DE2425897C2 - Selbstsichernde Mehrkantmutter und Vorrichtung zu ihrer Herstellung - Google Patents
Selbstsichernde Mehrkantmutter und Vorrichtung zu ihrer HerstellungInfo
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Description
einen Spalt zwischen den Kopfteilen von äußeren Zähnen eines Paares von sich drehenden Rollen hindurchführt
Während die Mutter durch den Spalt hindurchgeht, werden die entgegengesetzten ebenen Schlüsselflächen
des Mutternkörpers an in Abstand voneinander befindlichen Stellen durch äußere Zähne der Rollen eingedrückt,
so daß eine Reihe von im Abstand befindlichen Eindrückungen entsteht Bei der Ausbildung dieser
Eindrückungen verformt sich die Mutter und bildet eine Reihe von unrunden Sicherungsgewindegängen. Da bei
der Erzeugung der Eindrückungen ein verhältnismäßig kleines Metallvolumen bewegt wird, läßt sich die axiale
Erstreckung des Bereiches der Sicherungsgewindegänge genau steuern.
Darüber hinaus bewirken aber auch die Winkellage und Form der Zähne des sich drehenden RoUenpaares
eine Verringerung der linearen Steigung der Mutterngewindegänge und bewirken somit eine Verbesserung
hinsichtlich der Klemmwirkung und des zur Oberwindung der Klemmwirkung aufzuwendenden Drehmomentes
duich die unmnden Sicherungsgewindegänge.
Im übrigen sind derart hergestellte selbstsichernd^ Muttern äußerlich besonders gut von einfachen Muttern zu
unterscheiden. Mit der Erfindung soll also eine neue und verbesserte Sicherungsmutter mit mehreren, in gegenüberliegenden
Schlüsselflächen angeordneten Eindrükkungen geschaffen werden, bei der die axiale Ausdehnung
des Bereiches der Sicherungsgewindegänge genau bestimmt ist
Die Erfindung betrifft auch eine neue und verbesserte
Vorrichtung zur Herstellung einer selbstsichernden Mutter durch Eindrückung entgegengesetzter ebener
Schlüsselflächen eines Mutternkörpers an in Abstand voneinander befindlichen Stellen mittels außen verzahnter,
umlaufender Rollen, die in den entgegengesetzten Schlüsselflächen des Mutternkörpers eine Reihe von
in Abstand voneinander befindlichen Eindrückungen vorsehen.
Die Offenbarung der Erfindung läßt sich wie folgt kurz angeben:
Die Erfindung befaßt sich mit einer verbesserten selbstsichernden Mutter mit einem sechseckigen Mutternkörper
mit zentraler Gewindebohrung. Die zentrale Gewindebohrung hat unründe Sicherungsgewindegänge
von verringerter Steigung. Im Bereich des unteren Endes der Gewindebohrung befinden sich Normalgewindegänge,
die sich einfach auf ein passendes Bolzengewinde aufschrauben lassen. Um die Sicherungsgewindegänge
zu bilden, wird die sechseckige Mutter durch den Spalt zwischen zwei umlaufenden, außen verzahnten
Eindrückrollen hindurchgeführt Beim Durchgang der Mutter durch den Spalt gelangen die Kopfteile der
Zähne der Eindrückrollen in Berührung mit entgegengesetzten ebenen Seitenflächen des Mutternkörpers.
Beim weiteren Durchgang des Mutternkörpers durch den Spalt drücken die außen verzahnten Rollen den
Mutternkörper an in Abstand voneinander befindlichen Stellen ein. Um eine genaue Steuerung der axialen Ausdehnung
des Bereiches der Sicherungsgewindegänge zu erzielen, haben die äußeren Zähne der Eindrückrollen
eine Zahntiefe, die größer ist als die Tiefe der in die Schlüsselflächen der Mutter eingeprägten Eindrückungen.
Dadurch wird eine Verformung des Mutternkörpers durch die Fußteile der Eindrückzähne vermieden.
Die Eindrückzähne liegen unter einem spitzen Winkel zu der Drehachse der Rollen, so daß sie Eindrückungen
mit geneigten Innenflächen erzeugen.
