DE243449C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE243449C DE243449C DENDAT243449D DE243449DA DE243449C DE 243449 C DE243449 C DE 243449C DE NDAT243449 D DENDAT243449 D DE NDAT243449D DE 243449D A DE243449D A DE 243449DA DE 243449 C DE243449 C DE 243449C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- mark
- tape
- plate
- brand
- roller
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65C—LABELLING OR TAGGING MACHINES, APPARATUS, OR PROCESSES
- B65C11/00—Manually-controlled or manually-operable label dispensers, e.g. modified for the application of labels to articles
- B65C11/04—Manually-controlled or manually-operable label dispensers, e.g. modified for the application of labels to articles having means for moistening the labels
- B65C11/043—Manually-controlled or manually-operable label dispensers, e.g. modified for the application of labels to articles having means for moistening the labels modified for the application of labels to articles
- B65C11/046—Manually-controlled or manually-operable label dispensers, e.g. modified for the application of labels to articles having means for moistening the labels modified for the application of labels to articles label feeding from strips
Landscapes
- Package Closures (AREA)
- Labeling Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 243449 KLASSE 7Od. GRUPPE
ARTHUR HELLER in BLASEWITZ.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Februar 1911 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Markenaufklebevorrichtungen, bei denen die v.orderste
Marke eines Bandes auf die angefeuchtete Stelle des Briefumschlages gedrückt wird.
Nach der Erfindung sollen der die Marke aufdrückende Stempel und die Unterlage des
Briefumschlages gemeinschaftlich gegenüber der Markenbandrolle und der Führung verschoben
werden, wobei die aufgeklebte Marke
ίο von dem festgehaltenen Markenband abgetrennt
wird.
Die neue Vorrichtung ist auf der Zeichnung
in vier Figuren dargestellt, und zwar zeigen:
Fig. ι die Vorrichtung in der Längsansicht, wobei die Seitenwand herausgenommen gedacht
ist, einige Teile sind im Schnitt dargestellt,
Fig. 2 die Hinteransicht mit abgenommen gedachter Hinterwand, und
Fig. 3 und 4 sind Einzelteile.
Auf einer Platte 1 ist ein Gehäuse 2 befestigt, in welchem eine wagerecht gelagerte
Welle 3 mit beiden Enden in den Gehäuseseitenwänden 4 und 5 liegt. Zur besseren
Auflage sind Büchsen 6 vorgesehen. Das eine Wellenende ist mit einer Antriebskurbel 7 versehen.
Im Gehäuse ist auf der Wellenmitte eine Walze 8 befestigt, die zum Vorschub der Bi iefmarken dient. Links zur Walze 8 befindet
sich auf der Welle 3 ein lotrecht verschiebbarer Hebel 9, der am unteren Ende mit einer
Aussparung 9' versehen ist, durch welche die Welle 3 hindurchgeht. Am oberen Ende ist
dieser Hebel 9 mit einem zweiarmigen Hebel
10 beweglich verbunden, der an einem Lager
11 um die Lagerbolzen 12 drehbar lagert und
dessen anderer Arm 13 durch die Gehäusestirnwand 14 hindurchgeht. An der linken
Seite des unteren Hebels 9 ist ein Hebel 15 auf der Welle 3 angebracht, dessen freies
Ende als Kurve 16 ausgebildet ist, die zum Anheben des Hebels 9 dient. Rechts zur
Walze 8 befindet sich ein zweiarmiger Winkelhebel 17 auf der Welle 3, der zur Bewegung
einer Anfeuchte- und Abreißvorrichtung bestimmt ist. Zwischen dem Hebel 17
und der Seitenwand 5 sitzt auf derselben Welle 3 eine Zahnscheibe 19, die zum Antrieb
einer Markenzählvorrichtung dient (Fig. 2 und 3).
Über der Walze 8 liegt eine Walze 20, die zwischen einem Armhalter 21 um einen Bolzen
22 drehbar gelagert ist. Der Halter 21 lagert in einem an der Stirnwand 14 angeordneten
Lager 23 drehbar, zum Zwecke des Anhebens der Walze 20 beim Einlegen eines Briefmarkenbandes
24.
