DE239343C - - Google Patents

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DE239343C
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generator
gas
generators
hot
oil vapors
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DENDAT239343D
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G9/00Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils
    • C10G9/26Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils with discontinuously preheated non-moving solid material, e.g. blast and run

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- -Ja 239343 KLASSE 26«. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30.Oktober 1909 ab.
Zur Erzeugung von Gas mit Hilfe von öl, Teer o. dgl. hat man bekanntlich den zu verdampfenden Stoff von oben auf die glühende Koksfüllung eines Generators geleitet und die entstandenen Öldämpfe vermöge ihrer eigenen Expansion durch die Koksfüllung hindurch in die Gebrauchsleitung übertreten lassen. Die Zerlegung der Öldämpfe beim Durchtritt durch die Koksfüllung zwecks Verwandlung in ein
ίο fixes Gas ist hierbei wesentlich von der Hitze der Koksfüllung abhängig, die durch Heißblasen des Generators erzeugt wird.
Um die in dem Generator nach dem Gasungsvorgange zurückgebliebenen Öldämpfe noch zur Erzeugung von Gas zu verwerten, hat man
- den Gasraum des Generators mit dem Gasraum eines zweiten gleichartigen Generators absperrbar verbunden und das Gasmachen abwechselnd in dem einen und dem anderen Generator vorgenommen. Die Verwandlung der zurückgebliebenen Öldämpfe in ein fixes Gas hat man bei diesem Verfahren dadurch zu erreichen gesucht, daß man den vor dem Gasmachen für sich allein heißgeblasenen Generator nach dem Gasmachen noch ein zweites Mal heißblies und dabei die zurückgebliebenen Öldämpfe durch die noch glühende Koksfüllung des anderen Generators hindurch in die Gebrauchsleitung überführte.
Diese Durchführungsart des Verfahrens zur Ausnutzung der in den Generatoren zurückgebliebenen öldämpfe hat den wesentlichen Nachteil, daß sich der eine Generator, während der andere für sich allein heißgeblasen wird, abkühlt. Werden dann nach dem Gasmachen mit Hilfe des heißgeblasenen Generators die in diesem zurückgebliebenen Öldämpfe durch die Koksfüllung des anderen Generators getrieben, so ist die Zerlegung der Öldämpfe in diesem Generator durch dessen Abkühlung ungünstig beeinflußt.
Ein weiterer Übelstand dieses bekannten Verfahrens liegt darin, daß die Abgase während des Heißblasens der Generatoren aus deren " .-Gasräumen unmittelbar in die Außenluft entweichen. Da diese Abgase naturgemäß unzersetzte öldämpfe enthalten, so verursachen sie eine die Umgebung belästigende starke Rauchentwicklung.
Beim Verfahren nach der Erfindung sind diese Übelstände, dadurch beseitigt, daß beide Einzelgeneratoren bei abwechselnder Strömungsrichtung der Blaseluft in Hintereinanderschaltung heißgeblasen werden und derjenige Generator beim Gasmachen mit der Gebrauchsleitung in Verbindung gesetzt wird, den die Blaseluft beim Heißblasen zuerst durchströmt hat. Durch das Heißblasen der Generatoren
in Hintereinanderschaltung werden während des Heißblasens beide Generatoren erhitzt. Bei dem darauffolgenden Heißblasen unter Umkehrung der Strömungsrichtung der Blaseluft besitzt dann die Koksfüllung des Generators, in den die Luft zuerst eintritt, noch eine bedeutende, von der vorangehenden Heißblaseperiode herrührende Hitze. Die beiden Generatoren werden daher ohne Zuhilfenahme besonderer Hilfsmittel stärker erhitzt, so daß auch die Zerlegung der öldämpfe wirksamer erfolgt. Da ferner die Abgase durch die Koksfüllung eines Generators hindurchtreten müssen, wird zugleich auch nach erfolgter Abschaltung der Generatoren von der Gebrauchsleitung die Verwandlung der in den Abgasen enthaltenen öldämpfe in ein fixes Gas gewährleistet und dadurch die Rauchbildung sicher vermieden.
Auf der Zeichnung ist eine Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι einen Längsschnitt und
Fig. 2 den Grundriß der Einrichtung.
Die Gasräume der Generatoren G1, G2 stehen durch einen Kanal 1 miteinander in ständiger Verbindung. An den unteren Enden der Generatoren G1 bzw. G2 münden die Luftzuführungsrohre 2 bzw. 3, die durch Ventile 4 bzw. 5 abgeschlossen werden können. Die Rohrleitungen 2 und 3 entspringen einer gemeinsamen Rohrleitung, die von einem Flügelgebläse F mit Druckluft gespeist wird. In ungefähr gleicher Höhe wie die Rohre 2 und 3 gehen von den Generatoren G1 und G2 je zwei Leitungen 6, 7 und 8, 9 aus, von denen die Leitungen 6 und 8 mit einer Vorlage V1 und die Leitungen 7 und 9 mit einer Vorlage F2 verbunden sind. Die Vorlage V1 steht durch ein Rohr mit dem Gasbehälter B in Verbindung. Die Leitungen 6, 7, 8, 9 sind durch Ventile 10, 11 12 und 13 absperrbar, so daß der Generator G2 sowohl vor als auch hinter den Generator G1 in bezug auf den Gasbehälter B und den Skrubbei" S geschaltet werden kann.
