DE2425211C3 - 2-Carbamoyloximino-l,3-dithiacyclopentane bzw. -cyclohexane und deren 4-Oxide und 4,4-Dioxide, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese enthaltende insektizide und mitizide Mittel - Google Patents

2-Carbamoyloximino-l,3-dithiacyclopentane bzw. -cyclohexane und deren 4-Oxide und 4,4-Dioxide, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese enthaltende insektizide und mitizide Mittel

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DE2425211C3 DE19742425211 DE2425211A DE2425211C3 DE 2425211 C3 DE2425211 C3 DE 2425211C3 DE 19742425211 DE19742425211 DE 19742425211 DE 2425211 A DE2425211 A DE 2425211A DE 2425211 C3 DE2425211 C3 DE 2425211C3
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Description

SCX3
15
in der R = Wasserstoff oder einen C,-C6-Alkylrest, R1 = C,-C4-Alkylrest,X = Fluor oder Chlor, 11 = 0, 1 oder 2 und A einen Methylen-, Äthylen-, Propylen-, Methylmethylen-, Dimethylmethylen- oder Methyläthylenrest bedeutet.
2. Verbindungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß R1 für Methyl steht.
3. 5,5 - Dimethyl - 4 - [(N - methyl - N - trichlormethansulfenyl) - carbamoyl - oximino] - 1,3 - dithiacyclopentan.
4. 2 - [(N - Methyl - N - irichlormethansulfenyl)-carbamoyloximino] -1 ^-dithiacyclohexan.
5. 3 - Methyl - 2 - [(N - methyl - N - trichlormethansulfenyl) - carbamoyloximino] - 1,4 - dithiacyclohexan.
6. 3,3 - Dimethyl - 2 - [(N - methyl - N - trichlormethansulfenyl) - carbamoyloximino] -1,4 - dithiacyclohexan.
7. 4 - [(N - Methyl - N - trichlormethansulfenyl)-carbamoyloximinoi-l^-dithiacyclopentan.
8. Verfahren zur Herstellung von 2-Carbamoyloximino· 1,3-dithiacyclopentane bzw. -hexane und deren 4-Oxide gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise ein Oxim der allgemeinen Formel
N-OH
in der A und R die angegebenen Bedeutungen haben, mit einem Carbamoylfiuorid der allgemeinen Formel
R1
/
F —C —N
Ii \
O SCX3
in der R1 und X die angegebenen Bedeutungen haben, umsetzt und gegebenenfalls in üblicher Weise auf die so erhaltenen Stoffe ein Oxydationsmittel einwirken läßt.
9. Insektizid bzw. Mitizid, enthaltend eine Verbindung gemäß Anspruch i bis 6 und übliche Hilfsmittel.
Die Erfindung bezieht sich auf den in den Ansprüchen angegebenen Gegenstand.
Die neuen Verbindungen entsprechen der allgemeinen Formel
[O]„
R N—O—C—N
SCX,
der R = Wasserstoff oder einen C,-C(,-Alkylrest, R1 = C,-C4-Alkylrest, X = Fluor oder Chlor, η = 0, oder 2 und A einen Methylen-, Äthylen-, Propylen-, Methylmethylen-, Dimethylmethylen- oder Methylhylenrest bedeutet.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können zweckmäßig nach dem folgenden allgemeinen Reakonsschema hergestellt werden:
O R1
O R1
NOH V ι '\ / NOCN
+ C-N >
/ \ Il /
SS F SCX, S S
A A
welcher A, R und R1 die angegebene Bedeutung haben.
SCX3
Die bei der obigen Synthese verwendeten Oxim-'orläufer können in der in der US-PA Ser. Nr. 254271 rOm 17. Mai 1972 beschriebenen Weise hergestellt verden. Das in dieser Synthese verwendete, entspre- :hende N-Trihalogenmethansulfenylcarbamoylfluorid cann zweckmäßig nach dem Verfahren der US-PS 36 39 471 hergestellt werden.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
B e i s ρ i e 1 1
Herstellung von 2-[(N-Methyl-N-trichlor-
methansulfenylj-carbamoyloximino]-
i, 4-dithiacyclohexan
Zu einer Lösung aus 1,35 g 2-Oximino-l,4-dithiacyclohexan und 2,05 g N-Methyl-N-trichlormethansulfenylcarbamylfluorid in 75 cm3 Dioxan (auf 20° C abgekühlt) wurde innerhalb von 2 Minuten 1,01 g Triäthylamin eingetropft. Die exotherme Reaktion bewirkte einen Temperaturanstieg auf 31 C. Das Reaktionsgemisch wurde weitere 30 Minuten bei Zimmertemperatur gerührt und dann mit 300 cm3 Wasser abgeschreckt. Der gebildete Niederschlag wurde abfiltriert, gesammelt und aus Acetonitril umkristallisiert. Ausbeute 1,7 g; F. 151 bis 152rC.