Über der Walze 20 befindet sich eine Markenrolle 25, um die das in Gebrauch zu nehmende
Briefmarkenband 24 gewickelt wird. Die Rolle 25 ist um einen Bolzen 26 drehbar gelagert, der in Armen 27 ruht, die an der
inneren Stirnwand 14 feststehend angeordnet sind.
Der Winkelhebel 17 ist derart im Gehäuse 2 an einem Lager 28 drehbar ang-eordnet, daß
der im Gehäuse befindliche Schenkel 29 in der Ruhestellung eine wagerechte Lage einnimmt
(Fig. 1), während der andere Schenkel 30 durch die Stirnwand hindurchgehend schräg
nach oben gerichtet ist. Der Schenkel 29 ist am freien Ende mit einer Rolle 31 versehen,
die auf dem Kopf 32 eines auf Welle 3 zwischen Walze 8 und Zahnscheibe 19 sitzenden
Hebels 33 aufliegt, wobei der Hebel 33, in der Ruhestellung nach der Stirnwand 14 gerichtet,
ebenfalls eine wagerechte Lage einnimmt.
Am freien Ende des anderen Schenkels 30 befindet sich eine Markenanfeuchtevorrichtung,.
die aus einem Wasserbehälter 34 besteht, der durch Stehbolzen 35 getragen wird (Fig. ι und 2). Im Boden des Behälters 34
befindet sich ein Anfeuchtkissen 36, durch welches die aufzuklebenden Marken angefeuchtet
werden, da das Kissen 36 ständig durch das im Behälter 34 befindliche Wasser getränkt
wird. Zum Wassereinfüllen dient eine Öffnung oben am Behälter, die mit einer Dichtungsschraube
37 verschlossen wird. Am oberen, durch die Stirnwand 14 hindurchragenden
Hebelarm 13 ist ein nach unten gehender Arm 38 drehbar um den Bolzen 39 gelagert. Dieser
Arm 38 dient zum Aufdrücken und Abreißen der Marken. Der Arm 38 endigt unten in einer rechtwinklig" zum Arm stehenden
Platte 40. Unterhalb dieser Platte hängt eine Platte 41 derart, daß in der letzteren Führungsstifte
42, Schrauben o. dgl. befestigt sind, die durch die obere Platte 40 hindurchgehen.
Die oberen Enden 'der Stifte 42 sind mit Köpfen versehen, durch welche die Platte
41 gehalten wird. Letztere 41 ist an ihrer unteren Fläche zweckmäßig mit einem Kissen 43
aus Gummi oder anderem nachgiebigen Stoff versehen. Zwischen den Platten 40 und 41
sind Federn 44, die sowohl in der unteren als auch in der oberen Platte befestigt sein können,
befestigt, so daß die untere Platte 41 federnd zur oberen Platte 40 steht.
Unterhalb des ausschwingbaren Armes 38 befindet sich auf der die ganze Vorrichtung
tragenden Platte 1 eine senkrecht stehende Säule 45, auf der eine Platte 46 wagerecht befestigt
ist (Fig. 1). In der Platte 46 ist ein Schieber 47, schwalbenschwanzähnlich eingepaßt,
eingelegt. An der unteren Schieberfläche ist eine Öse 48 mit einer Feder 49, die
mit einer anderen an der unteren Fläche der Platte 46 befestigten Öse 50 verbunden ist.
Neben dem Arm 38 am Hebelarm 13 befindet sich ein Gelenkstück 51, das mit einem an der äußeren Stirnwand 14 anliegenden Schieber 52 durch Bolzen 53 beweglich verbunden ist (Fig. 1). Der Schieber 52 wird, senkrecht an der Stirnwand anliegend, zwischen Führungsstücke 54 und 55 geführt. Das untere Schieberende läuft in einen rechten Winkel 56 aus. Unterhalb dieses Schiebers 52 ist ein Winkelstück 57 an der Stirnwand 14 angebracht, dessen freier Schenkel 58 dieselbe Richtung wie der Schenkel 56 hat und parallel zu diesem steht. Der Schenkel 58 dient als Unterlage für das auf ihm geführte Markenband 24, während der Schenkel 56 des Schiebers 52 zum Festklemmen des Markenbandes dient, also gegen den Schenkel 58 beim Festklemmen des Markenbandes drückt. Eine Aussparung 59 über dem Winkel 57, 58 in der Stirnwand 14 dient als Durchlaßöffnung des Markenbandes 24. Zwischen den Winkelschenkeln 56 und 58 sowie zwischen den beiden Platten 41 und 46 sind angemessene, aber gleiche Zwischenräume, damit die Marken bequem durchgleiten können und um einen gleichmäßigen Aufdruck des Winkelschenkels 56 und der Platte 41 zu bewirken. Die oberen Flächen des Winkelschenkels 58 und der Platte 46 haben von der Platte 1 aus gleiche Höhe. Dasselbe gilt für die obere Fläche des Schiebers 47.
