DE2438017C3 - Druckgasschalter - Google Patents

Druckgasschalter

Info

Publication number
DE2438017C3
DE2438017C3 DE2438017A DE2438017A DE2438017C3 DE 2438017 C3 DE2438017 C3 DE 2438017C3 DE 2438017 A DE2438017 A DE 2438017A DE 2438017 A DE2438017 A DE 2438017A DE 2438017 C3 DE2438017 C3 DE 2438017C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
compressed gas
switch according
insulating tube
holes
gas switch
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE2438017A
Other languages
English (en)
Other versions
DE2438017A1 (de
DE2438017B2 (de
Inventor
Peter Dr.-Ing. 1000 Berlin Huhse
Horst Dr.-Ing. Kopplin
Klaus-Peter Dr.-Ing. Rolff
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens AG
Original Assignee
Siemens AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens AG filed Critical Siemens AG
Priority to DE2438017A priority Critical patent/DE2438017C3/de
Priority to GB9226/75A priority patent/GB1493492A/en
Priority to FR7510789A priority patent/FR2281642A1/fr
Priority to US05/577,919 priority patent/US4080521A/en
Priority to CH908175A priority patent/CH596661A5/xx
Priority to SE7508448A priority patent/SE398276B/xx
Priority to IT25731/75A priority patent/IT1040125B/it
Priority to JP50091491A priority patent/JPS5138070A/ja
Publication of DE2438017A1 publication Critical patent/DE2438017A1/de
Publication of DE2438017B2 publication Critical patent/DE2438017B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2438017C3 publication Critical patent/DE2438017C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/70Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid
    • H01H33/7015Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid characterised by flow directing elements associated with contacts
    • H01H33/7038Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid characterised by flow directing elements associated with contacts characterised by a conducting tubular gas flow enhancing nozzle
    • H01H33/7053Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid characterised by flow directing elements associated with contacts characterised by a conducting tubular gas flow enhancing nozzle having a bridging element around two hollow tubular contacts

