DE242463C - - Google Patents

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DE242463C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41JTYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
    • B41J11/00Devices or arrangements  of selective printing mechanisms, e.g. ink-jet printers or thermal printers, for supporting or handling copy material in sheet or web form
    • B41J11/02Platens
    • B41J11/04Roller platens

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 242463 KLASSE \5g. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Juli 1909 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Papierführungsyorrichtung für Schreibmaschinen und im besonderen auf eine verbesserte Anordnung der Papierfinger und der letztere tragenden Stange. Um Verbesserungen oder Radierarbeiten auf sämtlichen in die Maschine eingeführten Papierbogen vornehmen zu können, mußte bisher zunächst das eingeführte Papier etwas vorgeschaltet werden, damit die
ίο Schreiblinie zugänglich wird. Alsdann mußten die zur Venvendung kommenden Papierfinger in der Längsrichtung der Walze verschoben \verden, bis sie das Papier freigaben. Hieraus ergab sich der Übelstand, daß nach der vorgenommenen Verbesserungsarbeit eine Wiedereinstellung der Papierfinger notwendig war. Außerdem ist für die Verschiebung der Papierfinger und besonders für die Wieder^ einstellung derselben ein Zeitaufwand notwendig, der für die Schreibarbeit verloren geht. Bei den meisten Vorrichtungen ist es weiterhin entweder überhaupt ausgeschlossen oder sehr umständlich, eine derartige Arbeit vorzunehmen, weil Querstangen des die Papierführungsfmger tragenden Rahmens eine vollkommene Freilegung des Papieres verhindern. Gemäß. der Erfindung kann der zur Unterstützung der Papierfinger dienende Rahmen ohne weiteres von der Papierwalze zurückgeschwungen werden, so daß die Papierfinger das eingespannte Papier oberhalb der Schreiblinie freigeben. Sämtliche in die Maschine eingeführten Blätter können alsdann von der Walze zurückgeschlagen werden, um die Schreiblinie des jeweils darunter liegenden Blattes freizulegen.
Auf der Zeichnung ist der Erfindüngsgegenstand in den Fig. 1 bis 5 veranschaulicht.
ι bezeichnet die Kopfplatte des Maschinengestells, 2 die Pfosten als Träger für die Führungsschiene 3 des Papierwagens, dessen die Seitenwangen 6 tragende Platte 5 unter Vermittlung von Kugeln 4 an der Schiene 3 geführt ist. Der Walzenrahmen besitzt die Endplatten 7 und 8, die durch eine Stange 9 miteinander verbunden sind. Von den Enden der Papierwalze 11 aus erstrecken sich die Stutzen 10, die für gewöhnlich in je einer Gabel 12 des Papierwagens gelagert sind; An dem Walzengestell angeordnete Zapfen 13 sind in den Seitenwangen 6 des Wagens drehbar vorgesehen, so daß hierdurch Schwing-, zapfen gebildet werden, um die das Walzengestell durch Druck auf das Fingerstück 14 geschwungen wird. Der Schwingungsbetrag wird durch einen mit einem Schlitz 15° zusammenwirkenden Bolzen 15 begrenzt.
Die Papierführungsvorrichtung besteht im wesentlichen aus dem in der Zeichnung nicht dargestellten Papiereinführungsblech, dem Papier führungsblech 16, den Führungswalzen 17 und 18 und der von den Armen 20 unterstützt gehaltenen Walzenskala 19.
