DE2440147C3 - Schwellwertschaltnetz für binäre Signale - Google Patents
Schwellwertschaltnetz für binäre SignaleInfo
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Description
5. Schwellwertschaltnetz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem ersten Ausgang
(Gl) der ersten Schaltstufe (51) das invertierte Signal von demjenigen Ausgang (DO) des Decodierers
(DC) zugeführt wird, der einer Kombination der Bin?rwcrte der Eingangssignale (el bis
em) zugeordnet ist, die nur zweite Binärwerte (»0«) enthält.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Schwellwertschaltnetz für binäre Signale, dessen Eingängen die
binären Signale als Eingangssignale zugeführt werden und das an seinem Ausgang ein binäres Ausgangssignal
abgibt, das einen ersten Binärwert annimmt, wenn mindestens eine einem Schwellwert zugeordnete
Anzahl der Eingangssignale gleichzeitig den gleichen Binärwert hat und das andernfalls den zweiten Binärwert
annimmt.
Schwellwertschaltnetze für binäre Signale werden benötigt, um festzustellen, ob von einer Anzahl η der
Signale mindestens eine vorgegebene Anzahl s gleichzeitig den gleichen Binärwert annimmt. Die Anzahl
s gibt dabei den Schwellwert des Schwellwertschaltnetzes an. Derartige Schwellwertschaltnetze
werden beispielsweise in Magnetbandeinheiten verwendet, bei denen digitale Daten auf mehreren Spuren
eines Magnetbands gespeichert werden und bei denen festgestellt werden muß, ob gleichzeitig mindestens
s von η Spuren auf dem Magnetband beschrieben sind.
Es sind bereits Schwellwertschaltungen für binäre Signale aus der DT-AS 1169701, DT-AS 1275598
und der US-PS 3234401 bekannt. Diese Schwellwertschaltungen, die auch als Majoritäts- oder Minoritätsschaltungen
bezeichnet werden, enthalten einen Transistor, dessen Basis über einen ersten Widerstand
eint konstante Spannung zugeführt wird und übei weitere Widerstände die binären Signale zugeführi
werden. Über den ersten Widerstand wird der Transistor so vorgespannt, daß er erst dann leitend gesteuert
wird, wenn eine dem Schwellwert zugeordnete Anzah von Signalen an den weiteren Widerständen den gleichen
Binärwert annimmt. Falls die Anzahl der Signale mit dem gleichen Binärwert kleiner ist als der Schwell
wert, bleibt der Transistor gesperrt.
Diese bekannten Schwellwertschaltungen haber jedoch den Nachteil, daß sie große Anforderungei
an die Genauigkeit der Bauelemente, der Versor gungsspannungen und der den Binärwerten der Si
gnale zugeordneten Spannungswerte stellt. Außerden sind die Schwellwerte der Schwellwertschaltungei
häufig von Umgebungsbedingungen abhängig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eil
Schwellwertschaltnetz anzugeben, das geringe Anforderungen an die Toleranzen der Bauelemente stellt
ypd das von Umgebungsbedingungen weitgehend unabhängig ist.
\ Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei dem
Schwellwertschaltnetz der eingangs genannten Art gelöst durch eine erste Schaltstufe, deren Eingängen
ein erster Teil der Eingangssignale zugeführt wird und die an einem oder mehreren i-ten Ausgängen jeweus
ein Signal mit einem ersten Binärwert abgibt, wenn jeweils mindestens / Eingangssignale den ersten Binärwert haben, durch eine mit Auswahleingängen und
iJruppeneingängen versehene zweite Schaltstufe, deren Auswahleingängcn der verbleibende zweite Teil
der Eingangssignale zugeführt wird, die jeweils eines «5 der an mehreren k-len Gruppeneingängen anliegenden Signale als Ausgangssignal zu ihrem Ausgang
durchspaltet, wenn jeweils nur k Eingangssignale den eisten Binärwert haben und wobei jeweik ein i-ter
Ausgang der ersten Schaltstufe mit einem Α-ten ao
Gruppeneingang der zweiten Schaltstufe derart verbunden ist, daß die Summe aus ι und k den Schwellwert ergibt.
