DE2438017C3 - Druckgasschalter - Google Patents
DruckgasschalterInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Druckgasschalicr
mit zwei Kuntaktstücken, von denen mindestens
eines zur Abfuhr der Schaltgase hohl ausgebildet ist, und mit einer aus Kolben und Zylinder bestehenden, durch
eine Relativbewegung zwischen diesen eine Löschgasströmung erzeugenden Blaseinrichtung.
Ein derartiger Druckgasschalter ist aus der DE-OS 22 15 655 bekannt. Wenn bei dem bekannten Schalter
zwischen den beiden Kontaktstücken im Verlauf der Ausschalthandlung ein Lichtbogen gezogen wird, wird
von der Blaseinrichtung eine Löschgasströmung in Gang gesetzt, die den Lichtbogen bebläst. Die heißen
Schaltgase werden über die hohl ausgebildeten Kontaktstücke abgeführt.
Ausgehend von einem Druckgasschalter dieser Art liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, den zwischen
den Kontakten gezogenen Lichtbogen in seiner Lage zu stabilisieren, ohne den Verbrauch an Druckgas zu
steigern.
Nach der Erfindung wird dies gelöst durch ein im Zuge der Löschgasströmung angeordnetes, mantelseitig
gelochtes Isolierstoffrohr, das während der Löschphase
den Lichtbogenbrennraum unmittelbar umschließt und mit dem beweglichen Teil der Blaseinrichtung gekoppelt
ist.
Durch Anwendung der Erfindung wird die auf den Lichtbogen einwirkende Löschgasströmung in mehrere
einzelne Gasströme unterteilt, so daß sich eine turbulente Beströmung des Lichtbogens ergibt Das
gelochte Isolierstoffrohr wirkt damit wie ein Turbulenzgitter.
Bei einem aus der DE-AS 10 64 592 bekannten Druckgasschalter mit geschlossener Löschkammer sind
durch konstruktiv bedingte Maßnahmen, z. B. Krümmer, im Verlaufe der Druckgasführung zur Schaltkammer
Strömungswirbel zu erwarten, die Verluste in der Löschleistung hervorrufen können. Zur Beseitigung
derartiger Strömungswirbel ist ein die Strömung unterteilendes Mittel, d. h. ein Turbulenzgitter, vorgesehen,
das als Lochscheibe ausgebildet ist. In der Lochscheibe sind die Löcher rotationssymmetrisch
angeordnet. Der die Lochscheibe aufnehmende Raum zur Führung des Druckgases ist derart kegelförmig
gestaltet, daß sich iler Querschnitt in Richtung zur
Lochscheibe allmählich erweitert. Mit Hilfe der Lochscheibe wird der Druckgasstrahl in mehrcie
Strahlen unterteilt, welche voneinander unabhängig sind. Hierdurch sollen in der Strömung bestehende
Wirbel zerschlagen und Ungleichheiten ausgeglichen werden. Im Ergebnis bewirkt also beim bekannten
Schalter die Anordnung der gitterförmigen Scheibe eine
laminare Strömung.
Bei der Erfindung dagegen sind keinerlei Beruhigungsstrecken
vorgesehen. Vielmehr umschließt das als Turbulenzgitter wirkende Isolierstoffrohr unmittelbar
den Lichtbogenbrennraum, so daß die durch das Turbulenzgitter erzeugten einzelnen Löscngasstrahlen
turbulentes Gas enthalten. Erst dadurch ergibt sich eine besonders intensive Beblasung und Kühlung des
Lichtbogens.
Ferner ist aus der FR-PS 12 10 923 ein elektrischer Schalter bekannt, bei dem ein ringförmiger Isolierstoffkörper
*nit radialen Kanälen den Lichtbogenbrennraum umgibt Durch diese radialen Kanäle wird flüssiges
Löschmittel, das mit gasförmigem Löschmittel vermischt
sein kann, in den Lichtbogenbrennraum eingespritzt Bei dem bekannten Schalter handelt es sich
jedoch nicht um einen Blaskolbenschalter. Keiner der Kontakte ist zur Abfuhr der Schaltgase hohl ausgebildet.
