DE2401940C3 - Polysulfidmischpolymere und Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents
Polysulfidmischpolymere und Verfahren zu deren HerstellungInfo
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Description
Etwa aus der US-PS 33 52 837 ist es bekannt, Kondensationsprodukte von monohalogenierten Derivaten
aliphatischer Epoxide mit Alkali- oder Erdalkalisulfiden oder -polysulfiden herzustellen. Es ist auch aus
zahlreichen Patentschriften bekannt, Kondensationsprodukte dihalogenierter Verbindungen, wie von
Dichloräthylformal, Äthylendichlorid und 1,2-Dichlorpropan,
mit Natriumpolysulfiden herzustellen.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe bestand nun darin, derartige Polysulfidpolymere in der
Form von Elastomeren oder Flüssigkeiten mit verbesserter Beständigkeit gegen organische Lösungsmittel zu
bekommen.
Die erfindungsgcrnäßcn Polysulfidmischpolyrneren in
Form voj Elastomeren mit einem Molekulargewicht
oberhaib 70 000 oder von Flüssigkeiten mit einem Molekulargewicht von 500 bis 10 000 und jeweils mit
SH-Endgruppen bestehen aus 15 bis 85 Mol-% 2-HydroxypropyIeneinheiten und 85 bis 15 Mol-%
Diäthylenformaleinheiten, welche über Polysulfidgruppen miteinander verbunden sind, und gegebenenfalls
0,25 bis 4 Mol-% Vernetzungsmitteleinheiten. Die Polysulfidgruppen sind dabei willkürlich in dem
Polymergerüst angeordnet. Das Molekulargewicht der flüssigen Polysulfidmischpolymeren liegt vorzugsweise
bei 1000 bis 6000.
Die 2-Hydroxypropyleneinheiten stammen aus Epihalogenhydrinen,
die als Comonomere verwendet werden, und diese sind Epichlorhydrin, Epibromhydrin,
Epifluorhydrin und Epijodhydrin. Epichlorhydrin ist bevorzugt, da es ein handelsübliches Produkt und leicht
in großen Mengen erhältlich ist Der Gehalt an 2-Hydroxypropyleneinheiten liegt vorzugsweise bei 30
bis70MoI-%.
Die Diäthylenformaleinheiten stammen aus Dichloräthylforms!,
das leicht erhältlich ist oder nach einem relativ einfachen Verfahren hergestellt werden kann,
indem man Äthylenchlorhydrin und Formaldehyd unter kontinuierlicher Wasserentfernung bis zur Beendigung
der Reaktion miteinander umsetzt Geeignete Vernetzungsmittel sind beispielsweise organische Halogenverbindungen
mit drei oder mehr Halogenatomen, wie 1,2,3-Trichlorpropan.
Die erfindungsgemäßen Polysulfidmischpolymeren werden in der Weise hergestellt, daß man 15 bis 85
Mol-% Epihalogenhydrin und 85 bis 15 Mol-% Dichloräthylformal, jeweils bezogen auf die Comonomeren,
mit 1,3 Mol je Mol der gemischten organischen monomeren Reaktionspartner, eines Alkali- oder
Erdalkalipolysulfids und Alkali- oder Erdalkalisulfhydrates, wobei das Sulfhydrat in äquimolarer Menge
bezüglich des Epihalogenhydrins vorliegt, gegebenenfalls unter Zusatz von 0,25 bis 4 Mol-% eines
Vernetzungsmittels in der Form eines Monomers, bezogen auf die Monomeren, bei Temperaturen von 71
bis 99° C umsetzt, wobei das insgesamt verwendete Polysulfid das gebildete Na2S + das ursprüngliche
Na2S, ist und die Schwefelatomzahl χ in der Schwefelkette
des Na2S, bei Mitteilung mit dem gebildeten Na2S
so gewählt worden ist, daß man eine mittlere Schwefelatomzahl pro Schwefelkette von 2,25 bekommt,
und gegebenenfalls die Polysulfidmischpolymeren durch Umsetzung mit Natriumsulfhydrat, Natriumsulfit
und Natriumbisulfit in bekannter Weise in flüssige Polymere aufspaltet.
Die Epoxydgruppe des Epihalogenhydrinmoleküls reagiert mit dem wäßrigen Na2S, unter Bildung eines
Mols NaOH je Mol Epihalogenhydrin. Aus diesem Grund wird 1 Mol NaSH je Mol Epihalogenhydrin zu
dem Na2S, bei Beginn der Polymerisation zugesetzt, um
das NaOH. wenn es gebildet wird, in Na2S umzuwandeln.