Die Vorlage F2 ist in bekannter Weise mit einem Überlaufrohr 14 und durch ein Rohr 15 mit dem Skrabber 5 verbunden, und der Skrubber ist mit einem Wasserzuflußrohr 16 und dem Kamin K versehen. Die Generatoren G1, G2 sind bis ungefähr zur Höhe ihres Verbindungskanals ι mit Koks gefüllt, dem durch die Rohre 17 und 18 der zu vergasende Stoff, z. B. Teer oder öl, zugeführt wird.
Das Verfahren wird in folgender Weise durchgeführt:
Beim Heißblasen wird z. B. die vom Gebläse F gelieferte Blaseluft zuerst in den Generator G1 geleitet, indem die Ventile 4 und 13 geöffnet und alle übrigen geschlossen werden. Infolge der Verbindung der Gasräume beider Generatoren G1, G2 durch die Leitung 1 tritt die Blaseluft nach Durchgang durch die Koksfüllung des Generators G1 in den Generator G2 ein und strömt -durch die Koksfüllung dieses Generators hindurch in die Vorlage F2 über. Die Koksfüllung des Generators G2 wird somit beim Heißblasen des Generators G1 miterhitzt.
Nach dem Heißblasen werden die Luftzufuhr und der Rauchabzug, d. h. die Ventile <4 und 13, geschlossen und das Ventil 10 geöffnet, worauf das zu verdampfende Öl durch die Rohre 17 und 18 auf den glühenden Koks geleitet wird. Die entstehenden Öldämpfe treten dprch die Koksfüllung des Generators G1 vermöge ihrer eigenen Expansion , hindurch, wobei sie in ein fixes Gas verwandelt werden, und darauf durch das Ventil 10 und die Vorlage F1 in den Gasbehälter B über. '
Ist das Gasmachen beendigt, so wird das Ventil 5 geöffnet und das Gebläse -F in Betrieb gesetzt. Die von der Gasungsperiode her in den Gasräumen der Generatoren G1, G2 zurückgebliebenen Öldämpfe werden infolgedessen durch die Koksfüllung des Generators G1 hindurchgetrieben und treten als fixes Gas ebenfalls in den Gasbehälter B über. Sobald die zurückgebliebenen Öldämpfe durch die Vergasungsluft so verdünnt sind, _ daß ein brauchbares Gas nicht mehr erhalten wird, schließt man das Ventil 10 und öffnet das Ventil 11.
Die Generatoren G1, G2 werden nun heißgeblasen, wobei die Blaseluft die Generatoren in umgekehrter Strömungslichtung durchzieht als zuvor, indem sie zuerst in den Generator G2 eintritt, der noch eine bedeutende, von der vorangehenden Heißblaseperiode herrührende Hitze besitzt. Die Abgase werden durch den in den Generator G2 eintretenden Luftstrom mitgenommen und in der Richtung von oben nach unten durch die glühende Koksschicht des Generators G1 geführt. In dieser Koksschicht werden die in den Abgasen noch enthaltenen Öldämpfe wirksam zerlegt, da diese Koksschicht noch eine bedeutende Hitze besitzt, weil sie bei der vorangehenden Heißblaseperiode zuerst vom Luftstrom durchzogen wurde.
Die austretenden Abgase geben demnach zur Rauchentwicklung keinen Anlaß mehr. Von ihrem Rußgehalt werden die Abgase beim Durchströmen der Vorlage F2 und des Skrubbers S befreit, so daß sie durch den Kamin K übertreten, ohne zu rauchen oder zu rußen.
Das Gasmachen erfolgt dann wieder nach Abschluß der Ventile 5 und 11 und Öffnung des Ventils 12 durch Einführung von Öl oder
Teer in die Generatoren G1, G2, wobei die Öldämpfe durch die Koksfüllung des Generators G2 in den Gasbehälter B übertreten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Erzeugung von Gas durch Verdampfen von öl, Teer o. dgl. in einem Doppelgenerator, bei welchem die nach dem Gasungsvorgang in dem Generator zurückgebliebenen Öldämpfe abwechselnd von dem einen Generator -durch die Koksfüllung des anderen Generators geleitet werden, dadurch gekennzeichnet, daß beide Einzelgeneratoren (G1, G2) bei abwechselnder Strömungsrichtung der Blaseluft in Hintereinanderschaltung heißgeblasen werden und derjenige Generator (G1 bzw. G2) beim Gasmachen mit der Gebrauchsleitung (B) in Verbindung gesetzt wird, den die Blaseluft beim Heißblasen zuerst durchströmt hat.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE966325C (de) * 1951-01-09 1957-08-29 Didier Werke Ag Regenerativ beheizte Vorrichtung zur kontinuierlichen Vergasung von Brennoel

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE966325C (de) * 1951-01-09 1957-08-29 Didier Werke Ag Regenerativ beheizte Vorrichtung zur kontinuierlichen Vergasung von Brennoel

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