DE244236C - Riemscheibe veraenderlichen Durchmessers mit Kranzabschnitte aus biegsamen Stoff tragenden, in Fuehrungen der Nabe radial verschiebbaren Speichen - Google Patents
Riemscheibe veraenderlichen Durchmessers mit Kranzabschnitte aus biegsamen Stoff tragenden, in Fuehrungen der Nabe radial verschiebbaren SpeichenInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16H—GEARING
- F16H55/00—Elements with teeth or friction surfaces for conveying motion; Worms, pulleys or sheaves for gearing mechanisms
- F16H55/32—Friction members
- F16H55/52—Pulleys or friction discs of adjustable construction
- F16H55/54—Pulleys or friction discs of adjustable construction of which the bearing parts are radially adjustable
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung der Riemscheibe veränderlichen Durchmessers
mit Kranzabschnitte aus biegsamem Stoff tragenden, in Führungen der Nabe radial verschiebbaren
Speichen nach Patent 241453.
Bei der Riemscheibe nach dem Hauptpatent werden die biegsamen Kranzabschnitte bei der
Verstellung der die letzteren tragenden Speichen auch an den Enden durch gelenkige Zug-
und Druckglieder derartig verstellt, daß sie die dem jeweiligen Riemscheibendurchmesser
entsprechende Wölbung erhalten. Die Verbesserung besteht darin, daß Hilfsspeichen,
die gemeinsam mit den die Kranzabschnitte tragenden Hauptspeichen radial verstellbar
sind, biegsame Führungen tragen, an welchen die Enden der Kranzabschnitte in der Richtung
ihrer Krümmung verschiebbar sind. Durch diese biegsamen Führungen werden die "20 Kranzabschnitte bei der Vergrößerung des
Scheibendurchmessers derartig gestreckt oder bei der Verringerung dieses Durchmessers
derartig stärker gekrümmt, daß sie die dem jeweiligen Durchmesser entsprechende Wölbung
erhalten. Bei der neuen Riemscheibe sind demnach die bei der Einrichtung nach dem Hauptpatent zur Verstellung" der Kranzabschnittenden
vorgesehenen gelenkigen Zug- und Druckglieder durch Hilfsspeichen mit biegsamen Führungen für die Enden der
Kranzabschnitte, ersetzt. Hierdurch ist der Vorteil erreicht, daß die Gelenke für die zur
Verstellung der Kranzabschnittenden dienenden Glieder in Fortfall kommen, wodurch eine
wesentliche Vereinfachung der Bauart bedingt wird.
Auf den Zeichnungen ist die neue Riemscheibe in einer Ausführungsform veranschaulicht.
Fig. ι stellt die Riemscheibe zur Hälfte im Querschnitt und zur Hälfte in Seitenansicht
dar.
Fig. 2 ist ein Schnitt durch die Riemscheibe nach der Linie A-B der Fig. i.
Fig. 3 ist ein Schnitt durch eine Speichenführung nach der Linie C-D der Fig. i.
Fig. 4 stellt eine Abwicklung der beiden Kranzabschnitte der Riemscheibe in kleinerem
Maßstabe dar.
Fig. 5 stellt eine Abwicklung eines zur Führung der Kranzabschnittenden dienenden Bogenstückes
in kleinerem Maßstabe dar.
Fig. 6 veranschaulicht eine Einzelheit im Schnitt nach der Linie E-F der Fig. 4 in
größerem Maßstabe.
Die auf der Welle 33 (Fig. 1) angeordnete Nabe 34 der Riemscheibe ist mit zwei diametral
entgegengesetzten, radialen Speichenführungen 35 (Fig. 2) und zwei ebenfalls diametral
entgegengesetzten und zu den Führungen
35 um 9°° versetzten radialen Speichenführungen
36 versehen. Alle diese Führungen haben gleiche Form und sind als Rohre ausgebildet
(vgl. Fig. 3). Im Innern der beiden Führungen 35 sind hohle Hauptspeichen 37
radial verschiebbar, die an ihrem äußeren Ende einen Flansch 38 tragen. An jedem
Flansch 38 ist durch drei Schrauben 39 je einer der beiden aus dünnem Blech bestehenden,
biegsamen Kranzabschnitte 40 bzw. 41 befestigt, die den Riemscheibenkranz bilden.