Das Schwellwertschaltnetz gemäß der Erfindung hat die Vorteile, daß es nur einen geringen Aufwand a5
erfordert und aus handelsüblichen integrierten Digitalbausteinen raumsparend und kostengünstig aufgebaut werden kann. Es ist weitgehend unabhängig von
Toleranzen der Bauelemente, der Versorgungsspannungen und den den Binärwerten der Eingangssignaie
zugeordneten Spannungswerten. Außerdem ist das Schwellwertschaltnetz sehr vielseitig, da andere
Schwellwerte sehr einfach durch Änderung der Verdrahtung eingestellt werden können.
Ein besonders einfacher Aufbau des Schwellwert- $chaltnetzes mit handelsüblichen Digitalbausteinen
wird erreicht durch eine erste Schaltstufe, bestehend aus einem Decodierer, dessen Eingängen die Eingangssignale zugeführt werden und dessen Ausgänge
jeweils einer Kombination der Binärwerte der Eingangssignale zugeordnet sind und durch ODER-Glieder, deren Ausgänge jeweils einen i-ten Ausgang der
ersten Schaltstufe darstellen und die jeweils die Signale an denjenigen Ausgängen des Decodierers miteinander verknüpfen, die einer Kombination von Bi-
närwerten der Eingangssignale zugeordnet sind, die mindestens 1 erste Binärwerte enthalten.
Weiterhin wird ein besonders einfacher Aufbau des Schwellwertschaltnetzes erreicht durch eine zweite
Schaltstufe, bestehend aus einem mit Auswahleingängen und Dateneingängen versehenen Multiplexer,
dessen Auswahleingängen die Eingangssignale zugeführt werden, dessen Dateneingänge jeweils einer
Kombination der Binärwerte der Eingangssignale zugeordnet sind und von denen jeweils diejenigen zu
«inem fc-ten Gruppeneingang zusammengefaßt werden, die denjenigen Kombinationen der Binärwerte
der Eingangssignale zugeordnet sind, die nur k erste .,Binarwerte enthalten.
fejj folgenden werden Ausführungsbeispiele des
chwellwertschaltnetzes gemäß der Erfindung an
and von Zeichnungen erläutert. Es zeigt
'i Fig. 1 ein Blockschaltbild des Schwellwertschaltrietzes,
\ :Fig. 2 ein Schaltbild eines ersten Ausführungsbei-Spieles des Schwellwertschaltnetzes,
Ϊ Fig. 3 eine Funktionstabelle,
tf Fig. 4 ein Schaltbild eines zweiten Ausführungs
beispieles des Schwellwertschaltnetzes.
Dem in Fig. 1 dargestellten, aus drei Schaltstufen
Sl bis S3 bestehenden Schwellwertschaltnetz werden an η Eingängen El bis En η binäre Eingangssignale
el bis en zugeführt. An seinem Ausgang A wird ein binäres Ausgangssignal α abgegeben, das einen vorgegebenen ersten Binärwert, beispielsweise den Binärwert 1 abgibt, wenn von den η Eingangssignalen
el bis en mindestens eine vorgegebene Anzahl s gleichzeitig einen vorgegebenen Binärwert, beispielsweise den Binärwert 1 annehmen. Die Anzahl s gibt
den Schwellwert des Schwellwertschaltnetzes an. Solange weniger als s Eingangssignals gleichzeitig den
Binärwert 1 haben, hat das Ausgangssignal α den zweiten Binärwert 0.
Die Eingangssignale el bis en werden beliebig in eine erste Gruppe el bis em und in eine zweite Gruppe
e(m + 1) bis en aufgeteilt. Die erste Gruppe wird der ersten Schaltstufe Sl und die zweite Gruppe wird
dei zweiten Schaltstufe S2 zugeführt.
