DE240297C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE240297C DE240297C DENDAT240297D DE240297DA DE240297C DE 240297 C DE240297 C DE 240297C DE NDAT240297 D DENDAT240297 D DE NDAT240297D DE 240297D A DE240297D A DE 240297DA DE 240297 C DE240297 C DE 240297C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- piston
- turning
- mold
- shoe
- movement
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 4
- 230000002441 reversible effect Effects 0.000 claims description 3
- 239000010985 leather Substances 0.000 description 3
- 238000003754 machining Methods 0.000 description 2
- 230000009172 bursting Effects 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
- A43D85/00—Machines or apparatus for turning, e.g. for making turn-shoes
Landscapes
- Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 240297 KLASSE 71c. GRUPPE
V. St. A.
Maschine zum Wenden des Fersenteiles von Schuhen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. Januar 1911 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft Maschinen zum Wenden des Fersenteiles von Schuhen.
Die bekannten Maschinen dieser Gattung haben den Nachteil, daß steifes oder nicht genügend
angefeuchtetes Schuhwerk nur schwer gewendet werden kann, und daß die Naht oft während. des Wendens platzt. Die Erfindung
bezweckt, Maschinen der erwähnten Gattung derart auszubilden, daß übermäßige Spannung
ίο des Oberleders bzw. der Naht vermieden wird,
und zwar wird dies erreicht, indem der Abstand des Wendekolbens von den Wandungen
der Form vergrößert wird.
Ein wichtiges Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die Form und der Wendekolben
während des Wendevorganges mit Bezug aufeinander nachgiebige, seitliche Bewegungen
ausführen können. Die Träger der Form und des Kolbens sind durch ein Lenkstück miteinander verbunden, dessen nachgiebige
Anordnung seitliche Bewegung der Form mit Bezug auf den Kolben während des Wendevorganges ermöglicht. . .
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung
beispielsweise an einer Maschine nach dem Patent 143979 veranschaulicht, doch ist
es klar, daß anderweitige Ausführungsformen möglich sind, ohne aus dem Bereich der Erfindung
zu treten.
Der Absatzteil des zu wendenden Schuhes wird auf die Form 1 aufgebracht, die mit dem
Wendekolben 2 zusammen wirkt. Die Gestalt der Form 1 entspricht der bekannten Ausführungsform,
und zwar ist die Hinterseite ausgeschnitten, so daß an dieser Stelle eine Aus-40
45
sparung 3 entsteht, in welche das Oberleder sich während des Wendens des Fersenteiles
hineinbiegen kann. Zwecks Verminderung der entstehenden Reibung ist an der Form 1
eine kleine Reibrolle 4 angebracht. Der Schaft des Kolbens 2 ist in dem Ende eines gebogenen
Hebels 5 festgeschraubt. Der Hebel 5 kann um den in das Maschinengestell 7 eingesetzten
Zapfen 6 geschwungen werden, um den Kolben 2 mit der Sohlenferse des auf die Form 1
aufgebrachten Schuhes in Berührung zu bringen. Die Abwärtsbewegung des Kolbens 2
wird durch eine Stange 8 bewirkt, die mit dem unteren Ende des Hebels 5 und mit einem .nicht
dargestellten Trethebel verbunden ist. Während des Wendens des Schuhes wird der Form 1
und dem Kolben 2 eine relative seitliche Bewegung erteilt, damit die auf das' Oberleder
ausgeübte Spannung vermindert wird. Hierdurch wird die Gefahr des Platzens der Nähte
oder anderer Beschädigungen des Schuhes vermieden. Die seitliche relative Bewegung der
Form und des Kolbens 2 .wird durch einen Winkelhebel 9' hervorgebracht, der bei 10 an
dem Maschinengestell drehbar ist. Der senkrechte Arm des Winkelhebels 9 bildet den Träger
der Form 1, während der wagerechte Arm des genannten Winkelhebels durch ein Lenkstück
Ii mit dem den Kolben 2 bewegenden Hebel 5 verbunden ist. Wenn das Werkstück
steif ist und beim Wenden seine Gestalt beizubehalten sucht, so ist der Raum zwischen den
Wandungen der Form und dem Kolben für gewöhnlich nicht ausreichend, um geeignete Bearbeitung
derartigen Schuhwerks zu ermög-
55
60
lichen, da die Naht einer allzu großen Spannung ausgesetzt wird. Damit die Maschine zur
Bearbeitung von steifem oder nicht genügend angefeuchtetem Schuhwerk verwendet werden
kann, ist das Lenkstück ii derart angeordnet, daß die Form ι während des Wendens des
Schuhes eine weitere Bewegung ausführen kann. Die Richtung der letztgenannten Bewegung
ist derart gewählt, daß der seitliche Abstand zwischen der Form und dem Kolben
vergrößert wird. Durch die Vergrößerung des Abstandes zwischen der Form und dem Kolben wird es dem Kolben ermöglicht, das
Wenden des Schuhes zu bewirken, ohne eine übermäßige Spannung auf die Naht an der
Schuhferse auszuüben. Zweckmäßig ist an dem oberen Ende des Lenkstückes 11 ein Schlitz 12
angebracht, durch den ein an dem Hebel 5 angebrachter Stift 13 hindurchgeführt ist.
