DE2417552B2 - Fadenliefervorrichtung mit einem wickelkoerper - Google Patents
Fadenliefervorrichtung mit einem wickelkoerperInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Fadenliefervorrichtung mit einem Wickelkörper, dem der Faden zur Bildung
eines von rückwärts vorgeschobenen, über Kopf abziehbaren Fadenvorrat^ im Bereich einer konischen
Erweiterung zuläuft, die zusammen mit dem sich daran
anschließenden Wickelkörper eine Kehle bildet, in der ein oder mehrere Stege vorgesehen sind, deren
Überstand über die Kehle veränderbar ist.
Bei einer derartigen bekannten Ausgestaltung (CH-PS 5 18 388) ist der Wickelkörper von schmaler,
klingenförmiger Gestalt. Mittels der im Bereich der konischen Erweiterung fixierbaren neiden Stege läßt
sich die Form und Größe Aufwickellinie des Fadens verändern zwecks Anpassung an unterschiedliche
Garnqualitäten. Das Einstellen auf die einsprechende Garnqualität muß vor dem Wickelvorgang durch
Versuche erfolgen. Hier/u sind ein oder beide Siege zu lösen, zu verstellen und wieder zu fixieren, was mit
erheblichem Arbeitsaufwand verbunden ist. Eine optimale Anpassung an die jeweils zu bearbeitende
Garnqualität läßt sich dadurch nur in vielen Versuchen erreichen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Fadenliefervorrichtung der genannten Art so auszubilden, daß die Verstellbarkeil der Stege bei laufender
Liefervorrichtung stetig vorgenommen werden kann.
Gelöst ist diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß der Wickelkörper mit bis in den Bereich der
konischen Erweiterung reichenden Schlitzen zum Durchtritt der Stege ausgestattet ist, denen ein im
Inneren des Wickelkörpers angeordneter, in Achsrichtung des Wickelkörper verschieblicher Körper zugeordnet
ist.
Zufolge derartiger Ausgestaltung ist eine gattungsgemäße Fadenliefervorrichtung von erhöhtem Gebrauchswert
geschaffen. Es kann während des Betriebes der Fadenliefervorrichtung eine Verstellung der otege
vorgenommen werden. Mittels geeigneter Verstellmittel — wie z. B. einer am verschieblichen Körper
angreifenden Schraubspindel mit darauf angeordneter Mutter — kann die Verstellung stufenlos geschehen.
Während des Betriebes der Liefervorrichtung ist die optimale Einstellung der Stege auf die verwendete
Garnqualität kurzfristig erreichbar. Unwirtschaftliche Stillstandzeiten der Liefervorrichtung sind dadurch auf
ein Mil 'mum herabgesetzt. Die erfindungsgemäße Fadenliefervorrichtung ist einfach in ihrem Aufbau und
daher störungsunanfällig. Der die Stege tragende verschiebliche Körper liegt geschützt im Inneren des
Wickelkörpers selbst.
Zwei Ausführungsbeispiele werden an Hand der F i g. 1 bis 6 erläutert. Es zeigt
Fig. 1 in schematischer Ansicht die erste Ausführungsform,
Fig. 2 einen Horizontalschnitt durch den Wickelkörper,
Fig. 3 den Schnitt nach der Linie 1II-III in Fig. 2.
Fig.4 in vergrößerter Darstellung den Schnitt nach
der Linie IV-IVder Fig. 3,
F i g. 5 die Draufsicht auf F i g. 4 und
Fig. 6 einen schema'.ischen Längsschnitt durch den Wickelkörper gemäß der zweiten Ausführungsform.
Die in den Fig. 1 bis 5 dargestellte Fadenliefervorrichtung
besitzt ein von einer Fußplatte 1 getragenes Gehäuse 2. Im Gehäuse 2 ist ein Elektromotor 3
untergebracht, dessen Motorwelle 4 außenseitig des Gehäuses 2 einen scheibenförmigen Fadenösenträger 5
aufnimmt. Es liegt eine kraftschlüssige Verbindung zwischen Motorwelle 4 und Fadenösenträger 5 vor.
Zu diesem Zweck besitzt der Fadenösenträger 5 einen geschlitzten Konus 6, der von einer Scheibe 7 mit
einer konischen Innenöffnung überfangen wird. Der Kraftschluß wird mittels Schrauben 8 herbeigeführt.
Der Fadenösenträger 5 weist eine konische Wandung 5' auf, derart, daß der konische Verlauf in Richtung zum
Gehäuse 2 hin abnimmt. Die in die konische Wandung 5 des Fadenösenträgers 5 mündende Fadenöse ist mit 9
bezeichnet.
Die konische Wandung 5' des Fadenösenträgers 5 fluchtet mit einer konischen Erweiterung 10 eines
Wickelkörpers 11. An die bei dieser Ausfi'ihrungsform
als Kegelstumpffläche ausgebildete konische Erweiterung 10 schließt sich der Wickelkörperabschnitt 12 des
Wickelkörpers 11 an. In vorliegendem Falle handelt es
sich um die zylindrische Trommelwand des Wickelkör pers. Die konische Erweiterung 10 und die Mantelfläche
des Wickelkörpers 11 bilden eine Kehle 13.