Die an den Platten 7 und 8 des Walzenrahmens vorgesehenen Ansätze Ja und 8a tragen
Schrauben 21, auf denen nach oben verlaufende Arme 22 und 23 schwingbar sind. Letztere weisen hülsenartige Ansätze 24 und
25 auf, die durch eine Querstange 26 verbunden sind. Die Stange 26 und die Arme 22 und 23 bilden einen JJ-förmigen Rahmen. An der linksseitigen Wagenwange 6 ist mittels einer Schraube 28 ein Arm 27 befestigt, der bei. 29 umgebogen ist. Der umgebogene Teil 29 liegt für gewöhnlich in der Bahn des Armes 22, so daß hierdurch eine Sicherheitsvorrichtung gebildet wird, um ein Herabfallen des Schwingrahmens 22, 23, 26 zu vermeiden. Die für den Schwingrahmen vorgesehene Verriegelungsvorrichtung besteht aus einer Klinke 30, die bei 31 schwingbar am Walzenrahmen und mit einer offenen Aussparung 32 versehen ist. Mit letzterer tritt ein Bolzen 33 des Armes 22 in Eingriff. Eine Feder 34 zwischen der Klinke 30 und der Nabe yh des Walzenrahmenteiles 7 drückt die Klinke 30 nach oben.
Aus Fig. 4 ist ersichtlich, daß die Schraube 21 des Armes 22 vor dem Bolzen 33 liegt. Wenn demzufolge die Papierwalze nach oben um den Zapfen 13 gekippt wird, so kommt der Arm 22 aus der Bahn des Anschlages 29, und der Bolzen 33 wird ein wenig angehoben. Wenn darauf die Stange26 nach vorn gezogen wird, wird das vordere Ende der Klinke 30 durch den Bolzen 33 herabgedrückt und so der Schwingrahmen entriegelt. Letzterer kann nun nach vorn und abwärts in die in Fig. 5 veranschaulichte Stellung gebracht werden. In dieser Stellung wird der Rahmen durch den Eingriff einer V-förmigen Einkerbung 35, die in der unteren Kante des Armes 22 eingeschnitten ist, mit der oberen Kante des Anschlages 29 angehalten. Die Anordnung ist hierbei derart, daß, wenn die Einkerbung 35 und der Anschlag 29 in Eingriff sind, der Arm 22 und der zugehörige Rahmenteil nicht weiter abwärts geschwungen werden können, wodurch auch die Papierwalze und das Walzengestell in emporgeschwungener Lage verriegelt werden können (s. Fig. 5). Der vor dem Anschlag 29 liegende Schwingrahmen zusammen mit den Vorrichtungen an der Stange
26 wirken hierbei auf den Papierwalzenrah-... men wie ein Gegengewicht, so daß ein Zurückgehen des Walzenrahmens in die normale Stellung unter dem Einfluß des Eigengewichtes vermieden wird. Wenn die Klinke 30 von dem Bolzen 33 freigegeben ist, wird ihre Aufwärtsbewegung unter dem Einfluß der Feder 34 durch den Eingriff des Schwanzteiles 30°" der Klinke mit der Nabe 76, wie in Fig. 5 veranschaulicht, verhindert. Wenn der Schwingrahmen in seine normale Lage zurückgekehrt ist, kommt der Bolzen 33 in Eingriff mit dem oberen vorderen, vor der Aussparung 32 liegenden Teil der Klinke 30, so daß die Klinke genügend weit niedergedrückt wird, um den Bolzen 33 wieder in Eingriff mit der Aussparung 32 zu bringen und den Schwingrahmen in der normalen Stellung zu verriegeln.