Neben dem Arm 38 am Hebelarm 13 befindet sich ein Gelenkstück 51, das mit einem an der äußeren Stirnwand 14 anliegenden Schieber 52 durch Bolzen 53 beweglich verbunden ist (Fig. 1). Der Schieber 52 wird, senkrecht an der Stirnwand anliegend, zwischen Führungsstücke 54 und 55 geführt. Das untere Schieberende läuft in einen rechten Winkel 56 aus. Unterhalb dieses Schiebers 52 ist ein Winkelstück 57 an der Stirnwand 14 angebracht, dessen freier Schenkel 58 dieselbe Richtung wie der Schenkel 56 hat und parallel zu diesem steht. Der Schenkel 58 dient als Unterlage für das auf ihm geführte Markenband 24, während der Schenkel 56 des Schiebers 52 zum Festklemmen des Markenbandes dient, also gegen den Schenkel 58 beim Festklemmen des Markenbandes drückt. Eine Aussparung 59 über dem Winkel 57, 58 in der Stirnwand 14 dient als Durchlaßöffnung des Markenbandes 24. Zwischen den Winkelschenkeln 56 und 58 sowie zwischen den beiden Platten 41 und 46 sind angemessene, aber gleiche Zwischenräume, damit die Marken bequem durchgleiten können und um einen gleichmäßigen Aufdruck des Winkelschenkels 56 und der Platte 41 zu bewirken. Die oberen Flächen des Winkelschenkels 58 und der Platte 46 haben von der Platte 1 aus gleiche Höhe. Dasselbe gilt für die obere Fläche des Schiebers 47.
Bei Nichtgebrauch der Vorrichtung liegt
der Wasserbehälter 34 am Führungsstück 54 an. Diese Lage wird durch eine am Hebelarm
29 im Gehäuse angeordnete Feder 60 bewirkt. Die Feder 60 ist andererseits an einem
Halter 61 angebracht.
Die Handhabung und Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Zunächst wird das auf der Rolle 25 umwickelte Markenband 24 mit der Anfangsmarke
zwischen die beiden Walzen 8 und 20 durch die Stirnwandöffnung 59 auf den Winkelschenkel
58 bis an die Kante 75 der Säulenplatte 46 gebracht. Das Band läßt sich zwischen
den Walzen 8, 20 leicht einbringen, ohne daß zunächst die Vorrichtung in Tätigkeit
tritt, da sich die Walze 20 durch den ausschwingbaren Arm 21 leicht anheben läßt. Ist
das Einlegen des Markenbandes bis vor die Plattenkante 75 erfolgt, und zwar so, daß die
Klebseite der Marken unten liegt, dann kann die Vorrichtung in Betrieb gesetzt werden.
Zunächst läßt man die auf der Vorschubwalze 8 vorgesehene erhöhte Kurve 76 bei JJ
an der Walze 20 einsetzen, wodurch das Markenband 24 gegen die Walze 20 gedrückt und
dadurch um eine Markenlänge, die der Kurvenlänge entspricht, vorwärts geschoben wird,
so daß die Anfangsmarke78 (Fig. 1) nunmehr zwischen den beiden Platten 41 und 46 unter
dem Arm 38 zu liegen kommt (strichpunktierte Lage, Fig. 1). Die Drehung geschieht
mittels der Kurbel 7 in der Pfeilrichtung 81 (Fig. 1). Nach abgelaufener Kurve 76 senkt
sich Walze 20 so weit, daß noch ein kleiner Zwischenraum zwischen den beiden Walzen 8
und 20 besteht. Eine Stütze 79 verhindert ein weiteres Senken, um ein Berühren der nicht-
erhöhten Fläche der Walze 8 zu vermeiden, da sonst ein unnötiges Fortschieben des Markenbandes
erfolgen würde.