Dadurch ist es beim bekannten Schalter nicht möglich, daß der Isolierstoffkörper den Lichtbogenbrennranm
während des Löschvorganges ständig umschließt Es muß vielmehr eine seitliche Rinj^paltöffnung
zur Abfuhr der Schaltgase vorgesehen werden. Darüber hinaus ergibt sich beim bekannten Schalter die
Wirkungsweise, daß das hauptsächlich flüssige Löschmittel bei Berührung mit dem Lichtbogen schlagartig
verdampft so daß eine Beeinträchtigung der Löschmittelströmung erwartet werden kann. Das Löschmittel
kann also nicht in den Lichtbogen selbst eindringen, sondern streicht an dessen Außenfläche entlang, um
durch den Ringspalt zu entweichen. Anders als beim Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist der
Isolierstoffkörper beim Schalter nach der FR-PS 12 10 923 feststehend angeordnet Da der Schalter keine
Blaseinrichtung aufweist, kann der Isolierstoffkörper auch nicht mit dem beweglichen Teil dieser Blaseinrichtung
gekoppelt sein.
Bei Ausbildung des Druckgasschalters nach der Erfindung als Blaskolbenschalter mit einer aus Kolben
und Zylinder bestehenden Blaseinrichtung zur Erzeugung der Druckgasströmung wird vorteilhaft das
Isolierstoffrohr über mindestens eines der Kontaktstükke
gezogen.
In Blaskolbenschaltern wird der Schjltlichtbogen
grundsätzlich einer im wesentlichen laminaren Anströmung ausgesetzt. Erst im Abströmgebiet durch das eine
rohrförmige Kontaktstück erreicht die sich an den Düsenwandungen entwickelnde Turbulenz die Düsenachse.
Durch den Einbau des als manlelseitig gelochtes Isolierstoffrohr ausgebildeten Turbulenzgitters werden
auch das Düseneinlaufgebiet und das Staugebiet mit turbulenter .Strömung versorgt. Die gesamte Lichtbogensäule
wird somit turbulent gekühlt, so daß sich eine schnellere dielektrische Verfestigung ergibt.
Durch Anwendung der Erfindung ist es möglich, die höhere Wärmeleitfähigkeit eines turbulent strömenden
Gases gegenüber einem laminar strömenden Gas für das gesamte Lichtbogengebiet auszunutzen. Das den
Lichtbogenbrennraum im Verlauf der Ausschaltbewegung unmittelbar umgebende Turbulenzgitter bewirkt
eine intensive Kühlung des Lichtbogens durch Turbulenz.
Hei einer vorteilhaften AiisfUhrungsform des Druckgasschalters
nach der Erfindung sind die Kontaktstiicke
feststehend angeordnet und von einem beweglichen tlberbrückungsschaltstück in der Einschaltstclliing
elektrisch leitend liberbi iU'U, das mit dem beweglichen
Teil der Blaseinrichtung gekoppelt ist Dabei kann das Isolierstoffrohr mit der freien Stirnseite des Überbrükkungsschaltstückes
starr verbunden sein und eine elektrische Isolierung für einen stirnseitig vom Überbrückungsschaltstück
getragenen abbrandfesten Gleitkontaktring bilden, der beim Ablauf vom einen feststehenden Kontaktstück mit dem anderen Kontaktstück
elektrisch leitend verbunden wird.
Besonders vorteilhaft ist das Isolierstoffrohr mit dem
gegenüber dem feststehenden Kolben der Blaseinrichtung beweglichen Zylinder starr verbunden.
Der für den Durchtritt des Druckgases wirksame Querschnitt des Isolierstoffrohres kann etwa halb so
groß sein wie der Querschnitt des zur Abfuhr der Lichtbogengase bestimmten rohrförmigen Kontaktstückes.
Man erhält dadurch eine Verkleinerung des Gasdurchsatzes und damit auch eine Verkleinerung des
Antriebs und der kraftübertragenden Isolierteile des Druckgasschalter.
Bei Druckgasschalter!), insbesondere Blaskolbenschaltern,
wird der Gasverbauch :nd damit die Auslegung des Antriebs wesentlich durch den Düsendurchmesser
der zur Abfuhr von Schaltgasen hohl ausgebildeten Kontaktstücke bestimmt Dieser Düsendurchmesser
muß, um eine ausreichende Anströmungsgeschwindigkeit des Druckgases gegen den Lichtbogen
zu bekommen, in einem bestimmten Verhältnis zum Abstand der beiden Kontaktstücke voneinander, der der
Löchdistanz entspricht und durch die Spannungsbeanspruchung des Druckgasschalters gegeben ist stehen.