Analyse für C7H9Cl3N2O2S3:
Berechnet ... C 23,6, H 2,5, N 7,9;
gefunden .... C 23,8, H 2,5, N 8,0. Methanol-Äthylacetat erhielt man eine Ausbeute von 4,0 g mit einem F. von 144 bis 145 C.
Analyse Tür C7H9Cl3N2O3S3:
Berechnet ... C 22,62, H 2,44, N 7,54;
gefunden .... C 23,11, H 2,42, N 7,64.
Beispiel 4
Herstellung von 2-[(N-Methyl-N-trifluor-
methansulfenyl)-carbamoyloximino]-
1,4-dithiacyclohexan
Zu einer Lösung aus 2,0 g 2-Oximino-l,4-dithiacyclohexan in 100 cm3 Dioxan wurden 4,85 g einer 50%igen Lösung aus N-Methyl-N-trifluormethancarbamylfluorid in Toluol und dann 1,61 g Triäthylamin unter Kühlen und Rühren eingetropft. Nach 2stündigem Rühren wurde mit 300 cm3 Wasser abgeschreckt. Das in Äthylacetat isolierte Reaktionsprodukt wurde über Magnesiumsulfat getrocknet und konzentriert. Nach Umkristallisation aus Isopropyläther-Aceton erhielt man eine Ausbeute von 3,5 g mit einem F. von 120 bis 121° C.
Beispiel 2
Herstellung von 4-[(N-Methyl-N-trichlor-
meihansulfenyl)-carbamoyloximino]-
1,3-dithiacyclopentan
Zu einer Lösung aus 2,3 g 4-Oximino-l,3-dithiacyclopentan und 3,86 g N-Methyl-N-trichlormelhansulfenylcarbamylfluorid in 75 cm3 Dioxan wurde 1,97 g Triäthylamin eingetropft. Die exotherme Reaktion bewirkte einen Temperaturanstieg auf 30 C. Nach 30 Minuten langem Rühren bei Zimmertemperatur wurde das Gemisch in Wasser abgeschreckt. Der gebildete Niederschlag wurde abfiltriert, der Feststoff in Äthylacetat gelöst, mit Magnesiumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck konzentriert. Der verbleibende Feststoff wurde aus lsopropyläther-Methylenchlorid umkristallisiert.
Ausbeute 3,8 g; F. 102 bis 1030C.
Analyse für C6H7Cl3N2O2S3:
Berechnet ... C 21,09, H 2,06, N 8.20;
gefunden .... C 21,10, H 2,14, N 8,06.
Beispiel 3
Herstellung von 2-fJN-Methyl-N-trichlor-
methansulfenyl)-carbamoyloximino]-
1,4-dithiacyclohexan-4-oxid
Zu einer Lösung aus 5,0 g 2-[(N-Methyl-N-trichlormethansulfenyl)-carbamoyloximino]-l, 4-dithiacyclohexan in 300 cm3 eines 1:1-Gemisches aus Äthylacetat und Methylenchlorid wurden 4,69 g 22,8%ige Peressigsäure in Äthylacetat zugefügt. Nach 2stündigem Rühren bei Zimmertemperatur wurde das Reaktionsgemisch unter vermindertem Druck zu »inpm Π1 konzentriert. Nach Umkristallisation aus
Beispiel 5
Herstellung von 2-[(N-Methyl-N-trichlor-
melhansulfenyl)-carbamoyloximino]-1,4-dithiacyclohexan-1,4,4-trioxid **
Zu einer Lösung von 2,0 g 2-Oximino-i,4-dithiacyclohexan-1,4,4-trioxid, 2,3 g N-Methyl-N-(Uichlormethansulfenyl)-carbamoylfluorid in 200 ml Di-
3; oxan wurden 1,0 g Triäthylamin bei 28 bis 30 C zugelropft. Das Reaktionsgemisch wurde über Nacht bei Zimmertemperatur gerührt. Das Lösungsmittel wurde unter vermindertem Druck abgetrennt und der Rückstand mit 400 ml kaltem Wasser abgeschreckt und gerührt. Der weiße Feststoff wurde abfiltriert und an der Luft getrocknet.