Landscapes

  • Circuit Breakers (AREA)
  • Arc-Extinguishing Devices That Are Switches (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen Druckgasschalicr mit zwei Kuntaktstücken, von denen mindestens eines zur Abfuhr der Schaltgase hohl ausgebildet ist, und mit einer aus Kolben und Zylinder bestehenden, durch eine Relativbewegung zwischen diesen eine Löschgasströmung erzeugenden Blaseinrichtung.
Ein derartiger Druckgasschalter ist aus der DE-OS 22 15 655 bekannt. Wenn bei dem bekannten Schalter zwischen den beiden Kontaktstücken im Verlauf der Ausschalthandlung ein Lichtbogen gezogen wird, wird von der Blaseinrichtung eine Löschgasströmung in Gang gesetzt, die den Lichtbogen bebläst. Die heißen Schaltgase werden über die hohl ausgebildeten Kontaktstücke abgeführt.
Ausgehend von einem Druckgasschalter dieser Art liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, den zwischen den Kontakten gezogenen Lichtbogen in seiner Lage zu stabilisieren, ohne den Verbrauch an Druckgas zu steigern.
Nach der Erfindung wird dies gelöst durch ein im Zuge der Löschgasströmung angeordnetes, mantelseitig gelochtes Isolierstoffrohr, das während der Löschphase den Lichtbogenbrennraum unmittelbar umschließt und mit dem beweglichen Teil der Blaseinrichtung gekoppelt ist.
Durch Anwendung der Erfindung wird die auf den Lichtbogen einwirkende Löschgasströmung in mehrere einzelne Gasströme unterteilt, so daß sich eine turbulente Beströmung des Lichtbogens ergibt Das gelochte Isolierstoffrohr wirkt damit wie ein Turbulenzgitter.
Bei einem aus der DE-AS 10 64 592 bekannten Druckgasschalter mit geschlossener Löschkammer sind durch konstruktiv bedingte Maßnahmen, z. B. Krümmer, im Verlaufe der Druckgasführung zur Schaltkammer Strömungswirbel zu erwarten, die Verluste in der Löschleistung hervorrufen können. Zur Beseitigung derartiger Strömungswirbel ist ein die Strömung unterteilendes Mittel, d. h. ein Turbulenzgitter, vorgesehen, das als Lochscheibe ausgebildet ist. In der Lochscheibe sind die Löcher rotationssymmetrisch angeordnet. Der die Lochscheibe aufnehmende Raum zur Führung des Druckgases ist derart kegelförmig gestaltet, daß sich iler Querschnitt in Richtung zur Lochscheibe allmählich erweitert. Mit Hilfe der Lochscheibe wird der Druckgasstrahl in mehrcie Strahlen unterteilt, welche voneinander unabhängig sind. Hierdurch sollen in der Strömung bestehende Wirbel zerschlagen und Ungleichheiten ausgeglichen werden. Im Ergebnis bewirkt also beim bekannten
Schalter die Anordnung der gitterförmigen Scheibe eine laminare Strömung.
Bei der Erfindung dagegen sind keinerlei Beruhigungsstrecken vorgesehen. Vielmehr umschließt das als Turbulenzgitter wirkende Isolierstoffrohr unmittelbar den Lichtbogenbrennraum, so daß die durch das Turbulenzgitter erzeugten einzelnen Löscngasstrahlen turbulentes Gas enthalten. Erst dadurch ergibt sich eine besonders intensive Beblasung und Kühlung des Lichtbogens.
Ferner ist aus der FR-PS 12 10 923 ein elektrischer Schalter bekannt, bei dem ein ringförmiger Isolierstoffkörper *nit radialen Kanälen den Lichtbogenbrennraum umgibt Durch diese radialen Kanäle wird flüssiges Löschmittel, das mit gasförmigem Löschmittel vermischt sein kann, in den Lichtbogenbrennraum eingespritzt Bei dem bekannten Schalter handelt es sich jedoch nicht um einen Blaskolbenschalter. Keiner der Kontakte ist zur Abfuhr der Schaltgase hohl ausgebildet. Dadurch ist es beim bekannten Schalter nicht möglich, daß der Isolierstoffkörper den Lichtbogenbrennranm während des Löschvorganges ständig umschließt Es muß vielmehr eine seitliche Rinj^paltöffnung zur Abfuhr der Schaltgase vorgesehen werden. Darüber hinaus ergibt sich beim bekannten Schalter die Wirkungsweise, daß das hauptsächlich flüssige Löschmittel bei Berührung mit dem Lichtbogen schlagartig verdampft so daß eine Beeinträchtigung der Löschmittelströmung erwartet werden kann. Das Löschmittel kann also nicht in den Lichtbogen selbst eindringen, sondern streicht an dessen Außenfläche entlang, um durch den Ringspalt zu entweichen. Anders als beim Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist der Isolierstoffkörper beim Schalter nach der FR-PS 12 10 923 feststehend angeordnet Da der Schalter keine Blaseinrichtung aufweist, kann der Isolierstoffkörper auch nicht mit dem beweglichen Teil dieser Blaseinrichtung gekoppelt sein.
Bei Ausbildung des Druckgasschalters nach der Erfindung als Blaskolbenschalter mit einer aus Kolben und Zylinder bestehenden Blaseinrichtung zur Erzeugung der Druckgasströmung wird vorteilhaft das Isolierstoffrohr über mindestens eines der Kontaktstükke gezogen.
