DE2407683C2 - Nivelliereinrichtung, insbesondere für Bodendosen bei Unterflur-Installationssystemen - Google Patents
Nivelliereinrichtung, insbesondere für Bodendosen bei Unterflur-InstallationssystemenInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft eine Nivelliereinrichtung zum Ausrichten von Körpern in einer Ebene, die zu einer
Bezugsebene festgelegt ist, insbesondere geeignet für Bodendosen bei Unterflur-Installationssystemen, mit
einem Nivellierstab mit Vier-Koordinaten-Libellen und einer Maßteilung, der mittels zu ihm höhenverstellbarer Halterung für Standbeine geführt ist, die jeweils zumindest ein Gelenk aufweisen, das zumindest senkrecht
zu einer von Nivellierstab und Standbein aufgespann- 4s ten Ebene eine Bewegungsachse aufweist.
Zum Ausrichten von Eisenbahnschienen, zum Fluchten in horizontaler und vertikaler Richtung, ist eine
Meßplatte mit Stativ bekannt (DT-Gbm 17 45 036), die
eine Libelle zum Horizontieren aufweist. Das Stativ, auf dem die Meßplatte in der Höhe verstellbar sitzt,
besteht aus zwei Beinen. Das eine Bein, das starr mit dem Halter der Meßplatte verbunden ist, hat am Fuß
eine Halterung zur Schiene, und das andere Bein, das im Schotter festgetreten werden kann, weist ein Gelenk auf, dessen Achse senkrecht zu einer von Nivellierstab und Standbein aufgespannten Ebene liegt.
In der Geodäsie sind auch sogenannte Spinnen mit
Standbeinen, die einen Nivellierstab mit Maßteilung tragen können, allgemein bekannt
Bei Unterflurinstallation kann die Bezugsebene direkt ein Meterriß in einem Rohbau sein, der in festgelegtem Abstand über dem gedachten Fertigboden an
den Wänden angerissen wird. Die Bezugsebene kann also indirekt der Fußboden sein. Beim Ausrichten von
Bodendosen von Unterflur-Installationssystemen war es bisher üblich, mit Theodolit, Meßplatte und Wasserwaage bzw. Schlauchwaage zu arbeiten, wobei in der
Regel vier Eckpunkte der auszurichtenden Bodendose zur Meßplatte auf Höhe nivelliert und zusätzlich in der
zur Bezugsebene festgelegten Ebene justiert wurde. Hierbei hat das Justieren in der Ebene das Nivellieren
auf Höhe wiederum beeinträchtigt, so daß oft weitere Meßvorgänge nötig waren. Für diesen zeitaufwendigen
Vorgang waren daher außer dem Monteur in aller Regel zwei Hilfskräfte erforderlich.
Der Erfindung liegt, die Aufgabe zugrunde, eine Nivelliereinrichtung zu entwickeln, die den geschilderten
Vorgang einfacher, schneller, sicherer und präziser abzuwickeln gestattet.
Die Lösung nach der Erfindung besteht darin, daß das untere Ende des Nivellierstabs mit einer Halterung
— nachstehend Justierarmhalterung genannt — verbunden ist, in der zur Horizontalebene bewegliche Justierarme, die je eine Libelle aufweisen, angeordnet
Die erfindungsgemäße Lösung erbringt den Vorteil, daß nur mehr eine einzige Höhenausrichtung erforderlich ist und das Ausrichten in der Ebene von der Höhenausrichtung entkoppelt und darüber hinaus noch
weiter vereinfacht wird. Zum Bedienen der Nivelliereinrichtung genügt daher außer dem Monteur eine einzige Hilfskraft
Nach einer Ausgestaltung besteht die Justierarmhalterung im wesentlichen aus einer Montageplatte, an der
die Justierarme angelenkt sind, und aus einer Anschlagplatte, die die freie Auslenkung der Justierarme begrenzt.