Die insgesamt verwendete Polysulfidmenge sollte dem gebildeten Na2S plus dem ursprünglichen Na2S,
entsprechen. Die Schwefelatomzahl χ in der Schwefelkette des Na2S, wird so gewählt, daß man eine mittlere
Schwefelatomzahl pro Schwefelkette von 2,25 bekommt, wenn man mit dem gebildeten Na2S mittelt. So
würden für eine Polymerisation von 1 Mol Dichloräthylformal und 1 Mol Epihalogenhydrin 1,6 Mol Na2S3,o3
verwendet werden, da ein Mol gebildetes Na2S
insgesamt 2,6 Mol Polysulfid einer mittleren Schwefelatomzahl in der Schwefelkette von 2,25 ergeben würde.
24 Ol
3 4
Demnach kann die Umsetzung durch folgende Gleichung wiedergegeben werden:
π CH, CH — CH2X + η CIC2H4OCH2OC2H4Cl + π Na2S, + η NaSH
■ CH2CH — ι
OH
OH
2η NaCl + η NaX
Hierin ist y kleiner als χ, und X bedeutet Halogen. Als
Alkalipolysulfid wird zweckmäßig Natriumpolysulfid und als Alkalisulfhydrat zweckmäßig Natriumsulfhydrat
verwendet.
Dieses Beispiel zeigt ein Verfahren zur Herstellung eines Mischpolymeren nach der Erfindung aus
49,75 Mol-% Dichloräthylformal, 49,75 Mol-% Epichlorhydrin
und 0,5 Mol-% 1,2,3-Trichlorpropan als
Vernetzungsmittel.
Die folgenden Bestandteile wurden in den angegebenen Mengen verwendet:
Bestandteil
Molzahl Menge
Natriumpolysulfid 4,8 697,0 g
(Schwefelalomzahl 3,1)
Natriumsulfhydrat, 70%ig 2,985 238,8 g
Natriumsulfat (5%ige - 39,0 ml
Lösung)
Natriumhydroxid (50%ige 0,62 32,2 ml
Lösung)
Magnesiumchlorid (25%ige 0,31 228,0 ml
Lösung)
Dichloräthyirormal 2,985 516,4 g
Epichlorhydiin 2,985 276,1g
1,2,3-Trichlorpropan 0,03 4,4 g
Das Natriumpolysulfid wurde auf eine mittlere Schwefelatomzahl in der Schwefelkette von 3,1
eingestellt, indem Polysulfide einer Schwefelatomzahl 2 mit solchen einer Schwefelatomzahl 4 vermischt
wurden. Das Natriumpolysulfid wurde zusammen mit dem Natriumsulfhydrat, dem Natriumsulfonat und dem
Natriumhydroxid in den Reaktionsbehälter eingeführt, worauf dieser auf 930C erhitzt und mit einer
Stickstoffatmosphäre bedeckt wurde. Wenn die Reaktortemperatur 91 bis 93°C erreicht hatte, wurde die
Magnesiumchloridlösung zugesetzt, um mit dem Natriumhydroxid unter Bildung von kolloidalem Magnesiumhydroxid
zu reagieren. Dichloräthylformal, Epichlorhydrin und Trichlorpropan wurden vermischt und dem
Reaktor als ein Gemisch während 1 Stunde zugegeben, während die Temperatur auf 93° C gehalten wurde.
Sodann wurde der Reaktor 1 Stunde auf 990C gehalten.
Die verbrauchten Natriumpolysulfide wurden dann durch wiederholtes Verdünnen mit warmem Wasser
weggewaschen, sodann wurde durch Zugabe von Essigsäure koaguliert, abfiltriert und sodann in einem
Ofen getrocknet.
Das Ergebnis war ein Stück roher elastomerer Polysülfidkautschuk, der, wenn Stücke von ihm in
aromatische Lösungsmittel gelegt wurden, geringere Lösungsmittelquellung als ein ähnlich hergestellter
Kautschuk ohne 2-Hydroxypropyleneinheiten darin besaß.
Dieses Beispiel beschreibt die Herstellung von hochmolekularem Polysulfidkautschuk mit SH-Endgruppen.