Es folgt nun eine beispielhafte Beschreibung von Ausführungsformen
der Erfindung anhand der Zeichnungen 1 bis 10.
Fig. 1 ist eine vergrößerte, schaubildliche Darstellung einer selbstsichernden Mutter nach der vorliegens
den Erfindung;
Fig.2 ist ein in verkleinertem Maßstab gehaltener
Grundriß entsprechend der linie 2-2 der Fig. 1 und zeigt das Verhältnis zwischen unrunden Sicherungsgewindegängen
und auf entgegengesetzten Seiten der
ίο selbstsicheniden Mutter vorgesehenen Eindrückungen;
F i g. 3 ist eine im wesentlichen längs der Linie 3-3 der
Fig.2 gelegte, vergrößerte Schnittdarstellung der
selbstsichernden Mutter zur Veranschaulichung der axialen Ausdehnung der unrunden Sicherungsgewindegänge
in bezug auf die runden Normalgewindegänge; auch die Verkürzung der Gewindegänge im oberen Teil
des Mutternkörpers ist veranschaulicht;
Fig.4 ist eine schematische Veranschaulichung der
Herstellung der unrunden Sicherungsgewindegänge durch Eindrücken der entgegengesetzten Sehen des
Mutternkörpers mit einem Paar umlaufender Rollen;
F i g. 5 zeigt einen längs der Linie 5-5 der F i g. 4 gelegten
Aufriß der selbstsichernden Mutter zur Veranschaulichung der Form der an einer der Eindrückrollen
vorgesehenen Zähne;
Fig.6 is. ein im wesentlichen längs der Linie 6-6 der
F i g. 5 gelegter Schnitt zur Veranschaulichung des Aufbaus der einen außen mit Zähnen versehenen Eindrückrolle
der F i g. 4;
F i g. 7 ist eine vergrößerte Teilschnittdärsteüung zur
Veranschaulichung der Beziehung der äußeren Zähne der einen Eindrückrolle und des Mutternkörpers beim
Eindrücken der Eindrückungen in den Mutternkörper mittels der Eindrückrolle;
F i g. 8 ist eine im wesentlichen längs der Linie 8-8 der Fig.7 gelegte Schnittdarstellung zur Veranschaulichung
der Beziehung zwischen einer Eindrückung und dem Spitzenteil eines äußeren Zahnes einer der Eindrückrolien;
■
F i g. 9 ist ein im wesentlichen längs der Linie 9-9 der
F i g. 7 gelegter Schnitt zur Veranschaulichung der Beziehung zwischen einer Schlüsselfläche eines Mutternkörpers
und dem Fußbereich eines äußeren Zahnes einer der Eindrückrollen während des Eindrückens;
Fig. 10 ist eine vergrößerte Schnittdarstellung einer
der Eindrückungen.
Eine gemäß der vorliegenden Erfindung aufgebaute selbstsichernde Mutter hat einen sechseckig geformten
Mutternkörper 12 (siehe F i g. 1 und 2) mit ebenen Schlüsselflächen 14,16,18,20,22 und 24. Der Mutternkörper
der Sicherungsmutter hat eine zentrale Gewindebohrung 28. In einem der-Auflagefläche 34 der selbstsichernden
Mutter 10 benachbarten Bereich hat die Gewinaebohrung 28 runde Normalgewindegänge 32 (siehe
Fig. 3), um so das anfängliche Aufschrauben der selbstsichernden
Mutter auf ein Bolzengewinde zu erleichtern. Am oberen Ende weist die selbstsichernde Mutter
10 Sicherungsgewindegänge 38 auf, die unrund sind und eine geringere Steigung aufweisen. Die unrunden Sicherungsgewindegänge
38 haben etwa elliptische Form (siehe F i g. 2), und die Steigung ist geringer als die Steigung
der Normalgewindegänge 32.