Die erste Schaltstufe Sl hat m Eingänge und diesen Eingängen zugeordnete Ausgänge Gl bis Gm. Sie
gibt an diesen Ausgängen Gruppensignale gl bis gm
ab, deren Binärwerte von den Binärwerten der Eingangssignale el bis em abhängen. Ein i-tes Gruppensignal nimmt immer dann einen ersten Binärwert, beispielsweise den Binärwert 1 an, wenn jeweils
mindestens /" Eingangssignale el bis em den Binärwert 1 haben. Beispielsweise hat das Gruppensignal
gl den Binärwert 1, wenn 1, 2, 3 ... m der Eingangssignale el bis em den Binärwert 1 haben und das
Gruppensignal g3 hat immer den Binärwert 1, wenn 3,4 ... m Eingangssignale el bis em den Binärwert 1
haben.
Die zweite Schaltstufe S2 hat (η — m) Auswahleingänge £( m + 1) bis En, an denen die Eingangssignale
der zweiten Gruppe anliegen. Außerdem hat sie den Auswahleingängen zugeordnete Gruppeneingänge
FO bis F(n — m) und einen Ausgang A, an dem das Ausgangssignal α abgegeben wird. Die Signale an den
Gruppeneingängen FO bis F{m - m) werden in Abhängigkeit von den Binärwerten der Eingangssignale
e(m + 1) bis en an den Auswahleingängen zum Ausgang A durchgeschaltet.
Ein an einem fc-ten Gruppeneingang FO bis F
(n — m) anliegendes Signal wird immer dann zum Ausgang A durchgeschaltet, wenn jeweils nur k Eingangssignale e(m + 1) bis en den Binärwert 1 haben.
Beispielsweise wird das Signal am Gruppeneingang Fl durchgeschaltet, wenn nur eines dtr Eingangssignale den Binärwert 1 hat und das Signal am Gruppeneingang F3 wird durchgeschaltet, wenn drei Eingangssignale den Binärwert 1 haben.
Die Verbindungen zwischen den Ausgängen Gl bis Gm und den Gruppeneingängen FO bis F(n — m)
werden durch eine dritte Schaltstufe S3 vorgenommen, die nur aus Verbindungsleitungen besteht.
Durch die Wahl der Verbindungen wird der Schwellwert s des Schwellwertschaltnetzes festgelegt. Für die
Verbindungen gilt die Regel, daß diejenigen Ausgänge der ersten Schaltstufe Sl und diejenigen Gruppeneingänge der Schaltstufe S2 miteinander verbunden werden müssen, bei denen jeweils die Summe der
hinter den Buchstaben G bzw. F angegebenen Zahlen die konstante Zahl s ergibt. Das Ausgangssignal a
nimmt immer den Binärwert 1 an, wenn mindestens 5 Eingangssignale el bis en den Binärwert 1 haben.
