DE243227C - - Google Patents

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DE243227C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27KPROCESSES, APPARATUS OR SELECTION OF SUBSTANCES FOR IMPREGNATING, STAINING, DYEING, BLEACHING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS, OR TREATING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS WITH PERMEANT LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CHEMICAL OR PHYSICAL TREATMENT OF CORK, CANE, REED, STRAW OR SIMILAR MATERIALS
    • B27K3/00Impregnating wood, e.g. impregnation pretreatment, for example puncturing; Wood impregnation aids not directly involved in the impregnation process
    • B27K3/34Organic impregnating agents
    • B27K3/36Aliphatic compounds

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES ή
PATENTAMT.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Imprägnierung von Holz und ähnlichen Stoffen mittels Acetylengas, welches in Acetonöl oder verwandten Flüssigkeiten gelöst ist. Dieses Verfahren unterscheidet sich wesentlich von den bekannten Methoden, Leuchtgas oder Teeröldämpfe auf Holz einwirken zu lassen. Die Behandlung mit Leuchtgas wirkt überhaupt nicht dauernd konservierend, da dasselbe sehr bald aus den Poren des Holzes entweicht. Infolgedessen fällt das mit Leuchtgas behandelte Holz sehr bald der Zerstörung anheim.
Bei der Behandlung des Holzes mit Teeröldämpfen wird nur auf und in den äußersten Holzschichten Teeröl niedergeschlagen.
Durch das vorliegende Verfahren wird dagegen erreicht, ein stark konservierend wirkendes Gas durch die ganze Masse des Holzes gleichmäßig zu verteilen und dauernd im Holz zurückzuhalten.
Auch kann man mittels dieses Verfahrens beschränkte Mengen der Imprägnierflüssigkeit im Holz verteilen.
Der Arbeitsvorgang ist folgender: In dem Druckgefäß Z1 ist das Holz gestapelt, der Zylinder Z2 enthält die Imprägnierungsflüssigkeit. Ein Kompressor K dient dazu, die Luft in den Gefäßen nach Bedarf zu komprimieren oder auch auszusaugen. A ist ein Acetylen erzeuger mit Reiniger R; das entwickelte Gas gelangt in einen Gasbehälter M. Die ganze Apparatur ist durch Rohrleitungen verbunden, derart, daß man die Zylinder Z1, Z2 wechselweise einschalten kann. Im Beispiele ist der Zylinder Z1 mit frischem Holz gefüllt, Z2 enthält die Imprägnierungsflüssigkeit. Eine Dampfleitung wird geöffnet, und durch das VentilI V strömt Dampf in den Kessel Z1. Dieser verdrängt die Luft und wird nach Absperrung yon V zur Kondensation gebracht, wodurch Luftleere erzeugt wird. Dadurch wird der Saft aus dem Holz gesaugt und letzteres aufnahmefähig für die Imprägnierflüssigkeit gemacht. Inzwischen wird in A aus Carbid Acetylen entwickelt und dem Gasometer M zugeführt.: Die Ventile W, Dr und S werden geöffnet, der Kompressor K läuft an und saugt bzw. drückt das Gas in Zylinder Z2. Hierin befindet sich ein Schaufelwerk, welches die acetylenlösende Flüssigkeit umschleudert und ein schnelles Lösen des Gases erleichtert. Nachdem ein genügend hoher Gasdruck und ausreichende Sättigung erzielt ist, wird der Kompressor abgestellt. In den Druckzylindern liegen Heizschlangen, welche dazu dienen, die komprimierte Flüssigkeit zu erhitzen und dadurch den Druck noch erheblich zu steigern. Daraufhin wird in der Verbindungsleitung B der Hahn H geöffnet; hierbei gelangt das Flüssigkeitsgasgemisch aus Z2 nach Z1. Um eine möglichst vollständige Durchdringung des Holzes zu erreichen, erfordert die Imprägnierung unter Umständen mehrere Stunden, öffnet man dann die Ventile V und G, so entweicht das überschüssige Acetylen nach M; ferner wird durch die Leitung B die Flüssigkeit wieder nach Z2 zurückgedrückt, worauf das Holz herausgenommen werden kann.
Durch die Heizung ist der Imprägnierungsdruck bis auf 8 Atm. zu steigern. Die Dauer der Tränkung beträgt bei amerikanischer Kiefer
4 Stunden. Bei dem vorstehend geschilderten Verfahren beträgt die Aufnahmefähigkeit des Holzes an Imprägniermasse 15 bis 25 Prozent, weil das beim Aufheben des Druckes expandierende Gas einen großen Teil der Imprägnierflüssigkeit aus dem Holz wieder heraustreibt. Die erwähnte Menge der Imprägnierflüssigkeit ist zu einer ausreichenden Konservierung des Holzes in den meisten Fällen ausreichend. Will man aber dem Holze die größtmögliche Tränkung geben, also keine Ersparnisse an Gas und Flüssigkeit bezwecken, so ist der Arbeitsvorgang etwas anders. Der Kompressor K befördert dann nur so lange Acetylengas in den Druckzylinder Z2, als die Flüssigkeit unter gewöhnlichem Druck noch Gas aufzulösen vermag. Dann wird die Gaszuführung abgestellt, worauf in bekannter Weise die Tränkung des Holzes mit der Acetylen enthaltenden Lösung erfolgt. Die in das Holz eingedrungene Masse enthält so viel Gas, als bei atmosphärischem Druck darin gelöst bleibt.
Die Mischungsverhältnisse sind beispielsweise etwa folgende:
Als Lösungsmittel dienen Acetonöl, Phenole usw. Das in bekannter Weise erzeugte Acetylen wird unter einem Druck von 4 Atm. zur Lösung gebracht. 1 1 Acetonöl enthält dann 100 1 Gas gelöst. Dem Lösungsmittel ist zweckmäßig Harz ο. dgl. beizugeben, ζ. Β. Prozent Kolophonium. Das Acetylen bleibt dauernd im Holze, da es von dem Lösungsmittel zurückgehalten wird, Bei atmosphärischem Druck verbleiben in 11 Acetonöl etwa 1 Gas, und so erklärt sich die überlegene Wirkung des Acetylens im gelösten Zustande, weil eine viel größere Menge des Gases im Holze vorhanden ist, als dies bei der Behandlung mit freiem Leuchtgas der Fall ist.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Verfahren zum Konservieren von Holz, darin bestehend, daß man das Holz mit einer unter gewöhnlichem Druck mit Acetylengas gesättigten Lösung von Acetonöl oder ähnlichen Flüssigkeiten mit oder ohne Zusatz von Harzen durchtränkt.
2. Verfahren zum Konservieren von Holz mit beschränkten Mengen des Imprägniermittels, dadurch gekennzeichnet, daß man in das Holz eine unter Druck stehende Lösung von Acetylengas in Acetonöl oder ähnlichen Flüssigkeiten mit oder ohne Zusatz von Harzen oder anderen porenfüllenden Mitteln einführt, worauf nach Aufhebung des Druckes infolge der Ausdehnung des Gases ein Teil der Imprägnierflüssigkeit aus dem Holze wieder herausbefördert wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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