DE22375C - Neuerungen an Filteranlagen (für Abwässer) - Google Patents

Neuerungen an Filteranlagen (für Abwässer)

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DE22375C
DE22375C DE188222375D DE22375DD DE22375C DE 22375 C DE22375 C DE 22375C DE 188222375 D DE188222375 D DE 188222375D DE 22375D D DE22375D D DE 22375DD DE 22375 C DE22375 C DE 22375C
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Germany
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filter
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waste water
filter systems
water
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DE188222375D
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English (en)
Original Assignee
L. KLEIN jn Charlottenburg, 3er)inerstrafse 80
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Publication date
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D24/00Filters comprising loose filtering material, i.e. filtering material without any binder between the individual particles or fibres thereof
    • B01D24/48Filters comprising loose filtering material, i.e. filtering material without any binder between the individual particles or fibres thereof integrally combined with devices for controlling the filtration
    • B01D24/4807Handling the filter cake for purposes other than regenerating
    • B01D24/4823Handling the filter cake for purposes other than regenerating for drying
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D24/00Filters comprising loose filtering material, i.e. filtering material without any binder between the individual particles or fibres thereof
    • B01D24/002Filters comprising loose filtering material, i.e. filtering material without any binder between the individual particles or fibres thereof with multiple filtering elements in parallel connection
    • B01D24/005Filters being divided into a plurality of cells or compartments
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D24/00Filters comprising loose filtering material, i.e. filtering material without any binder between the individual particles or fibres thereof
    • B01D24/02Filters comprising loose filtering material, i.e. filtering material without any binder between the individual particles or fibres thereof with the filter bed stationary during the filtration
    • B01D24/20Filters comprising loose filtering material, i.e. filtering material without any binder between the individual particles or fibres thereof with the filter bed stationary during the filtration the filtering material being provided in an open container
    • B01D24/22Downward filtration, the filter material being supported by pervious surfaces
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D2201/00Details relating to filtering apparatus
    • B01D2201/08Regeneration of the filter
    • B01D2201/088Arrangements for killing microorganisms

