie die Umfangsgeschwindigkeit des Reibrades 51. Da aber, wie oben erwähnt, in jedem Falle der tiefste Punkt des Zahnrades 62 über der Schienen-Oberkante liegen muß, so muß die Achse 52 des Reibrades entsprechend hochgelegt werden. Da es aber zweckmäßig ist, daß das Reibrad in einem möglichst tiefen Punkt am Wagenrad 53 angreift, so empfiehlt sich die in Abb. 4 dargestellte Ausführungsform des Rädergetriebes, bei welcher das Reibrad 51 eine tiefere Lage erhalten kann. Auf der Achse des Vorschubrades 41 ist hier nur ein Zahnrad 65 befestigt, welches vom Motor angetrieben wird und unmittelbar zum Antrieb des Reibrades 51 dient. Von dem Rad 65 wird mittels zweier Zwisichenräder 66 und 67 ein kleines auf der Achse des Reibrades 51 befestigtes Zahnrad 68 angetrieben.
Am Hebel 50 bzw. am Bügel 54 befinden sich die Teile zur Regulierung und Ingangsetzung des Motors und zur Betätigung etwa eingebauter Kupplungen oder Wechselräder. Zur seitlichen Führung der Vorrichtung auf der Schiene und zur Ermöglichung des Durchfahrens von Weichen dient die folgende Vorrichtung.
Die vorderen beiden Enden 50« der den doppelarmigen Hebel bildenden Flacheisen 50 sind so weit nach vorn geführt, daß sie in der Eingriffsstellung des Reibrades 51 den Radkranz des Wagenrades 53 beiderseits umfassen, und sind nach außen gebogen, um das beim Heranschieben der Vorrichtung erforderliche Umfassen des Radkranzes des Wagenrades, also die Einführung des Radkranzes zwischen die beiden Flacheisen 50, zu erleichtern. Am hinteren Ende des Rahmens 43 sind auf beiden Seiten um Zapfen 69 aus der gezeichneten herabhängenden Lage (s. Abb. 1) nach oben schwenkbare Laschen 70 gelagert, welche in ihrer heruntergeklappten Stellung den Kopf der Schiene auf beiden -Seiten umfassen und dadurch das hintere Ende der Vorrichtung führen. Diese Laschen hängen entweder durch ihr Eigengewicht frei herunter oder werden durch eine Feder nach unten gezogen bzw. gedrückt. Jede der beiden Laschen kann durch ein getrenntes, am Handhebel 50 entlang geführtes Seil oder Kette 71 bzw. 72 oder durch eine Gestängeanordnung von Hand nach oben geklappt werden. Soll mit der Vorrichtung eine Weiche durchfahren werden, so wird unmittelbar vor der Weiche die auf der Außenseite des Gleises liegende Lasche 70 entweder selbsttätig oder von Hand angehoben und hinter der Weiche wieder gesenkt. Es können auch am vorderen Ende der Vorrichtung solche aufklappbaren Laschen angebracht und in gleicher Weise betätigt ! werden.
; Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist die folgende:
Die Vorrichtung wird auf der Schiene nach Anstellung des Motors 46 mittels des Vorschubrades 41 an den Wagen herangefahren, während der hintere Arm des Handhebels
j 50-54 bis an den Anschlag 63 angehoben ist,
das Reibrad 51 also seine tiefste Lage· einnimmt. Ist das Reibrad 51 mit dem Wagenrad 53 in Eingriff gekommen, dann wird
ι der Bügel 54 durch den die Vorrichtung bedienenden Arbeiter nach unten gedrückt und dadurch das Reibrad 51 an das Wagenrad 53 angepreßt. Gleichzeitig wird hierdurch das Vorschubrad 41 gegen die Schiene gepreßt, und zwar mit einem Druck gleich der Summe aus den beiden auf die beiden Enden des doppelarmigien Hebels 50 wirkenden, senkrecht nach unten gerichteten Kräften, also gleich der Summe aus dem auf den Bügel 54 nach unten ausgeübten Druck und der senkrechten Komponente des Anpressungsdruckes des Reibrades 51. Diese senkrechte Komponente steht zu dem auf den Bügel 54 ausgeübten, senkrecht nach unten gerichteten Druck in umgekehrtem Verhältnis der Länge des vorderen und des hinteren Hebelarmes; des doppelarmigen Hebels 50, beträgt also ein Vielfaches des auf den Bügel 54 ausgeübten Druckes. Das vom Motor angetriebene und an das Wagenrad 53 angepreßte Reibrad 51 sucht durch seinen Eingriff mit dem Rad 53 dieses in der Richtung des eingezeichneten Pfeiles zu drehen. Die der ausgeübten Tangentialkraft entsprechende, durch die Achse 52 auf den Hebel 50 und durch diesen auf den Rahmen 43 übertragene Gegenkraft ist schräg nach vorn gerichtet und hat daher gleichfalls eine in der Vor- tio sichubrichtung hegende Komponente. Diese Komponente bildet 'eine weitere Vorschubkraft für die Vorrichtung. Diese Komponente ist um so größer, auf einem je tieferen Punkt des Wagenrades 53 das Reibrad 51 angreift, ist also bei der in Abb. 4 dargestellten Anordnung größer als bei der in Abb. 1 dargestellten Anordnung. Die senkrecht nach unten gerichtete Komponente des Gegendrucks erhöht den Adhäsionsdruck des Rades 41. Bei der Schwenkung des Hebels 50 zwischen den Anschlägen 63 und 64 wirkt auch
der doppelarmige Hebel 50 infolge der seitlich von der Achse des Wagenrades 53 durch die Rolle 51 auf das Wagenrad 53 geübten Kraft nach dem Prinzip einer Brechstange. Gerade bei Beginn der dem Wagen zu erteilenden Bewegung, bei welchem die zu überwindenden Widerstände infolge der »Reibung der Ruhe« am größten sind, bildet diese Brechstangenwirkung eine wirksame Ergänzung der zur Fortbewegung des Wagens dienenden Kräfte.
Es wirken also auf die Fortbewegung des Wagens gleichzeitig verschiedene Kräfte. Die von der Antriebskraft des Motors und die von der Größe des sich aus den verschiedenen senkrecht nach unten gerichteten Kräften, zusammengesetzten Adhäsionsgewichtes abhängigen Vorschubkräfte wirken unmittelbar auf die Vorschiebung des Wagens. Durch, das Reibrad wird eine tangential« Antriebskraft auf das Wagenrad übertragen, also auch hierdurch ein Vorschub ausgeübt. Durch die Schwenkung des Hebels 50 zwischen den Anschlägen 63 und 64 wird eine Brechstangenwirkung ausgeübt, die gleichfalls den Wagen vorzuschieben sucht.
Statt ein zweites Rad 42 am hinteren Ende des Rahmens 43 anzubringen, kann der Rahmen 43 auch nach vom verlängert werden und ein kleines, in dem keilförmigen Raum zwischen dem Reibrad und dem Wagenrad liegendes Laufrad tragen. Der Rahmen 43 kann auch sowohl ein vorderes und ein hinteres Laufrad 'erhalten, es muß dann die Achse 49 des Vorschubrades 41 in senkrechten Schlitzen des Rahmens 43 verschiebbar sein.
Die ganze Vorrichtung hat nur ein verhältnismiäßig geringes Gewicht und kann daher leicht auf die Schiene aufgesetzt und von der Schiene abgehoben und an eine andere Stelle getragen werden. Um die Vorrichtung auch auf dem Gelände fahren zu können, können die Endzapfen 73 der Achse 49 des Vorschubrades 41 so ausgebildet, z. B. mit Vierkant versehen werden, daß größere Laufräder 74 (s. Abb. 1) seitlich auf sie aufgesteckt, durch ein (nicht gezeichnetes) Sperrglied festgehalten und von der Achse 49 mitgenommen werden können. Wird die Vorrichtung auf die Schiene gesetzt, so werden die Laufräder 74 von dem Zapfen 73 abgenommen und auf dem Rahmen 43 oder auf dem Bügel 50-54 gelagert. Bei der in Abb. 5 dargestellten Anordnung wird das Reibrad 51 gleichfalls durch den Motor stetig angetrieben. Es ist aber nicht in einem von Hand schwenkbaren Hebel, sondern in einem um die Achse 49 des Vorschub rades 41 schwenkbaren doppelarmigen Hebel gelagert, welcher vom Motor in steter und schneller Aufeinanderfolge periodisch hin und her geschwenkt wird. Das Reibrad 51 bleibt dabei dauernd im Eingriff mit dem Wagenrad 53 und treibt dieses dauernd mittels Reibung an. Bei jedem Aufwärtsgang wirkt es außerdem nach dem Brechstangenprinzip. Beim Aufwärtsgang des Reibrades muß dementsprechend der Vorschub der ganzen Vorrichtung verringert werden, es muß also auch der Antrieb des Vorschubrades^i in den gleichen Perioden selbsttätig verändert werden.