Gemäß der vorliegenden Erfindung erfolgt eine genaue Formung der Sicherungsgewindegänge 38 und
Vorbestimmung der axialen Ausdehnung der Sicherungsgewindegänge dadurch, daß man einander gegenüberliegende
Schlüsselflächen 16 und 22 des Mutternkörpers 12 eindrückt. Die Sicherungsgewindegänge 38
5 6
werden dadurch erzeugt, daß man eine Mutter durch der Sicherungsgewindegänge genau steuern. Die Zähne
den Spalt zwischen zwei auf ihrer Außenseite mit Zäh- 50 der Eindrückrollen haben an ihren Kopfteilen eine
nen versehenen Eindrückrollen 42 und 44 hindurchge- Breite 80 (F i g. 7), die zur Übertragung der zur Forhen läßt Wenn die Mutter 10 durch den Spalt zwischen mung der Eindrückungen und Verformung der Sicheden Rollen hindurchgeht, dann berührt eine ringförmige 5 rungsgewindegänge 38 erforderlichen Kräfte ausreicht;
Anordnung von äußeren Zähnen 50 (siehe F i g. 5 und 6) die Kräfte konzentrieren sich auf den Kopfteil des Zahdes Umfanges der Eindrückrolle 42 in der in F i g. 7 dar- nes.
gestellten Weise eine flache Schlüsselfläche 16 des Mut- Wenn die Mutter in den Spalt zwischen den beiden
ternkörpers 12, und in entsprechender Weise berührt Eindrückrollen 42 und 44 eintritt, dann greifen die Zäh-
aueh eine ringförmige Anordnung von äußeren Zähnen to ne der Eindrückrollen an dem ankommenden Teil der
der Eindrückrolle 44 die gegenüberliegende Schlüssel- beiden Schlüsselflächen 16 und 22 an. Da die Eindrück-
fläche 22 des Mutternkörpers 12. rolle 42 sich im Uhrzeigersinne dreht und die Eindrück-
Die Zähne 50 der Eindrückrolle 42 besitzen Kopfteile rolle 44 im Gegenuhrzeigersinne (bezogen auf F i g. 4)
54, welche das Metall des Mutternkörpers 12 plastisch umläuft, trachten die äußeren Zähne der Eindrückrollen
verformen und eine lineare Reihe 56 von Eindrückun- 15 danach, die Mutter durch den Spalt voranzubewegen,
gen an dem Mutternkörper 12 erzeugen (F i g. 1). Die Wenn einer der Zähne 50 der Eindrückrolle 42 die Mut-Reihe 56 von Eindrückungen liegt in dem oberen Be- ter berührt, drückt sich der Kopfteil 54 des Zahnes gereich der Schlüsselfläche 16. Bei der Anbringung der gen die flache Schlüsselfläche 16. Beim weiteren Herein-Eindriickungen 56 erfoigt auch eine plastische Verier- gehen der Mutter in den konvergierenden Spalt zwimung der ganz oben gelegenen Gewindegänge radial 20 sehen den beiden Eindrückrollen 42 und 44 werden
nach innen und nach unten, so daß auf diese Weise die durch den Kopfteil 54 des Zahnes 50 extrem hohe Kräf-Sicherungsgewindegänge 38 entstehen. te auf den Mutternkörper ausgeübt, so daß sich eine
drflckrolle 42 zeigen, sei darauf hingewiesen, daß die dung der Eindrückung 84 auftretende Verdrängung von
gleicher Formgebung aufweist Die Zähne der Ein- Winkels 88 zu einer nach innen und unten gerichteten
drückrolle 44 greifen an der gegenüberliegenden Verbiegung der Normalgewindegänge. Die nach innen
beim Durchgang der Mutter durch den Spalt zwischen zu der in F i g. 2 veranschaulichten elliptischen Formge-
den beiden Rollen eine zweite Reihe 60 von Eindrük- 30 bung der Sicherungsgewindegänge 38. Die nach unten
kungen. gerichtete Verbiegung der Normalgewindegänge gibt
Die nach innen gerichtete Verformung der gegen- den Sicherungsgewindegängen 38 eine Steigung (also
überliegenden Schlüsselflächen des Mutternkörpers 12 einen axialen Abstand zwischen benachbarten Kopfteimittels der beiden Eindrückrollen 42 und 44 führt zur len 62), die geringer ist als die Steigung der Normalge-Bildung der Sicherungsgewindegänge 38, deren Kopf- 35 windegänge 32. Die Anzahl der nach innen verbogenen
teile 62 im wesentlichen elliptisch geformt sind. Dazu sei Gänge richtet sich nach der Längsausdehnung der Einbemerkt, daß die Hauptachse 64 (F i g. 2) der elliptischen drückung 84 (F i g. 5).