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 85: Wasserleitung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. October 1882 ab.
Es stellt dar:
Fig. ι einen halben Grundrifs der Filteranlage,
Fig. 2 einen centralen Verticaldurchschnitt derselben mit einem Theil der äufseren Ansicht,
Fig. 3 eine Ansicht des Innern eines Filtrirapparates nach dem Schnitt x-x, Fig. 1,
Fig. 4 die Construction des Saugerohres für die Pumpe mit Saugekorb und Rührwerk, desgleichen die Vorrichtung für Zuführung von Desinfectionssubstanzen.
Der für Reinigung von Kanalisationswasser bestimmte einzelne Filtrirapparat besteht aus einem in seiner Grundform viereckigen Raum von den Verhältnissen entsprechendem Rauminhalt.
Die untere Hälfte dieses Raumes enthält einen aus schmiedeisernem T-Eisen a, Fig. 1 und 3, gebildeten bogendachähnlichen Raum b zur Aufnahme der Sinkstoffe.
Dieser Raum ist in seinen beiden gewölbten Flächen zunächst mit einem starken, aus verzinktem Eisendraht bestehenden Gewebe und darüber mit bester Messinggaze abgedeckt. Die Stirn- oder Giebelwände dieses dreiseitig prismatischen Raumes aber sind einerseits durch die Umfassungsmauer, andererseits durch die cylindrische Wand d, welche durch das System bedingt ist, abgeschlossen.
Der auf diese Weise gebildete Hohlraum hat ferner in der Umfassungswand eine viereckige Oeffnung c, welche durch eine mittelst Hebestange (Zahnstange oder Schraube) auf- und zuschiebbare Schütze wasserdicht abgeschlossen werden kann.
Zu beiden Seiten dieses Hohlraumes, jedoch aufserhalb desselben, befindet' sich ebenfalls je eine viereckige Oeffnung ff, welche aber permanent durch Verschraubung geschlossen bleiben und nur behufs Erneuerung des Filtrirmaterials geöffnet werden, und aufserdem je ein Ablafshahn e e zur vollständigen · Entwässerung des Filtrirmaterials.
Das Filtrirmaterial, welches über dem Hohlraum aufgeschichtet liegt, besteht, der Messinggaze zunächst, aus Gerberlohe, Moostorf, Kuhhaaren oder einem sonst dazu geeigneten Material, dann aber aus scharfem, nach oben sich verfeinerndem Sand.
Solcher Filtrirapparate befinden sich zwölf in einem System, welche im Kreise um die das zu reinigende Kanalisationswasser enthaltende Steigröhre g liegen, von denen jedoch immer nur zwei sich gegenüberliegende in Function befinden.
Von der Steigröhre laufen in centraler Richtung zwölf Vertheilungsröhren h h nach den einzelnen Filtern, welche bei i verschliefsbar sind und in die Hohlräume münden.
Die Scheidewände zwischen den einzelnen Filtern sind nur einen Stein stark genommen, jedoch durch doppelte schmiedeiserne T-Träger k, welche, auf breiter Seite liegend, eingemauert, gleichzeitig die Verankerung der äufseren Umfassungsmauer mit der cylindrischen Mauer d bilden, verstärkt und letztere ihrerseits noch durch concentrische Ankerbolzen / / mit einander verbunden. Es geschieht dieses in der Hauptsache, um Platz zu ersparen; andererseits aber haben diese Wände auch keinen bedeu-
. tenden Seitendruck zu erleiden, da stets sämmtliche Filter mit Filtermaterial gefüllt bleiben.
In Fig. 4 ist ferner die Saugröhre dargestellt, welche das Kanalisationswasser der Pumpe zuführt, die es in das Steigrohr drückt.
Seitwärts von dieser Röhre m befindet sich ein zweites, engeres Rohr n, welches unten in den Saugekorb ο mündet, oberhalb aber mit einer Transportschnecke in Verbindung steht, welche, durch den Motor' der Pumpe bewegt, die Desinfectionssubstanzen in gepulverter Form (Kalk etc.) dem Saugekorb zuführt; durch eine Schraube q, welche in dem Unterende des Saugerohres sitzt und ihre Bewegung durch das aufsteigende Wasser erhält, wird ein Rührwerk r sowohl von aufsen als von innen am Saugekorb in Bewegung gesetzt, was einerseits eine Verstopfung des Saugekorbes von aufsen, andererseits aber ein Festlagern des Desinfectionsmaterials von innen verhindert.
Der Gang der Arbeit bezw. des Reinigungsprocesses ist nun folgender:
Nachdem das Kanalisationswasser im Saugekorb ο die Desinfectionssubstanz aufgenommen, gelangt es durch die Pumpe in das Steigerohr q und von hier in die Vertheilungsrohre h in die betreffenden, sich gegenüberliegenden Filtrirapparate, und zwar in die Hohlräume b b. Hier lagern sich die Sinkstoffe, theils durch die Desinfectionssubstanz niedergeschlagen, theils durch die Drahtgaze zurückgehalten., ab, während die schon fast klare Flüssigkeit durch die Gaze und das Filtrirmaterial nach oben entweicht und oben als klares Filtrat durch die Ausflufsöffnungen ί in die Sammelrinne U sich ergiefst, von wo es durch Abfallröhren in den Flufs oder sonst vorhandenen Wasserlauf abgeführt wird.
Sind auf diese Weise die Hohlräume mit Sinkstoffen angefüllt, was durch die von innen mit Glas verschlossenen Lugöffnungen beobachtet werden kann, so werden zwei andere Filter in Function gesetzt, erstere aber durch Oeffnen der Auslafshähne e e vollends ihres Wasserinhalts beraubt.
Nachdem die zurückgebliebenen Sinkstoffe ein paar Tage in diesem Zustand verharrt haben, wird die Schütze bei c aufgezogen und dieselben durch Spatenarbeit, besser aber durch Transportschnecke, welche sie direct einer Ziegelmaschine zuführen, entfernt, im Winter aber vermittelst Elevatoren auf einen Haufen gebracht, wo sie in diesem Zustand entweder abgefahren oder aber im Frühjahr, in Ziegeln geformt, ihrer weiteren Verwendung harren.
Ist das Filtrirmaterial einer Reinigung bedürftig, so geschieht diese auf folgende Weise: Sobald das Filter seines fäcalen Inhalts entleert ist, wird die mittlere Oeffnung c durch die Schütze geschlossen, desgleichen auch die Auslafshähne ee. Alsdann wird das Filter von oben her entweder mit gereinigtem Kanalisationswasser oder mit reinem Brunnenwasser gefüllt und dann die Schütze geöffnet. Das nun mit Gewalt aus der Schutzöffnung stürzende Wasser reifst mit Vehemenz alle dem Filtrirmaterial und der Gaze etwa anhaftende Unreinigkeit mit sich fort und das Filter ist gereinigt.
Was nun die Gröfsenverhältnisse eines solchen Filtersystems anbelangt, so hängen dieselben selbstverständlich von der Quantität des täglich zu reinigenden Wassers ab, und sind dieselben so zu bemessen, dafs das in dem Filter aufsteigende Wasser an seiner Oberfläche eine Geschwindigkeit von ι bis 1,5 mm pro Secunde besitzt, was bei einer Quadratfläche zweier Filter von zusammen 36 qm, einer Höhe des Filtrirmaterials über dem Hohlraum von 3 m und einem hydrostatischen Ueberdruck im Steigerohr von 3 bis 3,5 m stattfindet.

Claims (2)

PATENT-Ansprüche: Bei Filtern für Kanalisationswasser u. dergl. mit aufsteigender Filtration:
1. Die Anordnung eines unten im Filter angebrachten Hohlraumes, welcher spitzbogenartig mit porösen, die Filtermaterialien tragenden Seitenwänden geschlossen ist, b, Fig. 1 und 3.
2. Zur Mengung der Desinfections- und Reinigungsmittel mit dem zu filtrirenden Abwasser die Transportschnecke /,. Fig. 4, welche durch das Rohr η mit der im Saugerohr befindlichen Turbine q verbunden ist, deren Welle das doppelte Rührwerk r trägt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE188222375D 1882-10-05 1882-10-05 Neuerungen an Filteranlagen (für Abwässer) Expired DE22375C (de)

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