In Abb. 5 ist von dem Motor nur die Antriebswelle 47 gezeichnet. Der den Motor tragende Rahmen, in welchem die Welle 49 und gegebenenfalls ein anderes Laufrad gelagert sind, ist auf der Zeichnung ganz fortgelassen.
Der Antrieb des Reibrades 51 und der Antrieb des Vorschubrades 41 erfolgen durch zwei getrennte Räderwerke, welche beide von der Motorwelle. 47 aus angetrieben werden. Der Antrieb des Reibrades 51 geschieht folgendermaßen:
Auf der Motorwelle 47 ist 'ein Rad 76 befestigt, welches in ein größeres·, auf der im (nicht gezeichneten) Rahmen gelagerten Welle TJ drehbares Rad 78 eingreift. Mit dem Rad 78 ist fest verbunden ein kleineres Rad 79, go welches in .ein auf der Welle 49 lose drehbar gelagertes Rad 80 eingreift. Von dem Rad 80 wird mittels zweier Zwischenräder 81 und 82 das mit dem Reibrad 51 fest verbundene Zahnrad 83 angetrieben. Die (nicht gezeichneten) Achsen der Räder 81 und 82 sind im Hebel 75 gelagert. Erfährt der Hebel 75 kleine Schwenkbewegungen, so wird infolge des Abwäkens des Rades 81 auf dem Rad 80 der Antrieb des Rades 83 ein wenig beschleunigt oder verzögert. Bei der Kleinheit der Winkelbewegungen des Hebels 75 kommen aber diese Unterschiede nicht in Betracht.
Der Antrieb des Vorschubrades 41 erfolgt in folgender Weise:
Auf der Motorwelle 47 ist außer dem festen Rade 76 noch ein größeres loses Rad 84 drehbar gelagert. In die beiden Räder 76 und 84 greifen die miteinander fest verbundenen Räder 85 und 86 eines Vorgeleges ein, welche auf der Welle 87 gelagert sind. Die Welle 87 ist in einer um die Motorwelle 47 schwenkbaren Schwinge 88 gelagert, welche mit .einer Rolle 89 gegen 'ein Exzenter 90 angepreßt wird. Das Exzenter 90 ist auf der im (nicht gezeichneten) Rahmen der Vorrichtung gelagerten Welle 91 befestigt, welche mittels des Rades 92 von dem Rad 76 stetig angetrieben wird. Der Hub der Schwinge 88 und die ,Übersetzung zwischen den Rädern 76, 84, 85 und 86 können so gewählt werden,
daß bei der Abwärtsbewegung der Schwinge das Rad 84 stillsteht und bei der Aufwärtsbewegung der Schwinge in der Richtung des eingezeichneten Pfeiles einen beschleunigten Antrieb erhält. Das Rad 84 greift in ein auf der im (nicht gezeichneten) Rahmen der Vorrichtung gelagerten Welle 93 sitzendes Zahnrad 94 ein, welches mit einem auf der Welle 49 des Vorschubrades 41 befestigten Zahnrad 95 in Eingriff steht. Infolge dieser Anordnung wird das Reibrad 51 bei der Abwärtsbewegung mit verminderter und bei der Aufwärtsbewegung mit erhöhter Geschwindigkeit angetrieben. Die Verhältnisse können so gewählt werden, daß das Vorschubrad 41 während der Abwärtsbewegung der Schwinge stillsteht. Auf der Welle 91 des Exzenters 90 ist ein zweites Exzenter 96 befestigt, gegen welches der Hebel 75 mit einer an seinem Ende gelagerten Rolle 97 durch eine (nicht gezeichnete) Feder o. dgl. angepreßt wird. Die Exzenter 90 und 96 sind so gegeneinander verstellt, daß bei der Aufwärtsbewegung des Reibrades 51 das Antriebsrad 41 eine verminderte Bewegung erfährt oder sogar stillsteht. Der (nicht gezeichnete) Handhebel, durch welchen die Vorrichtung geführt wird, ist bei dem in Abb. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel selbst nicht schwenkbar, sondem ist an dein (nicht gezeichneten) Rahmen befestigt. Mittels einer (nicht gezeichneten) Kupplung kann der Antrieb der beiden Exzenter 90 und 96 ausgerückt werden. Es wird dann die Achse des Reibrades 51 in einer bestimmten Stellung festgehalten, und es wird das Vorschubrad 41 dauernd mit gleichmäßiger Geschwindigkeit angetrieben. Zweckmäßig sind die Exzenter 90 und 96 bei Beginn der Arbeit, wenn der Eisenbahnwagen erst in Bewegung zu setzen ist und die Reibungen der Ruhe zu überwinden sind, eingerückt, so daß die Vorrichtung zunächst unter Mitwirkung des Brechstangenprinzips arbeitet, während später die Exzenter ausgerückt werden, so
♦5 daß im wesentlichen der Antrieb mittels der tangentialen Kräfte des Reibrades 51 erfolgt.

Claims (8)

  1. Patentansprüche:
    i. Vorrichtung zur Fortbewegung von Wagen, insbesondere Eisenbahnwagen, mittels eines durch einen Motor angetriebenen Reibrades, gekennzeichnet durch einen auf einer Schiene (40) hinter einem Rade (53) des zu verschiebenden Wagens fahrbaren und von dem zu verschiebenden Wagen unabhängigen Wagen (43), auf welchem ein schwenkbarer, an seinem vorderen Ende das vom Motor (46) angetriebene Reibrad (51) tragender Hebel (50) gelagert ist, durch dessen Schwenkung gleichzeitig das Reibrad (51) an das Rad (53) des zu verschiebenden Wagens angepreßt und der Adhäsionsdruck des vom Motor (46) angetriebenen Reibrades (41) erhöht wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden (7s) der Achse (49) des vom Motor angetriebenen, auf der Schiene (40) rollenden Rades (41) zum leichten Aufbringen und zur Mitnahme von leicht abnehmbaren Rädern (74) eingerichtet sind, mit welchen die Vorrichtung auf dem Gelände verfahren werden kann.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Reibrad (51) die Form eines doppelten Kegelstumpfes hat, dessen kegelförmige Flächen den kegelförmigen Laufflächen des Eisenbahnwagenrades (53) entsprechen.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Reibrad (51) eine sich der dopp elten Kegelfläche annähernde ballige Fläche besitzt.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der das Reibrad (51) tragende schwenkbare Hebel (75) mittels eines vom Motor angetriebenen Exzenters (96) o. dgl. periodisch auf und ab geschwenkt wird.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Aufwärtsbewegung des Reibrades (51) das Vorschubrad (41) eine verminderte Antriebsbewegung erhält.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verminderung der Antriebsbewegung des Vorschubrades (41) dadurch erfolgt, daß die Räder (85,86) eines Vorgeleges mit Hilfe eines vom Motor angetriebenen Exzenters (90) o. dgl. periodisch um die Achse (47) der mit ihm in Eingriff stehenden Räder (36 und 84) hin und her geschwenkt werden.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Exzenter (90 und 96) ausgerückt und in einer bestimmten Stellung festgehalten werden können.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DEC39778D 1927-05-06 1927-05-06 Vorrichtung zur Fortbewegung von Wagen, insbesondere Eisenbahnwagen Expired DE468902C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0110394A3 (en) * 1982-12-01 1986-03-26 Rejmyre Maskin Propulsion device for vehicles and goods

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EP0110394A3 (en) * 1982-12-01 1986-03-26 Rejmyre Maskin Propulsion device for vehicles and goods

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