Beispielsweise werden, wenn für s die Zahl 4 vorgege-
ben ist, Gl mit F3, G2 mit F2 usw. verbunden. £6 und der Ausgang A sind identisch mit den Ausin der dritten Schaltstufe S3 müssen allen vorhan- wahleingängen bzw. dem Ausgang der zweiten SchaltdenenGruppeneingängen FO bis F{n — m) definierte stufe S2. Jeder möglichen Kombination der Binär-Signale zugeführt werden. Falls in der ersten Schalt- werte der Eingangssignale e4 bis e6 ist jeweils einer
Stufe Sl nicht genügend Gruppensignale zur Verfü- 5 der Dateneingänge DO bis D7 zugeordnet. In Abhängungstehen, werden an der ersten Schaltstufe Sl wei- gigkeit von diesen Kombinationen schaltet der Multitere Ausgänge GO, G(—1)... vorgesehen, an denen plexer MX jeweils das an einem Dateneingang DO
Signale mit dem Binärwert 1 ständig abgegeben wer- bis D7 anliegende Signal zum Ausgang A durch. Die
den, wenn die Anzahl der Gruppeneingänge FO bis Zahlen 0 bis 7 sind jeweils den Dualzahlen zugeord-F(n — m) größer ist als der Schwellwert 5. Ebenso lo net, denen die Kombinationen der Binärwerte der
werden weitere Ausgänge G{m + 1), G{m + 2)... Eingangssignale e4 bis e6 entsprechen,
vorgesehen, an denen Signale mit dem Binärwert 0 Die Gruppeneingänge FO bis F{n - m) werden
Ständigabgegebenwerden, wenn die Anzahl der Aus- durch geeignetes Verbinden der Dateneingänge DO
gänge Gl bis Gm der ersten Schaltstufe Sl kleiner bis D7 erzeugt. Der Gruppeneingang FO wird mit dem
ist als der Schwellwert s.
l5 Dateneingang AfO des Multiplexers Af-Y verbunden.
Beispielsweise werden bei η = 10 Eingangssigna- da nur dieser freigegeben wird, wenn keines der Einlen £1 bis £10, bei einer Einteilung der Signale in gangssignale e4 bis e6 den Binärwert 0 hat. Der Grup-Gruppen zu je fünf Eingangssignalen El bis £5 und peneingang Fl wird m«t den Dateneingängen AfI, Af 2
£6 bis £10 und bei einem Schwellwert j = 5 Gl und Af4 verbunden, da diese Eingänge freigegeben
mit F4, G2 mit F3, G3 mit F2, G4 mit Fl und GS
ao werden, wenn eines der Eingangssignale e4bis i»6den
mit FO verbunden. Der Gruppeneingang FS wird mit Binärwert 1 hat. In ähnlicher Weise wird der Grupeinem Ausgang GO verbunden, an dem ein Gruppen- peneingang F2 mit den Dateneingängen Af 3, Λί5 und
signal gO mit dem Binärwert 1 dauernd abgegeben Af 6 verbunden. Weiterhin wird der Gruppeneingang
wird. F3 mit dem Dateneingang Af 7 verbunden, da nur die-Die Fig. 2 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel ei- »5 ser freigegeben wird, wenn alle Eingangssignale e4
nes Schwellwertschaltnetzes mit einem Schwellwert bis e6 den Binärwert 1 haben,
von s = 3 und η = 6 Eingängen El bis £6. Das Mit Hilfe der dritten Schaltstufe S3 wird der
Schwellwertschaltnetz gibt an seinem Ausgang A im- Schwellwert s = 3 nach der oben angegebenen Regel
mer dann ein Ausgangssignal α mit dem Binärwert 1 durch Verbinden der Ausgänge Gl bis G3 mit den
ab, wenn von den sechs Eingangssignalen el bis e6 3o Gruppeneingängen FO bis F3 eingestellt. Es werden
mindestens drei den Binärwert 1 haben. dabei jeweils Gl mit F2, G2 mit Fl und G3 mit FO
e4 bis e6 zusammengefaßt. Die Eingangssignale el FO bis F3 hat, aber die erste Schaltstufe Sl nur drei
bis e3 werden den Eingängen £1 bis E3 der ersten 35 Ausgänge Gl bis G3 hat, wird an der ersten Schalt-
dierer DC und zwei ODER-Gliedern H und Vl.