Die Stange 26 trägt ein oder mehrere Papierfinger. Bei der dargestellten Ausführungsform kommen deren zwei zur Verwendung, die vorzugsweise mit den Rändern der Papierbogen zusammenwirken. Außerdem kann ein zusätzlicher Papierfinger verwendet werden, welcher für gewöhnlich zwischen den erstgenannten Papierfingern Und ungefähr in der Mitte der Papierwalze angeordnet wird. Die Papierfinger sind auf der Stange 26 verschiebbar und wirken mit der Vorderseite der Papierwalze zusammen. Jeder Papierfinger weist eine Hülse 36 auf, die mit einer inneren Feder 37 versehen ist. Die Hülse 36 umgibt die Stange 26, und die Feder 37 paßt in eine Nut 38 der Stange 26, so daß die Hülse zwar längs der Papierwalze verschoben, aber nicht um die Stange gedreht werden kann. Die Hülse 36 ist zwischen parallel verlaufenden Schenkeln 39 eines U-förmigen Gliedes vorgesehen, welche durch den Steg 40 verbunden sind. Die als Augen ausgebildeten Schenkel 39 besitzen Bohrungen 41, um auf die Stange 26 geschoben werden zu können. Ein Vorsprung 42 in einer der Bohrungen 41 tritt lose in die Nut 38 ein, so daß der Papierfinger auf der Stange eine begrenzte Drehbewegung ausführen kann. Auf dem Steg 40 ist der Papierfinger 43 befestigt, welcher sich auf der Vorderseite der. Papierwalze nach unten erstreckt und über die Walzenskala 19 reicht. Eine Schraubenfeder 44 verbindet die Hülse 36 und den Steg 40, so daß der Finger beständig gegen die Vorderseite der Papierwalze gedrückt wird, wobei er gleichzeitig die Walzenskala 19 an die Papierwalze angedrückt hält. Der Papierfinger kann ein kurzes Stück von der Walzenfläche um die Stange 26 entgegen der Wirkung der Feder 44 geschwungen werden, während die Stange 26 in ihrer Lage verbleibt. Diese Bewegung des Papierfingers sowie eine Bewegung längs der'Stange ist jedoch vollkommen unabhängig von der Schwingbewegung der Papierfinger zusammen mit der Stange 26, wie weiter unten näher beschrieben wird. Während letztgenannter Schwingbewegung wird jedoch die Lage der Papierfinger auf der Stange nicht verändert. Der eine der Papierfinger wirkt vorzugsweise mit dem Rand des Papieres auf der einen Seite zusammen, während der entsprechend ausgebildete andere Finger mit dem anderen Papierrand zusammenwirkt. Die Längsbewegung der Hülsen 36 auf der Stange 26 erfolgt durch die Augen 39, zwischen denen

Claims (6)

  1. die Hülsen liegen. Zwischen den Papierfingern ist noch ein kurzer Finger 45 auf der Stange 26 vorgesehen.
    Wie bemerkt, ist die neue Papierführungsvorrichtung besonders zur Ausführung von Radierarbeiten bei Verwendung von Durchschlägen geeignet. Es soll beispielsweise angenommen werden, daß die Papierfinger derart auf der Stange 26 eingestellt sind, daß sie der Breite des zu beschreibenden Papieres entsprechend liegen und daß ein Schreibbogen mit einem die Durchschläge aufnehmenden Bogen und Kohlepapier, also drei Bögen, nämlich ein innerer Bogen α, ein Kohlepapierbogen b und ein äußerer Bogen c, in die Maschine eingeführt worden sind. Das Papier geht über das Papiereinführblech zwischen der Papienvalze und der Führungsrolle 17 hindurch; worauf es durch das Führungsblech 16 nach der Führungsrolle 18 geleitet wird: und von hier zwischen der Papierwalze und der Walzenskala 19 hindurch nach oben gelangt, um alsdann in Eingriff mit den Papierfmg'ern zu kommen. Beim Schreiben wird das Papier zeilenweise in der üblichen Weise geschaltet, wobei die Kanten des Papieres durch die Papierfinger geführt werden und das Papier alsdann unter der Stange 26 hindurchgeht, wie aus Fig. 4 ersichtlich ist. Es soll.