In Blaskolbenschaltern wird der Schjltlichtbogen grundsätzlich einer im wesentlichen laminaren Anströmung ausgesetzt. Erst im Abströmgebiet durch das eine rohrförmige Kontaktstück erreicht die sich an den Düsenwandungen entwickelnde Turbulenz die Düsenachse. Durch den Einbau des als manlelseitig gelochtes Isolierstoffrohr ausgebildeten Turbulenzgitters werden auch das Düseneinlaufgebiet und das Staugebiet mit turbulenter .Strömung versorgt. Die gesamte Lichtbogensäule wird somit turbulent gekühlt, so daß sich eine schnellere dielektrische Verfestigung ergibt.
Durch Anwendung der Erfindung ist es möglich, die höhere Wärmeleitfähigkeit eines turbulent strömenden Gases gegenüber einem laminar strömenden Gas für das gesamte Lichtbogengebiet auszunutzen. Das den Lichtbogenbrennraum im Verlauf der Ausschaltbewegung unmittelbar umgebende Turbulenzgitter bewirkt eine intensive Kühlung des Lichtbogens durch Turbulenz.
Hei einer vorteilhaften AiisfUhrungsform des Druckgasschalters nach der Erfindung sind die Kontaktstiicke feststehend angeordnet und von einem beweglichen tlberbrückungsschaltstück in der Einschaltstclliing elektrisch leitend liberbi iU'U, das mit dem beweglichen
Teil der Blaseinrichtung gekoppelt ist Dabei kann das Isolierstoffrohr mit der freien Stirnseite des Überbrükkungsschaltstückes starr verbunden sein und eine elektrische Isolierung für einen stirnseitig vom Überbrückungsschaltstück getragenen abbrandfesten Gleitkontaktring bilden, der beim Ablauf vom einen feststehenden Kontaktstück mit dem anderen Kontaktstück elektrisch leitend verbunden wird.
Besonders vorteilhaft ist das Isolierstoffrohr mit dem gegenüber dem feststehenden Kolben der Blaseinrichtung beweglichen Zylinder starr verbunden.
Der für den Durchtritt des Druckgases wirksame Querschnitt des Isolierstoffrohres kann etwa halb so groß sein wie der Querschnitt des zur Abfuhr der Lichtbogengase bestimmten rohrförmigen Kontaktstückes. Man erhält dadurch eine Verkleinerung des Gasdurchsatzes und damit auch eine Verkleinerung des Antriebs und der kraftübertragenden Isolierteile des Druckgasschalter.
Bei Druckgasschalter!), insbesondere Blaskolbenschaltern, wird der Gasverbauch :nd damit die Auslegung des Antriebs wesentlich durch den Düsendurchmesser der zur Abfuhr von Schaltgasen hohl ausgebildeten Kontaktstücke bestimmt Dieser Düsendurchmesser muß, um eine ausreichende Anströmungsgeschwindigkeit des Druckgases gegen den Lichtbogen zu bekommen, in einem bestimmten Verhältnis zum Abstand der beiden Kontaktstücke voneinander, der der Löchdistanz entspricht und durch die Spannungsbeanspruchung des Druckgasschalters gegeben ist stehen.
Wenn man den für den Durchtritt des Druckgases wirksamen Querschnitt des Isolierstoffrohres kleiner, vorzugsweise etwa halb so groß macht wie den Querschnitt des zur Abfuhr des Lichtbogengases bestimmten rohrförmigen Kontaktstückes, kann die Löschfähigkeit bei verkleinertem Antrieb gesteigert werden. Außerdem ist es möglich, Schaltstrecken für höhere Spannungsbeanspruchungen zu bauen, ohne den Durchmesser der zur Abfuhr von Lichtbogen und Schaltgasen rohrförmig ausgebildeten Kontaktstücke zu vergrößern.
W^nn man, wie das bei einer Ausführungsform gemäß der Erfindung vorgesehen ist, das Isolierstoffrohr aus Polytetrafluoräthylen fertigt wird bei sehr großen abzuschaltenden Strömen und der dadurch gegebenen starken Lichtbogenentwicklung durch Verdampfung des Polytetrafluoräthylens zusätzlich Löschgas erzeugt das in einer Zusammensetzung sehr ähnlich dem thermisch zersetzten Schwefelhexafluorid ist Diese Ausführungsform ist daher besonders gut geeignet für einen Druckgasschalter, in dem als Lösch- und Isoliermittel unter Druck stehendes SF6 verwendet wird Damit kann das Abschaltvermögen des Druckgasschalters wirksam gesteigert werden. Bei einer besonders vo, teilnaften Ausführungsform des Druckgasschalters nach der Erfindung sind die Durchtrittsöffnungen für das Druckgas bildenden Löcher des Isolierstoffrohres in Umfangsrichtung gleichmäßig Ober dessen Mantelfläche verteilt angeordnet Dabei können die Löcher in axialer und/oder ir Umfangsrichtung eine ungleiche Verteilung aufweisen. Es ist auch möglich, daß die Löcher unterschiedliche Durchmesser haben. Ferner ist eine Ausführungsform gemäß der Erfindung als vorteilhaft anzusehen, bei der Durchtrittsöffnungen auf tier dem Lichtbogenbrennraum abgewandten Seite eine erweiterte RandkontLT haben
Um die Strömungsverhältnisse im Inneren des l.ichtbogenbrennraumes günstig auszubilden, ist bei