ständig ein Gruppensignal gO mit dem Binärwert 1
denen die Eingangssignale el bis e3 der ersten Definition der Gruppensignale dadurch, daß immer
gänge DO bis D7 zugeordnet, wobei die Ziffern 9 bis Zuordnung zwischen den Binärwerten der an den
7 jeweils den den Binärwerten zugeordneten Dual- Eingängen El bis E6 anliegenden Eingangssignale el
zahlen entsprechen. Die Ausgänge werden durch die 45 bis e6 und den Binärwerten des am Ausgang A abge-
gefaßt und die Ausgänge der ODER-Glieder Vl und belle wird die Zuordnung zwischen den an den Ein-
gangssignale el bis e3 den Binärwert 1 haben, werden In einer zweiten Teiltabelle wird die Zuordnung
die Eingänge des ersten ODER-Glieds Vl mit den zwischen den Binärwerten der an den Eingängen £4
Ausgängen Dl bis D7 des Decodierers DC verbun- bis ES anliegenden Eingangssignale e4 bis e6, den
den. Da das zweite Gnippensignal G2 immer dann SS Binärwerten der an den Gruppeneingängen FO bis F3
den Binärwert 1 annimmt, wenn zwei oder drei Ein- anliegenden Signalen und dem Binärwert des am Ausgangssignale el bh e3 den Binärwert 1 haben, werden gang A der zweiten Schaltstufe 52 abgegebenen Ausdie Eingänge des zweiten ODER-Glieds Yl mit den gangssignals angegeben. Das X in der zweiten Teil-Ausgängen D3, DS, D6 und D7 verbunden. Zur Er- tabelle zeigt dabei an, daß der Binärwert de:
zeugungdes Gruppensignals g3 ist kein ODER-Glied *° auftretenden Signals bedeutungslos ist. Die in dei
erforderlich, da nur am Ausgang D7 der Binärwert 1 dritten Schaltstufe S3 vorgenommene Verbindunj
auftritt, wenn drei EmgangssignaJe den Bmärwert 1 zwischen den Ausgängen GO bis G3 und den Grup
haben. penemgängen FO bis F3 sind durch Keile dargestellt Die Eingangssignale e4 bis e6 werden der zweiten Aus der Funktionstabelle erkennt man beispiels
Schaltstufe 52 zugeführt. Sie besteht aus einem Multi- 65 weise, daß, falls nur an den Eingängen £1 und E-plexer AfX. Der Multiplexer MX hat drei Auswahl- die Binärwerte 1 anliegen, die Gruppensignale gO bi
eingänge EA bis £6, 2J Dateneingänge Af 0 bis Af7 gl an den Ausgängen GO bis G2 den Binärwert
und einen Ausgang A. Die Auswahleingänge £4 bis haben. Falls auch an den Eingängen £4 und £5 di
Binärwerte 1 anliegen, wird nur das Gruppensignal Gl mit dem Binärwert 1 zum Ausgang A durchgeschaltet.
Das in Fig. 4 dargestellte zweite Ausführungsbeispiel eines Schwellwertschaltnetzes mit dem Schwellwert
s = 3 und η = 6 Eingängen £1 bis £6 ist aus
handelsüblichen integrierten Digitalbausteinen aufgebaut, wie sie beispielsweise von der Firma Texas
Instruments, Inc., Dallas Texas, USA bezogen werden können.
Als Decodierer DC wird ein beispielsweise unter der Bezeichnung SN7442 erhältlicher 4-Bit-Dezimaldecodierer
mit vier Eingängen und zehn invertierenden Ausgängen DO bis D9 verwendet. Als Multiplexer
MX wird ein beispielsweise unter der Bezeichnung SN74151 erhältlicher Multiplexer mit acht Dateneingängen
MO bis Ml, drei Auswahleingängen £4 bis £6, einem Steuereingang ST und zwei Ausgängen Al
und Al verwendet. Außerdem enthält das Schwellwertschal tnetz noch ein NAND-Glied NA, einen Inverter
IN und einen Widerstand R.