Wenn man den für den Durchtritt des Druckgases
wirksamen Querschnitt des Isolierstoffrohres kleiner, vorzugsweise etwa halb so groß macht wie den
Querschnitt des zur Abfuhr des Lichtbogengases bestimmten rohrförmigen Kontaktstückes, kann die
Löschfähigkeit bei verkleinertem Antrieb gesteigert werden. Außerdem ist es möglich, Schaltstrecken für
höhere Spannungsbeanspruchungen zu bauen, ohne den Durchmesser der zur Abfuhr von Lichtbogen und
Schaltgasen rohrförmig ausgebildeten Kontaktstücke zu vergrößern.
W^nn man, wie das bei einer Ausführungsform gemäß
der Erfindung vorgesehen ist, das Isolierstoffrohr aus Polytetrafluoräthylen fertigt wird bei sehr großen
abzuschaltenden Strömen und der dadurch gegebenen starken Lichtbogenentwicklung durch Verdampfung
des Polytetrafluoräthylens zusätzlich Löschgas erzeugt das in einer Zusammensetzung sehr ähnlich dem
thermisch zersetzten Schwefelhexafluorid ist Diese Ausführungsform ist daher besonders gut geeignet für
einen Druckgasschalter, in dem als Lösch- und Isoliermittel unter Druck stehendes SF6 verwendet wird
Damit kann das Abschaltvermögen des Druckgasschalters wirksam gesteigert werden. Bei einer besonders
vo, teilnaften Ausführungsform des Druckgasschalters nach der Erfindung sind die Durchtrittsöffnungen für
das Druckgas bildenden Löcher des Isolierstoffrohres in Umfangsrichtung gleichmäßig Ober dessen Mantelfläche
verteilt angeordnet Dabei können die Löcher in axialer und/oder ir Umfangsrichtung eine ungleiche
Verteilung aufweisen. Es ist auch möglich, daß die Löcher unterschiedliche Durchmesser haben. Ferner ist
eine Ausführungsform gemäß der Erfindung als vorteilhaft anzusehen, bei der Durchtrittsöffnungen auf
tier dem Lichtbogenbrennraum abgewandten Seite eine erweiterte RandkontLT haben
Um die Strömungsverhältnisse im Inneren des l.ichtbogenbrennraumes günstig auszubilden, ist bei
einer weiteren Ausführungsform gemäß der Erfindung vorgesehen, daß die Lochreihen mit den Löchern mit
kleinsten und größten Durchmessern auf diametral gegenüberliegenden Seiten des Mantels je einer zu
einer Radialebene gehörenden Lochreihe angeordnet sind und daß die untereinander gleichen Lochreihen in
einem Winkel gegeneinander verdreht sind.
Anhand der Zeichnung sind Ausfuhrungsbeispiele für einen Druckgasschalter nach der Erfindung beschrieben
und die Wirkungsweise erläutert.
In Fig. I ist ein elektrischer Druckgasschalter zum Teil in einem Längsschnitt dargestellt. In Fig. 2 ist die
Löscheinrichtung des Druckgasschalters nach der Erfindung in einem Längsschnitt schematisch gezeichnet.
Die Fig. 3 zeigt in einem Ausschnitt ein Teil der
Löscheinrichtung nach F i g. 2.
In F i g. 4 ist ein Teil der Löscheinrichtung als weitere
Ausführungsform gemäß der Erfindung schematisch im Schnitt dargestellt.
Der in F i g. 1 dargestellte Hochspannungsschalter für beispielsweise 110 kV, in dem Schwefelhexafluorid als
Lösch- und Isoliermittel verwendet wird, ist der Einfachheit halber nur mit den zum Verständnis der
Erfindung erforderlichen Teilen ohne die auf Erdpotential liegenden Schalterteile, den Antrieb und dir
Stützisolaloren gezeichnet. Der als Druckgasschalter aufgebaute elektrische Schalter weist eine z. B. aus
Prozellan bestehende Schaltkammer 1 auf, die an ihrem oberen Ende ein nicht weiter dargestelltes Anschlußstück
trägt. An diesem AnschlußstUck ist ein in das Innere der Schaltkammer 1 ragender metallischer
Hohlkörper 2 befestigt, der ein feststehendes Kontaktstück 3 trägt. Dem Kontaktstück 3 liegt ein feststehendes
Kontaktstück 4 gegenüber. Beide Kontaktstücke 3 und 4 sind zur Abführung der Schaltgase hohl
ausgebildet und an ihren gegenüberliegenden Stirnseiten düsenförmig gestaltet.