einer weiteren Ausführungsform gemäß der Erfindung vorgesehen, daß die Lochreihen mit den Löchern mit kleinsten und größten Durchmessern auf diametral gegenüberliegenden Seiten des Mantels je einer zu einer Radialebene gehörenden Lochreihe angeordnet sind und daß die untereinander gleichen Lochreihen in einem Winkel gegeneinander verdreht sind.
Anhand der Zeichnung sind Ausfuhrungsbeispiele für einen Druckgasschalter nach der Erfindung beschrieben und die Wirkungsweise erläutert.
In Fig. I ist ein elektrischer Druckgasschalter zum Teil in einem Längsschnitt dargestellt. In Fig. 2 ist die Löscheinrichtung des Druckgasschalters nach der Erfindung in einem Längsschnitt schematisch gezeichnet. Die Fig. 3 zeigt in einem Ausschnitt ein Teil der Löscheinrichtung nach F i g. 2.
In F i g. 4 ist ein Teil der Löscheinrichtung als weitere Ausführungsform gemäß der Erfindung schematisch im Schnitt dargestellt.
Der in F i g. 1 dargestellte Hochspannungsschalter für beispielsweise 110 kV, in dem Schwefelhexafluorid als Lösch- und Isoliermittel verwendet wird, ist der Einfachheit halber nur mit den zum Verständnis der Erfindung erforderlichen Teilen ohne die auf Erdpotential liegenden Schalterteile, den Antrieb und dir Stützisolaloren gezeichnet. Der als Druckgasschalter aufgebaute elektrische Schalter weist eine z. B. aus Prozellan bestehende Schaltkammer 1 auf, die an ihrem oberen Ende ein nicht weiter dargestelltes Anschlußstück trägt. An diesem AnschlußstUck ist ein in das Innere der Schaltkammer 1 ragender metallischer Hohlkörper 2 befestigt, der ein feststehendes Kontaktstück 3 trägt. Dem Kontaktstück 3 liegt ein feststehendes Kontaktstück 4 gegenüber. Beide Kontaktstücke 3 und 4 sind zur Abführung der Schaltgase hohl ausgebildet und an ihren gegenüberliegenden Stirnseiten düsenförmig gestaltet.
Die beiden feststehenden Kontaktstücke 3 und 4 sind in der Einschaltstellung durch ein Überbrückungsschaltstück 6 verbunden, das rohrförmig ausgebildet ist. Im Inneren des rohrförmigen Überbriickungsschaltstückes 6 sind federbelastete Lamellen 7 gelagert, die mit
chen 8 gegen die feststehenden Kontaktstücke 3 und 4 gedrückt sind. Das Überbrückungsschaltstück 6 trägt einen Gleitkontaktring aus lichtbogenfestem, elektrisch leitendem Material unter Zwischenlage einer elektrischen Isolierung 10. Das rohrförmige Überbrückungsschaltstück 6 ist in einen Koppelkörper 18 eingeschraubt, der über Befestigungselemente 19 mit einem Isolierstoffrohr 20 verbunden ist, das einen Blaszylinder bildet.
Der Blaszylinder trägt auf seiner Stirnseite 21 einen Düsenkörper, der das feststehende Kontaktstück 3 umgibt Das Isolierstoffrohr 20 ist beispielsweise aus einem Stück, ζ. Β. aus faserverstärktem Kunststoff, hergestellt Das Isolierstoffrohr 20 wird während der Ausschaltbewegung gemeinsam mit dem Überbrükkungsschaltstück 6 über einen feststehenden Kolben 24 gezogen, so daß eine Löschmittelströmung bereitgestellt wird Am Koppelkörper 18 greifen Zugstangen 12 an, die an einem Bolzen 13 beweglich gelagert sind Mit den Zugstangen 12 ist ein nicht näher dargestelltes Antriebsglied gekoppelt das den Schalter aus der rechts der Mittellinie gezeichneten Einschaltstellung in die links dargestellte Ausschaltstellung bewegt
Die Schaltkammer 1 ist vollständig mit Schwefelhexafluorid unter einem Druck von beispielsweise 4 bar
gefüllt. Beim Ausschalten bewegt sich das Schaltstück 6 zusammen mit dem Rohr 20 von oben nach unten. Dabei wird das innerhalb des Rohres 20 vorhandene Schwefelhexafluorid komprimiert, weil es beim Beginn der Ausschaltbewegung noch nicht abströmen kann. Erst wenn das Rohr 20 etwa die Hälfte seines Hubes zurückgelegt hat, gleiten die Kontaktlamellen 7 des Überbriickungsschaltstückes 6 und der Gleitkontaklring 9 vom feststehenden Kontaktstück 3 ab (Ablaufkontaktstück), so daß mit der galvanischen Trennung ein Auslaßquerschnitt entsteht. Durch diesen strömt das bis dahin komprimierte Schwefelhexafluorid in die von den beiden feststehenden Kontaklstücken 3 und 4 gebildeten Absirömdüsen, Der Lichtbogen wird dabei vom Gleitkontaktring 9 auf die am Kontaktstück 4 vorgesehenen Abbrandelektroden aus lichtbogenfesteni Material kommutiert und durch die günstigen Slrömungsverhältnisse, die an den Düsen vorliegen, gelöscht.
in der Ausschaiisieiiung ist die Trennsirecke zwischen den Kontaktstücken 3 und 4 frei. Es herrscht nur eine geringe Feldstärke, weil die Kontaktstücke als großflächige Elektroden ein gleichmäßiges Feld ergeben.