An den höchstwertigen Eingang des Decodierers DC wird ein Bezugspotential von 0 V angelegt, das
dem Binärwert 0 zugeordnet ist. Der Decodierer DC wird damit nicht als 4-Bit-Dezimaldeeodierer, sondern
als 3-Bit-Binärcodierer betrieben und die Ausgänge D8 und D9 sind damit bedeutungslos. Am
Ausgang DO des Decodierers DC wird das Gruppensignal gl abgegeben, das immer dann den Binärwert
0 annimmt, wenn keines der Eingangssignale el bis e3 den Binärwert 1 hat. Das Gruppensignal gl nimmt
damit immer den Binärwert 1 an, sobald mindestens eines der Eingangssignale el bis e3 den Binärwert 1
hat. Durch die Verwendung des Signals an dem invertierenden Ausgang DO als Gruppensignal gl ist
kein siebenfaches ODER-Glied Fl entsprechend Fig. 2 erforderlich, da in beiden Fällen das gleiche
Signal abgegeben wird. Das Gruppensignal gl wird am Ausgang des NAND-Glieds NA abgegeben, dessen
Eingänge mit den Ausgängen D3, DS, D6 und Dl des Decodierers DC verbunden sind. Das Gruppensignal
g3 wird am Ausgang des Inverters IN abgegeben, der das Signal am Ausgang Dl invertiert.
Die Signale gl bis g3 werden wie in Fig. 2 den Dateneingängen des Multiplexers MX zugeführt. Um
an den Gruppeneingang Fi ständig ein Signal mit dem Binärwert 1 anzulegen, wird dieser über den Widerstand
R an eine Spannung von beispielsweise 5 V angelegt, der der Binärwert 1 zugeordnet wird. An den
Steuereingang S7des Multiplexers MX wird das Bezugspotential
von 0 V fest angelegt und der Multiplexer MX wird damit ständig freigegeben. Der Multiplexer
MX hat einen nicht invertierenden Ausgang Al, an dem ein Ausgangssignal al abgegeben wird
und einen invertierenden Ausgang Al, an dem ein
Ausgangssignal al abgegeben wird. Das Ausgangssignal
al hat immer dann den Binärwert 1, wenn mindestens drei der Eingangssignale el bis e6 den Binärwert 1 haben und das Ausgangssignal al hat immer
denn den Binärwert 1, wenn weniger als drei der Ein-
2S gangssignale el bis e6 den Binärwert 1 haben. Das
Schwellwertschaltnetz kann damit wahlweise als Majoritäts- oder Minoritätsschaltnetz verwendet werden.
Falls ein invertierender Ausgang Al des Multiplexers MX nicht zur Verfügung steht oder eine Invertierung
des Ausgangssignals al nicht vorgenommer werden soll, kann ein als Majoritätsschaltnetz dienendes
Schwellwertschaltnetz dadurch in ein Minoritätsschaltnetz abgeändert werden, daß das Gruppensigna
gi den Binärwert 1 annimmt, wenn von den Eingangs
Signalen el bis em höchstens (i — 1) Eingangssignalt
den Binärwert 1 haben.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Schwellwertschaltnetz für binäre Signale, dessen Eingängen die binären Signale als Eingangssignale
zugeführt werden und das an seinem Ausgang ein binäres Ausgangssignal abgibt, das
einen ersten Binärwert annimmt, wenn mindestenseine einem Schwellwert zugeordnete Anzahl
der Eingangssignale gleichzeitig den gleichen Binärwert hat und das andernfalls den zweiten Binärwert
annimmt, gekennzeichnet durch eine erste Schaltstufe (51), deren Eingängen (£1 bis
Em) ein erster Teil der Eingangssignale (el bis em) zugeführt wird und die an einem oder mehreren
i-ten Ausgängen (Gl bis Gm) jeweils ein Signal mit einem ersten Binärwert (»1«) abgibt,
wenn jeweils mindestens / Eingangssignale (el bis em) den ersten Binärwert (»1«) haben, durch eine
mit Auswahleingängen (E(m + 1) bis En) und ao
Gruppeneingängen (FO bis F(m — n)) versehene zweite Schaltstufe (52), deren Auswahleingängen
(E(m + 1) bis En) der verbleibende zweite Teil der Eingangssignale (e(m + 1) bis en) zugeführt
wird, die jeweils eines der an mehreren Α-ten a5 Gruppenengängen (FO bis F(η — m)) anliegenden
Signale als Ausgangssignal (α) zu ihrem Ausgang (/4) durchschaltet, wenn jeweils nur k Eingangssignale
(e(m +1) bis en) den ersten Binärwert (»1«) haben und daß jeweils ein z-ter
Ausgang der ersten Schaltstufe (51) mit einem kten Gruppeneingang der zweiten Schaltstufe (52)
derart verbunden ist, daß die Summe aus ι und k den Schwellwert (s) ergibt.