Das Frankieren des Umschlages durch die Maschine geschieht wie folgt:
Man lege einen Briefumschlag auf die Platte 45 und drehe dann die Kurbel 7 einmal
herum. Bei dieser Drehung der Kurbel geht zunächst der Anfeuchtebehälter selbsttätig
herunter und drückt das Anfeuchtekissen 36 auf den Umschlag. Alsdann geht der Arm mit
dem Anfeuchtekissen sofort wieder in die Höhe, während gleichzeitig aus der Öffnung
56 die Marke sich auf die angefeuchtete Stelle des Umschlages schiebt. Nach diesem Vorgang
drückt sich der Hebel 38 senkrecht auf die Marke und klebt dieselbe fest auf den Umschlag
auf, um gleichzeitig eine weitere winklige Bewegung nach vorn zu machen und so das Abreißen der Marke und Fortschieben des
Umschlages besorgt. Alle die hier geschilderten Bewegungen werden durch eine Kurbeldrehung
hervorgerufen. Die Abmessungen der niedergehenden. Teile sind so gewählt, daß sich beim Niedergang sowohl Winkelschenkel
56 als auch Platte 41 gleichzeitig auf das Markenband 24 aufsetzen, wodurch letzteres festgeklemmt
wird.
Die federnde Platte 41 am Arm 38 ist zum Abreißen der Briefmarke erforderlich. Das
Abreißen kann durch das Nachgeben der Platte 41 auf leichte Art erfolgen.
Claims (3)
1. Markenaufklebevorrichtung, bei weleher
die vorderste Marke eines Bandes auf die angefeuchtete Stelle eines Briefumschlages
aufgedrückt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der die Marke andrückende Stempel (40) sowie die Unterlage
des Briefumschlages gemeinschaftlich gegenüber der Markenbandrolle (25) und der Führung (20) zum Zwecke des Abtrennens
der aufgeklebten Marke von dem festgehaltenen Markenband (56, 58) verschoben wird.
2. Markenaufklebevorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das
Verschieben des Markenandrückstempels (40) durch den schwingenden Anfeuchter (36) erfolgt.
3. Markenaufklebevorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der
Andrückstempel (40) durch eine federnd abgestützte Platte (43) auf die Marke drückt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Berlin, gedruckt in der reichsdruokerei.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE243449C true DE243449C (de) |
Family
ID=502571
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT243449D Active DE243449C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE243449C (de) |
-
0
- DE DENDAT243449D patent/DE243449C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE243449C (de) | ||
| AT92122B (de) | Vorrichtung zum Aufkleben von Briefmarken und ähnlichen Streifenabschnittne auf Briefe u. dgl. | |
| DE401429C (de) | Briefmarkenaufklebemaschine | |
| DE171737C (de) | ||
| AT21179B (de) | Apparat zum selbsttätigen Aufkleben von Briefmarken u. dgl. | |
| DE227422C (de) | ||
| DE183896C (de) | ||
| DE485589C (de) | Maschine zum Anfeuchten, Schliessen und Frankieren von Briefen | |
| DE2656615B2 (de) | Vorrichtung zum Prägestempeln von Stahlflaschen | |
| DE272551C (de) | ||
| DE272263C (de) | ||
| DE246494C (de) | ||
| DE90713C (de) | ||
| DE271187C (de) | ||
| DE177945C (de) | ||
| DE260940C (de) | ||
| DE130638C (de) | ||
| DE271470C (de) | ||
| DE268733C (de) | ||
| DE293854C (de) | ||
| DE548904C (de) | Druck- oder Stempelvorrichtung zum Abdrucken von auswechselbaren duennen Blechtaefelchen oder Blechmarken mit eingepraegten Typen | |
| DE615036C (de) | Zeilensetz- und Druckmaschine | |
| DE667034C (de) | Vorrichtung zum zeilen- bzw. abschnittweisen Vervielfaeltigen von Spiegelschriftoriginalen | |
| DE129872C (de) | ||
| DE141586C (de) |