Der Wickelkörper 11 setzt sich an dem dem Gehäuse
2 benachbarten Ende in einen einwärts gerichteten Kragen 14 fort. Letzterer dient zur Befestigung des
Wickelkörpers an dem Gehäuse, und zwar unter Verwendung von in gleichmäßiger Umfangsverteilung
angeordneten Distanzstücken 15. In dem Wickelkörper 11 sitzt längsverschieblich ein rohrförmiger zylindrischer
Träger 16. In letzterem ist eine Schraubspindel 17 befestigt, welche in dem Raum zwischen Kragen 14 und
Gehäuse 2 eine Verstellmuiter 18 trägt. Durch Drehen
dieser Mutter kann eine axiale Verschiebung des Trägers 16 herbeigeführt werden.
An seinem dem Fadenösenträger 5 zugekehrten Ende geht der Träger 16 in einen kegelförmigen Abschnitt 19
über, welcher in eine passende konische Aussparung des Wickelkörpers 11 eintritt.
In dem Träger 16 sind spitzwinklig geneigt zur Achslinie des Wickelkörpers 11 ausgerichtete Bohrungen
20 vorgesehen, welche zur Aufnahme vor entsprechend lang bemessenen Stegen 21 diei.on
Gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel sind die Stegt 21 als Rundkörper ausgebildet. Diese Rundkörper-Ste
gc durchsetzen entsprechende Schlitze 22 des Wickel körpers. Die Schlitze 22 erstrecken sich in dem Bereicl
zwischen konischer Erweiterung 10 und Wickelkörper abschnitt 12. Das bedeutet, daß die Stege 21 kreuzende
Überlappung zur Erstreckung der Kehle 13 de
Wickclkörpers liegen. Beim Alisführungsbeispiel befindet
sich der Träger 16 in einer solchen Lage, in welcher die Stege um ein gewisses Maß über die Kehle 13
vorstehen. Wie insbesondere Fig. 2 und 4 verdeutlichen,
läuft das eine Ende 21' der Stege 21 in der konischen Erweiterung 10 und das andere Ende 21" in
dem Wickelkörperabschnitt 12 unter Vermeidung störender Vorstände.
Der koaxial zum Wickelkörper 11 ausgerichtete Fadenösenträger 5 ist an der Mündungsseite der
Fadenöse 9 mit einer Auskehlung 23 versehen, welche eine Stützkante 23' für den auf den Wickelkörper 11
aufzubringenden Faden Fausbildet.
Der Faden F wird von einer auf der Fußplatte 1 aufsitzenden Vorratsspule 24 über eine Fadenbremse 25
abgezogen. Von dori gelangt der Faden über eine Bohrung 26 in der Motorwelle 4 in die ^adenöse 9 und
wird von da aus auf den Wickelkörper 11 aufgebracht.
Der Abzug des Fadens vom Wickelkörper erfolgt über die gerundete Randkante R des Fadenösentragers 5.
Der Randkante ist ein Bremsring 27 zugeordnet, dessen
Borsten in Anlage zu der Randkante des Fadenösentragers 5 treten. Der Bremsring 27 seinerseits sitzt koaxial
/um Wickelkörper 11 verschieblich auf frei vom Gehäuse 2 ausgehenden Führungsstiften 28 und ist
mittels nicht dargestellter Klemmelemente in jeder Lage fixierbar. Vom Bremsring 27 gelangt der Faden in
eine Fadenabzugsöse 50.
Wie aus F i g. 1 und 2 ersichtlich, ist die Fadenub/ugsrichlung
der Vorschubrichtung der Garnwindungen entgegengesetzt.
Beim Aufbringen Jti G.!i.:uigen gelangt der die
Fadenöse 9 verlassende Fadenabsckniti auf eine Fadenzulauflinie v-.v(Fig. 4). Letztere ist gebildet von
der Kehle K /.wischen den Stegen 21 und der konischen
Erweiterung 10. Bei weiterem Umlauf des Fadenösentragers 5 in Pfeilrichtung ν bildet der zwischen den
entsprechenden Stegen .21 liegende Bereich der konischen Erweiterung 10 einen Vorschubabschnitt /..
welcher den entsprechenden Abschnitt der Garnwindung in Richtung der Kehle 13 verlagert. Im Bereich der
Kehle 13 (Aufwickelzone) sind die Garnwindungen als polygonal aufgebracht. Gebildet sind die Polygonecken
einerseits von den Stegen 21 und andererseits von den entsprechenden Mantelabschnitten der konischen Er-Weiterung
10 bzw. des Wickclkörpers 12. Die so in der Aufwickelzone aufgebrachten Garnwindungen werden
demgemäß geteilt in auf der konischen Erweiterung 10 bzw. dem Wickelkörperabschniti 12 aufliegende Vorsdiubabschnitte
Fl und in die auf den Stegen 21 befindlichen Abrutschabschniite F2. Auf diese Weise
wird erreicht, daß exakt nebeneinander liegende Garnlagen erzielt werden, ganz gleich, um welches
Material es sich handelt. Soll z. B. die Fadenzulauflinie x-x verlagert werden, so kann mittels der Verstellmutter
18 der die Stege 21 tragende Träger 16 in Pfeilrichtung u verlagert werden, wobei der entsprechende Endabschnitt
des Trägers 16 in eine Ausnehmung 29 des Fadenösentragers 5 eintaucht.