Die Halterung für die Standbeine — nachstehend Standbeinhalterung genannt - kann nach einer Ausgestaltung aus einer auf dem Nivellierstab gleitfähigen
Manschette bestehen, die ein Feststellmittel aufweist und an der die Feststellarme angebracht sind und die
einen Verstellring führt, der mittels Gewinde mit einer weiteren Manschette mit Feststellmittel zusammenarbeitet
Die Erfindung und weitere ihrer Vorteile soll nun an
Hand eines in der Zeichnung grob schematisch wiedergegebenen Ausführungsbeispiels näher erläutert werden.
Fig.2 ist die Aufsicht auf die Justierarmhalterung
von unten, bei abgenommener Anschlagplatte wiedergegeben, in
F i g. 3 ist ein Schnitt längs HI-III nach F i g. 2 dargestellt.
Das Nivelliergerät 1 nach F i g. 1 weist eine Justierarmhalterung 2 für vier Justierarme 3 auf, von denen
zwei sich senkrecht auf bzw. unter der Zeichenebene erstrecken. Die Justierarme sind wie durch 3' und 3"
veranschaulicht, zur Horizontalebene beweglich. An den Justierarmen 3 sind Libellen 4 befestigt, die im Ausführungsbeispiel für eine horizontale Nullage ausgebildet sind. Dadurch kann man mittels der Justierarme 3
einen unter ihnen befindlichen Körper nach allen vier Koordianten auf Null, also im Ausführungsbeispiel auf
horizontal, einjustieren.
Auf der Justierarmhalterung 2 steht der Niveilierstab 5, der in der Zeichnung durch Herausbrechen eines Teiles bei 6 verkürzt wiedergegeben ist und im oberen Teil
die Maßteilung 7 aufweist. Mittels der Vier-Koordinaten-Libelle 8 kann die senkrechte Stellung des Nivellierstabes festgestellt werden.
Auf dem Nivellierstab 5 ist eine Standbeinhalterung 9 für — im Ausführungsbeispiel — drei Standbeine höhenverstellbar geführt. Das dritte Standbein 10 er-
streckt sich unter der Zeichenebene und ist in der Darstellung durch den Nivellierstab 5 verdeckt. Die Standbeine
10 weisen jeweils ein Gelenk 11 auf, das senkrecht zu der von Nivellierstab 5 und dem jeweiligen
Standbein 10 aufgespannten Ebene eine Bewegungsachse hau Mittel 12, z. B. Feststellschrauben, ermöglichen
es, die Gelenke 11 der Standbeine 10 nach einer Auslegung festzusetzen. Hierzu eignen sich die im Ausführungsbeispiel
wiedergegebenen Feststellschrauben mit Handbetätigungsflächen. Die Gelenke können
durch bekannte Vorkehrungen bleibend schwergängig ausgebildet sein. Es genügen eventuell auch Gelenke an
zwei von drei Standbeinen, wenn geringere Genauigkeit genügt
Die Justierarmhalterung 2 besteht in vorteilhafter einfacher Ausführung aus der Montageplatte 13, an der
die Justierarme 3 mittels der Achsen 14 angelenkt sind, und aus einer Anschlagplatte 15 die die freie Auslenkung
der Justierarme begrenzt. Dadurch können die Justierarme 3 beim Aufsetzen der Nivelliereinrichtung
auf einen auszurichtenden Körper sich nicht mit der Unterlage verhaken, wodurch die Handhabung erleichtert
wird.
Die Standbeinhalterung 9 kann, wie im Ausführungsbeispiel wiedergegeben, aus einer auf dem Nivellierstab
5 gleitfähigen Manschette 16 bestehen, die ein Feststellmittel 17 aufweist, und an der die Standbeine 10
angebracht sind. Die Standbeinhalterung 9 weist weiter einen Verstellring 18 auf, der von der Manschette 16
unverlierbar, aber drehbeweglich geführt ist. Der Verstellring seinerseits arbeitet mittels eines Gewindes mit
einer weiteren Manschette 19 zusammen, die ebenfalls auf dem Nivellierstab 5 gleitfähig aufsitzt und durch das
Feststellmittel 20 am Nivellierstab 5 festgesetzt werden kann.