Ausbeute 2,5 g; F. 135'1C (Zers.).
Analyse für C7H9Cl3N2O5S3:
Berechnet ... C 20,8, H 2,2, N 6,9;
gefunden
C 21,0, H 2,19, N 6,8.
Blattwerksprühtest gegen Bohnenblattlaus
Bohnenblattläuse (Aphis fabae Scop.) im Erwachsenen- und Nymphenstadium, die in eingetopften Zwerg-Nasturtiumpflanzen bei 18 bis 210C und 50 bis 70% relativer Feuchtigkeit gezüchtet waren, wurden als Testinsekten verwendet. Für die Testzwecke wurde die Anzahl der Blattläuse pro Topf durch Abschneiden der überschüssige Blattläuse enthaltenden Pflanzen auf 100 bis 150 standardisiert.
Die Testverbindungen wurden durch Verdünnen der Grundsuspension mit Wasser auf eine Suspension erhalten, die 500 Teile Testverbindung pro Mill. Teile Endformulierung enthielt.
Die eingetopften, mit 100 bis 150 Blattläusen befallenen Pflanzen (1 Topf pro Testverbindung) wurde auf eine Drehscheibe gestellt und mittels einer DeViI-biss-Spritzpistole bei 2,8 atü Luftdruck mit 100 bis
110 cm3 der Testformulierung besprüht. Die 25 Sekunden dauernde Anwendung reichte aus, die Pflanzen bis zum Ablaufen zu benetzen. Als Kontrolle wurden 100 bis 110 cm3 einer Wasser-Aceton-Emulgator-
Lösung ohne Testverbindung ebenfalls auf befallene Pflanzen gesprüht. Nach dem Besprühen wurden die Töpfe auf ihre Seite auf einen Bogen weißen Millimeterpapier gelegt. Temperatur und Feuchtigkeit im ^ Testraum während der 24stündigen Aufbewahrung betrugen 18 bis 2Γ1C bzw. 50 bis 70%. Die Blattläuse, die auf das Papier fielen und nach Aufrichten nicht stehen bleiben konnten, wurden als tot angesehen. Die auf den Pflanzen verbleibenden Blattläuse wurden genau aui Bewegung untersucht; die, die nach Stimu- "° lierung durch Anstoßen nicht die Länge ihres Korpers bewegen konnton, wurden als lot angesehen. Die prozentuale Sterblichkeit wurde Tür die verschiedenen Konzentrationen angegeben. Als Kontrolle wurden 100 bis 1 10 enr1 einer Wasser-Aceton-Emulgator-Lösung ohne Testverbindung auf befallene Pflanzen gesprüht.
Nach dem Trocknen wurden die paarigen Blätter uetrennt und jedes wurde in eine mit feuchtem Filterpapier ausgekleidete 9-crn-Petrischale gegeben. In Je Schale wurden 5 beliebig ausgewählte Larven einaeliihrt und die Schalen verschlossen, gekennzeichnet und 3 Tage bei einer Temperatur von ->1 ± ">5'C gehalten. Obgleich die Larven das Blatt leicht "innerhalb von 24 bis 48 Stunden fressen konnten wurde keine weitere Nahrung eingeführt. Die I -irvcn die selbst nach Stimulierung ihre Körperlänge nicht bewegen konnten, wurden als tot angesehen.
Blattwerksprühtest gegen «Southern Armyworm«
Testinsekten waren Larven des Southern Armyworm (Prodenia eridania, Cram.), die auf Stangenbohnenpflanzen bei einer Temperatur 27 ± 2,5"C und einer relativen Feuchtigkeit von 50 ± 5% gezüchtet waren.