Die Bolzenköpfe 42 (Fig. 1) der Schrauben 39 sind in den Kranzabschnitten 40, 41 versenkt,
damit sie nicht über der Lauffläche für den Riemen vorstehen.
Jeder der beiden Kranzabschnitte 40, 41 besteht aus drei übereinander geschichteten
Blattfedern von verschiedener Länge (Fig. 2 und 4) und ist als Träger von überall gleichem
Widerstand ausgebildet. Der eine Kranzabschnitt 40 endigt in sich verjüngende Zungen
43 (Fig"- 4)1 die zwischen Ausschnitte 44 greifen, welche durch an den Enden des anderen
Kranzabschnittes -41 vorgesehene Wangen 45 gebildet werden.
Bei der Verstellung der Kranzabschnitte 40, 41 nach innen oder nach außen durch entsprechende
Verschiebung der Speichen 37 in den Führungen 35 würden diese Abschnitte, falls keine weiteren Vorkehrungen getroffen
wären, ständig nach dem gleichen Halbmesser gekrümmt bleiben. Um den Kranzabschnitten
40, 41 bei ihrer Verstellung stets eine dem jeweiligen Durchmesser der Riemscheibe entsprechende
Wölbung zu geben, werden sie nach der Erfindung an den Enden durch im folgenden näher beschriebene biegsame Bogenstücke
46 beeinflußt.
In den beiden Führungen 36 (Fig. 2) sind hohle Hilfsspeichen 47 radial verschiebbar, die
ihrer Form nach im wesentlichen den die Kranzabschnitte 40, 41 tragenden Hauptspeichen
37 entsprechen. An dem Flansch 48 jeder Hilfsspeiche 47 ist durch drei Schrauben
49 je eins der biegsamen, aus gekrümmten, dünnen Blechplatten bestehenden Bogenstücke
46 befestigt. Die Bolzenköpfe 50 der Schrauben 49 sind in dem Bogenstück 46 versenkt.
An der nach der Welle 33 gekehrten Fläche jedes Bogenstückes 46 sind mittels Nieten 51
zwei gekrümmte, biegsame Verstärkungsschienen 52 befestigt, die durch entsprechende
Ausschnitte 53 (Fig. 5) des Flansches 48 geführt sind.
Die Bogenstücke 46 liegen an der Innenseite der ineinander greifenden Enden der
beiden Kranzabschnitte 40 und 41 an (vgl.
Fig. 2 und 4). Jedes Bogenstück 46 ist mit zwei mittleren Längsschlitzen 54(Fig. 5) und
mit vier seitlichen Längsschlitzen 55 versehen. Durch die mittleren Längsschlitze 54 greifen
Führungsstifte 56 der an dem betreffenden Bogenstück 46 anliegenden Zunge 43 des
Kranzabschnittes 40, während durch die seitlichen Längsschlitze 55 Führungsstifte 57 der
an dem betreffenden Bogenstück 46 anliegenden Wangen 45 des Kranzabschnittes 41 greifen.
Alle Führungsstifte 56 und 57 sind in gleicher Weise ausgebildet.. Jeder dieser
Führungsstifte besteht zweckmäßig, wie in Fig. 6 beispielsweise bei einem der Führungsstifte1 56 veranschaulicht ist, aus einem Niet,
der in der äußeren Schicht der Zunge 43 oder Wange 45 des betreffenden Kranzabschnittes
40 oder 41 versenkt ist, und an dieser Schicht einen Ring 58 mit einem Flansch 59 befestigt..
Dieser Flansch 59 greift über den Rand des zugehörigen Bogenstückschlitzes 54 oder 55.