Kopfteile 62 sich parallel zu den beiden Schlüsselflächen Wenn sich die Mutter weiter durch den Spalt zwi-16 und 22 und der linear angeordneten Reihen 56 und 60 sehen den Eindrückrollen 42 und 44 hindurchbewegt,
(F i g. 2) von Eindrückungen erstreckt Die kleine Achse 40 greift dann ein weiterer Zahn 50 der Eindrückrolle 42 an
66 der elliptischen Sicherungsgewindegänge 38 liegt der Schlüsselfläche 16 der Mutter an, so daß sich eine
rechtwinkelig zu den beiden Schlüsselflächen 16 und 22. Reihe von Eindrücken bildet Jede durch einen Zahn 50
Die elliptischen Kopfteile 62 der Sicherungsgewinde- der Eindrückrolle 42 gebildete Eindrückung 84 ist von
gänge weisen zwischen sich einen Abstand auf, der ge- der nächstbenachbarten Eindrückung durch ein flaches
ringer ist als der Abstand zwischen den runden Kopftei- 45 Stück der Schlüsselfläche 16 getrennt Der Abstand zwilen 68 der Normalgewindegänge 32. Die verringerte sehen benachbarten Eindrückungen hat eine geringere
Steigung der Sicherungsgewindegänge 38 unterstützt Breite als die in der Ebene der Schlüsselfläche 16 gemesden Flankeneingriff zwischen den Sicherungsgewinde- sene Breite einer Eindrückung 84. Bei einer speziell begangen und den damit zusammengreifenden Standard- vorzugten Ausführungsform der Erfindung haben die
Außengewindegängen eines Bolzengewindes. 50 Zähne 50 eine größere Teilung als die Gewindegänge
Die äußeren Zähne der beiden Eindrückrollen 42 und 32. Die Eindrückung der Zähne 50 in den MutternksSr-44 haben eine Zahntiefe, die größer ist als die Tiefe der per 12 geschieht bis über die Tiefe des Teilkreises hinin dem Mutternkörper 12 gebildeten Eindrückungen. aus. Der erwähnte Abstand zwischen den Eindrückun-Jede Eindrückung in den Reihen 56 und 60 wird daher gen hält die Menge des beim Durchgang der Mutter
allein von dem Kopfteil 54 (F i g. 7) und den Flankenflä- 55 durch den Spalt verdrängten Metalls auf einem Minichen 70 und 72 eines Außenzahnes der Eindrückrollen mum, und die axiale Ausdehnung der Verbiegung der
42 und 44 gebildet, während die Fußteile 76 der Zähne äußeren Gewindegänge läßt sich somit genau steuern.
50 der Eindrückrollen zu jeder Zeit einen Abstand von Wenn die Mutter in den divergierenden Teil des Spalden Schlüsselflächen 16 des Mutternkörpers 12 (F i g. 7 tes zwischen den beiden Eindrückrollen 42 und 44 ge-
und 9) einhalten. 60 langt, dann bewegen sich die Zähne 50 der Eindrückrol-
tels des Kopfteiles und der Flanken der Zähne 50 der deten Eindrückungen 84 hinaus. Der Flankenwinkel der
len 42 und 40 verdrängte Metallvolumen auf einem Mi- zwischen den Ecken der Kopfteile der Zähne und den
nimum gehalten. Dadurch, daß man das bei der er- 55 Seiten der Eindrückungen 84 beim Herausbewegen aus
wünschten radialen und axialen Verdrängung der Siehe- dem Spalt zu vermeiden.
