DE240355C - - Google Patents
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D24/00—Filters comprising loose filtering material, i.e. filtering material without any binder between the individual particles or fibres thereof
- B01D24/46—Regenerating the filtering material in the filter
- B01D24/4631—Counter-current flushing, e.g. by air
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D24/00—Filters comprising loose filtering material, i.e. filtering material without any binder between the individual particles or fibres thereof
- B01D24/02—Filters comprising loose filtering material, i.e. filtering material without any binder between the individual particles or fibres thereof with the filter bed stationary during the filtration
- B01D24/20—Filters comprising loose filtering material, i.e. filtering material without any binder between the individual particles or fibres thereof with the filter bed stationary during the filtration the filtering material being provided in an open container
- B01D24/205—Downward filtration without specifications about the filter material supporting means
Landscapes
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- Filtration Of Liquid (AREA)
Description
KAISERLICHES
Die wichtigste Aufgabe eines Sandfilters ist, die im Rohwasser enthaltenen Bakterien abzuscheiden
und zurückzuhalten. Der Sand muß feinkörnig sein, um ein Absetzen der Bakterien und des Schlammes an dessen Fläche,
die ab und zu entweder durch Abschaufeln eines dünnen Sandlagers oder durch Spülen
und gleichzeitiges Umrühren gereinigt wird, zu ermöglichen. Das ersterwähnte Reinigungsverfahren
ist das gewöhnlichste. Das Wasser wird abgelassen, die Sandfläche trocken gelegt
und abgeschaufelt; der verunreinigte Sand wird gewaschen, um wieder zur Verwendung zu gelangen.
Durch jede Reinigung wird die Tiefe der Sandschicht vermindert, und wenn bloß ein Lager von 60 bis 70 cm übrig ist, wird das
Bett wieder gefüllt. Durch dies Verfahren entstehen mehrere Nachteile. Teils ist die
Reinigung schwer, zu bewerkstelligen, teils wird der biologische Effekt des Filters durch
die Verminderung der Tiefe des Sandlagers abgeschwächt. Hierzu kommt, daß die Reinigung,
das Waschen und Nachfüllen des Sandes lange Zeit erfordert und mit großen Kosten
verbunden ist.
Beim Spülen eines Filters wird die Wasseroberfläche gesenkt, so daß sie bloß einige Zentimeter
über der Fläche des Sandes zu stehen kommt. Zum Spülen wird entweder filtriertes
Wasser, das von unten eingelassen wird und aufwärts durch das Sandlager strömen kann,
verwendet, oder es wird unfiltriertes Wasser über die Sandfläche hinausgespült. Der Sand
wird gleichzeitig mittels Rechen oder mit Nägeln versehener Walzen aufgelockert, wobei
der Schlamm sich ablöst und vom Spülwasser weggespült wird.
Dies Verfahren hat lange Zeit, mit Vorteil jedoch nur bei sogenannten mechanischen Filtern
(oder Grobfiltern) Verwendung gefunden.
Die vorliegende Erfindung beruht auf der Beobachtung, daß man dies bekannte Spülen
der in Felder geteilten Sandfilter von unten her auch bei mit feinem Sand gefüllten Filtern
anwenden kann, sofern man die Scheidewände nicht bis zum Boden des Filters reichen läßt,
so daß das unten zugeführte Spülwasser unter den Scheidewänden hindurch zur Oberfläche
sämtlicher Felder aufsteigen, aber nur von dem gerade geöffneten Felde abfließen kann, während
es in den übrigen Feldern durch zwischen Feld und Abflußkanal angebrachte Schieber
o. dgl. zurückgehalten wird. Durch das plötzliche Zusammendrängen der vom Zuflußkanal
aus unterhalb der einzelnen Felder verteilten, nach dem .einen offenen Feld hindrängenden
und darin hochsteigenden Spülwasserströme wird in diesem eine starke Strömung erzeugt,
die eine energische Ablösung und Fortspülung des Schlammes bewirkt, ohne daß gleichzeitig
in der ganzen übrigen Filtermasse eine derartig starke Strömung herbeigeführt zu werden
braucht. Noch vorteilhafter ist es, die Scheidewände auch an der Filteroberfiäche nicht ganz
bis zu der dem Abflußkanal parallel laufenden, von diesem durch eine Felderreihe getrennten
Filterwand heranreichen zu lassen, so daß nicht nur unterirdisch, sondern auch an der Filteroberfläche
das Zusammendrängen der Spülwässerströme zu dem einen gerade geöffneten
Feld erfolgt und der hauptsächlich auf der Filteroberfläche sitzende Schlamm energischer
entfernt wird.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Filterbassins nach vorliegender Erfindung
dargestellt. Fig. ι zeigt schematisch das Bassin, von oben gesehen. Fig. 2 und 3
sind Quer- bzw. Längsschnitte in vergrößertem Maßstabe nach den Linien A-A und B-B der
Fig. i. Der rechte Teil der Fig. 3 stellt einen Schnitt nach der Linie C-C der Fig. 1 und 2
dar.