2. Schwellwertschaltnetz nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch eine erste Schaltstufe (51), bestehend aus einem Decodierer (DC), dessen
Eingängen (El bis Em) die Eingangssignale (el
bis em) zugeführt werden und dessen Ausgänge (DO bis D(2m—1)) jeweils einer Kombination der 4»
Binärwerte der Eingangssignale (el bis em) zugeordnet sind und durch ODER-Glieder ( Kl, Vl),
deren Ausgänge jeweils einen z-ten Ausgang (Gl bis Gm) der ersten Schaltstufe (51) darstellen und
die jeweils die Signale an denjenigen Ausgängen (DO bis D(2m-1)) des Decodierers (DC) miteinander
verknüpfen, die eine Kombination von Binärwerten der Eingangssignale (el bis em) zugeordnet
sind, die mindestens ι erste Binärwerte (»1«) enthalten.
3. Schwellwertschaltnetz nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine zweite
Schaltstufe (52), bestehend aus einem mit Auswahleingängen (£(m + 1) bis En) und Dateneingängen
(MO bis M(2"-m — I)) versehenen Multiplexer
(MX), dessen Auswahleingängen (E(m + 1) bis En) die Eingangssignale (e(m + 1) bis
en) zugeführt werden, dessen Dateneingänge (MO bis M(2""m — I)) jeweils einer Kombination der
Binärwerte der Eingangssignale (e(m + 1) bis en) zugeordnet sind und von denen jeweils diejenigen
zu einem k-Xen Gruppeneingang (FO bis F(n - m)) zusammengefaßt werden, die denjenigen
Kombinationen der Binärwerte der Eingangssignale (e(m + 1) bis en) zugeordnet sind, die nur
k erste Binärwerte enthalten.
4. Schwellwertschaltnetz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet
daß die erste Schaltstufe (51) weitere Ausgänge (GO, G(-1), G( - 2)...) enthält, an denen
Signale mit dem ersten Binärwert (»1«) ständig abgegeben werden, wenn die Anzahl der Gruppeneingänge
(FO bis F(η - m)) größer ist als der Schwellwert (s) und daß sie weitere Ausgänge
(G(m + 1), G(m + 2)...) enthält, an denen Signale mit dem zweiten Binärwert (»0«) ständig
abgegeben werden, wenn die Anzahl der Ausgänge (Gl bis Gm) kleiner ist als der Schwellwert
Priority Applications (8)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19742440147 DE2440147C3 (de) | 1974-08-21 | Schwellwertschaltnetz für binäre Signale | |
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| IT2644475A IT1041879B (it) | 1974-08-21 | 1975-08-20 | Rete di commutazione a soglia per segnali elettrici binari |
| BE159352A BE832614A (fr) | 1974-08-21 | 1975-08-21 | Reseau de commutation a seuil pour des signaux binaires |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19742440147 DE2440147C3 (de) | 1974-08-21 | Schwellwertschaltnetz für binäre Signale |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE2440147A1 DE2440147A1 (de) | 1976-03-04 |
| DE2440147B2 DE2440147B2 (de) | 1976-06-16 |
| DE2440147C3 true DE2440147C3 (de) | 1977-01-27 |
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