rungsgewindegänge 38 verdrängte Metallvolumen auf Die Kopfteile 54 der Zähne 50 der Eindrückrolle 42
einem Minimum hält, läßt sich die axiale Ausdehnung liegen in bezug auf die senkrechte und zur Drehachse
der Rolle 42 parallele Achse unter einem spitzen Winkel 88 (F i g. 8). Die Kopf teile 54 der Zähne SO bewegen sich
daher bei Drehung der Rolle 42 in einer kegelstumpf förmigen Ebene. Die im Winkel angestellten Kopfteile 54
der Zähne 50 führen zu einer axial nach unten gerichteten Deformierung der Gewindegänge am Auslaufkegelende
des Mutternkörpers 12 und bilden somit die Sicherungsgewnldegänge
38 derart aus, daß diese eine geringere Steigung als die Steigung der Normalgewindegänge
32 haben.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung beträgt der spitze Winkel 88 etwa 10°. Das erleichtert
das zur Verkleinerung der Steigung erforderliche Rutschen des Mutternkörpers und führt auch zu der
ovalen Form des Sicherungsteiles. Der Winkel 88 ist ausreichend groß, um eine Selbsthemmung zwischen
den Kopfteilen 54 der Zähne 50 und den Innenflächen HO der Eindrückung 84 zu vermeiden. Daher bewegt
sich das Metall an einer auf der Oberfläche des "rviutternkörpers 12 liegenden Stelle durch die Einwirkung des
Zahnes nach innen und unten, und das führt zu einem die ovale Form und die Verkürzung des Bereiches der Sicherungsgewindegänge
bedingenden Metallfluß. Man kann die Kopfteile 54 auch unter einem anderen Winkel
als dem als bevorzugt angegebenen Winkel anstellen.
Wegen der nach oben und radial nach außen gerichteten Neigung der Kopfteile 54 des Zahnes drückt der
Kopfteil 54 des Zahnes bei seinem Angriff an der Schlüsselfläche 16 der Mutter 12 die Mutter auch nach
unten gegen eine waagerechte Unterlage 92. Wenn auch nur die Formgebung der Zähne 50 der Eindrückrolle 42
veranschaulicht ist, so sei doch bemerkt, daß die Zähne der Eindrückrolle 44 von gleicher Formgebung sind und
auch die gleiche Ausrichtung wie die Zähne 50 der Eindrückrolle 42 haben. Die Mutter wird daher beim Hindurchgang
durch den Spalt zwischen den beiden Eindrückroiien durch deren Zähne fest auf die Unterlage 32
gedrückt
Die Eindrückungen 84 der Reihe 56 befinden sich verhältnismäßig dicht an dem oberen Teil der flachen
Schlüsselfläche Ϊ6 (siehe F i g. 1). Die Eindrückungen 56 verlaufen daher von der flachen Schlüsselfläche in den
Auslaufkonus 96 des Mutternkörpers 12 hinein. Das sieht man am besten in F i g. 1, in der die offenen äußeren
oder oberen Endteile 98 der Eindrückungen 56 oberhalb der bogenförmigen Linien 102 und 104 an den
Schnittstellen zwischen den Schlüsselflächen 14 und 18 und dem Auslaufkonus 96 liegen. Der Auslaufkonus %
hat eine etwas ballige Formgebung. In dem sich in den Auslaufkonus 96 erstreckenden Bereich verringert sich
die Tiefe der Eindrückung. Das zeigt F i g. 10. Das Ausmaß der Verringerung der Tiefe der Eindrückung 84 ist
aber reduziert, weil die Zähne 50 unter dem spitzen Winkel 88 nach innen geneigt verlaufen (siehe F i g. 8).
Die Fußteile der Zähne 50 laufen auch unter dem Winkel 88 geneigt nach innen. Die Tiefe der Zähne
reicht aber aus, um eine Berührung der Fußteile 76 der Zähne 50 mit dem Mutternkörper zu vermeiden (siehe
Fig.9). Das gesamte von der Eindrückrolle 42 verdrängte
Metall bewegt sich also unter dem Einfluß des Zahnes 50. Wenn die Zähne 50 verhältnismäßig flach
wären, dann würde der Fußteil 76 des Zahnes den Mutternkörper berühren. Das würde zur Erzielung der gewünschten
Verbiegung und Sicherungsdrehmoment-Charakteristik der Sicherungsgewindegänge 38 und zur
Verdrängung einer verhältnismäßig großen Metallmenge führen. Wenn eine derartig große Metallmenge verdränet
wird, dann ist es schwierig, die axiale Ausdehnung der Sicherungsgewindegänge 38 unter Kontrolle
zu halten.