Wie die Fig. 2 erkennen läßt, ist im Zuge der Druckgasströmung ein Turbulenzgitter 30 angeordnet, das als mantclseitig gelochtes Isolierstoffrohr ausgebildet ist. Dieses Isolierstoffrohr 30 umgibt im Verlauf der Ausschakocwegung den Lichtbogenbrennraum zwischen den Kontaktstücken 3 und 4 unmittelbar. Auf diese Weise ergibt sich in dem den Lichtbogen umgebenden Anströmgebiet keine laminare, sondern eine turbulente Druckgasströmung. Dies bedingt einen zusätzlichen Energietransport senkrecht zu den Stromlinien, so daß die Abfuhr der im Lichtbogen umgesetzten Leistung im Vergleich zu einer laminaren Strömung vervielfacht ist. Dadurch kann die Restlichtbogensäule schneller abgekühlt und abgebaut werden. Es ist möglich, auf diese Weise auch Einfluß auf die Lichtbogenbrennspannung zu nehmen, die vor dem Nulldurchgang des Wechselstromes vergrößert wird, weil dann der Bogenwiderstand vergrößert ist. Insgesamt ergphen sich durch Anordnung eines Turbulenzeitters im Sinne der Erfindung günstige Löschbedingungen.
Ersichtlich ist das Isolierstoffrohr 30 mit dem beweglichen Teil 20 der Blaseinrichtung gekoppelt und über zumindest eines der Kontaktstücke 3 gezogen. In der Ausschaltstellung befindet sich der Blaszylinder 20 und das Isolierstoffrohr 30 in einer das Kontaktstück 4 umgebenden Lage, so daß die Trennstrecke zwischen den Kontaktstücken 3 und 4 freibleibt.
Das als Isolierstoffrohr ausgebildete Turbulenzgitter 30 ist mit der freien Stirnseite 31 des Überbrückungsschaltstückes 7 starr verbunden. Es bildet einen Teil der elektrischen Isolierung 10 für den vom Überbrückungsschaltstück 7 getragenen abbrandfesten Gleitkontaktring 9, der beim Ablauf von dem Kontaktstück 3 mit dem anderen Kontaktstück 4 elektrisch leitend verbunden wird. Auf der anderen Seite ist das Isolierstoffrohr 30 mit dem Kolben 20 starr verbunden, wobei die Stirnseite des Turbulenzgitters 30 das Ablaufschaltstück 3 an seinem freien Ende dicht umgibt
Der für den Durchtritt des Druckgases wirksame Querschnitt des Isolierstoffrohres 30 kann etwa halb so groß wie der Querschnitt der zur Abfuhr der Lichtbogengase bestimmten rohrförmigen Kontakt-Stücke 3 und 4 gemacht sein. Man erhält auf diese Weise
eine definierte gedrosselte Anströmung, mit der die Löschfähigkeit bei gleichzeitiger Verkleinerung des Antriebes gesteigert werden kann. Es hat sich gezeigt, daß die Verkleinerung des wirksamen Lochquerschnittes im Isolierstoffrohr 30 eine Verkleinerung des Blaskolbenquerschnittes und des Antriebes, d. h, eine Verkleinerung der Antriebskraft ermöglicht. Die scharf gebügelten Druckgassirahlen haben auch bei kleineren Kompressionsverhältnissen große Geschwindigkeiten und engen den Lichtbogen ein, so daß das Einlaufen des Lichtbogens in das Innere der hohlen Kontaktstücke 3 und 4 begünstigt wird.
Die Anordnung des rohrförmigen Turbulenzgitters 30 erlaubt es, Spannungs- und Stromforderungen, die an den Druckgasschalter gestellt werden, weitgehend unabhängig voneinander zu erfüllen.
Das Turbulenzgitter 30 kann aus Polytetrafluoräthylen bestehen. In diesem Fall wird bei sehr großen Strömen durch Verdampfung des Isolierstoffmaterials zusätzliches Gas frei, das in seiner Zusammensetzung dem thermisch zersetzten Schwefelhexafluorid ähnlich ist und das Abschaltvermögen des Schalters steigert.
Insgesamt wird das durch den Lichtbogen aufgeheizte Gebiet durch das Turbulenzgitter begrenzt. Dadurch wird zum einen der Druck des Druckgases gesteigert und zum anderen die zur Abfuhr heißer, unerwünschter Schaltgasc erforderliche Zeit verringert.
Die Durchtrittsöffnungen für das Druckgas bildenden Löcher 32 des Isolierstoffrohres 30 können in Umfangsrichtung gleichmäßig über dessen Mantelfläehe verteilt angeordnet sein, wie die Fig. 2 erkennen läßt. Es ist jedoch auch möglich, daß die Löcher in axialer und/oder azimutaler Richtung eine ungleiche Verteilung aufweisen. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Löcher 32, wie die Fig.4 zeigt, unterschiedliche
το Durchmesser haben. Bei der in Fig.4 dargestellten Ausführungsform des Turbulenzgitters 30 sind die Löcher 32 mit kleinsten und größten Durchmessern auf diametral gegenüberliegenden Seiten je einer zu einer Radialebene gehörenden Lochreihe angeordnet, wobei die Lochreihen untereinander in einem Winkel gegen einander versetzt sind. Auf diese Weise ist es möglich, den Abbau des im Staubereich normalerweise verbleibenden Gasvolumens zu beschleunigen. Bei dem in F i S. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Lochreihen in einem Winkel von 180° gegeneinander versetzt. Dit F i g. 3 zeigt, daß die Löcher 32 auf der dem Lichtbogenbrennraum zwischen den Kontaktstücken 3 und 4 abgewandten Seite eine erweiterte Randkontur haben, was einerseits für den Aufbau des Druckes in der Blaseinrichtung vorteilhaft ist und andererseits zu einem erwünschten Druckstau im Lichtbogenbrennraum führt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (11)