    nun angenommen werden, daß die Papierbogen sich in der in Fig. 4 dargestellten Lage befinden und in dieser Stellung eine Radierarbeit vorgenommen werden soll. Zu diesem Zwecke' wird die Papierwalze und der Walzenrahmen zuerst nach oben und hinten durch einen Druck auf das Fingerstück 14 zurückgeschwungen, worauf der Schwingrahmen 22, 23, 26 durch einen Zug auf die Stange 26 freigegeben und in die in Fig. 5 veranschaulichte Stellung gesenkt wird. Wie oben beschrieben, wird der Rahmen 22, 23, 26 hierbei durch den Anschlag 29 festgestellt und dadurch die Papierwalze in der zurückgeschwungenen Lage festgehalten, so daß beide Hände des Schreibers zur Vornahme der Radierarbeit frei sind. Wenn der Schwingrahmen 22, 23, 26 niedergeschwungen wird, führt er die Papierfinger mit sich, welche von der Vorderfläche des Papieres hierdurch entfernt werden. Wenn diese Papierfinger von der Papierwalze entfernt sind, hört auch der Druck, welchen sie gewöhnlich auf die Walzenskala 19 ausüben, auf, so daß auch diese Walzenskala ein wenig von der Papienvalze nach unten entfernt und das Papier demzufolge etwas von der Papierwalze abgedrückt wird. Wenn die Papierfinger schließlich festgelegt sind, wird die Walzenskala 19 durch die Enden der Teile 43 in geringem Abstand von der Vorderseite der Walze gehalten, wie in Fig. 5 veranschaulicht ist. In dieser Lage sind die einzelnen Papierbogen oberhalb der vorderen und oberen Kante des Führungsbleches 16 vollkommen frei, so daß die einzelnen Blätter nacheinander über die Kanten des Führungsbleches, und über die Walzenskala 19, wie in Fig. 5 veranschaulicht, zurückgeschlagen werden können. Die Schreiblinie auf dem untersten Bogen α wird hiermit vollkommen freigelegt, so daß eine Radierarbeit leicht ausgeführt werden kann, wobei die Papierwalze als Unterlage dient. Hierauf wird das Kohlepapier b nach oben zurückgeschwungen und hinter dem Bogen c beispielsweise ein Unterlagbogen eingeführt, so daß, nachdem der Bogen c zurückgeschwungen worden ist, die entsprechende Radierarbeit auch auf diesem vorgenommen werden kann. Hierauf wird der Unterlagbogen zurückgezogen, der Bogen c wieder in seine Stellung gebracht und der Schwingrahmen 22, 23, 26 und die mit ihm verbundenen Teile in die normale Stellung geführt und durch einen Druck auf die Stange 26 verriegelt, Es werden also im vorliegenden Falle die verschiedenen Bogen des eingeführten Papieres vollkommen freigelegt, ohne die Papierwalze und das Papier vor- oder zurückschalten zu müssen und ohne die Papierfinger seitlich in Stellungen zu verschieben, aus denen sie wieder in die ursprüngliche Stellung zurückgeführt werden müßten.
    Patent-A ν Spruch ε:
    ι. Papier führungsvorrichtung für Schreibmaschinen mit Vorderanschlag, dadurch gekennzeichnet, daß die Papierführungsglieder und die sie unterstützende Stange zusammen von der Oberfläche der Papienvalze nach vorn geklappt werden können.
  2. 2. Papier führungsvorrichtung gemäß Anspruch I, gekennzeichnet durch einen Riegel (30), durch den die schwingbare Unterstützungsstange (26) für die Papierfinger in der normalen Lage derart festgehalten wird, daß die Papierfinger für gewöhnlich federnd gegen die Papierwalze gedrückt gehalten werden.
  3. 3. Papierführungsvorrichtung· gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die Papierführungsfinger tragende Rahmen (22, 23, 26) von einem Anschlag (29), der in an sich bekannter Weise den Rahmen für gewöhnlich in der normalen Lage festhält, beim Schwingen des Walzenrahmens nach hinten freigegeben wird.
  4. 4. Papierführungsvorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzenskala (19) während der Schwingbewegung des ,Rahmens (22, 23,
    26) freigegeben und um ihre Schwingachse (9) gedreht wird.
  5. 5, Papierführungsvorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß , der nach vorn geschwungene Rahmen (22, 23,26) für die Papierfinger durch sein Eigengewicht das nach hinten geschwungene Walzengestell in seiner Stellung hält.
  6. 6. Papierführungsvorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (29) eine Vorwärtsschwingung des Walzenrahmens aus der nach hinten geschwungenen Lage erst dann gestattet, wenn die Stange (26) des die Papierführung.sfmger tragenden Rahmens (22, 23, 26) angehoben wird. . ' ■
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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