Das Verfahren des Beispiels 1 wurde zweimal wiederholt, zunächst ohne Trichlorpropan und dann mit
2% Trichlorpropan, wobei zwei Latices erhalten wurden. Zu jedem Latex wurden Natriumsulfit, Natriumbisulfid
und Natriumsulfhydrat in ausreichenden Mengen zugesetzt, um den Latex zu koagulieren,
SH-Endgruppen zu bekommen und einen Rohkautschuk mit einem Molekulargewicht von etwa 80 000 bis
100 000 zu produzieren. Jedes dieser hochmolekularen Polysulfid/ohprodukte wurde in üblicher Weise verschnitten,
und die resultierenden Eigenschaften wurden mit denen eines ähnlich verschnittenen bekannten
Polysulfidpolymeren verglichen, das keine 2-Hydroxypropyleneinheiten im Polymergrundgerüst enthielt,
aber über 2% Trichlorpropan vernetzt war und ein Molekulargewicht von 80 000 bis 100 000 basaß.
Wie aus der Tabelle I ersichtlich ist, waren die physikalischen Eigenschaften ähnlich, doch die Lösungsmittelbeständigkeit,
gemessen durch die Volumenquellung, war bei den Mischpolymeren nach der Erfindung
nach einer Woche bei Raumtemperatur wesentlich besser als bei dem anderen Polysulfidpo'ymeren.
Bestandteil
Bekanntes Polysulfidpolymeres
(über 2% Trichlorpropan vernetzt)
(über 2% Trichlorpropan vernetzt)
Mischpolymeres Trichlorpropan
nach der Erfindung
nach der Erfindung
Mischpolymeres mit 2% Trichlorpropan nach der Erfindung
100
100
| 55 K U13 | 60 | Physikalische Eigenschaften | 1 | 79 | 60 | 70 | 60 | 60 | 3 | 58 |
| Stearinsaure | Zerreißfestigkeit | 290 | 1 | 420 | 1 | 1 | 120 | |||
| Zinkperoxid | 65 Dehnung, % | 30 | 5 | 21 | 5 | 5 | 44 | |||
| Kalk | 100%-Modul, kg/cm2 | 72 | 1 | 73 | 1 | 1 | 78 | |||
| Härte, Shore A | ||||||||||
| 2 | ||||||||||
Fortsetzung
Physikalische Eigenschaften
Volumenquellung, %, in
Toiuol 82,0 29,5 25,6
Methyläthylkelon 54,0 59,8 47,6
Benzol 122,2 52,1 · 42,0
Äthylacetat 45,0 38,9 31,3
Die Zusammensetzungen wurden 30 Minuten bei 154° C gehärtet
HS(C2H4 — O — CH2 — O — C2H4-S —
mit etwa 0,5% Vernetzung wurde in gleicher Weise verschnitten und gehärtet, und die Lösungsmittelbeständigkeit
der Materialien wurde verglichen. Das bekannte Polysulfidpoiymere ist das äquivalente Polymere zu dem
Mischpolymeren nach der Erfindung, doch ohne 2-Hydroxypropyleneinheiten. Die Lösungsmittelbeständigkeit
der gehärteten Massen wurde nach einwöchi-
In diesem Beispiel wurde der Latex des Beispiels 1,
hergestellt aus 49,75% Epichlorhydrin, 49,75% Dichloräthylformal und 0,5% Trichlorpropan, aufgespalten, um
ein flüssiges Polysulfidpolyineres mit SH-Endgruppen
und einem Molekulargewicht von 4000 zu ergebea
Dies erfolgte durch Zugabe von Natriumsulfhydrat, Natriumsulfit und Natriumbisulfit wie in »Rubber
ίο Chemistry and Technology«, Band 41, No. 1, Februar 1968, Seiten 124 bis 126, beschrieben ist.
Dieses flüssige Polysulfidmischpolymere wurde dann verschnitten und mit normalen Polysulfidbestandteilen
und nach üblichen Verfahren gehärtet Bekanntes flüssiges Polysulfidpolymeres der Formel
S)2J-C2H4-O-CH2-O-C2H4-SH
gern Eintauchen bei Raumtemperatur in verschiedene Lösungsmittel bestimmL Das Mischpolymere zeigte
bessere Lösungsmittelbeständigkeit in aromatischen Lösungsmitteln als das bekannte Polysulfidpolymere
und die gleiche Beständigkeit gegenüber Wasser. Die Zusammensetzungen und Lösungsmlttelquellung sind in
Tabelle II zusammengestellt.