Obwohl die axiale Ausdehnung einer jeden Eindrükkung 84 der beiden Reihen in Abhängigkeit von der
S Lage der Eindrückung auf der Schlüsselfläche (siehe F i g. 1) schwankt, haben alle Eindrückungen die gleiche
Grundform. Das liegt daran, daß alle zur Erzeugung der Eindrückungen dienenden Zähne 50 auf der Eindrückrolle
42 die gleiche Formgebung haben. Jede Eindrükkung 84 hat eine ebene Innenfläche 110 (siehe F i g. 1
und 10), die sich von einer geneigten Bodenfläche 112 nach innen und oben erstreckt. Die Innenfläche 110 wird
durch den Kopfteil 54 des Zahnes 50 gebildet und ist unter dem gleichen Neigungswinkel nach innen zu der
Mittelachse der öffnung 28 hin geneigt, wie der Kopfteil
54 des die Eindrückung erzeugenden Zahnes 50 geneigt ist (siehe F ig. 8).
Jede Eindrückung 84 hat auch geneigte Seitenwände 114 und HS, die sich mit der ebener. Innenfläche l!0
schneiden. Die Schnittlinie 118 der Seitenfläche 114 mit
der Innenfläche 110 erstreckt sich bis zum Übergang der Eindrückung in den Auslaufkegel % des Mutternkörpers
12 gerade nach oben. Dann biegt die Schnittlinie 118, während die Tiefe der Seitenfläche 114 in dem
Auslaufkegel der Mutter abnimmt, nach innen ab. Die Seitenfläche 116 hat in entsprechender Weise eine
Schnittlinie 120 mit der Innenfläche. Diese Schnittlinie 116 ist von gleicher Formgebung wie die Schnittlinie 118
der Seitenfläche 114 und der Innenfläche HO.
Die Seitenflächen 116 und 114 verlaufen in einem spitzen Winkel zu der Innenfläche 110. Diese Winkelbeziehung
der beiden Seitenflächen 114 und 116 ergibt sich aufgrund der Herstellung durch die Flanken 70 und
72 der die Eindrückungen herstellenden Zähne 50 (Fig.7). Die Winkelneigung der Seitenfläche 114 gegenüber
der Innenfläche HO ist, gemessen auf einem Boger.winke! auf der Innenseite der Eindrückung 84.
gleich dem Flankenwinkel der die Eindrückungen erzeugenden Zähne 50.
Die Zähne 50 haben eine nach innen und oben geneigte Endfläche 124 (F i g. 8). Diese geneigte Endfläche 124
formt die geneigte Bodenfläche 112 (Fig. 10) der Eindrückungen 84. Die geneigte Endfläche 124 trachtet danach,
den Mutternkörper 12 fest gegen die horizontale Unterlage 92 zu drücken, wenn der Mutternkörper 12
durch den Spalt zwischen den beiden Eindrückrollen 42 und 44 hindurchgeht
Da die die einzelnen Eindrückungen 84 erzeugenden Zähne 50 sich an Stellen unterschiedlichen radialen Ab-Standes
von der Mitte des Mutternkörpers aus der bogenförmig gekrümmten Auslaufkegelfläche % herausbewegen,
haben die Eindrückungen 84 eine unterschiedliche axiale Länge. Trotzdem schneidet die Bodenfläche
112 einer jeden Eindrückung 84 die flache Schlüsselfläehe
16 des Mutternkörpers 12 längs einer parallel zur Auflagefläche der Mutter (siehe Fig. 1) verlaufenden
geraden linie. Das liegt daran, daß die geneigten Endflächen eines jeden der die Eindrückungen 84 erzeugenden
Zähne 50 gleichen Abstand von der waagerechten Unterlage 92 haben und beim Hindurchgang der Mutter
durch den Spalt um eine senkrechte Achse umlaufen. Da die Bodenflächen 112 der Eindrückungen 84 sich im gleichen
Abstand von der Auflagefläche des Mutternkörpers 12 befinden, trachtet eine jede der Eindrückungen
84 nach Erzielung einer axial gleich großen Verbiegung des Mutternkörpers 12. Das erleichtert eine Steuerung
des axialen Ausmaßes der Sicherungsgewindegänge 38. Aus der vorangegangenen Beschreibung ergibt sich.