Das Filter ist mittels niedriger, aus Flacheisen oder armiertem Beton hergestellter Scheidewände
α in rechteckige Felder eingeteilt. Das Spülwasser wird von unten her durch Rohr g
(Fig. 3) zugeführt und verteilt sich von da unter den einzelnen Filterkammern. Zur Unterstützung
der Abspülung der Filteroberfläche kann man außerdem noch aus einer längs der Außenwandung
angeordneten und für jedes Feld mit einem absperrbaren Ventil c versehenen Rohrleitung
b (Fig. 1) Spülwasser einfließen lassen. Das Spülwasser fließt durch eine offene, beispielsweise
in der Mitte des Bassins angeordnete Rinne d ab. Die obere Kante e (Fig. 2) der
Rinne ragt einige Zentimeter über die Sandfläche hinaus und bildet einen Damm, auf dem
lose Schieber /, einer für jedes Feld, ruhen.
Wenn das Filter gespült werden soll, wird das Wasser so weit abgelassen, bis die Wasseroberfläche
z. B. 5 cm über dem Sande steht, worauf die bestimmte Spülwassermenge eingelassen
und je ein Schieber f nach dem andern geöffnet wird. Beim Spülen z. B. des dritten
Feldes von links in der oberen Hälfte der Fig. 1 strömt das durch das Filter hinauftretende,
z. B. durch das Rohr g eingeführte Wasser in der durch die Pfeile angedeuteten Weise
durch das Feld. Der Schlamm wird vom Wasser aufgewühlt und fließt durch die Schieberöffnung
f, die Rinne d und das Abflußrohr h ab. Wenn sich das Wasser geklärt hat, wird der
Schieber f des gereinigten Feldes geschlossen und das nächste Feld in gleicher Weise gespült.
Die Spülwassermenge wird derartig geregelt, daß das Wasser eine genügend größe Geschwindigkeit
erlangt, um den Schlamm, aber nicht den Sand wegzuschaffen.
Bei 4 m Breite, 5 cm Tiefe und einer Gescriwindigkeit
von 0,1 m/sec ist eine Wassermenge von 20 1/sec erforderlich. Wird gleichzeitig
ein Feld auf der entgegengesetzten Seite der Mittelrinne (z. B. das fünfte Feld von
links in der unteren Hälfte der Fig. 1) gespült, so wird der totale Wasserverbrauch 40 1/sec,
wozu wegen Leck'ens noch höchstens 101/sec
kommen. Auf diese Weise können vier Mann 500 qm in der Stunde reinigen.
Die Höhe des Wasserstrahles über dem Damme beträgt für 201/sec und 4 m Breite
des Dammes höchstens 2 cm. Der Schieber wird infolgedessen ebenso wie die Scheidewände
sehr einfach.
Die Reinigung eines Filters nach vorliegender Erfindung bietet folgende Vorteile:
Die Reinigung kann in einigen Stunden auch bei strenger Kälte bewerkstelligt werden, und
ein Überbauen des Filters ist für diesen Zweck nicht nötig. .
Die Tiefe der Sandschicht und der biologische Effekt bleiben unverändert.
Die Kosten für den Transport des Sandes, Lagern und Waschen werden gespart.
Claims (2)
1. Von unten spülbares Sandfilter mit Scheidewänden, dadurch gekennzeichnet,
daß die Scheidewände (a) nicht bis zum Boden des Sandfilters reichen, so daß das
unten (durch g) zugeführte Spülwasser zur Oberfläche.sämtlicher, je durch einen Schieber ff) o. dgl. gegen den Abflüßkanal (d)
abscMießbarer Felder aufsteigen, aber nur von dem gerade (bei e) geöffneten Felde abfließen
kann.
2. Sandfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheidewände (a)
auch an der Filteroberfläche nicht ganz bis zu der dem Spülwasserabflußkanal (d)
parallellaufenden Filterwand (oben in Fig. 1) heranreichen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE240355T | 1910-06-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE240355C true DE240355C (de) | 1911-11-02 |
Family
ID=34558862
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1910240355D Expired DE240355C (de) | 1910-06-17 | 1910-06-17 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE240355C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1072969B (de) * | 1960-01-14 | Warschau Romuald Koskowski | Rückspülbares Flüssigkeitsfilter. 12. 11. 5". Polen |
-
1910
- 1910-06-17 DE DE1910240355D patent/DE240355C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1072969B (de) * | 1960-01-14 | Warschau Romuald Koskowski | Rückspülbares Flüssigkeitsfilter. 12. 11. 5". Polen |
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