Bestandteile
| Bekanntes Polysulfidpolymeres | 100 | 100 | — |
| Polysulfidmischf.olymeres | - | - | 100 |
| nach der Erfindung | |||
| Ruß | 30 | 30 | 30 |
| Stearinsäure | 1 | 1 | 1 |
| Schwefel | 0,1 | 0,1 | 0,1 |
| Bleioxid | 7,5 | 15,0 | 15,0 |
| Chloriertes Biphenyl als | 7,5 | 15,0 | 15,0 |
| Weichmacher | |||
| Physikalische Eigenschaften | |||
| Zerreißfestigkeit, kg/cm2 | 46 | 38 | 46 |
| Dehnung, % | 760 | 680 | 3UO |
| 100%-Modul, kg/cm2 | 12 | 10 | 20 |
| 200%-Modul, kg/cm2 | 3,6 | 3,3 | 4,1 |
| Volumenquellung, % | |||
| Äthylacetat | 25,6 | 33,1 | 16,8 |
| Mclhyläthylketon | 60,6 | 55,3 | 42,0 |
| Toluol | 114,2 | 101,5 | 16,8 |
| Benzol | 211,9 | 195,5 | 34,9 |
| Xylol | 34,9 | 34,9 | 8,0 |
| Wasser | 0 | 0 | 0 |
Das Verfahren der Beispiele 1 und 3 wurde unter Verwendung von 49 Mol-% Dichloräthylformal, 49
Mol-% Epichlorhydrin und 2 Mol-% Trichlorpropan wiederholt. Anstelle von Natriumpolysulfid, Natriumsulfhydrat,
Natriumhydroxid und der anderen Natriumsalze wurden die entsprechenden Kaliumsalze verwendet,
d. h. Kaliumpolysulfid, Kaliumsulfhydrat, Kaliumhydroxidusw.
Das resultierende flüssige Polysulfidmischpolymere wurde verschnitten und 7 Tage bei Raumtemperatur
gehärtet, worauf die Volumenquellung bestimmt und mit gleichermaßen behandeltem bekanntem Polysulfidpolymeren
der Formel
HS — (C2H4 — O — CH2 — O — C2H4 — SS)23 — C2H4 — O — CH2 — O — CjH4 — SH
mit 2,0% Vernetzung verglichen wurde. Letzteres besaß ein ähnliches Molekulargewicht und einen ähnlichen
24 Ol 940
Vernetzungsgrad, doch keine 2-Hydroxypropyleneinheiten.
Die Zusammensetzungen und Volumenquellungen sind in der Tabelle III zusammengestellt. Wie ersichtlich
ist, besitzt das erfindungsgemäße Mischpolymere eine viel bessere Beständigkeit gegen aromatische Lösungs-Tabelle
III
mittel, eine äquivalente Beständigkeit gegen Essigsäure und eine schlechtere Beständigkeit gegen Alkohole. Die
schlechtere Beständigkeit gegen Alkohole war wegen des hohen Hydroxylgehaltes zu erwarten, doch ist die
gute Beständigkeit gegen Wasser äußerst überraschend.
Bestandteile
| Bekanntes Polysulfidpolymeres | 100 | 100 | - |
| Polysulfidmischpolymercs | - | - | 100 |
| nach der Erfindung | |||
| Ruß | 30 | 30 | 30 |
| Stearinsäure | 1 | 1 | 1 |
| Bleidioxid | 77,5 | 12.5 | 12,5 |
| Chloriertes Biphenyl als | 7,5 | 12,5 | 12,5 |
| Weichmacher | |||
| Volumenquellung, % | |||
| lO"/oige Essigsäure | 16,7 | 12,2 | 12,2 |
| Tetrachlorkohlenstoff | 39,7 | 30,2 | 12,2 |
| Äthylacetat | 39,7 | 30,2 | 25,6 |
| Leinsamenöl | -3,5 | -3,5 | -3,5 |
| Methylethylketon | 71,5 | 67,2 | 53,3 |
| Toluol | 101.5 | 100,0 | 21,0 |
| Xylol | 34,9 | 25,6 | 12.2 |
| Wasser | 0,6 | 1,5 | 0 |
| Diacetonalkohol | 13,1 | 8,0 | 19,4 |
| Butvlcarbilol | 14,1 | 9,9 | 24,6 |
Die Verfahren der Beispiele 1 und 3 wurden mit der Ausnahme wiederholt, daß die Zusammensetzungen der
Polysulfidpolymeren, wie nachfolgend gezeigt, variiert wurden. Die Ergebnisse zeigten, daß, wenn die
Monomerenbeschickunk 80% Epichlorhydrin enthielt, das gehärtete flüssige Polymere nur an der Grenze
liegende elastomere Eigenschaften, aber bessere Lösungsmittelbeständigkeit
besaß. Wenn umgekehrt die Monomerenbeschickung 20% Epibromhydrin enthielt, war die verbesserte Lösungsmittelbeständigkeit, obwohl
vorhanden, merklich herabgesetzt.