Patentansprüche;
1. Druckgasschalter mit zwei Kontaktstücken, von denen mindestens eines zur Abfuhr der Schaltgase hohl ausgebildet ist, und mit einer aus Kolben und Zylinder bestehenden, durch eine Relativbewegung zwischen diesen eine Löschgasströmung erzeugenden Blaseinrichtung, gekennzeichnet durch ein im Zuge der Löschgasströmung angeordnetes, mantelseitig gelochtes Isolierstoffrohr (30), das während der Löschphase den Lichtbogenbrennraum unmittelbar umschließt und mit dem beweglichen Teil der Blaseinrichtung gekoppelt ist.
2. Druckgasschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Isolierstoffrohr (30) über mindestens eines der Kontaktstücke (3) gezogen wird.
3. Druckgasschalter nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktstück!: (3, 4) feststehet angeordnet und von einem beweglichen Oberbritckungs-schaltstiick (7) in der Einschallstellung elektrisch leitend überbrückt sind, das mit dem beweglichen Teil (20) der Blaseinrichtung gekoppelt ist
4. Druckgasschalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Isolierstoffrohr (30) mit der freien Stirnseite (31) des Überbrückungsschaltstükkes (7) starr verbunden ist und eine elektrische Isolierung (10) für einen slirnseitig vom Überbrükkungsschaltstück (7) getragenen abbrandfesten Gleitkontaktring (9) bildet, der beim Ablauf vom einen feststehenden Kontaktstück (3) mit dem anderen Kontaktstück \4) elektrisch leitend verbunden wird.
5. Druckgasschalter nach Ans, ruch I oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das Isolierstoffrohr (30) mit dem gegenüber dem feststehenden Kolben (24) der Blaseinrichtung beweglichen Zylinder (20) starr verbunden ist.
6. Druckgasschalter nach Anspruch I oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der für den Durchtritt des Löschgases wirksame Querschnitt des Isolierstoffrohres (30) kleiner ist als der Querschnitt der (des) zur Abfuhr der Schaltgase bestimmten rohrförmigen Kontaktstücke(s).
7. Druckgasschalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der für den Durchtritt des Löschgases wirksame Querschnitt des Isolierstoffrohres (30) etwa halb so groß ist wie der Querschnitt der (des) zur Abfuhr der Schaltgase bestimmten rohrförmigen Kontaktslücke(s).
8. Druckgasschalter nach Anspruch I oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das Isolierstoffrohr (30) aus Polytetrafluorethylen besteht.
9. Druckgasschalter nach Anspruch I oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtrittsöffnungen (32) für das Druckgas bildenden Löcher des Isolierstoffrohres (30) in Umfangsrichtung gleichmäßig über dessen Mantelfläche verteilt angeordnet sind.
10. Druckgasschalter nach Anspruch I bis B, dadurch gekennzeichnet, dal) die Löcher in axialer und/oder in Umfangs-Richtung eine ungleiche Verteilung aufweisen.
11. Druckgasschalter nach Anspruch I oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet. Ί·ιβ die
Löcher(32) unterschiedliche Durchmesser haben,
12, Druckgasschalter nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchlrittsöffnungen (32) auf der dem Lichtbogenbrennraum (33) abgewandten Seite eine erweiterte Randkontur (34) haben.
13, Druckgasschalter nach Anspruch 10 oder II, dadurch gekennzeichnet, daß die Lochreihen mit den Löchern (32) mit kleinsten und größten Durchmessern auf diametral gegenüberliegenden Seilen des Mantels je einer zu einer Radialebene gehörenden Lochreihe angeordnet sind und daß die untereinander gleichen Lochreihen in einem Winkel gegeneinander verdreht sind.
DE2438017A 1974-08-05 1974-08-05 Druckgasschalter Expired DE2438017C3 (de)