Auf diese We^se sind die Enden der Kranzabschnitte
40, 41 an jedem Bogenstück 46 durch die Stifte 56, 57 derartig geführt, daß
sich die Kranzabschnitte 40, 41 zwar in der Richtung ihrer Krümmung an dem Bogenstück
46 verschieben, jedoch mit diesem nicht außer Berührung kommen können.
Die beiden die Kranzabschnitte 40,41' tragenden
Hauptspeichen 37 sowie die beiden die Bogenstücke 46 tragenden Hilfsspeichen 47
können durch folgende Vorrichtung gleichzeitig um denselben Betrag radial nach innen
oder nach außen verstellt werden.
Jede der Speichen 37 und 47 ist mit einer Verzahnung 60 (Fig. 1) versehen, mit welcher
ein Zahnbogen 61 in Eingriff steht. ..Dieser
Zahnbogen 61 ragt durch einen Schlitz 62 der entsprechenden Speichenführung 35 oder
36 hindurch und ist auf einem Zapfen 63 drehbar, der in Lappen 64 (Fig. 3) dieser Führung
35 oder 36 ruht. Jeder Zahnbogen 61 greift anderseits in eine der Verzahnungen 65
einer Muffe 66, die mittels einer Feder 67 (Fig. 1) auf der Nabe 34 längsverschiebbar,
jedoch gegen Drehung gesichert angeordnet ist und deren Bewegung nach links in Fig. 1
durch einen auf der Welle 33 sitzenden Stellring 68 begrenzt wird. Diese Muffe 66 ist
mit einer Ringnut 69 versehen, in welche eine in den Zeichnungenv nicht dargestellte Gabel
üblicher Art greift, mittels der die Muffe 66 in achsialer Richtung verschoben werden
kann. Je nachdem die Muffe 66 nach der einen oder anderen Richtung verschoben wird,
werden alle Speichen 37 und 47 unter Vermittlung der Zahnbögen 61 in den Führungen
3.5 und 36 radial nach außen oder nach innen verschoben.
Um die Fliehkraftwirkung der Speichen 37 und 47 und der von ihnen getragenen Kranzabschnitte
40, 41 bzw. der Bogenstück^ auszugleichen,
sind neben den Speichenführungen 35, 36 Gewichte 70 (Fig. 2) ,auf Bolzen ,71
drehbar, die in Augenlagern 72 (Fig. 3) der
Führungen 35, 36 ruhen. Jedes Gewicht 70 ist mit einer Verzahnung 73 versehen, die
durch einen Schlitz 74 (Fig. 3) der entsprechenden Führung 35 und 36 hineinragt und in
eine Verzahnung 75 der zugehörigen Speiche 37 bzw. 47 greift. Bei der Drehung der
Riemscheibe werden die Gewichte 70 durch die Fliehkraft nach außen getrieben, und sie
suchen die Speichen 37,47 nach innen zu drücken, so daß die Fliehkraftwirkung dieser
Speichen und der von ihnen getragenen Kranzabschnitte und Bogenstücke aufgehoben
wird.
Um den Durchmesser der beschriebenen Riemscheibe zu verstellen, wird die Muffe 66
(Fig. 1) nach der einen oder anderen Richtung auf der Nabe 34 verschoben. In Fig. 2
ist die Stellung des Riemscheibenkranzes bei kleinstem Durchmesser mit vollen Linien und
bei größtem Durchmesser mit gestrichelten Linien veranschaulicht. Nimmt der Kranz
den kleinsten Durchmesser ein, so befindet sich die Muffe 66 in der in Fig. 1 dargestellten
linken Endstellung, in der sie an dem Stellring 68 anliegt. Bei der Verschiebung
der Muffe 66 nach rechts werden unter Vermittlung der Zahnbögen 61 alle vier Speichen
37, 47 gleichzeitig und um den gleichen Betrag radial nach außen geschoben, so daß die
an diesen Speichen sitzenden biegsamen Kranzabschnitte 40,41 und Bogenstücke 46
von der Mittelachse der Riemscheibe weiter entfernt werden. Hierbei gleiten die an den
Kranzabschnitten 40, 41 befestigten Führungsstifte 56, 57 (Fig. 4) in den Schlitzen
54, 55 der Bogenstücke 46. Da. durch die Flanschen 59 (Fig. 6) dieser Führungsstifte
die einander zugekehrten Gleitflächen der Kranzabschnitte 40, 41 einerseits und der Bogenstücke
46 anderseits stets miteinander in Berührung gehalten werden, sind diese Kranzabschnitte
40, 41 und Bogenstücke 46 gezwungen, sich bei der Vergrößerung des Riemscheibendurehmessers
derartig zu strecken, daß sie an allen Stellen des Riemscheibenkranzes stets die dem jeweiligen Durchmesser
entsprechende Wölbung erhalten.