ίο
daB man durch Anbringung von zwei Reihen 56 und 60 von EindrUckungen an gegenüberliegenden Schlüsselflächen 16 und 22 der Sicherungsmutter 10 die axiale
Erstreckung der Sicherungsgewindegänge 38 der Sicherungsmutter 10 genau steuern kann. Die beiden Reihen s
von Eindrückungen 56 werden durch die Eindrückrollen 42 und 44 gleichzeitig geformt, wenn die Mutter durch
den Spalt zwischen den beiden Rollen hindurchgeht Obwohl nur die Zähne 50 der Eindrückrolle 42 in den
Fig.5 und 6 gezeigt worden sind, hat doch die Ein- io
drückrolle 44 die gleiche Gestalt und Formgebung wie die Eindrückrolle 42, und jede Eindrückung 84 aus der
Reihe 60 hat die gleiche Gestalt und Form wie die Eindrückungen 84 aus der Reihe 56.
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
Claims (11)
1. Selbstsichernde Mehrkantmutter mit einem ge- :
krümmten Auslaufkegel, bei der das äußere Ende 5
der ursprünglich zylinderischen Gewindebohrung
durch Zusammendrücken des Mutterkörpers zwi- Die Erfindung betrifft eine selbstsichernde Mutter
sehen zwei gegenüberliegenden Schlüsselflächen in und eine Vorrichtung zu ihrer Herstellung gemäß Obereine
elliptische Form verformt ist, ge kenn- begriff der Ansprüche 1 und 8.
zeichnet durch etwa V-förmig ausgebildete, io Selbstsichernde Muttern derjenigen Art, bei denen
sich längs erstreckende, an sich bekannte Eindrük- man beim Aufschrauben zur Überwindung eines
kungen (84) im oberen Bereich zweier gegenüberlie- KJemmwiderstandes ein Drehmoment aufbringen muß,
gender Schlüsselflächen (16), die sich bis in den Aus- wurden bisher hergestellt, indem man gegenüberliegenlaufkegel
erstrecken und die unter einem spitzen de Schlfisselflächen der selbstsichernden Muttern mit
Winkel (88) gegenüber der Gewindebohrung (28) ts glaiten, umlaufenden Verformungsrollen zusammenverlaufen,
und dadurch, daß die unrunden Gewinde- drückte. Dabei werden die runden Normalgewindegängänge
(38) im Bereich der Eindrückungen (84) eine ge auf zwei Seiten radial nach innen zu einem Oval
geringere Steigung als die runden Gewindegänge geformt und bilden so Sicherungsgewindegänge-. Das
aufweisen. US-Patent 24 64 728 offenbart eine Maschine zur Her-
2. Mehrkaatiautter nach Anspruch 1, dadurch ge- 20 stellung derartiger selbstsichernder Muttern. Obwohl
kennzeichnet, daß jede Eindrückung (84) eine ebene, sich auf diese Weise hergestellte Muttern im Betrieb
sich in Längsrichtung erstreckende Innenfläche (110) allgemein bewährt haben, ist es unter gewissen Umstänhat,
die gegenüber der Achse der Gewindebohrung den doch erwünscht, die axiale Erstreckung der Siche-(28)
nach innen geneigt ist rungsgewindegänge genau zu steuern.
3. Mehrkantmutter nach Anspruch 2, dadurch ge- 25 Die Steuerung der axialen Erstreckung des Bereiches
kennzeichnet, daß die Innenfläche (110) einer jeden der Sicherungsgewindegänge wurde bisher angestrebt,
Eindrückung (84) unter einem Winkel von etwa 10° indem man die Muttern mit speziellen Innengewindegeneigt ist büchsen versah, die in der in den US-Patenten 33 54 926