Die Testverbindungen wurden durch Verdünnen der Grundsuspension mit Wasser auf eine Suspension formuliert, die 500 Teile Testverbindung pro Mill. Teile Endformulierung enthielt. Die eingetopfter Stangenbohnenpflanzen von Standardhöhe und -alter wurden auf eine Drehscheibe gestellt und mittels einer auf 0,7 atü Luftdruck eingestellten DeVilbiss-Spritzpistole mit 100 bis 110 cm3 Testverbindungsformulierung gesprüht. Die 25 Sekunden dauernde Anwendung reichte aus, die Pflanzen bis zum Ablaufen zu benetzen. Als Kontrolle wurden 100 bis 110 cm3 einer Wasser-Aceton-Emulgatorlösung ohne Testverbindung auf befallene Pflanzen gesprüht. Nach dem Trockenwerden wurden die paarigen Biälter getrennt und jedes wurde in eine mit feuchtem Filterpapier ausgekleidete 9-cm-Petrischale gelegt. In jede Schale wurden 5 beliebig ausgewählte Larven eingeführt und die Schalen verschlossen, gekennzeichnet und 3 Tage bei etwa 27 bis 3O0C gehalten. Obgleich die Larven das ganze Blatt leicht innerhalb von 24 Stunden fressen konnten, wurde keine weitere Nahrung eingeführt. Die Larven, die ihre Körperlänge, selbst nach Stimulierung durch Anstoßen, nicht bewegen konnten, wurden als toi angesehen. Die prozentuale Sterblichkeit für die verschiedenen Konzentrationen ist angegeben.
Blattsprühtest gegen mexikanischen Bohnenkäfer
Testinsekten waren fourth-instar-Larven des mexikanischen Bohnenkäfers (Epilachna varivestis, MuIs.), die bei 27 ± 2,5"C und 50 ± 5% relativer Feuchtigkeit auf Stangenbohnenpflanzen gezüchtet worden waren.
Die Testverbindungen wurden durch Verdünnen der Grundsuspension mit Wasser auf eine Konzentralion von 500 Teilen Testverbindung pro Mill. Teile Endformulierung hergestellt. Die eingetopften Stangenbohnenpflanzen von Standardhöhe und -alter wurden auf eine Drehscheibe gestellt und mittels einer auf 0.7 atü Luftdruck eingestellten DeVilbiss-Spritzpistolc mit 100 bis 110 cm3 Testformulierung gesprüht. Diese 25 Sekunden dauernde Anwendung reichte aus. die Pflanzen bis zum Ablaufen zu benetzen. Fliegenködertest
4 bis 6 Tage alte erwachsene Hausfliegen (Mesca ,ο domestica. L.). die unter geregelten Bedingungen von " ->1 ± ~>5 C und 50 ± 5% relativer Feuchtigkeit gemäß den Angaben der Chemical Specialities Manufacturing Association (Blue Book, McNais—Dorland Co New York [1954], Seite 243—244, 261) gezüchtet ,s worden waren, wurden als Testinsekten verwendet. "' Die Fliegen wurden durch Betäubung mit Kohlendioxid unbeweglich gemacht, und 25 immobilisierte männliche und weibliche Fliegen wurden in einen Käfig übergeführt, der umgekehrt über einer mit ,o Packpapier bedeckten Oberfläche stand und ein ' übliches Küchensieb von etwa 12,5 cm Durchmesser war Die Testverbindungen wurden durch Verdünnen der Grundsuspension mit einer lOgewichtsprozentigen Zuckerlösung auf eine Konzentration von 500 Teilen Testverbindune pro Mill. Teile Endformulierung formuliert. Dann" wurden 10 cm3 Testformulierung in eine Souffle-Form gegeben, die ein 2,5 cm viereckiges Stück eines absorbierenden Watte-Pads enthielt. Dieser Köderbehälter wurde vor Einführung der betäubten Fliegen unter das Küchensieb eingeführt und in dessen Mitte gestellt. Die Fliegen im Käfig wurden 24 Stunden bei einer Temperatur von 27 ± 2,5 C und 50 ± 5% relativer Feuchtigkeit fressen gelassen. Die nach Anstoßen kein Zeichen einer Bewegung zeigenden Fliegen wurden als tot angesehen.