Die beiden feststehenden Kontaktstücke 3 und 4 sind in der Einschaltstellung durch ein Überbrückungsschaltstück
6 verbunden, das rohrförmig ausgebildet ist. Im Inneren des rohrförmigen Überbriickungsschaltstückes
6 sind federbelastete Lamellen 7 gelagert, die mit
chen 8 gegen die feststehenden Kontaktstücke 3 und 4 gedrückt sind. Das Überbrückungsschaltstück 6 trägt
einen Gleitkontaktring aus lichtbogenfestem, elektrisch leitendem Material unter Zwischenlage einer elektrischen
Isolierung 10. Das rohrförmige Überbrückungsschaltstück 6 ist in einen Koppelkörper 18 eingeschraubt,
der über Befestigungselemente 19 mit einem Isolierstoffrohr 20 verbunden ist, das einen Blaszylinder
bildet.
Der Blaszylinder trägt auf seiner Stirnseite 21 einen Düsenkörper, der das feststehende Kontaktstück 3
umgibt Das Isolierstoffrohr 20 ist beispielsweise aus einem Stück, ζ. Β. aus faserverstärktem Kunststoff,
hergestellt Das Isolierstoffrohr 20 wird während der Ausschaltbewegung gemeinsam mit dem Überbrükkungsschaltstück
6 über einen feststehenden Kolben 24 gezogen, so daß eine Löschmittelströmung bereitgestellt
wird Am Koppelkörper 18 greifen Zugstangen 12 an, die an einem Bolzen 13 beweglich gelagert sind Mit
den Zugstangen 12 ist ein nicht näher dargestelltes Antriebsglied gekoppelt das den Schalter aus der rechts
der Mittellinie gezeichneten Einschaltstellung in die links dargestellte Ausschaltstellung bewegt
Die Schaltkammer 1 ist vollständig mit Schwefelhexafluorid unter einem Druck von beispielsweise 4 bar
gefüllt. Beim Ausschalten bewegt sich das Schaltstück 6
zusammen mit dem Rohr 20 von oben nach unten. Dabei wird das innerhalb des Rohres 20 vorhandene
Schwefelhexafluorid komprimiert, weil es beim Beginn der Ausschaltbewegung noch nicht abströmen kann.
Erst wenn das Rohr 20 etwa die Hälfte seines Hubes zurückgelegt hat, gleiten die Kontaktlamellen 7 des
Überbriickungsschaltstückes 6 und der Gleitkontaklring 9 vom feststehenden Kontaktstück 3 ab (Ablaufkontaktstück),
so daß mit der galvanischen Trennung ein Auslaßquerschnitt entsteht. Durch diesen strömt das bis
dahin komprimierte Schwefelhexafluorid in die von den beiden feststehenden Kontaklstücken 3 und 4 gebildeten
Absirömdüsen, Der Lichtbogen wird dabei vom Gleitkontaktring 9 auf die am Kontaktstück 4
vorgesehenen Abbrandelektroden aus lichtbogenfesteni Material kommutiert und durch die günstigen Slrömungsverhältnisse,
die an den Düsen vorliegen, gelöscht.
in der Ausschaiisieiiung ist die Trennsirecke zwischen
den Kontaktstücken 3 und 4 frei. Es herrscht nur eine geringe Feldstärke, weil die Kontaktstücke als
großflächige Elektroden ein gleichmäßiges Feld ergeben.
Wie die Fig. 2 erkennen läßt, ist im Zuge der
Druckgasströmung ein Turbulenzgitter 30 angeordnet, das als mantclseitig gelochtes Isolierstoffrohr ausgebildet
ist. Dieses Isolierstoffrohr 30 umgibt im Verlauf der Ausschakocwegung den Lichtbogenbrennraum zwischen
den Kontaktstücken 3 und 4 unmittelbar. Auf diese Weise ergibt sich in dem den Lichtbogen
umgebenden Anströmgebiet keine laminare, sondern eine turbulente Druckgasströmung. Dies bedingt einen
zusätzlichen Energietransport senkrecht zu den Stromlinien, so daß die Abfuhr der im Lichtbogen umgesetzten
Leistung im Vergleich zu einer laminaren Strömung vervielfacht ist. Dadurch kann die Restlichtbogensäule
schneller abgekühlt und abgebaut werden. Es ist möglich, auf diese Weise auch Einfluß auf die
Lichtbogenbrennspannung zu nehmen, die vor dem Nulldurchgang des Wechselstromes vergrößert wird,
weil dann der Bogenwiderstand vergrößert ist. Insgesamt ergphen sich durch Anordnung eines Turbulenzeitters
im Sinne der Erfindung günstige Löschbedingungen.