Der Stift 13 - wird für gewöhnlich von einer
Feder 14 mit der unteren Wandung des Schlitzes 12 in Berührung gehalten. Ein Ende der Feder
. ist an dem Stift 13 befestigt, während das
andere Ende in ein Auge eines Fortsatzes des Winkelhebels 9 eingehängt ist. Durch Verstellung
der Lage des Auges 15'kann die Spannung der Feder 14 geregelt werden. Eine mit dem
. hohlen Ende des Lenkstückes 11 zusammentreffende Anschlagschraube 16 begrenzt die
Bewegung des Lenkstückes mit Bezug auf den den Kolben 2 bewegenden Hebel 5.
Durch Vergrößerung des Raumes zwischen den Wandungen der Form 1 und dem Kolben 2
wird verhindert, daß der Schuh einer allzu großen Spannung ausgesetzt wird, wenn steifes
oder anderweitig schwer zu behandelndes Material der Bearbeitung unterzogen wird, und
zwar wird dies durch die nachgiebige Anordnung des Lenkstückes 11 ermöglicht. Der die
Form tragende Hebel 9 kann die Form während des Wendevorganges als Ganzes einwärts bewegen,
wenn der Kolben mit. verhältnismäßig großer Kraft auf das auf die Form aufgebrachte
Werkstück einwirkt. Wenn die seitliche Entfernung zwischen den Wandungen der Form
und dem Kolben genügend vergrößert wurde, um die Naht von allzu großer Spannung zu
entlasten, so wird der Schuh während der Bearbeitung nicht beschädigt. Die Feder 14
ist für gewöhnlich wirkungslos und wird nur dann zur Einwirkung gebracht, wenn das zu
zu bearbeitende Werkstück einer übermäßigen Spannung ausgesetzt wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Maschine zum Wenden des Fersenteiles von Schuhen, bei welcher die Relativbewegung, die Wendekolben und Fersenform gegeneinander ausführen, aus einer gegen den Schuhboden auf und nieder gerichteten Bewegung und aus einer längsgerichteten Bewegung sich zusammensetzen, dadurch gekennzeichnet, daß das zur Längsbewegung dienende Getriebe (5, 14, 11, 9) eine Feder (14) o. dgl. enthält, die während des Wende-. Vorganges nachgeben kann, damit der Schuh bzw. die Naht nicht einer zu großen Spannung ausgesetzt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE240297C true DE240297C (de) |
Family
ID=499669
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT240297D Active DE240297C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE240297C (de) |
-
0
- DE DENDAT240297D patent/DE240297C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE240297C (de) | ||
| DE1652357A1 (de) | Vorrichtung zum Auftragen eines UEberzuges vorbestimmter Umfangsberandung auf ein Werkstueck,insbesondere fuer die Schuhherstellung | |
| DE1435310A1 (de) | Schaerfmaschine | |
| DE2002300A1 (de) | Arbeitsstueck-Vorschubeinrichtung fuer Naehmaschinen | |
| DE236581C (de) | ||
| DE1685484A1 (de) | Vorrichtung zur Formung von Schuhschaeften | |
| DE288107C (de) | ||
| DE824741C (de) | Naehmaschine | |
| DE308390C (de) | ||
| DE229205C (de) | ||
| DE233503C (de) | ||
| DE383760C (de) | Maschine zum Anarbeiten von Schaeften an den Leisten mit einer aus UEberschiebern bestehenden Spitzenaufzwickvorrichtung | |
| DE199241C (de) | ||
| DE2257506B2 (de) | Einrichtung zum auftragen von klebstoff | |
| DE305800C (de) | ||
| DE1685366C3 (de) | Umbuggmaschine zum Umbuggen von Flachmaterial | |
| DE2351579C3 (de) | Maschine zum Aufrauhen des Schaftzwickrandes einer Schuheinheit | |
| DE510997C (de) | Maschine zum Abschneiden und Befestigen des Rahmenendes | |
| DE236956C (de) | ||
| AT66822B (de) | Maschine zum Vernähen des nicht auf einem Leisten befindlichen Oberzeuges eines Schuhes mit der Außenfläche der Sohle. | |
| DE574406C (de) | Kombinierte Saeum- und Beschneidemaschine | |
| DE229319C (de) | ||
| DE703036C (de) | Stoffdrueckervorrichtung fuer Naehmaschinen | |
| DE447698C (de) | Naehmaschine zum Naehen von flachen Geldboersen, Taschen u. dgl. | |
| DE622304C (de) | Vorrichtung zum Zwicken von Schuhspitzen mittels Klebstoffes |