Priority Applications (8)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2438017A DE2438017C3 (de) 1974-08-05 1974-08-05 Druckgasschalter
GB9226/75A GB1493492A (en) 1974-08-05 1975-03-05 Electrical circuit breaking arrangement
FR7510789A FR2281642A1 (fr) 1974-08-05 1975-04-07 Disjoncteur a gaz comprime comportant une grille de turbulence sur le trajet de l'ecoulement gazeux
US05/577,919 US4080521A (en) 1974-08-05 1975-05-15 Quenching contact arrangement for a compressed-gas circuit breaker
CH908175A CH596661A5 (de) 1974-08-05 1975-07-11
SE7508448A SE398276B (sv) 1974-08-05 1975-07-24 Tryckgasstrombrytare
IT25731/75A IT1040125B (it) 1974-08-05 1975-07-25 Interruttore elettrico a gascompresso
JP50091491A JPS5138070A (de) 1974-08-05 1975-07-26

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2438017A DE2438017C3 (de) 1974-08-05 1974-08-05 Druckgasschalter

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2438017A1 DE2438017A1 (de) 1976-02-26
DE2438017B2 DE2438017B2 (de) 1977-05-26
DE2438017C3 true DE2438017C3 (de) 1981-07-02

Family

ID=5922665

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2438017A Expired DE2438017C3 (de) 1974-08-05 1974-08-05 Druckgasschalter

Country Status (8)

Country Link
US (1) US4080521A (de)
JP (1) JPS5138070A (de)
CH (1) CH596661A5 (de)
DE (1) DE2438017C3 (de)
FR (1) FR2281642A1 (de)
GB (1) GB1493492A (de)
IT (1) IT1040125B (de)
SE (1) SE398276B (de)

Families Citing this family (14)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2704389C3 (de) * 1977-01-31 1980-06-26 Siemens Ag, 1000 Berlin Und 8000 Muenchen Trennschalter für metallgekapselte Hochspannungsschaltanlagen
DE2759268C3 (de) * 1977-12-30 1984-08-02 Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München Druckgasschalter
FR2438906A2 (fr) * 1978-10-09 1980-05-09 Merlin Gerin Interrupteur a autosoufflage module equipe d'un ecran a fentes de passage du gaz
DE7905497U1 (de) * 1979-02-27 1983-06-30 Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München Druckgasschalter
DE2908982C3 (de) * 1979-03-06 1982-01-28 Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München Elektrischer Druckgasschalter
US4409447A (en) * 1979-06-22 1983-10-11 General Electric Company Gas blast circuit breaker combining a magnetically driven rotating arc and a puffer induced gas blast
DE3134644A1 (de) * 1981-08-28 1983-03-17 Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München Druckgasschalter
DE8133427U1 (de) * 1981-11-12 1985-07-18 Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München Druckgasschalter
DE3323865C2 (de) * 1983-06-29 1991-01-03 Ernst Prof. Dr.techn.habil. 1000 Berlin Slamecka Hochspannungsschaltkammer
JPS61144533U (de) * 1985-02-27 1986-09-06
DE3540474A1 (de) * 1985-11-12 1987-05-14 Siemens Ag Elektrischer druckgasschalter
DE3816811A1 (de) * 1988-05-14 1988-09-22 Slamecka Ernst Hochspannungs-druckgasschaltkammer
DE3915700C3 (de) * 1989-05-13 1997-06-19 Aeg Energietechnik Gmbh Druckgasschalter mit Verdampfungskühlung
JP2017050048A (ja) * 2015-08-31 2017-03-09 株式会社日立製作所 ガス遮断器