Tabelle IV zeigt die Zusammensetzung der Monomerenbeschickung in Molprozentsätzen und die Menge an
Natriumpolysulfid und Natriumsulfhydrat in Molen für die Polymerenherstellung, bezogen auf die Gesamtmonomerenbeschickung
von 6,0 Mol.
| Tabelle IV | 4,22 | % der Monomerbeschickung | b | - | - | C | d | - | e | f |
| Bestandteile | 3.48 | a | 64 | - | 3.92 | - | - | - | — | |
| 3.K) | 80 | - | - | - | 50 | - | - | 20 | \ | |
| Epichlorhydrin | 2,80 | - | - | 4.78 | - | - | 39 | 5,4U | - |
i
X |
| Epibromhydrin | 2,48 | - | 33 | - | 49 | 59 | - | 78 | ψ | |
| Epiiodhydrin | 19.5 | 3 | 3.88 | 1 | 2 | 2.40 | 2 | Si | ||
| Dichloräthylformal | 0.5 | Erforderliche Molzahl | des Bestandteils | |||||||
| Trichlorpropan | ||||||||||
| 3.02 | - | - | ||||||||
| Natriumpiiysulfid | - | - | ||||||||
| Schwefelatomzahl | 4,80 | - | i | |||||||
| Schwefelatomzahl | - | - | ||||||||
| Schwcfela tomzahl | - | 6.60 | ||||||||
| Schwefclatomzahl | 2.99 | 1.20 | ||||||||
| Schwefeiatomzaril | ||||||||||
| Natriumsulfhvdrat | ||||||||||
Claims (5)
1. Polysulfidmischpolymere in Form von Elastomeren mit einem Molekulargewicht oberhalb 70 000
oder von Flüssigkeiten mit einem Molekulargewicht von 500 bis 10 000 und jeweils mit SH-Endgruppen,
bestehend aus 15 bis 85 Mol-% 2-HydroxypropyIeneinheiten
und 85 bis 15 Mol-% Diäthylenformaleinheiten, welche über Polysulfidgruppen miteinander
verbunden sind, und gegebenenfalls 0,25 bis 4 Mol-% Vernetzungsmitteleinheiten.
2. Verfahren zur Herstellung von Polysulfidmischpolymeren
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man 15 bis 85 Mol-% Epihalogenhydrin und
85 bis 15 Mol-% Dichloräthylenformal, jeweils bezogen auf die Comonomeren, mit 1,3 Mol je Mol
der gemischten organischen monomeren Reaktionspartner, eines Alkali- oder Erdalkalipolysulfide und
Alkali- oder Erdalkalisulfhydrates, wobei das Sulfhydrat in äquimolarer Menge bezüglich des Epihaiogenhydrins
vorliegt, gegebenenfalls unter Zusatz von 0,25 bis 4 Mol-% eines Vernetzungsmittels in
der Form eines Monomeren, bezogen auf die Monomeren, bei Temperaturen von 71 bis 99°C
umsetzt, wobei das insgesamt verwendete Polysulfid das gebildete Na2S + das ursprüngliche NaaS* ist
und die Schwefelatomzahl χ in der Schwefelkette des Na2Sx bei Mittelung mit dem gebildeten Na2S so
gewählt worden ist, daß man eine mittlere Schwefelatomzahl pro Schwefelkette von 2,25
bekommt, und gegebenenfalls die Polysulfidmischpolymeren durch Umsetzung mit Natriumsulfhydrat,
Natriumsulfit und Natriumbisulfit in bekannter Weise in flüssige Polymere aufspaltet.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Vernetzungsmittel 1,2,3-Trichlorpropan
verwendet.
4. Verfahren nach Anspruch 2 und 3. dadurch gekennzeichnet, daß man als Alkalipolysulfid Natriumpolysulfid
verwendet.
5. Verfahren nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man als Alkalisulfhydrat Natriumsulfhydrat
verwendet.
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