Baut man die Nivelliereinrichtung in Schweißtechnik auf, so ist es vorteilhaft, die Justierarme 3 nach F i g. 2
an der Montageplatte 13 mittels der Kötzchen 21 jeweils durch die Achse 14 und die Schraubbefestigung
23 anzulenken. Die Schnittansicht nach F i g. 3, die sich nach einem Schnitt längs HI-IlI nach F i g. 2 ergibt, veranschaulicht
den weiteren Aufbau der Justierbeinhalterung 2. So ist es günstig, die Schraubverbindung 23 für
die Kötzchen 21 gleichzeitig zum Zusammenbau der Anschlagplatte 15 mit der Montageplatte 13 heranzuziehen.
Um beispielsweise eine Bodendose auf die Höhe des Fertigfußbodens in einem Rohbau einzunivellteren und
sie horizontal zu justieren, wird die Nivelliereinrichtung 1 darübergestellt, wobei die Standbeine 10 bei so weit
geöffneten Feststellmitteln 12, daß die Standbeine streng beweglich sind, und senkrecht gehaltenem Nivellierstab
5 in Bodenberührung gebracht werden und gegebenenfalls festgestellt werden. Hierauf kann bei
geöffneten Feststellmitteln 17 und 20 der Nivellierstab 5 und damit die Justierbeinhalterung 2 im Sichtstrahl
zwischen Theodoliten und Höhenmarke, dem sogenannten Meterriß in Rohbauten, durch Anheben grob
auf Höhe nivelliert werden, worauf das Feststellmittel 20 in Arretierstellung gebracht wird. Nun kann mittels
Drehens des Verstellringes 18 die Feineinstellung durchgeführt werden, und danach kann man auch das
Feststellmittel 17 in Arretierstellung bringen. Nun kann in einfacher Weise die Bodendose durch übliche Maßnahmen
so ausjustiert werden, daß alle vier Justierarme 3 horizontal stehen, was an den Libellen 4 festzustellen
ist.
Verständlicherweise kann die geschilderte Nivelliereinrichtung
auch dazu herangezogen werden, um Körper auf eine zur Horizontalen geneigten Ebene auszurichten,
die allgemein zu einer Bezugsebene festgelegt ist. Hierzu sind lediglich die Libellen 4 an den Justierarmen
3 in bekannter Weise geeignet auszubilden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Nivelliereinrichtung zum Ausrichten von Körpern in einer Ebene, die zu einer Bezugsebene fest-
gelegt ist, insbesondere geeignet für Bodendosen bei Unterflur-Instailationssystemen. mit einem Nivellierstab mit Vier-Koordinaten-übelle und einer
Maßteilung, der mittels zu ihm höhenverstellbarer Halterung für Standbeine geführt ist, die jeweils zumindest ein Gelenk aufweisen, das zumindest senkrecht zu einer von Nivellierstab und Standbein aufgespannten Ebene eine Bewegungsachse aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß das untere Ende des Nivellierstabs (5) mit einer Halterung (2)
verbunden ist, in der zu»· Horizontaiebene bewegliche Justierarme (3), die je eine Libelle (4) aufweisen,
angeordnet sind.
2. Nivelliereinrichtung nach Ansprach 1, gekennzeichnet durch eine Justierarmhalterung (2) aus
einer Montageplatte (13), an der die Justierarme (3) angelenkt sind, und aus einer Anschlagplatte (15),
die die freie Auslenkung der Justierarme (3) begrenzt.
3. Nivelliereinrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Standbeinhalterung (9) aus
einer auf dem Nivellierstab (5) gleitfähigen Manschette (16), die ein Feststellmittel (17) aufweist und
an der die Standbeine (10) angebracht sind und die einen Verstellring (18) führt, der mittels Gewinde
mit einer weiteren Manschette (19) mit Feststellmittel (20) zusammenarbeitet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742407683 DE2407683C2 (de) | 1974-02-18 | Nivelliereinrichtung, insbesondere für Bodendosen bei Unterflur-Installationssystemen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742407683 DE2407683C2 (de) | 1974-02-18 | Nivelliereinrichtung, insbesondere für Bodendosen bei Unterflur-Installationssystemen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2407683B1 DE2407683B1 (de) | 1975-08-14 |
| DE2407683A1 DE2407683A1 (de) | 1975-08-14 |
| DE2407683C2 true DE2407683C2 (de) | 1976-04-08 |
Family
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