Bei der Verschiebung der Muffe 66 nach links in Fig. 1 wird umgekehrt durch Bewegung
der Speichen 37 und 47 nach innen der Durchmesser der Riemscheibe verringert. Die
aneinander gleitenden Kranzabschnitte 40, 41 und Bogenstücke 46 werden in diesem Falle
durch die Führungsstifte 56, 57 gezwungen, sich derartig stärker zu krümmen, daß der
Scheibenkranz ebenfalls stets an allen Stellen entsprechend dem j eweiligen Durchmesser gewölbt
wird.
Die beschriebene Einrichtung zur Sicherung der richtigen Wölbung des Scheibenkranzes
bei der Vergrößerung oder Verringerung des Riemscheibendurchmessers zeichnet sich durch Einfachheit und billige Herstellung
aus, da keine Gelenke für die Verstellung der Kranzabschnitte benötigt werden.
Die neue Riemscheibe kann auch statt mit zwei mit vier, sechs oder mehr Kranzabschnitten
versehen sein, deren Enden an mit den Hilfsspeichen verbundenen Bogenstücken
der beschriebenen Art geführt sind.
Anstatt für sich allein auf einer Welle angeordnet zu sein, kann die neue Riemscheibe
auch mit einer Kupplung (Reibungs- oder Zahnkupplung usw.) vereinigt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Riemscheibe veränderlichen Durchmessers mit Kranzabschnitte aus biegsamem Stoff tragenden, in Führungen der Nabe radial verschiebbaren Speichen nach Patent 241453, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den die Kranzabschnitte (40,41) tragenden Speichen (37) radial verstellbare Hilfsspeichen (47) mit biegsamen Führungen (46) angeordnet sind, an denen die Enden der Kranzabschnitte (40, 41) in der Richtung ihrer Krümmung verschiebbar sind, wodurch die Kranzabschnitte (40,41) bei der Vergrößerung und bei der Verringerung des Scheibendurchmessers derartig gestreckt bzw. stärker gekrümmt werden, daß sie die dem jeweiligen Durchmesser entsprechende Wölbung erhalten.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE241453T | 1911-03-24 | ||
| DE244236T | 1911-06-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE244236C true DE244236C (de) | 1912-03-04 |
Family
ID=503295
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1911244236D Expired DE244236C (de) | 1911-03-24 | 1911-06-07 | Riemscheibe veraenderlichen Durchmessers mit Kranzabschnitte aus biegsamen Stoff tragenden, in Fuehrungen der Nabe radial verschiebbaren Speichen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE244236C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102004047266A1 (de) * | 2004-09-24 | 2006-04-06 | Hauni Maschinenbau Ag | Vorrichtung zur Übergabe stabförmiger Artikel |
-
1911
- 1911-06-07 DE DE1911244236D patent/DE244236C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102004047266A1 (de) * | 2004-09-24 | 2006-04-06 | Hauni Maschinenbau Ag | Vorrichtung zur Übergabe stabförmiger Artikel |
| US7281621B2 (en) | 2004-09-24 | 2007-10-16 | Hauni Maschinenbau Ag | Apparatus for the transfer of rod-shaped articles |
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