4. Mehrkantmutter nach Anspruch 2 oder 3, da- und 33 52 342 offenbarten Art verformt waren.
durch gekennzeichnet, daß jede Eindrückung (84) 30 Dabei wurde das ?iae Gewindeende zu einem Oval
zwei sich in Längsrichtung erstreckende Seitenflä- verformt, indem dieser Halsbereich beim Passieren von
chen (114,116) aufweist, die aui die Ebene der In- zu eng zusammenstehenden Rollen, die zum besseren
nenfläche (110) unter einem spitzen Winkel auftref- Erfassen der Muttern gezahnt waren, radial an zwei
fen bzw. von der Innenfläche nach außen divergie- gegenüberliegenden Stellen zusammengedrückt wurde,
ren. 35 Weiterhin ist aus der US-PS 34 57 979 eine Sicherungs-
5. Mehrkantmutter nach Anspruch 4, dadurch ge- mutter bekannt, in deren Schlüsselflächen an zwei oder
kennzeichnet, daß jede Eindrückung (84) eine untere drei Stellen radiale, punktuelle Eindrückungen einge-Endfläche
(112) aufweist, die sich zwischen den züge- stanzt worden sind, und GB-PS 12 68 722 sowie die
hörigen Seitenflächen (114,116) und der Innenfläche GB-PS 10 03/1080 beschreiben die herstellung von
(110) der Eindrückung erstreckt und mit dieser einen 40 Muttern, bei denen ein Teilbereich der Schlüsselflächen
stumpfen Winkel bildet bzw. des nicht-sechseckigen Halsbereiches durch radia-
6. Mehrkantmutter nach einem der Ansprüche 1 les Zusammendrücken in einer Richtung zu einem Oval
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Eindrückun- verformt werden.
gen (84) voneinander durch einen Teil der zugehört- Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, eine
gen Schlüsselfläche (16) getrennt sind. 45 verbesserte Mehrkantmutter bzw. eine Vorrichtung zu
7. Mehrkantmutter nach Anspruch 6, dadurch ge- deren Herstellung zu schaffen, wobei insbesondere der
kennzeichnet, daß der zwischen benachbarten Ein- Sicherungseffekt verstärkt werden und die axiale Erdrückungen
(84) liegende Teil der Schlüsselfläche Streckung des Bereichs der Sicherungsgewindegänge
eine geringere Breite als die Eindrückungen hat genau steuerbar sein solL Ferner soll auch ein besonders
8. Vorrichtung zur Herstellung von Mehrkantmut- 50 sicheres Erfassen der Muttern durch die zur Verfortern
nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bestehend mung der Muttern dienenden Rollen gewährleistet sein,
aus zwei drehbaren, einen Spalt bildenden Rollen, Ausgehend von einer selbstsichernden Mutter der aus
zwischen denen die unverformten Muttern an zwei der US-PS 24 64 728 bekannten Art ist die Lösung diegegenüberliegenden
Schlüsselflächen zusammenge- ser Aufgabe in den Ansprüchen 1 und 8 gekennzeichnet
drückt werden, gekennzeichnet durch sich längs er- 55 Die vorliegende Erfindung führt zu einer verbesserstreckende,
etwa V-förmige Zähne (50) an den RoI- ten selbstsichernden Mutter mit einem mit zentraler
len (42, 44), wobei die Ebenen derer Kopfteile (54) Gewindebohrung ausgestatteten Mutternkörper, an
unter einem spitzen Winkel (88) zur Rollenachse dessen gegenüberliegenden ebenen Schlüsselflächen eiverlaufen.
ne Reihe von Eindrückungen ausgebildet sind, derart,
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekenn- 60 daß im Bereich des einen Endes des Mutternkörpers
zeichnet, daß die Kopfteile (54) der Zähne (50) flach unrunde Sicherungsgewindegänge entstehen. Die Siausgebildet
sind. cherungsgewindegänge haben eine verringerte Stei-
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gung. An dem entgegengesetzten Ende des Mutternkörgekennzeichnet,
daß die Zähne (50) eine Zahntiefe pers sind die Gewindegänge normal rund ausgebildet
haben, die größer als die Tiefe der in den Muttern 65 und lassen sich frei auf ein dazu passendes Bolzengewin-(12)
zu bildenden Einkerbungen (84) ist. de aufschrauben.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch ge- Die Herstellung der verbesserten selbstsichernden
kennzeichnet, daß die Flanken (70,72) der Zähne (50) Mutter erfolgt dadurch, daß man eine Mutter durch
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| Date | Code | Title | Description |
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| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8330 | Complete disclaimer |