Ersichtlich ist das Isolierstoffrohr 30 mit dem beweglichen Teil 20 der Blaseinrichtung gekoppelt und
über zumindest eines der Kontaktstücke 3 gezogen. In der Ausschaltstellung befindet sich der Blaszylinder 20
und das Isolierstoffrohr 30 in einer das Kontaktstück 4 umgebenden Lage, so daß die Trennstrecke zwischen
den Kontaktstücken 3 und 4 freibleibt.
Das als Isolierstoffrohr ausgebildete Turbulenzgitter 30 ist mit der freien Stirnseite 31 des Überbrückungsschaltstückes
7 starr verbunden. Es bildet einen Teil der elektrischen Isolierung 10 für den vom Überbrückungsschaltstück
7 getragenen abbrandfesten Gleitkontaktring 9, der beim Ablauf von dem Kontaktstück 3 mit
dem anderen Kontaktstück 4 elektrisch leitend verbunden wird. Auf der anderen Seite ist das Isolierstoffrohr
30 mit dem Kolben 20 starr verbunden, wobei die Stirnseite des Turbulenzgitters 30 das Ablaufschaltstück
3 an seinem freien Ende dicht umgibt
Der für den Durchtritt des Druckgases wirksame Querschnitt des Isolierstoffrohres 30 kann etwa halb so
groß wie der Querschnitt der zur Abfuhr der Lichtbogengase bestimmten rohrförmigen Kontakt-Stücke
3 und 4 gemacht sein. Man erhält auf diese Weise
eine definierte gedrosselte Anströmung, mit der die Löschfähigkeit bei gleichzeitiger Verkleinerung des
Antriebes gesteigert werden kann. Es hat sich gezeigt, daß die Verkleinerung des wirksamen Lochquerschnittes
im Isolierstoffrohr 30 eine Verkleinerung des Blaskolbenquerschnittes und des Antriebes, d. h, eine
Verkleinerung der Antriebskraft ermöglicht. Die scharf gebügelten Druckgassirahlen haben auch bei kleineren
Kompressionsverhältnissen große Geschwindigkeiten und engen den Lichtbogen ein, so daß das Einlaufen des
Lichtbogens in das Innere der hohlen Kontaktstücke 3 und 4 begünstigt wird.
Die Anordnung des rohrförmigen Turbulenzgitters 30 erlaubt es, Spannungs- und Stromforderungen, die an
den Druckgasschalter gestellt werden, weitgehend unabhängig voneinander zu erfüllen.
Das Turbulenzgitter 30 kann aus Polytetrafluoräthylen
bestehen. In diesem Fall wird bei sehr großen Strömen durch Verdampfung des Isolierstoffmaterials
zusätzliches Gas frei, das in seiner Zusammensetzung dem thermisch zersetzten Schwefelhexafluorid ähnlich
ist und das Abschaltvermögen des Schalters steigert.
Insgesamt wird das durch den Lichtbogen aufgeheizte Gebiet durch das Turbulenzgitter begrenzt. Dadurch
wird zum einen der Druck des Druckgases gesteigert und zum anderen die zur Abfuhr heißer, unerwünschter
Schaltgasc erforderliche Zeit verringert.