Blattwerksprühtest gegen Milben
Die Testorganismen waren zweifleckige Milben (Tetranychus urticae Koch) im Erwachsenen- und Nymphenstadium, die bei 80 ± 5% relativer Feuchtigkeit auf Stangenbohnenpflanzen gezüchtet worden waren. Die befallenen Blätter aus einer Grundkultur wurden auf die primären Blätter von zwei 15 bis 20 cm hohen Bohnenpflanzen gelegt, die in einem 3,75 cm Tontopf wuchsen. Eine zum Testen ausreichende Anzahl von 150 bis 200 Milben wurden von den abgeschnittenen Blättern auf die frischen
Pflanzen in einer Dauer von 24 Stunden übergeführt. Nach der 24stündigem überführung wurden die abgeschnittenen Blätter von den befallenen Pflanzen entfernt. Die Testverbindungen wurden durch Verdünnen der Grundsuspension mit Wasser auf eine Konzentration von 500 Teilen Testverbindung pro Mill. Teile Endformulierung formuliert. Die eingetopften Pflanzen (ein Topf pro Verbindung) wurden auf eine Drehscheibe gestellt und mittels einer auf
2,8 aiii Luftdruck eingestellten DcVilbiss-Spritzpistole mit 100 bis 110 cm3 Testformulierung gesprüht. Diese 25 Sekunden dauernde Anwendung reichte aus, die Pflanzen bis zum Ablaufen zu benetzen. Als Kontrolle wurden 100 bis 110 cm3 einer Wasserlösung, die Aceton und Emulgator in denselben Konzentrationen wie die Testformulierung enthielt, jedoch ohne Testverbindung auf befallene Pflanzen gesprüht. Die gesprühten Pflanzen wurden 6 Tage bei 80 ± 5% relativer Feuchtigkeit gehalten; dann erfolgte die Sterblichkeitszählung auf bewegliche Formen. Alle nach Anstoßen zu einer Bewegung fähigen Individuen wurden als lebend angesehen.
Die Ergebnisse dieser Tests sind in der folgenden Tabelle 1 aufgeführt. Dabei wurde die pestizide Wirkung der Verbindungen gegen Blattläuse. Milben. Soulhern Armyworm. Bohnenkäfer und Hausfliegen wie folgt bewertet:
A = ausgezeichnete Bekämpfung,
s B = teilweise Bekämpfung.
C = keine Bekämpfung.
Striche bedeuten, daß kein Test durchgeführt wurde.
Bestimmte Präparate wurden auch zur Bestimmung
ihrer peroralen Toxizität bei Säugetieren ausgewertet.
ίο Als Versuchstier wurden dabei Ratten verwendet. Die erzielten Testergebnisse sind ausgedrückt als mg Präparat pro kg Körpergewicht des Tieres, die zur Erzielung einer 50%igen Sterblichkeit (LD5,,) notwendig waren.
Die Ergebnisse dieser Tests sind in der folgenden Tabelle 1 aufueführt:
Tabelle 1
Verbindung
F. ("C) Blatt- Milben Army- Bohnen-Haus- Ratte,
laus worm käfcr fliege per os,
LD50
mg/kg
O
Il
CH3
11 ,·
NOCN
SCCl3
-NHCH3
0
Il
CH3
NOCN
SCF3
151—152 A A
A A
121 AAA
A A
149
15
S \ S O
η
S O
η
/CH, 102 103 A A A A A 75
Il
NOC-
Il
, NOCN
N
\
Nscn,
A A Λ Λ Λ 13
χ CIl, S NHCU.,
Cl O
η
Il
NOCN
120 121,5 A A C Λ Λ
SCCl, Λ A B Λ A
NHClI.,
cn,
132 134 A A Λ A B 7,07
SCCl, A Λ Λ A Λ 0,3
NHCH, 703 638/346
Fortsetzung Verbind, ium
10
I.I l'i Ulan- Milben Arm)- Holmen-Haus- Kalte,
laus worm käfer llietie per os.
LO51, mn ki;
O CH3
CH3
S
NOCN
S
\
SCCI3
NHCH3 SCCl3 132-135 A A A A A
/
Vh3
-NHCH3 CH,
/
CH3NH- A A A A A
O
/
CH,CH,CH, NOCNCH.,
//
Y-
S
.χ/
S SCCl3
80—82 B C C A A
v_ -s' A C C A A — ■
O
Il
Il /
NOCN
o^-s -/
S
144—145 A A A A A 28,3
C A A A A 12,3
CH3
CH3 NOCN
/ \
SCCI3
S //
\
S
CH1NH —
120-121
A Λ
A
A
A
A
A
A
A — A —
Im folgenden werden für Vergleichszwecke die gleich zur Toxizität der Mcthylcarbainoylpräparate
Daten der Aktivitätsmessungen für das Trihalogen- erheblich verringert.