Family Cites Families (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE753447C (de) * 1933-10-11 1952-10-20 Voigt & Haeffner Ag Schalter mit Lichtbogenloeschung durch einen Druckgasstrom
US2233180A (en) * 1938-09-01 1941-02-25 Gen Electric Electric switch
US3150245A (en) * 1957-09-13 1964-09-22 Westinghouse Electric Corp Liquefied gas circuit interrupters
CH363697A (de) * 1958-11-18 1962-08-15 Bbc Brown Boveri & Cie Druckluftschalter mit seitlich geschlossener Löschkammer
DE1083891B (de) * 1959-04-01 1960-06-23 Continental Elektro Ind Ag Hochspannungsdruckluftschalter
FR1491851A (fr) * 1965-09-10 1967-08-11 Siemens Ag Disjoncteur à gaz comprimé
FR2076494A5 (de) * 1970-01-16 1971-10-15 Alsthom Cgee
DE2209287C3 (de) * 1972-02-22 1974-12-12 Siemens Ag, 1000 Berlin Und 8000 Muenchen Elektrischer Druckgasschalter

Also Published As

Publication number Publication date
SE7508448L (sv) 1976-02-06
IT1040125B (it) 1979-12-20
FR2281642A1 (fr) 1976-03-05
SE398276B (sv) 1977-12-12
GB1493492A (en) 1977-11-30
DE2438017A1 (de) 1976-02-26
CH596661A5 (de) 1978-03-15
US4080521A (en) 1978-03-21
DE2438017B2 (de) 1977-05-26
FR2281642B1 (de) 1980-05-23
JPS5138070A (de) 1976-03-30

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2438017C3 (de) Druckgasschalter
EP0075668B1 (de) Druckgasschalter
DE2215656C3 (de) Elektrischer Druckgasschalter
DE19928080C5 (de) Hochspannungsleistungsschalter mit einem Abströmkanal
DE3440212A1 (de) Druckgasschalter
DE2030605C3 (de) Elektrischer Druckgasschalter mit einer Blaseinrichtung zur Erzeugung einer Löschgasströmung
EP2316122B1 (de) Hochspannungs-leistungsschalter mit einer schaltstrecke
DE3009504C2 (de)
AT153627B (de) Schalter mit freier Lufttrennstrecke, insbesondere für hohe Spannungen.
DE68913403T2 (de) Strombegrenzer.
EP0221838B1 (de) Druckgasschalter
DE3315622A1 (de) Druckgasschalter
DE2349187C3 (de) Vorrichtung zur Unterbrechung von Stromkreisen
DE2647643C2 (de) Druckgasschalter
EP0456139B1 (de) Kompressionsschalter
DE3430306C2 (de) Elektrischer Druckgasleistungssschalter
DE2523158A1 (de) Autopneumatischer druckgasschalter mit isolierstoffduese
DE2342520A1 (de) Hochspannungsleistungsschalter
DE3430306C3 (de)
DE3543762A1 (de) Blasduesenanordnung an einem druckgasschalter
AT155882B (de) Druckgasschalter.
EP0100749A1 (de) Schaltkammer für einen Druckgas-Leistungsschalter
WO2016124175A1 (de) Leistungsschalter
DE2420462C3 (de) Elektrischer Druckgasschalter
DE1180025B (de) Elektrischer Stroemungsschalter mit mehreren Ausstroemduesen

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
AG Has addition no.

Ref country code: DE

Ref document number: 2531568

Format of ref document f/p: P