Die Durchtrittsöffnungen für das Druckgas bildenden Löcher 32 des Isolierstoffrohres 30 können in
Umfangsrichtung gleichmäßig über dessen Mantelfläehe
verteilt angeordnet sein, wie die Fig. 2 erkennen läßt. Es ist jedoch auch möglich, daß die Löcher in
axialer und/oder azimutaler Richtung eine ungleiche Verteilung aufweisen. Besonders vorteilhaft ist es, wenn
die Löcher 32, wie die Fig.4 zeigt, unterschiedliche
το Durchmesser haben. Bei der in Fig.4 dargestellten
Ausführungsform des Turbulenzgitters 30 sind die Löcher 32 mit kleinsten und größten Durchmessern auf
diametral gegenüberliegenden Seiten je einer zu einer Radialebene gehörenden Lochreihe angeordnet, wobei
die Lochreihen untereinander in einem Winkel gegen einander versetzt sind. Auf diese Weise ist es möglich,
den Abbau des im Staubereich normalerweise verbleibenden Gasvolumens zu beschleunigen. Bei dem in
F i S. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Lochreihen in einem Winkel von 180° gegeneinander
versetzt. Dit F i g. 3 zeigt, daß die Löcher 32 auf der dem Lichtbogenbrennraum zwischen den Kontaktstücken 3
und 4 abgewandten Seite eine erweiterte Randkontur haben, was einerseits für den Aufbau des Druckes in der
Blaseinrichtung vorteilhaft ist und andererseits zu einem erwünschten Druckstau im Lichtbogenbrennraum führt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (11)
1. Druckgasschalter mit zwei Kontaktstücken, von denen mindestens eines zur Abfuhr der Schaltgase
hohl ausgebildet ist, und mit einer aus Kolben und Zylinder bestehenden, durch eine Relativbewegung
zwischen diesen eine Löschgasströmung erzeugenden Blaseinrichtung, gekennzeichnet durch
ein im Zuge der Löschgasströmung angeordnetes, mantelseitig gelochtes Isolierstoffrohr (30), das
während der Löschphase den Lichtbogenbrennraum unmittelbar umschließt und mit dem beweglichen
Teil der Blaseinrichtung gekoppelt ist.
2. Druckgasschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Isolierstoffrohr (30) über
mindestens eines der Kontaktstücke (3) gezogen wird.
3. Druckgasschalter nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktstück!: (3,
4) feststehet angeordnet und von einem beweglichen Oberbritckungs-schaltstiick (7) in der Einschallstellung
elektrisch leitend überbrückt sind, das mit dem beweglichen Teil (20) der Blaseinrichtung
gekoppelt ist
4. Druckgasschalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Isolierstoffrohr (30) mit der
freien Stirnseite (31) des Überbrückungsschaltstükkes (7) starr verbunden ist und eine elektrische
Isolierung (10) für einen slirnseitig vom Überbrükkungsschaltstück
(7) getragenen abbrandfesten Gleitkontaktring (9) bildet, der beim Ablauf vom
einen feststehenden Kontaktstück (3) mit dem anderen Kontaktstück \4) elektrisch leitend verbunden
wird.
5. Druckgasschalter nach Ans, ruch I oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das
Isolierstoffrohr (30) mit dem gegenüber dem feststehenden Kolben (24) der Blaseinrichtung
beweglichen Zylinder (20) starr verbunden ist.
6. Druckgasschalter nach Anspruch I oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der für
den Durchtritt des Löschgases wirksame Querschnitt des Isolierstoffrohres (30) kleiner ist als der
Querschnitt der (des) zur Abfuhr der Schaltgase bestimmten rohrförmigen Kontaktstücke(s).
7. Druckgasschalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der für den Durchtritt des
Löschgases wirksame Querschnitt des Isolierstoffrohres (30) etwa halb so groß ist wie der Querschnitt
der (des) zur Abfuhr der Schaltgase bestimmten rohrförmigen Kontaktslücke(s).
8. Druckgasschalter nach Anspruch I oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das
Isolierstoffrohr (30) aus Polytetrafluorethylen besteht.
9. Druckgasschalter nach Anspruch I oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die
Durchtrittsöffnungen (32) für das Druckgas bildenden Löcher des Isolierstoffrohres (30) in Umfangsrichtung
gleichmäßig über dessen Mantelfläche verteilt angeordnet sind.
10. Druckgasschalter nach Anspruch I bis B, dadurch gekennzeichnet, dal) die Löcher in axialer
und/oder in Umfangs-Richtung eine ungleiche Verteilung aufweisen.
11. Druckgasschalter nach Anspruch I oder einem
der folgenden, dadurch gekennzeichnet. Ί·ιβ die
Löcher(32) unterschiedliche Durchmesser haben,
12, Druckgasschalter nach Anspruch 1 oder einem
der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchlrittsöffnungen (32) auf der dem Lichtbogenbrennraum
(33) abgewandten Seite eine erweiterte Randkontur (34) haben.
13, Druckgasschalter nach Anspruch 10 oder II,
dadurch gekennzeichnet, daß die Lochreihen mit den Löchern (32) mit kleinsten und größten Durchmessern
auf diametral gegenüberliegenden Seilen des Mantels je einer zu einer Radialebene gehörenden
Lochreihe angeordnet sind und daß die untereinander gleichen Lochreihen in einem Winkel gegeneinander
verdreht sind.
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| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| AG | Has addition no. |
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