An Stelle vorbeschriebener Ausführungsform könnte der Wickelkörper von koaxial angeordneten, winkelversetzt
zueinanderliegenden polygonalen Körpern gebildet sein. Der eine Körper bildet die Stege und der
andere den Wickelkörperabschnitt.
Auch is! eine Ausgestaltung der Liefervorrichtung möglich, bei welcher die Stege 21 dem Wickelkörper
fest zugeordnet sind. Dann könnte die Verstelleinrichtung mit Träger entfallen. Trotzdem wäre ein großer
Einsatzbereich möglich, da selbst bei größerer Neigungslage
der Stege die Gewähr gegeben ist. daß Garnlagen nicht übereinanderrutschen.
Gemäß der zweiten Ausführungsform nach F i g. 6 liegt eine radiale Verstellung der Stege vor. Hierzu
lagern in gleichmäßiger Umfangsverteilung an einem unverschiebbaren Ringstück 40 des Wickelkörpers
einarmige Stege 39, deren freie Enden der konischen Erweiterung zugekehrt sind.Wickeikörperabschnitt !2
und konische Erweiterung sind zu diesem Zweck geschlitzt ausgestaltet. In Einwärtsrichtung sind die
Stege 39 von je einer Druckfeder 43 belastet. Zur Verschwenkung der Stege 39 dient ein Konus 4L an
welchem eine Spindel 42 angreift.
Gemäß den Ausführungsformen ist es möglich, die Stege aus ihrer kreuzenden Stellung zur Kehle 13
zurückzustellen.
Dem Wickelkörper kann bei beiden Ausführungsformen beispielsweise eine mechanische oder in Form
einer Lichtschranke arbeitende Steuervorrichtung zugeordnet sein, deren Aufgabe es ist, den Umwindungsvorrat
auf dem Wickelkörper 11 abzutasten und den Antrieb so zu steuern, daß in etwa immer ein
vorbestimmler Umwindungsvorrat auf dem Wickelkörper vorhanden ist.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Fadenliefervorrichtung mit einem Wickelkörper, dem der Faden zur Bildung eines von rückwärts vorgeschobenen, über Kopf abziehbaren Fadenvorrats im Bereich einer konischen Erweiterung zuläuft, die zusammen mit dem sich daran anschließenden Wickelkörper eine Kehle bildet, in der ein oder mehrere Stege vorgesehen sind, deren Überstand >° über die Kehle veränderbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Wickelkörper (11) mit bis in den Bereich der konischen Erweiterung (10) reichenden Schlitzen (22) zum Durchtritt der Stege (21, 39) ausgestattet ist, denen ein im Inneren des Wickelkörpers angeordneter, in Achsrichtung des Wickelkörpers verschieblicher Körper (16, 41) zugeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742417552 DE2417552B2 (de) | 1974-04-10 | 1974-04-10 | Fadenliefervorrichtung mit einem wickelkoerper |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742417552 DE2417552B2 (de) | 1974-04-10 | 1974-04-10 | Fadenliefervorrichtung mit einem wickelkoerper |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2417552A1 DE2417552A1 (de) | 1975-10-23 |
| DE2417552B2 true DE2417552B2 (de) | 1976-09-02 |
Family
ID=5912707
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19742417552 Granted DE2417552B2 (de) | 1974-04-10 | 1974-04-10 | Fadenliefervorrichtung mit einem wickelkoerper |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2417552B2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3124482A1 (de) * | 1981-06-23 | 1983-01-13 | Palitex Project-Company Gmbh, 4150 Krefeld | "vorrichtung zum fadenabzug von garnspulen" |
| DE3326433C1 (de) * | 1983-07-22 | 1985-01-24 | Memminger Gmbh, 7290 Freudenstadt | Fadenliefervorrichtung |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2001027370A1 (en) * | 1999-10-08 | 2001-04-19 | Memminger-Iro Gmbh | A thread accumulator-feeder for textile machines used for knitted goods, hosiery and similar |
-
1974
- 1974-04-10 DE DE19742417552 patent/DE2417552B2/de active Granted
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3124482A1 (de) * | 1981-06-23 | 1983-01-13 | Palitex Project-Company Gmbh, 4150 Krefeld | "vorrichtung zum fadenabzug von garnspulen" |
| US4434609A (en) | 1981-06-23 | 1984-03-06 | Palitex Project Company Gmbh | Yarn brake and process for tensioning at least two yarns in a textile yarn processing machine |
| DE3326433C1 (de) * | 1983-07-22 | 1985-01-24 | Memminger Gmbh, 7290 Freudenstadt | Fadenliefervorrichtung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2417552A1 (de) | 1975-10-23 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
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