methansulfcnyldcrivat, erhalten aus dem enlspre- Um die Vorteile der Trichlormethansulfenylderi-
chendcn, der chemischen Bezeichnung -NHCH3 45 vate gegenüber ihren entsprechenden Methylcarb-
bonachbarlen Methylcarbamoyldcnvat, aufgeführt, amoylpräparalen noch deutlicher darzustellen, ist
Aus den angegebenen pesliziden Daten ist ersieht- jn der folgenden Tabelle 2 ein Vergleich der Insekten-
lic!,, daß die Wirksamkeit der Trihalogcnincthan- toxizitälswcrtc gemäß den oben beschriebenen Ver-
sulfcnylveibindungen praktisch äquivalent zu der- fahren ausgedrückt in ppm Präparat angegeben, die
jenigeii der einsprechenden Methylcarbamoylderivate so zur Erzielung einer 50%igen Insektenslerblichkcil
isl. Die Toxizilät gegenüber Säugetieren wird hei den (LD50) notwendig sind.
Trihalogenmethansulfenylpräparaten jedoch im Ver-
Tabclk- 2
Verbiiuluii)!
liiseklenloxi/iläi, l,l)v„ ppm
Illalllaus Million Aniiyw.irni Uohneiikiifcr I laiislliene Kalte,
per os.
O NOCNIICH.,
A. S S •| Sysleinisclie Wirksamkeit.
('(12)*) 53
52
Fortsetzuna
Vcrhimlunt!
ln>.cklento\i/il;il. l.l)s, HliiliUuis Million
ppm
Armyworm ISohneiikltfer
1 lauslliciic Kiitlc.
per os.
LlX1,
O SCCl3
Il /
NOCN
\
CH3
*l = Systemische Wirksamkeit.
13
Es ist interessant festzustellen, daß die Toxizität gegen Insekten des Trichlormethansulfenylderivates praktisch äquivalent derjenigen des Methylcarbamoylpräparates ist, und zwar in allen Fällen mit Ausnahme des Bohnenkäfers, wo eine fünffache Verbesserung zu beobachten ist. Es ist äußerst wichtig festzustellen, daß die Toxizität des Trichlormethansulfenylpräparates gegen Säugetiere nur '/io derjenigen der Methylcarbamoylverbindung ist. Das Trichlormethansulfenylpräparate hatte auch ein höheres Maß an syslemischer Wirksamkeit.
Die in Tabelle 2 gezeigten LD5„-Werte wurden durch Testen der Präparate über einen entsprechenden Konzentrationsbereich bestimmt; letzterer war durch serienmäßige Verdünnung der Grundsuspension mit Wasser erhalten worden. Die prozentuale 7(3)*)
52
149
Tötung wurde auf Logarithmen-Papier gegen die Konzentration in ppm aufgetragen und die LD50 aus einer nach Augenmaß durch die erhaltenen Punkte gezogenen Linie abgelesen.
Die systemischen Behandlungen erfolgten, indem man 20 cm3 der Testformulierung in den Boden um die Wurzeln von Bohnenpflanzen goß, die in 6,25 cm Tontöpfen wuchsen. Zur Verhütung einer Querverunreinigung und eines Verlustes durch Auslaufen wurden die Töpfe in 120-cm3-Behällern aus Wachspapier gehalten. Zum Zeitpunkt der Behandlung waren die Pflanzen 10 cm hoch und 24 Stunden vorher mit Milben infiziert worden. Die anschließenden
.10 Stufen zum Testen der systemischen initiziden Wirksamkeit waren dieselben, wie sie beim Sprühverfahren beschrieben wurden.

Claims (1)

24 25 Patentansprüche:
1. 2-Carbamoyloximino-l,3-dithiacyclo-pentane )zw. -cyclohexane,deren 4-Oxide und 4,4-Dioxidc ler allgemeinen Formel
R1
DE19742425211 1973-05-25 1974-05-24 2-Carbamoyloximino-l,3-dithiacyclopentane bzw. -cyclohexane und deren 4-Oxide und 4,4-Dioxide, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese enthaltende insektizide und mitizide Mittel Expired DE2425211C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US05/364,138 US3992549A (en) 1973-05-25 1973-05-25 Pesticidal compositions and methods of killing pests using N-polyhalo-alkanesulfenyl carbamoyloximino di-sulfur containing heterocyclic compounds
US36413873 1973-05-25

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2425211A1 DE2425211A1 (de) 1974-12-12
DE2425211B2 DE2425211B2 (de) 1977-02-03
DE2425211C3 true DE2425211C3 (de) 1977-09-22

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